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ALG beantragen bei nicht rechtzeitiger Verlängerung EM-Rente

Ines2003

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#1
Hallo,

bei meiner Mutter läuft zum 31.01.2019 die Rente aus, eine Weiterbewilligung ist beantragt, da Sie aber erst im Januar zum Gutachter muss, wird eine Entscheidung über die Weitergewährung nicht rechtzeitig erfolgen.
Ich habe meine Mutter daher heute online Arbeitssuchend gemeldet, ich hoffe das war nicht verkehrt, bei der Fragestellung zur Krankschreibung habe ich mit Nein geantwortet, Sie ist aber in Regelmäßiger Behandlung beim Neurologen und Psychotherapie.
Letzter Arbeitstag war der 28.02.2013, er folgten ca. 5 Monate Umschulung, dann 78 Wochen im Krankengeld und dann der Rentenantrag der Bewilligt wurde, es müsste somit noch ein paar Monate Anspruch auf ALG bestehen.
Ist das richtig?
Was ist sonst noch zu tun, oder habe ich jetzt schon etwas falsch gemacht?
 

Doppeloma

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#2
Hallo Ines2003,

es wäre ganz gut gewesen wenn du VORHER angefragt hättest, wie man weiter vorgehen sollte in diesem Falle ... deine Mutter ist NICHT "Arbeits-Suchend" sondern wartet auf eine Entscheidung zur Verlängerung ihrer EM-Rente.
Das gehört eher in den Bereich "Nahtlosigkeit" (§ 145 SGB III) sofern sie zuletzt vor der EM-Rente noch Krankengeld ODER ALGI bezogen hat.

bei meiner Mutter läuft zum 31.01.2019 die Rente aus, eine Weiterbewilligung ist beantragt, da Sie aber erst im Januar zum Gutachter muss, wird eine Entscheidung über die Weitergewährung nicht rechtzeitig erfolgen.
Das wird zwar sehr "eng" aber es bedeutet keineswegs, dass die Verlängerung nicht mehr rechtzeitig erfolgen könnte.
Die nächste Rente wäre ja erst zu Ende Februar "fällig" und bis dahin kann noch viel passieren, was man ihr (vermutlich) dann auch bei der AfA sagen wird.

Ich habe meine Mutter daher heute online Arbeitssuchend gemeldet, ich hoffe das war nicht verkehrt, bei der Fragestellung zur Krankschreibung habe ich mit Nein geantwortet,
Online war schon mal ganz "falsch", da kann man kaum erklären worum es tatsächlich geht und ab Anfang Februar sollte sie unbedingt auch wieder AU geschrieben sein, schon das zu erklären erfordert eine persönliche Vorsprache wenn sie den Antrag dann tatsächlich stellen muss (frühestens Anfang Februar).
Der Online-Antrag taugt für solche Fälle auch NICHTS, genau wie nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld kann man dort die erforderlichen Angaben nicht machen.

Vorab sollte sie bei Bedarf einen Antrag auf "vorläufige" Weiterzahlung der EM-Rente stellen, da sie den Verlängerungs-Antrag frühzeitig genug (Datum / Nachweis beifügen) gestellt hat und die verzögerte Begutachtung nicht ihr anzulasten ist.

Das kann man "formlos" machen aber unbedingt nachweislich (Übergabe-Einschreiben) an die DRV senden, es ist eine "Kulanz-Lösung" auf die man keinen Anspruch hat, aber das würde (möglicherweise) unnötige Anträge auf andere Leistungen überflüssig machen.
Es gibt auch hier im Forum einzelne Beispiele, dass es von der DRV dann so gemacht wurde, darum kann man aber tatsächlich nur "bitten", von selber werden die das aber auch nicht anbieten. :icon_evil:

Sie ist aber in Regelmäßiger Behandlung beim Neurologen und Psychotherapie.
Das genügt ja nicht mehr ganz wenn die EM-Rente abgelaufen ist muss sie sich wieder AU schreiben lassen, damit es für die DRV den Nachweis bei der KK gibt, dass sie NICHT "Arbeits-FÄHIG ist ... bei der AfA stellt sie sich (wie nach einer Aussteuerung) mit ihrem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung.

Man wird dann auch ein ÄD-Gutachten machen müssen, es wird alles sehr ähnlich dem Vorgehen nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld sein ...

Letzter Arbeitstag war der 28.02.2013, er folgten ca. 5 Monate Umschulung, dann 78 Wochen im Krankengeld und dann der Rentenantrag der Bewilligt wurde, es müsste somit noch ein paar Monate Anspruch auf ALG bestehen.
Ist das richtig?
Sie dürfte aus der EM-Rente sogar wieder einen vollen Anspruch auf ALGI besitzen, das wird dann genau die AfA ausrechnen (müssen), denn aus dem Krankengeld UND aus der EM-Rente mit Befristung wurden Beiträge an die AfA entrichtet.
Weiß jetzt gerade nicht mehr wie alt deine Mutter aktuell ist, ab 55 gibt 18 Monate und ab 58 sogar 24 Monate Anspruch auf ALGI.

Was ist sonst noch zu tun, oder habe ich jetzt schon etwas falsch gemacht?
Diese Meldung (als Arbeitsuchend) online war voreilig und überflüssig, es kann passieren, dass man ihr bald VV schickt und sogar zu Meldeterminen einladen wird, obwohl der Hintergrund (dieser Meldung) ein ganz Anderer ist ...

Wenn sich bis Anfang Februar nichts weiter getan hat sollte der Antrag auf "vorläufige Weiterzahlung" (an die DRV) gestellt werden und zur Not muss sie dann spätestens Mitte Februar zur AfA und sich die Formulare zum Ausfüllen und abgeben holen ...

Es ist eine sehr "blöde" Situation aber es gab wirklich schon Fälle wo das alles noch rechtzeitg geklappt hat mit der Verlängerung ...
Bitte melde dich früher bei weiteren Fragen dazu, oder wenn die AfA sich melden sollte, gemachte Fehler sind immer schlecht bis gar nicht zu "reparieren" ...

MfG Doppeloma
 

Ines2003

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#3
Hallo Doppeloma,
ich danke dir vielmals, melde mich das nächste mal rechtzeitig.
 

Ines2003

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#4
Hallo,
Eine Gute Nachricht.
Ganz unerwartet hat meine Mutter heute den neuen Rentenbescheid erhalten, die Rente wird als Dauerrente weitegezahlt.
Der Gutachtertermin ist aber erst in 2 Wochen., mal sehen was die Rentenversicherung sagt, ob dieser noch bestehen bleibt.

Da meine Eltern im März in Alg 2 rutschen, bzw. jetzt ja nur mein Vater, meine Mutter jetzt ja an das Sozialamt fällt und von da so glaube keinen Anspruch hat, käme vielleicht, wenn das in der Konstellation ein Ehepartner Alg 2, der andere Wohngeld, diese Leistung für meine Mutter in Frage.
 

RobbiRob

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#5
Ganz unerwartet hat meine Mutter heute den neuen Rentenbescheid erhalten, die Rente wird als Dauerrente weitegezahlt.
Der Gutachtertermin ist aber erst in 2 Wochen.,
Da sieht man mal wie unlogisch und vor allem unberechenbar die Entscheidungen bei der DRV teilweise sind.

In diesem Fall zum Guten.
 

Doppeloma

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#6
Hallo Ines2003,

ein Ehepartner Alg 2, der andere Wohngeld, diese Leistung für meine Mutter in Frage.
Diese Konstellation gibt es NICHT, dazu gerne etwas später mahr, kann sie von ihrer EM-Rente den eigenen Bedarf decken (Regelsatz + 50 % der KdU), weil du ja schon andeutest, dass sie im SGB XII gar keinen Anspruch haben wird ???

Mit einer EM-Rente auf "Dauer" wäre zwar Grundsicherung (SGB XII / Kapitel 4) zuständig ABER ein Ehepartner bleibt IMMER vorrangig voll Unterhaltspflichtig ... es könnte also zu einer sogenannten "gemischten Bedarfsgemeinschaft" kommen (einer SGB II = dein Vater / einer SGB XII = deine Mutter) und damit haben die "sozialen" Behörden meist noch immer sehr große Probleme ...

Wohngeld gibt es auch nur gemeinsam, ist also ausgeschlossen wenn ein Partner der BG SGB II-Leistungen beziehen muss.
Das Problem hatten wir schon vor über 10 Jahren, als mein Männe die EM-Rente (unbefristet) bekam und ich noch weiter Hartz4 beziehen musste ... das endete am Sozialgericht aber trotzdem fehlten uns 1,5 Jahre lang monatlich runde 50 € ...

Daran hat sich leider bisher NICHTS zum Vorteil der Betroffenen geändert ... es gibt noch immer keine klaren gesetzlichen Richlinien auch in diesen Fällen das soziale Existenz-Minimum für die "gemischte" BG zu sichern ...

MfG Doppeloma
 

Ines2003

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#7
kann sie von ihrer EM-Rente den eigenen Bedarf decken (Regelsatz + 50 % der KdU), weil du ja schon andeutest, dass sie im SGB XII gar keinen Anspruch haben wird ???
Ja kann Sie, Sie bekommt 637 EUR Rente, die Hälfte der Mietkosten beträgt knapp 200 EUR, somit besteht wohl kein Anspruch auf Grundsicherung.

Es wird bestimmt ein ziemliches Durcheinander bei den Anträgen, mein Vater hat eine Betriebliche Altersvorsorge, die er mit 65 ausbezahlt bekommt, diese kann man laut Auskunft der Versicherung nicht um 2 Jahre verlängern, so dass der Wert bestimmt zum Schonvermögen gezählt wird, dann haben meine Eltern ein Gartengrundstück welches 900 qm groß ist und bemessen an den Bodenrichtwert 4500 EUR Wert ist.

Es komme da bestimmt viele Probleme auf meine Eltern zu.
 

Doppeloma

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#8
Hallo Ines2003,

Ja kann Sie, Sie bekommt 637 EUR Rente, die Hälfte der Mietkosten beträgt knapp 200 EUR, somit besteht wohl kein Anspruch auf Grundsicherung.
=382 Partner-Regelsatz + rund 200 € KdU = Gesamtbedarf deiner Mutter 582 €
Da besteht garantiert KEIN Anspruch auf Grundsicherung nach SGB XII und es ist angeraten da auch gar keinen Antrag beim Soziel-AMT erst zu stellen, denn dein Vater bekommt dort sowieso NICHTS, für ihn bleibt weiter das JC zuständig und deine Mutter gehört eher "fiktiv" weiter zu seiner Bedarfsgemeinschaft.

Was bedeutet, dass sie ihr Einkommen / Vermögen (als Ehefrau) komplett mit angeben muss aber auf Leistungen aus dem SGB II gesetzlich ausgeschlossen ist wegen der EM-Rente (auf Dauer).
Wenn ihre Rente ansteigt (z.B. bei den jährlichen Renten-Anpassungen jeweils zum Juli) kann es sogar passieren, dass schon was auf die SGB II-Leistungen deines Vaters "angerechnet" wird wenn ihr persönlicher Bedarf "überschritten" ist ...
Das wäre theoretisch jetzt schon möglich aber sie hat Anspruch auf die Versicherungs-Pauschale von 30 € beim JC also darf erst ab 582 + 30 = 613 € der "Überschuss" an deinen Vater übertragen werden.

Sie bekommt also wegen Krankheit eine EM-Rente von der sie gar nicht existieren könnte (alleine) und muss noch (als Ehefrau) davon deinen Vater "unterstützen" ... damit das JC weniger zahlen braucht, sobald sie mehr als den eigenen Bedarf zur Verfügung hat. :icon_neutral:

Es wird bestimmt ein ziemliches Durcheinander bei den Anträgen, mein Vater hat eine Betriebliche Altersvorsorge, die er mit 65 ausbezahlt bekommt,
Die betrieblichen Vorsorge-Verträge sind meist noch an die früheren Rentenregelungen gebunden, als man mit 65 Jahren noch generell in den Ruhestand konnte, daher erfolgen die Auszahlungen (Kapital-Abfindung oder monatliche Renten-Zahlung ?) meist spätestens mit 65.
Darf ich fragen wie alt dein Vater ist und ob er (eventuell) eine vorzeitige Altersrente in Anspruch nehmen könnte (ab 63 + X Jahren), dann kann es sogar paaaieren, dass man ihn damit sehr bald wieder aus dem Bezug bekommen will beim JC.
Denn die "Zwangs-Verrentung" ab 63 + X im SGB II ist ja keineswegs komplett "vom Tisch", das hängt vorwiegend davon ab, wie hoch dann die (gekürzte Altersrente) wäre und ob sich ein dauerhafter Sozial-Leistungsbezug aus dem SGB XII vermeiden lässt wenn auf diesen vorzeitigen Renten-Antrag verzichtet wird, ehe man eine ohne Abzüge erhalten könnte.

diese kann man laut Auskunft der Versicherung nicht um 2 Jahre verlängern, so dass der Wert bestimmt zum Schonvermögen gezählt wird,
Das wird IMMER mitgezählt, der Unterschied liegt nur darin, dass diese Renten-Verträge nicht vorzeitig "aufgelöst" (also gekündigt) werden müssen, um davon zu leben anstatt Sozial-Leistungen zu bekommen ... hier gibt es für bestimmte Jahrgänge noch die Sonderregelung, dass es 750 € pro Lebensjahr sein dürfen für solche speziellen Altersvorsorge-Verträge.

Das "normale "Schonvermögen" im SGB II liegt bei 150 € pro Lebensjahr + 750 € für Anschaffungen + 1 PKW (bis 7500 €) für jede Erwachsene person der BG.

Leider ist mir so genau nicht bekannt, ob das auch für deine Mutter dann gilt oder bei ihr nur 5000 € "Schonvermögen" nach SGB XII "erlaubt" wären ... da ist bei dieser Kombi eben leider viel in gesetzlichen "Grauzonen" an solche "BG-Mischungen" wurde bei der Gesetzgebung ( SGB II / SGB XII) irgendwie gar nicht gedacht. :icon_evil:

dann haben meine Eltern ein Gartengrundstück welches 900 qm groß ist und bemessen an den Bodenrichtwert 4500 EUR Wert ist.
Darüber weiß ich leider gar nichts wie das zu behandeln ist wenn ein Teil der BG EM-Rente bezieht (die theoretisch aktuell zu reichen hat), wenn deine Mutter sonst nichts besitzt könnte das ja IHR (persönliches) "Schonvermögen" sein aber das ist nur so ein "logischer" Gedanke von mir ... wie das zuständige JC darüber denken wird kann ich nicht beurteilen.

Zur genauen Rechtslage dabei weiß ich nicht genug, dazu meldet sich vielleicht noch Jemand, der sich damit besser auskennt als ich. :icon_kinn:

Es komme da bestimmt viele Probleme auf meine Eltern zu.
Das befürchte ich leider auch aber sie sollten sich soweit es geht vom Sozial-AMT (SGB XII) fern halten, denn dort wird sie am Ende NICHTS bekommen, das ist schon rein rechnerisch gar nicht möglich.
Das JC hat also auch keinen Antrag dort (von ihr) zu verlangen, denn vom JC bekommt sie ja sowieso NICHTS ...sie ist "nur Zählmitglied" dieser BG und muss die Auskünfte zum Einkommen / Vermögen geben, damit der Anspruch für deinen Vater beim JC berechnet werden kann.

Weitere Verpflichtungen (außer Änderungs-Meldungen dazu z. B. bei Renten-Erhöhungen) hat deine Mutter dem JC gegenüber NICHT zu erfüllen ... dafür gibt es KEINE Rechtsgrundlagen.
Zumindest das sollte beim JC von Beginn an klargestellt werden falls die das anders sehen möchten ...

Gut wäre es natürlich für deine Eltern wenn das Ende dieser Notwendigkeit absehbar wäre, weil dein Vater auch bald in die verdiente Altersrente gehen kann ... und wenn sie dann zusammen wenigstens keine Zuschüsse vom Sozial-Amt benötigen werden.
Mit 2 kleinen Renten kann man dann neu über einen Anspruch auf Wohngeld nachdenken, bis dahin ist das leider keine Option.

MfG Doppeloma
 
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Ines2003

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#9
Hallo Doppeloma,
danke für die ganzen Hinweise.

Mein Vater ist Jahrgang 1965 und meine Mutter 1968.
Vermögen haben die beiden, knapp 5000 EUR auf den Konten, ein gemeinsames und ein Einzelkonto meiner Mutter, dann ein 5 Jahre altes Auto, die Versicherung von meinem Vater mit knapp 14000 EUR Auszahlungssumme und das Gartengrundstück 4500 EUR.
Könnte evtl. ein bisschen zu viel sein, ich habe schon zu meinen Eltern gesagt, dass es Alg 2 evtl. nur als Darlehen geben kann.
Immerhin könnte meinen Eltern ein Umzug erspart bleiben, da Sie akzuell in einer 3 Raum Wohnung wohnen und diese silerlich für 2 Personen unangemessen wäre, da aber das Jobcenter nur die Hälfte der Mietkosten trägt, dütften diese so hoffe ich zumindest angemessen sein.
 
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Doppeloma

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#10
Hallo Ines2003,

Mein Vater ist Jahrgang 1965 und meine Mutter 1968.
Da sind ja deine Eltern noch recht jung, um schon an die Altersrente zu denken auch wenn deine Mutter nun leider nicht mehr arbeiten kann aus gesundheitlichen Gründen.
Trotzdem ist es schon viel wert, dass sie nicht mit den ständigen "Verlängerungen" mehr leben muss und sich ganz auf ihre Gesundheit konzentrieren darf, soweit es was gibt, was ihr das tägliche Leben noch erleichtern kann.

Wie sieht es denn bei deinem Vater aus, gibt es für ihn gar keine Chancen / Möglichkeiten wenigstens eine Teilzeitstelle zu finden und dann auf das Geld vom JC verzichten zu können ???
Sobald man den Bezug dort beenden kann ist ein Antrag auf Wohngeld ja (wieder) möglich, wenn es für die Miete dann doch etwas zu knapp wäre ... in einem gewissen finanziellen "Grenzbereich" kann man dann auf ALG II auch verzichten und lieber Wohngeld nehmen ...
Und sei es nur um von diesem Amt wieder unabhängig zu sein und mit dem vorhandenen Geld (unkontrolliert) so wirtschaften zu können, wie man es selbst für richtig halten möchte.

Man wird ihm ja beim JC auch keine Ruhe lassen sich um eine Beschäftigung zu kümmern, damit er NICHT bis zur Altersrente bleiben muss ... :icon_kinn:
Rein theoretisch mal gerechnet "darf" dein Vater 8850 € (54 x 150 + 750) besitzen und deine Mutter mindestens 5000 € (nach SGB XII berechnet), im SGB II wären es sogar 8250 € (50 x 150 + 750).
Das wären 17 100 € wenn für beide die Schonvermögens-Grenze des SGB II gilt aber auch minimum 13 850 € wenn man das bei ihr nur gemäß SGB XII anerkennen möchte.

Meiner Kenntnis nach gilt das dann auch gemeinsam in einer "Paar-BG" des SGB II, es wäre also unwichtig bei wem genau das auf dem Konto liegt oder wem das "Vermögen" theoretisch persönlich gehört, zumindest sollte das eindeutig von den SB geklärt werden können wenn der Antrag gestellt und besprochen wird.
Das Auto wird dabei separat anerkannt, so ein PKW "verliert ja schnell an Wert", es kommt natürlich auf den ehemaligen Neupreis an (und die bisherige Fahrleistung), ob man das schon bis höchstens 7500 € angeben kann.

Vermögen haben die beiden, knapp 5000 EUR auf den Konten, ein gemeinsames und ein Einzelkonto meiner Mutter, dann ein 5 Jahre altes Auto, ... und das Gartengrundstück 4500 EUR.
Das vorhandene Geldvermögen / Auto und Gartengrundstück dürften also aktuell als "Schonvermögen" bereits unantastbar bleiben und ein Verbrauch / Verkauf vor der Antragstellung ist NICHT erforderlich ... es muss nur alles auch entsprechend angegeben und belegt werden.

die Versicherung von meinem Vater mit knapp 14000 EUR Auszahlungssumme
Wenn es sich um eine zertifizierte Altersvorsorge handelt, die VOR dem 65. Lebensjahr nicht zur Auszahlung kommen KANN, dann sollte dafür die Sonderregelung gelten ( separates Schonvermögen dafür wären 54 x 750 € = bis zu 40 500 € aktuell), die ich oben schon erwähnt habe.
Dafür gibt es aber gesetzliche Regelungen die ich so genau nicht kenne aber beim JC sollte man das ja wissen und entsprechend auch werten müssen.
Nachweise darüber muss dein Vater ja auch vorlegen können, aus denen das klar hervorgeht, dass er das Geld früher NICHT bekommen wird.

Könnte evtl. ein bisschen zu viel sein, ich habe schon zu meinen Eltern gesagt, dass es Alg 2 evtl. nur als Darlehen geben kann.
Ob da die Leistungen nur schon (oder überhaupt) als Darlehen erlaubt sind, kann ich NICHT beurteilen, es ist ja noch ziemlich lange hin bis dein Vater das Geld mal bekommen wird und bis dahin sollte ja eher noch gehofft werden, dass er vielleicht wieder was arbeiten könnte und deine Eltern das Geld vom JC dann gar nicht mehr brauchen würden.

Wäre ja heftig wenn er dann trotzdem Jahre später aus dieser Altersvorsorge noch ein Darlehen an das JC erstatten müsste (14 000 wären ja komplett weg, wenn er nur rund 2 Jahre ca. 600 € monatlich vom JC als Darlehen bekommt) ... diese Sozial-Leistung soll ja JETZT die Notlage lindern wo es tatsächlich erforderlich ist ...
Bei Wohneigentum (eines Leistungsempfängers) ist mir so was schon bekannt geworden, dass dann die Erben später das Haus / die Wohnung verkaufen sollen und die Leistungen erstattet werden müssen (soweit das Geld dann dafür reicht) aber das ist ja mit dem Fall deiner Eltern (aus meiner Sicht) gar nicht vergleichbar ... :icon_kinn:

Das sind so Dinge die ich nicht genau weiß, weil wir davon in der Weise nicht betroffen waren, unsere "Altersvorsorge-Verträge" waren schon lange aufgebraucht / aufgelöst, als wir dann doch ALGII beantragen mussten, weil zu unseren EM-Renten noch immer nicht entschieden war.

Das JC bekam trotzdem ALLES zurück, was uns je gezahlt wurde aus den Renten-Nachzahlungen ...

Immerhin könnte meinen Eltern ein Umzug erspart bleiben, da Sie akzuell in einer 3 Raum Wohnung wohnen und diese silerlich für 2 Personen unangemessen wäre, da aber das Jobcenter nur die Hälfte der Mietkosten trägt, dütften diese so hoffe ich zumindest angemessen sein.
Letztlich kann man deine Eltern (schriftlich !!!) auffordern ihre Wohnkosten zu senken wenn die Wohnung örtlich nicht als "angemessen" gilt, dann gibt es aber auch noch Möglichkeiten einen Umzug zu vermeiden, es kommt ja auch auf die Wirtschaftlichkeit eines solchen Umzuges an ... das JC hätte immerhin ALLE erforderlichen Kosten dafür zu tragen
Hier könnten auch ärztliche Atteste unterstützen, die das (aus gesundheitlichen Gründen) für deine Mutter "unzumutbar" machen, das gewohnte auch soziale Umfeld, die Unterstützung der Nachbarn usw. aufgeben zu müssen.

Eine andere "gesundheitlich passende" UND "angemessene" Wohnung müsste ja auch erst mal gefunden werden, wenn es die einfach (Nachweis der Bemühungen darum ist erforderlich) NICHT gibt, dann MUSS das JC auch höhere Wohnkosten dauerhaft übernehmen, zur Not können deine Eltern auch eine geringe Differenz selbst (aus dem Regelsatz) dazu tun, wenn sie anders nicht in dieser Wohnung bleiben könnten.

Das wäre natürlich finanziell die schlechteste Lösung, darum sollten erst mal alle anderen Möglichkeiten "ausgeschöpft" werden, um das zu vermeiden ...
Diese Sorge sollte aktuell noch nicht unbedingt im Vordergrund stehen und wie du schon richtig festgestellt hast ist ja für 50 % der KdU ohnehin deine Mutter aus ihrer EM-Rente zuständig.
Das hört sich doch gar nicht so "hoch" an für eine 3-Zimmer-Wohnung, die haben wir auch und zahlen rund 470 € warm dafür.

Unsere "Sozial-Wohnung" davor (im Berliner Speckgürtel) war rund 100 € teurer (obwohl sie ca. 10 m² kleiner war / nur 2 Zimmer), da hat man beim Sozial-AMT schon "gemotzt" das wäre zu teuer, das würde man NICHT voll übernehmen ...
Wir hatten da mal ein Beratungsgespräch wegen eventueller Grundsicherung aus dem SGB XII für Männe, haben den Antrag dann aber nie gestellt ... wenn unsere Wohnung dort schon zu teuer war ... beim JC war sie es bis dahin noch nicht gewesen ... ich dachte eigentlich die haben am gleichen Ort auch die gleichen Richtlinien dafür ... :icon_kratz:

EGAL, aktuell bekommen wir nicht mal Wohngeld und zahlen unsere Wohnkosten komplett selber aus unseren "üppigen" EM-Renten ...
Habt ihr schon mal über den Antrag auf einen Pflegegrad für deine Mutter nachgedacht, ab Grad 2 gibt es immerhin schon 316 € Pflegegeld im Monat (wenn kein Pflegedienst schon regelmäßig kommen muss und die Angehörigen sich alleine kümmern) und das würde sicher auch schon sehr weiter helfen ... das darf beim JC NICHT "angerechnet" werden ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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Ines2003

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#11
Hallo Doppeloma,
mein Vater schreibt Bewerbungen, es kamen dabei aber gerade einmal 2 Vorstellungsgespräche heraus.

Da für meinen Vater von der Rentenversicherung eine Zusage zur Teilhabe am Arbeitsleben in Form eines Einstieggeldes hat, findet bei der Arbeitsagentur keine Förderung statt, er bekommt von dort das Geld und alle 2- 3 Monate einen Meldetermin.
Für eine Umschulung hält man ihn von Seiten der Rentenversicherung schon für zu alt, so die Aussage, bei der ich mit anwesend war.
Am Mittwoch ist wieder so ein Meldetermin und mein Vater der aus der Bauwirtschaft kommt möchte mal das Thema Schulung zum Lokführer ansprechen, mal sehen ob und was das bringt.

Vielleicht bleibt Ihnen ihn ja das Alg 2 doch noch erspart, wir werden sehen und sollte es dazu kommen, melde ich mich hier wieder.
 
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