ALG 1 für einen Monat, Sperrzeit (1 Betrachter)

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sirin

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1. Macht es Sinn für einen Monat ALG 1 zu beantragen? Ich und mein AG haben vergessen meinen befristeten Vertrag zu verlängern, so dass er jetzt im Dezember abgelaufen ist und erst wieder im Februar neubeginnen kann...

Wie wirkt sich das auf die Bezugszeiten aus? Ich war jetzt 2 Jahre angestellt, würde also 12 Monate ALG 1 bekommen können.

Wenn ich jetzt für einen Monat ALG 1 bekomme, danach wieder angestellt bin und dann wieder arbeitslos werde, wird der Anspruch dann neu berechnet (und ist ganz weg, wenn die neue Anstellungsdauer weniger als ein Jahr ist) oder wird es abgezogen (aka 11 Monate)?



2. Kann man sich jetzt überhaupt noch für Januar arbeitslos melden?

Zahlt das Amt trotz Sperrzeit den Krankenkassenbeitrag?

3. Ich kriege auch noch ein Stipendium. Wird das vom ALG abgezogen? Eigentlich sehe ich mich eher als Student, aber die Krankenkasse und Rentenversicherung sagen, eine Promotion zählt nicht als Studium, und ich müsste um die 200€ / Monat für die freiwillige Krankenversicherung zahlen. Als Student hätte ich Waisenrente kriegen können :(
 

Doppeloma

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Hallo sirin,

etwas verwirrend was du schreibst ... was für ein AG ist das denn der "vergisst" den Vertrag zu verlängern (wenn er das vor hatte) und warum kann der Vertrag nicht ab Januar noch (nachträglich) verlängert werden, wenn das so geplant war vom AG, das ist doch nicht deine Aufgabe das zu regeln ???

Hattest du das (mögliche) Auslaufen des letzten Arbeitsvertrages zum Ende Dezember bereits bei der AfA gemeldet, fristgerecht 3 Monate vorher als Arbeit-Suchend ???

Ansonsten kann dir daraus eine Sperre (1 Woche) wegen verspäteter Meldung entstehen, für den Arbeitsvertrag ist der AG zuständig und nicht der Mitarbeiter, bei der AfA zählt zunächst nur die Tatsache dass es (noch) keine Verlängerung gibt, nach Ablauf der alten Befristung.

Du solltest dich umgehend bei deiner zuständigen AfA jetzt ab dem 01.01.2016 unbedingt (persönlich) Arbeitslos melden und die weiteren Einzelheiten dann dort besprechen.

Diese Kombi bei dir mit Studium usw. ist mir nicht bekannt, aus 2 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung ist in jedem Falle ein neuer Anspruch auf ALGI entstanden, der geht auch so schnell nicht wieder verloren.

Ich glaube auch nicht, dass es eine Sperre geben wird und wenn dann höchstens für 1 Woche und deine Versicherung sollte dann auch geklärt sein für den Januar.

Also unbedingt morgen zur AfA, alle Unterlagen mitnehmen und dich dort beraten und informieren lassen, wie jetzt weiter zu verfahren ist.

MfG Doppleoma
 
E

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Gast
Die Lösung sollte einfach sein.

Ein neuer Anspruch auf Alg entsteht immer dann, wenn man wieder 360 Tage Beitragszeit zusammen hat. Wenn ein Anspruch jetzt entsteht und nach einer Beschäftigung von weniger als 360 Tage Arbeitslosigkeit eintritt, kann es nur altes Alg in alter Höhe geben.

Also:
Wenn es für die 3 Wochen nicht dringend um Einnahmen geht, auf jeden Fall persönlich arbeitslos melden und Alg-Antrag abholen. Diesen Antrag aber nicht abgeben. Den kann man (bitte noch bei der AfA fragen) auch in zwei Jahren noch abgeben oder dann auch rückwirkend verzichten. Man hat also dann alle Optionen.

Ist man einen vollen Kalendermonat nicht beschäftigt, ist vermutlich RV-Zahlung angezeigt. Außerdem sollte man bei der KV fragen, ob ein solcher Monat durch den nachgehenden Versicherungsschutz gedeckt ist.
 

Doppeloma

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Hallo Frieder,

Ein Restanspruch könnte im Übrigen auch irgendwann mal verfallen sein, wenn der nicht jetzt in Anspruch genommen wird, zudem sehe ich keinen Sinn darin warum ein Beitragszahler auf seine Ansprüche freiwillig verzichten sollte ...

Ist man einen vollen Kalendermonat nicht beschäftigt, ist vermutlich
RV-Zahlung angezeigt. Außerdem sollte man bei der KV fragen, ob ein solcher
Monat durch den nachgehenden Versicherungsschutz gedeckt ist.
Die RV interessiert es nicht ob man mal einen Monat (oder auch mal mehrere) keine Beiträge gezahlt hat (jedenfalls wenn es keine versicherungspflichtigen Einkünfte gab), die KK allerdings schon und die gesetzliche Nachversicherung ist nur dann "kostenfrei" (für den Versicherten) wenn später ein Anderer diese Lücke wieder schließt rückwirkend ... (AG / AfA /JC z.B.) ansonsten kommt die Beitragsrechnung an den Versicherten ...

Oben wurde bereits geschrieben welchen Beitrag die KK verlangen möchte, wenn der TE sich nicht bei der AfA meldet und über ALGI nahtlos versichert wird.

MfG Doppeloma
 

sirin

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etwas verwirrend was du schreibst ... was für ein AG ist das denn der "vergisst" den Vertrag zu verlängern (wenn er das vor hatte) und
Die Uni

Indirekt das Bundesland

Die machen immer die tollsten Sachen. Vertrag für 10 Arbeitsstunden / Woche, aber 40 Stunden Anwesenheit erwarten ist auch Standard.


warum kann der Vertrag nicht ab Januar noch (nachträglich) verlängert werden, wenn das so geplant war vom AG, das ist doch nicht deine Aufgabe das zu regeln ???
Gute Frage. Letztes Jahr habe ich es im Februar gemerkt und sie haben es rückwirkend gemacht.

Vielleicht wollen sie es nicht jedes Mal machen. Aber damals war es viel eindeutiger deren Fehler, die Kommunikation Uni <-> Landesverwaltung hat nicht geklappt, so dass die Uni dachte mein Vertrag liefe noch, aber das Land nichts mehr gezahlt hat...

Hattest du das (mögliche) Auslaufen des letzten Arbeitsvertrages zum Ende Dezember bereits bei der AfA gemeldet, fristgerecht 3 Monate vorher als Arbeit-Suchend ???
Nein.

Es sollte ja verlängert werden...


Die Verträge sind so kurz, da müsste ich sonst jedes halbes Jahr zum Arbeitsamt.

D
Wenn es für die 3 Wochen nicht dringend um Einnahmen geht, auf jeden Fall persönlich arbeitslos melden und Alg-Antrag abholen. Diesen Antrag aber nicht abgeben. Den kann man (bitte noch bei der AfA fragen) auch in zwei Jahren noch abgeben oder dann auch rückwirkend verzichten. Man hat also dann alle Optionen.

Das klingt clever und nach einer guten Idee

Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich das ganz verstehe...


Ein Restanspruch könnte im Übrigen auch irgendwann mal verfallen sein, wenn der nicht jetzt in Anspruch genommen wird, zudem sehe ich keinen Sinn darin warum ein Beitragszahler auf seine Ansprüche freiwillig verzichten sollte ...

Der Anspruch ist nicht viel höher als die Krankenkassenbeiträge.

Wenn ich irgendwie anders um den Krankenkassenbeitrag rumkomme und dann irgendwann 12 Monate arbeitslos wäre, wäre effektiv einen Monat länger.


die gesetzliche Nachversicherung ist nur dann "kostenfrei" (für den Versicherten) wenn später ein Anderer diese Lücke wieder schließt rückwirkend ... (AG / AfA /JC z.B.) ansonsten kommt die Beitragsrechnung an den Versicherten ...
Also, wenn der Vertrag ab Februar wieder läuft, bin ich rückwirkend "nachversichert", statt rückwirkend "freiwillig versichert"? Zu blöd, dass ich diesen Monat einen festen Arzttermin habe. Da sollte ich es vorher klären
 
E

ExitUser

Gast
@Doppeloma

Es ist schwierig hier zu erklären. Den Antrag nicht abgeben macht nur Sinn, wenn man in den Folgemonaten mehr verdient als bisher und vor Ablauf von 12 Monaten arbeitslos wird. Also kein neuer Anspruch entstehen könnte

Beispiele:

1) Alg wird jetzt bezogen
  • 24 Monate gearbeitet - 2000€/Mon. Einkommen.
  • 1 Monat arbeitslos – Bezug von Alg - Bemessungsentgelt: 2000€
  • 10 Monate (künftige) Tätigkeit 2100€ Einkommen
  • arbeitslos – es wird der Rest des letzten Alg bezogen (max. 11 Mon.), da kein neuer Anspruch entstanden ist
  • Bemessungsentgelt: 2000€

2) Alg wird jetzt nicht bezogen
  • 24 Monate gearbeitet - 2000€/Mon. Einkommen.
  • 1 Monat arbeitslos - Antrag wird gestellt, aber nicht abgegeben
  • 10 Monate (künftige) Tätigkeit 2100€ Einkommen
  • arbeitslos – jetzt auf den letzten Antrag verzichten und Alg wird erstmals ausgerechnet.
  • Bemessungsentgelt: 10 Mon. 2100€ und 2 Mon. 2000€= 2083€
Es ist reine Rechnerei. Wenn es sich nicht rechnet, gebe ich halt nach 10 Monaten den jetzigen Antrag ab und natürlich den neuen, den ich in 10 Monate stelle.

Rentenversicherung: Da will ich dir nicht widersprechen. Ich hab die Sachen gern lückenlos, da sich vieles ändern kann. Aber dafür das Geld auszugeben, wenns nicht notwendig ist? O.k.

.....die KK allerdings schon und die gesetzliche Nachversicherung ist nur dann "kostenfrei" (für den Versicherten) wenn später ein Anderer diese Lücke wieder schließt rückwirkend ... (AG / AfA /JC z.B.) ansonsten kommt die Beitragsrechnung an den Versicherten ...
Das hab ich jetzt nicht verstanden.
Wenn eine Sperrzeit eintritt, wird von der AfA die KV auch erst ab dem 2. Monat bezahlt und der erste Monat Arbeitslosigkeit läuft als "nachgehender Versicherungsschutz der KV (oder so)". Bei sirin tritt ab dem 2. Monat wieder die Pflichtversicherung ein wegen Beschäftigung. Müsste doch gleich funktionieren. Die Unterbrechung darf natürlich keinen Tag länger dauern. Und übrigens könnte er dann, wenn er eine Rechnung von der KV bekommt immer noch seinen Alg-Antrag doch noch für den einen Monat abgeben. Aber deshalb habe ich auch geschrieben KV fragen.

Ergänzung: Aber letztendlich ist es so, dass hier im Forum bei so mancher Anfragen nicht alles dargelegt wird, weil nicht als so wichtig eingeschätzt. Und schon laufen Hinweise ins Leere.
 
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