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dr.byrd

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Hier noch ein Link zu den Statistiken der BA:

Statistik der BA

Interessant auch die Kreisdaten, wenn man sich mal ĂŒber den heimischen Arbeitsmarkt informieren will.
 

Sybilla

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Kurzfassung Arbeitsmarktanalyse

Mit Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt schlittert Deutschland - wie ich denke - nicht nur wegen der globalen Finanzkrise sondern auch aufgrund der gescheiterten Agenda 2010 Politik nicht nur in Rezession sondern in eine gefÀhrliche wirtschaftliche Depression.

Arbeitsmarkt Januar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 09.
Laut BA Bericht wurden im Januar 09 (Seite 47) 3.488.805 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst.

7.702.072 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Januar 2009 Seite 47. (Details weiter unten)

wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit § 170 / § 175 im Dezember 08 waren 402.285 Personen von Kurzarbeit betroffen. FĂŒr Januar 2009 stehen im BA Bericht keine aktuellen Zahlen zur VerfĂŒgung. (BA Bericht Januar 2009 Tabelle 06a: Anzeigen ĂŒber Kurzarbeit und Anzahl betroffener Personen Seite 53)

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im September (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat September 08 keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

(BA Bericht Januar 2009 Seite 18)

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit
der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 26 BA Bericht Januar 2009)

Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen fĂŒr die Wirtschafts – und Arbeitsmarktkrise.

Details finden Sie bei
[url=https://www.deutschland-debatte.de/2009/01/29/4142/]Der Traum ist aus - statistisch erfasste Arbeitslosigkeit steigt dramatisch an![/URL]
 

zebulon

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Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im September (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat September 08 keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

Ob diese Leute ĂŒberhaupt in der Statistik enthalten sind? Vermutlich nicht. Der Server von "www.deutschland-debatte.de" ist leider gerade nicht erreichbar.
 

HajoDF

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wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit § 170 / § 175 im Dezember 08 waren 402.285 Personen von Kurzarbeit betroffen. FĂŒr Januar 2009 stehen im BA Bericht keine aktuellen Zahlen zur VerfĂŒgung. (BA Bericht Januar 2009 Tabelle 06a: Anzeigen ĂŒber Kurzarbeit und Anzahl betroffener Personen Seite 53)
Laut Pressemeldungen erwartet man fĂŒr Januar ebenfalls rund 400.000 neue Kurzarbeiter mit steigender Tendenz.

In diesem Zusammenhang ist erwÀhnenswert, dass die Merkel-Scholz-Connection im Dezember die Kurzarbeit von sechs Monaten Gesamtdauer auf 18 Monate verlÀngert hat. OT Scholz: "Die Arbeitslosenversicherung hat genug Reserven."
Ausgerechnet die Welt berichtet darĂŒber. Muss also schon sehr ernst sein.
 

HajoDF

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Hi Zebulon,
Du vermutest richtig:
Ob diese Leute ĂŒberhaupt in der Statistik enthalten sind? Vermutlich nicht.

Selbst bei Kurzarbeit "Null" (also gar keine Produktion) nicht.
 

Sybilla

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Arbeitsmarkt Februar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09.
Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen)

7.882.627 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorlÀufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 LeistungsempfÀnger.

LeistungsempfÀnger November 08 (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht Februar 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18)

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit
der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personenin einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009)

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik

Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen fĂŒr die sich verschĂ€rfende Arbeitsmarktkrise.

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Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig.


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF)

EnthĂŒllungsbuch ĂŒber Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verĂ€ndert haben.

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-LĂ€ndern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - GeldabhĂ€ngig - Die TĂŒcken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in EinzelfĂ€llen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhĂ€lt Bafög, um sich im Studentenleben ĂŒber Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung....

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten SchĂŒler aus Ă€rmeren Familien haben oft zu wenig Geld fĂŒr die gemeinsame Mahlzeit.

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen wĂŒrden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern wĂ€hrend der Mahlzeit ĂŒber die Schulter gucken"

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV



Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das GefĂŒhl das die Reformen am Arbeitsmarkt das entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, BĂŒrgerarbeit sowie die Schaffung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind. Autos kaufen keine Autos und vielen Verbrauchern fehlt das Geld, weil sie im Niedriglohnsektor beschĂ€ftigt sind oder ALG II als Grundsicherung beziehen.

Warum wurde die Entstehung von prekĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnissen – 1 Euro Jobs die BeschĂ€ftigung in BĂŒrgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen TafelbedĂŒrftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fĂŒrchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mĂŒssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt wĂŒrdige Arbeit?

Ich sage unwĂŒrdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen VerhĂ€ltnisse und einer akribischen und fĂŒr viele sehr peinlichen BedĂŒrftigkeitsprĂŒfung beanspruchen dĂŒrfen. Dass ist nach meinem VerstĂ€ndnis mehr als unwĂŒrdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschÀftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen BeschÀftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts Februar 2009:

Erstellt von Sybilla am 26.02.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Februar 2009

LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht Februar 2009 Seite 46

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 1.231.740 * das sind 115.069 mehr als im Januar 09
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.845.599 * das sind 57.547 mehr als im Januar 09
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.805.288* das sind 7.939 mehr als im Januar 09
*VorlĂ€ufig und hochgerechnet, endgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.882.627 LeistungsempfÀnger das sind 180.555 mehr als im Januar 09

+ xxx Personen in Kurzarbeit (letzte Zahl Dezember 08 (270.472 Personen Seite 51 BA Bericht Febraur 2009)

+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Oktober 08 (401.000 Personen) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewĂ€hrt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht ĂŒber ausreichend finanzielle Mittel verfĂŒgen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.


Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden.
(BA Bericht Februar 2009 Seite 18 ) „Im Oktober 2008 waren von 5.547.000 LeistungsempfĂ€ngern 2.596.000 oder 47 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung fĂŒr Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 2.951.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.“


Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro
Die Nettoausgaben fĂŒr die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben fĂŒr diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.
In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008
Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen



Im Monat Februar 09 befanden sich 1,55 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Januar 09 1,54 Millionen) (Dezember 1,64 Millionen) ( November 1,62 Millionen) (Oktober 1,57 Millionen) (September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt GesamtĂŒbersicht Seite 44 BA Bericht Februar 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit.

VerlĂ€ssliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht Februar 2009 Seite 73

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben fĂŒr 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 ĂŒber XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „BĂŒrgerarbeit“ bezeichne, beschĂ€ftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht Februar 2009 Seite 10

Bestand
alle Stellen 506.000
darunter: Vakanzen 435.000
ungeförderte Stellen 319.000
darunter: Vakanzen 265.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 291.000
darunter: Vakanzen 241.000


Quelle: https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200902.pdf

2009:
Februar 506.000 (Februar 2008 565.000)
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
MĂ€rz 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

NatĂŒrlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen nĂ€her bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist Ă€ußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „BĂŒrgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von BedĂŒrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemĂ€ĂŸ. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkĂŒrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den LeistungsempfĂ€ngern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hĂ€tten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-EmpfĂ€ngern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos gefĂŒhrten Personen hĂ€tten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfĂ€hig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfĂ€hig gewesen. Kriterien fĂŒr die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die BeschĂ€ftigungslosigkeit und die VerfĂŒgbarkeit. Danach wĂŒrden etwa Personen, die arbeitsunfĂ€hig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezĂ€hlt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur VerfĂŒgung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-EmpfĂ€ngern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annĂ€herungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstĂ€tigen HilfebedĂŒrftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zĂ€hlten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jĂ€hrige und 312.000 ĂŒber-58-jĂ€hrige Alg-II-EmpfĂ€nger statistisch nicht als arbeitslos gefĂŒhrt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- BĂŒrgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Jobs mit ergÀnzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue BeschÀftigungsformen prÀgen Arbeitsmarktentwicklung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines PressegesprĂ€chs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer BeschĂ€ftigungsformen die BeschĂ€ftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprĂ€gt. Zu diesen neuen oder hĂ€ufig auch als atypisch bezeichneten BeschĂ€ftigungsformen gehören befristete oder geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. WĂ€hrend die Zahl der ErwerbstĂ€tigen in sogenannten NormalarbeitsverhĂ€ltnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen BeschĂ€ftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich fĂŒr alle abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das NormalarbeitsverhĂ€ltnis nach wie vor die dominierende Form abhĂ€ngiger BeschĂ€ftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem NormalarbeitsverhĂ€ltnis. DemgegenĂŒber standen 7,7 Millionen Personen in neuen BeschĂ€ftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des NormalarbeitsverhÀltnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem NormalarbeitsverhÀltnis an allen abhÀngig BeschÀftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen BeschÀftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....
Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr BedĂŒrftige fĂŒr Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in BedrĂ€ngnis. Diesen Trend bestĂ€tigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in lĂ€ndlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden fĂŒr die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
Newsticker
 

Mario Nette

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Kommentar: NĂŒrnberger MĂ€rchenstunde

Die „Bundesagentur fĂŒr Arbeit“ erzĂ€hlt wieder eine schöne Geschichte vom Pferd

Von Manuela Fresnick

Einmal im Monat hat der normale BundesbĂŒrger etwas zu lachen. Dann tritt in NĂŒrnberg der Chef der „Bundesagentur fĂŒr Arbeit“, Frank-JĂŒrgen Weise,gern auch assistiert von Bundesminister Olaf Scholz, vor die Presse und erzĂ€hlt den Medienvertretern eine schöne Geschichte vom Pferd. Er gibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt bekannt. Man kann zufrieden sein: Die Lage ist gut -jedenfalls besser als erwartet,was immer das heißt.

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Mario Nette
 

HajoDF

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Kleine ErgÀnzung:
Dies macht deutlich, wie bestimmend die Hartz IV-Zahlungen fĂŒr die Menschen ohne Arbeit im Lande sind.
Im Schnitt erhielt jede deutsche Bedarfsgemeinschaft im vergangenen Monat 826 Euro vom Staat, pro Person wurden durchschnittlich 696 Euro gezahlt mit allen geltenden AnsprĂŒchen.
 

Sybilla

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Arbeitsmarkt MĂ€rz 2009:

Arbeitslose:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem ungewöhnlichem Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit vom Monat Februar zu MÀrz 09. Im Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen von Februar zu MÀrz um -110.007 (BA Bericht MÀrz 09 Seite 56
Laut BA Bericht wurden im MĂ€rz 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 33.885 mehr als im Februar 09 und 78.375 als im MĂ€rz 2008 gegenĂŒber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von -597.367 Personen in nur 4 Monaten.

LeistungsempfÀnger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.918.642 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht MÀrz 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 40.558 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorlÀufige Zahlen, einen Anstieg um -519.331 LeistungsempfÀnger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht MĂ€rz 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im November noch 383.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen
(siehe Abbildung 11: Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug). (BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 18)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-JĂŒrgen Weise, Chef der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA). Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und MĂ€rz bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat MĂ€rz befanden sich 1,58 Millionen Personen ( + 30.000 zum Vormonat Februar) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht MĂ€rz 2009)

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Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig.


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF)

EnthĂŒllungsbuch ĂŒber Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verĂ€ndert haben.

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-LĂ€ndern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - GeldabhĂ€ngig - Die TĂŒcken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in EinzelfĂ€llen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhĂ€lt Bafög, um sich im Studentenleben ĂŒber Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung....

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten SchĂŒler aus Ă€rmeren Familien haben oft zu wenig Geld fĂŒr die gemeinsame Mahlzeit.

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen wĂŒrden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern wĂ€hrend der Mahlzeit ĂŒber die Schulter gucken"

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV



Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Vermutung und das GefĂŒhl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, BĂŒrgerarbeit sowie die Schaffung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wurde die Entstehung von prekĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnissen – 1 Euro Jobs die BeschĂ€ftigung in BĂŒrgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen TafelbedĂŒrftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fĂŒrchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mĂŒssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt wĂŒrdige Arbeit?

Ich sage unwĂŒrdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen VerhĂ€ltnisse und einer akribischen und fĂŒr viele sehr peinlichen BedĂŒrftigkeitsprĂŒfung beanspruchen dĂŒrfen. Dass ist nach meinem VerstĂ€ndnis mehr als unwĂŒrdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschÀftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen BeschÀftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts MĂ€rz 2009:

Erstellt von Sybilla am 31.03.09 10 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht MĂ€rz 2009

LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 46

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld I 1.230.951* Personen
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.878.138*
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.809.553*
*VorlĂ€ufig und hochgerechnet, endgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.918.642 LeistungsempfÀnger

+ xxx Personen in Kurzarbeit (letzte Zahl Dezember 08 (270.472 Personen Seite 53 BA Bericht MĂ€rz 2009) Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-JĂŒrgen Weise, Chef der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA). Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und MĂ€rz bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.


+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl November 08 (383.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewĂ€hrt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht ĂŒber ausreichend finanzielle Mittel verfĂŒgen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.


Integrierte Auswertungen zu Leistungsbezug und Arbeitslosigkeit können erst nach einer Wartezeit von drei Monaten vorgenommen werden und liegen aktuell fĂŒr den November 2008 vor. Danach waren von 5.509.000 LeistungsempfĂ€ngern 2.605.000 oder 47 Prozent in der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung fĂŒr Arbeitsuchende arbeitslos gemeldet. 2.903.000 Personen oder 53 Prozent bekamen Leistungen, ohne arbeitslos zu sein.
(BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 18 )


Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro
Die Nettoausgaben fĂŒr die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben fĂŒr diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.
In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008
Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen



Im Monat MĂ€rz 09 befanden sich 1,58 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.[/b]


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt GesamtĂŒbersicht Seite 46 BA Bericht MĂ€rz 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit.

VerlĂ€ssliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 73

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben fĂŒr 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 ĂŒber XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „BĂŒrgerarbeit“ bezeichne, beschĂ€ftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 11

alle Stellen 507.000
darunter: Vakanzen 437.000
ungeförderte Stellen 318.000
darunter: Vakanzen 264.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 292.000
darunter: Vakanzen 241.00



Quelle: https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200903.pdf

2009:
MĂ€rz 507.000 (MĂ€rz 2008 588.000)
Februar 506.000 (Februar 2008 565.000)
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
MĂ€rz 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

NatĂŒrlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen nĂ€her bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist Ă€ußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „BĂŒrgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von BedĂŒrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemĂ€ĂŸ. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkĂŒrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den LeistungsempfĂ€ngern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hĂ€tten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-EmpfĂ€ngern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos gefĂŒhrten Personen hĂ€tten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfĂ€hig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfĂ€hig gewesen. Kriterien fĂŒr die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die BeschĂ€ftigungslosigkeit und die VerfĂŒgbarkeit. Danach wĂŒrden etwa Personen, die arbeitsunfĂ€hig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezĂ€hlt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur VerfĂŒgung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-EmpfĂ€ngern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annĂ€herungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstĂ€tigen HilfebedĂŒrftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zĂ€hlten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jĂ€hrige und 312.000 ĂŒber-58-jĂ€hrige Alg-II-EmpfĂ€nger statistisch nicht als arbeitslos gefĂŒhrt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Der enorme Abbau der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- BĂŒrgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Jobs mit ergÀnzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue BeschÀftigungsformen prÀgen Arbeitsmarktentwicklung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines PressegesprĂ€chs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer BeschĂ€ftigungsformen die BeschĂ€ftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprĂ€gt. Zu diesen neuen oder hĂ€ufig auch als atypisch bezeichneten BeschĂ€ftigungsformen gehören befristete oder geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. WĂ€hrend die Zahl der ErwerbstĂ€tigen in sogenannten NormalarbeitsverhĂ€ltnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen BeschĂ€ftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich fĂŒr alle abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das NormalarbeitsverhĂ€ltnis nach wie vor die dominierende Form abhĂ€ngiger BeschĂ€ftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem NormalarbeitsverhĂ€ltnis. DemgegenĂŒber standen 7,7 Millionen Personen in neuen BeschĂ€ftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des NormalarbeitsverhÀltnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem NormalarbeitsverhÀltnis an allen abhÀngig BeschÀftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen BeschÀftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....
Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr BedĂŒrftige fĂŒr Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in BedrĂ€ngnis. Diesen Trend bestĂ€tigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in lĂ€ndlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden fĂŒr die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
Newsticker
 

Sybilla

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Kurzanalyse BA Bericht April 2009:

Arbeitsmarkt April 2009:

Arbeitslose:

Der BA Monatsbericht berichtet trotz FrĂŒhjahrsbelebung von einer Stagnation – 985 Personen der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit 3.584.826Personen. Im Vorjahr 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen von MĂ€rz 2008 3.507.436 Arbeitslose zu April 2008 3.413.921 Arbeitslose
um – 93.515 (/Seite 45 BA Bericht MĂ€rz 08/Seite 46 BA Bericht April 08)

Laut BA Bericht wurden im April 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 170. 905 Personen mehr als im April 09 und gegenĂŒber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von 596.382 Personen.

LeistungsempfÀnger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.948.681LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 30.039 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorlÀufige Zahlen, einen Anstieg um 549.370 LeistungsempfÀnger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht MĂ€rz 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im Dezember noch 357.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 18)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon im April 1,3 – 1,5 Millionen Personen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat April befanden sich 1,59 Mio. Personen (+ 10.000 zum Vormonat MĂ€rz) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
 

Kleeblatt

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Auch von meiner Seite
- Herzlichen Dank an Sybilla !!! :icon_daumen:

Habe einmal die Daten zusammengerechnet und bin auf insgesamt

9. 881 642 Arbeitslose

gekommen. (ohne mitbetroffene Familien selbstredend)

Nee, klar doch, offiziell sind wir bei 3,7 Mill. :icon_kotz:
Also mal ernsthaft, - glauben die ihre Zahlenfummelei eigentlich schon selber und fĂŒr wie dĂ€mlich halten die den deutschen BĂŒrger, daß der nicht nachsieht ?

Rechnen wir mal die immer angegebenen 20 Millionen Rentner ab, dann noch einmal 25 Mill. Kinder und Jugendliche, eine unbekannte Zahl an arbeitsunfÀhig Erkrankten (aber finanziell anderweitig Versorgten)
- macht: 82 Millionen minus ca. 46 Mill. = 36 Mill.

davon mal locker "Versorgte" durch Vermögen u.À. = ca. 2 Mll.
dann noch einmal alle unkĂŒndbaren Beamten = 5,6 Mill.

bleiben: 28,4 Mill. arbeitsfĂ€hige BĂŒrger
minus 9,8 Mill. Arbeitslose und Aufstocker (gerundet)

= 18,6 Mill. arbeitsfĂ€hige BĂŒrger MIT Job und NICHT verbeamtet !

SO, und jetzt soll mir einmal jemand erklÀren wie diese "Politiker" DAS dem Volk klarzumachen gedenken.
Vor allem, - ein Ende der AbwÀrtsspirale ist nicht in Sicht.

Z.Z. 18,9 Mill. (plus 5,6 Mill. Beamte = 24,5 Mill.) zahlen dann noch fĂŒr die gesamte Sch... der "Krisenprogramme" !

Na, warten wir mal gemĂŒtlich (was bleibt uns Anderes) bis es zur Wahl dann ca. 12 Mill. Arbeitslose und Aufstocker (oder mehr) sind.

Aber, vergessen, ab dem nÀchsten Jahr beginnt ja der Aufschwung wieder.:icon_kotz:
 

Sybilla

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Die komplette Analyse

Arbeitsmarkt April 2009:

Arbeitslose:

Der BA Monatsbericht berichtet trotz FrĂŒhjahrsbelebung von einer Stagnation – 985 Personen der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit 3.584.826 Personen. Im Vorjahr 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen von MĂ€rz 2008 3.507.436 Arbeitslose zu April 2008 3.413.921 Arbeitslose
um – 93.515 (/Seite 45 BA Bericht MĂ€rz 08/Seite 46 BA Bericht April 08)

Laut BA Bericht wurden im April 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 170. 905 Personen mehr als im April 09 und gegenĂŒber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein Anstieg von 596.382 Personen.

LeistungsempfÀnger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.948.681LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 30.039 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorlÀufige Zahlen, einen Anstieg um 549.370 LeistungsempfÀnger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht MĂ€rz 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im Dezember noch 357.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 18)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon im April 1,3 – 1,5 Millionen Personen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat April befanden sich 1,59 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. ( + 10.000 zum Vormonat MĂ€rz) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht April 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 303.339 Personen

----------------------------------------------------------------

Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig.


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF)

EnthĂŒllungsbuch ĂŒber Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verĂ€ndert haben.

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-LĂ€ndern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - GeldabhĂ€ngig - Die TĂŒcken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in EinzelfĂ€llen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhĂ€lt Bafög, um sich im Studentenleben ĂŒber Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung....

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten SchĂŒler aus Ă€rmeren Familien haben oft zu wenig Geld fĂŒr die gemeinsame Mahlzeit.

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen wĂŒrden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern wĂ€hrend der Mahlzeit ĂŒber die Schulter gucken"

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV



Bei genauer Betrachtung verschĂ€rft sich die Vermutung und das GefĂŒhl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, BĂŒrgerarbeit sowie die Schaffung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wurde die Entstehung von prekĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnissen – 1 Euro Jobs die BeschĂ€ftigung in BĂŒrgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen TafelbedĂŒrftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fĂŒrchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mĂŒssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt wĂŒrdige Arbeit?

Ich sage unwĂŒrdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen VerhĂ€ltnisse und einer akribischen und fĂŒr viele sehr peinlichen BedĂŒrftigkeitsprĂŒfung beanspruchen dĂŒrfen. Dass ist nach meinem VerstĂ€ndnis mehr als unwĂŒrdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschÀftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen BeschÀftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts April 2009:

Erstellt von Sybilla am 30.04.09 12 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht April 2009


LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht April 2009 Seite 48

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld I 1.180.235 * Personen
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.944.133*
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.824.313*
*VorlĂ€ufig und hochgerechnet, endgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.948.681LeistungsempfÀnger

+ xxx Personen ca. 1,3 – 1,5 Millionen in Kurzarbeit. Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-JĂŒrgen Weise, Chef der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA).

+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Dezember 08 (357.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewĂ€hrt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht ĂŒber ausreichend finanzielle Mittel verfĂŒgen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.

Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro
Die Nettoausgaben fĂŒr die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben fĂŒr diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.
In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen


Im Monat MĂ€rz 09 befanden sich 1,59 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Darunter 303.339 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (BA Bericht April 2009 Seite 73)

(MĂ€rz 09 1,58 Millionen)
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.[/b]


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt GesamtĂŒbersicht Seite 46 BA Bericht MĂ€rz 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit.

VerlĂ€ssliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht April 2009 Seite 73

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben fĂŒr 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 ĂŒber XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „BĂŒrgerarbeit“ bezeichne, beschĂ€ftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 11

alle Stellen 495.000
darunter: Vakanzen 437.000
ungeförderte Stellen 307.000
darunter: Vakanzen 263.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 280.000
darunter: Vakanzen 239.00



Quelle: https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200904.pdf

2009:
April 495.000 (April 2008 592.000)
MĂ€rz 507.000 (MĂ€rz 2008 588.000)
Februar 506.000 (Februar 2008 565.000)
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
MĂ€rz 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

NatĂŒrlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen nĂ€her bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist Ă€ußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „BĂŒrgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von BedĂŒrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemĂ€ĂŸ. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkĂŒrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den LeistungsempfĂ€ngern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hĂ€tten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-EmpfĂ€ngern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos gefĂŒhrten Personen hĂ€tten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfĂ€hig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfĂ€hig gewesen. Kriterien fĂŒr die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die BeschĂ€ftigungslosigkeit und die VerfĂŒgbarkeit. Danach wĂŒrden etwa Personen, die arbeitsunfĂ€hig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezĂ€hlt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur VerfĂŒgung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-EmpfĂ€ngern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annĂ€herungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstĂ€tigen HilfebedĂŒrftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zĂ€hlten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jĂ€hrige und 312.000 ĂŒber-58-jĂ€hrige Alg-II-EmpfĂ€nger statistisch nicht als arbeitslos gefĂŒhrt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
BeschĂ€ftigung wurde seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- BĂŒrgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Bewachung von FahrradstÀndern
- Jobs mit ergÀnzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue BeschÀftigungsformen prÀgen Arbeitsmarktentwicklung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines PressegesprĂ€chs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer BeschĂ€ftigungsformen die BeschĂ€ftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprĂ€gt. Zu diesen neuen oder hĂ€ufig auch als atypisch bezeichneten BeschĂ€ftigungsformen gehören befristete oder geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. WĂ€hrend die Zahl der ErwerbstĂ€tigen in sogenannten NormalarbeitsverhĂ€ltnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen BeschĂ€ftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich fĂŒr alle abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das NormalarbeitsverhĂ€ltnis nach wie vor die dominierende Form abhĂ€ngiger BeschĂ€ftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem NormalarbeitsverhĂ€ltnis. DemgegenĂŒber standen 7,7 Millionen Personen in neuen BeschĂ€ftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des NormalarbeitsverhÀltnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem NormalarbeitsverhÀltnis an allen abhÀngig BeschÀftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen BeschÀftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....
Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr BedĂŒrftige fĂŒr Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in BedrĂ€ngnis. Diesen Trend bestĂ€tigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in lĂ€ndlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden fĂŒr die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
Newsticker
 
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PRESSEMITTEILUNG (BSOZD.com-NEWS)

Wiesbaden. (pressrelations) Die ErwerbstĂ€tigenzahl in Deutschland hat im MĂ€rz 2009 erstmals seit langem wieder unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats gelegen. Wie vorlĂ€ufige Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergeben, waren in diesem Monat 39,89 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstĂ€tig. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einer Abnahme um 46 000 Personen (- 0,1%). Das letzte Mal war die ErwerbstĂ€tigenzahl im Februar 2006 im Vergleich zum Vorjahresmonat rĂŒcklĂ€ufig gewesen.


Normalerweise nimmt die ErwerbstĂ€tigenzahl im MĂ€rz auf Grund der sonst ĂŒblichen FrĂŒhjahrsbelebung zu. In den zurĂŒckliegenden drei Jahren war die ErwerbstĂ€tigkeit durchschnittlich im Vergleich zum Vormonat um 138 000 Personen gestiegen. In diesem MĂ€rz fiel die Zunahme deutlich kleiner aus. Im Vergleich mit dem Vormonat Februar 2009 ist die Zahl der ErwerbstĂ€tigen im MĂ€rz um 53 000 (+ 0,1%) gestiegen. Die Ausweitung der Kurzarbeit dĂŒrfte den negativen Einfluss der aktuellen Wirtschaftslage auf die Entwicklung der ErwerbstĂ€tigkeit abgeschwĂ€cht haben.


Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausblendung ĂŒblicher jahreszeitlich bedingter Schwankungen, waren im MĂ€rz 2009 in Deutschland
40,18 Millionen Personen erwerbstĂ€tig. Dies entspricht einer saisonbereinigten Abnahme um 27 000 Personen (- 0,1%) gegenĂŒber dem Vormonat Februar.


Über die Erstberechnung der ErwerbstĂ€tigen fĂŒr den Berichtsmonat MĂ€rz
2009 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen Ergebnisse zur ErwerbstĂ€tigkeit fĂŒr Januar und Februar 2009 neu berechnet. Dazu wurden alle jetzt neu vorliegenden erwerbsstatistischen Quellen ausgewertet. Aus der Neuberechnung resultieren VerĂ€nderungsraten gegenĂŒber dem Vorjahr, die auf gesamtwirtschaftlicher Ebene um maximal 0,1 Prozentpunkte vom bisherigen Rechenstand nach oben abweichen.


Auf Basis der ArbeitskrĂ€fteerhebung ermittelt Destatis Erwerbslosenzahlen nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Nach vorlĂ€ufigen SchĂ€tzungen waren im MĂ€rz 2009 saisonbereinigt 3,28 Millionen Personen erwerbslos. Die Zahl der Erwerbslosen lag somit saisonbereinigt um 70 000 Personen oder 2,2% ĂŒber der des Vorjahresmonats MĂ€rz 2008.



GegenĂŒber dem Vormonat Februar 2009 ist die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl um 2,3% angestiegen. Die EU-weit harmonisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote fĂŒr Deutschland, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, lag bei 7,6% und damit erstmals seit November 2005 wieder ĂŒber dem Ergebnis des Vorjahresmonats.Im MĂ€rz 2008 lag die Erwerbslosenquote bei 7,4%.





Weitere Ergebnisse, unter anderem die nicht saisonbereinigten Originalwerte zur Erwerbslosigkeit, können im Internet unter www.destatis.de, Pfad: Themen –> Arbeitsmarkt –> ILO-Arbeitsmarktstatistik abgerufen werden. An dieser Stelle stehen auch ausfĂŒhrliche methodische Hinweise zur ILO-Arbeitsmarktstatistik sowie zur ArbeitskrĂ€fteerhebung beziehungsweise zum Mikrozensus zur VerfĂŒgung.


Weitere AuskĂŒnfte geben:
Zum Thema ErwerbstÀtigkeit:
Stephan LĂŒken,
Telefon: (0611) 75-2016,
Zum Thema Erwerbslosigkeit:
Thomas Körner,
Telefon: (0611) 75-4413,
E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

MÀrz 2009: Erstmals seit Februar 2006 weniger ErwerbstÀtige als im Vorjahr
 

Sybilla

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Arbeitsmarkt Mai 2009:

Arbeitslose:

Die FrĂŒhjahrsbelebung am Arbeitsmarkt fĂ€llt 2009 erheblich geringer als ĂŒblich aus. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sinkt im Mai 2009 nur um 126.770 Personen auf 3.458.028 Personen (April 2009 3.584.798). Allerding stieg die Zahl der Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme von April 2009 zu Mai 2009 um 40.000 Personen auf 1,63 Millionen Personen an.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 174.794 Personen an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2008 stieg die Zahl der Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme um 80.000 an. (Von 1,55 Millionen im Mai 2008 auf 1,63 Millionen Personen im Mai 2009)

LeistungsempfÀnger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.901.232 LeistungsempfÀnger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht April 2009 Seite 50. Darunter 6.082.624 LeistungsempfÀnger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den LeistungsempfĂ€ngern gab es im Januar noch 395.000 (Dezember noch 357.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.000 von 3.455.000 April 2009 auf 3.456.000 Mai 2009 an (Seite 57 BA Bericht Mai 2009)


Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorlĂ€ufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (MĂ€rz 2009 1.246.618 BA Bericht Mai 2009 Seite 55) Im April 2009 gingen neue Anzeigen fĂŒr 452.000 Kurzarbeiter ein.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Mai 2009 befanden sich 1,63 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. ( + 40.000 zum Vormonat April) (Seite 6 BA Bericht Mai 2009)

Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (1 € Jobs) 314.629 Personen

----------------------------------------------------------------

Bundessozialgericht: Hartz IV ist verfassungswidrig.
Arbeit zum Dumpinglohn sittenwidrig.


(Neue Studie - Zahl der Hartz-IV-Aufstocker gestiegen)



Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - DIW Wochenbericht 4/2009 (PDF)

EnthĂŒllungsbuch ĂŒber Leben mit Hartz IV - Mit Lizenz zur Ausbeutung

In der ARD-Undercover-Reportage „Arm durch Arbeit“ hat sich Markus Breitscheidel ein Jahr lang durch das Dickicht der Leiharbeitsfirmen geschlagen. Und dabei Erfahrungen gemacht, die ihn als Menschen verĂ€ndert haben.

Growing Unequal? : Income Distribution and Poverty in OECD Countries Summary in German - Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in OECD-LĂ€ndern Zusammenfassung in Deutsch 9 Seiten

Alexander Engels zu einem neuerlichen Hartz-IV-Problem-Fall - GeldabhĂ€ngig - Die TĂŒcken der Hartz-IV-Gesetze treten immer in EinzelfĂ€llen hervor. Das zeigt sich nun am Beispiel von Marion Kuhnert. Ihre Tochter erhĂ€lt Bafög, um sich im Studentenleben ĂŒber Wasser zu halten, und in der Folge verliert die Mutter ihre Wohnung....

Viele Kinder können sich das Schulessen nicht leisten SchĂŒler aus Ă€rmeren Familien haben oft zu wenig Geld fĂŒr die gemeinsame Mahlzeit.

"Ich weiß, dass Kinder gerne hier essen wĂŒrden, es sich aber nicht leisten können und anderen Kindern wĂ€hrend der Mahlzeit ĂŒber die Schulter gucken"

Studie - Kein warmes Essen bei Hartz IV



Bei genauer Betrachtung verschĂ€rft sich die Vermutung und das GefĂŒhl, das die Reformen am Arbeitsmarkt das Entstehen der Niedriglohnsektoren, Praktika, 1 Euro Jobs, BĂŒrgerarbeit sowie die Schaffung prekĂ€rer ArbeitsverhĂ€ltnisse und Working Poor die Ursachen der aktuellen Finanz – Wirtschaftskrise ubd Arbeitsmarktkrise sind.

Warum wird die Entstehung von prekĂ€ren ArbeitsverhĂ€ltnissen – 1 Euro Jobs die BeschĂ€ftigung in BĂŒrgerarbeit und als Pflegeassident/in, multimedial im Gleichklang der meisten Medien bejubelt, wobei jede kritische Betrachtung der steigenden Armut (1 Millionen TafelbedĂŒrftige in 2008 – siehe unten) ohne nennenswerte Beachtung blieb?

Ich fĂŒrchte, weil die Last/Kosten der Arbeitslosigkeit solidarisch alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen mĂŒssen, die Last der Armut im Niedrigstlohnbereich die Einzelnen ganz alleine.

Was heißt wĂŒrdige Arbeit?

Ich sage unwĂŒrdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.

Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen VerhĂ€ltnisse und einer akribischen und fĂŒr viele sehr peinlichen BedĂŒrftigkeitsprĂŒfung beanspruchen dĂŒrfen. Dass ist nach meinem VerstĂ€ndnis mehr als unwĂŒrdig.

Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschÀftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen BeschÀftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?


Analyse des BA Berichts April 2009:

Erstellt von Sybilla am 28.05.09 13 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.


Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit

Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Bericht Mai 2009


LEISTUNGSEMPFÄNGER 2) BA Bericht April 2009 Seite 50

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld I 1.135.613 * Personen
- erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Alg II) 4.947.011*
- nicht erwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige (Sozialgeld) 1.818.608*
*VorlĂ€ufig und hochgerechnet, endgĂŒltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.901.232 LeistungsempfÀnger

+ xxx Personen ca. 1,3 – 1,6 Millionen in Kurzarbeit. Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit.

+ xxx Arbeitslose, die im Berichtsmonat, letzte Zahl Januar 2009 (395.000) keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.

+ Kinder von ALG II Leistungsbeziehern im Leistungsbezug des Kinderzuschlags.
Kinderzuschlag - Der Kinderzuschlag wird Eltern gewĂ€hrt, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen bestreiten können, aber nicht ĂŒber ausreichend finanzielle Mittel verfĂŒgen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro monatlich.

Pressemitteilung Nr. 288 vom 11.08.2008 - Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro
Die Nettoausgaben fĂŒr die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben fĂŒr diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen.
In dieser Zahl sind nicht (ca. 1,1 Millionen 2007) Personen enthalten die Sozialhilfe nach SGB XII beziehen.

Pressemitteilung Nr.460 vom 02.12.2008 Sozialhilfe 2007: 1,1 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen


Im Monat Mai 09 befanden sich 1,63 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.
Darunter 314.629 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (BA Bericht Mai 2009 Seite 81)

(Mai 09 1,63 Millionen)
(April 09 1,59 Millionen)
(MĂ€rz 09 1,58 Millionen)
(Februar 09 1,55 Millionen)
(Januar 09 1,54 Millionen)
(Dezember 1,64 Millionen)
( November 1,62 Millionen)
(Oktober 1,57 Millionen)
(September 1,51 Millionen) in einer von Bund oder Bundesagentur fĂŒr Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.


Ein Blick auf die Graphiken VI. Arbeitsmarkt GesamtĂŒbersicht Seite 48 BA Bericht Mai 09 zeigt ganz deutlich das die Zahl der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren erheblich abgesunken ist. Das bedingt auch einen RĂŒckgang der Arbeitslosigkeit.

VerlĂ€ssliche Aussagen zu 1 Euro Arbeitsgelegenheiten und arbeitsmarktpolitische Instrumente sind aufgrund einer erheblichen Unterfassung der Daten und Änderungen der Datenerfassung und gesetzlichen Bestimmungen nicht möglich.

Fußnoten BA Bericht April 2009 Seite 73

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben fĂŒr 2008 [Datenstand Dez. 2008] nur ca. 72 % der TrĂ€ger Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst.
6) Im November 2008 erfolgte eine Umstellung der seit November 2005 ĂŒber XSozial-BA-SGB II gelieferten Förderdaten auf einen neuen Softwarestand. Daher können Differenzen zu den bereits veröffentlichten Daten auftreten.
7) Zum 01.01.2009 eingefĂŒhrt mit dem Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.Dezember 2008. Statistische Daten liegen noch nicht vor.
Leider gibt es keine statistischen Zahlen wie viele Personen in kommunalen Projekten, die ich als „BĂŒrgerarbeit“ bezeichne, beschĂ€ftigt werden. Diese Projekte und Personen verbergen sich vielfach in der statistischen Untererfassung der Arbeitslosigkeit.

Entwicklung am Stellenmarkt

Bestand - BA Bericht MĂ€rz 2009 Seite 11

alle Stellen 490.000
darunter: Vakanzen 432.000
ungeförderte Stellen 300.000
darunter: Vakanzen 257.000
ungeförderte "normale" Stellen1) 272.000
darunter: Vakanzen 232.000



Quelle: https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200905.pdf

2009:
Mai 490.000 ( Mai 2008 579.000)
April 495.000 (April 2008 592.000)
MĂ€rz 507.000 (MĂ€rz 2008 588.000)
Februar 506.000 (Februar 2008 565.000)
Januar 485.000 (Januar 2008 528.000)

2008:
Dezember 568.500 (Dezember 2007 (545.600)
November 539.000 (November 2007 577.000 )
Oktober 571.000 (Oktober 2007 608. 500)
September 585.000 (September 2007) 629.100
August 586.000 (August 2007 647.500)
Juli 588.000
Juni 596.000
Mai 579.000
April 592.000
MĂ€rz 588.000
Februar 565.000
Januar 528.000

2007:

Dezember 545.600

NatĂŒrlich ergibt sich unter Einbeziehung aller Jobangebote aller Jobbörsen eine höhere Zahl an offenen Stellen, allerdings gibt es den nicht unerheblichen Effekt der Doppelung ( 1 freier Arbeitsplatz wird in mehren Jobstellen ausgeschrieben. Deshalb denke ich das die Zahl der offenen ungeförderten sozialversicherungspflichtigen Stellen nĂ€her bei 150.000 als erheblich höher liegt.

Ein Vergleich der Zahl der Arbeitslosen mit Statistiken vor 2005 ist Ă€ußerst schwierig – so gab es vor Januar 2005 keine „BĂŒrgerarbeit“ keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von BedĂŒrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist deshalb meines Erachtens unsachgemĂ€ĂŸ. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkĂŒrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert.

Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den LeistungsempfĂ€ngern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hĂ€tten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-EmpfĂ€ngern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos gefĂŒhrten Personen hĂ€tten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfĂ€hig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfĂ€hig gewesen. Kriterien fĂŒr die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur fĂŒr Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die BeschĂ€ftigungslosigkeit und die VerfĂŒgbarkeit. Danach wĂŒrden etwa Personen, die arbeitsunfĂ€hig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezĂ€hlt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur VerfĂŒgung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-EmpfĂ€ngern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annĂ€herungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstĂ€tigen HilfebedĂŒrftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zĂ€hlten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jĂ€hrige und 312.000 ĂŒber-58-jĂ€hrige Alg-II-EmpfĂ€nger statistisch nicht als arbeitslos gefĂŒhrt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die HĂ€lfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
BeschĂ€ftigung wurde seit Januar 2005 wurde vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.

- Genration Praktikum
- 1 Euro Jobs
- BĂŒrgerarbeit
- Pflegassitenten/Pfleghelfer
- Bewachung von FahrradstÀndern
- Jobs mit ergÀnzenden ALG II

Pressemitteilung Nr. 340 vom 09.09.2008 -Neue BeschÀftigungsformen prÀgen Arbeitsmarktentwicklung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines PressegesprĂ€chs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer BeschĂ€ftigungsformen die BeschĂ€ftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland maßgeblich geprĂ€gt. Zu diesen neuen oder hĂ€ufig auch als atypisch bezeichneten BeschĂ€ftigungsformen gehören befristete oder geringfĂŒgige BeschĂ€ftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. WĂ€hrend die Zahl der ErwerbstĂ€tigen in sogenannten NormalarbeitsverhĂ€ltnissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen BeschĂ€ftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich fĂŒr alle abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen.


Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung „Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt“ des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das NormalarbeitsverhĂ€ltnis nach wie vor die dominierende Form abhĂ€ngiger BeschĂ€ftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem NormalarbeitsverhĂ€ltnis. DemgegenĂŒber standen 7,7 Millionen Personen in neuen BeschĂ€ftigungsformen.

Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat die Bedeutung des NormalarbeitsverhÀltnisses abgenommen, wenn auch nicht deutlich. 1997 betrug der Anteil der Personen in einem NormalarbeitsverhÀltnis an allen abhÀngig BeschÀftigten noch 82,5%. Der Anteil hat sich seither um acht Prozentpunkte verringert (2007: 74,5%). Entsprechend stieg der Anteil der neuen BeschÀftigungsformen von 17,5% auf 25,5%....
Armut

Hartz IV: Trauriger Rekord bei den Tafeln - Die Tafeln vermuten einen traurigen Rekord: Bis Ende des Jahres werden rund eine Million Menschen die Tafeln besucht haben.


3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Es gibt immer mehr BedĂŒrftige fĂŒr Lebensmittelspenden. Die wachsende Armut in Deutschland bringt die Tafeln zunehmend in BedrĂ€ngnis. Diesen Trend bestĂ€tigte die Sprecherin des Bundesverbandes Deutsche Tafel, Anke Assig. Vor allem in lĂ€ndlichen Regionen und strukturschwachen Gebieten werde es zunehmend schwierig, Spenden fĂŒr die Tafeln zu generieren, sagte sie. Bundesweit versorgen die Einrichtungen rund 800 000 Menschen.
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Mario Nette

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Soweit mir bekannt, werden seit dem 01.01.2009 auch nicht mehr die Erwerbslosen als arbeitslos erfasst, die durch private Vermittler betreut werden. Ich fand dies in deiner Anklage nicht (vielleicht habe ich es ĂŒbersehen).

Mario Nette
 

Sybilla

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@Sybilla
Soweit mir bekannt, werden seit dem 01.01.2009 auch nicht mehr die Erwerbslosen als arbeitslos erfasst, die durch private Vermittler betreut werden. Ich fand dies in deiner Anklage nicht (vielleicht habe ich es ĂŒbersehen).

Mario Nette

Richtig, danke fĂŒr diese ErgĂ€nzung
 

Arania

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Bundesagentur fĂŒr Arbeit Ă€ndert Erfassung der Arbeitslosenzahl

[SIZE=-1]Die Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) verĂ€ndert ab Mai die Erfassung der Arbeitslosenstatistik. Wie die Leiterin fĂŒr die Arbeitsmarktberichtserstattung der BA am Donnerstag mitteilte, werden alle Menschen, die sich in Trainingsmaßnahmen zur «Aktivierung und Eingliederung» in den Arbeitsmarkt befinden, nicht mehr in die offizielle Arbeitslosenzahl eingerechnet. [/SIZE]

Bundesagentur fĂŒr Arbeit Ă€ndert Erfassung der Arbeitslosenzahl +++ derNewsticker.de +++
 

Bienchen

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Wer glaubt denn schon den Statistiken noch. Es muss doch allen in diesem Land in der Krise besser gehen wie vorher. Merkt es denn wirklich keiner???:icon_twisted:

Es dauert nicht mehr lange, da ist die Statistik soweit bereinigt, dass es 0 % Arbeitslosigkeit gibt. Dann jedoch hat man alle Arbeitslosen irgendwo heimlich untergebracht oder entsorgt!!!

Ich traue der Politik alles zu!!!!!

Nach den Wahlen werden sich die Mehrwertsteuer, die Kosten fĂŒr den Lebensunterhalt sowie die Kosten fĂŒr die EnergietrĂ€ger und Dienstleistungen gewaltig erhöhen, die Renten und die SĂ€tze zu Hartz IV werden sinken. Wer hat da wirklich noch eine richtige Chance zum Überleben???? Wenn ich dann noch die Diskussionen höre wegen mehr Selbstbeteiligung bei Arztbehandlungen, so bin ich 100 % sicher, dass schon ein Weg existiert, dass arme Menschen ohne Essen, ohne Wohnung und Ă€rztliche Betreuung sind - nach dem Motto - ALLES MUSS WEG !!!!!!
 
E

ExitUser

Gast
Wer glaubt denn schon den Statistiken noch. Es muss doch allen in diesem Land in der Krise besser gehen wie vorher. Merkt es denn wirklich keiner???:icon_twisted:

Es dauert nicht mehr lange, da ist die Statistik soweit bereinigt, dass es 0 % Arbeitslosigkeit gibt. Dann jedoch hat man alle Arbeitslosen irgendwo heimlich untergebracht oder entsorgt!!!

Ich traue der Politik alles zu!!!!!


Es sind noch immer etwas ĂŒber 7,9 Mio SozialleistungsempfĂ€nger und daran hat sich schon lange nichts mehr geĂ€ndert, ob die Zahlen nun nach Oben oder Unten gingen.
 
S

sogehtsnich

Gast
Wer glaubt denn schon den Statistiken noch.
@Bienchen

Da braucht man nach der Wahl nur mal die Ergebnisse anschauen, wer die Bande gewÀhlt hat, die das eingefÀdelt und verschlimmert hat!
Weiterhin braucht man nur mal raus gehen und die Leute hören, die auf die Hetze anspringen wie ein Moped!
Und schon sieht man, das es gar nicht mal wenige sind, die es glauben!
 
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