ALG 1 Fiktive Berechnung, zählt bei den Qualifikationsgruppen wirklich keinerlei Berufserfahrung oder zumindest eine Gruppenleitende Funktion? (1 Betrachter)

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iwis

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Hallo liebe Mitlesenden,

kurze Vorgeschichte, ich (Frau) 52 Jahre, 35 Jahre berufstätig

Ausgesteuert 02.01.2019
ALG 1 ab 03.01.2019
fiktive Berechnung von ALG 1 (da keine 150 Tage zusammenkommen)

soweit, so gut ( bzw. eher nicht gut)

Nach §152 SGB III wurde ich der Qualifikationsgruppe 3 zugeordnet (eine abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf)


Nun zu meiner Frage:

Meine zuletzt ausgeübte Tätigkeit, habe ich in 28 Jahren Berufserfahrung erarbeitet und zudem die "leitende" Funktion.
Ist es wirklich richtig, das ich trotzdem nur in die Qualigruppe 3 eingestuft werde?

Ich bin für alle Tips, Richtung Aufbesserung meines schmalen ALG 1, dankbar.

Durch die fiktive Berechnung, liegt die Höhe meines ALG 1, bei knapp 50% des Krankengeldes :(

LG iwis
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Meine zuletzt ausgeübte Tätigkeit, habe ich in 28 Jahren Berufserfahrung erarbeitet und zudem die "leitende" Funktion.
Ist es wirklich richtig, das ich trotzdem nur in die Qualigruppe 3 eingestuft werde?
Die benötigte Qualifikation der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zählt und nicht die absolvierte Ausbildung.

Das ergibt sich aus dem Wortlaut des
„Arbeitslose der Qualifikationsgruppe zuzuordnen, die der beruflichen Qualifikation entspricht, die für die Beschäftigung erforderlich ist, auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für die Arbeitslose oder den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.“

Du bist ausgesteuert?
Nahtlosigkeit?

152.2.1
„(2) In Nahtlosigkeitsfällen ist die für die letzte Beschäftigung erforderliche Qua- lifikationsgruppe zugrunde zu legen. Einschränkungen des Leistungsvermö- gens bleiben unberücksichtigt.“


Hinweis:
Wichtig in dem Zusammenhang sind die „Feinheiten“.
Es muss also klar sein, dass für den von Dir ausgeübten Beruf die höherwertige Qualifikation erforderlich ist!

Und natürlich musst Du entsprechend in der Vermittlung für die Tätigkeit sein.
 

iwis

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Hallo RobbiRob,

vielen Dank für Deine Unterstützung.

...auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für die Arbeitslose oder den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.“
Hier schon das erste Problem.

Ich hatte erst 1x einen Termin bei einer SB der AfA. Diese hat mich einfach als Fachkraft Büro eingeordnet, weil sie sonst nichts passendes finden konnte und mit der Bemerkung (mündlich), ich wäre nach meiner Erkrankung ja nicht mehr in der Lage meinen bisher Beruf auszuüben.
Ich habe aber zu meinem Gesundheitsstand überhaupt keine Angaben gemacht. Lediglich das ich ausgesteuert wurde und mich mit meinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stelle.

Nach einigem hin und her, schrift. Antrag auf vorl. Bewilligung und unter Androhung einer UTK, erfolgte der vorl. Bewilligungsbescheid am 04.02.2019 rückwirkend zum 03.01.2019

Da fiel ich aus allen Wolken als ich den, mir angeblich zustehenden Betrag sah.

Daraufhin habe ich am 04.02.2019 schriftlich Anfrage bei der AfA gestellt:
hiermit erbitte ich Auskunft darüber, worauf Sie die Höhe des Bemessungsentgelts begründen

Antwort 08.02.2019
"Sie bitten um Mitteilung, auf welcher Grundlage die Errechnung des Arbeitslosengeldes beruht.
Berücksichtigt wird eine Bemessung nach Qualifikationsgruppen, die in 4 Stufen eingeteilt sind. Für Antragsteller mit einem Ausbildungsberuf wird die - Qualifikationsstufe 3
angewendet. Die Qualifikationsstufe 3 betrifft Menschen mit einer Berufsausbildung."

Den Termin beim ÄD war am vergangenen Dienstag, GA Teil A+B werde ich dann anfordern.

Nahtlosigkeit liegt meiner Meinung nach vor, habe aber dahingehend noch nichts schriftlich.

Meine Widerspruchsfrist zum vorläufigen Bewilligungsbescheid ( § 328 Abs.1 Satz 1 Nr.3 SGB III ) wäre spätestens bis zum 06.03
(Briefkopf 01.02 Poststempel 05.02 eingegangen 07.02 )

...Und natürlich musst Du entsprechend in der Vermittlung für die Tätigkeit sein.
Na ja, die SB sah das anders.

Wie sollte ich jetzt weiter vorgehen?

LG iwis
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Diese hat mich einfach als Fachkraft Büro eingeordnet, weil sie sonst nichts passendes finden konnte und mit der Bemerkung (mündlich), ich wäre nach meiner Erkrankung ja nicht mehr in der Lage meinen bisher Beruf auszuüben.
Das ist das Problem.


Mit Hinweis auf deren eigene Anweisungen auf Änderung bestehen, da bei Dir ja Nahtlosigkeit besteht, ist es irrelevant was Du nur noch könntest.


152.2.1
„(2) In Nahtlosigkeitsfällen ist die für die letzte Beschäftigung erforderliche Qua- lifikationsgruppe zugrunde zu legen. Einschränkungen des Leistungsvermö- gens bleiben unberücksichtigt.

Klarer gehts doch gar nicht ;-)
 

iwis

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vielen Dank RobbiRob,

meinst Du nicht, es wäre sinnvoller auf das GU vom ÄD zu warten? So lange wird das doch nicht auf sich warten lassen, denke ich.

Wenn ich dessen Andeutungen richtig interpretiere, sieht er mich im Moment unter 3 Std.


Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt sich am Horizont :cautious:

Ich melde mich sicher wieder wenns was neues gibt

LG iwis
 
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Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ja, wenn Du auf die Fristen achtest, sollte das okay sein.

Dauert dann nur entsprechend länger mit der Neuberechnung des Alg1.
Wenn das kein Problem ist ......
 

iwis

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Kein Problem ist übertrieben...solange es nicht Monate werden ;)

Ich war am Dienstag beim ÄD und warte jetzt bis nächste Woche Mittwoch , wenn dann noch nichts neues vorliegt, werde ich den Widerspruch einlegen

Du wirst es hier erfahren :whistle:

vielen Dank
LG iwis
 

BerndB

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Ich könnte mir vorstellen, dass die Eingruppierungsregelung für Nahtlosigkeitsfälle erst dann angewandt wird, wenn die Nahtlosigkeit durch den AfA-Arzt bestätigt ist. Denn eine "Rückabwicklung" einer solchen Einstufung ist vermutlich nicht vorgesehen? Aber die von RobbiRob angesprochene Regelung hat die SB sicher übersehen, sodass die empfohlene Reaktion notwendig ist.
 

iwis

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Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Mithilfe

ich bin auch der Meinung, das ich erst auf das GA vom ÄD warten muss, um entsprechend den Widerspruch zu formulieren.

Auf eine Woche mehr oder weniger kommts jetzt nicht an.

LG iwis
 
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