ALG 2 und Steuerrueckerstattung? (1 Betrachter)

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Fireman

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Hallo Leute,
ich habe mich gerade durch ähnliche Themen durchgelesen und es sieht wohl so aus, dass die Steuerrückerstattung als ein einmaliges Einkommen auf 12 monate umgerechnet wird und der ALG 2 Leistung gegengerechnet bzw angerechnet wird. Bei einem geringen Betrag auch kein problem. Aber was machen wenn das fast 2000€ sind?

Nun gibt es eine Art Abtretungsanzeige. Ein Formular, das man mit der Lohnsteuererklärung abgibt, in dem man das Finanzamt anweist das Geld an einen dritten zu überweisen. Man tritt die Rückerstattung also ab. Um z.B. Schulden bei dritten zu begleichen.

Jetzt zu meiner Frage: Wird das auch dann als Einkommen gezählt? Oder nicht? Denn das Geld kriegt der Dritte.

Gruß
Fireman
 

Karma

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Diese Frage interessiert mich auch brennend! Bei meinem Lebensgefährten/BG wurden sämliche Werbungskosten- trotz mehrmaliger Erinnerung- komplett ignoriert.Wenn er jetzt seine Steuerrückzahlung erhält, wird die Arge wieder voll zuschlagen.
Mein LG erhält die Steuer nur zurück auf Grund der Werbungskosten. Verpflegungsmehraufwand, Kilometerpauschale, Kfz-Vers.,Haftpflicht.
Wer weiß mehr darüber???
Gruß Karma
 

Keksi

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Die Frage die ich mir dabei jedoch stelle ist,bin ich als ALG II Empfänger verpflichtet angaben zu Steuerrückerstattungen zu machen oder wirds automatisch vom Finanzamt an die ARGE gemeldet?

Einerseits wirds eine Steuerrückerstattung als Einkommen angerechnet aber andererseits wie ist es wenn ich Steuern nachzahlen muss?Dann kriegt man doch sicher nix von der ARGE :icon_evil:
 

Martin Behrsing

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Ist nicht. ALG II dient nicht dazu, um Schulden zu begleichen. Auch Einkommen muss eingesetzt werden und kann nicht zur Schuldentilgung benutzt werden.
Hallo Leute,
ich habe mich gerade durch ähnliche Themen durchgelesen und es sieht wohl so aus, dass die Steuerrückerstattung als ein einmaliges Einkommen auf 12 monate umgerechnet wird und der ALG 2 Leistung gegengerechnet bzw angerechnet wird. Bei einem geringen Betrag auch kein problem. Aber was machen wenn das fast 2000€ sind?

Nun gibt es eine Art Abtretungsanzeige. Ein Formular, das man mit der Lohnsteuererklärung abgibt, in dem man das Finanzamt anweist das Geld an einen dritten zu überweisen. Man tritt die Rückerstattung also ab. Um z.B. Schulden bei dritten zu begleichen.

Jetzt zu meiner Frage: Wird das auch dann als Einkommen gezählt? Oder nicht? Denn das Geld kriegt der Dritte.

Gruß
Fireman
 

Erolena

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Ich denke die Abtretung greift nur dann, wenn diese in der Zeit ohne ALG2-Bezug erklärt wurde. Was leider oft vergessen wird.

Sonst hilft nur, dafür zu sorgen, dass die Rückerstattung außerhalb des AGL2-Bezuges erfolgt. Ggf. eben die Steuererklärung später abgeben, damit der Zufluss erst dann erfolgt, wenn man wieder Arbeit hat. Oder gleich am 1.1. d. Jahres, damit Auszahlung erfolgt, bevor man arbeitslos wird. (Leider habe ich das noch nie geschafft).

Meiner Ansicht nach hilft in dem Fall nur, dass die Auseinandersetzung um die Anerkennung der Werbungskosten in den Bewilligungszeiträumen gegen die ARGE zu Ende geführt wird. Überprüfungsantrag für jeden Bewilligungsbescheid stellen.
Die Aufstellung der Bewerbungskosten habt ihr ja für die Steuer schon einmal gemacht. Dürfte also kein Problem sein.

Kommt es dann nach erfolgreicher Überpfrüfung zur Nachzahlung von ALG 2, dann wird diese nicht angerechnet. Das Geld kann dann zur Schuldentilgung eingesetzt werden.
 
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