ALG 1Bestandsschutz und Frage zu Arbeitssuchend-Meldung

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FrauRatFrag

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Hallo zusammen!

Nachdem ich bereits seit meiner ersten Kündigung Mitte 2016 mitlese und super Hinweise bekommen und umgesetzt habe, sehe ich mich zu einem Beitrag "gezwungen" und hoffe auf Hilfestellung. Ich versuche nachfolgend kurz und klar meine Situation zu schildern.

Ich bin Jg 10/1957 / langjährige Wartezeit erfüllt / besonders langjährig Ende 2021

Erstmals Anspruch ALG 1 am 1.2.2016 / für 720 Tage / bezogen bis 7.2.2016
Anspruch aus VZ-Stelle, die aus wirtschaftl Gründen gekündigt wurde. Ab 8.2.2016 Weiterbeschäftigung in TZ (25 Std). Laufzeit des Vertrages bis 31.12.2017 (weil ich im ELO-Forum gelesen habe 😀, hätte auch einen unbefristeten haben können).
Erneut ALG 1 (Höhe wie erster Bezug wg Bestandsschutz) vom 1.1.2018 / wieder für 720 Tage / bezogen bis 31.1.2018
Ab 1.2.2018 wieder Arbeitsvertrag TZ (alter AG). Ab 15.3.2019 Wechsel AG wieder VZ-Stelle. Hier wurde mir in der Probezeit zum 30.09.2019 gekündigt.

Jetzt hierzu meine Frage: Wie lange kann ich, vorausgesetzt ich bin wieder kurzfristig arbeitslos, auf das hohe ALG 1 zurückgreifen. Ab wann zählen die 4 Jahre? Bezieht sich das auf den Termin in 2016?

Natürlich stehe ich immer VZ zur Verfügung 😀.

Mir ist auch bekannt, dass ich mit einem Minijob (für 165 € 😁) die langjährigen Wartezeit ab 1.10.2019 erfüllen kann.

So, nun zur Arbeitsuchend Meldung. Anruf auf der Hotline nach Ankündigung, Antwort: sie haben ja noch keine Kenntnis (Schriftliches), müssen sie noch nicht..., Schreiben vom Personalrat, das die Absicht besteht, Anruf auf Hotline. Nun war/bin ich AU geschrieben, somit lautete die Aussage, soll mich melden, wenn ich wieder arbeitsfähig bin. Ist das so korrekt, oder soll ich besser auf offizielle Aufnahme bestehen. Vermerkt wurde mein Anruf.

Ich würde mich freuen, wenn jemand aus der Runde meine Fragen beantworten könnte.

Danke und ein schönes WoE allen
 
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E

ExUser 2606

Gast
ALso arbitlos melden kannst Du dich erst, wenn du nicht mehr AU bist. Mit der arbeitssuchendmeldeung ist das etwas snders. Das kann man ja auch erstmal telefonisch oder so machen. Ich meine, dass wir das mal recherchiert hatten, dass das nicht eindeutig geklär ist, ob man das bei AU muss. wenn dein Zustand s zulässt, würde ich auch Nummer Sicher gehen. Für Termine ist eine AUB jedenfalls ein guter Grund für eine Absage.
 

FrauRatFrag

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@Kerstin_K: Kannst du mir zu den 4 Jahren etwas sagen? Hat mit dem zweiten ALG 1-Bezug eine neue Deadline eingesetzt. Wäre wichtig, wenn ich im Oktober wieder einen Job antreten könnte..

Dankeschön im Voraus
 

BerndB

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Der Bestandsschutz (Höhe des Alg) ist geregelt in § 151 (4) SGB III:

"Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist."

Nur ergänzend: Sobald ein neuer Anspruch auf Alg entsteht, wird das Alg neu bemessen. Entweder nach dem letzten Einkommen oder nach dem früher bezogenen höheren Alg.

Ein neuer Anspruch entsteht bspw. dann, wenn wieder mindestens ein Jahr gearbeitet wurde. Er handelt sich auch dann um einen neuen Anspruch, wenn die überwiegende Dauer aus einem älteren Anspruch "übernommen" wird. Dieser ältere Anspruch erlischt automatisch durch entstehend des neuen Anspruchs.
 

FrauRatFrag

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Herzlichen Dank!

Ich verstehe das dann richtig, dass derzeit mein sog. Restanspruch erst 2022 verfallen würde? Mein erstes ALG 1 wird von keinem weiteren Anspruch mehr getoppt werden. Ich habe ziemlich gut nach 20 Jahren Betriebszugegörigkeit mit einer tollen sozialen Chefin (bis 2007) verdient...
 

FrauRatFrag

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Ich hole das Thema Bestandsschutz noch einmal hoch. Kann mir bitte ein(e) Wissender meine o.g. Sichtweise bestätigen bzw. dementieren?

Würde mich sehr beruhigen...
 

Agent

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Hallo FrauRatFrag,

ja, dein Restanspruch würde erst 2022 verfallen. Arbeitest du aber mindestens 2 Jahre ohne arbeitslos zu sein, würde die Bemessung dann nach der letzten Tätigkeit erfolgen, da du in dieser Konstellation nicht mehr auf den Bestandsschutz zurückgreifen könntest.

Viele Grüße
Agent
 

FrauRatFrag

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Herzlichen Dank, Agent!

Meine Unsicherheit hat sich ergeben, weil ab und an immer auf den Zeitpunkt der ersten Bewilligung hingewiesen wurde. Die Zweijahresfrist kenne ich und habe auch immer sorgfältig darauf geachtet.

Wo ich mehr Probleme bekommen werde, ist im direkten Kontakt mit den SB. Da bin ich einfach zu nett. Aber lernwillig 😄! EGV mitnehmen etc...
 

Agent

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Die 4 Jahre laufen immer ab dem Zeitpunkt der letzten Neubewilligung von ALG.
Bei dir wurde zum ersten mal ALG ab 01.02.2016 bewilligt. Dann wird bei erneuter Arbeitslosigkeit ab da wieder geschaut, ob du innerhalb der letzten 2 Jahre wieder 12 Monate versicherungspflicht nachweisen kannst mit Zeiten, die noch nicht für die letzte Arbeitslosigkeit berücksichtigt wurden. Wenn das der Fall ist - bei dir am 01.01.2018 - erfolgt eine sogenannte Neubewilligung und ab dann laufen auch wieder die 4 Jahre neu.
 

FrauRatFrag

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Perfekt, 1.000 Dank! Dann kommt ja, wenn ich zum 1.10. arbeitslos werde, wieder ein Neubewilligung.

Damit wird das mein geringstes Problem werden...

Dann werde ich mich jetzt mal für den AfA-Besuch wappnen. Werde weiter berichten!

LG
 

FrauRatFrag

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@Kerstin_K und alle Interessierten: Ich bin heute, trotz noch bestehender AU zur AfA gefahren, um mich sicherheitshalber arbeitssuchend zu melden und den Papierkram mitzunehmen. Nein, das dürfen wir nicht, AU-geschrieben darf ich nicht in die Vermittlung!?
Papier bekomme ich auch nicht 🤔.
Ich soll am letzten Tag meiner AU wiederkommen, dann machen sie auch gleich die Arbeitslosmeldung zum 1.10. (da sind sie dann unerwünscht schnell!). Dürfen sie das eigentlich? Was könnte passieren, wenn ich sage, ich mache das am 1.10.? Hat da jemand Erfahrung?

Schliesslich möchte ich noch meine 3 Wochen Urlaub vor Beginn der Arbeitslosigkeit geniessen!!

Ich freue mich auf Verhaltenstipps!

Allen ein fröhliches WoE und viel Spass beim BuLi-Start!
 

Babbel1

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@Kerstin_K und alle Interessierten: Ich bin heute, trotz noch bestehender AU zur AfA gefahren, um mich sicherheitshalber arbeitssuchend zu melden und den Papierkram mitzunehmen. Nein, das dürfen wir nicht, AU-geschrieben darf ich nicht in die Vermittlung!?
Solange du krankgeschrieben bist, stehst du der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung.
Was könnte passieren, wenn ich sage, ich mache das am 1.10.?
Dann musst du am 01.10. nochmal zur AfA fahren.
 
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