ALG 1 - Anspruch - Höhe - Dauer - und weitere Fragen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

manila01

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2012
Beiträge
19
Bewertungen
0
Hallo,

ich habe ein paar Fragen zum Thema ALG1:

1. ich bin seit 17.10.2012 erwerbslos. AL-Meldung erfolgte direkt am ersten Tag. Man hat mir Merkblätter und einen Termin mitgegeben. Kein Wort zum Thema ALG 1

Heute Termin auf AA gehabt. Antrag auf ALG 1 hatte ich schon früh in den Briefkasten geschmissen. Laut AA ist der Antrag nicht angekommen. Man hat mir jetzt erst einen neuen Termin gegeben für die Berechnung der Höhe ALG1.

Kann ich irgendwas tun, um das jetzt zu beschleunigen? Frau war Zeuge, dass ich den Antrag in den Kasten geschmissen hatte.

2. Höhe ALG 1

Habe von 14.06.2012 bis 16.10.2012 gearbeitet. Monatsverdienst ca. 1440 Brutto.
Davor war ich Azubi - 2 Jahre - 624 Brutto.

Wie hoch wird mein ALG1 sein und wie lange Zahlen sie es aus?

Kriege ich für die Zeit ab dem 17.10 eine Nachzahlung?


Danke für die Hilfe!
 
E

ExitUser

Gast
Dann ist der Antrag irgendwo in der Arbeitsagentur verschütt gegangen. Ehe du lange Diskussionen darüber führst: laß dir ein neues Antragsformular geben (Antrag auf ALG ist leider nicht online verfügbar), fülle das erneut aus und reiche es neu ein. Am besten diesmal gegen Bestätigung.

Falls du die Arbeitsbescheinigungen deiner letzten Arbeitgeber noch nicht hast, besorge sie dir umgehend.

Da du dich am 17. Oktober persönlich gemeldet hast und auch ab dem Tag arbeitslos warst, muß ALG ab diesem Tag gezahlt werden.

Bemessungsentgelt ist das durchschnittliche Entgelt der letzten 12 Monate. Für die Höhe des ALG gibt es ein Berechnungsprogramm auf der Internetseite der Arbeitsagentur. Da du 24 Monate Beitragszeit zusammen hast, müßte dir ALG für bis zu 12 Monaten zustehen.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.329
Bewertungen
4.036
Da du 24 Monate Beitragszeit zusammen hast, müßte dir ALG für bis zu 12 Monaten zustehen.
Richtig! Und wenn man es schlau hindreht und nach 10 Monaten immer noch Arbeitslos ist, dann ein 4 Monatige Weiterbildung aufschwatzen lassen. Dann erhälst du bis Maßnahmeende weiter dein ALG 1. War bei mir so !
 

Holger01

Elo-User*in - temp. eingeschränkt
Mitglied seit
26 Januar 2012
Beiträge
1.399
Bewertungen
564
Wobei es nicht um die Zeit bis Maßnahmeende geht!

Vielmehr ist es so, dass auf je 2 Tage Maßnahme nur 1 Tag Alg1-Anspruch verrechnet wird.
 

manila01

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Oktober 2012
Beiträge
19
Bewertungen
0
Hallo,

Die Arbeitsagentur hat mir nur den "Verdienstauskunftszettel" für den letzten Arbeitgeber gegeben. Die Ausbildung fand woanders statt.

Muss ich dem Ausbildungsbetrieb auch so ein Auskunftsblatt schicken, oder reicht es, wenn ich die Verdienstbescheinigungen mitbringe?
 
E

ExitUser

Gast
Der "Verdienstauskunftszettel" war vermutlich die Arbeitsbescheinigung gemäß § 312 SGB III. Du brauchst ausgefüllte Arbeitsbescheinigungen für die letzten 5 Jahre vor dem Ende der jetzigen Beschäftigung. Bei dir also sowohl für die Beschäftigung im Ausbildungsbetrieb als auch für die im letzten Betrieb. Der jeweilige Arbeitgeber ist zur Ausstellung dieser Bescheinigung gesetzlich verpflichtet.

Bei dir wird leider das niedrigere Ausbildungsentgelt teilweise mit in die ALG-Berechnung eingehen.

Du kannst diese Formulare samt Erläuterungen hier herunterladen:
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A07-Geldleistung/Publikation/V-Alg-Arbeitsbescheinigung.pdf
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Vordrucke/A07-Geldleistung/Publikation/V-Alg-Arbeitsbescheinigung-Hinweise.pdf

Die Arbeitgeber müssen diese Bescheinigungen ausgefüllt an dich schicken. Du kontrollierst auf Richtigkeit (vor allem, ob die Gründe zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses richtig angegeben wurden und ob das Gehalt stimmt) und reichst das dann an die Arbeitsagentur weiter. Du mußt also auch den Ausbildungsbetrieb deswegen anschreiben.

Wenn das alles zu lange dauern sollte, könntest du auch daran denken, eine vorläufige ALG-Leistung zu beantragen. Dabei könntest du dein Arbeitsentgelt anhand der Lohnabrechnungen nachweisen. Das ersetzt aber nicht die Arbeitsbescheinigungen.
 
Oben Unten