ALG 2 ohne EGV und ohne Druck - Falle oder fairer Vorschlag?

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Holler2008

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Als erstes ein Sorry, es folgt eine Wand aus Text.

Nach erfolgreicher Abwehr der letzten EGV per Verwaltungsakt hatte ich heute einen Meldetermin. Der lag so ungünstig, als ob man gewusst hätte, dass da mein Beistand keine Zeit hat.
Total warm war dort auch wieder. Glaube fast, das gehört zu deren Strategie.

Man glaube, dass Bewerbungen von mir nichts bringen, weil der AG sieht, dass ich so lange arbeitslos sei.
Es wäre für mich am besten Kontakte zu knüpfen mit Leuten die Ahnung vom Arbeitsmarkt hätten. (ja danke SB, du bist also nicht so einer?)

Vermittlungscoaching um Hemmnisse zu erkennen und zu überwinden. Nicht einfach stur bewerben.
Darauf habe ich angesprochen, dass das beim letzten Vermittlungscoaching doch genau so lief, einfach stur Bewerbungen schreiben und sonst gab es nichts. - Damit war das vom Tisch.

Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement wurde auch vorgeschlagen. Da gäbe es dann keine VVs. Ist das die sog. Intensivbetreuung, wo man wöchentlich antanzen muss und nur schwer raus kommt?
Kann man dazu gezwungen werden?

Ein Ehrenamt wäre auch sowas:
ich solle mich z.B. freiwillig in einem Flüchtlingsheim anfangen oder mal zur Beratung, weil ich dem Jobcenter nicht vertraue. (dazu später noch)
Bundesfreiwilligendienst käme auch in Frage.

Ich kann mir schon denken, dass es dem JC gefallen würde, wenn ich weniger Zeit hätte meine Rechte zu wahren.

Man wolle etwas neues probieren. Keine schriftlichen Vereinbarungen, keine VVs, keine EGVs, keine Maßnahme und keine Sanktionen ...solange der SB nicht etwas anderes sagt.
Ja super, mit diesem Zusatz hat das doch null Wert. Der kann doch jederzeit kommen "Wissen sie was? Sanktion für Sie."

Dafür würde man mit mir von neuem ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Alles was ich dafür tun müsse wäre genau zu tun was der SB sagt.

Was zum....? Wie soll ich denn damit einverstanden sein? Ich weiß doch gar nicht, was der in Zukunft aushecken wird und ich soll mich hier MÜNDLICH damit einverstanden erklären und dann gilt das?
- "Brauch ich schriftlich"
- "Überlegen Sie es sich. Ich lade Sie für nächste Woche noch mal ein"

Weiter müsse ich dann dafür auch so Sachen machen, wie endlich meine Email und Telefonnummer angeben. Gestern erst gab es ein super Angebot, man konnte mich nicht erreichen und nun ist es weg. (ja sichi)

Außerdem soll ich endlich zugeben, dass ich ein Auto habe. "Habe ich nicht". Jeden Meldetermin und jedes Vorstellungsgespräch nähme ich mit einem Auto wahr also glaube man mir das nicht. "ich leihe mir eines (stimmt auch, ich habe keines)"

Und jetzt zum Vertrauensverhältnis, dass der neu aufbauen will.
Als ich noch unbedarft war und dem JC alles geglaubt habe, war ich mit einer Maßnahme einverstanden. Mir wurde versprochen ich könne jederzeit raus, wenn es sinnlos wäre.

Als am ersten Tag in der Maßnahme dann Drachen, zum an die Wand hängen, gebastelt wurden habe ich neun Monate gekämpft um da raus zu kommen.
Ich glaube und vertraue dem JC mein ganzes Leben lang nicht mehr.

1. Um Himmels Willen was sage ich dem nun in einer Woche? "Nö" wird dem nicht reichen.

2. Kann ich dem (schon wieder) einfach so sagen, dass durch die Aktion nie mehr Vertrauen aufgebaut werden kann, ohne dass ich es weiter begründen muss. Ist ja schließlich wahr.

3. Klar werde ich noch mal deutlich machen, dass ich kein Auto habe und er meine Telefonnummer und Email nicht bekommt. Aber der bohrt immer so nach was der Grund sei, außer, dass ich das nicht muss. Dass ich aus Erfahrung alles schriftlich nachweisbar möchte reicht dem nicht.

4. Wie wehrt man Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement ab? Das ist für mich ganz neu.

5. Zum Ehrenamt: ich helfe doch schon Leuten in verschiedenen Foren zu verschiedenen Themen. Außerdem brauche ich meine Zeit um rechtswidrige Forderungen abzuwehren und habe auch noch Hobbies.
Soll ich das mal so sagen? Vielleicht ohne die Hobbies?
"Über ein Ehrenamt kann ich nachdenken, wenn ich nicht mehr meine ganze zeit dafür brauche ihre rechtswidrigen Forderung abzuwehren und ständig meine Rechte wahren muss."

Wie bekomme ich einfach endlich einen Eingliederungsverwaltungsakt?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Warum diskutieren und rechtfertigen?

So ist nun mal meine Erfahrung und meine Meinung. Und ja, ich sehe keine Chance auf einen Job außer er wird komplett vom Staat bezahlt was aber nur die Gewinne der Unternehmen steigert und dieser Job auch nicht nachhaltig wäre.
Maßnahmen usw. bringen nix außer erhöhte Kosten für den Staat.
 

Holler2008

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vergessen habe ich folgendes:
Er hatte VVs ausgedruckt, mir diese nun aber nicht mitgegeben um seinen guten Willen zu zeigen. Ist das ne Falle um mich zu sanktionieren?
Die stehen ja bei mir nun sicher in der Akte und ich kann mich nicht auf die bewerben, weil ich sie nicht kenne.
 

erwerbsuchend

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Er hatte VVs ausgedruckt, mir diese nun aber nicht mitgegeben um seinen guten Willen zu zeigen. Ist das ne Falle um mich zu sanktionieren?
Die stehen ja bei mir nun sicher in der Akte und ich kann mich nicht auf die bewerben, weil ich sie nicht kenne.

@ Holler2008,

auch in dem Fall müsste gelten, dass dir der SB nachweisen muss, dass er dir diese VV gegeben hat. Sofern du für diese keine Eingangsbestätigung dem SB gegeben hast, wird er das nur schwer beweisen können.
 

noillusions

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Wie bekomme ich einfach endlich einen Eingliederungsverwaltungsakt?

Boaah, du hast Probleme! Ich lehne mich mal aus dem Fenster:
Es gibt kein Recht auf VA! Eher gibt es ein Recht auf VAulheit:biggrin:

Hast du vielleicht irgendeine interessante Weiterbildung oder gar eine Umschulung die dich interessieren könnte?

Dan kannst du den Spiess nämlich umdrehen wenn dir das verwehrt wird, dann sagst du das er es wohl nicht ernst mit Vertrauen aufbauen.

Telefon und email kannst du sagen, du folgst dem Grundsatz der Datensparsamkeit, hast Angst vor Spam und kannst ein Telefonat nicht archivieren wie ein Brief, das sei halt wichtig falls er nachfragt.

Immer schön gelassen geben und mit Bedacht mit reden. Irgendwann merken die das sie ihre Zeit verschwenden. Bei mir ist SB dann schon mal ausgerastet. Irgendwas von Ausbeutung würde ich nicht erzählen, da hast du nur den Stempel Überzeugungstäter weg.
 

Sonne11

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Als erstes ein Sorry, es folgt eine Wand aus Text.
Kein Sorry, ein Danke von mir! Ist interessant zu sehen, wie Methoden der JC verfeinert oder bereits bekannte umgesetzt werden.

Man glaube, dass Bewerbungen von mir nichts bringen, weil der AG sieht, dass ich so lange arbeitslos sei.
Ja und stelle Dir vor, Du bist der Einzige in Deutschland, der "so" lange arbeitslos sei!!! :peace:
Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement wurde auch vorgeschlagen. ......
Kann man dazu gezwungen werden?
Das läuft dann intern, kann man nichts machen. Eine andere Kneifzange benutzen die dann als Press-Mittel aber nicht. Keine VV's aber Diskussionen darüber, ob man nicht bei 5 Arbeitgebern persönlich aufschlägt um für eine nie erwähnte freie Stelle zu fragen. (Erfahrung aus dem Umfeld)
oder mal zur Beratung, weil ich dem Jobcenter nicht vertraue.
Man muss aufpassen um nicht für verrückt erklärt zu werden! Es hilft dann auf wortkarg zu machen und einfach nur auf geschaffene Fakten zu reagieren.
Man wolle etwas neues probieren. Keine schriftlichen Vereinbarungen, keine VVs, keine EGVs, keine Maßnahme und keine Sanktionen
Können die machen! Die haben freie Hand! Dass sollte nicht als Hilfe oder Nettigkeit gesehen werden, denn wo nichts passendes geschaffen werden kann, sollte es auch nichts unsinniges geben.
Das waren Aussagen ohne Wert!
Dafür würde man mit mir von neuem ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Alles was ich dafür tun müsse wäre genau zu tun was der SB sagt.
Siehst Du! Die vertrauen Dir null! Hast alles zerstört! Jetzt kannst Du es wieder aufbauen, wenn Du blind und hörig bist! Ich lese nicht heraus, dass es um Dein Vertrauen geht. :biggrin::wink:

soll mich hier MÜNDLICH damit einverstanden erklären und dann gilt das?
- "Brauch ich schriftlich"
- "Überlegen Sie es sich. Ich lade Sie für nächste Woche noch mal ein"
Klingt wie "für 1000 Euro können sie die Heizdecke haben, Sie brauchen nur ja zu sagen!!" -Will ich nicht! "Überlegen Sie es sich" -Will ich nicht "ich lasse Ihnen eine Woche Zeit! Dann ziehe ich Sie an den Haaren her und frage noch einmal!" :peace:
Da wird es nichts ungewöhnliches schriftlich geben! Und fordere soo etwas auch bitte nicht schriftlich! :peace::icon_evil:

1. Um Himmels Willen was sage ich dem nun in einer Woche? ....... Klar werde ich noch mal deutlich machen, dass ich kein Auto habe und er meine Telefonnummer und Email nicht bekommt. Aber der bohrt immer so nach was der Grund sei, außer, dass ich das nicht muss. Dass ich aus Erfahrung alles schriftlich nachweisbar möchte reicht dem nicht.
Kommt darauf an, was gefragt wird. :first: Du kannst ja nicht auf etwas reagieren was mündlich war und unverbindlich. Irgendwann muss doch genug der Erklärungen sein. Und man sagt nur noch "habe ich Ihnen doch schon gesagt, wozu soll ich mich wiederholen" Eine Stufe höher ist dann: "haben Sie das nicht verstanden, oder haben Sie das verstanden?"

Zusammenfassend wurde einfach das Geschulte wiedergegeben. Überschrift ist:"So verschiebt man die gesamte Schuld, sogar die kleinsten Nichtigkeiten auf das Gegenüber, ohne aufzuzeigen, dass man selbst keine Ideen hat und langsam ersichtlich wird, dass man selbst ein Schwachmat ist und mit Drohungen nicht weiterkommt"

Eine Maßnahme, ein Projekt oder das Fallmanagement ändern nicht den eigenen Lebenslauf, nicht Deine Persönlichkeit. Ändern nicht die Örtlichkeit. Ändern nicht die verfügbaren Stellen.

Ich würde einfach immer nur reagieren, wie bereits geschrieben. Und ist man aus der Tür des JC, hat man alles was nicht auf dem Papier ist vergessen. So, wie es das JC tut! Und wiederholen oder erklären muss Du Dich auch nicht. Warum 5x wiederholen, dass man kein Auto hat. :biggrin::wink:

Man kann Dir auch nicht den perfekten Rat geben. Denn jeder Termin ist anders. Du wirst aber beim nächsten erfahren, was man schon lange für Dich geplant hat. Denn diese vermeidliche Offenheit und Entscheidungsmöglichkeit gibt es vielleicht gar nicht? War auch nie so gedacht?
 
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Matt45

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Guten Morgen.

Eine sehr "schöne" Geschichte. Eigentlich sind mir die langen Texte zu "merkwürdig" geschrieben, aber dies habe ich sogar ganz gelesen.

Für mich klingt es wie "Bad Cop und Good Cop" bei deiner Geschichte im JC. An deiner Stelle würde ich mich auf das "Bauchgefühl" verlassen. Warte einfach ab, ob es in der zukünftigen Zeit positive Veränderungen gibt.

Es sind auch nicht alle Mitarbeiter böse beim JC, ich habe auch schon beides erlebt(aber wahrscheinlich viele).

Mündlich ist halt immer so ein "Ding", was schwer zu beweisen ist.

Das JC ist ein "Schauspiel" auf beiden Seiten. Eigentlich hat dort keiner richtig Lust, aber was der Staat "sagt" machen die Leute. Leider gibt es immer noch kein Umdenken in unserer Gesellschaft.

Ehrenamtlich alten Menschen helfen finde ich besser(trotz null Bezahlung) als irgendwelche sinnlose Bewerbungen zu schreiben. Aber das System darf nicht verändert werden.> Ironie!
 

Regensburg

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Man wolle etwas neues probieren. Keine schriftlichen Vereinbarungen, keine VVs, keine EGVs, keine Maßnahme und keine Sanktionen ...
Wurde mir auch von meiner neue FM ca. vor 2 Monaten gesagt.
Und was war vorgestern im Briefkasten?
Richtig - EGV Vorschlag ohne ihn mal zu besprechen.
Wie bekomme ich einfach endlich einen Eingliederungsverwaltungsakt?
Einfach nur abwarten. Ich rechne mit meinem EGV-VA so um 12. Dezember (EGV Abgabe Frist: 05.12.2017).
 

koloss

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Hallo,

ich habe das Gefühl, das Du zu sehr Emotional an die Sache herangehst und das ganze etwas überbewertest.

Nach erfolgreicher Abwehr der letzten EGV per Verwaltungsakt hatte ich heute einen Meldetermin. Der lag so ungünstig, als ob man gewusst hätte, dass da mein Beistand keine Zeit hat.
Total warm war dort auch wieder. Glaube fast, das gehört zu deren Strategie.

Kennt man deinen Beistand, also ist er auch dort "Kunde" ?
Weiss man also wo dein Beistand Wohnt, was er so treibt ?!
Das ist wohl eher eine Einbildung, mit einem Hauch von verfolgungsangst?!

Mit 11xx Beiträgen sollte man meinen, das man diese Spielchen von SBs mitlerweile doch kennen sollte.

Wenn der SB lunte gerochen hat, warum auch immer, dir was neues näher zu bringen, muss man eigentlich wie immer nur hin zu dackeln, in dem man schön brav diese Termine einfach abzusitzen.
Und dazu gehört das Spielchen, das man nichts unterschreibt, nichts zusagt, nichts von sich Preis gibt und dabei immer schön Sachlich bleiben.

Wenn Du also Angst hast alleine dort hinzugehen, dann haben die ein sehr leichtes Spiel mit dir und genau daß muss aufhören.

-alls über sich ergehen lassen und zuhören
-niemals was zusagen
-niemals was unterschreiben
-niemals mit einem Ja antworten
-ich überlege mir das als gegenargument (womit man natürlich niemals sich dort wieder melden wird...solange nichts schriftliches kommt..)
-ich brauch bedenkzeit als gegenargument (die man natürlich verstreichen lässt OHNE ANTGST zu haben!)

Und meistens reicht das auch schon aus, das man einige Monate Ruhe hat.

Wichtig ist bei den Gesprächen genaustens zuzuhören und auch wirklich mal gegenfragen zu stellen, um den SB klar zu machen, das man sein Spiel eigentlich längst duchrschaut hat.
Ich weiss, das kann nicht jeder, aber versuchen sich heranzutasten, das ist wichtig für sein eigenes Selbstbewusstsein was einem Stärke gibt.

Irgendwann hast Du es geschafft und die verlieren das Interesse an dir, weil kein Erfolg in Aussicht ist.
Darauf läuft es nun mal hin, das man alles Neue von den SBs abschmettert.

Solange Du nichts unterschreibst und zusagst, können Sie dir doch nichts anhaben.

Was zum....? Wie soll ich denn damit einverstanden sein? Ich weiß doch gar nicht, was der in Zukunft aushecken wird und ich soll mich hier MÜNDLICH damit einverstanden erklären und dann gilt das?
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Da wäre es an der Zeit gewesen wo Du den SB mit Gegenfragen ausseinander zu nehmen oder eben ihm klar zu machen, das Du sein Spiel durchschaut hast.

"Ist das eine übliche vorgehensweise? und wenn ja, dann geben Sie mir das bitte Schriftlich..."

Und solange Du das nicht schriftlich hast und alles nur heiss Luft ist, warum machst Du dir gedanken darüber?

Der SB will nur sehen wie weit er dich ausquetchen kann und tastet sich heran...

Und soweit ich weiß ist ein Ehrenamt nach wie vor eine Freiwillige Sache.
Somit wäre doch klar gewesen, das Du dem SBchen sofort damit zu argumentieren, das es deine Entscheidung ist ob Du das machen willst oder nicht.

Solange da nichts schriftliches ist, machst Du dir viel zu viele Sorgen um nichts.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung, wo ich am Anfang ALG2 beantragt habe und diese Spielchen über mich ergehen lassen habe, bis ich mich gewehrt habe.

Kopf hoch und Brust raus, mehr Selbstvertrauen bitte. :wink:

Gruß
 

Holler2008

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Guten Morgen.
Eigentlich sind mir die langen Texte zu "merkwürdig" geschrieben, aber dies habe ich sogar ganz gelesen.
Danke!

Kennt man deinen Beistand, also ist er auch dort "Kunde" ?
Weiss man also wo dein Beistand Wohnt, was er so treibt ?!
Das ist wohl eher eine Einbildung...
Nein, nein und gut möglich.

Danke euch. Je mehr Input um so besser. Immer her damit.
 

AnotherDay

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Was auch immer Du unterschreiben sollst:

"Das ist ja nett, daß Sie mit mir über den Vertrag verhandeln möchten, aber in DE besteht Vertragsfreiheit"

"Muss ich das unterschreiben? Nein...ok! Ja? Gut, dann werde ich mich erkundigen und ihre Aussage schriftlich festhalten" zur Begründung siehe Grundgesetz: Vertragsfreiheit.

"Ich möchte es bei der Begründung belassen"...bleibt er hartnäckig, auf Durchzug schalten und "Ich möchte es bei der Begründung belassen".

"Lassen Sie mir das bitte postalisch zukommen"

"Bin ich verpflichtet meine Telefonnummer und E-Mail anzugeben? Nein? Gut! Ja? Wo im Gesetz ist das festgehalten? Ich möchte mich erkundigen"

Neutral und sachlich bleiben (ist schwer). Schriftlich nur das nötigste schreiben und nicht emotional werden. Ein Vertrauensverhältnis gibt es weder im JC (also eher selten) noch in einer Bank (noch seltener).

Privat und geschäftlich immer trennen.

Ein Aktiv-Center (Drachen basteln) ist nur eine von vielen Möglichkeiten, dich zu "beschäftigen" und somit die Statistiken zu schönen. Mit einem Diplom wollte mein SB mich auch in einem Aktiv-Center "beschäftigen". Habe mir die Sache einen Tag angeschaut und gefragt, was mir diese Maßnahme genau bringen soll? Konnte die Maßnahme dann mit einem Schreiben abwenden und vertraue seit diesem Tag niemanden mehr.

Wichtig: wenn Du schon etwas unterschrieben hast, dann genau lesen, wozu Du dich verpflichtet hast. Die EV ist das scharfe Schwert des JC, um fordern zu können. Solange Du musst, einfach mitspielen.

Meine Meinung:

Eine Schande, daß Menschen so auf 100% Sanktion gesetzt werden können. In meinem Umfeld habe ich schon Suizidversuche erlebt, weil Bürokratie und (finanzieller) Druck nicht auszuhalten waren. Wo ich kann, helfe ich...auch wenn ich ein kleines Licht im System bin.
 

noillusions

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Viele hilfreiche Äußerungen bis jetzt dabei.

Das Fahrtkosten beantragen/Einfordern ist ein wesentlicher Punkt.

Auf der administrativen Ebene muß man Folgendes bedenken:
Die müssen arbeiten, wir haben mehr Zeit (oft zumindest). In dem Bewußtsein bin ich bei den Terminen:

-Ich mache ein gelassenen Eindruck
-Zeige keine Fluchtreflexe (SB beendet den Termin)

Natürlich muß man jeden Termin ernst nehmen, ich höre möglichst gut zu.

Wiederholte Fragen beantworte ich auch wiederholt ganz normal. Da tu ich nicht genervt. Gerne wird auch mal gesagt dass man das doch schonmal gesagt hätte. Dann sage ich "kann sein, aber das ist ja auch normal dass man auf gleiche Fragen gleich antwortet."

Aber Achtung, dieses "Spielchen" ist nie statisch. Ich war jahrelang im Fallmanagement, und die Typen sind da "anspruchsvollere Gegner", so würde ich das nennen.
Da fragte mich dann auf einmal einer ob ich denn gerne im JC wäre (ich kam ihm wohl zu ungerührt/chilled daher). Dann ist natürlich die richtige Antwort eine Perspektive außerhalb von ALG2 nennen, z.B einen Arbeitsplatz.

Was auch schön Zeit schindet ist "Reden lassen". Als es mal hakte mit mir und einem MT und einer EGV, gab es Termin deswegen, da waren dann zwei SB und die dozierten dann echt eine halbe Stunde darüber warum ich doch zu diesem MT gehen sollte. War einfach in dem Fall, weil sich MT Dinge erlaubt hatte die nicht gingen und SB's schwach informiert waren. Habe dann anfangs lapidar gesagt, dass das ja nicht so überzeugend war. Da fiel beiden die Kinnlade runter (ne halbe Stunde Reden und dann sowas...). Dann hab ich meine Argumente runtergeleiert und war der MT vom Tisch.

Auch wenn es komisch klingt man muß das Erfolg verbuchen wenn man nicht unter die Räder kommt da, man es sportlich nehmen, die Erhaltung des Status quo ist oft schon ein Erfolg.

Als Johannes Ponader dort angegangen wurde hat, hat ein Insider mal berichtet, dass wenn 5 bis 10 % der Betroffenen ihre Rechte kennen und durchsetzen würden, die JC einpacken könnten, aktuell wären es nur 2 %. Leider. Daran denke ich auch oft bei Meldeterminen die reinflattern.
 

AnotherDay

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Als Johannes Ponader dort angegangen wurde hat, hat ein Insider mal berichtet, dass wenn 5 bis 10 % der Betroffenen ihre Rechte kennen und durchsetzen würden, die JC einpacken könnten, aktuell wären es nur 2 %. Leider. Daran denke ich auch oft bei Meldeterminen die reinflattern.

Das ist ja grad der Trick, bei einem funktionierenden Geschäftsmodel. In dem Moment wo SB merkt bzw. ahnt, daß Du die Vorgehensweise kennst, wird er vorsichtig. Vernünftiges Erscheinungsbild hilft ;)

Ich: muss ich die EGV unterschreiben?
SB: Ja...Jein
Ich: Sie kennen unser Grundgesetz?
SB: ... < Pause >...
Ich: Vertragsfreiheit?
SB: Äh...Ja...Sie müssen die EGV natürlich nicht unterschreiben. Rein aus Interesse...wieso wollen Sie die EGV nicht unterschreiben? Ich meine, da steht ja jetzt nichts schlimmes drin.
Ich: Vertragsfreiheit!

Dann geht es mit der EGV per Verwaltungsakt (einseitig unterschrieben von SB) weiter...erstellt SB mit einem Knopfdruck im System.
 
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noillusions

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SB: Äh...Ja...Sie müssen die EGV natürlich nicht unterschreiben. Rein aus Interesse...wieso wollen Sie die EGV nicht unterschreiben? Ich meine, da steht ja jetzt nichts schlimmes drin.
Ich: Vertragsfreiheit!

Ich würde nicht als erstes mit dem Recht auf Vertragsfreiheit argumentieren sondern dass es die Chance nimmt das etwas besseres als das bisherige drinsteht. Auch sowas schindet evtl. Zeit. Je früher SB merkt: Rien ne vas plus, umso eher geht SB zum nächsten Schritt über.

In Abwandlung zum Spruch: "Zeit ist Geld" kommt für Elos noch hinzu: "Zeit ist Glück".
Man kann diese Zeit dann auch nutzen um sich hier z.B. Tipps zu holen. Oder sich in Rechtsthemen einzulesen.
 
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