ALG 1 - An wen muss ich mich zur Ersattung der Fahrtkosten zu einer Maßnahme wenden? Träger oder AfA? (Datenschutzerklärung nicht unterschrieben)

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Also nochmal vorweg: Der Normalfall ist klar. Ich würde die Fahrtkosten vom Träger der Maßnahme erhalten. Hier ist aber ein Sonderfall.

Hallo,

ich habe innerhalb ALG 1 an einer Maßnahme bei einem externen Träger teilgenommen.
Ich habe vorab beim AfA schriftlich angefragt, ob ich Fahrtkosten erhalte. Antwort: "Ja, werden direkt vom Träger erstattet."

Zu Beginn der Maßnahme sollten alle Teilnehmer ein Dokument unterschreiben, dass dem Träger erlaubt, Daten an die AfA zu übermitteln. (Sowas, was es häufig bei Ärzten auch gibt.)

Es stand dick und fett drauf "freiwillig", aber mündlich wurde gesagt, dass man unterschreiben muss.

Stand für mich im Widerspruch. (Unterschreibe bei Ärzten das auch nie, weil überflüssig.) Hier wohl auch überflüssig. Muss ja Gesetzesgrundlagen für die Datenübermittlung geben.

Kann ja nicht sein, dass die auf meine Mitwirkung angewiesen sind.
Habe also nicht unterschrieben.

Trotzdem weiter an der Maßnahme teilgenommen, nur wurde meine Anwesenheit nicht dokumentiert, wegen der fehlenden Unterschrift.
Der Träger erstattet mir jetzt die Fahrtkosten nicht, weil er keine Aufzeichnungen über meine Anwesenheit gemacht hat.

Die AfA erstattet mir die Fahrtkosten nicht, weil sie keine Info des Trägers bekommen hat, dass ich teilgenommen habe.
Habe bei der AfA jetzt um einen widerspruchsfähigen Bescheid gebeten.

Tipps zum weiteren Vorgehen? Wie bekomme ich den Träger dazu Auskunft zu erteilen, dass ich anwesend war? (Ist noch nicht ewig her, die Kursleiter haben mich ja gesehen.)

Danke euch!
 

Nena

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Die Fahrtkosten zahlt nicht der MT sondern die AfA. Dazu braucht sie Angaben des MT (über die Anwesenheit). Du möchtest nicht, dass der MT ans AfA Daten weitergibt. Sie haben sich dran gehalten - auch nicht recht?

Ist jetzt so. Deine Entscheidung.
 
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Gelöschtes Mitglied 41016

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Im notwendigen Umfang ist die Datenübermittlung auch ohne Einwilligung erlaubt.
Hier wird die Fahrtkostenerstattung mal wieder genutzt missbraucht, um eigentlich freiwillige Einwilligungen zu erzwingen.
 

Sonne11

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Der Träger erstattet mir jetzt die Fahrtkosten nicht, weil er keine Aufzeichnungen über meine Anwesenheit gemacht hat.
Hallo!
Dann könnte man gleich anfragen, ob Betrug oder was auch immer vorliegt, wenn ein Träger die Anwesenheit nicht dokumentiert, aber trotzdem auf irgend einem Wege, Geld für Teilnehmer bekommt? Oder macht Träger das aus Nächstenliebe?

Wie rechnet er ab? Was muss er dokumentieren? Dass muss ein MT auf Anfrage schon erklären, er ist nur ein Dienstleister.

Selbstverständlich, muss ein Träger seine Teilnehmer dokumentieren, da er sogar in Not geraten könnte, wenn ein Teilnehmer morgens anwesend ist und dann aber am nächsten Tag tot im Aufzugsschacht gefunden wird.

Ob, wer und wie Fahrkosten erstattet werden, muss in einer bestimmten und vollständigen EGV oder Zuweisung/Angebot stehen. Und das zählt! Wenn Träger sich weigert, dann sich an den Auftraggeber wenden: AfA

Gehe der AfA so lange auf die Nerven, bis sie die Angelegenheit geklärt haben. Lasse Dich nicht zum Spielball machen. Wer beauftragt, hat alles zu klären und für Einhaltung zu sorgen.

Der MT will sich sicher das F.-Geld einbehalten. Kenne ich seit Jahren von der DAA. Die machen das gerne mit TN und unterstellen fehlende Fahrkarten, Anwesenheit oder sonstiges um ganz sicher, nach meiner Meinung nach, die paar Kröten für sich zu behalten. Die DAA flippt auch total aus, wenn man sie dann anspricht und sie alles nachweisen und klären müssen. Wehrt sich ja fast keiner.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
MT hat ja aber die Anwesenheit gar nicht notiert, könnte sie also der AfA ggü. gar nicht bestätigen.
Das ist das Problem von AfA und MT.

Fakt ist: Die AfA hat den TE zur Maßnahme verdonnert, also hat auch die AfA die Kosten zu tragen.

Es stand dick und fett drauf "freiwillig", aber mündlich wurde gesagt, dass man unterschreiben muss.
Bei datenschutzrechtlichen Einwilligungen gibt es kein "muss", denn dieses würde direkt zur Unwirksamkeit der Einwilligung führen, siehe § 51 Abs. 4 BDSG.
 

315

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Bei datenschutzrechtlichen Einwilligungen gibt es kein "muss", denn dieses würde direkt zur Unwirksamkeit der Einwilligung führen, siehe § 51 Abs. 4 BDSG.
Das war mir klar, daher hab ich auch nicht unterschrieben.
Wenn der MT daraus jetzt eine Unterlassung der Dokumentation ableitet, soll es nicht mein Problem sein.

Habe inzwischen ein Teilnahme-Zertifikat des MT erhalten und selbst an die AfA weitergeleitet mit Bitte um Fahrtkostenerstattung.
Mal sehn wies weitergeht.
 

Krizzo

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Die Fahrtkosten zahlt nicht der MT sondern die AfA. Dazu braucht sie Angaben des MT (über die Anwesenheit). Du möchtest nicht, dass der MT ans AfA Daten weitergibt. Sie haben sich dran gehalten - auch nicht recht?

Ist jetzt so. Deine Entscheidung.

Was stimmt bei dir nicht? Warum so aggressiv und unsachlich? Es geht nicht darum, dass die Daten nicht übermittelt wurden, sondern gar nicht erst AUFGEZEICHNET wurde, ob 315 anwesend war.
 
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