Alg 1 Fragen zum Antrag nach Aussteuerung bei ungekündigtem Arbeitsverhältnis

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Eavy

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Hallo zusammen,

ich hätte zum in der Überschrift genanntem Thema eine Frage. Falls ich im falschen Unterforum gelandet sein sollte, bitte ich darum, meinen Beitrag zu verschieben.

Ich werde nach 78 Wochen Krankheit zum 9.7.19 von der KK ausgesteuert. Es besteht ein ungekündigter, momentan ruhender Arbeitsvertrag.
Eine medizinische Reha findet ab dem 12.9.19 statt. Nach der Aussteuerung werde ich weiter AU sein, da ich gesundheitlich noch nicht stabil bin.

Ich habe mich am 5.7.19 bei der Agentur für Arbeit (mit Beistand) persönlich gemeldet.
Die Antragsunterlagen habe ich noch nicht abgeben können, da mir die Bescheinigungen der KK und meines AG noch fehlen.
Auf die mehrmalige Frage, ob ich wöchentlich mindestens 15 Std.arbeiten könne, sagte ich ja - im Rahmen meines gesundheitlichen Restleistungsvermögens.
Die SB sagte, dann würde aber nicht die Nahtlosigkeit in Kraft treten. Ich "dürfe" mich auch nicht mehr weiter krank schreiben lassen und müsste der AV zur Verfügung stehen. Das hat sie dann auch so in den Computer eingegeben.
Ich dachte eigentlich, dass die Beurteilung über Nahtlosigkeit oder aber die "normale" Arbeitslosigkeit erst nach einer Begutachtung meines Restleistungsvermögens durch den äD stattfinden würfe.
Unterschrieben habe ich nichts, außer die Veränderungsmitteilung bzgl. der Reha ab 12.9.

Nun habe ich Angst, dass ich schon hier bei der persönlichen Meldung einen Fehler gemacht haben könnte, in dem ich mich auf die mindestens 15 Std. habe festnageln lassen. Ich dachte dass muss ich (Verfügbarkeit), damit mir das ALG überhaupt bewilligt wird. Denn wenn ich nun den schriftlichen Antrag nach dem verlinktem Muster-Antrag abgebe, wird ja darin und auch im Gesundheitsfragebogen stehen, dass ich weiterhin AU sein werde.

Außerdem soll ich noch eine schriftliche Bestätigung meines Abeitgebers vorlegen, dass keine leichtere Tätigkeit für mich vorhanden sei. Ich weiß, dass es dafür aber keine Rechtsgrundlage gibt.

Ich bitte um Hilfe und Rat um das weitere Vorgehen.

MfG, Eavy
 
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E

ExUser 2606

Gast
Keine Sorge, du hast alles richtig gemacht.

der äD wird dein Restleistungsvermögen feststellen.

Du lässt Dich bitte weiter krankschreiben, gibst aber keine AU-Bescheinigung bei der AfA ab.

Die wissen, dass du weiter AU bist. Sonst würdest Du ja bei deinem Arbeitgeber arbeiten. Und es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass man nach 78 Wochen Krankheit plötzlich gesund ist, nur weil man ausgesteuert wird.

Wenn der ÄD feststellt, dass du mindestens 15 stunden arbeiten kannst, musst Du dich der Vermittlung zur Verfügung stellen, das ist richtig.

ABER: Erstmal müsste eine Stelle gefunden werden, die zu den Einschränkungen passt, die der äD wahrscheinlich machen wird (sowas wie kein Schichtdienst, nicht schwer heben, kein Publikumsverkehr, keine Zugluft......), dann muss diese Stelle auch noch zum §140 SGB III passen, auch was die Entlohnung betrifft , dann bewirbst Du dich da und wenn dann ein Arbeitgeber wirklich bereit wäre, dich einzustellen, dann müsste er auch noch deine Kündigungsfrist abwarten. Nicht sehr wahrscheinlich, oder?

Ich vermute, dass da vor Deiner Reha nicht mehr viel passieren wird. Und danach muss man dann eh erstmal sehen, wie es weitergeht, ob du in absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig bist, wenn ja, ob an deinem alten Arbeitsplatz oder ob du vielleicht EM-Rente beantragen solltest.

Ich habe den Thread mal in das passende Unterforum verlegen lassen, hier findest Du antworten auf alle Deine Fragen, die meisten werden schon x mal getellt. Wenn doch noch was unklar ist, einfach melden.
 

Eavy

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Erstmal vielen lieben Dank für die rasche Antwort. Das beruhigt mich jetzt erstmal.

Falls sich vielleicht noch Fragen im weiteren Verlauf ergeben, sollte ich dann in diesem Strang weiter schreiben oder wäre es dann günstiger, nochmal ein neues Thema zu eröffnen?
 
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ABSW

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Hallo Eavy,

ich würde dir dringend raten, mit dem Sachbearbeiter der Afa
deine Krankengeschichte nicht zu besprechen.
Je weniger sie über dich wissen, umso besser.

Der einprägende Satz: "ich stelle mich mit meinem Restleistungsvermögen zur Verfügung"

Die Begutachtung erfolgt über den ärztlichen Dienst der Afa. Überwiegend wird nach Aktenlage entschieden.
Alle medizinischen Unterlagen nur beim äD mit Nachweis vorlegen.
 

Eavy

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Die Begutachtung erfolgt über den ärztlichen Dienst der Afa. Überwiegend wird nach Aktenlage entschieden.
Alle medizinischen Unterlagen nur beim äD mit Nachweis vorlegen.

Wie hat dieser Nachweis auszusehen?
Bereite ich da selbst was vor oder stellt mir der Empfang vom ärztlichen Dienst was dazu aus?
 

saurbier

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Hallo Eavy,

Ich habe mich am 5.7.19 bei der Agentur für Arbeit (mit Beistand) persönlich gemeldet.
Auf die mehrmalige Frage, ob ich wöchentlich mindestens 15 Std.arbeiten könne, sagte ich ja - im Rahmen meines gesundheitlichen Restleistungsvermögens.
Die SB sagte, dann würde aber nicht die Nahtlosigkeit in Kraft treten. Ich "dürfe" mich auch nicht mehr weiter krank schreiben lassen und müsste der AV zur Verfügung stehen. Das hat sie dann auch so in den Computer eingegeben.

Gehe ich recht in der Annahme, daß du dich bei der Antragsbearbeitung gemeldet hats, so wie hier bei der AfA. Da werden da ja zuerst einmal alle Daten im Computer erfaßt und du erhältst von dort dann alle notwenidigen Formulare (Ausdruck desALG-I Antrages mit deinen Daten sowie dem Datum der persönlichen Meldung als auch dem Datum ab wann der Leistungsantrag laufen soll, sowie ggf. Unterlagen für den äD u.s.w., als auch eine schriftliche Einladung zum persönlichen Vermittlungs SB. So war das z.B. bei mir auch am letzten Monat abgelaufen und Tage später hatte ich erst den Termin bei der SchwerB SB.

Dort gilt dann, du stellst dich selbstverständlich mit deinem Restleistungsvermögen entsprechend dem äD-Gutachten der Vermittlung zur Verfügung.

Nun dann war dies ja erst die Annahme deines ALG-I Antrages ins System. Wenn du dich dann zum vereinbarten Termin bei der Vermittlungs SB melden mußt/wirst, wird ja alles weitere besprochen.

Da hast du bisher noch alles richtig gemacht.

Nun mußt du dich darum kümmern das dein Arbeitgeber schnellstmöglich die Verdienstbescheinigung für die AfA ausfüllt, denn davon hängt ja die Höhe des ALG-I ab und vor allem wann die Leistungsabt. das bearbeiten kann.

Da die Herrschaften sich zumeist damit heraus reden, daß sie deinen Antrag noch nicht bearbeiten können, weil die Verdienstbescheinigung fehlt bzw. das ärztliche Gutachten (letzteres ist völliger Unsinn), solltest du dir überlegen ob du nicht noch einen schriftlichen Antrag gemäß § 328 SGB III stellst, damit du auch recht zügig dein ALG-I erhälst.


Grüße saurbier
 

Eavy

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Hallo saurbier,
Gehe ich recht in der Annahme, daß du dich bei der Antragsbearbeitung gemeldet hats, so wie hier bei der AfA.
Ich habe mich zuerst telefonisch bei der Hotline angemeldet. Die haben mir die ganzen Unterlagen zugesandt und gesagt, ich muss mich persönlich in der AfA melden.
Das habe ich am 5.7. getan. Ich denke dass es die Antragsbearbeitung war, ja. Bei der Vermittlung war ich noch nicht.
Den Antrag könnte ich auch per Post direkt senden. Einen weiteren Termin habe ich noch nicht bekommen.
Da die Herrschaften sich zumeist damit heraus reden, daß sie deinen Antrag noch nicht bearbeiten können, weil die Verdienstbescheinigung fehlt bzw. das ärztliche Gutachten (letzteres ist völliger Unsinn), solltest du dir überlegen ob du nicht noch einen schriftlichen Antrag gemäß § 328 SGB III stellst, damit du auch recht zügig dein ALG-I erhälst.
Danke für den Hinweis.
Das habe ich mir auch schon überlegt, aber da die erste Auszahlung von ALG 1 erst Ende Juli fällig wäre weiß ich nicht, bis wann ich spätestens den Antrag gemäß § 328 SGB III stellen sollte.

@alle die hier schon was beigetragen haben: Danke dass ihr hier eure Zeit opfert, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!
 

saurbier

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Hallo vuzero,

Und auch die interne Anweisung der AfA lautet, dass ein ALG1-Antrag innerhalb von 7 Tagen erledigt sein soll.


Nun das halte ich mal gelinde gesagt eher für einen Witz.

Ich hab mich 2012 bei der AfA nach der KK-Aussteuerung gemeldet und da hat es fast 6 Wochen gedauert.

Diesmal hab ich mich am 04.06. gemeldet und oh weh bis heute hab ich noch keinen Leistungsbescheid erhalten. Wie war das 7 tage alut Anweisung - haha.

ich werde 2 Wochen vor Ende des Monats den schriftlichen Antrag gemäß § 328 SGB III stellen, mal sehen wie lange es dann noch dauern wird. Nächste Woche hab ich meinen zweiten Termin bei der SchwerB SB (ist diesmal eine Kollegin), die will dann nochmals über meine berufliche Situation sprechen. Ähm was wie bitte, SchwerB - ü60 - seit 7 Jahren aus dem Beruf und nur noch Teilzeitfähig.

Schon sehr verwunderlich, sagte doch vor knapp 4 Wochen die Kollegin breits das da nicht zu vermitteln ist. Aber vielleicht hat sie ja jetzt auch das neue äD-Gutachten nach Aktenlage vorliegen und ich bin wohlmöglich voll einsatzfähig.


-------------

@Eavy

ich würde sagen ca. 2 Wochen vor Monatsende, denn dann haben die Herrschaften ja noch etwas Zeit um den Antrag zu bearbeiten, nicht war.



Grüße saurbier


Moderationshinweis...

Zitat um Urheber und Quelle ergänzt. Bei Zitaten ist immer der Urheber und die Quelle (mind. Quelle) anzugeben. Dies gilt insbesondere wenn man andere User hier im Forum zitiert weil , wenn richtig zitiert wird, man das Zitat nur anklicken braucht um direkt zum ganzen Beitrag des Zitats zu kommen und zudem der Autor angezeigt wird. Zitiert man ohne diese Quellangabe hat das zur Folge das man erst mühsam suchen muss wer oder was zitiert wurde und das kann bei langen Themen sehr aufwendig sein. Zumal man dann noch nicht einmal sehen kann von wem das Zitat ist. Weitere Hilfe zum richtigen zitieren kannst du hier finden: Richtiges Zitieren ! Ich bitte darum dies in Zukunft zu beachten da dies anderen Lesern sehr hilft zu verstehen auf was und wen sich bezogen wird. LG @HermineL



 
G

Gelöschtes Mitglied 66500

Gast
Nun das halte ich mal gelinde gesagt eher für einen Witz.

Ich hab mich 2012 bei der AfA nach der KK-Aussteuerung gemeldet und da hat es fast 6 Wochen gedauert.

Wie ich geschrieben habe, "erledigt sein soll". Ausnahmen bestätigen die Regel, bei mir war das damals nach 5 Tagen komplett erledigt. Und wie @Kerstin_K ja auch geschrieben hat, ist ihre Erfahrung da auch nicht wirklich bei 6 Wochen.

Woran es auch immer bei dir gelegen hat das es 6 Wochen gedauert hat, kann ich nicht beurteilen. Und warum es jetzt auch wieder dauert wird sich hier nicht klären lassen, man weiss ja z.B. nicht was bei dir fehlt ;)
 

saurbier

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Hallo Vuzero,

also bei mir fehlt ja eigentlich nichts, außer das eben der äD-Gutachter ggf. eingeschaltet werden muß, weil mir ja die Arbeitsmarktrente nicht weiter verlängert wurde vor Fristablauf (ich warte immer noch).

Es könnte diesmal ggf. auch daran liegen, daß die DRV auf der Verdienstbescheinigung gemäß § 312 SGB III angegeben hat, daß ich in 2019 ja keine Leistung von denen erhalten habe. Lustig nicht war, ich bekomme seit 7 Jahren eine volle EMR (so steht es immer auf den Bescheiden) aber laut denen hab ich in 2019 keine Leistung erhalten, ja wer zahlt mir denn meine Rente.

Das wäre dann jetzt auch die einzigen Gründe die mir einfallen würden.

Und ja, wir kennen ja die Gründe weshalb die AfA auch bei Nathlosigkeitsfälle die zahlung bis zum sangt niemmerleinstag hinaus zögert.

Ich glaube auch das wir die genauen Gründe nicht heraus bekommen.


Grüße saurbier
 

Eavy

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Jetzt hätte ich noch eine Frage bezüglich der Abgabe meines ALG 1 Antrags.

Ich habe mich ja schon persönlich bei der AfA gemeldet, habe aber keinen schriftlichen Nachweis dafür, da mir der Antrag samt Unterlagen per Post gesandt wurden.
Den Antrag abgeben kann ich leider noch nicht, weil unvollständig (KK u. AG- Bescheinigung fehlt).

Bei der persönlichen Meldung sagte die SB zwar, der Antrag sei somit gestellt, und es wäre jetzt ganz egal wann ich ihn abgebe, aber - einen schriftlichen Nachweis habe ich nicht.

Wie könnte das weitere Vorgehen aussehen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 66500

Gast
Ich habe mich ja schon persönlich bei der AfA gemeldet, habe aber keinen schriftlichen Nachweis dafür, da mir der Antrag samt Unterlagen per Post gesandt wurden.
Wurde dir der Antrag auf Basis deines persönlichen Erscheinens zugesandt, bzw. danach dann? Dann sollte auf der ersten Seite im oberen Teil etwas von "Arbeitslosmeldung" mit Datum stehen.

Ist das nicht der Fall, kannst du dir eigentlich jederzeit bei der AfA eine Bestätigung geben lassen, wann du dich dort persönlich gemeldet hast.
 

Eavy

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Nein, der Antrag wurde mir per Post zugestellt nachdem ich mich telefonisch mit der Service-Hotline in Verbindung gesetzt hatte.
Darauf ist nur das Datum der telefonischen Meldung vermerkt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66500

Gast
Einmal schreibst du das du sich persönlich bei der AfA gemeldet hast und jetzt telefonisch? Kannst du das mal bitte aufklären? Und weiter oben schreibst du noch das du dich am 05.07. mit Beistand persönlich bei der AfA gemeldet hast.

Etwas verwirrend das Ganze 😲
 

Eavy

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Schritt 1 war die telefonische Meldung

Nach der telefonischen Meldung kamen die Unterlagen mit einem Termin (=Tag nach der Aussteuerung) bis zu dem ich mich spätestens persönlich bei der Afa melden soll.

Schritt 2 war die persönliche fristgerechte Meldung bei der Afa
 
G

Gelöschtes Mitglied 66500

Gast
Ah OK, verstehe. Die Service-Hotline ist eigentlich nur für eine "Arbeitssuchendmeldung" zu gebrauchen, zu oft versenden die Unsinn, oder auch mal gar nichts.

Normalerweise bekommt man bei dem persönlichen Erscheinen dann alle Unterlagen ausgehändigt, dann steht auch dort das Datum der ggf. telefonischen Meldung drauf, sowie das Datum des persönlichen Meldens, sowie ggf. das Datum "mit Wirkung zum". Warum dir der SB das nicht ausgehändigt hat, keine Ahnung.

Wenn du sicher gehen willst, dann kannst du den Antrag der dir zugesandt wurde nehmen und bei der örtlichen AfA das Datum der persönlichen Meldung eintragen lassen. Oder du lässt dir einen Ausdruck dort geben, wann du dich dort persönlich gemeldet hast.
 

saurbier

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Hallo Eavy,

also ich kann mich da nur vuzero anschließen.

Wenn du bei der KK ausgesteuert wurdest und dich deshalb im Anschluss bei der AfA meldest, solltest du es persönlich direkt vor Ort machen - sowie ich auch -.

Da wirst du von einem SB im System aufgenommen und erhälst von diesem eigentlich alle notwendigen Unterlagen direkt ausgehändigt (ALG-I mit Meldedatum und ab wann der Leistungsanspruch erstmals beginnen soll, ggf. Gesundheitsfragebogen incl. Schweigepflichtentbindungen sowie einer Infobroschüre und ggf. bereits ein Schreiben zum persönlichen Vermittler (SB) Termin).

All die ausgehändigten Unterlagen kannst du dann zuhause ausfüllen und solltest sie schon im eigenen Interesse der AfA schnellst möglich wieder zukommen lassen. Dies kannst du a) persönlich gegen Empfangsunterschrift machen oder b) per Einschreiben an die AfA schicken. Einschreiben deshalb damit du auch einen Zustellnachweis für deine Unterlagen hast. Denke bitte auch daran dir von allem immer Kopien für deine eigenen Unterlagen anzufertigen - falls es doch mal Probleme geben sollte.

Ganz wichtig ist eben der Meldebogen für deine Arbeitslosenmeldung, denn da steht oben vom SB eingetragen das Datum der persönlichen Arbeitslosmeldung vermerkt und direkt darunter mit Wirkung zum (z.B. 01.07.2019), also ab wann das ALG-I zu zahlen ist.

Da du ja bei der KK ausgeseuert wurdest, wird die AfA nun den Gesundheitsfragebogen incl. der Schweigepflichtendbindungen zum äD-Gutachter schicken, welcher entweder nach Aktenlage oder aber einer persönlichen Untersuchung entscheiden wird ob oder ob kein Fall nach § 145 SGB III (Nathlosigkeitsfall) vorliegt. Da das dauern kann, versucht die AfA zumeist die Zahlung des ALG-I mit der Begründung hinaus zu zögern, daß angeblich erst das Ergebnis der äD-Gutachtens vorliegen müsse, weil dies Leistungsrelevant wäre. Dem ist aber so keineswegs, denn das äD-Gutachten ist lediglich Vermittlungsrelevant aber keineswegs Leistungsrelevant. Hier kann man einer Zahlungsverzögerung mit einem Antrag auf § 328 SGB III entgegen wirken.


Eigentlich sollte die AfA sofern sie ihren eigenen Weisungen folge leisten würde, innerhalb 4 Wochen einen Leistungsbescheid erstellt haben. Nur leider klappt dies aus unterschiedlichen Gründen mitunter leider nicht. Dazu gehört eben auch, daß die Arbeitgeber selten unverzüglich die Bescheinung gemäß § 312 SGB III ausgefüllt zurück senden. Also solltest du wenn möglich/erforderlich da nachhaken.


Grüße saurbier
 

Eavy

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Danke saurbier,

Ganz wichtig ist eben der Meldebogen für deine Arbeitslosenmeldung, denn da steht oben vom SB eingetragen das Datum der persönlichen Arbeitslosmeldung vermerkt und direkt darunter mit Wirkung zum (z.B. 01.07.2019), also ab wann das ALG-I zu zahlen ist.
Und nachdem das eben nicht eingetragen war, bin ich heute direkt nochmal zur Afa gefahren und hab mir eine schriftliche Bestätigung geholt.

MfG Eavy
 

saurbier

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Hallo Eavy,

Sorry aber was bitte heißt eine schriftliche Bestätigung geholt, wofür.

In deinem schriftlichen ALG-I Antrag muß doch vom SB vermerkt sein, wann du den gestellt hast und ab wann der Leistungsanspruch beginnen soll.

Wozu jetzt eine schriftliche Bestätigung.


Grüße saurbier
 

Eavy

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Hallo saurbier,

das hab ich mir auch gedacht, die Bestätigung hat mir die Empfangsdame ausgedruckt, nachdem ich eine schriftliche Bestätigung über meine persönliche Meldung verlangt habe.
Den Antrag habe ich vorgelegt, auf den hat sie aber nichts vermerkt.
Auf dem ausgehändigten Ausdruck steht, dass ich persönlichen Kontakt hatte mit wem (Name d. Sb) mit Datum und Uhrzeit Und Stempel.

Außerdem steht da noch:
Kein Verdachtsfall §145 und, dass ich für leichte Tätigkeiten entsprechend des Ärztlichen Gutachtens zur Verfügung stehe.

UND

Dass von mir eine schriftliche Bestätigung von meinem AG zum ALG-Antrag beifügt wird, auf dem er bescheinigt, dass eine Umsetzung nicht möglich sei.

MfG Eavy
 
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