ALG 1 Sperre kurz vor Schluss (1 Betrachter)

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BizBor

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Hallo liebes Forum,

Es geht um meinen Freund. Er bekommt laut Bescheid noch bis zum 27. März 2011 ALG 1, dass ihm jetzt ab Februar gesperrt wird.

Er war ein paar Wochen in meiner Stadt um sich Arbeit und eine Wohnung zu suchen, in der Zeit kam er bei mir unter.

In der Zeit wurdem ihm 2 Einladungen zugeschickt, die er nicht erhalten hat. Seine Mutter (wo er zur Zeit noch wohnt) hat ihm nicht Bescheid gegeben.

Nun hat er eine Sperre wegen 2 fehlender Termine und Ortsabwesenheit.

Er hätte ja nur noch 2 Monate Geld bekommen und danach hätte er wahrscheinlich keinen Anspruch mehr gehabt, da er noch zu Hause wohnt und die Mutter voll arbeitet.

Am 02.02. muss er zur Vorsprache nochmal in die Agentur für Arbeit.
Gibt es eine Möglichkeit die Sperre aufzuheben, oder ist da nichts zu machen?

Er hängt nun finanziell total in der Luft, er wollte ja in meine Stadt ziehen, weil er sehr ländlich wohnt, und es da mit Arbeit ziemlich schlecht aussieht. Da er sich ja von meiner Stadt aus besser Job und Wohnung suchen kann und das regelmäßige hin und herfahren zu teuer geworden wäre, ist er bei mir untergekommen.

Ist das so falsch oder kann man das erklären?
 

ela1953

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Falls er sich irgendwo vorgestellt und beworben hat, sollte er sich das bescheinigen lassen.

Oder zumindest eine liste machen, bei welchen Firmen er war.

So hatte das mal ein Bekannter gemacht. Er ist auch so fast einen Monat durch Deutschland gefahren um Arbeit als Kraftfahrer zu suchen.
 
G

gast_

Gast
nein, ich fürchte, da hat er einen nicht wieder gut zu machenden Fehler gemacht.

Es gibt keine Erklärung dafür, daß er keine Ortsabwesenheit beantragt hat...
und einen Job hat er doch auch nicht gefunden?
 
E

ExitUser

Gast
@BizBor

Falls dein Freund tatsächlich ohne Genehmigung ortsabwesend war und deshalb die Einladungen nicht befolgen konnte, droht ihm unweigerlich eine Sperrzeit. Eine Entschuldigung wegen Arbeitssuche ist nur möglich, wenn er zum gewünschten Meldetermin einen konkreten Vorstellungstermin bei einem Arbeitgeber gehabt hätte oder sonstige unaufschiebbare wichtige Termine anstanden.

Er hätte sicherstellen müssen, daß ihn seine Mutter kurzfristig von eingegangener Post der Arbeitsagentur benachrichtigt, wenn er bei ihr wohnt und dort seine angegebene Adresse ist. Wenn er nicht werktäglich postalisch erreichbar ist, steht er der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung.

Falls die Einladungsschreiben jedoch nicht bei ihm angekommen sein sollten, also nicht im Briefkasten von ihm bzw. seiner Mutter gelandet sein sollten (es kommt heutzutage durchaus vor, daß Briefe auf dem Postweg verlorengehen), hätte er natürlich auch die Einladung nicht befolgen können. Dann darf auch keine Sperrzeit verhängt werden. Den tatsächlichen Zugang der Einladungen muß die Arbeitsagentur beweisen, genauso eine behauptete OrtsAbwesenheit, nicht etwa umgekehrt. Dies nur mal so als grundsätzlichen Hinweis.
 
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