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ALG 2 abgelehnt - Eigenartige/Abenteuerliche Berechnungen?!

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo!

Hatte vor ein paar Tagen den Bescheid bekommen, das mein ALG 2 Antrag abgelehnt wurde, es dauerte ca. 3 Monate Bearbeitungszeit.

In dem stand das ich in dem Monat in dem ich den Antrag gestellt habe, ein angeblich zu hohes Einkommen hätte und so wurde mir ALG 2 komplett verwehrt.

Die Berechnungen die dem zugrunde liegen kommen mir recht eigenartig vor, ich hoffe Ihr könnt mich etwas aufklären bzw. weiterhelfen.

Ich (20) wohne (noch) bei meinen Eltern, habe eine abgeschlossene Ausbildung. Bekomme 50€ Taschengeld.

Soweit ich das jetzt verstanden habe, sollte ich so die vollen 345€ bekommen, bei mir wurde allerdings ein Gesamtbedarf v. 310,50€ ermittelt. Errechnet wurde dieser345€ x 27 / 30 = 310,50€, weiß einer was damit anzufangen, wieso bekomme ich weniger?

Was ich ebenfalls etwas eigenartig finde ist, dass das Kindergeld was meine Eltern f. mich bekommen zu MEINEM Einkommen angerechnet wurde, kann dies denn wirklich sein? Meine Eltern bekommen dies ja schließlich....
Dann wurde bei mir noch ein "Sonstiges Einkommen" v. ca. 220€ ermittelt, was dies genau sein soll wurde aber nicht beschrieben. Kann man das irgendwie rausfinden?

Ich hatte, da ich in nächster Zeit ausziehen will, ein paar Sachen bei Ebay verkauft. Evtl. haben die das als Einkommen gesehen?! Als ständiges Einkommen dürfte es aber doch auch nicht gerechnet werden oder?

mfg
Christian
 

Arco

Forumnutzer/in

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#2
Re: abgelehnter Antrag

Hallo Christian,

gebe doch schnell mal 3 zusätzliche Infos:

1. hast du die 50 Euro Taschengeld angegeben, wenn ja warum so ehrlich ?

2. hast du angeben das du durch Ebay Einnahmen hattest, oder mußtest du Kontoauszüge einreichen. Wenn Ebay dann hast du doch wohl nur eigenes Hausrat oder eigenes "Allgemeinvermögen" verscherbelt ?

3. das Kindergeld bekomen wohl deine Eltern auf ihr Konto schon seit deiner Ausbildungszeit unter 18 ?

Poste mal zurück :daumen:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Hallo!

War vor ein paar Tagen bei meinem ARGE Berater, er hatte mir geholfen Einspruch einzulegen!

Also das Kindergeld sagte er wäre nach seinen Rechtskenntnissen tatsächlich falsch angerechnet worden. Ebenfalls hatte die Sachbearbeiterin sich bei meinem "sonstigen Einkommen" etwas verrechnet. Obwohl ich bei Verpflegung Kreuz bei "Nein" gemacht hatte, wurde es voll angerechnet, bei Möbel, Apparate kreuzte ich "teilweise" an, es wurde aber auch komplett angerechnet und nicht teilweise, so wie es sollte.

Das sonstige Einkommen wurde bei mir angerechnet, weil ich angab Leistungen v. Angehörigen zu bekommen (Wohnung,Strom und Möbel, Apparate, Verkehr....). Hatte also doch nichts mit den verkauften Sachen bei Ebay zu tun.


Meine Fragen jetzt:
1)
So richtig zufrieden bin ich mit der Widerspruch des Beraters immer noch nicht, da ich noch viel Kürzungen habe. Wäre es möglich mit nem Anwalt oder anders den Widerspruch noch einmal zu ergänzen/ändern und zwar zusätzlich nochmals:
- Telefon, Fax teilweise Leistung in "Nein" also keine Leistung
- Verkehr teilweise Leistung in "Nein" also keine Leistung
- Wohnung, Strom teilweise Leistung in "Nein" also keine Leistung
- Möbel, Apparate, Haushaltsgeräte teilweise Leistung in "Nein" also keine Leistung
....zusätzlich abzuändern, so dass mir gar kein Einkommen/Leistungen angerechnet werden kann/können? Oder ist ein Einspruch nur einmal möglich und kann nicht mehr geändert werden?

2) Was wäre wenn ich die 50€ Taschengeld die ich v. meinen Eltern auf mein Konto bekomme einfach nicht angegeben hätte und die Arge hätte mal auf meinem Konto geschaut und die Überweisungen gesehen?

3) Kann ich einfach zum Amtsgericht gehen und sagen ich möchte nen Beratungsschein f. nen Anwalt weil bei meinem ALG 2 was schiefgelaufen ist? Wenn ja wo finde ich nen Anwalt und was für einer muss das sein?


mfg
Christian
 

kalle

VIP Nutzer/in
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5 Jul 2005
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#5
Zu 1: Du kannst jederzeit weitere Einreden zu Deinem Widerspruch nachreichen.

zu 2: Wenns aufs Konto ging, dann war es schon richtig, es auc anzugeben. Man steht schon ein bissel blöd da wenn die es herausfinden.

zu 3: Am besten Du guckst bei Dir in die gelben Seiten ob es einen Fachanwalt für Sozialrecht bei Euch gibt. Auch die Anwaltskammer wäre eine Stelle, wo man nachfragen kann. Auch beim zuständigen Sozialgericht, wo Du auch den Beratungsschein holen kannst, kann man nachfragen.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
Hallo!!

War heute beim Amtsgericht und wollte einen Beratungsschein haben, aber die Frau wollte ihn mir nicht geben und meinte das man dies erst machen könnte wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Schlielich könne man dem Steuerzahler dies nicht zumuten, wie sie sagte.....

Sie schickte mich zu einer angeblichen Beratungsstelle f. Arbeitslose, welche für mich aber eher nach einer Zeitarbeitsfirma aussah. Dort solle ich wohl kostenlos beraten werden, besser wie jeder Anwalt dies könne.

http://www.massarbeit.org/new/htm_index.html <--Adresse v. der Stelle

Durfte die mir überhaupt den Beratungsschein verwehren?

Mfg
Christan
 

kalle

VIP Nutzer/in
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#7
Da haste aber einen schlechten Tag erwischt.
Grundsätzlich hast Du einen Anspruch einen Beratungsschein. Den müssen sie Dir aushändigen. Nochmal hin und drauf bestehen. Sollte sie ihn Dir nicht geben, zum Vorgesetzten. Zur Not zum Leitenden Richter am SG.
Sie darf Dir den nicht verweigern!!

Und der Link ist ja wohl witzig:
Zum einen helfen die Leuten beim Einrichten von EEJ und auf der anderen Seite beraten die Arbeitslose?
Gibbet da nich nen Interessenkonflikt?
 

wolliohne

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#8
Eine sehr zweifelhafte Firma ?

AL beraten und gleichzeiig 1,-€ Jobs vermitteln ?

ich warne zur Vorsicht !
 

Arco

Forumnutzer/in

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1
#9
Re: Eine sehr zweifelhafte Firma ?

wolliohne sagte :
AL beraten und gleichzeiig 1,-€ Jobs vermitteln ?

ich warne zur Vorsicht !
Und was noch wichtiger ist, die Prämie für jeden vermittelten EEJober einstreichen !!!
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#10
wolliohne hat Folgendes geschrieben:
AL beraten und gleichzeiig 1,-€ Jobs vermitteln ?

ich warne zur Vorsicht !
Und was noch wichtiger ist, die Prämie für jeden vermittelten EEJober einstreichen !!!
Verstösst das nicht gegen das Gesetz? Ist sowas denn nicht illegal? Als Arbeitsloser wird man ja wirklich von allen verarscht?! Und das war noch ne Rechtspflegerin, da sieht mans mal wieder dieses Advokatenpack.....
 

peter_S

Elo-User/in

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15 Feb 2006
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#11
*lol*

Das ist 'ne ganz normale Zeitarbeitsfirma wie alle andern auch, nur halt mit "sozialer Fassade"

Maßarbeit - Personalleasing ist die nicht gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung von Maßarbeit e.V. mit dem Ziel der beruflichen Integration durch Zeitarbeit.
 
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