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Alg 2 und Nebeneinkünfte Honorarbasis / selbstständig ?

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Dulcimer

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#1
Hallo @all,
leider bin ich zu lange aus der Alg 2 Thematik heraus, als daß ich da heute noch durchblicken könnte. Meine Frage an Euch Experten betrifft eine Freundin von mir, die z.Zt. kein Internet hat, und mich deshalb bat, Euch zu fragen:
Sie ist alleinerziehende Mutter, 2 Kinder und bezieht ALG 2.
sie würde nun gerne ein Angebot der VHS annehmen, dort einen Tanzkurs zu leiten. Sie bekäme dafür ein Honorar, welches bis zu einer bestimmten Höhe im Jahr steuerfrei bliebe.
Das Ganze wäre auch erweiterbar, durch einen Fortgeschrittenkurs, der ihr Einkommen dann jedoch wohl steuerpfl. werden ließe.
Weiters kam ihr die Idee, auch privat auf großen Feiern zu tanzen, um da auch evtl. was dazu zu verdienen. Als ALG2 Bezieher soll man ja alle Möglichkeiten nutzen, seinen Leistungsbezug zu mindern.
Sich komplett mit der Tanzerei selbstständig zu machen hält sie, genau so wie ich, für nicht lohnend, so daß man davon leben könnte. Sie hat ja auch noch die Kinder!
Frage: Geht das überhaupt nebenbei? Muss sie sich bei der Arge als selbstständig melden? Wäre sie dann selbst für RV und KV verantwortlich, oder wäre sie weiterhin über die Arge versichert?

Ich bin da mit ihren Fragen überfordert und freue mich über Eure Tipps bzw. Ratschläge.
 

petra

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#2
hallo,also ich arbeite auch auf honorarbasis ab und zu.die frage der kv und rv.solange sie noch leistungen von der arge bezieht,ist sie noch krankenversichert.rentenversichert auch,eine private rentenversicherung kann sie abschliessen.das honorar muss sie in der regel zu jedem fortzahlungsantrag belegen,also alle sechs monate.freibetrag ist 100 euro monatlich und dann 20%.also,nicht zu viel verdienen und das kinderwohl im auge behalten.viel glück.:icon_sleep:
 

Dulcimer

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#3
Danke, Petra!
Wie geht sie denn jetzt ggf. am Geschicktesten vor? Zuerst zur Arge und dort anmelden oder erst Gewerbeanmelden und FA und dann zur Arge? Braucht sie eine Zustimmung der Arge?
 

petra

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#6
also,eine zustimmung der arge braucht sie überhaupt nicht.warum muss sie denn einen Gewerbeschein machen?Sie arbeitet doch auf Honorarbasis bei der VHS.In Sachen Finanzamt,ist 17.000 Euro jährlich steuerfrei,soviel wie ich weiss.Das wird erst am Anfang des nächsten Jahres interessant.Einfach loslegen und die Abrechnungen der Arge vorlegen.Aber wie gesagt,wenn sie mit ihrem Einkommen mehr erzielt,als ihre Leistungen,fällt sie automatisch raus.Und vor allen Dingen,nicht zu vergessen,sie kann nur 100 Euro Freibetrag und 20% des verbleibenden Einkommens für sich behalten.Das andere wird angerechnet,bzw.zurückgefordert.Sie kann auch,wenn sie ein Auto hat die Kfz steuer und Haftpflicht absetzten,sowie 10 cent pro Kilometer für den Weg zur Arbeit hin und zurück.Also immer rechnen,vor dem Geld ausgeben!
 

Dulcimer

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#7
Danke @all, für die schnelle und kompetente Hilfe !
 

biddy

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#8
Und vor allen Dingen,nicht zu vergessen,sie kann nur 100 Euro Freibetrag und 20% des verbleibenden Einkommens für sich behalten.Das andere wird angerechnet,bzw.zurückgefordert.
Dies gilt nur für den Betrag, der nach Abzug des nicht anrechenbaren Teils (Einkommen VHS) übrigbleibt. Siehe u. a. Link Posting #5
 

Fotoz

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#9
Hallo Dulcimer also ich kann dir nur raten, einfach das Gewerbeamt anrufen und dort nachzufragen welche Anmeldung du brauchst. Auch Freiberuflich ist es eine Selbständigkeit. Von Prinzip her, ist es einfach um zu sehen ob du selbständig bist und eine Anmeldung als Selbständige vornehmen musst. Die kürzeste zu beschreibende Eigenschaft um das fest zu stellen kann durch die Frage geklärt werden: Zielt das Einkommen auf Gewinn ab und oder willst du es regelmäßig machen? Zusätzlich noch, Weisungsbefugnis und Anzahl der "Kunden". Ausserdem, wie willst du denn die Ausgaben sowie Einnahmen verrechnen, wenn du der ARGE deine Einkünfte aus dieser Tätigkeit nachweisen willst. Das geht nur durch eine ordentliche Einnahme Überschussrechnung die die dem Finanzamt vorlegen musst. Tust du es nicht, ist die ARGE schnell dabei, die Einnahmen als Einkünfte anzusehen. Sei froh, dass du nicht noch erheblichen Materialeinsatz bei dieser Tätigkeit hast. Einige ARGEN waren schon so schlau, dass sie den Materialeinsatz und Herstellungskosten als Privatvergnügen ansahen, aber die Einnahmen bei dem Verkauf der Artikel als Einkünfte voll anrechnen wollten und dies auch erst mal machten. Übrigens, der ARGE haben weder deine Kunden noch Sonstiges zu interessieren. Wenn du eine ordentliche E/Ü Rechnung machst, so wie es das Finanzamt akzeptiert, dann machst du das maximal monatlich. Zum Schluss wird/soll es üblicher Weise ein Durchschnitt des Jahres gemacht und dann auf die Monate aufgeteilt. Leider werden auch da notwendigen Ausgaben oft nur in dem Monat angerechnet, wann sie entstanden sind. Wenn im nächsten Monat dann die Einnahmen kommen und keine Ausgaben, dann ist man schnell bei, dir alle Einnahmen auch als Einkünfte anrechnen zu wollen. Manche ARGEN setzen leider noch einen drauf und teilen erhebliche Einkünfte (z. Bsp. 5000 €) auf die folgenden ALG II Zahlungen auf, und wollen dann ein paar Monate nichts zahlen, obwohl dann oft das Geld in das geschütze Vermögen fällt. Also, Holzauge bleib wachsam. Gruß
 
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