ALG 1 Zuweisung Maßnahme § 45 Abs. 1 S. 1

Leser in diesem Thema...

otto16

0
Standard-Nutzergruppe
Startbeitrag
Mitglied seit
1 Nov 2017
Beiträge
1
Bewertungen
0
Hallo Forum,

seit ca. 2 monaten bin ich jetzt ALG 1 empfänger. Nun hat mein SB mir eine "Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gem. § 45 Abs. 1 S. 1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - SGB III" zugeschickt. Die maßnahme soll 8 wochen in vollzeit dauern, und hab auch sofort ein termin beim träger erhalten.

So jetzt hab ich erstmal schon mitbekommen das man nichts unterschreiben soll, was das bringt hab ich jetzt noch nicht ganz begriffen.

Also habe ich erstmal 3 konkrete fragen:

1. Ich hatte vor circa. 2 jahren eine schwere verletzung und könnte von "PC-Beschäftigungen" unfähig gemeldet werden, da die art tätigkeit mir schwer fällt. Würde mir sowas helfen um so eine maßnahme zu verscheuchen? Da diese ja PC abhängig ist.

2. Was würdet Ihr mir empfehlen? Ich bemühe mich echt um einen arbeitsplatz zu finden, aber so ne blöde maßnahme find ich echt zum kotzen.

3. Leider leide ich auch an migränen, AU hilft ja nicht wirklich wenn sich die ganze maßnahme nach hinten bewegt, ist das so korrekt? Habe gelesen das ein user jemanden empfohlen hatte sich erstmal zum termin beim träger zu melden und sich erst dann AU zu melden falls man dann auch AU ist.

Ich würde mich echt um antworten im "Klartext format" freuen!

Danke! - Otto
 
Zuletzt bearbeitet:

2wie Pech u Schwefel

0
Standard-Nutzergruppe
Mitglied seit
5 Sep 2016
Beiträge
311
Bewertungen
249
Du sollst nichts unterschreiben weil du ja schon von deinem SB zu der Maßnahmen eine Zuweisung erhalten hast darum ist ein Vertrag bei Maßnahme Träger eigentlich nicht mehr notwendig.

Da du eine Zuweisung erhalten hast musst du auch erstmal dort erscheinen. Unterschreibe auch die Anwesenheitsliste nicht mit deinem Namen. Sondern nur mit Anwesend wo sonst dein Name rein gehört.
Stecke alle Verträge die du bekommst in deine Tasche(und lade sie hier anonym hier zur überprüfung hoch) und sage wenn die Verträge wieder eingesammelt werden das du deinen Rechtskundig überprüfen lassen willst (in den meisten fällen bekommt man noch nicht mal eine kopie von dem was man unterschreiben soll). Das ist dein Recht und du hast 10-14 Tage dafür Zeit. Die werden dann schon Druck auf dich aufbauen und die bedrängen und dir drohen mit Sanktion. Lass dich davon bitte nicht beeindrucken bleib standhaft.

Wenn der Träger sagt dann müssen wir die Maßnahme mit ihnen beenden wenn sie nicht unterschreiben, dann lass dir das schriftlich geben. Damit kannst du dann im Fall einer Sanktion beweisen das der Träger dich rausgeworfen hat und nicht das du die Maßnahmen mutwillig beendet hast.

Du musst auch keine Vertäge unterschreiben die dir nicht passen (Vertragsfreiheit gilt in in unserem schönen Land noch immer).

Der Träger will deine Unterschrift auf den Verträgen sehen weil das ihm die Bezahlung für dich sichert. Pro Teilnehmer kassieren die tausende von Euros.
 
Oben Unten