ALG 1 nach Aussteuerung und nun NEUE Krankheit - wie ist die Rechtslage?

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Sunshine74

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Moin allerseits,
ich habe mich vor 2 Monaten arbeitslos gemeldet (nach Aussteuerung) - ich habe eine chronische Autoimmunkrankheit, die aber medikamentös im Griff ist. Die neue Krankheit fing schon langsam an, aber es gab noch keine Diagnose. Ich fühlte mich nach der Arbeitslosmeldung aber wieder etwas fitter (einige vage Diagnosen wurden angedacht, ich bekam Medikamente und Behandlungen und es wurde kurzfristig leicht besser), dann wurde es wieder schlimmer und nun, nach 2 Monaten, hab ich die Diagnose und muss demnächst ins Krankenhaus, ne kleine Operation wird fällig und dann wird zumindest gehofft, dass es besser wird nach der OP. Im Moment hab ich meist Schmerzen, manchmal auch sehr starke - kann meist nur mit Tramadol den Tag bestehen.
Ich war ein paar Wochen krankgeschrieben, hab dann keine neuen Krankschreibungen geholt, da ich las, dass es ja kritisch wird, wenn es mehr als 6 Wochen werden. Ich bekomme normales ALG 1, da ich als voll erwerbsfähig gelte gemäß ärztl. Gutachten (auch keine Nahtlosigkeitsregelung). Ich will auch voll arbeiten - wenn ich wieder fit bin. Die wussten ja auch nix von der Entwicklung, ich habe meine Diagnose jetzt seit ein paar Tagen und das Gutachten ist bald 2 Monate alt. Und es ist ja auch nichts, was länger dauert (hoffentlich!)… bin nur momentan ziemlich krank und es gibt halt die Möglichkeit Krankengeld nach 6 Wochen nicht mehr bei mir - bin ja nicht 6 Monate arbeiten gewesen in der Zwischenzeit...

Daher nun meine Frage:
Wie ist das mit den 6 Wochen? Was ist, wenn die unterbrochen sind wie jetzt? Im Krankenhaus werd ich spätestens ja wieder krankgeschrieben, was wenn es mehrere Wochen werden? Also - da ich ausgesteuert bin - wer wäre nach 6 Wochen nun für mich zuständig?
Es ist ja eine neue Krankheit, hat auch nichts mit der alten zu tun.
Ich bin ein wenig auf dem Schlauch wegen der Rechtslage. Bzw. frag ich mich, wer für mich zuständig ist, wenn ich ausgesteuert bin und wegen neuer Krankheit dann doch wieder krank - aber absehbar wahrscheinlich wieder bald gesund (hoffentlich dauert es nur wenige Wochen, aber man weiß es ja nicht...) - habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

Vielen Dank im Voraus.

Sunshine
:)
 

Kerstin_K

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Bei ALGI nach Aussteuerung darf nach 6 Wochen Krankheit nicht eingestellt werden. Oft versucht es die AfA trotzdem, deshalb raten wir dazu, die AUB nicht bei der AfA abzugeben. Den Krankenhausaufenthalt wirst du wohl melden müssen wegen eventueller Meldetermine.

Hast du jemanden fuet deine Post?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Wenn du aktuell "gesund" mit der alten Erkrankung bist, ist die neue Erkrankung nicht hinzugetreten und löst einen eigenen, neuen KG-Anspruch aus. Das wäre also kein Problem.
 

Sunshine74

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Danke für die Antworten.

@Caye
Hm, nach allem, was ich in letzter Zeit gelesen habe, muss man erst 6 Monate in Arbeit gewesen sein - sonst gibt es kein neues Krankengeld, wenn man denn (egal wegen was) ausgesteuert wurde.

@kerstin
Leider hab ich die Info zu spät gelesen - da hatte ich damals schon die AUB abgeschickt gen AfA. Ich frag mich nur, ob nach zwischenzeitlicher "Gesundung" für ein paar Wochen die 6 Wochen erneut gelten oder ich eben nur noch die 3 Wochen übrig habe.
Und woher will die AfA übrigens eigentlich wissen, ob es eine neue Krankheit ist?
Es steht ja nicht drauf. Ich finde das rechtlich alles verworren.
Übrigens - dass die nach 6 Wochen das Alg 1 nicht einstellen dürfen - gibt es dazu einen Rechtstext/Paragraphen, auf den man sich berufen könnte??
 

Kerstin_K

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Danke für die Antworten.

@Caye
Hm, nach allem, was ich in letzter Zeit gelesen habe, muss man erst 6 Monate in Arbeit gewesen sein - sonst gibt es kein neues Krankengeld, wenn man denn (egal wegen was) ausgesteuert wurde.

@kerstin
Leider hab ich die Info zu spät gelesen - da hatte ich damals schon die AUB abgeschickt gen AfA. Ich frag mich nur, ob nach zwischenzeitlicher "Gesundung" für ein paar Wochen die 6 Wochen erneut gelten oder ich eben nur noch die 3 Wochen übrig habe.
Und woher will die AfA übrigens eigentlich wissen, ob es eine neue Krankheit ist?
Es steht ja nicht drauf. Ich finde das rechtlich alles verworren.
Übrigens - dass die nach 6 Wochen das Alg 1 nicht einstellen dürfen - gibt es dazu einen Rechtstext/Paragraphen, auf den man sich berufen könnte??
Caye hat recht. Eine hinzugetretene Krankheit müsste sicz mindestens einen Tag mit der alten überschneiden. Du hast fuer die neue Krankheit wieder Anspruch auf KG.

Der 6-Wochen Zeitraum bei det
AfA faengt mit jeder Unterbrechung neu an zu laufen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Die 6 sechs Monate Arbeitsfähigkeit sind nur relevant, wenn du wegen derselben Krankheit nochmal krank wirst. Für eine neue Krankheit hast du sofort wieder Krankengeldanspruch, wenn sie eben nicht hinzugetreten ist, du also erst wegen ihr krank geschrieben wurdest, als du wegen der alten Krankheit nicht mehr AU warst.
 

Sunshine74

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Moin,
danke für die Infos.

Ich bin ein wenig in einem Dilemma - für die Zeit bis zur OP (steht noch nicht fest, hoffentlich bald).
Ihr gebt ja den Rat sich erstmal nicht AU schreiben zu lassen oder zumindest diese nicht zur AfA zu schicken.

Nun bekomme ich halt ständig Vermittlungsvorschläge (gestern mehrere auf einmal) und muss mich dann ja bewerben.
Hab darum schon letzte Woche ein Vorstellungsgespräch gehabt und bin dort mit Schmerztabletten intus hingekrochen (war zum Glück nur 5 min. entfernt von mir) und natürlich nehmen die mich nicht, weil OP-Termin demnächst ansteht.
Nun hab ich das Problem, dass bei deren Vorschlägen (nur Zeitarbeitsfirmen natürlich, die laden einen ja ausnahmslos ein) Standorte sind, für die ich stundenlang unterwegs sein müsste und das pack ich körperlich grad nicht im Geringsten. Die Schmerzen sind extrem bewegungsabhängig.
Was nun? Doch ne AU zur AfA? Die Vermittlung ist ja gar nicht möglich gerade und mit der Situation grad ist doch niemandem geholfen.
Habt ihr eine Idee, was das sinnvollste Vorgehen ist?
 

Sunshine74

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Hi - ähem, ich hab auch noch eine Frage an die, die sich evtl. genauer mit den Entscheidungsfindungen der Krankenkasse auskennen, was genau "neue Krankheit" bedeuten könnte, weil ich zwar eine neue Diagnose habe, die ich vorher noch nicht hatte, aber ich hab gerade auf meine alten AUs geschaut und es stand derselbe "Bereich" auch schon drauf. Kurz gesagt, der Schlüssel (ICD-Code) stand mit dem ersten Buchstaben schon drauf, leider - obwohl die hauptsächliche Erkrankung schon eine andere war (es standen halt vier Sachen bei mir drauf bis Januar) - jetzt würde derselbe Bereich schon wieder draufstehen (nur noch eine Sache, die anderen drei sind nicht mehr akut), aber mit anderer Zahl hinter dem Buchstaben... wenn ihr wisst, was ich meine.
Ist es dann noch eine neue Krankheit? Es ist halt eine neue Diagnose im Bereich Niere. Was vorher noch gar nicht diagnostiziert wurde.
Sagt nun Krankenkasse, dass es ja immer noch der Buchstabe N ist wie vorher auch schon und darum - nix Krankengeld?

Geht für mich halt darum, wie ich über die Zeit komme, wo ich noch akut sehr krank bin (hoffentlich nur noch ein bis zwei Monate)...

Seufz.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Das ist ungünstig. Natürlich will die KK sparen und lieber eine hinzugetretene Krankheit daraus machen. Wenn also schonmal "irgendwas mit der Niere" drauf stand, würde das vermutlich auf einen Rechtsstreit hinauslaufen.

Aber nur weil derselbe Buchstabe schonmal da stand, ist das natürlich lang nicht zwingend dieselbe Krankheit. ;)

Bzgl der Vermittlung: Wäre es nicht möglich, zeitnah ein neues Gutachten vom MD der AfA anzustreben, damit du erstmal als Nahtlosigkeitsfall läufst und nicht mit der Vermittlung genervt wirst?
Ich weiß, dass sich das mitten im Bezug ändern lässt, aber nicht, wie man das am besten anstellt. Da kommt hoffentlich noch ein Experte und klärt das auf. ;)

Vermutlich liefe es darauf hinaus, die AU sowohl bei der AfA als auch bei der KK abzugeben, die sechs Wochen abzuwarten und dann zu schauen, ob die KK brav zahlt oder sich weigert. Wenn sie zahlt ist alles in Butter, wenn nicht, wäre die AfA weiter dran, aber halt erstmal nach Paragraph 145 und mit neuem Gutachten, da sich dein Gesundheitszustand ja geändert hat. Das übrigens auch, solange du mit der KK noch im Rechtsstreit liegst.

Wäre halt die Frage, ob der dann bevorstehende Papierkrieg für dich leichter ist als die Bewerbungsbemühungen.
Wenn würd ich das jetzt angehen, damit du es vor der OP noch regeln kannst.
 

Sunshine74

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Hi, danke für die Antwort.
Ich hatte mich vorhin gefragt, wo ich die Info her hatte, dass man erstmal kein Krankengeld bekommen kann, egal ob es eine neue Krankheit ist. Weiß nicht mehr, ob es daher kommt, aber habe dieses hier (ein früherer Thread hier) gefunden - vielleicht hab ich es daher.


Jedenfalls gilt es ja eh evtl. für mich nicht, da aktuelle Diagnose wohl etwas zu nah an eine der vier vorigen Sachen ist, jedenfalls selbes Organ...
Ich überlege schon seit 3 Tagen, was die sinnvollste Lösung ist und mir fällt leider nix ein.

Im Prinzip dachte ich, dass es am stressfreisten wäre, wenn ich mich ab und an bewerbe und die nehmen mich bei dem letzten Punkt (lange Erkrankung) im Lebenslauf erstmal eh nicht. Aber scheinbar schreckt das so gar nicht ab.
Dann dachte ich, ich schlepp mich zu den Vorstellungsgesprächen hin. Aber jetzt - bei weiten Strecken bin ich körperlich nicht fähig im Moment dort hinzugelangen.
Irgendwie läuft das alles grad ein wenig glücklos ab...

Bis ein eventuelles neues Gutachten fertig wäre, da wäre ich sicherlich schon längst im Krankenhaus oder sogar schon zuhause. Ich wollte nur ein wenig Verschnaufpause bis dahin (und sinnlos ist es ja auch, weil die alle für sofort suchen) und werde hier bombardiert mit Vermittlungsvorschlägen. Woher kommt das auf einmal - war vor einigen Jahren mal beim Jobcenter und die haben mir fast nie welche geschickt...?

Ich bin schon kurz davor mich bei der AfA zu melden und die Lage zu erklären, aber ich fürchte - das geht nicht unbedingt gut aus. Ich traue denen nicht über den Weg.

Gutnacht.
 
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