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Sybilla

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Die Zahlen auf einen Blick April 2008: Arbeitslose mit Ein Euro Jobs/Arbeitsgelegenheiten 3.710.431 Personen 8.027.980 Leistungsberechtigte 7.090.000 hilfebedürftige Personen Bestand offene Stellen 592.000.
Im Dezember 2007 verdienten insgesamt 1.289.000 Leistungsbezieher (Aufstocker mit ergänzenden ALG II) in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit. 684.000 Leistungsbezieher mit Einkommen bis zur Geringfügigkeitsgrenze von einschließlich 400 Euro. Einkommen von 400 Euro aber nicht mehr als 800 Euro verdienten 231.000 Leistungsbezieher und 374.000 Hilfebedürftige Einkommen über 800 Euro. Quelle der Zahlen: BA Bericht 04/08)

Rund 6,5 Millionen Personen arbeiten unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns. Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ)


Wer bei 3.710.431 statistisch erfassten Arbeitslosen (mit Ein-Euro-Job) + ca. 1,25 Millionen Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten (ohne Ein-Euro-Job) von Vollbeschäftigung faselt hat den Bezug zur Realität verloren. Wenn die Medien gleich klingend diese Botschaft verkünden, ist dass augenscheinlich eine wunschgemäße aber keine wahrheitsgemäße Berichterstattung.


ZUM TAG DER ARBEIT

Die gesellschaftliche Last der Arbeitslosigkeit oder wie erstellt man eine positive Statistik?

Analyse des BA Berichts April 2008:

Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Die Wirklichkeit der Realität

Ausgewählte Schlagzeilen der letzten Tage:

Neckermann vor Arbeitsplatzabbau
Neckermann vor Arbeitsplatzabbau
Stellenabbau bei BMW
Stellenabbau bei BMW : News & Nachrichten
Regierung baut 400 Stellen ab
Regierung baut 400 Stellen ab - svz.de


Der Arbeitsmarkt steht auf der Kippe. Im ersten Quartal haben deutsche Großunternehmen angekündigt, knapp 40.000 Stellen streichen zu wollen. Dem steht die geplante Schaffung von nur noch 23.000 neuen Stellen gegenüber. Das geht aus einer Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor, in die alle öffentlich angekündigten Personalstandsveränderungen von mehr als hundert Stellen in der Wirtschaft einbezogen worden sind.
Folgen der Finanzkrise: Es droht ein Stellenabbau - Konjunktur - Wirtschaft - FAZ.NET
Und so weiter und sofort….

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Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Berichts April 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

April 2008

Im April 2008 beträgt Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.710.431 (Vormonat 3.796.088 ). bestehend aus (3.413.921 Arbeitslose (Seite 46 BA Bericht April 08) + * 296.510 Ein Euro Jobs ( BA Bericht April 2008 Seite 70 )

*3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XSozial übermittelt werden (z. B. haben für 2007 nur ca. 31% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 70 BA – Bericht 4/08) ist von 1.456.564 Personen im Februar 08 um 46.985 Personen auf 1.503.549 Personen im März 08 und im April 2008 noch einmal um 28.391 Personen auf jetzt 1.531.940
Personen angestiegen. Das heißt rund 60 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von Februar zu März 08 und rund 30 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von März zu April 08 wurde weder durch die Konjunktur noch durch Nachfrage von Arbeitskräften erreicht sondern durch die Ausweitung der arbeitsmarktpolitische Instrumente.

Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt.
Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut.


https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200804.pdf

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Bedarfsgemeinschaften und hilfebedürftige Personen 1) hochgerechnete Werte

BA Bericht April 2008 Seite 21

Bedarfsgemeinschaften 3.657.000
hilfebedürftige Personen 7.090.000
davon:
erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) 5.154.000
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (nEf) 1.935.000


Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts April Seite 46

*Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _938.047
*Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _5.154.448
*Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im April 2008 _ 1.935.485

= * 8.027.980 Leistungsberechtigte April 2008

*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

Sozialhilfeempfänger (Netto-)Arbeitskräftepotenzial Dezember 2004

Statistisches Bundesamt - Ergebnisse der Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsstatistik 2004

Verlust der Kaufkraft

Inflation für Rentner im März angeblich bei sechs Prozent

Der Kaufkraftverlust hat die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland im März Berechnungen von Inflationsforschern zufolge doppelt so stark betroffen wie den Durchschnitt der Bürger. Die Inflationsrate für Rentner liege im März bei sechs Prozent, sagte der Inflationsexperte der Schweizer Universität Fribourg, Hans Wolfgang Brachinger, der "Bild"-. Die vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene vorläufige Rate betrug dagegen 3,1 Prozent. Als Grund für den Unterschied nannte Brachinger den vergleichsweise hohen Anteil von Lebensmitteln an den Gesamtausgaben der Rentner....
AFP: Inflation für Rentner im März angeblich bei sechs Prozent
Vom Verlust der Kaufkraft sind neben 20 Millionen Rentner und 6,5 Millionen Menschen im Niedrigstlohnbereich auch diese 8 Millionen ALG II Leistungsempfänger betroffen. Also rund 50 % der Bevölkerung muss mit anhaltenden Kaufkraftverlust rechnen. Denn ohne Beachtung der Pauschalreisen der Ostertage sehe ich eine weiter galoppierende Inflation.

Nahrungsmittel ... verteuerten sich gegenüber März – je nach Bundesland – nochmals leicht um bis zu 0,5% und lagen damit um 6,5% bis 8,8% über dem Preisniveau vom April 2007. Für Heizöl lagen die Preise zwischen 1,1% und 4,6% über dem Vormonat beziehungsweise zwischen 33,7% und 42,9% über dem Vorjahresmonat. Die Kraftstoffpreise veränderten sich nur wenig gegenüber März 2008, sie lagen um 7,8% bis 10,8% über dem Stand von April 2007.
Verbraucherpreise April 2008: VorausÂsichtlich + 2,4% gegenüber April 2007
IAB-STUDIE

1,3 Millionen Arbeitnehmer beziehen zusätzlich Hartz IV
Wenn der Lohn zum Leben nicht reicht: 1,33 Millionen Menschen in Deutschland müssen ihr Gehalt mit Hartz-IV-Mitteln aufstocken - das sind über eine halbe Million mehr als noch vor zwei Jahren. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung.

IAB-Studie: 1,3 Millionen Arbeitnehmer beziehen zusätzlich Hartz IV - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Dazu eine Verdi –Übersicht

Aufstocker

Es ist traurig, aber wahr: Viele Beschäftigte können von ihrem Arbeitseinkommen nicht den eigenen Lebensunterhalt bestreiten und brauchen deshalb Zuschüsse des Staates. Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben nicht nur Hartz-IV-Empfänger/-innen. Wer ein sehr geringes Einkommen bezieht, kann es durch Alg II aufstocken.
Wenn der Lebensunterhalt nicht allein durch Arbeitslosengeld I oder Einkommen bestritten werden kann, können Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II (erwerbsfähige Personen) oder SGB XII (nicht erwerbsfähige Personen) beantragt werden. Einkommen wird dabei im Rahmen des § 11 SGB II auf den Bedarf angerechnet.
Die Zahl dieser so genannten Aufstocker hat in letzter Zeit stark zugenommen. Zuletzt waren bereits mehr als 21 Prozent aller Alg-II-Empfänger/-innen erwerbstätig!
….
Diese Entwicklung ist ein gesellschaftlicher Skandal: Während sich in der Großen Koalition die Union massiv gegen die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns stemmt, subventioniert gleichzeitig der Staat in der boomenden deutschen Volkswirtschaft Armutslöhne zu Lasten der öffentlichen Haushalte, zu Gunsten der Wirtschaft.
Es ist nicht länger hinzunehmen, dass Unternehmen Hartz IV zum Zwecke von Lohndumping missbrauchen. Hier muss dringend gehandelt werden. Lohndumping auf Kosten des Staates und der Steuerzahler muss beendet werden. Wir brauchen auch in Deutschland endlich einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn!
ver.di b+b -Aufstocker
Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn
6,5 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für wenig Geld, das sind 22 Prozent aller abhängig Beschäftigten. Im internationalen Vergleich hat Deutschland inzwischen einen hohen Anteil von Niedriglöhnen.

So werden Bruttostundenlöhne bezeichnet, die unterhalb von zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns liegen. 2006 lag diese Schwelle bei 9,61 Euro in Westdeutschland und 6,81 Euro in Ostdeutschland. Im Durchschnitt haben Niedriglohnbeschäftigte im Westen 7,12 Euro brutto und im Osten 5,43 Euro erhalten. Teilzeit- und Minijobs machen mit knapp 54 Prozent inzwischen mehr als die Hälfte der Niedriglohnbeschäftigung aus, der Anteil der Minijobs hat sich zwischen 1995 und 2006 von 15 auf 29,7 Prozent fast verdoppelt.

Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Auswertung auf Grundlage der Daten des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) von 2006.
https://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.pdf
Bestand alle Stellen (Seite 10 BA Bericht 4/08 )

Bestand
alle Stellen 592.000
darunter: Vakanzen 527.000
ungeförderte Stellen 399.000
darunter: Vakanzen 351.000
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 364.000
darunter: Vakanzen 322.00

2007:

August 647.500
September 629.100
Oktober 608. 500
November 577.000
Dezember 545.600

2008:

Januar 528.000
Februar 565.000
März 588.000


Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt. Viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz, vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen, nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen.



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Quellen der Zahlen:
BA – Monatsberichte Monatsberichte
https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200803.pdf
Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.



Mit der Einführung des (SGB II) änderten sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland.
Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden in die Entlastungsrechnung einbezogen:
- Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
- Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes:Arbeitsgelegenheiten, Einstiegsgeld Variante Beschäftigung, ABM, traditionelle SAM und BSI,

- Qualifizierung: berufliche Weiterbildung, Trainings- und Eignungsfeststellungsmaßnahmen, berufliche Wiedereingliederung Behinderter

- Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III und Personen in geförderter Altersteilzeit

- Teilnehmer an Personal-Service-Agenturen

- Förderung der Selbständigkeit: Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) , Überbrückungsgeld, Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit

Folgende Instrumente werden in der Entlastungsrechnung nicht berücksichtigt, was nichts gegen ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Eingliederung von Arbeitslosen in reguläre Beschäftigung sagt:

- Maßnahmen der beruflichen Erstqualifizierung spielen sich größtenteils im Vorfeld des Arbeitsmarktes ab; sie betreffen
überwiegend Personen, die vorher nicht arbeitslos gemeldet waren. Dies gilt insbesondere für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, die Berufsausbildung Benachteiligter, die berufliche Ersteingliederung Behinderter, BAB wegen einer
beruflichen Ausbildung sowie für große Teile des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Ob sich diese Jugendlichen ohne eine derartige Maßnahme (kurzfristig) arbeitslos gemeldet hätten, muss offen bleiben.

- Daneben gibt es finanzielle Hilfen zur direkten Eingliederung Arbeitsloser in reguläre abhängige Beschäftigung. Insbesondere bei Eingliederungszuschüssen und Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose (2003 ausgelaufen) werden großenteils Schwervermittelbare gefördert, die andernfalls kaum eine Chance hätten. Die finanzielle Förderung ist also häufig Ausgleich für eine (vermutete) Minderleistung. Deshalb dürfte auf diese Weise keine zusätzliche Beschäftigung entstehen, d. h. ohne diese Hilfen wären vermutlich Arbeitnehmer ohne Vermittlungshemmnis eingestellt worden (Substitutionseffekt). Vielleicht wäre es in dem einen oder anderen Fall aber auch ohne diese Zuschüsse zur Einstellung förderungsfähiger Arbeitsloser gekommen (Mitnahmeeffekt) oder (leistungsschwache) Beschäftigte wären freigesetzt worden (Drehtüreffekt).

- Schließlich bestehen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung regulärer Beschäftigung ausschließlich oder großenteils in
einmaligen Hilfen, so dass sich Bestands- und damit Entlastungsgrößen nicht angeben lassen. Dies gilt, abgesehen von den (normalen) Arbeitsvermittlungen, insbesondere für die Unterstützung der Beratung und Vermittlung sowie für Mobilitätshilfen (z. B. Übernahme von Bewerbungs-, Reise- und Umzugskosten), großenteils aber auch für die Freie Förderung gem. § 10 SGB III.

In die „Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen“ der Bundesagentur nicht einbezogen sind schließlich Bezieher von vorgezogenem Altersruhegeld oder Erwerbsunfähigkeitsrenten , auch wenn diese Frühverrentungen arbeitsmarktbedingt sind; hierzu liegen keine monatsaktuellen Daten vor.

Quelle: BA Monatsbericht September 07 Seite 29

In der Tat es gibt einen Rückgang der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit.
Erstellt von Sybilla am 30.04.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
 
E

ExitUser

Gast
Politik feiert sich ohne das Volk

Täusche und herrsche

Von Hans-Dieter Hey

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Deshalb feiert SPD-Parteichef Kurt Beck jetzt schon mal die umstrittene Agenda 2010 als „Auftakt zu einem großen wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Erfolg“. Die CDU feiert mit, möchte gern vermutete Erfolge auf sich verbuchen. Die Mainstream-Medien stiften landauf, landab die positive öffentliche Stimmung dazu. Und Bundespräsident Horst Köhler träumt schon von einer „Agenda 2020".
Weiter: www.nrhz.de
 

wolliohne

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Zitat:

Weiter so?


Reden wir nicht drum herum. Agenda 2010 ist ein großer politischer Skandal der ehemaligen rot-grünen und in deren Fortsetzung der aktuellen schwarz-roten Regierung. Agenda 2010 hat unsere Gesellschaft gespalten, ihr weniger Arbeit mit Chancen zum Überleben gebracht, weniger Bildungschancen, ungleiche medizinische Versorgung und vor allem große Armut in immer größeren Teilen der Bevölkerung, während Managergehälter und Gewinne skandalös steigen. Wie jetzt zu sehen ist, zeigt sich zudem inzwischen auch weltweit, dass das neoliberale Herumwurschteln gescheitert ist und der von vielen beschworene Marktmechanismus nicht funktioniert. Die Folgen: Siehe oben. Ob diese Gesellschaft noch eine Agenda 2020 aushält, weil auf die Politik kein Verlass mehr ist, ist eine große Unbekannte. Wie im Lande gedacht wird, zeigt eine Untersuchung:

55 Prozent aller Deutschen sind sicher, dass in ihrem jetzigen Leben noch eine Revolution kommen wird. Es bleibt nur die Frage, wer's macht. (HDH)

Ps.es ist längst 10 nach 12.
 

Mario Nette

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Die von Dir genannte "Neue Rheinische Zeitung" wird nicht von Journalisten gemacht, wird lediglich im Internet veröffentlicht und ist damit genauso "wertvoll" wie die Homepage einer x-beliebigen Märchenfee.

Es ist jedenfalls kein Medium, das man als "seriös" oder "ernsthaft" bezeichnen könnte.
Ein Journalist [ʒʊrnaˈlɪst] ist, „wer hauptberuflich an der Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligt ist“, so der Deutsche Journalisten-Verband. Aus rechtlicher Sicht kann sich jeder als Journalist bezeichnen (Artikel 5 Grundgesetz).
(Quelle: Journalist – Wikipedia)

Jeder!, auch jene Leute von SZ, WAZ, SPON, Bild, ...

Mario Nette
 

mercator

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Auch Bild, SZ, WAZ beschäftigen Menschen, die üblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachlässigen.

Bild beschäftigt Menschen, die üblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachlässigen? Auf welchem Planeten lebst Du denn?
 

Sybilla

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Die Redaktionen von Focus online hat den folgenden Kommentar zur Veröffentlichung abgelehnt:

Hier die Ablehnung der FOCUS-Online-Administrationsteam als Kommentar zu diesen Artikel
Arbeitsmarkt: Frühling bringt gute Zahlen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online
Hallo Sibylles_Augen,

Ihr Beitrag: mEin-Euro-Job 3.710.431 Arbeitslose 8.027.980 Leistungsber.
Die Zahlen auf einen Blick April 2008: Arbeitslose mit Ein Euro Jobs/Arbeitsgelegenheiten 3.710.431 Personen 8.027.980 Leistungsberechtigte 7.090.000 hilfebedürftige Personen Bestand offene Stellen 592.000. Im Dezember 2007 verdienten insgesamt 1.289.000 Leistungsbezieher (Aufstocker mit ergänzenden ALG II) 684.000 Leistungsbezieher mit Einkommen bis 400 Euro 231.000 Leistungsbezieher mit Einkommen von 400 bis 800 Euro 374.000 Hilfebedürftige Einkommen über 800 Euro. Wer bei 3.710.431 statistisch erfassten Arbeitslosen (mit Ein-Euro-Job) ca. 1,25 Millionen Personen in arbeitsmarktpolitischen Instrumenten (ohne Ein-Euro-Job) von Vollbeschäftigung faselt hat den Bezug zur Realität verloren.


wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

Sie wollen mit anderen Usern eine Diskussion führen, Argumente austauschen und kommunizieren bzw. führen Themen an, die weit über den Artikel-Inhalt hinausgehen.

Bitte nutzen Sie dazu das umfassende Foren-Angebot auf FOCUS Online:
https://bb.focus.de/focus/index.php

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Art von Austausch nicht im Rahmen der Artikel-Kommentierung stattfinden kann.

Eine weitere Erläuterung der Ablehnung ist aus personellen und zeitlichen Gründen nicht möglich.

Ihr FOCUS-Online-Administrationsteam
Als Zensur im Internet werden verschiedene Verfahren von Staaten oder nichtstaatlichen Gruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, die Publikation von bestimmten Inhalten im Web zu kontrollieren, zu unterdrücken oder im eigenen Sinn zu steuern. Vor allem Nachrichten und Meinungsäußerungen sind davon betroffen, in muslimisch geprägten Staaten auch Webseiten mit erotischem oder religiösem Inhalt. Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grundsätzlich von der Zensur anderer Medien.
 

mercator

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Hallo Sybilla,
das zeigt doch nur, dass Du mit Deinen Recherchen und Zahlen in ein Wespennest gestochen hast. Traurig, was hier mittlerweile passiert. Ich weiß, Du bist auch in anderen Foren aktiv und veröffentlichst dort Artikel zur Arbeitslosenstatistik, die sehr viel näher an der Wahrheit sind, als die offiziellen, manipulierten Statistiken. Weiter so! :icon_klarsch:
 

BerndH

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Die Redaktionen von Focus online hat den folgenden Kommentar zur Veröffentlichung abgelehnt:

Hier die Ablehnung der FOCUS-Online-Administrationsteam als Kommentar zu diesen Artikel
Arbeitsmarkt: Frühling bringt gute Zahlen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online

Als Zensur im Internet werden verschiedene Verfahren von Staaten oder nichtstaatlichen Gruppen bezeichnet, deren Ziel es ist, die Publikation von bestimmten Inhalten im Web zu kontrollieren, zu unterdrücken oder im eigenen Sinn zu steuern. Vor allem Nachrichten und Meinungsäußerungen sind davon betroffen, in muslimisch geprägten Staaten auch Webseiten mit erotischem oder religiösem Inhalt. Die Zensur im Internet unterscheidet sich damit nicht grundsätzlich von der Zensur anderer Medien.

@ Sybilla

Oh je - Du hast versucht am Ansehen des medialen Imperiums zu kratzen - das lassen DIE sich nicht gefallen!
Motto: Was uns nicht in den Kram passt, wird wegzensiert.

Der Hinweis, solche Meinungsäußerungen in einem entsprechenden Forum zu tätigen, hat auch System:
Inzwischen gibt es an jeder Ecke und fast auf jeder Homepage einen Chat oder ein Forum, wo sich die unmöglichsten und verschrobensten Typen aufhalten und ihren "Senf" zum Besten geben. Diese "Typen" werden von den meisten Menschen nur "mitleidsvoll belächelt" - ergo, nicht ernstgenommen!
Demzufolge würde ein Beitrag, wie der von Sybilla, in einem Forum nicht für voll genommen. Zumindest nicht von der Allgemeinheit und von den Menschen, die mit diesen Problemen (noch) nicht konfrontiert sind. Denn wer bitteschön liest und schreibt im Forum von FOCUS? Wir, die wir betroffen sind? Nein, wir haben unsere Plattformen, da geht aber kein Nicht-Betroffener drauf.

Also, was ist zu tun, damit die Bevölkerung nicht aufwacht? Alles Negative schön dahin verfrachten, wo es keinen Schaden anrichten kann. Und als Otto-Normalbürger hast Du darauf auch keinen Einfluss. Frei nach dem Motto: Wir sitzen eh am längeren Hebel!

Denn: Wir sind die Medien - wir sind die Politiker - wir sind die Wirtschaft

Hoch lebe die DEMOKRATUR!

Aussage von mercator:

Hallo Sybilla,
das zeigt doch nur, dass Du mit Deinen Recherchen und Zahlen in ein Wespennest gestochen hast. Traurig, was hier mittlerweile passiert. Ich weiß, Du bist auch in anderen Foren aktiv und veröffentlichst dort Artikel zur Arbeitslosenstatistik, die sehr viel näher an der Wahrheit sind, als die offiziellen, manipulierten Statistiken. Weiter so! :icon_klarsch:
Dem schließe ich mich ohne Zweifel an!
 
B

B. Trueger

Gast
Wir sind ja eine pluralistische Gesellschaft. Also pluralistisch bedeutet vielfältig. Das heißt, wir können uns aus zahlreichen Quellen informieren, haben also die Auswahl unter einer Vielzahl von Sendern und Zeitungen. Allerdings wissen wir auch, dass in den überwiegenden Teilen der Medien, sei es Rundfunk, Fernsehen, Printmedien - eines gemeinsam ist: Sie publizieren alle das gleiche. Auch wenn die Lügen noch so widerlegbar sind. Das ist purer Meinungsmanipulation. Es ist egal ob es sich um Arbeitslosenzahlen, Demonstrationsteilnehmer, Lohnentwicklung, Alterung der Gesellschaft uvm. handelt.

Nur ein Beispiel: erinnert Ihr euch an die Montags Demonstrationen 1989? Diese wurden dauernd im Westfernsehen gezeigt, auf Sendern, die in der damaligen DDR empfangen werden konnten. Sie wurden immer weiter hochgespielt, da wurden Teilnehmerzahlen in den Zehntausenden genannt und es wurden von Mal zu Mal mehr. So haben die Leute dort gesehen, dass es immer mehr Menschen werden, dass Solidarität besteht und sie etwas erreichen können. Als 2005 die Montagsdemonstrationen gegen Hartz 4 stattgefunden haben, verhielten sich die Medien genau andersherum. Es wurde beiläufig erwähnt, dass sich da weniger Leute eingefunden hätten, dass immer weniger kommen würden - und die Demonstranten sind zuhause geblieben. So wurde der Widerstand im Ansatz abgewürgt. So ist es mit allem. Ebenso mit dem Euro, der in den Medien immer als Erfolg dargestellt wird, obwohl der größte Teil der Deutschen diese Währungsreform noch immer ablehnt. Okay, es war ja auch keine Währungsreform, sondern nur eine Währungsumstellung. Das bezeichnet zwar dasselbe, klingt aber viel harmloser als die radikale Entwertung unseres Geldes.

Eine besondere Technik der Manipulation seitens der Medien ist unter anderem die selektive Darstellung. Ihr kennt sicher jener Einspielungen, wo Leute in der Fußgängerzone über irgendwelche Dinge befragt werden und unwissende Antworten geben. "Comedians", die offiziellen Fernsehclowns, führen uns gerne Menschen vor, die Anfragen wie "wie lange dauerte der dreißigjährige Krieg?" Antworten geben, bei denen man sich fragt, wie sie bis jetzt der Einweisung in eine geschlossene Anstalt entgehen konnten.

Stellt man eine ernsthafte Frage: "was feiern wir an Pfingsten?" Auch da erhalten wir höchst seltsame Antworten, wenn man genügend Leute befragt. Wenn von 100 Leuten 90 richtig antworten, kann ich mir als Fernsehjournalist jene fünf aus den restlichen 10 heraus picken, die am weitesten daneben gelegen waren, und so die Meldung über die Flimmerkiste jagen, dass 85% der Deutschen keine Ahnung von kirchlichen Festen hätten und deshalb der Pfingstmontag als Feiertag abgeschafft werden sollte. Und genauso sieht es natürlich mit der Veröffentlichung der allmonatlichen Arbeitslosenquote aus, welche natürlich noch durch entsprechende thematischen Beiträge untermauert werden. Dass diese jenseits von Gut und böse sind, ist vielen klar, aber sehr viele glauben das was dort in den Medien und Zeitungen publiziert wird - unvoreingenommen. Hinterfragen? Wozu?
 

RudiRatlos

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Hey B.Trueger,
echt Klasse dein Beitrag, ohne Sche....:icon_daumen:
 

Papa Bär

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Inzwischen gibt es an jeder Ecke und fast auf jeder Homepage einen Chat oder ein Forum, wo sich die unmöglichsten und verschrobensten Typen aufhalten und ihren "Senf" zum Besten geben. Diese "Typen" werden von den meisten Menschen nur "mitleidsvoll belächelt" - ergo, nicht ernstgenommen!

Wobei hier zu bemerken ist, dass selbst die "heilige Inquisition der Foren" im SPON zunehmend einen grundlegenden Meinungswandel erfährt. Kritische Stimmen gewinnen an Breite.
Auch das vor einigen Jahren mit viel "Getöse" ins Leben gerufene Medienspektakel "Du bist Deutschland", erfährt in seinem Forum eine Form der offenen Kritik, dass es sicher eine Frage der Zeit ist, das die Familie Mohn dies noch geschehen lässt.
Insoweit sind die Gesetzesvorstöße unserer beiden gleichgeschalteten Minister... Justiz und Inneres, eine Gedankenpolizei zu schaffen äußerst bedenklich.


Grüße vom Papa Bär
 
S

sogehtsnich

Gast
"Was ich selber denk und zu, trau ich immer anderen zu!"

Aber sich über die Zensur in China und der DDR aufregen und selbst ist die Glotze und die Presse doch die größte Propaganda- und Lügenmaschine der Damen & Herren in Berlin!
 

BerndH

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Wobei hier zu bemerken ist, dass selbst die "heilige Inquisition der Foren" im SPON zunehmend einen grundlegenden Meinungswandel erfährt. Kritische Stimmen gewinnen an Breite.
Auch das vor einigen Jahren mit viel "Getöse" ins Leben gerufene Medienspektakel "Du bist Deutschland", erfährt in seinem Forum eine Form der offenen Kritik, dass es sicher eine Frage der Zeit ist, das die Familie Mohn dies noch geschehen lässt.
Insoweit sind die Gesetzesvorstöße unserer beiden gleichgeschalteten Minister... Justiz und Inneres, eine Gedankenpolizei zu schaffen äußerst bedenklich.
Grüße vom Papa Bär

Habe mir mal die Mühe gemacht und besagtes Forum von DBD besucht. Mir ist aufgefallen, dass alle Kritikthemen und -diskussionen irgendwo im Februar bis Anfang März diesen Jahres auslaufen. Ich finde nur wenige Threads, die eine offene Kritik beinhalten und dazu noch aktuell sind. Gibt es denn ab 02-03/2008 nichts mehr, worüber man sich mittels öffentlicher Kritik äußern könnte?
Das läßt doch den Eindruck entstehen, dass hier mit Absicht Diskussionen in die Wüste geleitet werden, damit die schöne und saubere Fassade nach Außen hin weiterhin als gepflegt erscheint. Inwiefern das von den Machern dieses Forums möglich ist, kann ich nicht beurteilen. Doch denke ich, dass die entsprechenden Administratoren auch in der Lage sind, Beiträge zu löschen und nur einen kleinen Teil Kritik übriglassen. Was dann nach außen wieder so aussehen würde, als ob die Kritiker der Kampagne nur recht wenige sind. Auch eine Möglichkeit der Manipulation - und eine sehr erfolgreiche dazu. Wenn man dann noch bedenkt, dass die angeschlossenen Firmen, Medien und Personen einen Ruf zu verlieren haben.....
M.E. ist diese Kampagne eh nur dazu bestimmt, Sch...e zum glänzen zu bringen. Oder hat jemals einer der Verantwortlichen von DBD etwas dagegen unternommen, dass die Regelsätze von Kindern nach der Einführung von H4 reduziert wurden? Also was bringt es, die Front seines Hauses zu renovieren, und den Rest vergammeln zu lassen. Außen Hui - Innen Pfui! Man muss nur "dahinterblicken"!

Wenn es soweit kommt, dass wir nirgendwo mehr unsere Meinung frei äußern dürfen, dann ist doch mit einem Schlag unser Grundgesetz ausgehebelt. Das ist nicht nur bedenklich, sondern würde m.E. sofort den letzten Rest Demokratie vernichten. Zumal wir ohnehin nicht sicher sein können, dass wir nicht längst von der "Gedankenpolizei" bespitzelt werden.
 
D

dr.byrd

Gast
Als 2005 die Montagsdemonstrationen gegen Hartz 4 stattgefunden haben, verhielten sich die Medien genau andersherum. Es wurde beiläufig erwähnt, dass sich da weniger Leute eingefunden hätten, dass immer weniger kommen würden - und die Demonstranten sind zuhause geblieben. So wurde der Widerstand im Ansatz abgewürgt.

Ich habe damals die Berichterstattung auch so gesehen. Es war sogar so, daß in den ersten Wochen noch relativ gut berichtet wurde. So kamen dann auch von Woche zu Woche mehr Leute zusammen. Erst als das ganze eine kritische Größe erreicht hatte, brach die Berichterstattung ab, wurde kaum noch berichtet, und wenn, dann negativ.
Ich hatte damals so richtig das Gefühl, da hat jetzt jemand im Sender eine Order ausgegeben.
 
E

ExitUser

Gast
Das zeigt nur, daß Frau Sybilla gegen den Mainstream schwimmt, und damit kommt man nur selten sehr weit.

Es hat wenig Sinn, die allgemein publizierten Zahlen widerlegen zu wollen. Es hinterlässt einen unangenehmen "Geschmack" beim Leser. Abgesehen davon, daß Frau Sybillas korrigiertes Zahlenwerk kaum die Masse erreicht.

Wenn nur jeder Betroffene einen Menschen überzeugen kann und dieser wieder nur einen Menschen usw., dann haben wir trotz viel Grund zum Pessimismus dennoch eine Chance. Und seien wir doch ehrlich, einen einzigen Menschen zu überzeugen, das ist doch eine realistische Aufgabe...
 

zebulon

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Zweifler schrieb:
Auch Bild, SZ, WAZ beschäftigen Menschen, die üblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachlässigen. Wozu gehört, bei einer Behauptung auch die Gegenseite zu hören. Eine Veröffentlichung in so einem Medium geschieht nicht auf eigenes Risiko oder in eigener Verantwortung, sondern der Inhalt wird von verschiedenen Leuten gegengelesen, bevor er veröffentlicht wird. Wenn er überhaupt veröffentlicht wird und nicht neu bearbeitet werden muß.
die üblicherweise die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vernachlässigen.

Was für eine Floskel. Vielleicht machen Sie's ja nur ab und zu (zum Beispiel wenn Druck von "Oben" kommt), üblicherweise jedoch nicht, weil das schon ausreicht.

sondern der Inhalt wird von verschiedenen Leuten gegengelesen, bevor er veröffentlicht wird. Wenn er überhaupt veröffentlicht wird und nicht neu bearbeitet werden muß.

Das war beim "Der Stürmer" bestimmt auch gängige Praxis und sagt wenig über die Glaubwürdigwürdigkeit von Artikeln aus.

Wenn du dich hier mal durch verschiedene Threads durchliest, Zweifler, dann wirst du feststellen, dass man hier den etablierten Medien oft wenig Glaubwürdigkeit beimißt. Zu oft sind einfach die MAnipulationen zu erkennen, das fängt bei der Arbeitslosenstatistik an, geht über die Warenkobberechnung denen HartzIV zugrundeliegt, direkt zu den Inflationsdaten (Beispiel:
"hedonische Methode der Qualitätsbereinigung")

Dazu HIER ein kompletter Thread über die Manipulation der Teuerungsraten zum Beispiel, aus einem ganz anderen Forum, was gleichzeitig aufzeigt, dass die Zweifel an den Medien längst nicht auf dieses Forum bzw. diese soziale Schicht beschränkt sind.

Deine Vermutung, das die angesprochenen Medien schon aus den von dir angeführten Gründen glaubwürdig sein müssen, erklärt mir jetzt auch warum ich intuitiv deinen Realitätsanspruch nicht ernst nehme. :biggrin: Kann es sein, das du die Begriffe "Realität" und "Macht" verwechselst ?

 
S

sogehtsnich

Gast
"Mir kommen Zweifel, ob da nicht ein Realitätsverlust vorliegt?"
 

Faustus

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Wer den NoNo noch wählt, der muß ja ganz schön mit dem "Hammer behauen" sein. Ueberhaupt, Am Beispiel der "Inselaffen" kann man ja schon sehen wie die Wahlen wahrscheinlich ausgehen werden: Es wird zu einer schallenden Ohrfeige fuer die etablierten werden
 

Sybilla

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Das zeigt nur, daß Frau Sybilla gegen den Mainstream schwimmt, und damit kommt man nur selten sehr weit.

Es hat wenig Sinn, die allgemein publizierten Zahlen widerlegen zu wollen. Es hinterlässt einen unangenehmen "Geschmack" beim Leser. Abgesehen davon, daß Frau Sybillas korrigiertes Zahlenwerk kaum die Masse erreicht.

Immerhin löst mein Zahlenwerk egal wo ich es publiziere in bestimmten Kreisen erhöhte Nervosität und gewisse Aktivitäten aus. Das meine Arbeitsmarktanalyse in der Blogossphäre der Blogs und Foren vermehrt gelesen und kommentiert wird, zeigt dass ich damit eine größere Masse erreiche als manchen lieb ist.

Dehalb habe ich noch einen kleinen Nachtrag erarbeitet.

Schmelzende Mittelschicht - Diätenerhöhung - Kinder in Armut

Was kann der aufmerksame Beobachter hinter Schlagzeilen wie: Arbeitsmarkt - Frühling bringt gute Zahlen - Von der Bundesagentur für Arbeit werden heute gute Zahlen erwartet. SPD-Chef Beck und sein Vize Steinmeier streben fürs nächste Jahrzehnt sogar Vollbeschäftigung an finden?

Als erster möchte ich einen Blick auf die soziale Lage in Deutschland und vor allem auf den Niedrigstlohnsektor werfen, der die gute Zahlen am Arbeitsmarkt ermöglicht. Neben mehren hunderttausend 1 Euro Jobbern die nicht als arbeitslose in der Statistik erscheinen gibt es 6,5 Millionen Personen im Niedrigstlohnbereich - Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn vor allem durch die Ausweitung des Niedrigstlohnbereich ist der relativ geringe Abbau der Arbeitslosigkeit( April 2008: Arbeitslose +Ein-Euro-Job = 3.710.431 / 8.027.980 Leistungsberechtige) gelungen.

Ist das der Weg in die Vollbeschäftigung oder Weg zur Arbeit in Armut?
Ein Blick auf die Fakten und die zukünftige und aktuelle Lage gibt Grund zu wachsender Sorge.

Zum Beispiel die anwachsende Zahl von "Tafeln" und Suppenküchen.

So beirechtete ARD-exclusiv am Sonntag, 4. Mai 2008, 13.15 Uhr:
Die Wiederkehr der Suppenküchen (SR)- Wie die Tafel-Bewegung den Hunger bekämpft
und der ZDF Länderspiegel vom 26.04.2008 Rasant steigende Lebensmittelpreise führen zu einen rasanten Anstieg der Bedürftigen, auch in Deutschland schlägt der Kostentsunami der Lebensmittelpreise auf die Ärmsten der Armen durch. Der ZDF - Länderspiegel besuchte eine von über 30 Ausgabestellen der Münchner - Tafeln. Die Ware wird knapp die Supermärkte spenden immer weniger. Die Zulauf von Bedürftigen Menschen steigt ungebremst an.
zur Mediathek Laenderspiegel_vom_26.04.2008 (Beitrag 1 und 2)

Oder die Krefelder Aktion "Das tägliche Brot"
Interview Gunda Hagens und Karl-Heinz Hermanns über die Aktion „Das tägliche Brot“ an St. Dionysius, die im Mai ein Jahr alt wird. Der City-Seelsorger und die Gemeindereferentin bemerken eine wachsende Armut in der Stadt und wollen den Bedürftigen Würde zurückgeben.
Das sich diese Entwicklung für die gesellschaftlichen Strukturen sehr nachteilig auswirkt ist eine logische Folge der zunehmende Verarmung breiter Gesellschaftsschichten.Besonders stark betroffen sind die Kinder von Hartz IV Berechtigten.
...Hartz IV - Kinder in Armut - Zu den 28 Prozent der Hilfebedürftigen, die ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit mit zusätzlichen Sozialleistungen verbinden, gehören besonders die Familien mit mehreren Kindern. Mittlerweile liegt die Armutsquote der unter 15-Jährigen bei 16,2 Prozent.... Das Problem scheint sich weiter zu verschärfen denn Obdachlosigkeit trifft junge Menschen in Deutschland - Tausende Kinder ohne Heim und Hoffnung lassen nach meiner Einschätzung die angekündigte Vollbeschäftigung als zynisch demagogischen Populismus erscheinen.

Faktenlage:

Ein Blick auf die Zahl der Hilfebedürftigen nach SGB II lässt die Mär vom Aufschwung am Arbeitsmarkt wie Butter in der Sonne zerfließen. ...insgesamt liegt die Zahl der Hilfebedürftigen in der Bundesrepublik gegenwärtig bei 7,1 Millionen, das sind rund 300 000 weniger als vor einem Jahr, aber ebenfalls etwa 300 000 mehr als noch vor drei Jahren... Ich bin mir sehr gut der Tatsache bewusst dass viele denken "ich bin kein Arbeitsloser - ich bin kein Hartz IV Berechtigter - ich bin davon nicht betroffen - warum sollte ich mich dagegen wehren - warum sollte ich gegen den Mainstream schwimmen - warum sollte ich mich für mehr soziale Gerechtigkeit einätzen - ich bin davon nicht betroffen"

Wer so denkt sollte folgendes beachten in Deutschland schmilzt Mittelschicht weg Bis zum Jahr 2020 werden laut einer Studie nicht einmal 50 Prozent der Bevölkerung noch ein Einkommen auf Durchschnittsniveau haben

Denn....

....Nach bereits Anfang des Jahres veröffentlichten Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sank der Anteil der Mittelschicht an der Bevölkerung zwischen den Jahren 2000 und 2006 drastisch von 62 auf 54 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang von 49 auf 44 Millionen Menschen.

Also in der Regel wird die Mehrheit der Arbeitnehmer mit sinkenden Lebensstandard und sinkender Kaufkraft konfrontiert. Es gibt natürlich auch die Ausnahmen von der Regel das sind zum einen die llenkenden Wirtschaftsmanager und die exorbitant hohen Gewinne der Unternehmen und zum anderen die Gruppe der Abgeordneten des Deutschen Bundestag.

Geplante Diätenerhöhung:

Noch mehr Geld für Abgeordnete - Bekommen sie den Hals nicht voll? Nur sechs Monate nach der letzten Diätenerhöhung planen Union und SPD schon die nächste kräftige Anhebung.

versus

Laut Caritas sind Hartz IV-Leistungen nicht ausreichend

Fazit:

Das fabulieren von der Vollbeschäftigung kann meines Erachtens als Wahlkampfgetöse und als positive Reform Propaganda eingeordnet werden. Problematisch wird es wenn ich den Blick auf die Realität der Wirklichkeit lenke viele Menschen in Niedrigstlohnarbeit und Arbeitslosigkeit leben in Armut von dieser Armut sind vor allem Familien und Kinder betroffen aber zunehmend fallen auch immer mehr Senioren in Altersarmut. Deshalb ist ein gesetzlicher Mindestlohn dringend geboten zum einem sichert ein gesetzlicher Mindestlohn die Existenz der Arbeitnehmer und der soziale und kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zum anderen schützt ein Mindestlohn vor Altersarmut. Auch das von manchen hochgelobten Konstrukt des ergänzenden ALG II, muss wegen seiner Sinnlosigkeit und unsinnigen Anreizen zur Schaffung von immer mehr Kombi-Lohnarbeitsplätzen. Die mit einer immer höheren finanziellen Belastung der Solidargemeinschaft der Steuerzahler verbunden ist, durch einen gesetzlichen Mindestlohn oberhalb der Grundsicherung in eine Sinnvolle Arbeitsmarktpolitik münden. Nur eine Vollbeschäftigung deren Arbeitsentgelte eine Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben zulässt ist eine echte Vollbeschäftigung. Wenn eine "Vollbeschäftigung" auf 1 Euro Jobs und Niedrigstlöhne basiert würde ich von einer simulierten Vollbeschäftigung sprechen. Die simulierte Vollbeschäftigung beinhaltet Armut - Kinderarmut - Altersarmut und sinkenden Lebensstandard für breite gesellschaftliche Schichten und ein abschmelzen der Mittelschicht. Das kann nicht das Ziel einer Politik sein die den Nutzen für die Bevölkerung mehren und Schanden von der Bevölkerung abwenden soll.

Der gesetzliche Mindestlohn in Höhe des westeuropäischen Niveau muss gegen die Lobbygruppen aus Wirtschaft und neoliberalen Kreisen politisch durchgesetzt werden, damit Deutschland nicht zum europäischen Armenhaus und seine Bevölkerung nicht in Arbeit in Armut absteigen.
 

Sybilla

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Mindestlohn, Armutslohn, gar kein Lohn

Wormser Dialog packt heißes Eisen an / Immer mehr „Aufstocker” / Würde der Arbeit ein Menschenrecht

...in der gesamten Bundesrepublik müssten jährlich rund 3 Milliarden Euro zur Unterstützung der Aufstocker ausgegeben werden. ...

...Bei der sich anschließenden Diskussion stellte Uwe Groß von der SPD-Stadtratsfraktion die moralische Frage in Richtung unserer Gesellschaft: "Ist es wirklich würde-voll, einen Menschen 40 Stunden die Woche hart arbeiten zu lassen, ohne dass er davon leben und eine Familie ernähren kann."
Karl-Heinz Winkler aus dem Büro des Oberbürgermeisters wies daraufhin, dass es zurzeit in Wirklichkeit nicht 3,3 Millionen Arbeitslose, sondern 5,6 Millionen gäbe. Es habe in den letzten Jahren jedoch einen "Verschiebebahnhof" hin zu Ein-Euro-Jobs und in andere Maßnahmen gegeben....

Nibelungen-Kurier
Es wird immer offensichtlicher das der "Erfolg" von Hartz IV wer das als Erfolg bezeichnen möchte, in "Arbeit in Armut" im Niedrigstlohnsektor und im Ein Euro Sektor zu finden ist. Diese bizarre Hartz IV - Niedrigstlohnstruktur - Aufstocker - Ein Euro Job Struktur fördert die Familien und Kinderarmut mit anschließender Altersarmut. Keine Person die in "Arbeit in Armut" im Niedrigstlohnsektor und im Ein Euro Sektor gefunden hat ist instante eine private eigenverantwortliche Altersvorsorge zu erstellen. Kinder und Familien von Personen die "Arbeit in Armut" im Niedrigstlohnsektor und im Ein Euro Sektor gefunden haben sind in ihren Bildungschancen aufgrund ihrer sozialen Herkunft benachteiligt.

Ich behaupte, nur ein gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau verhindert das viele Arbeitnehmerfamilien und ihre Kinder in der Hartz IV -Armutsfalle gefangen bleiben.

Die Förderung der sozialen Gerechtigkeit bleibt die wirkungsvollste Strategie, um Ungleichheiten zwischen sozialen Gruppen zwischen Arm und Reich zwischen "Wohlhabenden und Habenichtsen" zu beseitigen, wie auch um die Sicherheit aller zu erhöhen. Tatsächlich können die Hartz IV Opfer von Not und Verzweiflung, deren Menschenwürde ungestraft und fortdauernd verletzt wird, leicht Beute von radikalen politischen Strömungen werden.
 

Sybilla

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Die gesellschaftliche Last der Arbeitslosigkeit oder wie erstellt man eine positive Statistik?

Geschönte Arbeitslosenzahlen -Seit Kohl wurde getrickst

Seit Jahrzehnten rechnen Politiker die Arbeitslosigkeit klein - mit beachtlichem Einfallsreichtum und immer neuen Förderprogrammen. Noch jede Regierung hat sich Tricks einfallen lassen, um die Statistik aufzubessern.
Analyse des BA Berichts Mai 2008:

Erstellt von Sybilla am 29.05.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

Die Wirklichkeit der Realität

1.Entwicklung am Stellenmarkt

Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland

Chiphersteller Qimonda streicht 600 Stellen in Dresden


Der Arbeitsmarkt steht auf der Kippe. Im ersten Quartal haben deutsche Großunternehmen angekündigt, knapp 40.000 Stellen streichen zu wollen. Dem steht die geplante Schaffung von nur noch 23.000 neuen Stellen gegenüber. Das geht aus einer Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor, in die alle öffentlich angekündigten Personalstandsveränderungen von mehr als hundert Stellen in der Wirtschaft einbezogen worden sind.
Folgen der Finanzkrise: Es droht ein Stellenabbau - Konjunktur - Wirtschaft - FAZ.NET
2. Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit


Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Berichts Mai 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

Mai 2008

Im Mai 2008 beträgt die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.591.171 Personen Bestehend aus (3.283.279 Arbeitslose (Seite 45 BA Bericht Mai 08) + * 307.892 Ein Euro Jobs ( BA Bericht Mai 2008 Seite 69)*3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XSozial übermittelt werden (z. B. haben für 2007 nur ca. 31% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 69 BA – Bericht 5/08)
Im Monat Mai stieg die Zahl der in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme auf 1,55 Millionen Personen an.

Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt.
Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut.

Ja die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit sinkt die Massenarmut steigt, ich denke dass eine Vollbeschäftigung aufgrund von Ein Euro Jobs und Niedrigstlohnjobs in Massenarmut mittelfristig erreichbar ist.

https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200805.pdf

Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

Deutscher Bundestag: Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert
Bedarfsgemeinschaften und hilfebedürftige Personen 1) hochgerechnete Werte

BA Bericht Mai 2008 Seite 21

Bedarfsgemeinschaften 3.644.000
hilfebedürftige Personen 7.054.000

davon:
erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) 5.125.000
nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (nEf) 1.928.000

SGB II-Quote 10,7
eHb-Quote 9,4



Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts Mai Seite 46


*Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _835.491
*Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _5.125.454
*Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _ 1.928.349

= * 7.889.294 Leistungsberechtigte Mai 2008

*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.


Sozialhilfeempfänger (Netto-)Arbeitskräftepotenzial Dezember 2004

Statistisches Bundesamt - Ergebnisse der Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsstatistik 2004

Das Problem der Massenarbeitslosigkeit wird mit dem Problem der Massenarmut ergänzt.

Aufstocker:
IAB-STUDIE

Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn
6,5 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für wenig Geld, das sind 22 Prozent aller abhängig Beschäftigten. Im internationalen Vergleich hat Deutschland inzwischen einen hohen Anteil von Niedriglöhnen.
...
https://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.pdf
3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

Bestand alle Stellen (Seite 10 BA Bericht 5/08 )

Bestand
alle Stellen 579.000
darunter: Vakanzen 515.000
ungeförderte Stellen 402.000
darunter: Vakanzen 353.000
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 367.000
darunter: Vakanzen 323.000

Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt. Viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz, vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen, nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen.

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Quellen der Zahlen:
BA – Monatsberichte Monatsberichte
https://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200805.pdf
Erstellt von Sybilla am 29.05.08 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
 
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