ALG 1 bei Gründung einer GmbH (2 Betrachter)

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meinCtutW

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Hallo miteinander,

ich habe zum 31.01.2018 mein Arbeitsverhältnis gekündigt. Das Arbeitsverhältnis bestand mehr als fünf Jahre und somit hätte ich Anspruch auf 12 Monate ALG 1. Ich weiß natürlich, dass ich eine Sperrzeit bekommen werde.

Geplant ist, dass ich Anfang des Jahres mit jemanden ein Unternehmen gründen werde (direkt GmbH). Es wird so sein, dass ich weniger Anteile am Unternehmen haben werde als mein Partner (~ 20/80) - die Gründe haben etwas mit der Historie des Start-Ups zu tun. Ich werde aktiver Gesellschafter sein, aber nicht Geschäftsführer.

Soweit ich das verstanden habe, habe ich ja grundsätzlich ALG 1 Anspruch, solange das Unternehmen keinen Gewinn ausschüttet bzw. keine Gehälter zahlt. Ich habe also vor, bis es soweit ist, von meinem Arbeitslosengeld zu leben.

Meine Fragen:
- muss ich mich trotzdem permanent bewerben um meinen ALG 1 Anspruch nicht zu verlieren obwohl ich aktiv an einer Gesellschaft mitwirke? Also: muss ich trotz der Gründung dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?
- Wie sieht es mit dem Gründerzuschuss aus, bei den aktuellen Vorausstezungen? Den Businessplan würden wir von der IHK oder von einer Bank absegnen lassen.

Ich danke euch!

Gruß
meinCtutW
 

vidar

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Moin @meinCtutW,
Geplant ist, dass ich Anfang des Jahres mit jemanden ein Unternehmen gründen werde (direkt GmbH).
Direkt GmbH ist mir unbekannt. Ich denke aber du meinst die „normale“ GmbH. Alternativ gäbe es für euch auch noch die UG (haftungsbeschränkt) als s.g. Mini-GmbH, sofern die Eigenkapitalquote gering sein sollte.

Inwieweit du während deiner Selbständigkeit auch Leistungen von der AfA erhalten kannst, solltest du direkt dort besprechen. Ich würde ggf. versuchen hier einen Gründungszuschuss zu bekommen. Hierfür gibt es aber einige Voraussetzungen, die du bstimmt einhalten müsstest. Es könnte z.B sein, dass du bereits eine gewisse Zeit als Arbeitssuchend gemeldet sein müstest.

Weitere Infos: mediafon - der Ratgeber Selbstständige - Selbstständig und Arbeitslosengeld I und https://www3.arbeitsagentur.de/web/...er/ArbeitundBeruf/Existenzgruendung/index.htm
 

BerndB

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Soweit ich das verstanden habe, habe ich ja grundsätzlich ALG 1 Anspruch, solange das Unternehmen keinen Gewinn ausschüttet bzw. keine Gehälter zahlt.

Auszug aus § 138 SGB III Arbeitslosigkeit:

§ 138 SGB III
(1) Arbeitslos ist, wer Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer ist und
1. nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht (Beschäftigungslosigkeit),
2. ...
3. den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht (Verfügbarkeit).​
(2) ...
(3) Die Ausübung einer Beschäftigung, selbständigen Tätigkeit, ... schließt die Beschäftigungslosigkeit nicht aus, wenn die Arbeits- oder Tätigkeitszeit (Arbeitszeit) weniger als 15 Stunden wöchentlich umfasst ...

Da steht nichts von der Höhe des Einkommens, sondern nur vom Umfang der Beschäftigung/Selbstständigkeit. Glaubst du, am 01.02.2017 arbeitslos/ohne Beschäftigung zu sein?

Nachtrag:
Lies mal hier zur Gründung einer GmbH bei unterschiedlichen Anteilen. Speziell Fall 1. Ist aus dem Jahr 2009. Könnte aber heute noch gelten.
 

Ozymandias1

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Bei ALG1 solltest du evtl. den Gründungszuschuss beantragen. Ist leider nur noch eine Ermessensleistung.

Ob das mit der GmbH als Rechtsform klappt weiß ich nicht, könnte schwierig werden. Aber solltest du mal genauer überprüfen.
 
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