ALG 1 Sperre, was tun?

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ezek

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19 März 2013
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Hallo!
Ich habe mal ein wenig in den Foren rumgestöbert, aber leider keine passende "Antwort" gefunden.
Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen..

Folgendes:

Ich war von 2005 bis 2011 unbefristet in einem Betrieb angestellt.
Mitte 2011 habe ich gekündigt, da unser Chef uns das Leben zur Hölle gemacht hat.
6 Wochen später habe ich eine neue Stelle angetreten. In dem Zwischenraum habe ich mich nicht arbeitslos gemeldet. Der neue Vertrag war befristet für ein halbes Jahr, sprich bis zum 31.01.2013.
Mündlich wurde mir zwar eine Verlängerung des Arbeitsvertrages zugesagt, Anfang Januar allerdings stellte sich dann heraus, dass er nicht verlängert wird.
Am 14.01.2013 bin ich also zum Arbeitsamt gegangen und habe mich arbeitslos gemeldet. Nachdem ich alle relevanten Unterlagen (Arbeitsbescheinigung, Einkommensnachweis der letzten Jahre, etc.) vorgelegt habe, ist dann mit mir ein Termin zur Ausrechnung meines ALG1 vereinbart worden..und zwar am 14.03.2013 (ich krampfte also schon 6 Wochen ohne Geld herum, konnte Miete nicht bezahlen, musste mir Geld leihen.
2 Tage später erhalte ich ein Schreiben, dass ich eine 3monatige Sperre des ALG1 bekommen.
Grund :
"Sie haben Ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Firma XY durch eigene Kündigung selbst gelöst.
Ihre Arbeitsaufgabe ist für den Eintritt Ihrer erst später eingetretenen Arbeitslosigkeit ursächlich geblieben, denn Ihr Anschlussarbeitsverhältnis war von vorneherein befristet. Insoweit konnten Sie schon bei der seinerzeitigen Kündigung erkennen, dass Sie arbeitslos werden.
Sie haben in Ihrer Stellungnahme zwar Gründe für Ihr Verhalten genannt, aber es obliegt Ihnen auch, die maßgebenden Tatsachen ausreichend darzulegen oder nachzuweisen. Dies haben Sie nicht getan."

-> Sperrzeit.

In der Stellungnahme ist von einer Sachbearbeiterin aufgeschrieben worden, dass das Arbeitsklima während meiner Zeit als unbefristet Angestellter unzumutbar war. (PUNKT!) ..das war´s. Sie sagte mir, dass sollte ausreichen, damit würde man "durchkommen" (hat sie gesagt), müsse aber den Antrag noch von einem zweiten Sachbearbeiter prüfen lassen.

Dann das Schreiben mit der Sperrzeit.

In meinem befristeten Arbeitsvertrag ist kein Vermerk, dass man sich 3 Monate vor Ablauf des Vertrages arbeitslos melden muss. Desweiteren hatte ich mit dem Arbeitsamt auch noch nie was am "Hut"..ich wusste das gar nicht.

Nun hat man mich also 6 fast 7 Wochen hingehalten, um mir dann zu sagen, es gibt kein Geld für 3 Monate. Ich glaube, ich hätte nun den Anspruch auf Hartz4 für den Zeitraum, weiss es aber nicht genau..hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es vorher beantragt und mich nicht bei Vermieter, Freunden mit ca 2000 Euro verschuldet.

Glaubt ihr, ein Widerspruch könnte helfen? Wenn ja, was soll ich denn da reinschreiben?
..hätte ich das vorher gewusst :icon_frown:

Danke für eure Zeit!
 

stummelbeinchen

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Hm, also ich glaub hier gehts jetzt um 2 verschiedene Sperrzeiten:

1. Weil Du Deine Alo "absichtlich" herbeigeführt hast. Du hast einen unbefristeten (?) Arbeitsvertrag für einen befristeten Arbeitsvertrag gekündigt.

2. Du hast Dich nicht rechtzeitig (also spätestens 3 Monate vor Ende des neuen Vertrags) arbeitsuchend gemeldet.

zu 1.:
Es gibt Ausnahmen, wann die Kündigung gerechtfertigt ist. Z.B. gesundheitliche Einschränkungen oder wesentlich bessere Bezahlung.
Was Du tun könntest, wäre Deinen Dich damals behandelnden Arzt zu fragen, ob er Dir eine Bescheinigung ausstellt, dass Deine Gesundheit durch die Arbeitsstelle beeinträchtigt und die Kündigung Deinerseits sozusagen unvermeidlich war.

zu 2.:
Dein Arbeitgeber hat nach § 2, Abs. 2 Nr. 3 die Pflicht Dich "über die Verpflichtung zur Meldung nach § 38 Abs. 1 bei der Agentur für Arbeit informieren".
Reiche also auch hier Widerspruch ein und lege eine Kopie Deines vollständigen Arbeitsvertrags bei. Wenn dort nichts drin steht, dann müsste die Sperrzeit für die verspätete Meldung eigentlich aufgehoben werden, weil Du es nicht wissen konntest.

mfg
 
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