ūüí°Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realit√§t

Sybilla

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19 April 2008
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Die Zahlen auf einen Blick April 2008: Arbeitslose mit Ein Euro Jobs/Arbeitsgelegenheiten 3.710.431 Personen 8.027.980 Leistungsberechtigte 7.090.000 hilfebed√ľrftige Personen Bestand offene Stellen 592.000.
Im Dezember 2007 verdienten insgesamt 1.289.000 Leistungsbezieher (Aufstocker mit erg√§nzenden ALG II) in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbst√§tigkeit. 684.000 Leistungsbezieher mit Einkommen bis zur Geringf√ľgigkeitsgrenze von einschlie√ülich 400 Euro. Einkommen von 400 Euro aber nicht mehr als 800 Euro verdienten 231.000 Leistungsbezieher und 374.000 Hilfebed√ľrftige Einkommen √ľber 800 Euro. Quelle der Zahlen: BA Bericht 04/08)

Rund 6,5 Millionen Personen arbeiten unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns. Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)


Wer bei 3.710.431 statistisch erfassten Arbeitslosen (mit Ein-Euro-Job) + ca. 1,25 Millionen Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten (ohne Ein-Euro-Job) von Vollbesch√§ftigung faselt hat den Bezug zur Realit√§t verloren. Wenn die Medien gleich klingend diese Botschaft verk√ľnden, ist dass augenscheinlich eine wunschgem√§√üe aber keine wahrheitsgem√§√üe Berichterstattung.


ZUM TAG DER ARBEIT

Die gesellschaftliche Last der Arbeitslosigkeit oder wie erstellt man eine positive Statistik?

Analyse des BA Berichts April 2008:

Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Die Wirklichkeit der Realität

Ausgewählte Schlagzeilen der letzten Tage:

Neckermann vor Arbeitsplatzabbau
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Stellenabbau bei BMW
Stellenabbau bei BMW : News & Nachrichten
Regierung baut 400 Stellen ab
Regierung baut 400 Stellen ab - svz.de


Der Arbeitsmarkt steht auf der Kippe. Im ersten Quartal haben deutsche Gro√üunternehmen angek√ľndigt, knapp 40.000 Stellen streichen zu wollen. Dem steht die geplante Schaffung von nur noch 23.000 neuen Stellen gegen√ľber. Das geht aus einer Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor, in die alle √∂ffentlich angek√ľndigten Personalstandsver√§nderungen von mehr als hundert Stellen in der Wirtschaft einbezogen worden sind.
Folgen der Finanzkrise: Es droht ein Stellenabbau - Konjunktur - Wirtschaft - FAZ.NET
Und so weiter und sofort….

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Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt ‚Äď Berichts April 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verk√ľndet werden.

April 2008

Im April 2008 beträgt Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.710.431 (Vormonat 3.796.088 ). bestehend aus (3.413.921 Arbeitslose (Seite 46 BA Bericht April 08) + * 296.510 Ein Euro Jobs ( BA Bericht April 2008 Seite 70 )

*3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT √ľber XSozial √ľbermittelt werden (z. B. haben f√ľr 2007 nur ca. 31% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 70 BA ‚Äď Bericht 4/08) ist von 1.456.564 Personen im Februar 08 um 46.985 Personen auf 1.503.549 Personen im M√§rz 08 und im April 2008 noch einmal um 28.391 Personen auf jetzt 1.531.940
Personen angestiegen. Das hei√üt rund 60 % des R√ľckgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von Februar zu M√§rz 08 und rund 30 % des R√ľckgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von M√§rz zu April 08 wurde weder durch die Konjunktur noch durch Nachfrage von Arbeitskr√§ften erreicht sondern durch die Ausweitung der arbeitsmarktpolitische Instrumente.

Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verk√ľnden. (Dabei werden v√∂llig unterschiedliche Statistiken verglichen ‚Äď so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bed√ľrftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgem√§√ü. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verk√ľrzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenzi√∂s interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitspl√§tzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitspl√§tze mit erg√§nzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen‚Äú einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt.
Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut.


https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200804.pdf

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Au√üer den Leistungsempf√§ngern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen h√§tten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empf√§ngern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos gef√ľhrten Personen h√§tten an einer Trainingsma√ünahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunf√§hig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsf√§hig gewesen. Kriterien f√ľr die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur f√ľr Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Besch√§ftigungslosigkeit und die Verf√ľgbarkeit. Danach w√ľrden etwa Personen, die arbeitsunf√§hig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gez√§hlt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verf√ľgung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empf√§ngern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur ann√§herungsweise m√∂glich. Zur Gruppe der erwerbst√§tigen Hilfebed√ľrftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro z√§hlten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsma√ünahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-j√§hrige und 312.000 √ľber-58-j√§hrige Alg-II-Empf√§nger statistisch nicht als arbeitslos gef√ľhrt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Bedarfsgemeinschaften und hilfebed√ľrftige Personen 1) hochgerechnete Werte

BA Bericht April 2008 Seite 21

Bedarfsgemeinschaften 3.657.000
hilfebed√ľrftige Personen 7.090.000
davon:
erwerbsf√§hige Hilfebed√ľrftige (eHb) 5.154.000
nicht erwerbsf√§hige Hilfebed√ľrftige (nEf) 1.935.000


Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts April Seite 46

*Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _938.047
*Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _5.154.448
*Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _ 1.935.485

= * 8.027.980 Leistungsberechtigte April 2008

*Vorl√§ufig und hochgerechnet, endg√ľltige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

Sozialhilfeempfänger (Netto-)Arbeitskräftepotenzial Dezember 2004

Statistisches Bundesamt - Ergebnisse der Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsstatistik 2004

Verlust der Kaufkraft

Inflation f√ľr Rentner im M√§rz angeblich bei sechs Prozent

Der Kaufkraftverlust hat die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland im M√§rz Berechnungen von Inflationsforschern zufolge doppelt so stark betroffen wie den Durchschnitt der B√ľrger. Die Inflationsrate f√ľr Rentner liege im M√§rz bei sechs Prozent, sagte der Inflationsexperte der Schweizer Universit√§t Fribourg, Hans Wolfgang Brachinger, der "Bild"-. Die vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene vorl√§ufige Rate betrug dagegen 3,1 Prozent. Als Grund f√ľr den Unterschied nannte Brachinger den vergleichsweise hohen Anteil von Lebensmitteln an den Gesamtausgaben der Rentner....
AFP: Inflation f√ɬľr Rentner im M√ɬ§rz angeblich bei sechs Prozent
Vom Verlust der Kaufkraft sind neben 20 Millionen Rentner und 6,5 Millionen Menschen im Niedrigstlohnbereich auch diese 8 Millionen ALG II Leistungsempfänger betroffen. Also rund 50 % der Bevölkerung muss mit anhaltenden Kaufkraftverlust rechnen. Denn ohne Beachtung der Pauschalreisen der Ostertage sehe ich eine weiter galoppierende Inflation.

Nahrungsmittel ... verteuerten sich gegen√ľber M√§rz ‚Äď je nach Bundesland ‚Äď nochmals leicht um bis zu 0,5% und lagen damit um 6,5% bis 8,8% √ľber dem Preisniveau vom April 2007. F√ľr Heiz√∂l lagen die Preise zwischen 1,1% und 4,6% √ľber dem Vormonat beziehungsweise zwischen 33,7% und 42,9% √ľber dem Vorjahresmonat. Die Kraftstoffpreise ver√§nderten sich nur wenig gegen√ľber M√§rz 2008, sie lagen um 7,8% bis 10,8% √ľber dem Stand von April 2007.
Verbraucherpreise April 2008: Voraus√āsichtlich + 2,4% gegen√ɬľber April 2007
IAB-STUDIE

1,3 Millionen Arbeitnehmer beziehen zusätzlich Hartz IV
Wenn der Lohn zum Leben nicht reicht: 1,33 Millionen Menschen in Deutschland m√ľssen ihr Gehalt mit Hartz-IV-Mitteln aufstocken - das sind √ľber eine halbe Million mehr als noch vor zwei Jahren. Das zeigt eine Studie des Instituts f√ľr Arbeitsmarktforschung.

IAB-Studie: 1,3 Millionen Arbeitnehmer beziehen zusätzlich Hartz IV - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Dazu eine Verdi ‚Äď√úbersicht

Aufstocker

Es ist traurig, aber wahr: Viele Besch√§ftigte k√∂nnen von ihrem Arbeitseinkommen nicht den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und brauchen deshalb Zusch√ľsse des Staates. Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben nicht nur Hartz-IV-Empf√§nger/-innen. Wer ein sehr geringes Einkommen bezieht, kann es durch Alg II aufstocken.
Wenn der Lebensunterhalt nicht allein durch Arbeitslosengeld I oder Einkommen bestritten werden kann, können Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II (erwerbsfähige Personen) oder SGB XII (nicht erwerbsfähige Personen) beantragt werden. Einkommen wird dabei im Rahmen des § 11 SGB II auf den Bedarf angerechnet.
Die Zahl dieser so genannten Aufstocker hat in letzter Zeit stark zugenommen. Zuletzt waren bereits mehr als 21 Prozent aller Alg-II-Empfänger/-innen erwerbstätig!
….
Diese Entwicklung ist ein gesellschaftlicher Skandal: W√§hrend sich in der Gro√üen Koalition die Union massiv gegen die Einf√ľhrung eines gesetzlichen Mindestlohns stemmt, subventioniert gleichzeitig der Staat in der boomenden deutschen Volkswirtschaft Armutsl√∂hne zu Lasten der √∂ffentlichen Haushalte, zu Gunsten der Wirtschaft.
Es ist nicht länger hinzunehmen, dass Unternehmen Hartz IV zum Zwecke von Lohndumping missbrauchen. Hier muss dringend gehandelt werden. Lohndumping auf Kosten des Staates und der Steuerzahler muss beendet werden. Wir brauchen auch in Deutschland endlich einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn!
ver.di b+b -Aufstocker
Jeder F√ľnfte arbeitet f√ľr Niedriglohn
6,5 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland f√ľr wenig Geld, das sind 22 Prozent aller abh√§ngig Besch√§ftigten. Im internationalen Vergleich hat Deutschland inzwischen einen hohen Anteil von Niedrigl√∂hnen.

So werden Bruttostundenlöhne bezeichnet, die unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns liegen. 2006 lag diese Schwelle bei 9,61 Euro in Westdeutschland und 6,81 Euro in Ostdeutschland. Im Durchschnitt haben Niedriglohnbeschäftigte im Westen 7,12 Euro brutto und im Osten 5,43 Euro erhalten. Teilzeit- und Minijobs machen mit knapp 54 Prozent inzwischen mehr als die Hälfte der Niedriglohnbeschäftigung aus, der Anteil der Minijobs hat sich zwischen 1995 und 2006 von 15 auf 29,7 Prozent fast verdoppelt.

Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Auswertung auf Grundlage der Daten des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) von 2006.
https://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.pdf
Bestand alle Stellen (Seite 10 BA Bericht 4/08 )

Bestand
alle Stellen 592.000
darunter: Vakanzen 527.000
ungeförderte Stellen 399.000
darunter: Vakanzen 351.000
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 364.000
darunter: Vakanzen 322.00

2007:

August 647.500
September 629.100
Oktober 608. 500
November 577.000
Dezember 545.600

2008:

Januar 528.000
Februar 565.000
März 588.000


Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zus√§tzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-B√∂rse und dem Job-Roboter bekannt. Viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz, vermehrt sich nicht zu f√ľnf freien Arbeitspl√§tzen, nur weil er in f√ľnf Stellenb√∂rsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobb√∂rsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen.



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Quellen der Zahlen:
BA ‚Äď Monatsberichte Monatsberichte
https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200803.pdf
Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.



Mit der Einf√ľhrung des (SGB II) √§nderten sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland.
Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden in die Entlastungsrechnung einbezogen:
- Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes:Arbeitsgelegenheiten, Einstiegsgeld Variante Beschäftigung, ABM, traditionelle SAM und BSI,

- Qualifizierung: berufliche Weiterbildung, Trainings- und Eignungsfeststellungsmaßnahmen, berufliche Wiedereingliederung Behinderter

- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III und Personen in geförderter Altersteilzeit

- Teilnehmer an Personal-Service-Agenturen

- F√∂rderung der Selbst√§ndigkeit: Existenzgr√ľndungszuschuss (Ich-AG) , √úberbr√ľckungsgeld, Gr√ľndungszuschuss und Einstiegsgeld Variante Selbst√§ndigkeit

Folgende Instrumente werden in der Entlastungsrechnung nicht ber√ľcksichtigt, was nichts gegen ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Eingliederung von Arbeitslosen in regul√§re Besch√§ftigung sagt:

- Maßnahmen der beruflichen Erstqualifizierung spielen sich größtenteils im Vorfeld des Arbeitsmarktes ab; sie betreffen
√ľberwiegend Personen, die vorher nicht arbeitslos gemeldet waren. Dies gilt insbesondere f√ľr berufsvorbereitende Bildungsma√ünahmen, die Berufsausbildung Benachteiligter, die berufliche Ersteingliederung Behinderter, BAB wegen einer
beruflichen Ausbildung sowie f√ľr gro√üe Teile des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Ob sich diese Jugendlichen ohne eine derartige Ma√ünahme (kurzfristig) arbeitslos gemeldet h√§tten, muss offen bleiben.

- Daneben gibt es finanzielle Hilfen zur direkten Eingliederung Arbeitsloser in regul√§re abh√§ngige Besch√§ftigung. Insbesondere bei Eingliederungszusch√ľssen und Besch√§ftigungshilfen f√ľr Langzeitarbeitslose (2003 ausgelaufen) werden gro√üenteils Schwervermittelbare gef√∂rdert, die andernfalls kaum eine Chance h√§tten. Die finanzielle F√∂rderung ist also h√§ufig Ausgleich f√ľr eine (vermutete) Minderleistung. Deshalb d√ľrfte auf diese Weise keine zus√§tzliche Besch√§ftigung entstehen, d. h. ohne diese Hilfen w√§ren vermutlich Arbeitnehmer ohne Vermittlungshemmnis eingestellt worden (Substitutionseffekt). Vielleicht w√§re es in dem einen oder anderen Fall aber auch ohne diese Zusch√ľsse zur Einstellung f√∂rderungsf√§higer Arbeitsloser gekommen (Mitnahmeeffekt) oder (leistungsschwache) Besch√§ftigte w√§ren freigesetzt worden (Dreht√ľreffekt).

- Schließlich bestehen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung regulärer Beschäftigung ausschließlich oder großenteils in
einmaligen Hilfen, so dass sich Bestands- und damit Entlastungsgr√∂√üen nicht angeben lassen. Dies gilt, abgesehen von den (normalen) Arbeitsvermittlungen, insbesondere f√ľr die Unterst√ľtzung der Beratung und Vermittlung sowie f√ľr Mobilit√§tshilfen (z. B. √úbernahme von Bewerbungs-, Reise- und Umzugskosten), gro√üenteils aber auch f√ľr die Freie F√∂rderung gem. ¬ß 10 SGB III.

In die ‚ÄěEntlastung durch arbeitsmarktpolitische Ma√ünahmen‚Äú der Bundesagentur nicht einbezogen sind schlie√ülich Bezieher von vorgezogenem Altersruhegeld oder Erwerbsunf√§higkeitsrenten , auch wenn diese Fr√ľhverrentungen arbeitsmarktbedingt sind; hierzu liegen keine monatsaktuellen Daten vor.

Quelle: BA Monatsbericht September 07 Seite 29

In der Tat es gibt einen R√ľckgang der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit.
Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
 
E

ExitUser

Gast
Politik feiert sich ohne das Volk

Täusche und herrsche

Von Hans-Dieter Hey

N√§chstes Jahr sind Bundestagswahlen. Deshalb feiert SPD-Parteichef Kurt Beck jetzt schon mal die umstrittene Agenda 2010 als ‚ÄěAuftakt zu einem gro√üen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Erfolg‚Äú. Die CDU feiert mit, m√∂chte gern vermutete Erfolge auf sich verbuchen. Die Mainstream-Medien stiften landauf, landab die positive √∂ffentliche Stimmung dazu. Und Bundespr√§sident Horst K√∂hler tr√§umt schon von einer ‚ÄěAgenda 2020".
Weiter: www.nrhz.de
 

wolliohne

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Zitat:

Weiter so?


Reden wir nicht drum herum. Agenda 2010 ist ein gro√üer politischer Skandal der ehemaligen rot-gr√ľnen und in deren Fortsetzung der aktuellen schwarz-roten Regierung. Agenda 2010 hat unsere Gesellschaft gespalten, ihr weniger Arbeit mit Chancen zum √úberleben gebracht, weniger Bildungschancen, ungleiche medizinische Versorgung und vor allem gro√üe Armut in immer gr√∂√üeren Teilen der Bev√∂lkerung, w√§hrend Managergeh√§lter und Gewinne skandal√∂s steigen. Wie jetzt zu sehen ist, zeigt sich zudem inzwischen auch weltweit, dass das neoliberale Herumwurschteln gescheitert ist und der von vielen beschworene Marktmechanismus nicht funktioniert. Die Folgen: Siehe oben. Ob diese Gesellschaft noch eine Agenda 2020 aush√§lt, weil auf die Politik kein Verlass mehr ist, ist eine gro√üe Unbekannte. Wie im Lande gedacht wird, zeigt eine Untersuchung:

55 Prozent aller Deutschen sind sicher, dass in ihrem jetzigen Leben noch eine Revolution kommen wird. Es bleibt nur die Frage, wer's macht. (HDH)

Ps.es ist längst 10 nach 12.
 

Mario Nette

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Die von Dir genannte "Neue Rheinische Zeitung" wird nicht von Journalisten gemacht, wird lediglich im Internet veröffentlicht und ist damit genauso "wertvoll" wie die Homepage einer x-beliebigen Märchenfee.

Es ist jedenfalls kein Medium, das man als "seriös" oder "ernsthaft" bezeichnen könnte.
Ein Journalist [ í ärnaňąl…™st] ist, ‚Äěwer hauptberuflich an der Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligt ist‚Äú, so der Deutsche Journalisten-Verband. Aus rechtlicher Sicht kann sich jeder als Journalist bezeichnen (Artikel 5 Grundgesetz).
(Quelle: Journalist √Ę‚ā¨‚Äú Wikipedia)

Jeder!, auch jene Leute von SZ, WAZ, SPON, Bild, ...

Mario Nette
 

mercator

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Auch Bild, SZ, WAZ besch√§ftigen Menschen, die √ľblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachl√§ssigen.
Bild besch√§ftigt Menschen, die √ľblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachl√§ssigen? Auf welchem Planeten lebst Du denn?
 

Sybilla

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Hier die Ablehnung der FOCUS-Online-Administrationsteam als Kommentar zu diesen Artikel
Arbeitsmarkt: Fr√ɬľhling bringt gute Zahlen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online
Hallo Sibylles_Augen,

Ihr Beitrag: mEin-Euro-Job 3.710.431 Arbeitslose 8.027.980 Leistungsber.
Die Zahlen auf einen Blick April 2008: Arbeitslose mit Ein Euro Jobs/Arbeitsgelegenheiten 3.710.431 Personen 8.027.980 Leistungsberechtigte 7.090.000 hilfebed√ľrftige Personen Bestand offene Stellen 592.000. Im Dezember 2007 verdienten insgesamt 1.289.000 Leistungsbezieher (Aufstocker mit erg√§nzenden ALG II) 684.000 Leistungsbezieher mit Einkommen bis 400 Euro 231.000 Leistungsbezieher mit Einkommen von 400 bis 800 Euro 374.000 Hilfebed√ľrftige Einkommen √ľber 800 Euro. Wer bei 3.710.431 statistisch erfassten Arbeitslosen (mit Ein-Euro-Job) ca. 1,25 Millionen Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten (ohne Ein-Euro-Job) von Vollbesch√§ftigung faselt hat den Bezug zur Realit√§t verloren.


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Ihr FOCUS-Online-Administrationsteam
Als Zensur im Internet werden verschiedene Verfahren von Staaten oder nichtstaatlichen Gruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, die Publikation von bestimmten Inhalten im Web zu kontrollieren, zu unterdr√ľcken oder im eigenen Sinn zu steuern. Vor allem Nachrichten und Meinungs√§u√üerungen sind davon betroffen, in muslimisch gepr√§gten Staaten auch Webseiten mit erotischem oder religi√∂sem Inhalt. Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grunds√§tzlich von der Zensur anderer Medien.
 

mercator

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Hallo Sybilla,
das zeigt doch nur, dass Du mit Deinen Recherchen und Zahlen in ein Wespennest gestochen hast. Traurig, was hier mittlerweile passiert. Ich weiß, Du bist auch in anderen Foren aktiv und veröffentlichst dort Artikel zur Arbeitslosenstatistik, die sehr viel näher an der Wahrheit sind, als die offiziellen, manipulierten Statistiken. Weiter so! :icon_klarsch:
 

BerndH

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Hier die Ablehnung der FOCUS-Online-Administrationsteam als Kommentar zu diesen Artikel
Arbeitsmarkt: Fr√ɬľhling bringt gute Zahlen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online

Als Zensur im Internet werden verschiedene Verfahren von Staaten oder nichtstaatlichen Gruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, die Publikation von bestimmten Inhalten im Web zu kontrollieren, zu unterdr√ľcken oder im eigenen Sinn zu steuern. Vor allem Nachrichten und Meinungs√§u√üerungen sind davon betroffen, in muslimisch gepr√§gten Staaten auch Webseiten mit erotischem oder religi√∂sem Inhalt. Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grunds√§tzlich von der Zensur anderer Medien.
@ Sybilla

Oh je - Du hast versucht am Ansehen des medialen Imperiums zu kratzen - das lassen DIE sich nicht gefallen!
Motto: Was uns nicht in den Kram passt, wird wegzensiert.

Der Hinweis, solche Meinungsäußerungen in einem entsprechenden Forum zu tätigen, hat auch System:
Inzwischen gibt es an jeder Ecke und fast auf jeder Homepage einen Chat oder ein Forum, wo sich die unmöglichsten und verschrobensten Typen aufhalten und ihren "Senf" zum Besten geben. Diese "Typen" werden von den meisten Menschen nur "mitleidsvoll belächelt" - ergo, nicht ernstgenommen!
Demzufolge w√ľrde ein Beitrag, wie der von Sybilla, in einem Forum nicht f√ľr voll genommen. Zumindest nicht von der Allgemeinheit und von den Menschen, die mit diesen Problemen (noch) nicht konfrontiert sind. Denn wer bittesch√∂n liest und schreibt im Forum von FOCUS? Wir, die wir betroffen sind? Nein, wir haben unsere Plattformen, da geht aber kein Nicht-Betroffener drauf.

Also, was ist zu tun, damit die Bev√∂lkerung nicht aufwacht? Alles Negative sch√∂n dahin verfrachten, wo es keinen Schaden anrichten kann. Und als Otto-Normalb√ľrger hast Du darauf auch keinen Einfluss. Frei nach dem Motto: Wir sitzen eh am l√§ngeren Hebel!

Denn: Wir sind die Medien - wir sind die Politiker - wir sind die Wirtschaft

Hoch lebe die DEMOKRATUR!

Aussage von mercator:

Hallo Sybilla,
das zeigt doch nur, dass Du mit Deinen Recherchen und Zahlen in ein Wespennest gestochen hast. Traurig, was hier mittlerweile passiert. Ich weiß, Du bist auch in anderen Foren aktiv und veröffentlichst dort Artikel zur Arbeitslosenstatistik, die sehr viel näher an der Wahrheit sind, als die offiziellen, manipulierten Statistiken. Weiter so! :icon_klarsch:
Dem schließe ich mich ohne Zweifel an!
 
B

B. Trueger

Gast
Wir sind ja eine pluralistische Gesellschaft. Also pluralistisch bedeutet vielf√§ltig. Das hei√üt, wir k√∂nnen uns aus zahlreichen Quellen informieren, haben also die Auswahl unter einer Vielzahl von Sendern und Zeitungen. Allerdings wissen wir auch, dass in den √ľberwiegenden Teilen der Medien, sei es Rundfunk, Fernsehen, Printmedien - eines gemeinsam ist: Sie publizieren alle das gleiche. Auch wenn die L√ľgen noch so widerlegbar sind. Das ist purer Meinungsmanipulation. Es ist egal ob es sich um Arbeitslosenzahlen, Demonstrationsteilnehmer, Lohnentwicklung, Alterung der Gesellschaft uvm. handelt.

Nur ein Beispiel: erinnert Ihr euch an die Montags Demonstrationen 1989? Diese wurden dauernd im Westfernsehen gezeigt, auf Sendern, die in der damaligen DDR empfangen werden konnten. Sie wurden immer weiter hochgespielt, da wurden Teilnehmerzahlen in den Zehntausenden genannt und es wurden von Mal zu Mal mehr. So haben die Leute dort gesehen, dass es immer mehr Menschen werden, dass Solidarit√§t besteht und sie etwas erreichen k√∂nnen. Als 2005 die Montagsdemonstrationen gegen Hartz 4 stattgefunden haben, verhielten sich die Medien genau andersherum. Es wurde beil√§ufig erw√§hnt, dass sich da weniger Leute eingefunden h√§tten, dass immer weniger kommen w√ľrden - und die Demonstranten sind zuhause geblieben. So wurde der Widerstand im Ansatz abgew√ľrgt. So ist es mit allem. Ebenso mit dem Euro, der in den Medien immer als Erfolg dargestellt wird, obwohl der gr√∂√üte Teil der Deutschen diese W√§hrungsreform noch immer ablehnt. Okay, es war ja auch keine W√§hrungsreform, sondern nur eine W√§hrungsumstellung. Das bezeichnet zwar dasselbe, klingt aber viel harmloser als die radikale Entwertung unseres Geldes.

Eine besondere Technik der Manipulation seitens der Medien ist unter anderem die selektive Darstellung. Ihr kennt sicher jener Einspielungen, wo Leute in der Fu√üg√§ngerzone √ľber irgendwelche Dinge befragt werden und unwissende Antworten geben. "Comedians", die offiziellen Fernsehclowns, f√ľhren uns gerne Menschen vor, die Anfragen wie "wie lange dauerte der drei√üigj√§hrige Krieg?" Antworten geben, bei denen man sich fragt, wie sie bis jetzt der Einweisung in eine geschlossene Anstalt entgehen konnten.

Stellt man eine ernsthafte Frage: "was feiern wir an Pfingsten?" Auch da erhalten wir h√∂chst seltsame Antworten, wenn man gen√ľgend Leute befragt. Wenn von 100 Leuten 90 richtig antworten, kann ich mir als Fernsehjournalist jene f√ľnf aus den restlichen 10 heraus picken, die am weitesten daneben gelegen waren, und so die Meldung √ľber die Flimmerkiste jagen, dass 85% der Deutschen keine Ahnung von kirchlichen Festen h√§tten und deshalb der Pfingstmontag als Feiertag abgeschafft werden sollte. Und genauso sieht es nat√ľrlich mit der Ver√∂ffentlichung der allmonatlichen Arbeitslosenquote aus, welche nat√ľrlich noch durch entsprechende thematischen Beitr√§ge untermauert werden. Dass diese jenseits von Gut und b√∂se sind, ist vielen klar, aber sehr viele glauben das was dort in den Medien und Zeitungen publiziert wird - unvoreingenommen. Hinterfragen? Wozu?
 

RudiRatlos

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Hey B.Trueger,
echt Klasse dein Beitrag, ohne Sche....:icon_daumen:
 

Papa Bär

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Inzwischen gibt es an jeder Ecke und fast auf jeder Homepage einen Chat oder ein Forum, wo sich die unmöglichsten und verschrobensten Typen aufhalten und ihren "Senf" zum Besten geben. Diese "Typen" werden von den meisten Menschen nur "mitleidsvoll belächelt" - ergo, nicht ernstgenommen!
Wobei hier zu bemerken ist, dass selbst die "heilige Inquisition der Foren" im SPON zunehmend einen grundlegenden Meinungswandel erfährt. Kritische Stimmen gewinnen an Breite.
Auch das vor einigen Jahren mit viel "Getöse" ins Leben gerufene Medienspektakel "Du bist Deutschland", erfährt in seinem Forum eine Form der offenen Kritik, dass es sicher eine Frage der Zeit ist, das die Familie Mohn dies noch geschehen lässt.
Insoweit sind die Gesetzesvorstöße unserer beiden gleichgeschalteten Minister... Justiz und Inneres, eine Gedankenpolizei zu schaffen äußerst bedenklich.


Gr√ľ√üe vom Papa B√§r
 
S

sogehtsnich

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"Was ich selber denk und zu, trau ich immer anderen zu!"

Aber sich √ľber die Zensur in China und der DDR aufregen und selbst ist die Glotze und die Presse doch die gr√∂√üte Propaganda- und L√ľgenmaschine der Damen & Herren in Berlin!
 

BerndH

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Wobei hier zu bemerken ist, dass selbst die "heilige Inquisition der Foren" im SPON zunehmend einen grundlegenden Meinungswandel erfährt. Kritische Stimmen gewinnen an Breite.
Auch das vor einigen Jahren mit viel "Getöse" ins Leben gerufene Medienspektakel "Du bist Deutschland", erfährt in seinem Forum eine Form der offenen Kritik, dass es sicher eine Frage der Zeit ist, das die Familie Mohn dies noch geschehen lässt.
Insoweit sind die Gesetzesvorstöße unserer beiden gleichgeschalteten Minister... Justiz und Inneres, eine Gedankenpolizei zu schaffen äußerst bedenklich.
Gr√ľ√üe vom Papa B√§r
Habe mir mal die M√ľhe gemacht und besagtes Forum von DBD besucht. Mir ist aufgefallen, dass alle Kritikthemen und -diskussionen irgendwo im Februar bis Anfang M√§rz diesen Jahres auslaufen. Ich finde nur wenige Threads, die eine offene Kritik beinhalten und dazu noch aktuell sind. Gibt es denn ab 02-03/2008 nichts mehr, wor√ľber man sich mittels √∂ffentlicher Kritik √§u√üern k√∂nnte?
Das l√§√üt doch den Eindruck entstehen, dass hier mit Absicht Diskussionen in die W√ľste geleitet werden, damit die sch√∂ne und saubere Fassade nach Au√üen hin weiterhin als gepflegt erscheint. Inwiefern das von den Machern dieses Forums m√∂glich ist, kann ich nicht beurteilen. Doch denke ich, dass die entsprechenden Administratoren auch in der Lage sind, Beitr√§ge zu l√∂schen und nur einen kleinen Teil Kritik √ľbriglassen. Was dann nach au√üen wieder so aussehen w√ľrde, als ob die Kritiker der Kampagne nur recht wenige sind. Auch eine M√∂glichkeit der Manipulation - und eine sehr erfolgreiche dazu. Wenn man dann noch bedenkt, dass die angeschlossenen Firmen, Medien und Personen einen Ruf zu verlieren haben.....
M.E. ist diese Kampagne eh nur dazu bestimmt, Sch...e zum gl√§nzen zu bringen. Oder hat jemals einer der Verantwortlichen von DBD etwas dagegen unternommen, dass die Regels√§tze von Kindern nach der Einf√ľhrung von H4 reduziert wurden? Also was bringt es, die Front seines Hauses zu renovieren, und den Rest vergammeln zu lassen. Au√üen Hui - Innen Pfui! Man muss nur "dahinterblicken"!

Wenn es soweit kommt, dass wir nirgendwo mehr unsere Meinung frei √§u√üern d√ľrfen, dann ist doch mit einem Schlag unser Grundgesetz ausgehebelt. Das ist nicht nur bedenklich, sondern w√ľrde m.E. sofort den letzten Rest Demokratie vernichten. Zumal wir ohnehin nicht sicher sein k√∂nnen, dass wir nicht l√§ngst von der "Gedankenpolizei" bespitzelt werden.
 
D

dr.byrd

Gast
Als 2005 die Montagsdemonstrationen gegen Hartz 4 stattgefunden haben, verhielten sich die Medien genau andersherum. Es wurde beil√§ufig erw√§hnt, dass sich da weniger Leute eingefunden h√§tten, dass immer weniger kommen w√ľrden - und die Demonstranten sind zuhause geblieben. So wurde der Widerstand im Ansatz abgew√ľrgt.
Ich habe damals die Berichterstattung auch so gesehen. Es war sogar so, daß in den ersten Wochen noch relativ gut berichtet wurde. So kamen dann auch von Woche zu Woche mehr Leute zusammen. Erst als das ganze eine kritische Größe erreicht hatte, brach die Berichterstattung ab, wurde kaum noch berichtet, und wenn, dann negativ.
Ich hatte damals so richtig das Gef√ľhl, da hat jetzt jemand im Sender eine Order ausgegeben.
 

zebulon

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Zu der Auflistung des Stellenabbaus von Sybilla auch immer wieder interessant die Rubrik [SIZE=+2]Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
[/SIZE]
[SIZE=+2]von Helmut Kreutzer, wer's noch nicht kennt.[/SIZE][SIZE=+2] [/SIZE]
 
E

ExitUser

Gast
Das zeigt nur, daß Frau Sybilla gegen den Mainstream schwimmt, und damit kommt man nur selten sehr weit.

Es hat wenig Sinn, die allgemein publizierten Zahlen widerlegen zu wollen. Es hinterlässt einen unangenehmen "Geschmack" beim Leser. Abgesehen davon, daß Frau Sybillas korrigiertes Zahlenwerk kaum die Masse erreicht.
Wenn nur jeder Betroffene einen Menschen √ľberzeugen kann und dieser wieder nur einen Menschen usw., dann haben wir trotz viel Grund zum Pessimismus dennoch eine Chance. Und seien wir doch ehrlich, einen einzigen Menschen zu √ľberzeugen, das ist doch eine realistische Aufgabe...
 

zebulon

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Zweifler schrieb:
Auch Bild, SZ, WAZ besch√§ftigen Menschen, die √ľblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachl√§ssigen. Wozu geh√∂rt, bei einer Behauptung auch die Gegenseite zu h√∂ren. Eine Ver√∂ffentlichung in so einem Medium geschieht nicht auf eigenes Risiko oder in eigener Verantwortung, sondern der Inhalt wird von verschiedenen Leuten gegengelesen, bevor er ver√∂ffentlicht wird. Wenn er √ľberhaupt ver√∂ffentlicht wird und nicht neu bearbeitet werden mu√ü.
die √ľblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachl√§ssigen.

Was f√ľr eine Floskel. Vielleicht machen Sie's ja nur ab und zu (zum Beispiel wenn Druck von "Oben" kommt), √ľblicherweise jedoch nicht, weil das schon ausreicht.

sondern der Inhalt wird von verschiedenen Leuten gegengelesen, bevor er ver√∂ffentlicht wird. Wenn er √ľberhaupt ver√∂ffentlicht wird und nicht neu bearbeitet werden mu√ü.

Das war beim "Der St√ľrmer" bestimmt auch g√§ngige Praxis und sagt wenig √ľber die Glaubw√ľrdigw√ľrdigkeit von Artikeln aus.

Wenn du dich hier mal durch verschiedene Threads durchliest, Zweifler, dann wirst du feststellen, dass man hier den etablierten Medien oft wenig Glaubw√ľrdigkeit beimi√üt. Zu oft sind einfach die MAnipulationen zu erkennen, das f√§ngt bei der Arbeitslosenstatistik an, geht √ľber die Warenkobberechnung denen HartzIV zugrundeliegt, direkt zu den Inflationsdaten (Beispiel:
"hedonische Methode der Qualitätsbereinigung")

Dazu HIER ein kompletter Thread √ľber die Manipulation der Teuerungsraten zum Beispiel, aus einem ganz anderen Forum, was gleichzeitig aufzeigt, dass die Zweifel an den Medien l√§ngst nicht auf dieses Forum bzw. diese soziale Schicht beschr√§nkt sind.

Deine Vermutung, das die angesprochenen Medien schon aus den von dir angef√ľhrten Gr√ľnden glaubw√ľrdig sein m√ľssen, erkl√§rt mir jetzt auch warum ich intuitiv deinen Realit√§tsanspruch nicht ernst nehme. :biggrin: Kann es sein, das du die Begriffe "Realit√§t" und "Macht" verwechselst ?

 
S

sogehtsnich

Gast
"Mir kommen Zweifel, ob da nicht ein Realitätsverlust vorliegt?"
 
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