ALG 1 oder Krankengeld bei drohender OP und/oder Reha? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Thunderstorm36

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Hallo zusammen,

ich habe wirklich ein sehr großes Problem.......

nach über 6 Jahren in der Firma, stehe ich ab April 2015 nun ohne Job da. Ich habe mich natürlich sofort bei der AfA ordnungsgemäß arbeitssuchend gemeldet und auch den Antrag für ALG 1 auch schon ausgefüllt. Diesen wollte ich morgen früh dort abgeben und um 11:00 Uhr habe ich auch schon ein erstes Vermittlungsgespräch. In der Firma bin ich noch bis zum 23.03.2015, danach habe ich meinen Resturlaub genommen um nicht bis zum Monatsende dort zu bleiben.

Nun ist aber folgendes. Gesundheitsmässig sitze ich momentan auf einem Pulverfass, denn obwohl ich momentan noch arbeiten kann (sitzende Tätigkeit), kann es jederzeit passieren, das aufgrund eines Meniskusriss im rechten Knie und einem Anriss des vorderen Kreuzbandes meine rechte Kniescheibe herausspringt und ich sofort für einige Tage arbeitsunfähig wäre. Das ist schon mehrmals passiert, aber noch nicht während der Arbeit, sondern zuletzt kurz vor Weihnachten, wo ich 5 Tage ausser Gefecht war. (also im Urlaub)

Mein Orthopäde hat mir am 27.02.2015 nun empfohlen mich schnellstmöglich in einer ortopädischen Klinik in Hannover vorzustellen. Nach einem Anruf dort, habe ich nun dort am 27.04.2015 morgens einen Termin. Dort wird sich mein Knie erst einmal angeschaut und dann entschieden was genau passieren soll, also OP mit anschliessender Reha oder nur Reha. Ich würde also mit 100% Wahrsceinlichkeit erstmal langfristig arbeitsunfähig werden.

Ich habe das beim vorherigen Ausfüllen des Vorabantrags für das Vermittlungsgespräch morgen mit berücksichtigt und sämtliche Krankenberichte vom MRT, sowie die Bestätigung des Termin in Hannover und die Überweisung dorthin für die AfA kopiert und mit dazugelegt. Bei dem Punkt, ab wann ich wieder eine Arbeit antreten kann, habe ich erst einmal "unbekannt" hingeschrieben, da ich ja nun nicht weiß, wie es weitergeht. Krankgeschrieben hat mich mein Orthopäde bisher noch nicht.

Wie soll ich mich jetzt morgen bei dem Vermittlungsgespräch verhalten?! Die Dame wird natürlich fragen, wie es mit Arbeit momentan aussieht und ich hätte auch mehrere Stellen, auf die ich mich bewerben könnte. Nur, ich habe ja bald den Termin in der Klinik und was passiert, wenn mir im neuen Job die Kniescheibe herausspringt und ich sofort (noch in der Probezeit) gleich krankgeschrieben bin. Dann stehe ich genauso beschissen da. Die ärztlichen Unterlagen hat Sie ja erhalten.

Was ist denn jetzt sinnvoll?! Soll ich mich ab dem 23.03.2015 (letzter Arbeitstag wegen Resturlaub) noch vom Ortopäden auf unbestimmte Zeit erstmal krankschreiben lassen wegen der drohenden OP? Dann würde ich doch Krankengeld bekommen, oder wie wird das geregelt? Die Kündigung ist ja erst zum 31.03.2015, ich wäre also noch während meines Arbeitsverhältnis krankgeschrieben und hätte doch somit ein Recht darauf Krankengeld zu bekommen, oder?! Inwiefern kann ich da morgen mit der Dame darüber reden ohne Schwierigkeiten mit der Vermittlung zu bekommen? Ich weiß momentan echt nicht mehr weiter.........Danke Euch!!!

Lieben Gruß

Markus
 

doppelhexe

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wenn ich du wäre, dann würde ich mir (vorrausgesetzt dein orthopäde spielt mit) sofort krankschreiben lassen.

dann setzt nach beendigung des arbeitsverhältnisses das krankengeld ein und du brauchst/kannst noch nicht zur Afa. musst dich also auch noch nicht bewerben. ausserdem sparst du dir deine ALG1-tage, die ja auch (je nach alter) begrenzt sind.

den antrag kannst du dir dann auch sparen, aber du musst dich dann, bis dein knie wieder heil ist, auch nicht von den SB gängeln lassen...

tja, das würde ich tun ....
 

Anna B.

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und dringend dann auf lückenlose AU achten..lückenlos heißt überlappend !!!

d.h. wenn du z.B. bis Karfreitag AU wärest und du würdest am Dienstag nach Ostern erst wieder zum Arzt gehen, dann hättest du keinen KG-Anspruch mehr..

in dem Fall lieber bis nach Ostern au schreiben lassen und den Oster-Urlaub der Arztpraxis mit berücksichtigen..

suche auch unter BSG-Krankengeld-Falle..
 

Fritz Fleißig

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Ich würde dir sowohl aus gesundheitlichen wie aus finanziellen Gründen ebenfalls empfehlen, dich umgehend krankschreiben zu lassen und dies auch bis zur vollständigen Genesung zu bleiben, sofern deine Ärzte das befürworten oder zumindest mitspielen würden.

Der finanzielle Vorteil ist, daß dir zunächst bis Ende März Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber und danach Krankengeld auf Grundlage des Arbeitslohnes zustehen würden, nicht nur das geringere ALG oder KG in Höhe des ALG. Letzteres würdest du bekommen, wenn du erst später, wenn du schon im ALG-Bezug bist, längere Zeit krankgeschrieben würdest. Der verbleibende Urlaubsanspruch müßte dir außerdem ausgezahlt werden, denn in natura kannst du den Urlaub nicht mehr antreten.

Du mußt deine Krankschreibung unbedingt lückenlos, genauer gesagt überlappend, fortführen. Jede Unterbrechung führt dazu, daß dir kein weiteres KG auf Grundlage des Arbeitslohnes mehr zustehen würde. Während des KG-Bezuges bist du weiterhin arbeitslosenversichert. Du kannst ALG immer noch zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen.

Die KK wird über solche Krankschreibungen kurz vor Ende eines Arbeitsvertrages nicht begeistert sein und eventuell versuchen, diese baldmöglichst für beendet zu erklären. Das müßtest du dann zu gegebener Zeit mit Unterstützung deiner Ärzte regeln.

Deine Krankenunterlagen nimmst du bitte gleich wieder aus deiner Mappe für das Vermittlungsgespräch heraus. Solche medizinischen Details gehen die Arbeitsvermittlung nichts an. Auch der Ärztliche Dienst der Arbeitsagentur darf höchstens allgemeine Informationen zu deiner Leistungsfähigkeit an die Arbeitsvermittlung weitergeben.

Beim Gespräch würde ich erwähnen, daß du zwar im Moment noch nicht krankgeschrieben seist, dich in Kürze aber einer voraussichtlich längeren medizinischen Behandlung unterziehen müßtest. Dann hast du vermutlich schon am Anfang erst mal Ruhe. Die Krankschreibung selbst müßtest du dann der Arbeitsagentur melden. Für deren Dauer stehst du der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung. Du mußt dich nach erfolgter Genesung erneut persönlich arbeitslos melden.
 

Thunderstorm36

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@doppelhexe Danke Dir für die schnelle Antwort. Aber ob da mein Orthopäde mitspielt, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht........

Ich werde daher erst einmal (um nicht ganz ohne Geld dazustehen) morgen früh den Antrag auf ALG 1 abgeben und hinterher das Gespräch mit der Dame führen. Darin wird ja sicherlich auch ersichtlich werden, ob es jetzt sinnvoller ist ALG 1 oder Krankengeld zu beantragen. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, das aufgrund der bevorstehenden OP/Reha mein ALG 1 Antrag wegen Nichtvermittlungsfähigkeit abgelehnt wird und mir gesagt wird, dass ich mich schnellstmöglich an die KK wenden soll, um KG zu beantragen. Das erfahre ich ja eventuell schon morgens und brauche da um 11 Uhr gar nicht mehr zur Vermittlung hin. Dann muss ich mich ja auf jeden Fall sofort vom Orthopäden krankschreiben lassen.

Gibt die AfA das der KK auch weiter, falls mein ALG 1 Antrag abgelehnt wird?! Was muss ich im Falle einer AU beachten, wer bekommt die dann?? Der Arbeitgeber und die AfA oder wie mache ich es richtig??!

Alles nicht leicht.........was für Möglichkeiten habe ich denn noch??!!

Danke.

LG Markus
 

Anna B.

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Hallo Markus,

wenn du nun der KK auf die Nase bindest, dass du eigentlich operiert werden müßtest, aber eigentlich auch noch ALG I beantragen mußt..

was meinst du, was die dir raten?..die werden dir sagen, nun warten sie erst einmal ab, ob sie wirklich krank werden....dann können sie uns ja immer noch eine Krankmeldung einreichen...und dann zahlt die Afa ja sowieso 6 Wochen das ALG I weiter.
Und danach zahlen wir (KK) ja dann auch KG.

die werden dir genau das raten...weil sie dann nämlich vielleicht das Glück haben, dass du nach 6 Wochen wieder fit bist und sie gar nicht zahlen müssen...und falls sie zahlen müssen, dann ist das KG niedriger als, wenn sie jetzt nach Kündigung das KG zahlten müßten.

Ich würde der KK gar nichts sagen...ich würde mich ab morgen AU schreiben lassen...OP-Termin besorgen (au kann auch der HA ausstellen)....und dann alles an die KK bzw. AG..und der muß bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses den Lohn weiter zahlen und danach zahlt die KK das KG.

du rettest dich so über die Zeit..da der ALG I - Anspruch noch nicht angetastet wird...

solltest du dich zuerst arbeitslos melden und die dann den Antrag bearbeiten..dann verbrauchst du deinen Anspruch auf ALG lediglich über AU-Zeiten..wobei eigentlich ja die KK zuständig wäre...
 

Fritz Fleißig

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@Thunderstorm

1. Ob ein Antrag auf ALG oder KG "sinnvoller" sei, solltest du nicht unbedingt Mitarbeiter der jeweiligen Behörden fragen. Für eine Behörde ist immer diejenige Lösung am sinnvollsten, bei der andere für die Geldzahlung zuständig sind. Kompetente Beratung zu Vermittlungsfragen wirst du auch sonst bei der Arbeitsagentur nicht unbedingt finden. Aber das nur mal vorab, damit du nicht enttäuscht bist.

2. Die von dir angesprochene "Vermittlungsfähigkeit" gibt es so nicht. Es gibt nur die Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung, egal wie gut oder schlecht die Vermittlungschancen sein mögen. Solange du nicht krankgeschrieben bist oder ein Gutachten des Ärztlichen Dienstes vorliegt, wonach du gegenwärtig keine 15 Wochenstunden leistungsfähig bist, steht dir daher dem Grunde nach bei Beschäftigungslosigkeit ALG zu.

3. Du solltest freilich unbedingt zur Vermeidung erheblicher finanzieller Nachteile (Grund siehe Vorbeiträge) versuchen, dich schnellstmöglich und auf jeden Fall noch innerhalb der Laufzeit deines Arbeitsvertrages krankschreiben zu lassen und es bis zur vollständigen Genesung auch lückenlos zu bleiben.

4. Die AU-Bescheinigung bekommst dein Arbeitgeber, da der Arbeitsvertrag noch läuft und dir bis Ende März Entgeltfortzahlung zusteht. Eine Kopie des Teils für den Arbeitgeber schickst du an die Arbeitsagentur. Spätere AU-Bescheinigungen nur an die Arbeitsagentur. Wenn du länger als sechs Wochen ununterbrochen krank bist, endet sowieso die Wirkung deiner Arbeitslosmeldung.

5. Wenn du so vorgehst, würde der ALG-Antrag keinen Sinn machen, da dir wegen der unmittelbar bevorstehenden Krankschreibung erst nach (derzeit nicht absehbarer) Genesung ALG zustehen würde. Du stehst nicht ohne Geld da, sondern bekommst Krankengeld.

6. Um die Beantragung von KG mußt du dich selbst kümmern.
 

doppelhexe

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....Aber ob da mein Orthopäde mitspielt, weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht........
warum meinst du, das er dich ab 23. auf unbestimmte zeit krankschreibt und ab jetzt nicht?

Ich werde daher erst einmal (um nicht ganz ohne Geld dazustehen) morgen früh den Antrag auf ALG 1 abgeben und hinterher das Gespräch mit der Dame führen. Darin wird ja sicherlich auch ersichtlich werden, ob es jetzt sinnvoller ist ALG 1 oder Krankengeld zu beantragen.
sogar ganz sicher wird sie dir sagen, was für dich am sinnvollsten ist. jegliche ämter, sei es die Afa, sei es die KK oder sonst ein verein, sorgt sich nur um dich und nicht darum, für dich keine leistung erbringen zu können... und die erde ist eine scheibe... der einzige, der sich um dich sorgt und das beste für dich will, der bist du. und hier bekommst du tipps von leuten, die das selbe schon für sich erkämpfen mussten und deshalb die erfahrungen haben, die dir fehlen. du kannst uns glauben oder auch nicht...

Ich kann mir jedenfalls vorstellen, das aufgrund der bevorstehenden OP/Reha mein ALG 1 Antrag wegen Nichtvermittlungsfähigkeit abgelehnt wird und mir gesagt wird, dass ich mich schnellstmöglich an die KK wenden soll, um KG zu beantragen. Das erfahre ich ja eventuell schon morgens und brauche da um 11 Uhr gar nicht mehr zur Vermittlung hin. Dann muss ich mich ja auf jeden Fall sofort vom Orthopäden krankschreiben lassen.
wenn du für die krankschreibung die erlaubnis der Afa einholen musst, dann tu das. ich würde bei sowas nie wieder in einem amt nachfragen, sondern nur bei leuten, die in meiner situation waren/sind... zb. hier. denn wir alle hier haben mit den ämtern schon einiges durch... zb. das die nur daran denken, die antragsteller (egal ob ALG oder KK) an eine andere behörde abschieben zu können, egal obs das richtige für den antragsteller ist...

Gibt die AfA das der KK auch weiter, falls mein ALG 1 Antrag abgelehnt wird?!
warum sollte sie? das intressiert niemanden, ausser dich selbst. keiner wird sich darum kümmern, ob und von wem du leistungen bekommst...


Was muss ich im Falle einer AU beachten, wer bekommt die dann?? Der Arbeitgeber und die AfA oder wie mache ich es richtig??!
bei sofortiger krankschreibung oder zumindest bis zum ende deines arbeitsvertrages wie bisher dein arbeitgeber und die KK. danach gibt es von der KK auszahlscheine, die du vom arzt ausfüllen lassen musst.
wichtig!!! immer spätestens am vorletzten tag des ablaufs der krankschreibung die erneute AU holen und eine kopie für die eignen akten machen...
 

doppelhexe

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4. Die AU-Bescheinigung bekommst dein Arbeitgeber, da der Arbeitsvertrag noch läuft und dir bis Ende März Entgeltfortzahlung zusteht. Eine Kopie des Teils für den Arbeitgeber schickst du an die Arbeitsagentur. Spätere AU-Bescheinigungen nur an die Arbeitsagentur.
wozu kriegt die AfA da eien kopie des krankenscheins? solange TE krankgeschrieben ist wird eine arbeitslosmeldung werder angenommen noch bearbeitet. und solange TE noch einen arbeitsvertrag hat intressiert auch die Afa kein krankenschein...
 

Fritz Fleißig

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wozu kriegt die AfA da eien kopie des krankenscheins? solange TE krankgeschrieben ist wird eine arbeitslosmeldung werder angenommen noch bearbeitet. und solange TE noch einen arbeitsvertrag hat intressiert auch die Afa kein krankenschein...
Weil die Verpflichtung zur Anzeige einer Arbeitsunfähigkeit bereits ab Arbeitssuchendmeldung besteht (siehe § 38 SGB III).

Ich nehme außerdem an, daß der Fragesteller sich bereits persönlich arbeitslos gemeldet hat und ihm der ALG-Antrag ausgehändigt wurde. Die Antragsabgabe oder das Vermittlungsgespräch haben da keine besondere Bedeutung.
 

Thunderstorm36

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Hallo zusammen,

zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei Euch allen bedanken!! Schön, das es dieses Forum gibt und man sich hier Rat suchen kann. Und in der kurzen Zeit so viele Leute zu haben, die einen helfen möchten ist einfach nur großartig.

Ich habe nach euren Antworten beschlossen, morgen früh den Antrag auf ALG 1 doch noch nicht abzugeben, sondern erst einmal nur um 11:00 Uhr den Termin für das Vermittlungsgespräch wahrzunehmen. Ist der Antrag erst einmal abgegeben, wird er ja auch schon bearbeitet und daraus habe ich ja euren Antworten nach, enorme Nachteile, da das KG ja dann erst nach dem ALG 1 in Kraft tritt und auch weniger ist.

Also werde ich versuchen mich ab spätestens Mitte nächster Woche bis zur vollständigen Genesung krankschreiben zu lassen. Mein AV endet ja erst am 31.03.2015 und da hätte ich ja auch bei einer BU ab nächster Woche noch das Recht auf Krankengeld. Vielleicht geht es ja auch schon vorher? Ich werde es in jedem Fall versuchen und auch meinem Orthopäden von der Angelegenheit bzw. Situation berichten. Ich hoffe, er schreibt mich dann lückenlos bis zur vollständigen Genesung krank.

Wenn ich Euch richtig verstanden habe, läuft dann das Krankengeld automatisch weiter, das heißt ich brauche da nirgendwo etwas zu beantragen?! Habe ich das jetzt richtig verstanden? Es greift automatisch, ab dem 01.04.2015 wenn ich bis zu meiner vollständigen Genesung krankgeschrieben bin?

Wann ist denn das Krankengeld selbst zu beantragen?


Lieben Gruß

Markus
 

Anna B.

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Hallo,

das Gehalt läuft bis zum 31.3. weiter....ab dem 1.4. zahlt dann die KK das Krankengeld.

Du mußt dich mit deiner KK rechtzeitig..vor Beginn des KG...in Verbindung setzen und sie sollen dir deutlich und klar die Sachlage mit dem Krankengeld erklären..vor allen Dingen auch bzgl. der "lückenlosen" bzw. "überlappenden" AU-Meldung. Sie müssen dir das dann mit dem Krankengeldauszahlungsschein erklären...

und sie sollen es dir schriftlich geben...
 

saurbier

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Hallo Thunderstorm36,

du bist ja ein mündiger Bürger, demzufolge darfst du selbst entscheiden was für dich von Vorteil aber auch ggf. von Nachteil ist.

Wir alle hier haben diesbezüglich bereits unsere Erfahrungen im Umgang mit diversen Behörden (KK/AfA/Jobcenter/DRV) gemacht, die anfänglich als Lehrgeld betrachtet keineswegs zu unserem Vorteil waren.

Wer heutzutage noch dem irrglauben unterliegt in Deutschland arbeiten die o.g. Behörden bzw. Ämter zugunsten des Betroffenen der lebt zweifellos auf einem anderen Planeten, nur nicht diesem.

Behörden haben vordergründig die Aufgabe ihre Ausgaben so gering wie möglich zu halten und da hilft jeder Trick der bei den Jobcenter besonders gerne in Form von Sanktionen angewendet wird.

Wenn du dich wirklich in kürze einer OP unterziehen sollst, dann bliebe dir jetzt noch die Möglichkeit das ganze so zu arrangieren, dass du ggf. den bestmöglichen Nutzen daraus ziehen könntest.

Wenn du erst einmal in der Mühle der Behörden drin bist, dann dreht sich alles nur noch Leistungsminimierung und das bedeutet im Endeffekt das es um dein persönliches Geld geht von dem du dann Leben musst.

Wenn du dich sofort AU schreiben läßt, dann wird dein KK auf Grundlage des letzten Einkommens berechnet (maximal 90% im Regelfall eher 80%), wenn da auch noch Uralubsgeld und wohlmöglich Weihnachtsgeld mit einfließen dürfte dies erheblich höher sein, als wenn das KK lediglich nach dem ALG-I (60% ledige - 67% Verheiratete) berechnet wird.

Wie du unschwer erkennen dürftest sind da schon mal bis zu 20% Unterschied drin.

Was aber noch viel wichtiger ist, sollte deine OP negativ verlaufen (was wir nur nicht hoffen wollen), dann richtet sich alles Nachfolgende immer nach dem letzten Verdienst was die Behörden an Leistung zugrunde legen, sozusagen ein Ratenschwanz.

Aber auch die Leistungsansprüche ziehen sich durch, denn du hättest z.B. 78 Wochen (18 Monate) KG-Anspruch, im Anschluss daran dann mindestens (je nach Alter) 12 oder bereits 18 Monate ALG-I Anspruch bevor es dann ins ALG-II ginge. Alles natürlich nur unter der Voraussetzung die OP verläuft negativ.

Damit würde sich für dich der Zeitraum zur Arbeitssuche erheblich verlängern, bvor du ins ALG-II (Hartz IV) abrutschen würdest. Wir wissen ja nicht wie gut deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt aussehen.

Ich kann dir daher nur Raten, dich umgehend Krank schreiben zu lassen, bevor du deinen ALG-I Antrag bei der AfA abgibst.

Im übrigen, wie will dein Orthopäde feststellen das du nicht bereits heute erhebliche Schmerzen und Probleme mit dem Knie hast, du sagst doch selbst

Gesundheitsmässig sitze ich momentan auf einem Pulverfass, denn obwohl ich momentan noch arbeiten kann (sitzende Tätigkeit), kann es jederzeit passieren, das aufgrund eines Meniskusriss im rechten Knie und einem Anriss des vorderen Kreuzbandes meine rechte Kniescheibe herausspringt und ich sofort für einige Tage arbeitsunfähig wäre. Das ist schon mehrmals passiert, aber noch nicht während der Arbeit, sondern zuletzt kurz vor Weihnachten, wo ich 5 Tage ausser Gefecht war. (also im Urlaub)
Das geht alles ohne Schmerzen und du würdest dich jetzt nach der Kündigung immer noch nicht Krank schreiben lassen wollen.

Für wen willst du Leiden.

Ich würde mir deine Vorgehensweise nochmals gründlich überlegen, letztendlich geht es ja nur um dein Geld.


Gruss saurbier
 

Thunderstorm36

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Was genau soll ich denn der KK dann bezüglich meiner Situation sagen, bzw. was müssen die wegen meiner BU wissen und was nicht?!

Sorry, aber ich bin mit allem momentan echt überfordert......das kam alles so plötzlich!!

Danke Euch!

Lieben Gruß

Markus
 

saurbier

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Hallo Thunderstorm36,

Also werde ich versuchen mich ab spätestens Mitte nächster Woche bis zur vollständigen Genesung krankschreiben zu lassen. Mein AV endet ja erst am 31.03.2015 und da hätte ich ja auch bei einer BU ab nächster Woche noch das Recht auf Krankengeld. Vielleicht geht es ja auch schon vorher?
Warum bitte erst ab Mitte nächster Woche, warum nicht sofort, also Morgen Früh.

Jeden Tag eher im KG bist du Raus aus der Firma, die dich eh nicht mehr will. Wozu willst du deinem Arbeitgeber deine Arbeitskraft noch zur Verfügung stellen.

Ich werde es in jedem Fall versuchen und auch meinem Orthopäden von der Angelegenheit bzw. Situation berichten. Ich hoffe, er schreibt mich dann lückenlos bis zur vollständigen Genesung krank.
Hallo, was willst du mit dem Orthopäden besprechen.

Willst du dem unser Gespräch hier darlegen.

Sorry, aber das dürfte dann ja wohl nach hinten losgehen.

Wenn du dem Orthopäden erzähltst das du an 31.03. Arbeitslos bist, dann wird der doch keinen zwingenden Grund sehen dich bis zum OP Termin (der ja in Kürze eh ansteht) AU zu schreiben. Der weiss doch auch, dass die AfA nicht so schnell vermitteln kann.

Den Orthopäden erzählt man keine Lebensgeschichte, bei dem sagt man welche gesundheitlichen Probleme man hat und mit welchen Schmerzen dies verbunden ist und da darf man ruhig übertreiben. Dem erzählt man auch auf keinen Fall das man bereits gekündigt wurde, denn der muss die AU ja für die aktuelle Arbeit schreiben.

Also nochmals, zum Orthopäden und dem einfach erklären, dass die Schmerzen immer mehr zunehmen und dir das Laufen damit immer schwerer fällt. Vielleicht dann auch noch das die Kniescheibe immer mehr Probleme macht.

Aber nur nicht, dass bereits die Kündigung auf deinem Tisch liegt.

Hast du dann die AU vom Orthopäden, dann kannst du dich bei der AfA pflichtgemäß Arbeitssuchend melden.


Gruss saurbier
 

Thunderstorm36

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Danke auch nochmal an alle nachträglichen Schreiber.

Ich muss zuerst noch einmal etwas klarstellen. Ob bzw. wann es überhaupt zu einem direkten OP Termin und/oder Reha kommt, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht ersichtlich. Es ist erst einmal nur eine weitere Vorstellung meines Knies, allerdings direkt in einem Klinikum. Was dann dabei herauskommt, ob operiert werden muss oder eine Reha ohne OP reicht, das weiß ich ja selbst noch nicht. Der Termin ist am 27.04.2015.

Und.....ich war am 27.02.2015 das erste mal bei diesem Orthopäden. Es war auch sofort eine Wellenlänge da und da habe ich Ihm bereits gebeten mir für die AfA einen Beleg auszustellen, bzw. einen Bericht der auf meine Knieprobleme hinweist. Ich hatte nämlich einen Tag davor mich bereits arbeitssuchend gemeldet und auch dem Orthopäden davon erzählt. Er hat den Brief fertiggemacht, den hole ich morgen früh von meinem Hausarzt ab. Auch weiß er durch ein Smalltalkgespräch bereits, dass ich ab dem 01.04.2015 arbeitssuchend bin.........Shit happens!!!

Könnte denn die Krankschreibung (AU) wegen meinem Knie genausogut von meinem Hausarzt erfolgen? Er wurde ja bereits über alle Knieprobleme auch durch den MRT Bericht informiert und Ihm habe ich noch nichts von meiner Arbeitslosigkeit erzählt. Es ist doch egal, welcher Arzt die AU ausschreibt, oder? Dann würde ich nämlich lieber zu meinem Hausarzt gehen und dem sagen, dass meine Kniescheibe heraus und wieder hineingesprungen ist, wie es schon oft war und ich jetzt höllische Schmerzen deswegen habe.

Was ratet Ihr mir jetzt? Ich weiß, es war dämlich dem Orthopäden das zu erzählen. Was würdet Ihr jetzt machen?

Lieben Gruß

Markus
 

Anna B.

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Hallo,

und was meinst du genau mit deiner "BU"?
 

Thunderstorm36

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@Anna B: BU= Berufsunfähigkeit, also eine normale Krankschreibung (Berufsunfähigkeitsbescheinigung) oder heißt die AU? Dann meine ich die.
 

Anna B.

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Hallo,

eine Berufsunfähigkeit gab es früher bei der Rentenversicherung....diesen Begriff gibt es nicht mehr, nur noch im privaten Versicherungsbereich. Heute heißt das im Rentenfall "Erwerbsminderung"...

Wenn man arbeitsunfähig ist, dann ist man trotzdem nicht berufsunfähig...bzw. trotzdem nicht erwerbsgemindert...kannst ja Grippe haben und au und trotzdem nicht erwerbsgemindert sein...

Du meinst eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung..und das solltest du auch so kommunizieren..auch bei BEhörden und Ämtern..

sonst kann es zu Problemen kommen...
 

Thunderstorm36

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Hallo zusammen,

so, sowohl das Vermittlungsgespräch, als auch der Besuch beim Orthopäden waren erfolgreich.:biggrin: Die Dame von der Arbeitsagentur meinte nur zu mir, warum ich mich in meinem Zustand nicht krankschreiben lasse, da Sie mich momentan sowieso nicht vermitteln kann und ich mich jetzt erst einmal um die Genesung meines Knies kümmern soll........War bald eine Lebensberatung, eine so nette Mitarbeiterin erlebt man selten.

Gesagt, getan, am Nachmittag zum Glück gleich Termin beim Orthopäden bekommen, die Sache auch genauso geschildert und nun erst einmal eine AU für ganze 4 Wochen bekommen. Am 07.04.2015 soll ich nochmal dorthin und er meinte heute schon zu mir, das er dann die Krankschreibung auch nochmal um 4 Wochen verlängern kann. Besser geht es nicht.

Was ich jetzt aber nicht verstehe, ist folgendes.......

Die Dame der AfA hatte gemeint, dass ich dennoch den Antrag auf ALG 1 bis spätestens 09.04.2015 abgeben sollte, denn wenn ich dann irgendwann kein Krankengeld mehr bekommen sollte, dann läuft der ALG 1 Antrag wohl von alleine weiter. Häää?!

Bei nochmaliger telefonischer Rückfrage, meinte ein Herr zu mir, nachdem ich Ihm mitgeteilt hatte, das ich für 4 Wochen eine Krankschreibung hätte, das er dann ja jetzt auch meine Arbeitslosenmeldung vom 25.02.2015 löschen kann........da wundere ich mich jetzt schon. War das jetzt richtig, das der das gemacht hat?

Und, wie zum Henker läuft das jetzt mit dem Krankengeld? Der Herr am Telefon von der AfA meinte nur zu mir, das ich mich schnellstmöglich mit meiner KK in Verbindung setzen soll, da meine AU über meinen Arbeits Vertrag zum 31.03.2015 hinausgeht und ich dann schon vom 01.04.2015 bis zum 07.04.2015 KG bekommen würde. Auch er meinte, auf meine Frage bezüglich des ALG 1 Antrags diesen besser abzugeben um nach dem Bezug von KG dann gleich das ALG 1 zu bekommen. Es würde dann aber erst greifen, wenn ich keine AU mehr vorlegen würde. Solange ich fortlaufend eine AU bekomme, beziehe ich auch weiter KG. Ich sollte mich dann nach meiner Genesung wieder persönlich bei der AfA arbeitslos melden.

Was soll ich denn jetzt mit dem ALG 1 Antrag machen?! Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Lieben Gruß

Markus
 
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