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ALG 1 und Nebenjob

Elisabetha

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Guten Morgen zusammen,

nach einigen verwirrenden Recherchen frage ich nun mal hier nach ...

Ich beziehe seit Juni ein halbes Jahr ALG 1 und möchte solange meine Bewerbungen erfolgslos sind einen Nebenjob annehmen.

Welche Art von Nebenjob (hier sind schon mehrere Begriffe gefallen) darf ich überhaupt nebenher annehmen mit oder ohne Kenntnis der Arbeitsagentur ?

In wie weit ist es lohnenswert sich etwas zu suchen damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt ?

Freue mich auf viele hilfreiche Antworten.

einen schönen Sonntag noch Elisabetha
 

Fritz Fleißig

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Welche Art von Nebenjob (hier sind schon mehrere Begriffe gefallen) darf ich überhaupt nebenher annehmen mit oder ohne Kenntnis der Arbeitsagentur ?
Jede beliebige selbständige oder unselbständige Tätigkeit, solange die regelmäßige Arbeitszeit unterhalb von 15 Wochenstunden liegt, abgesehen von gelegentlichen und geringfügigen Überschreitungen. Mehrere derartige Tätigkeiten werden zusammengerechnet. Melden muß du dies der Arbeitsagentur schon, wobei du auf jeden Fall erwähnen solltest, daß die Tätigkeit zeitlich unterhalb von 15 Wochenstunden bleibt. Ansonsten fällt der ALG-Anspruch komplett fort.

In wie weit ist es lohnenswert sich etwas zu suchen damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt ?
Finanziell lohnt es sich nur insoweit, als der Netto-Arbeitslohn (Bruttolohn abzüglich Lohnsteuern abzüglich Sozialabgaben abzüglich eigener Aufwendungen für die Ausübung der Tätigkeit) unterhalb von 165 Euro bleibt. Alles darüber wird voll auf das ALG angerechnet und lohnt daher nicht.

Es gibt im übrigen auch jenseits der Arbeit viele durchaus sinnvolle Hobbies, Fortbildungen und ehrenamtliche Tätigkeiten, die man ausüben kann, damit einem nicht "die Decke auf den Kopf fällt".
 

Elisabetha

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vielen Dank @ Fritz Fleissig

dass es viele andere sinnvolle Dinge gibt dessen bin ich mir bewusst dachte nur ich kann mir mein ALG damit ein bisschen aufbessern das war so mein Zielgedanke

gut dann werde ich alles mal durchrechnen ob das irgendwie klappt

Danke nochmal ;)
 

Caso

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gut dann werde ich alles mal durchrechnen ob das irgendwie klappt
14,99 Wochen-Std. ist das Maximum.
Hast du ein Angebot mit 15 Wochenstunden, verlierst du den ALG-Anspruch.
Viele AG sind da nicht so firm und bieten Jobs mit 15 Wochenstunden an.
 

Doppeloma

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Hallo Casio,

bei 15 Wochenstunden und Höchstverdienst von 165 € im Monat, ist der Stundenlohn aber "unterirdisch" ... da kommt wohl wirklich nur ein ganz kleiner Minijob in Frage, mit deutlich weniger als 15 Stunden in der Woche.

Ergänzend steht man der Vermittlung nicht mehr zur Verfügung wenn man mehr als 15 Wochenstunden arbeitet (das gilt bereits als Teilzeitbeschäftigung) und muss den Neben-Job letztlich auch jederzeit wieder aufgeben (oder anpassen) können, wenn es zur Vermittlung in versicherungspflichtige Arbeit kommt.

Ich würde nicht warten, dass die AfA mir den "Traumjob" besorgt sondern, lieber alles daran setzen wieder eine auskömmliche Tätigkeit zu finden, mit der ich meinen Lebensunterhalt ohne AfA und ALGI bestreiten kann. :wink:

Frage mich manchmal welche Vorstellungen heute viele ELOs haben, wenn sie nur darüber nachdenken, wie sie was zum ALGI dazu verdienen könnten und wie viel das sein darf, ohne den Anspruch ganz zu verlieren oder Kürzungen zu riskieren ... :icon_kinn:

Falls es um Geld-Knappheit geht, kann man auch Wohngeld (zusätzlich zu ALGI) in Anspruch nehmen, das ist Leistungs-unschädlich und bewahrt den zeitlichen Freiraum für Bewerbungen ...

Wenn ich arbeitslos war, hatte ich ansonsten nur ein dringendes Interesse ... schnellstens neue Arbeit zu finden und dem Amt wieder "Ade" zu sagen, dabei kam eigentlich keine "Langeweile" auf ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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