ALG 2, Selbständig und gleich 1 Euro Job

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Sweety39

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Hallo liebe Mitglieder

Folgendes.
Ich habe mein Geschäft seit 6 Jahren und durch einen gezwungenen Umzug in eine abgelegene Gegend steht es mit meinen Einnahmen nicht zum besten.
Habe im Dezember 2008 Hartz VI beantragt und es wurde auch genemigt.
Bevor ich den Antrag aber bekommen hatte wurde mir schon mal ein 1Euro Job zugewiesen, und da ich zu allem ja und amen gesagt hab, bekam ich auch einen Antrag auf Hartz.
Mit meinem Geschäft (habe es jetzt in die Wohnung verlegt, Fußpflege und Kunstnägel) es würde besser laufen wenn ich genügend Werbung für die erste Zeit machen könnte.
Jetzt ist es aber so, dass ich ab 2.02.09 zu einem 1 Euro Job muß.
Ich muß entweder Vormittags oder Nachmittags Arbeiten.
Wenn ich Nachmittags Arbeite, dann muß ich spätestens um 11 aus dem Haus, denn ich fange um 12 Uhr an und komme dann ca. um 17 Uhr Heim. Das sind schon mal 6 Stunden in denen ich keinen Umsatz habe und meine Kunden mich Telefonisch nicht erreichen. Was den nebeneffekt hat, wenn meine Kunden mich einige Tage nicht erreichen gehen sie halt wo anders hin.
Eigentlich hatte ich ja eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, da steht ja auch drin""" ich müsse alles tun um meine Finanzielle lage zu verbessern und aus dem Hartz VI rauszukommen.
WIE SOLL DAS GEHEN, WENN ICH JEDEN TAG 6 STUNDEN NICHT FÜR MEINE KUNDER ERREICHBAR BIN???????

Frage:
Geht das alles so einfach??

Frage:
Kann ich da Wiederspruch einlegen, und wird mir dann das Hartz VI gekürtzt????
Frage:

Kann ich einen Zuschuss zum aufbau und Sicherung meiner Selbständigkeit beantragen.

Bei Antworten bitte mit Paragrafen, damit ich mich auch wehren kann wenn die sich quer stellen.

Bedanke mich schon mal im voraus für Eure Antworten und liebe Grüße
Sweety
 

Mario Nette

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Dein größtes Hindernis ist, dass du alles unterschrieben hast. Der Ein-Euro-Sklavenjob wird vermutlich als Grundlage § 15a SGB II haben, der da lautet:
Erwerbsfähigen Personen, die innerhalb der letzten zwei Jahre laufende Geldleistungen, die der Sicherung des Lebensunterhalts dienen, weder nach diesem Buch noch nach dem Dritten Buch bezogen haben, sollen bei der Beantragung von Leistungen nach diesem Buch unverzüglich Leistungen zur Eingliederung in Arbeit angeboten werden.
Eine Dienstanweisung dazu fand ich bis jetzt nicht. Das Vorgehen "erst Zusage zum Ein-Euro-Job - dann Antrag möglich" ist nicht korrekt, hilft dir vermutlich jetzt aber auch nicht weiter. Vielleicht umgehend mal mit einem Sachbearbeiter unter Hinzuziehung eines fachlich versierten Beistands sprechen und klar machen, dass die ARGE für Verdienstausfälle wegen derlei Praktik zur Kasse gebeten wird.

Wogegen willst du Widerspruch einlegen? Die EGV ist ein Vertrag, den du offensichtlich aus "freien Stücken" (so interpretieren die ARGEn das) unterschrieben hast. Widerspruch nicht zielführend, weil: kein Verwaltungsakt. Die Unterschrift zum Ein-Euro-Job wirst du in ähnlicher Weise geleistet haben, also: Widerspruch nicht zielführend.

Für den Aufbau einer Selbständigkeit gibt es Fördermöglichkeiten. Ob diese auch für den Ausbau einer Selbständigkeit in Anspruch genommen werden können, weiß ich nicht genau, meine aber, davon gehört zu haben.

Ach ja: Und ich nehme an, dass du von Hartz IV redest, nicht von Hartz VI.

Mario Nette
 

Rechtsverdreher

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Hallo liebe Mitglieder

Folgendes.
Ich habe mein Geschäft seit 6 Jahren und durch einen gezwungenen Umzug in eine abgelegene Gegend steht es mit meinen Einnahmen nicht zum besten.
Habe im Dezember 2008 Hartz VI beantragt und es wurde auch genemigt.
Bevor ich den Antrag aber bekommen hatte wurde mir schon mal ein 1Euro Job zugewiesen, und da ich zu allem ja und amen gesagt hab, bekam ich auch einen Antrag auf Hartz.
Mit meinem Geschäft (habe es jetzt in die Wohnung verlegt, Fußpflege und Kunstnägel) es würde besser laufen wenn ich genügend Werbung für die erste Zeit machen könnte.
Jetzt ist es aber so, dass ich ab 2.02.09 zu einem 1 Euro Job muß.
Ich muß entweder Vormittags oder Nachmittags Arbeiten.
Wenn ich Nachmittags Arbeite, dann muß ich spätestens um 11 aus dem Haus, denn ich fange um 12 Uhr an und komme dann ca. um 17 Uhr Heim. Das sind schon mal 6 Stunden in denen ich keinen Umsatz habe und meine Kunden mich Telefonisch nicht erreichen. Was den nebeneffekt hat, wenn meine Kunden mich einige Tage nicht erreichen gehen sie halt wo anders hin.
Eigentlich hatte ich ja eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, da steht ja auch drin""" ich müsse alles tun um meine Finanzielle lage zu verbessern und aus dem Hartz VI rauszukommen.
WIE SOLL DAS GEHEN, WENN ICH JEDEN TAG 6 STUNDEN NICHT FÜR MEINE KUNDER ERREICHBAR BIN???????

Frage:
Geht das alles so einfach??

Frage:
Kann ich da Wiederspruch einlegen, und wird mir dann das Hartz VI gekürtzt????
Frage:

Kann ich einen Zuschuss zum aufbau und Sicherung meiner Selbständigkeit beantragen.

Bei Antworten bitte mit Paragrafen, damit ich mich auch wehren kann wenn die sich quer stellen.

Bedanke mich schon mal im voraus für Eure Antworten und liebe Grüße
Sweety
"zugewiesen" ohne Erfüllung der Rechtmäßigkeitsvorraussetzungen (Profiling, Eingliederungskonzept) geht nicht.

Profiling, Eingliederungskonzept vom Arbeitsamt anfordern. Daraufhin kommt gleich die nächste Vorladung.

Für alle anderen Fragen ist erstmal Deine Sachbearbeiterin zuständig. Diese Leute haben Dich diesbzgl. umfassend zu beraten, und wenn sie das nicht tun, dann sind sie Dir gegenüber u. U. schadenersatzpflichtig. Alles schriftlich verlangen bzw. einen Zeugen mitnehmen, danach ein Sitzungsprotokoll anfertigen und hinschicken, damit das als Beweis zur Akte genommen werden kann.

Ein-Euro-Job sind nur was für Penner und nicht für Leute die schon beschäftigt sind.
 
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