ALG 2-Bescheid falsch, Zahlungsunfähigkeit droht

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Tammasch

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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit dem Jobcenter und ALG 2.

Folgende Situation:
Ich habe bis vor Kurzem studiert, musste aber aus finanziellen Gründen mein Studium unterbrechen. In dieser Zeit habe ich meinen Lebensunterhalt durch eine Teilzeitbeschäftigung, Kindergeld, Wohngeld und einem Darlehen meiner Bank bestritten.

Ich habe am 25. Juni meinen Antrag auf ALG 2 im Jobcenter abgegeben. Dort wurde mir zugesichert, daß die Bearbeitung etwa 2 Wochen dauern würde. Nach über 4 Wochen habe ich nun meinen Bescheid bekommen...

Auf diesem wurde mein Studienkredit in Höhe von 400€ als Einkommen voll angerechnet, obwohl ich denen bei der Antragsabgabe erläutert habe, daß ich den, logischerweise, nicht mehr bekomme, ich aber noch nichts schriftliches dazu habe. Der Mitarbeiter sagte mir damals, daß das in Ordnung sei und ok ist. Desweiteren ist es meines Wissens nach ohnehin auch gar nicht erlaubt, Darlehen als Einkommen anzurechnen.

Auf Grund dessen erhalte ich 44€ (!!!) Arbeitslosengeld 2, da mir mein monatliches Einkommen von 300€ richtig zwar richtig angerechnet wurde, aber eben auch mein damaliger Studienkredit. Eigentlich müsste ich demnach 444 € bekommen.

Heute war ich beim Jobcenter und nach 2 Stunden Wartezeit wurde mir nur mitgeteilt, daß ich morgen in der Notfallsprechzeit noch einmal wieder kommen solle. Als hätte man mir das Empfang nicht schon sagen können... Naja, seis drum.

Gibt es eine Möglichkeit, daß mein Anliegen zügig bearbeitet wird? (Vorgesetzten verlangen, mit Sozialgericht drohen oder sowas in der Richtung) Schließlich handelt es sich ja um einen Ernstfall, ich kann keine Miete bezahlen und Lebensmittel kaufen auch nicht. Und falls ich wieder vertröstet werde, welche Möglichkeiten stehen mir dann offen?

Ich bedanke mich im Voraus für jede Hilfe :)
 

Banquo

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Gibt es eine Möglichkeit, daß mein Anliegen zügig bearbeitet wird?

Zunächst mal die üblichen Rechtsmittel nutzen, also Widerspruch einlegen.

Daneben sicher auch informelle Mittel einsetzen, um den fehlerhaften Bescheid korrigieren zu lassen. SB anrufen, Fax ans JC schicken, Kundenreaktionsmanagement beschäftigen - es gibt so einiges neben dem persönlichen Erscheinen, stundenlangen Wartens und dem Vertrösten auf später.

Wenn alles nichts hilft innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne - Eilantrag beim Sozialgericht stellen. Das bietet sich an, wenn ansonsten unabweisbare Probleme drohen (Wohnungsverlust oä, Kinder müssen hungern).
 

Tammasch

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Vielen Dank für die Tips.

Das mit dem Widerspruch würde allerdings wieder sehr lange dauern, nehme ich an. Ehe den dort jemand in der Hand hat zum Bearbeiten, bin ich sicher schon längst verhungert. Aktuell hätte ich ca. 340€ im Monat zur Verfügung, inkl. ALG 2. Das reicht gerade mal für die Miete. In diesem Jobcenter weiß doch die eine Hand nicht, was die andere macht.


Ist der Eilantrag beim Sozialgericht kostenlos oder muß ich da eine Gebühr bezahlen? Ist es empfehlenswert, mit einem Beratungsschein, vorher einen Anwalt aufzusuchen?
 

Banquo

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Natürlich ist der Widerspruch nur eine Formalie zur Rechtswahrung und die Dauer der Bearbeitung [vermutlich] zu lang für deine Situation. Daher auch die anderen Instrumente benutzen.

Deine Darstellung hört sich doch so an, als ob da was offensichtliches falsch berechnet wurde. Da dürfte das JC doch kaum anderer Meinung sein, also versuche das Problem möglichst schnell informell zu klären.

SG-Verfahren sind grundsätzlich kostenlos für ALG2-Empfänger. Bei Einschalten eines Anwaltes freut es den, wenn man sich vorher einen Beratungsschein beim Amtsgericht besorgt.
 
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