Aktuelle Arbeitsstelle gefällt nicht / steht mir ALG1 zu? (1 Betrachter)

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Nynmi

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Hallo, ich bin grad ein wenig verzweifelt.
Ich habe erfolgreich meine berufsbegleitende Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher zum 31.01.2020 abgeschlossen. Leider wurde ich nicht übernommen.
Mir wurde daraufhin ALG1 von knapp 1000,- Euro bewilligt.
Mitte Februar habe ich dann eine neue Anstellung zum 01.03.2020 als Erzieher gefunden. Also im Februar habe ich ALG1 in Anspruch genommen.

Das Problem ist nun, dass mir die neue Stelle überhaupt nicht zusagt und ich überlegt zu kündigen.
Ich weiß das ich erst ein paar Tage nun dort bin und alles seine Zeit benötigt und dies werde ich auch versuchen, aber wenn ich nach zwei Wochen noch immer nicht gefällt?
Ich habe seit Sonntag nicht mehr richtig geschlafen aufgrund dessen.

Nur was passiert wenn ich wirklich nach so kurzer Zeit kündigen sollte.
Bekomme ich dann trotzdem eine Sperrfrist? Ich meine man muss ja erstmal testen ob das Verhältnis von beiden Seiten passt.
Hätte ich überhaupt Anspruch auf ALG1? Da ich ja im Februar bereits ALG1 erhalten habe und man muss ja die letzten 12 Monate ohne Unterbrechung in einer sozialpflichtigen Beschäftigung gewesen sein.
Oder wird es dann so gesehen, dass ich die Stelle nur als "Test" probiert habe und ich wieder wie ich im Februar bewilligt bekommen habe die knapp 1000,-Euro?
Diese aktuelle Stelle (die mir leider nicht gefällt) habe ich mir auch selbst gesucht. Also sie war kein Vermittlungsvorschlag der Agentur für Arbeit.

Ich hoffe natürlich sehr, dass ich in den nächsten Tagen/Wochen doch noch umgestimmt werde und ich dort ankomme und mich zu Hause fühlen kann, aber falls dem nicht so ist würde ich schon gerne nach 2-4Wochen kündigen wollen. Wie schon gesagt ich habe seit Sonntag nicht mehr richtig geschlafen und mein Appetit liegt auch bei 0.
Das eigene Wohlbefinden und Gesundheit ist doch immer noch das wichtigste.

Ich danke Euch schon mal für Tipps und Hinweise.
 

HermineL

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Hallo @Nynmi

Bitte überlege dir noch eine aussagekräftige Überschrift, am besten verbunden mit einer Frage. Du kannst deinen Beitrag insgesamt eine Stunde lang nach Erstellung bearbeiten.

Ein ganzer Satz mit eine vollständigen Frage und ohne Abkürzungen ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel 11.
"Aktuelle Arbeitsstelle gefällt nicht / steht mir ALG1 zu?" ist jedenfalls keine aussagekräftige Überschrift.

Im Editor der Überschrift findest du zudem auch den Hinweis:
Themen-Überschrift, bitte den Themeninhalt (nicht zu) kurz beschreiben
Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:
 

Antihartzer19

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@ Nynmi
Wenn Deine Gesundheit nicht mitspielt kündigt man nicht sondern geht zum Arzt und ist AU.
Da weniger als 4 Wochen dabei würdest Du erst einmal Krankengeld bekommen.
Kündigst Du nur so bekommst DU auch nach so kurzer Zeit eine Sperre.
Hast Du ein ärztliches Attest dazu kannst Du kündigen ohne eine Sperrzeit zu riskieren.
 

Silvia123

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Erzieher werden überall händeringend gesucht.

Wenn es Dir bei diesem Arbeitgeber überhaupt nicht gefällt: Bewerbe Dich! Wenn Du eine Zusage zu einem Gespräch bekommst frage ob Du 1 oder 2 Tage hospitieren kannst. So bekommt man schon ein besseres Gefühl für den Arbeitsplatz. Und, achte im Vorfeld darauf was Du gar nicht ab kannst bzw. was Du gerne arbeiten würdest, z.B. Alter der Kinder usw..

Dann noch nach Möglichkeit bei einem großen Träger, denn dort hast Du auch die Möglichkeit intern zu wechseln. Wie @Antihartzer19 schreibt: Auf keinen Fall selbst kündigen ohne etwas anderes zu haben, das gibt immer eine Sperre.
 

Fox29

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Hätte ich überhaupt Anspruch auf ALG1? Da ich ja im Februar bereits ALG1 erhalten habe und man muss ja die letzten 12 Monate ohne Unterbrechung in einer sozialpflichtigen Beschäftigung gewesen sein.
Du wirst bei einer Eigenkündigung ohne wichtigen Grund (z.B. ärztliche Empfehlung) zunächst eine 12-wöchige Sperrzeit erhalten. Dein restlicher Anspruch bleibt aber bestehen, d.h. du bekommst das gleiche Alg wie im Februar. Wie lange du Leistungen bekommst, hängt von deiner ursprünglichen Anspruchsdauer ab.
 

Lucky Luke

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...Das Problem ist nun, dass mir die neue Stelle überhaupt nicht zusagt und ich überlegt zu kündigen.
Ich weiß das ich erst ein paar Tage nun dort bin und alles seine Zeit benötigt und dies werde ich auch versuchen, aber wenn ich nach zwei Wochen noch immer nicht gefällt?
Ich habe seit Sonntag nicht mehr richtig geschlafen aufgrund dessen...
Hallo Nynmi,

gib' dem neuen Arbeitsplatz - und vor allem auch dir - doch zunächst mal eine Chance! Nach 2 Tagen kann man doch noch überhaupt noch nichts sagen (auch wenn du das jetzt vllt. anders siehst).

Ich vermute mal, dass es evtl. ein Problem mit eine*r Vorgesetzte*n sein könnte? Ein solches hatte nämlich vor kurzem eine Nichte von mir (auch Erzieherin) in ihrer neuen Kita... Ihre Chefin ist Ü50 und hat eine ganz andere Ausbildung (mit ganz anderen Vorgaben und Werten wie heute...) absolviert, eigentlich ein klassisches "Generationenproblem".

Nachdem sich meine Nichte aber ein Herz gefasst hatte und das ganz offen (und höflich) mit der Dame angesprochen hatte, läuft es jetzt aber ganz gut. Auch aus meiner eigenen Erfahrung (ebenfalls Ü50...) kann ich dir sagen, dass es IMMER hilft, Probleme an- und auszusprechen - in aller Regel sind Probleme lösbar, wenn man miteinander REDET.

Wenn nicht, kannst du immer noch deine Konsequenzen ziehen, aber gib' nicht gleich auf.

Alles Gute für dich, LG Lucky Luke
 

Birgit63

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Such dir einen neuen Arbeitsplatz und kündige dann. Jetzt nach 3 Tagen!!!! schon zu kündigen, finde ich nicht angebracht. Vielleicht brauchst du auch nur eine längere Anlaufzeit. Macht sich im Übrigen auch in deinem Lebenslauf nicht gut. Wer schon nach 3 Tagen kündigt, hat kein Durchhaltevermögen.
 

Silvia123

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Wenn das öfter passiert und man nicht draus lernt, sicher!

Andererseits kann man auch mal Pech haben oder es passt schlichtweg nicht. Wenn ich da zurück denke an die letzten 12 Jahre bei meinem Arbeitgeber, was da alles vorgefallen und gelaufen ist wird mir ganz anders.

Wichtig ist sich ggf, gut Gedanken zu machen was man einem neuen Arbeitgeber sagt.

Gerade im sozialen Bereich geht es sehr oft um Macht. Dann je nach Stelle sind die Vorgaben zu beachten, die muss man auch erst mal kennen lernen. Im Grunde kann nur der Themenstarter selbst beurteilen was da los ist und es für sich richtig einschätzen.

In einem Job auszuharren wo es einem täglich graust da hin zu gehen macht krank. Also gut alle Seiten betrachten, abwägen und vernünftig agieren. Und, für die Zukunft lernen auf was man besser achten sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:

SchalkerJunge

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Ich würde erstmal die Zähne zusammen beißen und bei der neuen Stelle bleiben. Wenn es wirklich nicht Dein Ding ist, dann kannst Du dich ja nach einer andere Stelle umsehen und bewerben.

Es sieht immer besser aus, wenn man sich aus einer aktiven Stelle heraus bewirbt, denn Lücken im Lebenslauf lassen sich schwer verheimlichen.

Eventuell gefällt es Dir nach einen Monat eventuell doch, also nicht voreilig handeln.
 

Nynmi

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Vielen Dank an alle für das viele Feedback.
Ich werde auf jeden Fall noch weiter durchhalten, nur wenn die Gesundheit drunter leidet macht es ja keinen Sinn.
Mal schauen wie es in ein paar Wochen ausschaut.

Man macht sich halt nur so viele Gedanken und aufgrund dessen kann ich bestimmt auch nicht mehr richtig schlafen.
Es gibt selbstverständlich auch positive Dinge zu nennen von der neuen Arbeitsstelle. Ist ja nicht so, dass mir alles nicht gefällt. Aber vielleicht ist das so rübergekommen.

Positiv ist z.B. folgendes:
---------------------------------
--> die neue Arbeitsstelle ist sehr gut erreichbar (fahre da nur ca. 30 Minuten hin)
--> es ist genau das Alter welche Kinder ich betreuen möchte (Grundschule)
--> die Kollegen sind alle super nett (zumindest die meisten)


Negativ ist z.B. folgendes:
-----------------------------------
--> das Gehalt ist unter Tarif (aufgrund Privatschule die halt nicht mehr zahlen und ja das wusste ich vor dem Unterschreiben des Vertrages)
--> ich soll Unterricht in Englisch und Digitale Medien in der Klasse geben (ich bin aber Erzieher und kein Lehrer)
--> die Strukturen an der Schule sagen mir nicht zu (zumindest noch nicht)
--> momentan komme ich noch nicht so an die Kinder ran in bestimmten Situationen entgleiten die mir (gehört aber vielleicht auch nur zur Testphase)
--> das Gebäude erschlägt mich es ist verdammt groß. komme mir manchmal vor wie in nem Krankenhaus (von den fluren her etc)
--> im Gegenzug ist mein Hortraum für die ganze Klasse aber viel zu klein (für die Hälfte der Klasse wäre es ausreichend)

Das sind jetzt nur Punkte die mir spontan eingefallen sind.
Aber wie gesagt, ich werde mal die nächsten Wochen abwarten.
 
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