destina

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Extern betreute Arbeitslose fallen raus
StatistikÀnderung lÀsst 200.000 Arbeitslose verschwinden

zuletzt aktualisiert: 26.05.2009 - 08:07

DĂŒsseldorf (RP). Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird dieses Jahr dank einer statistischen Änderung um mindestens 190.000 geringer ausfallen als nach der bisherigen Berechnung. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) hervor, die unserer Redaktion vorliegt.
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Wer seinen Job verliert, hat erstmal wenig Zeit zum Nachdenken. Viel ist zu erledigen, damit es keine Probleme mit dem Arbeitslosengeld und Versicherungen gibt. Eine Checkliste:
Arbeitslos - was tun?

Demnach gab es im April 2009 nach vorlĂ€ufigen Daten 189.000 Arbeitslose, die von externen TrĂ€gern betreut werden. Infolge der steigenden Arbeitslosigkeit dĂŒrfte die Zahl der extern Betreuten in den kommenden Monaten weiter steigen, heißt es bei der Bundesagentur fĂŒr Arbeit.

Seit Anfang Januar gelten Arbeitslose, die nicht mehr von der örtlichen Arbeitsagentur, sondern von privaten Vermittlern und TrÀgern betreut werden, nicht mehr als arbeitslos.

Guckst Du
 

nine82

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Vieleicht ist es auch ganz umgekehrt.... macht ihr umfragen?
Vieleicht gibt es weniger Arbeitslose und die wollen uns nur einen vom pferd erzĂ€hlen auf das wir nicht auf die idee kommen etwas fĂŒr uns Ă€ndern zu können und es wĂŒrde auch nicht zur "Wirtschaftkrise" passen.
Vieleicht beschönigen die die Statistiken um toll dazustehen, genaues wissen wir nicht und können es auch nicht nachprĂŒfen oder rennt ihr durch die stĂ€dte und dörfer und zĂ€hlt die arbeitslosen?
Debatieren drĂŒber hilft nicht viel ehrlich gesag ich find, um endlich die wahrheit rauszufinden, sollte man das irgendwie mal ĂŒberprĂŒfen können, genauso wie andere dinge sollten ĂŒberprĂŒfbar sein fĂŒr die bĂŒrger find ich.
Wie schon im tread hier gesagt "Trau keiner statistik......."
 

mercator

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Ja und vielleicht dreht sich die Sonne auch um die Erde ... :icon_neutral:
 

Sybilla

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Arbeitsmarkt Juni 2009:

Mitten in der Krise meldet die BA sinkende Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich gesunken, oder wird das sinken der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik suggeriert?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen

Arbeitslose:

Zumindest fĂ€llt die FrĂŒhjahrsbelebung am Arbeitsmarkt 2009 erheblich geringer als ĂŒblich aus. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sinkt im Juni 2009 nur um 48.048 Personen auf 3.409.980 Personen (Mai 3.458.028 April 2009 3.584.798). Allerdings befanden sich Im Monat Juni 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Darunter sind 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.211 (Mai 174.794 Personen) an.

LeistungsempfÀnger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.842.588 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.931.613
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.809.586

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im Februar noch 388.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen


Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 31.000 auf 3.495.000 an (Seite 59 BA Bericht Juni 2009)


Kurzarbeit:

Ein ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (letzte Zahl in der Zahlenreihe MĂ€rz 2009 1.246.618 BA Bericht Juni 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juni 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“


Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Juni 2009 befanden sich 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Juni 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 326.798 Personen (Seite 83 BA Bericht Juni 2009)

6.033.002 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II ist das wirklich ein Erfolg?

----------------------------

Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig.


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF)

EnthĂŒllungsbuch ĂŒber Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verĂ€ndert haben.

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-LĂ€ndern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - GeldabhĂ€ngig - Die TĂŒcken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in EinzelfĂ€llen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhĂ€lt Bafög, um sich im Studentenleben ĂŒber Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung....

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten SchĂŒler aus Ă€rmeren Familien haben oft zu wenig Geld fĂŒr die gemeinsame Mahlzeit.

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen wĂŒrden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern wĂ€hrend der Mahlzeit ĂŒber die Schulter gucken"

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV



Bei genauer Betrachtung verschĂ€rft sich die Vermutung und das GefĂŒhl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, BĂŒrgerarbeit sowie die Schaffung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wird die Entstehung von prekĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnissen – 1 Euro Jobs die BeschĂ€ftigung in BĂŒrgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen TafelbedĂŒrftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fĂŒrchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mĂŒssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt wĂŒrdige Arbeit?

Ich sage unwĂŒrdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen VerhĂ€ltnisse und einer akribischen und fĂŒr viele sehr peinlichen BedĂŒrftigkeitsprĂŒfung beanspruchen dĂŒrfen. Dass ist nach meinem VerstĂ€ndnis mehr als unwĂŒrdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschÀftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen BeschÀftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts April 2009:

Erstellt von Sybilla am 30.06.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Juni 2009


LEISTUNGSEMPFÄNGER *3 BA Bericht April 2009 Seite 52

7.842.588* LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389*
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.931.613*
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.809.586*

*3 VorlĂ€ufig und hochgerechnet, endgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

7.842.588* LeistungsempfÀnger

+ xxx Personen ca. 1,3 – 1,6 Millionen in Kurzarbeit. Aktuelle Zahlen liegen nicht vot

+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Februar 2009 (388.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewĂ€hrt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht ĂŒber ausreichend finanzielle Mittel verfĂŒgen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.

Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro
Die Nettoausgaben fĂŒr die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben fĂŒr diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.
In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen


Im Monat Juni 09 befanden sich 1,62 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Darunter 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (BA Bericht Juni 2009 Seite 83)

(Juni 09 1,62 Millionen)
(Mai 09 1,63 Millionen)
(April 09 1,59 Millionen)
(MĂ€rz 09 1,58 Millionen)
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt GesamtĂŒbersicht Seite 50 BA Bericht Juni 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit.

VerlĂ€ssliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht Juni 2009 Seite 83

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben fĂŒr 2009 [Januar bis Mai; Datenstand Mai 2009] nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 ĂŒber XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „BĂŒrgerarbeit“ bezeichne, beschĂ€ftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht Juni 2009 Seite 11

alle Stellen 484.000
darunter: Vakanzen 435.000
ungeförderte Stellen 298.000
darunter: Vakanzen 260.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 183.000
darunter: Vakanzen 86.000

Quelle: https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200906.pdf

2009:
Juni 484.000 (Juni 2008 596.000)

NatĂŒrlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen nĂ€her bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist Ă€ußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „BĂŒrgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von BedĂŒrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemĂ€ĂŸ. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkĂŒrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den LeistungsempfĂ€ngern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hĂ€tten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-EmpfĂ€ngern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos gefĂŒhrten Personen hĂ€tten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfĂ€hig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfĂ€hig gewesen. Kriterien fĂŒr die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die BeschĂ€ftigungslosigkeit und die VerfĂŒgbarkeit. Danach wĂŒrden etwa Personen, die arbeitsunfĂ€hig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezĂ€hlt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur VerfĂŒgung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-EmpfĂ€ngern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annĂ€herungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstĂ€tigen HilfebedĂŒrftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zĂ€hlten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jĂ€hrige und 312.000 ĂŒber-58-jĂ€hrige Alg-II-EmpfĂ€nger statistisch nicht als arbeitslos gefĂŒhrt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
BeschĂ€ftigung wurde seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- BĂŒrgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Bewachung von FahrradstÀndern
- Jobs mit ergÀnzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue BeschÀftigungsformen prÀgen Arbeitsmarktentwicklung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines PressegesprĂ€chs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer BeschĂ€ftigungsformen die BeschĂ€ftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprĂ€gt. Zu diesen neuen oder hĂ€ufig auch als atypisch bezeichneten BeschĂ€ftigungsformen gehören befristete oder geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. WĂ€hrend die Zahl der ErwerbstĂ€tigen in sogenannten NormalarbeitsverhĂ€ltnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen BeschĂ€ftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich fĂŒr alle abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das NormalarbeitsverhĂ€ltnis nach wie vor die dominierende Form abhĂ€ngiger BeschĂ€ftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem NormalarbeitsverhĂ€ltnis. DemgegenĂŒber standen 7,7 Millionen Personen in neuen BeschĂ€ftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des NormalarbeitsverhÀltnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem NormalarbeitsverhÀltnis an allen abhÀngig BeschÀftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen BeschÀftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....
Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr BedĂŒrftige fĂŒr Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in BedrĂ€ngnis. Diesen Trend bestĂ€tigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in lĂ€ndlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden fĂŒr die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
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Arbeitsmarkt Juni 2009:

Mitten in der Krise meldet die BA sinkende Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich gesunken, oder wird das sinken der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik suggeriert?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen

Arbeitslose:

Zumindest fĂ€llt die FrĂŒhjahrsbelebung am Arbeitsmarkt 2009 erheblich geringer als ĂŒblich aus. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sinkt im Juni 2009 nur um 48.048 Personen auf 3.409.980 Personen (Mai 3.458.028 April 2009 3.584.798). Allerdings befanden sich Im Monat Juni 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Darunter sind 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.211 (Mai 174.794 Personen) an.

LeistungsempfÀnger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.842.588 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.931.613
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.809.586

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im Februar noch 388.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen


Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 31.000 auf 3.495.000 an (Seite 59 BA Bericht Juni 2009)


Kurzarbeit:

Ein ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (letzte Zahl in der Zahlenreihe MĂ€rz 2009 1.246.618 BA Bericht Juni 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juni 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“


Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Juni 2009 befanden sich 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Juni 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 326.798 Personen (Seite 83 BA Bericht Juni 2009)

6.033.002 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II ist das wirklich ein Erfolg?

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Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig.


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF)

EnthĂŒllungsbuch ĂŒber Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verĂ€ndert haben.

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-LĂ€ndern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - GeldabhĂ€ngig - Die TĂŒcken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in EinzelfĂ€llen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhĂ€lt Bafög, um sich im Studentenleben ĂŒber Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung....

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten SchĂŒler aus Ă€rmeren Familien haben oft zu wenig Geld fĂŒr die gemeinsame Mahlzeit.

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen wĂŒrden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern wĂ€hrend der Mahlzeit ĂŒber die Schulter gucken"

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV



Bei genauer Betrachtung verschĂ€rft sich die Vermutung und das GefĂŒhl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, BĂŒrgerarbeit sowie die Schaffung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wird die Entstehung von prekĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnissen – 1 Euro Jobs die BeschĂ€ftigung in BĂŒrgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen TafelbedĂŒrftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fĂŒrchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mĂŒssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt wĂŒrdige Arbeit?

Ich sage unwĂŒrdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen VerhĂ€ltnisse und einer akribischen und fĂŒr viele sehr peinlichen BedĂŒrftigkeitsprĂŒfung beanspruchen dĂŒrfen. Dass ist nach meinem VerstĂ€ndnis mehr als unwĂŒrdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschÀftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen BeschÀftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts April 2009:

Erstellt von Sybilla am 30.06.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Juni 2009


LEISTUNGSEMPFÄNGER *3 BA Bericht April 2009 Seite 52

7.842.588* LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389*
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.931.613*
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.809.586*

*3 VorlĂ€ufig und hochgerechnet, endgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

7.842.588* LeistungsempfÀnger

+ xxx Personen ca. 1,3 – 1,6 Millionen in Kurzarbeit. Aktuelle Zahlen liegen nicht vot

+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Februar 2009 (388.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewĂ€hrt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht ĂŒber ausreichend finanzielle Mittel verfĂŒgen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.


In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen


Im Monat Juni 09 befanden sich 1,62 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Darunter 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (BA Bericht Juni 2009 Seite 83)

(Juni 09 1,62 Millionen)
(Mai 09 1,63 Millionen)
(April 09 1,59 Millionen)
(MĂ€rz 09 1,58 Millionen)
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt GesamtĂŒbersicht Seite 50 BA Bericht Juni 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit.

VerlĂ€ssliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht Juni 2009 Seite 83

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben fĂŒr 2009 [Januar bis Mai; Datenstand Mai 2009] nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 ĂŒber XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „BĂŒrgerarbeit“ bezeichne, beschĂ€ftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht Juni 2009 Seite 11

alle Stellen 484.000
darunter: Vakanzen 435.000
ungeförderte Stellen 298.000
darunter: Vakanzen 260.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 183.000
darunter: Vakanzen 86.000

Quelle: https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200906.pdf

2009:
Juni 484.000 (Juni 2008 596.000)

NatĂŒrlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen nĂ€her bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist Ă€ußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „BĂŒrgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von BedĂŒrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemĂ€ĂŸ. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkĂŒrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert


BeschĂ€ftigung wurde seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- BĂŒrgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Bewachung von FahrradstÀndern
- Jobs mit ergÀnzenden ALG II


Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)





Und dazu dann die Pressemitteilung der Bundesagentur fĂŒr Arbeit mit den "tatsĂ€chlich beschönigten Zahlen" vom Juni 2009 :icon_party:

[FONT=Arial, sans-serif]Presse Info 055 vom 30.06.2009[/FONT]

„[FONT=Arial, sans-serif]Die Rezession der deutschen Wirtschaft hat die FrĂŒhjahrsbelebung ĂŒberlagert. Der RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit fiel im Juni daher geringer aus als in den letzten Jahren. Die starke Nutzung der Kurzarbeit dĂ€mpft jedoch die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt.“ – so fasste der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA), Frank-J. Weise, die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Juni 2009 zusammen.[/FONT]

  • [FONT=Arial, sans-serif]Arbeitslosenzahl im Juni:[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]
    -48.000 auf 3.410.000[/FONT]
  • [FONT=Arial, sans-serif]Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]
    +250.000[/FONT]
  • [FONT=Arial, sans-serif]Arbeitslosenquote im Juni:[/FONT][FONT=Arial, sans-serif]
    -0,1 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Die Arbeitslosigkeit hat sich von Mai auf Juni um 48.000 auf 3.410.000 verringert (West: 15.000 auf 2.319.000; Ost: -33.000 auf 1.091.000). Der RĂŒckgang war schwĂ€cher als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (-129.000). Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet fĂŒr den Juni einen Anstieg um 31.000. FĂŒr die jĂŒngste Entwicklung haben Sondereffekte infolge der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente eine Rolle gespielt ohne diese Effekte wĂ€re die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt im Juni schĂ€tzungsweise um 50.000 gestiegen.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 250.000 Arbeitslose mehr. Ohne den statistischen Sondereffekt wĂ€re das Plus um mehrere Zehntausend grĂ¶ĂŸer ausgefallen. Der Anstieg erklĂ€rt sich mit der schweren Rezession, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet. Entlastend wirken Kurzarbeit und das rĂŒcklĂ€ufige ArbeitskrĂ€fteangebot (-147.000 im Jahresdurchschnitt 2009).[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Bei der Interpretation der Arbeitslosendaten muss außerdem berĂŒcksichtigt werden, dass Ende 2007 vorruhestandsĂ€hnliche Regelungen ausgelaufen sind, die die Arbeitslosigkeit reduziert hatten. Personen, die 58 Jahre alt sind oder Ă€lter und frĂŒher diese Regelung in Anspruch genommen haben, werden nun als Arbeitslose gezĂ€hlt. Die Quantifizierung dieses Effekts kann nur grob erfolgen und dĂŒrfte in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von monatsdurchschnittlich etwa 10.000 liegen.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der ErwerbstÀtigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt um 12.000 gesunken. Die sozialversicherungspflichtige BeschÀftigung hat nach Daten der BA, die bis April reichen, saisonbereinigt um 38.000 abgenommen.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Nicht saisonbereinigt ist die ErwerbstĂ€tigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von April auf Mai um 137.000 auf 40,10 Millionen gestiegen. GegenĂŒber dem Vorjahr hat sich die ErwerbstĂ€tigkeit um 163.000 verringert. Die sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigung lag im April nach der Hochrechnung der BA bei 27,40 Millionen; gegenĂŒber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 70.000. Dabei ist der Vorjahresabstand deutlich kleiner geworden.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Die anderen Formen der ErwerbstĂ€tigkeit haben sich im Vorjahresvergleich uneinheitlich verĂ€ndert: WĂ€hrend die Zahl der SelbstĂ€ndigen sowie die Zahl der BeschĂ€ftigten in Arbeitsgelegenheiten mit MehraufwandsentschĂ€digung unter dem Vorjahresniveau lag, ist die Zahl der ausschließlich geringfĂŒgig BeschĂ€ftigten leicht gestiegen.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland fĂŒr den Mai auf 3,21 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,4 Prozent.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Im Mai gingen neue Anzeigen fĂŒr 292.000 Kurzarbeiter ein. Betrachtet man nur die Anzeigen nach § 170 SGB III und bildet damit nur den möglichen konjunkturell bedingten Arbeitsausfall ab, kommt man im Mai auf neu angezeigte Kurzarbeit fĂŒr 285.000 Personen. Erste SchĂ€tzungen fĂŒr den Juni signalisieren neue Anzeigen fĂŒr konjunkturelle Kurzarbeit fĂŒr weitere 200.000 bis 220.000 Personen. In welcher GrĂ¶ĂŸenordnung Kurzarbeit tatsĂ€chlich in Anspruch genommen wird, kann die BA jedoch erst sechs Wochen nach Quartalsende beziffern.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Die der BA gemeldeten Stellen insgesamt (darunter auch die ungeförderten Stellen fĂŒr „normale“ sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln) haben im Juni saisonbereinigt um jeweils 12.000 abgenommen. Nicht saisonbereinigt verringerte sich der gesamte Stellenbestand von Mai auf Juni um 6.000 auf 484.000. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 113.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen entfielen 269.000 auf ungeförderte Stellen fĂŒr „normale“ sozialversicherungspflichtige BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnisse. Das waren 3.000 weniger als vor einem Monat und 114.000 weniger als vor einem Jahr.[/FONT]
[FONT=Arial, sans-serif]Das laufende Berufsberatungsjahr zeigt noch kein klares Bild:[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Von Oktober 2008 bis Juni 2009 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 393.200 Ausbildungsstellen gemeldet, 33.100 weniger als im Vorjahreszeitraum, aber trotz Rezession nur 1 Prozent weniger als zur Boomphase im Juni 2007. Der RĂŒckgang betrifft betriebliche (-22.600 auf 376.800) und außerbetriebliche (-10.500 auf 16.300) AusbildungsplĂ€tze.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]467.900 Bewerber haben die Ausbildungsvermittlung bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet, 77.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bewerber nimmt nun schon im dritten Jahr in Folge ab. Dies ist vor allem auf die sinkende Zahl von SchulabgĂ€ngern zurĂŒckzufĂŒhren. Daneben zeigt sich auch ein Trend der Jugendlichen zu höheren SchulabschlĂŒssen. Weitere Einflussfaktoren sind die verstĂ€rkten BemĂŒhungen der BA um die so genannten Altbewerber sowie die vertiefte Berufsorientierung, die Jugendliche und Ausbildungsbetriebe frĂŒher zusammen bringt.[/FONT]

[FONT=Arial, sans-serif]Die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen lag im Juni mit 132.500 um 13.200 unter dem Vorjahreswert. Als noch unversorgt zÀhlten im Juni 204.000 Bewerber, 29.900 weniger als vor einem Jahr. Eine Bewertung des Ausbildungsstellenmarktes kann erst im Herbst erfolgen.[/FONT]

Quelle: Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsstellenmarktes im Juni 2009 - www.arbeitsagentur.de
 

Paolo_Pinkel

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TatsÀchliche Arbeitslosigkeit


Schlechte Meldungen kann die Regierung vor der Bundestagswahl nicht gebrauchen. Deshalb lÀsst sie sich stÀndig neue Tricks einfallen, um die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit lÀngerem nicht als arbeitslos gezÀhlt. Fast alle Arbeitslosen, die Àlter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Vor einem Monat, im Mai 2009, kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tÀtig werden, zÀhlt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat...
DIE LINKE: TatsÀchliche Arbeitslosigkeit

Gruss

Paolo
 

LeChuck

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Wobei man sich meines Erachtens jetzt auch nicht irgendwie selbst eine Arbeitslosenstatistik "basteln" sollte - wie hier die Linke. Das ist dann nÀmlich auch nichts anderes als Polemik.

Wenn man mit den Arbeitsmarktdaten der BA (möglicherweise zurecht) nicht 100%ig einverstanden ist, dann könnte man sich ja u.U. eher an Daten orientieren, die nach international vereinheitlichten Methoden ermittelt werden. z.B. nach dem ILO-Konzept der UN.

Danach lag die Arbeitslosigkeit in Deutschland im 1.Quartal 09 bei ca. 3,378 Mio. (Quelle: Destatis) - also nicht sooo weit entfernt von den Werten der BA, obwohl deutliche methodische Unterschiede in der Ermittlung bestehen.

Tendenziell ist die Arbeitslosigkeit gemessene nach international anerkannten Standards (ILO-Konzept) ĂŒbrigens immer deutlich niedriger als die Werte der BA.

Nach den Kriterien der International Labour Organisation (ILO) sind Personen zwischen 15 und 74 Jahren arbeitslos, die ohne Arbeit sind (< 1 Wochenstunde in Arbeit), innerhalb der beiden nÀchsten Wochen eine Arbeit aufnehmen können und wÀhrend der vier vorhergehenden Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben.
Die Daten werden ĂŒber den Mikrozensus erhoben.
 
E

ExitUser

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Also werden uns 1,14 Millionen Arbeitslose verheimlicht. Wir werden konkret belogen. Sollte eine Straftat sein, das Volk zu belĂŒgen. Es ist ja auch konkret Wahlbetrug. Die Regierungsparteien instrumentalisieren das Recht fĂŒr ihre Zwecke, um mehr WĂ€hlerstimmen zu erhalten.

Hinzu kommen noch die, die seit Hartz IV den Anspruch auf Arbeitslosenhilfe verloren haben. Das dĂŒrften noch erheblich mehr als 1,14 Mio. sein. War schon eine guter Trick, das mit Hartz IV.

IG :icon_kotz:

:cool: Und mal so ganz nebenbei bemerkt. Die Rechenmethode der Linken ist doch wohl nachvollziehbar. Rechnen können = Polemik. Da hab ich jetzt wieder was gelernt. Danke, LeChuck!
 

Apfel

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Was auch noch hinzu kommt und immer Vergessen wird: Wir verlieren zusĂ€tzlich auch noch ca. 130000 ArbeitsplĂ€tze. Das sind die folgen der Alternden Gesellschaft. Sprich es gehen 130000 AN mehr in Rente wie neue AN auf den Markt kommen. Hat zwar nicht direkt mit den Arbeitslosenzahlen zu tun. Aber ich finde die Info schon wichtig um die Lage zu beurteilen. Und wenn unsere Politiker sich rĂŒhmen : 130000 Arbeitslose weniger >>>> Heisst NIX PASSIERT !
 

Argekritiker

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Das stimmt. Die ganzen Parteien, allen voran die SPD wollen doch nur eine "heile Arbeitswelt" in Deutschland zeigen, die einen Staat mit "VollbeschĂ€ftigung" zeigen. Und da werden halt die ganzen Hartz-IV-EmpfĂ€nger aus der Arbeitslosenstatistik heraus genommen. GemĂ€ĂŸ dem Motto, die arbeiten doch eh, wenn auch fĂŒr einen Hungerlohn. Aber "Arbeit ist Arbeit". "Arbeitslosigkeit ist fĂŒr uns doch herum hocken und saufen."

Und wer weiß, wer noch alles in die Arbeitslosenstatistik einfließen wird, wenn man es ganz genau definiert, also wer pro Woche weniger als 12 Stunden arbeitet.
 

ethos07

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Wobei man sich meines Erachtens jetzt auch nicht irgendwie selbst eine Arbeitslosenstatistik "basteln" sollte - wie hier die Linke. Das ist dann nÀmlich auch nichts anderes als Polemik.

Wenn man mit den Arbeitsmarktdaten der BA (möglicherweise zurecht) nicht 100%ig einverstanden ist, dann könnte man sich ja u.U. eher an Daten orientieren, die nach international vereinheitlichten Methoden ermittelt werden. z.B. nach dem ILO-Konzept der UN.

Danach lag die Arbeitslosigkeit in Deutschland im 1.Quartal 09 bei ca. 3,378 Mio. (Quelle: Destatis) - also nicht sooo weit entfernt von den Werten der BA, obwohl deutliche methodische Unterschiede in der Ermittlung bestehen.

Tendenziell ist die Arbeitslosigkeit gemessene nach international anerkannten Standards (ILO-Konzept) ĂŒbrigens immer deutlich niedriger als die Werte der BA.

Nach den Kriterien der International Labour Organisation (ILO) sind Personen zwischen 15 und 74 Jahren arbeitslos, die ohne Arbeit sind (< 1 Wochenstunde in Arbeit), innerhalb der beiden nÀchsten Wochen eine Arbeit aufnehmen können und wÀhrend der vier vorhergehenden Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben.
Die Daten werden ĂŒber den Mikrozensus erhoben.

Leider tĂ€uscht du dich hier entscheidend: das nationale deutsche Konzept zur Messung der Arbeitslosigkeit misst schlicht etwas ANDERES als das Konzept zur Messung der Erwerbslosigkeit der ILO . Dazu kommt als weiterer Verwirrfaktor fĂŒr unsereins, dass die ILO m.E. genau die beiden Begriffe Erwerb und Arbeit gegenĂŒber unserem Sprachgebrauch vertauscht verwendet... usw.

Aber wer sich zu den Messkonzepten mal den Kopf zerbrechen will, kann hier weiiterlesen: Beobachtungskonzepte fĂŒr Erwerbs- und Arbeitslosigkeit auf der fĂŒr Beobachter der Arbeitsmarktpolitik ĂŒberhaupt sehr empfehlenswerten Site 'Monitor der Arbeitsmarktpolitik' der gewerkschaftsnahen Böcklerstiftung (MonApoli) :

der Monitor Arbeitsmarktpolitk ist die Website, das Informationsportal, das ExpertInnennetzwerk zur Reform des Arbeitsmarkts.
Wir begleiten auch in der zweiten Phase des Projekts die laufenden Arbeitsmarktreformen kritisch und aktuell mit dem Ziel, die Diskussion um fortschrittliche Alternativen zu bereichern.
Wir informieren ĂŒber die Ergebnisse der offiziellen Wirkungsforschung zur Arbeitsmarktpolitik und stellen sie in den Kontext der wissenschaftlichen und politischen Debatte.
Wir vernetzen arbeitnehmerorientierte Fachleute aus Theorie und Praxis der Arbeitsmarktpolitik und organisieren den inhaltlichen Austausch. mehr...
 

zebulon

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Gelöscht da Im falschen Thread gepostet.
 

Sybilla

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Arbeitsmarkt Juli 2009:

Wenige Wochen vor Landtags - und der Bundestagswahl verkĂŒndet die BA einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich nur moderat angestiegen, oder wird der Anstieg der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik verschleiert?
Bei sorgfĂ€ltiger Betrachtung der BA Monatsberichte fĂ€llt auf, dass viele Zahlen auf SchĂ€tzungen und Hochrechnungen beruhen. FĂŒr mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezĂ€hlt oder geschĂ€tzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen

Im Juli 2008 hat die BA 3.462.446 Arbeitslose in der Statistik erfasst

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit (Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III) steigt laut BA Bericht Juli 2009 Seite 52 im Juli 2009 nur um 52.466 Personen auf 3.462.446 Personen .

Allerdings befanden sich Im Monat Juli 1,58 Mio Personen (BA Bericht Juli 2009 Seite 6) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Darunter sind 332.234 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II .Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, so haben fĂŒr 2009 (Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009) nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wĂ€re reine Spekulation.

Fußnote BA Bericht Juli 2009 Seite 85
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt. Aus BA-Verfahren liegen bundesweit Informationen zu ca. 418.689 Förderungen aus dem Vermittlungsbudget nach § 45 SGB III vor (Datenstand: Juni 2009)

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2008 3.210.045 BA Bericht Juli 2008 Seite 46 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 252.401 im Juli 2009 auf 3.462.446 Personen

LeistungsempfÀnger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) A Bericht Juli 2009 Seite 52
3) EndgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten ĂŒberwiegend hochgerechnet werden.

LeistungsempfÀnger3)
- Arbeitslosengeld 1.162.111
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.949.407
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.819.433

Im Juli 2009 gibt es laut BA Bericht 7.930.951 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juli 2009 Seite 52. Darunter 6.111.518 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II. Im Juni 2008 wurden nur 7.842.588 und im Juli 2008 *7.782.243Leistungsberechtigte *VorlÀufig und hochgerechnet BA Bericht Juli 2008 Seite 46 ermittelt

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im MĂ€rz noch 398.000 Arbeitslose,
die im Berichtsmonat keine Geldleistungen
aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen.(BA Bericht Juli 2009 Seite 20)

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 6000 auf 3.480.000 ab (Seite 59 BA Bericht Juli 2009)


Kurzarbeit:

Nach SchĂ€tzung der Statistik der BA auf Basis von Abrechnungslisten und Anzeigen, dĂŒrfte der Bestand an konjunkturellen Kurzarbeitern bis in den Mai auf 1,3 bis 1,4 Mio zugenommen haben. BA Bericht Juli 2009 Seite 9 (letzte Zahl in der Zahlenreihe MĂ€rz 2009 1.246.618 BA Bericht Juli 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juli 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“

Erstellt von Sybilla am 30.07.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
 

physicus

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Erstellt von Sybilla am 30.07.09 12 Uhr 00
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:icon_lol:

hast du die statistik selber "gefÀlscht" oder hast du das aus dem inet geklaut?
 

zebulon

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Sag' mal Physicus, muß das wirklich sein, dass du DIE Leute die sich noch solche Arbeit machen in diesem Ton lĂ€cherlich machst ?

Der Thread hier ist gut und es werden wichtige Infos ĂŒber die aktuellen Manipulationen der Erwerbslosenstatistik zusammengetragen. Von mir auf jeden Fall herzlichen Dank, Sybilla.
 

mickaela

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Sag' mal Physicus, muß das wirklich sein, dass du DIE Leute die sich noch solche Arbeit machen in diesem Ton lĂ€cherlich machst ?

Der Thread hier ist gut und es werden wichtige Infos ĂŒber die aktuellen Manipulationen der Erwerbslosenstatistik zusammengetragen. Von mir auf jeden Fall herzlichen Dank, Sybilla.
Sagt mal, ist Euer Frust schon so groß, dass Ihr nicht mal mehr in der Lage seid, Ironie zu erkennen???

Zur Info und Netiquette des Focus... im Artikel:


Arbeitslose: Die versteckten 1,8 Millionen - Arbeitslose - FOCUS Online

wurde mein Beitrag:
Die Krux
ist doch wesentlich grĂ¶ĂŸer, wenn man bedenkt, dass man zum "Verstecken" diese 1,8 Mio. in völlig unnĂŒtze Massnahmen (altes Kindespielzeug zusammenbauen, alte Möbel herrichten, in Pflegeheimen Brote schmieren... denken sie sich irgendwas Unglaubliches aus - es stimmt!) zwingt. FĂŒr die "GĂŒtigkeit" einen 1 EURO-Jobber einzustellen, erhalten die TrĂ€ger MILLIARDENSUMMEN Bis zu € 1.280.- im Monat p. P
vom Admi abgelehnt... also schreibt doch da mal ein paar nette SÀtze - aber möglichst keine, die mit der Wahrheit zu tun haben...
 

zebulon

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Also das hab ich jetzt nicht als Ironie erkannt. Hat mit Frust nichts zu tun.
 

Caroline

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Ich bin ja schon sehr auf die aktuelle Analyse
von Sybilla gespannt. Sie arbeitet bestimmt
schon fieberhaft daran. :icon_klatsch:
 

Sybilla

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Wie man mit Statistik tÀuschen kann - Die verschaukelte Bevölkerung
„Nicht nur die Zahlen sind wichtig, sondern die beabsichtigte Wirkung und der Mechanismus“ meinte Prof. Dr. Gerd Bosbach, Spezialist fĂŒr Statistikmissbrauch.

Umfang atypischer BeschÀftigung hat zugenommen

Jeder Zehnte kann von seinem Lohn nicht leben


Arbeitsmarkt August 2009:

Wenige Wochen vor Landtags - und der Bundestagswahl verkĂŒndet die BA einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich nur moderat angestiegen, oder wird der Anstieg der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik verschleiert?
Bei sorgfĂ€ltiger Betrachtung der BA Monatsberichte fĂ€llt auf, dass viele Zahlen auf SchĂ€tzungen und Hochrechnungen beruhen. FĂŒr mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezĂ€hlt oder geschĂ€tzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen
Jobabbau - Kahlschlag kommt nach der Wahl

Im August 2009 wurden 3.471.513 arbeitslose Personen von der BA-Statistik erfasst


Allerdings befanden sich im Monat August 1,49 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 0,3 Prozent mehr. Darunter sind 332.562 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II .

Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2008 3.195.740 Personen BA Bericht August 2008 Seite 46 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 275.773 (252.401 im Juli 2009) auf 3.471.513 Personen an

LeistungsempfÀnger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht August 2009 Seite 52
LeistungsempfÀnger3)
- Arbeitslosengeld 1.173.848
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.909.033
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.808.432

Im August 2009 gibt es laut BA Bericht 7.891.313 Juli 7.930.951 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juli 2009 Seite 52. Darunter 6.082.881 (Juli 6.111.518) LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im April noch 423.000 (MĂ€rz 398.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Juli 2009 Seite 20)

Somit stieg die Zahl der Arbeitslosen laut SchÀtzungen und Hochrechnungen der BA im August 2009 um 9067 Personen an die Zahl der LeistungsempfÀnger sank nach SchÀtzungen der BA um 39.638 Personen ab. Die Zahl der LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.verringerte sich laut Hochrechnung der BA um 28.637 Personen.


Kurzarbeit:

Nach SchĂ€tzung der Statistik der BA auf Basis von Abrechnungslisten und Anzeigen, dĂŒrfte der Bestand an konjunkturellen Kurzarbeitern bis in den Mai auf 1,3 bis 1,4 Mio zugenommen haben. BA Bericht Juli 2009 Seite 9 (letzte Zahl in der Zahlenreihe MĂ€rz 2009 1.246.618 BA Bericht Juli 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juli 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“

Kurzarbeit - Leistungsmissbrauch:
Kurzarbeit – 100 Firmen unter Betrugsverdacht

Erstellt von Sybilla am 01.09.09 15 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

auf allen Nachrichtensender spricht man von einer ĂŒberraschend untypischen Entwicklung auf dem Arbeitsmark, weil ja das Ende der Sommerferien diesen angeblich immer beflĂŒgeln soll.

Scheinbar haben die Propagandaverbreiter vergessen, dass der Globus derzeit in eimer massiven Wirtschaftskrise steckt und somit logischerweise auch KapazitĂ€ten abgenaut werden auf Grund der Überproduktion.

Wenn es nicht so traurig wĂ€re - wie die Bevölkerung offenkundig belogen wird - könnte man ja darĂŒber lachen oder sagen: "April, April".

Gruss

Paolo
 
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