ALG 1 und erneut krank,mit gleicher Krankheit,was nun??

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Neila

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Hallo zusammen,
ich beziehe seit dem 01.12.18 ALG 1....im Januar wurde ich krank und mußte für 4 Wochen in`s Krankenhaus...danach folgte Gesundschreibung....nun bin ich erneut mit der gleichen Erkrankung im Krankenhaus...
FRAGE....
1. gelten jetzt wieder 6 Wochen bevor ich meinen Anspruch auf ALG 1 verliere?? ( Krankengeld kann ich nicht mehr bekommen,bin ausgesteuert)

2. oder habe ich nur noch 2 Wochen Zeit zum gesund werden,damit ich die 6 Wochen Grenze nicht überschreite ( es ist ja die selbe Erkrankung,mit Verschlimmerung)

ich hoffe ihr könnte mir weiter helfen..

Vielen Dank :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
1.) Nein Du bekommst die restlichen 4 Wochen ALG1, analog einer "Lohnfortzahlung"

und

2. Ja . (Falls es insgesamt doch länger als die 6 Wochen dauert gibt es dann Krankengeld in gleicher Höhe wie ALG1.)
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Trifft es denn schon zu?

"Die Gewährung von Alg beruht immer dann auf der Nahtlosigkeit, wenn eine Person, die alleine deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftige nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtig der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich ist, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist. "

(Das Ende der Nahtlosigkeitsregelung)
 

Kerstin_K

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Die Aussteuerung reicht schon, niemand ist nach 78 Wochen plötzlich arbeitsfähig, nur weil das KG zuende ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@ Kerstin: Will es nur verstehen. Neila bezieht seit 01.12.18 ALG1.
Und war im Januar 4 Wochen krank.

Wäre mir das so gegangen wäre in dieser Zeit, da Ersterkrankung (?), einfach mein ALG1 weiter gezahlt worden?
Würde ich wieder mit der gleichen Krankheit 2 weitere Wochen krank, das Gleiche?
Und danach Krankengeld?
Was müsste formal passieren das ich nahtlos würde?
 

Neila

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Danke für Eure Antworten...
das heißt also jetzt ich MUß schnellstens raus aus dem KH damit ich mein ALG 1 nicht verliere. Nahtlosigkeitsreglung wurde abgelehnt,weil der Arzt vom Arbeitsamt mich vollschichtig gesund geschrieben hat...seine Begutachtung dauerte ganze 8 Min. und meinen Enlassungsbericht der Rehaklinik sowie auch mein MDK Gutachten hat er sich kaum angeschaut. In beiden steht das ich absolut arbeitsunfähig bin....mittlerweile weiß ich das allein arbeitsunfähig nicht viel bedeutet,es hätte ERWERBSUNFÄHIG da stehen müssen. :-(

Ich werde wohl versuchen die Erwerbsminderungsrente durch zu bekommen,da ich seit vielen Jahren chronisch krank bin....dazu meinte die "Dame vom Arbeitsamt" das ich das mit der Erwerbsminderungsrente vergessen kann ,´das ich ja von IHREM Arzt als vollschichtig arbeitsfähig eingestuft wurde.....alles ein großer Mist und durch diesen Paragraphen Dschungel blickt doch eh niemand durch :-( :-(

mal schauen wie es weitergeht...
 

Kerstin_K

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Nein, du musst erst aus dem KH, wenn du gesund genug dafüer bist, alles andere ist unverantwortlich.
Danach aber bitte keine AU Bescheinigungen an die AfA.

Ich kann dir nicht garantieren, dass die AfA nicht versuchen wird, das ALG einzustellen, aber sie dürfen es nicht und dagegen gibt es dann Rechtsmittel.
 

Doppeloma

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Hallo Neila, :welcome:

Danke für Eure Antworten...
das heißt also jetzt ich MUß schnellstens raus aus dem KH damit ich mein ALG 1 nicht verliere.

das ist NICHT erforderlich, die AfA wird damit leben müssen, dass du nun so lange in der Klinik bleibst bis du auch halbwegs gesund (für die weitere Genesung zu Hause) wieder entlassen werden kannst.

Die erste "Schnell-Entlassung" hat ja ganz offensichtlich auch nicht zur Genesung geführt.
Hast du denn deine AU-Bescheinigung bei der AfA abgegeben und "brav" gemeldet, dass du in der Klinik bist ... was machen die denn sonst mit dir, weil sie meinen die "Nahtlosigkeit" steht dir nicht zu ???

Nahtlosigkeitsreglung wurde abgelehnt,weil der Arzt vom Arbeitsamt mich vollschichtig gesund geschrieben hat...seine Begutachtung dauerte ganze 8 Min. und meinen Enlassungsbericht der Rehaklinik sowie auch mein MDK Gutachten hat er sich kaum angeschaut. In beiden steht das ich absolut arbeitsunfähig bin....mittlerweile weiß ich das allein arbeitsunfähig nicht viel bedeutet,es hätte ERWERBSUNFÄHIG da stehen müssen. :-(

Es ist fast egal was in diesen Berichten drin steht, der ÄD-Arzt hat sich (eigentlich) ein eigenes Bild von deinem tatsächlichen Zustand zu machen, immerhin übernimmt er damit die Verantwortung für deine (auch gesundheitlich) "zumutbare" Vermittlung bei der AfA.
Er hat allerdings NICHT zu entscheiden, ob Gesetze angewendet werden oder nicht ...

Sei mal froh, dass da nicht "Erwerbsunfähig" drin gestanden hat, dann bekommst du nämlich garantiert kein ALGI mehr... wer das bekommen will, muss (wenigstens) noch mit einem "Restleistungsbermögen" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen WOLLEN.

Es wird (leider) gerne und schnell mit allen möglichen (und oft sehr fadenscheinigen) Begründungen den Ausgesteuerten das ALGI streitig gemacht, aber das ist gesetzlich so gar nicht zulässig.
Zur Not bittest du den Sozialdienst der Klinik um Hilfe wenn man dir das ALGI einstellen will, weil du ja bei Klinik-Aufenthalt "nicht für die Arbeitsvermittlung verfügbar bist" ... du hast aber ein RECHT auf dieses Geld dafür hast du viele Beiträge gezahlt.

Aktuell wurde ja gerade gezahlt (rückwirkend für den Februar), also ist bis Ende März erst mal Ruhe ... man muss dir schon begründet (schriftlich) mitteilen wenn man die Leistungen einstellen will.

Diese gesetzliche Regelung im SGB III soll ja gerade verhindern, dass man wegen Ablauf des Krankengeldes ohne Geld dasteht, obwohl man noch nicht wieder gesund ist ... genau dafür gibt es die Sonderrregelung nach § 145 SGB III, zur Not muss man sich an höherer AfA-Stelle beschweren wenn die das bei deiner AfA anders sehen wollen.

Ich werde wohl versuchen die Erwerbsminderungsrente durch zu bekommen,da ich seit vielen Jahren chronisch krank bin....dazu meinte die "Dame vom Arbeitsamt" das ich das mit der Erwerbsminderungsrente vergessen kann ,´das ich ja von IHREM Arzt als vollschichtig arbeitsfähig eingestuft wurde.....alles ein großer Mist und durch diesen Paragraphen Dschungel blickt doch eh niemand durch :-( :-(

Das hat die "Dame" von der AfA aber gar nicht zu entscheiden, sie hat sicher NICHT Medizin studiert, um das überhaupt beurteilen zu können, die Entscheidung dazu wird nach der Antragstellung die Rentenkasse zu treffen haben und ganz sicher nicht die Arbeitsberatung der AfA ... :icon_evil:

Den Antrag auf EM-Rente kannst du jederzeit stellen, dafür brauchst du von Niemandem eine Erlaubnis.
Du solltest aber möglichst auch gleich wichtige Arztberichte und Befunde (in Kopie) mitschicken können, die DRV ist nicht sehr fleißig sich das selber zu besorgen.

Auch die aktuellen Klinik-Berichte können dafür sehr wichtig sein, die zeugen ja eher nicht davon, dass es stimmen könnte was der AfA-ÄD da so "begutachtet" haben will ...
Den Nachweis zur Antragstellung reichst du dann bei der AfA ein und vielleicht gibt es ja "plötzlich" dann ein ganz anderes "Gutachten", liegt dir das aktuelle selber auch vor, was da vom ÄD gemacht wurde ?

Die SB sollen dich beraten was du noch machen könntest mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen und nicht anfangen selber Doktor spielen zu wollen, das haben die gar nicht zu beurteilen, ob du eine EM-Rente bekommen wirst oder nicht. :icon_neutral:

Die DRV lehnt auch gerne Anträge ab von Leuten die eigentlich die EM-Rente bekommen müssten, da darf man nicht aufgeben ... :icon_evil:

Ich musste auch bis zum Sozialgericht um die EM-Rente kämpfen und ich wurde (nach der Aussteuerung) sogar schriftlich von der AfA aufgefordert den Antrag zu stellen ... das war der DRV völlig EGAL ...

MfG Doppeloma
 
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