ALG 1 wichtige Fragen zur EGV, Vermittlungsvorschlägen und Behördenwillkür

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NataschaFrinks

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Hallo zusammen,

nehmen wir an:

Frau X hat ein ärztliches Attest, der medizinische Dienst hat seine Prognose abgeben,
somit ist Frau X mit Schwerbehinderten gleichgestellt.

Lt. Hausarzt darf Frau X nicht mehr als 40 Stunden arbeiten.

Fragen: Wie sieht die Zeit im Pendelbereich hier in diesem konkreten Fall aus? Darf die Hin - und Rückfahrt einfach raus gerechnet werden, da ja im tatsächlichen Sinne keine Arbeit aber dennoch Zeit fordert( falls Frau X Job in zwei Stunden einfache Entfernung als Vermittlungsangebot bekommt? 4 Stunden pro Tag unterwegs für den Job sind ja 20 Stunden zusätzlich )

Eingliederungsvereinbarung: Sachbearbeiter möchte das Frau X sich auf 10 im Monat bewirbt - kann der das- welcher § erklärt das? Was passiert wenn Frau X diese nicht unterschreibt, weil 10 Stellen in Ihrem Beruf einfach nicht verfügbar sind? Welche Sanktionen können Sie treffen?

Welche Vermittlungsvorschläge kann Sie ablehnen? Frau X hat einen Beruf erlernt und möchte auch in diesem Beruf arbeiten, kann sie daher andere Vermittlungsvorschläge abschlagen, wenn ja bis wann?

Grüße
Natascha
 

Ramteid

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Frau X willkommen im Forum.

Deine Frage bezüglich Pendelzeit bei Vollzeit beträgt 2,5 Stunden, in ländlichen Regionen kann es aber ausnahmen geben. In wie weit wegen einer Gleichstellung mit Schwerbhinderten die Pendelzeit sich verändert kann ich nicht sagen, aber evt. andere Foristen.
Eine Eingliederungsvereinbarung ist ein freiwilliger Vertrag, den Frau X NICHT unterschreiben muss.
Das kann nicht sanktioniert werden! Im Alg1 gibt es wenn, dann Sperrzeiten.
Es gibt dann möglicherweise einen Verwaltungsakt, gegen den du sehr viel mehr rechtliche Möglichkeiten hast.
VV kannst du immer dann ablehnen wenn sie nicht zumutbar sind, z.b. bei ALG 1 zu weit unter dem bisherigen Gehalt, oder Pendelzeit zulang oder fehlender Rechtsfolgenbelehrung, Formfehler diverser Art usw.
Ob und wann im ALG1 noch eine Art Berufsschutz existiert.... weiss ich nicht.
 

Couchhartzer

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Lt. Hausarzt darf Frau X nicht mehr als 40 Stunden arbeiten.

Fragen: Wie sieht die Zeit im Pendelbereich hier in diesem konkreten Fall aus?
Genauso wie bei jedem anderen auch der Vollzeit arbeiten darf (40 Std. sind ja schliesslich Vollzeit!).
Also 1,25 Stunden Hinfahrt plus 1,25 Stunden Heimfahrt = 2,5 Stunden gesamte Wegezeit.

Was passiert wenn Frau X diese nicht unterschreibt, weil 10 Stellen in Ihrem Beruf einfach nicht verfügbar sind?
Wenn sie das wegen der zu hohen Anzahl nicht unterschreiben möchte, darf sie versuchen die Anzahl herunterzuhandeln.
Wenn sie gar nichts dergleichen versucht, sondern sich einfach dazu nicht äußert, wird SB sicherlich einen Verwaltungsakt mit demselben Inhalt erlassen und der ist dann auch ohne ihre Unterschrift erstmal wirksam.

Welche Sanktionen können Sie treffen?
Für das Nichtunterschreiben einer EGV kann und darf nicht sanktioniert werden.
 
E

ExUser 2606

Gast
Frau X hat ein ärztliches Attest, der medizinische Dienst hat seine Prognose abgeben,
somit ist Frau X mit Schwerbehinderten gleichgestellt.

Lt. Hausarzt darf Frau X nicht mehr als 40 Stunden arbeiten.

Hier passt aber einiges nicht zusammen. Der medizinische Dienst ist für die Krankenkassen zuständig. Eine Prognose des aerztlichen Dienstes der AfA ist keine Gleichstellung. Und der Hausarzt hat dabei gar nichts zu melden.
 

BerndB

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Für Eigenbemühungen gibt es keine Grenzen, obwohl 10/Mon. schon heftig sind. Ergebnis einer Petition (vorletzter Absatz). Es müssen die "10 Stellen nicht verfügbar" sein. Denn es geht darum, neue Stellen zu finden. Also sich bei potentiellen Firmen zu bewerben, auch wenn dort keine Stellen gemeldet sind. Oder einfach gesagt: "Serienbrief an 10 Arbeitgeber in der Branche" (aber nicht am gleichen Tag) und die Pflicht ist erfüllt. Und jetzt kann sie sich auf das stürzen, was sie gerne macht.
Ob in die Obergrenze von 40 Std./Wo. auch die Fahrzeit einzurechnen ist, wird vermutlich nur ein Arzt je nach Krankheit feststellen können.
 

BerndB

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Ist nicht zu bestreiten. Deshalb mag es auch sinnvoll sein, sich nicht gleich beim besten Arbeitgeber der Branche unbeliebt zu machen.
 
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