ALG ALG2 Ex-Selbständiger und gescheitert (1 Betrachter)

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druck

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Heute wurden mir 430€ ALG zugesprochen. Ich war bis Ende 2014 selbständig und hatte bis Ende Mai 2015 Hinzuverdienst von 900€ Brutto. Unsere ETW 60qm ist bezahlt und wir sind verheiratet, die Frau verdient wegen Berufsunfähigkeit seit Jahren nichts dazu.

Von 430€ leben? Strom bezahlen, Versicherungen... Denke, das war es, wir driften ab in den Sozialfall

Unser alter Golf wird wohl zuerst dran glauben müssen. Ich schäme mich so...
40 Jahre Ein-Personenfirma, selbständig und gescheitert.
Wem geht es ähnlich und was darf erhofft werden? Kann man uns zwingen, die Wohnung zu verkaufen oder andere Erniedrigungen?
 

karpfen

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ich nehme an, diese 430 € sind dein alg 1 anspruch.

du hast die möglichkeit mit alg 2 aufzustocken!
 

gelibeh

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Denke mal, das geht vielen so. Da braucht man sich nicht zu schämen.
Die können Euch nicht zwingen die ETW zu verkaufen. Die ist innerhalb der angemessenen Größe.

Gegen Erniedrigungen hilft es, sich mit der Rechtslage auseinander zu setzen, nie etwas sofort zu unterschreiben, möglichst nie alleine zum Amt zu gehen.
Je mehr man sich auskennt, dem Jobcenter nicht blind vertraut, desto geringer sind die Erniedrigungen. Wenn ich weiß, dass ich nichts dafür kann, das ich beim Amt gelandet bin, dann kann mich auch ein Sachbearbeiter vom Jobcenter nicht klein machen.
 

Linuxfan

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Einer meiner Kunden hat gestern Insolvenz angemeldet und die Nachhilfezeit ist mit den kommenden Sommerferien auch erstmal vorbei.

Dass Firmen in Konkurs gehen passiert halt in unserer Marktwirtschaft aber vielleicht kann man ja noch etwas retten aber da bräuchte man nähere Angaben über deine Tätigkeit.

Für mich war die Kündigung auch ein ziemlicher Schock und es ist normal, dass man sich mit der neuen Situation erstmal arrangieren muss. Du kannst Dir ja zu ALG II (falls Du davon betroffen bist) etwas hinzuverdienen. Ist denn aus der Selbständigkeit garnichts mehr zu retten?

Hier in Deutschland gilt man tatsächlich als "gescheitert" wenn es mal mit der Selbständigkeit nicht so hinhaut. In anderen Ländern (z.B. UK) hat man mehr Respekt vor Unternehmern. Viele Unternehmer haben mehrere Anläufe gebraucht, bis sie eines Tages wirklich groß wurden.

Ich kann nur sagen, erstmal Ruhe bewahren und ggf. schauen was die Agentur für Arbeit vorschlägt, Haushaltsplan aufstellen und ggf. den Businessplan überarbeiten und anpassen.
 

druck

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Danke für die Zuschrift. Aus der Selbständigkeit ist nichts mehr verblieben. (Doch, der Abschluß steht noch aus. Nochmals Kosten für Bilanz und damit verbundenen Nachzahlungen.) Ein Kunde nach dem anderen mußte wegen zu hoher Kosten und Steuern aufgegeben werden. Als der Container mit den alten Geräten vom Hof fuhr, war das schon ein beachtenswerter Augenblick, aber es machte keinen Sinn, die alten Teile zu verwahren. Dann lieber ein Ende mit Schrecken. Gegen große Firmen kann sich eine kleine Firma eine zeitlang mit gutem Kundenservice halten, doch nicht kostendeckende Erlöse um jeden Preis und dann noch gegen firmenspezifische Steuererhöhungen angehen, nein, das macht auch den Körper kaputt. Viele von euch kennen das, wenn man nachts nicht durchschlafen kann, ich muß das bestimmt nicht vertiefen...

Was aber richtig weh tat, das war die überraschende Kündigung meiner Beschäftigung in einer artverwandten Firma, aus betriebsbedingten Gründen...
kann man(n) nichts machen. Ihr kennt das alle zur Genüge
 
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