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Sybilla

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#1
1. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

„Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt und erheblicher Abbau der Arbeitslosigkeit“


Die Fakten:

Statistisch erfasste Arbeitslose Dezember 2008 : 3.102.085 Personen

LEISTUNGSEMPFÄNGER BA Bericht Dezember 2008 Seite 62

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 904.612*
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.771.367*
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.800.779*
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.476.758 Leistungsempfänger
+ 414.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Dezember 2008 Seite 30)


Zum Vergleich

Im Dezember 2004 vor der Arbeitsmarktreform Hartz IV wurden von der BA 4.464.230 Personen als arbeitslos gemeldet. 1.377.822 Personen befanden sich in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Dezember 2004 wurden von der BA 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Pressemitteilung Nr.025 vom 20.01.2009 -Finanzen der gesetzlichen Sozialversicherung im 1. bis 3. Quartal 2008

WIESBADEN – In der gesetzlichen Sozialversicherung ergab sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in den ersten drei Quartalen 2008 insgesamt ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit (in Abgrenzung der Finanzstatistik) von 2,4 Milliarden Euro. ...

...In den ersten drei Quartalen 2008 betrugen die Ausgaben der gesetzlichen Sozialversicherung insgesamt 355,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2007 errechnet sich eine Zunahme von 2,0%. Die Einnahmen stiegen um 1,3% auf 353,3 Milliarden Euro.
Der multimedial im Gleichklang verkündete Aufschwung am Arbeitsmarkt schlägt sich unter Berücksichtigung der gestiegenen Grundlohnsumme un unter Einbeziehung der Beitragssatzänderungen nicht in der Kasse der Sozialversicherung nieder.

2. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

"Konsumenten im Kaufrausch"

Die Fakten:

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.


GfK-Konsumklima November 2008 - Moderat steigende Konsumlaune
Im November 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Daten aus sieben Bundesländern nominal 1,8% und real 3,0% weniger Umsatz als im November 2007.


Die Betrachtung seit März 2007 zeigt das der multimedial im Gleichklang berichtet Aufschwung für gut 85 % aller Bürger nie statt gefunden hat


März 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,3 Punkte
Einzelhandelsumsatz im März 2007 real + 0,5% gegenüber März 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 179 vom 30.04.2007
April 07 Gesamtindikator Konsumklima 5,3 Punkte
Einzelhandelsumsatz im April 2007 real - 0,6% gegenüber April 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 223 vom 01.06.2007
Mai 07 Gesamtindikator Konsumklima von 5,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2007 real - 3,7% gegenüber Mai 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 264 vom 29.06.2007
Juni 07 Gesamtindikator Konsumklima 7,4 Punkten
Einzelhandelsumsatz im Juni 2007 real - 0,8% gegenüber Juni 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 303 vom 31.07.2007
Juli 07 Gesamtindikator Konsumklima 8,4 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2007 real um - 1,5% gegenüber Juli 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 345 vom 31.08.2007

August 07 Gesamtindikator Konsumklima 8,5 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2007 real - 2,2% gegenüber August 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 396 vom 28.09.2007
September 07 Gesamtindikator Konsumklima 7,6 Punkten
Einzelhandelsumsatz im September 2007 real - 2,2% gegenüber September 2007
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 435 vom 31.10.2007
Oktober 07 Gesamtindikator Konsumklima 6,7 Punkten
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2007 real - 0,6% gegenüber Oktober 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 485 vom 30.11.2007
November 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008
Im November 2007 setzte der Einzelhandel in Deutschland - real 3,2% weniger um als im November 2006.
Dezember 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,4 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Dezember 2007 real um - 6,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 040 vom 31.01.2008

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Januar 2009 Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten

Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima WiWi-TReFF - Die Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften - WiWi, BWL, VWL

Quelle: Einzelhandelsumsätze
Statistisches Bundesamt Deutschland - Startseite

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 %
Februar 08 – 0,3 %
März 08 – 6,3 %
April 08 – 1,0 %

Mai 08 + 0,7 %
Juni 08 – 3,9 %
Juli 08 0 %
August – 3,0 %

September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag)
Oktober – 1,5 %
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger)

Wenn der Einzelhandel eine verbesserte Kauflaune erhofft gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Aganda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren einen Erfolg der Agenda 2010 Politik, den es so weder am Arbeitsmarkt noch in der Wirtschaft gibt?

3. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

"Die Wirtschaftskrise - das Glas ist nicht halb leer sondern halb voll"

Die Faktenanalyse:

Das Glas ist für viele Bürger und Arbeitnehmer schlicht und einfach leer.
Der außer Rand und Band geratene Casino - Kapitalismus der die Finanzkrise ausgelöst hat, schlägt trotz diverser Konjunkturpakete voll auf die Wirtschaft durch.

BMW schickt 26.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

BASF reagiert mit Kurzarbeit auf Konjunkturkrise

MAN stoppt Lkw-Produktion an 42 Tagen im ersten Halbjahr

AMD erwägt Kurzarbeit in Dresden

Aus der Finanzkrise wird eine Wirtschaftskrise in deren Folge eine Arbeitsmarktkrise folgt die schlussendlich in eine gefährliche politische Krise münden kann.

Die Vorboten und Machenschaften rund um die hessischen Landtagswahlen 2008/2009 und deren Wahlergebnis 2009 verheißen meines Erachtens eine Polarisierung der Politik in extreme Positionen. Diese durch die Stärkung des neo-rechtsliberalen Rand der radikal fundamentalistischen Wirtschaftsfanatiker seine Manifestation findet, diese Polarisierung der politischen Ideologien in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise war zuletzt in der Weimarer Republik zu beobachten und führte das Land in eine grausame und unmenschliche Diktatur.

Was ist zu tun, welche Alternative Politik ist erforderlich?

Ich bin der Meinung die Agenda 2010 Politik ist gescheitert. Jetzt ist ein rascher und bedingungsloser Politikwechsel erforderlich. Der fortschrittlichste ist immer der, der als erster umkehrt, wenn er erkannt hat, das der Weg falsch ist.

Weder Zinssenkungen noch das überfluten der Märkte mit Liquidität ist ein Weg aus der Krise. Zinssenkungen sichern zumindest kurzfristig die Arbeitsplätze. Langfristig spült ein gesetzlicher Mindestlohn (westeuropäisches Niveau) und kräftige Lohnerhöhungen mehr Netto in die Taschen der Arbeitnehmer. Eine Anhebung der Renten und ein ALG II Regelsatz von 460 € stärken die Kaufkraft der Rentner und ALG II Leistungsempfänger. Die Bürger können wieder konsumieren die Wirtschaft nimmt Fahrt auf.
 

wolliohne

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#2
sehr schön.

Soziales Konjunkturpaket jetzt und schnell.

Programm für wahrhaft Bedürftige

"Das Konjunkturprogramm der Regierung ist ein Polster für die
Privilegierten. Fünf Politikwissenschaftler entwerfen in einem Gastbeitrag
für die FR ein soziales Programm für die tatsächlich Bedürftigen."
Gastbeitrag in der FR vom 15.01.2009
Gastbeitrag: Programm für wahrhaft Bedürftige | Frankfurter Rundschau - Top-News
 

Sybilla

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#3
Die neoliberale Logik lehrt, wenn die Stimmung der Menschen positiv ist, wird sich auch die wirtschaftliche Lage positiv entwickeln.

Die Logik der Vernunft lehrt, wenn sich die wirtschaftliche Lage positiv entwickelt, steigt die Stimmung der Menschen positiv an.

Der Fehler der Neoliberalen ist, dass sie "das Pferd" immer am Hinterteil aufzäumen möchten. Erschwerend ist in dieser Krise das die Neoliberalen immer noch nicht realisieren das, „dass Pferd“ das die Neoliberalen reiten, möchten von außer Rand und Band geratenen Spekulanten zu tote geritten wurde.

Da können die Obrigkeiten in Politik (träumen vom Ende der Krise) und Medien (werden das Ende der Krise vor den Bundestagswahlen wunschgemäß im Gleichklang berichten) noch so gute und positive Stimmung verbreiten, "dass Pferd" ist schlicht und einfach tot, "tote Pferde" kann keiner reiten alle müssen absteigen.
 

Sybilla

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#4
1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht

Arbeitsmarkt Februar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09.
Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen)

Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18 )

7.882.627 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 Leistungsempfänger.


2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert Konsumklima hellt sich auf " - Statistisches Bundesamt berichtet von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen im Januar 2009

Die Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken


Januar 2009 Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,3 Punkten im Februar für März 2009 einen Wert von 2,6 Punkten.



Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima WiWi-TReFF - Die Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften - WiWi, BWL, VWL

Quelle: Einzelhandelsumsätze
Statistisches Bundesamt Deutschland - Startseite

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 %
Februar 08 – 0,3 %
März 08 – 6,3 %
April 08 – 1,0 %

Mai 08 + 0,7 %
Juni 08 – 3,9 %
Juli 08 0 %
August – 3,0 %

September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag)
Oktober – 1,5 %
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger)

Dezmeber – 0,3 % (trotz zusätzlichen Verkaufstag)

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken
Januar 09 – 1,3 %



Wenn die GfK eine verbesserte Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

3. Lage der Wirtschaft


Die Abwrackprämie: Ein Strohfeuerchen, an dem sich alle wärmen

Angst vor aufflackernder Inflation treibt Anleger um

Die deutsche Wirtschaft im Sog der konjunkturellen Talfahrt der Weltwirtschaft

EZB: Kreditdynamik im Januar nahe Null
 

Sybilla

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#5
Die Stimmung steigt - Weltbank rechnet mit dramatischem Konjunktureinbruch

Was ist zuverlässiger die IFO - Stimmungs/Meinungsumfrage oder die Weltbankstudie?

Geschäftsklima in Deutschland hellt sich auf

Weltbank rechnet mit dramatischem Konjunktureinbruch


Prinzip Hoffnung - Optimismus oder Faktenanalyse und Realismus.

Natürlich ersehnen viele das Ende der Krise, .....vor allem die Wahlkämpfern neoliberalen Parteien.

Insolvenzen im Einzelhandel...1. Quartal 2009: Reallöhne sinken um 0,4% .... GfK: Stimmung der Verbraucher hellt sich überraschend auf

Woolworth, Schiesser, Hertie, Karstadt, Quelle .... haben Insolvenz angemeldet, obwohl die GfK Monat für Monat bei stetig sinkenden Einzelhandelumsätzen eine positive Verbraucher Stimmung ermittelte.

Was ist die Ermittlung der Stimmung der Verbraucher wert, wenn in der Realität, eine Einzelhandelskette nach der anderen Insolvenz anmelden muss?

Ich vermute den Konsumenten soll dadurch suggeriert werden, dass vor der Bundestagswahl aufgrund der politischen Konjunkturprogramme der starke Konjunktureinbruch nach und nach gestoppt werden kann.

Aber was ist wenn nicht die Psychologie sondern die Fakten das Kaufverhalten der Konsumenten bestimmen?
Folgen dann trotz aufgehellter Kaufstimmung der Verbraucher weitere Insolvenzen?

Fragen über Fragen???

Mich würde es nicht überraschen, wenn die BA im Mai ein sinken der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit vermelden würde.

Aber ich fürchte das viele der sich widersprechenden Meldungen, die eine positive Stimmung den negativen Fakten gegenüberstellen, einen manipulativen Charakter besitzen.

... wir malen eine Welt, so wie sie uns gefällt....
 

Sybilla

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#6
Bericht zur Lage der Nation Juli 2009

1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht

Arbeitsmarkt Juni 2009

Arbeitslose:

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sank im Juni 2009 ungewöhnlich gering um 48.048 Personen auf 3.409.980 Personen (Mai 3.458.028). Allerdings befanden sich Im Monat Juni 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Darunter sind 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.211 (Mai 174.794 Personen) an.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.842.588 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.931.613
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.809.586

Außer den Leistungsempfängern gab es im Februar noch 388.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen


Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 31.000 auf 3.495.000 an (Seite 59 BA Bericht Juni 2009)


Kurzarbeit:

Ein ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juni 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juni 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.



Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Juni 2009 befanden sich 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Juni 2009)


2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert kontinuierlich Konsumklima hellt sich auf " - das Statistisches Bundesamt berichtet kontinuierlich von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen

Im Vergleich die GfK Prognosen mit den Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08
Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken

November 08
Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009
Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima
WiWi-TReFF - Die Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften - WiWi, BWL, VWL

Quelle: Einzelhandelsumsätze
Statistisches Bundesamt Deutschland - Startseite

Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robuste Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität

3. Lage der Wirtschaft

WTO sieht für den Welthandel noch schwärzer Rückgang um sogar 10 Prozent im laufenden Jahr prognostiziert

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und in den gleich klingenden Medien wird über das nahende Ende der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise (ausgelöst durch die Agenda 2010 Politik) berichtet und wenn diese psychologische Manipulation so viel Erfolg zeigt, als die prognostizierte Kauflust der Konsumenten durch die GfK Prognosen, sind die Neoliberalen mit ihrer Kunst mit höchster Wahrscheinlichkeit am Ende der Fahnenstange angekommen.
 

physicus

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#7
1.Lage am Arbeitsmarkt
das dieses machwerk von vorne bis hinten und wieder zurück geschönt und gefakt ist, sollte mittlerweile jeder wissen.
es ist das papier nicht wert wo es drauf steht!

da wird die politik gebauchmitzelt und der "blinde" freut sich über soviel gutes muhaha.

ganz klar das die zahlen ganz leicht verrutscht zu sein scheinen, es ist wahljahr nicht wahr....
 

Sybilla

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#9
Wann kommt das Ende der Krise?
Wann wird der nötige und überfällige Politikwechsel vollzogen?


Ein Verband macht Politik

Pressemitteilung Nr.288 vom 31.07.2009 -2. Quartal 2009: Großhandelsumsatz real um 10,8% gesunken

Pressemitteilung Nr.288 vom 31.07.2009 -2. Quartal 2009: Großhandelsumsatz real um 10,8% gesunken
WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Großhandel in Deutschland im zweiten Quartal 2009 nominal 18,4% und real 10,8% weniger um als im Vorjahresquartal. Wesentlich für die Entwicklung der nominalen Umsätze war der starke Rückgang der Großhandelsverkaufspreise.

Traditionsunternehmen: Wadan-Werft am Ende


Traditionsunternehmen: Wadan-Werft am Ende

"Rettet die Werft!" Der Ruf der Wadan-Arbeiter wird wohl nicht erhört werden. Das Traditionsunternehmen ist am Ende - Die Beschäftigten der insolventen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde werden heute ein letztes Mal ihrem Unmut Luft machen. Von Montag an ruht die Arbeit der Schiffbauer. Hoffnung auf einen Neuanfang gibt es praktisch nicht. Und der russische Eigentümer, der vollmundig neue Aufträge versprochen hatte, lässt sich nicht sehen.
 

Sybilla

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#10
Wie von vielen erwartet läuft der Trend des GFK - Konsumklima Aufwärtstrend und die Ergebnisse im Einzelhandelsumsatz Abwärtstrend weiter auseinander.

GfK: Deutsches Konsumklima setzt Aufwärtstrend fort

Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um 1,6% gesunken
Im ersten Halbjahr 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 und real 2,1% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Monat für Monat hören wir das dass Konsumklima seinen Aufwärtstrend fortsetzt und wenige Tage später berichtet das Statistische Bundesamt von weiter sinkenden Einzelhandlesumsätzen.

Ich erkenne in diesen Fall eine kognitive Dissonanz

Eine kognitiver Dissonanz beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit (Einzelhandelsumsätze) orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit beschönigen (GfK - Konsumklima-Index), damit die Obrigkeit an einer Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten kann, um so das Wohlgefühl des Erfolgs bei den Wählerinnen und Wählern (Untertanen) zu bewahren.
 

Sybilla

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#11
Rohstahlproduktion im Juli 2009 28,8% niedriger als im Juli 2008

Erzeugen von Roheisen Juli 2008 2,377 Millionen Tonnen
Erzeugen von Roheisen Juli 2009 1,663 Millionen Tonnen
Erzeugen von Roheisen Juni 2009 1,458 Millionen Tonnen

Erzeugen von Rohstahl Juli 2008 3,784 Millionen Tonnen
Erzeugen von Rohstahl Juli 2009 2,694 Millionen Tonnen
Erzeugen von Rohstahl Juni 2008 2,514 Millionen Tonnen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Beispiel:

Wenn bei einer Produktion von 2.377.000 Tonnen Roheisen ein Anstieg von 5% erreicht wird sind das 118.859 Tonnen.

Wenn bei einer Produktion von 1.663.000 Tonnen Roheisen ein Anstieg von 5% erreicht wird sind das nur 83.150 Tonnen.

Das heißt je niedriger die Basis umso höher der prozentuale Anstieg.

Deutsche Ausfuhren im Juni 2009: – 22,3% zum Juni 2008

Ausfuhr Orginalwert

Juui 2008 88,1 Mrd. Euro
Juni 2009 68,5 Mrd. Euro

Im März 2009 wurden 70,0 Mrd. Euro erreicht der Mai 2009 war mit 60,7 Mrd. Euro ein Tiefstpunkt.

Das der Anstieg um 7 % von diesen Tiefstpunkt von Mai 2009 zu Juni 2009 in den gleichklingenden Medien als "Aufschwung" verkündet wird, ist angesichts der Fakten ein echter "Wahlkampfbrüller"

Die Wirtschaftskrise schlägt nun zunehmend auf die Realwirtschaft durch.

14,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2009

Pressemitteilung Nr.291 vom 07.08.2009 14,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2009

Tarnen, täuschen, tricksen und viele Medien spielen mit!
 

Sybilla

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#12
Noch ein paar Meldungen aus der Welt der Wirtschaft und Finanzen

1. Halbjahr Hypo Real Estate fährt Milliardenverlust ein

Commerzbank schreibt weiter rote Zahlen

Luxusgehalt trotz Staatshilfe: Die Lügen der Politik - Video

06.08.2009 - Milliardengrab Landesbanken - Podcast

Hypothekenfinanzierer - Fannie Mae bettelt um frische Milliarden- 07.08.2009, 07:25 Uhr

Magna im ersten Halbjahr mit 325 Mio. Dollar Verlust

Opel-Interessent Magna rutscht im Halbjahr tief in die Verlustzone

Dürr rutscht in die Verlustzone


Ausfuhr insgesamt Januar bis Juni 2009 391,8 Milliarden Euro – 23,2%

Ausfuhr insgesamt Januar bis Juni 2008 509,9 Milliarden Euro

Klingt das nach dem nahenden Ende der Krise?
 
E

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#13
@ Sybilla

wie immer sehr interessant Deine Berichte.

Ich bin aber zur Zeit auf der Suche nach Vergleichen zu den Lebensmittelpreisen und dem Preisverfall von "damals" (also in der letzten Weltwirtschaftskrise) und Heute. Gibts da einigermaßen gute Quellen?
 

Sybilla

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#14
@ Sybilla

wie immer sehr interessant Deine Berichte.

Ich bin aber zur Zeit auf der Suche nach Vergleichen zu den Lebensmittelpreisen und dem Preisverfall von "damals" (also in der letzten Weltwirtschaftskrise) und Heute. Gibts da einigermaßen gute Quellen?
Ja in der Wirtschaftsliteratur der 1920er und 1930er in Bibliotheken.
 

Papa Bär

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#16
Servus allerseits,

wenn das so offen im Mainstream veröffentlicht wird, hat das jemand abgenickt oder bei dem einen oder anderen "Schreiberling" setzt ein Umdenken ein. So oder so... es zeigen sich erste richtige dunkle Wolken am Himmel der Berliner Republik:

FTD.de - Investmentbanken: Die deutsche Lehman-Lüge - Seite 1 von 8 - Finanzdienstleister

Mein Respekt gilt der ftd :icon_klatsch:

und meine Analyse zur Lage der Nation: Wir stehen mit den Zehenspitzen am Rande des Abgrunds. Demnächst sind wir aber einen gewaltigen Schritt weiter...


Grüße vom Papa Bär :icon_mrgreen:
 

Sybilla

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#17
Ist nach der Bundestagswahl die innere Sicherheit gefährdet?

Nein, ich denke noch können die Stellschrauben so nachjustiert werden (Erhöhung Hartz IV, gesetzlicher Mindestlohn, Verzicht von Steuersenkungen für Besserverdienende oder durch eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen....) dass die Schere zwischen Reich und Arm wieder enger wird.

Nach Klagerekord Debatte über Regeln für Hartz-IV-Empfänger

Proteste aus der Parallelgesellschaft-mp3

Die Parallelgesellschaft der Besserverdienenden hat offensichtlich die Bodenhaftung und den gerechten Maßstab verloren.
 

Papa Bär

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#18

Sybilla

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#19
Befindet sich Deutschland in der Deflation?

Folgende Kennzahlen sprechen klar dafür:

Trotz kräftigen Wachstums sind die Netto-Reallöhne in Deutschland von 2004 bis 2008 gesunken

In diesen Bereich wirken die Hartz Reformen die Schaffung eines Niedrigstlohnsektor und "Bürgerarbeit" sowie Ein Euro Jobs führen zu einem nachhaltigen abrutschen des Einkommensniveau.


Das Abrutschen des Einkommensniveau führt zum absinken der Preise und zum absinken der Produktion.

Somit sehe ich kristallklar die Agenda 2010 als eine der Ursachen für die tiefste und schwerste Wirtschaftskrise der BR Deutschland.

Ich sehe nun zwei Möglichkeiten, die Obrigkeit sieht tatenlos zu wie sich in immer mehr Branchen durch "Marktbereinigung" Monopole und Oligopole bilden. Oder die politische Obrigkeit vollzieht einen Paradigmenwechsel in der politischen Grundausrichtung. Weg von der neoliberalen Profitwirtschaft wieder zurück zur echten sozial gerechten Marktwirtschaft.
 

Sybilla

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#20
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 ging das preisbereinigte BIP um 7,1% zurück

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 ging das preisbereinigte BIP um 7,1% zurück.

Das Wirtschaftswachstum von 0,3 % im Vergleich Winter - Frühjahr (Abwrackprämie - Konjunkturprogramme) ist meines Erachtens kein Grund zum euphorischen und überschwänglichen Jubel (45 Tage bis zur Bundestagswahl) oder ein Anzeichen für eine bevorstehend und nachhaltiger Erholung der deutschen Wirtschaft.

Viele Medien spielen mit und berichten im medialen Gleichklang "nur" die frohe Botschaft vom Wachstum der D Wirtschaft um 0,3 %

Zweites Quartal - BIP schrumpfte in EU um 4,8 Prozent

Stellenabbau:

Insolvenz - Arcandor: Primondo streicht 3 700 Stellen

Flüchtige Zeiten

Der Arbeitsplatz ist befristet und unsicher. Der akademische Nachwuchs lebt in “Prekarität”, er wird zum Wanderarbeiter auf höherer Ebene. Die nationalen Bildungstrümpfe, unter ihnen Geisteswissenschaft, werden im europäischen Vereinheitlichungsmorast versenkt. Es ist, als wollte man alten Wein aus ehrwürdigen Fässern in Bierflaschen mit Patentverschluss umfüllen.

Beherzten Bürgern ist zu danken, dass sich das Bundesverfassungsgericht eindeutig zu unveräußerlichen Rechten eines souveränen Staates bekannte, nachdem sie in den Gehirnen der politischen Klasse nicht mehr vollzählig gespeichert sind. Ihm obliegt letztlich die Gestaltungsmacht über die wirtschaftlichen, kulturellen Lebensverhältnisse. Sie dürfen von keiner Vertragsunion eingeengt werden. Damit ist eine Koexistenz von EU und souveränem Mitgliedstaat angemahnt und kein Untertänigkeitsverhältnis. Europa wird kein Bundesstaat, kein unbeweglicher Felsblock in der Landschaft, sondern eine bewegliche und bewegende Kette, die nur so stark ist wie ihre Glieder - und das sind Nationen und Identitäten.
WestLB nutzt Bad Bank zuerst

Angesichts dieser Faktenanalyse sehe ich keinen Grund zum aufatmen.Den Wählerinnen und Wähler wird eine Welt gemalt so wie sie den Wahlkämpfern der Großen Koalition gefällt.
 

Sybilla

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#22
Tatenlosigkeit oder Schockstarre?

Politische Tatenlosigkeit verschärft zusehends die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Anhaltende US-Bankenkrise könnte für Einlagensicherung zum Problem werden

Experten erwarten zweite Bankenkrise

DIHK-Studie - Wirtschaftskrise kostet Exporteure 180 Milliarden

Das Abwürgen der Binnenkonjunktur durch die Agenda 2010 Entzug von Kaufkraft durch sinkende Reallöhne und einen ausufernden Niedriglohnsektor sowie die Erhöhung der MwSt. um 3% Punkte verstärkt die Krise im Binnenmarkt.

Metro rechnet nochmal nach - Übernahme von Karstadt-Filialen wackelt

Somit führt die Realität die monatliche Meldung von einen stabilen Konsumklima ad absurdum.

Ein gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau ist zur Bewältigung der Krise der Binnenkonjunktur zwingend erforderlich. Der Strukturwandel von einer Exportwirtschaft zu einer Wirtschaft des EU weiten Binnenmarktes ist unumgänglich.
 

B. Trueger

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#23
AW: Tatenlosigkeit oder Schockstarre?

Politische Tatenlosigkeit verschärft zusehends die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Anhaltende US-Bankenkrise könnte für Einlagensicherung zum Problem werden

Experten erwarten zweite Bankenkrise

DIHK-Studie - Wirtschaftskrise kostet Exporteure 180 Milliarden

Das Abwürgen der Binnenkonjunktur durch die Agenda 2010 Entzug von Kaufkraft durch sinkende Reallöhne und einen ausufernden Niedriglohnsektor sowie die Erhöhung der MwSt. um 3% Punkte verstärkt die Krise im Binnenmarkt.

Metro rechnet nochmal nach - Übernahme von Karstadt-Filialen wackelt

Somit führt die Realität die monatliche Meldung von einen stabilen Konsumklima ad absurdum.

Ein gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau ist zur Bewältigung der Krise der Binnenkonjunktur zwingend erforderlich. Der Strukturwandel von einer Exportwirtschaft zu einer Wirtschaft des EU weiten Binnenmarktes ist unumgänglich.

Wir haben keine Krise der Binnenkonjunktur sondern die wiederholte Krise in der Schuldner-Schöpfung. Es liegt am Schuldgeldsystem. Aber das wirst du auch noch lernen.
 

Sybilla

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#24
AW: Tatenlosigkeit oder Schockstarre?

Wir haben keine Krise der Binnenkonjunktur sondern die wiederholte Krise in der Schuldner-Schöpfung. Es liegt am Schuldgeldsystem. Aber das wirst du auch noch lernen.
Mein volle Zustimmung

Fabian - Warum überall Geld fehlt

Prof. Dr. Bernd Senf Probleme des Geldsystems Teil1 (1/10)

Weitere Teil bei YouTube - Broadcast Yourself.

Bernd Send - Die Lösung der Blockierung ist die Lösung. Behutsam, nicht gewaltsam.

Ungeachtet dieser Fakten ist die Sicherung der Arbeitsplätze des Binnenmarktes von der Binnenkonjunktur und der Kaufkraft abhängig. Eine Erhöhung der Kaufkraft der unteren Einkommen erhöht den Konsum und sichert Arbeitsplätze. Wer die Besserverdienten mit einen Jahreseinkommen von 50.000 € Single 100.000 € verheiratet steuerlich entlasten möchte (FDP/CDU) entlastet zwar die starken Schultern wird aber kaum einen Konsumschub am Binnenmarkt sondern in Dubai oder Monaco auslösen.

Natürlich stellt sich die Frage wer alleine die Zinslasten (ohne Tilgung) der gigantisch angewachsenen Staatsverschuldung tragen soll?

Die Zeit zum handeln läuft immer schneller ab!
 

Sybilla

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#26
Der viel gepriesene moderate Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde augenscheinlich mit atypischer Beschäftigung erreicht.

tricksen, tarnen, täuschen

Von wegen sozial ist was Arbeit schafft, ich behaupte, atypische Beschäftigung in prekären Arbeitsverhältnissen im Niedrigstlohnbereich ist weder sozial noch können durch sozialversicherungspflichtiger atypischer Beschäftigung die Probleme der Sozialkassen gelöst werden. Im Gegenteil vermute ich, ein ausufernder Bereich der atypische Beschäftigung in prekären Arbeitsverhältnissen verschärft die finanzielle Lage der Sozialkassen. Und beschleunigt das abrutschen der Mittelschicht in Familienarmut.
 

Sybilla

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#27
FDP - UNION - seriöse Steuerpolitik ?

Wie seriös sind Pläne zur Steuersenkung von FDP und Union?

FDP: Das Nettokonzept der FDP

CDU: Union schließt jede Form von Steuererhöhungen aus

SPD: Finanzierungsvorstellungen der CDU/CSU sind hanebuechener Unsinn


Die Fakten:

Appell der Bundesbank - "Erheblich schlechtere Staatsfinanzen"

"Die größte Depression aller Zeiten"

Analyse, Fazit und Hanlungsalternativen:

Die Einfachsteuermodelle von Union und FDP führen neben den krisenbedingten Steuermindereinnahmen zu massiven Steuerausfällen. Zur Frage, wie diese Wahlversprechen neben den Konjunkturprogrammen und der Abwrackprämie finanziert werden sollen, sehen die Pläne von Union und FDP Eingriffe in steuerliche Regelungen für Arbeitnehmer, Sozialabbau und den Abbau von Subventionen vor. Union und FDP betreiben wie all zu oft Klientelpolitik (Wahlversprechen) für die Besserverdienenden. Steuersenkungen für Spitzenverdiener sollen durch Sozialabbau bezahlt werden. Steuermindereinnahmen sollen durch eine exorbitant hohe Neuverschuldung des Staatshaushalts und eine mehr als nebulöse Hoffnung auf Wirtschaftswachstum kompensiert werden.

Richtig ist das die Arbeitnehmer/innen eine höhere Kaufkraft benötigen, damit die Binnenkonjunktur wieder an fahrt gewinnt. Leider hat der Umfang atypischer Beschäftigung durch die Agenda 2010 und den dadurch ausufernden Niedriglohnsektor fulminant zugenommen Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen die Reallöhne sind gesunken Reallöhne gesunken, Abgaben gestiegen Wer die Real-Einkommen der Arbeitnehmer/innen der Leistungsträger der Mittelschicht wirklich erhöhen möchte, damit sich ihre Leistung wieder lohnt. Muss den Niedriglohnsektor und die atypische Beschäftigung durch gesetzliche Mindestlöhne auf westeuropäischen Niveau regulieren. Dadurch steigt nicht nur die Kaufkraft und die Anschaffungsneigung der Verbraucher sondern auch die Einnahmen der Sozialkassen das zu einem erheblichem Entlastungseffekt von Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen wird. Die Kosten der Krise, müssen jene tragen, die diese Krise verursacht haben. für Steuergeschenke an das Klientel der Besserverdienende sehe ich im Gegensatz zu Union und FDP in den nächsten 4 Jahren keinerlei Spielräume.
 
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#28
AW: FDP - UNION - seriöse Steuerpolitik ?

Wie seriös sind Pläne zur Steuersenkung von FDP und Union?

FDP: Das Nettokonzept der FDP

CDU: Union schließt jede Form von Steuererhöhungen aus

SPD: Finanzierungsvorstellungen der CDU/CSU sind hanebuechener Unsinn


Die Fakten:

Appell der Bundesbank - "Erheblich schlechtere Staatsfinanzen"

"Die größte Depression aller Zeiten"

Analyse, Fazit und Hanlungsalternativen:

Die Einfachsteuermodelle von Union und FDP führen neben den krisenbedingten Steuermindereinnahmen zu massiven Steuerausfällen. Zur Frage, wie diese Wahlversprechen neben den Konjunkturprogrammen und der Abwrackprämie finanziert werden sollen, sehen die Pläne von Union und FDP Eingriffe in steuerliche Regelungen für Arbeitnehmer, Sozialabbau und den Abbau von Subventionen vor. Union und FDP betreiben wie all zu oft Klientelpolitik (Wahlversprechen) für die Besserverdienenden. Steuersenkungen für Spitzenverdiener sollen durch Sozialabbau bezahlt werden. Steuermindereinnahmen sollen durch eine exorbitant hohe Neuverschuldung des Staatshaushalts und eine mehr als nebulöse Hoffnung auf Wirtschaftswachstum kompensiert werden.

Richtig ist das die Arbeitnehmer/innen eine höhere Kaufkraft benötigen, damit die Binnenkonjunktur wieder an fahrt gewinnt. Leider hat der Umfang atypischer Beschäftigung durch die Agenda 2010 und den dadurch ausufernden Niedriglohnsektor fulminant zugenommen Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen die Reallöhne sind gesunken Reallöhne gesunken, Abgaben gestiegen Wer die Real-Einkommen der Arbeitnehmer/innen der Leistungsträger der Mittelschicht wirklich erhöhen möchte, damit sich ihre Leistung wieder lohnt. Muss den Niedriglohnsektor und die atypische Beschäftigung durch gesetzliche Mindestlöhne auf westeuropäischen Niveau regulieren. Dadurch steigt nicht nur die Kaufkraft und die Anschaffungsneigung der Verbraucher sondern auch die Einnahmen der Sozialkassen das zu einem erheblichem Entlastungseffekt von Arbeitnehmer und Arbeitgeber führen wird. Die Kosten der Krise, müssen jene tragen, die diese Krise verursacht haben. für Steuergeschenke an das Klientel der Besserverdienende sehe ich im Gegensatz zu Union und FDP in den nächsten 4 Jahren keinerlei Spielräume.

Solange die Politik inkl. Medien immer weiter glatte Unwahrheiten verbreiten wie "die Arbeitslosen leben auf Kosten der Steuerzahler" usw. oder "10% der Bevölkerung zahlen 90% der Steuereinnahmen" und es auch noch genügend Menschen gibt, die das auch noch glauben, wird sich nichts ändern.

Diese Einnahmen sind auch nicht die ganzen Steuern, sondern nur die Steuern, die auf Löhne und Gehälter bezahlt werden. Die weitaus größeren Einnahmen werden durch die MwST und andere Verbrauchssteuern bezahlt und die bezahlen auch Bezieher von Sozialleistungen. Also ist das eine glatte, bewusste irreführung der BürgerInnen, denn die "Reichen" kaufen bestimmt keine Lebensmittelläden, Handwerker oder andere Dienstleistungen "leer". Die holen sich ihren Luxus meist aus dem Ausland.

Die Einführung eines gesetzl. Mindestlohnes mit einer Erhöhung der Sozialleistungen würde nicht nur die Binnenwirtschaft besser ankurbeln, sondern nach einer gewissen Zeit auch wieder Arbeitsplätze schaffen. Das wird aber immer wieder und gerne verschwiegen. Der "Mittelstand" wie alle anderen Kleinst- und Kleingewerbe leben auch nicht von Steuern, sondern vom Umsatz, den der Kunde in ihren Läden lässt.

Was dann wieder deutlich macht, das nicht die Firmenbosse oder ein Herr Ackermann "Arbeitgeber" sind, sondern jeder einzelne Kunde, der sich einen Gegenstand, ein Lebensmittel, Handwerker oder andere Dienstleistung "kauft".

Was würde passieren, wenn eine bestimmte Lebensmittelkette, oder eine andere "Einkaufsgelegenheit" vom Arbeitsgeber Kunde nicht besucht werden würde? Der Laden hätte keine Einnahmen, die Steuerabgaben würden zurückgehen und die Angestellten könnten nicht mehr bezahlt werden (wenn man diese Läden länger boykottieren würde).

Auf der anderen Seite müsste jeder Laden, der einen stärkeren Besuch und Umsatz hätte, mehr Waren bestellen oder herstellen müssen, was wiederum zu mehr Arbeit bei den Herstellern führen würde und dadurch mehr Arbeitskräfte benötigt werden, die dann bei anhaltender "Kauflust" auch längerfristig einen guten Arbeitsplatz haben könnten. (Mal einfach ausgedrückt).

Was wäre also besser, die Senkung der Steuerlast für Reiche und dadurch eine höhere Belastung der Bevölkerung durch höhere Steuern, oder mehr Geld für den Bürger und eine etwas höhere Steuerlast für die Reichen, damit es zumindest auf dem Binnenmarkt kurz- und langfristig einen "Aufschwung" und Arbeit geben würde?
 

Sybilla

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#29
Die Schulden und Zinsen wachsen und wachsen und wachsen....

Ein interessanter Vortrag von Prof Wolfgang Berger.

Vortrag von Prof Wolfgang Berger zur Finanzkrise/Wirtschaftskrise Teil 1 bis Teil 9. Nicht verwechseln mit Roland Berger.

Eine sehr interessante Vorlesung von Prof Wolfgang Berger zur Finanzkrise/Wirtschaftskrise Insidern und Interessierten sind diese Zusammenhänge bekannt, dass diese Zusammenhänge nicht in den medialen Seichtgebieten zur Sprache kommen ist angesichts des neoliberalen Gleichklangs nicht weiter verwunderlich. Die Richtschnur wird am Ende der Vorlesung gespannt, dem ist nichts hinzuzufügen.

Kernhaushalte von Bund und Ländern: Defizit steigt im 1. Halbjahr 2009 auf insgesamt 15,4 Milliarden Euro

Ein politischer Paradigmenwechsel ist unausweichlich.
 

Sybilla

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#31
Juni 2009 gegenüber Mai 2009 - Auftragseingänge in der Industrie der Eurozone um 3,1% gestiegen -Rückgang um 0,4% in der EU27

Natürlich geht es aufwärts. :confused: Genauso wie die Einzelhandelsumsätze alljährlich im Vergleich von November zu Dezember ansteigen.

Wer natürlich auch eine zweiten Blick wagt, kann blitzschnell erkennen das die Auftragseingänge im Vergleich zu 2008 um ca. - 25 % eingebrochen sind.

Im Vergleich zum Juni 2008 nahm der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Juni 2009 in der Eurozone um 25,1% und in der EU27 um 24,0% ab.

Leistungsmissbrauch ?


Jobabbau - Kahlschlag kommt nach der Wahl


Aber 6 Tage vor drei Landtagswahlen und 27 Tage vor der Bundestagswahl wird die Botschaft vom unerwarteten Aufschwung verkündet, der sich sehr bald nach den Wahlen in Schall und Rauch auflösen dürfte.
 

Sybilla

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#32
Das Ifo Institut des Herrn Prof. Sinn aus München meldet wieder einmal ein ansteigen des Ifo - Index. (laut Medien zum x.ten Mal in Folge)

Glauben wir mal an den Aufschwung... Auch der Sommer 2006 war nur ein seliger Traum.

Tja wer genau hinsieht, sieht oft sehr viel besser.

Wie man mit Statistik täuschen kann Die verschaukelte Bevölkerung - „Nicht nur die Zahlen sind wichtig, sondern die beabsichtigte Wirkung und der Mechanismus“

Sozialhilfeausgaben 2008: Anstieg auf netto 19,8 Milliarden Euro

Finanzierung Mindesteinkommen (Union/FDP)

Union und FDP sprechen sehr oft von einen Mindesteinkommen (Kombilohn) sie werden aber in den Wahl-werbe-sendungen nicht gefragt wie dieses Mindesteinkommen von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler finanziert werden soll. Denn dieser Kombilohn (Mindesteinkommen) wirkt wie eine Prämie auf Kobraschwänze. Union und FDP denken und die üblich verdächtigen „Experten“ unterstützen die These der neoliberalen Union/FDP ein Kombilohnmodel könnte die Arbeitslosigkeit in D reduzieren. Als in den 1930 ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behörden eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlangen gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte. Den gleichen Effekt sehe ich bei den angedachten Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II), damit züchtet man Kombilohnarbeitsplätze, die Kosten für das Mindesteinkommen steigt immer weiter an. Erste Forderungen nach einer Erhöhung der MwST. um 6% Punkte sind bereits an die Politik adressiert. Das Fazit heißt Kombilöhne oder Mindesteinkommen setzen die falschen Anreize. Der gesetzliche Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau ist eine echte Alternative dadurch wird die Solidargemeinschaft der Steuerzahler entlastet und nur die Gewinnerwartung von Unternehmen belastet. Die Zahl der Menschen die bei Renteneintritt von Altersarmut bedroht werden sinkt ab.

Ich hoffe das mancher Wahlkampfmoderator an Union und FDP folgende Fragen stellt.

Wie und von wem werden die versprochen Steuersenkungen finanziert?
Wie und von wem wird das Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) für den ausufernden Bereich der atypischen Beschäftigung finanziert?
Wie wirkt sich das das Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) auf die rasant ansteigende Altersarmut aus?


SPD

Mann Mann Mann

Ich meine, wenn man in D von drohender Unbezahlbarkeit sprechen kann dann von der Einrichtung der Bad Banks und den Rettungsschirmen über der HRE und anderen notleidenden Banken.

Ich behaupte die Arbeitslosenhilfe in der Form wie sie vor 2005 und vor den ALG II gestaltet und bezahlt wurde, wäre angesichts der Rettungsmilliarden für Banken noch sehr lange bezahlbar und erheblich gerechter als das ALG II gewesen.

In meine Ohren klingt der Satz des Klaus Bölling, wie die Antwort eines trotzigen Kindes, das zwar schon lange seinen Fehler eingesehen hat, aber den Eltern, in Fall von Herr Klaus Bölling wohl eher den Wählerinnen und Wählern, trotzen möchte. Nicht auszudenken wenn die SPD mit einen Kanzlerkandidaten angetreten wäre der einfach nur gesagt hätte " Die Agenda 2010 war großer Mist" Ich bin sicher die SPD wäre mit dieser Aussage bei den BT - Wahlen locker über die 35 % Hürde geschwebt.
 

Sybilla

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#33
GfK-Konsumklima - "Strohfeuer Abwrackprämie"

27.08.2009 08:50 GfK-Konsumklima zieht weiter an

Pressemitteilung Nr.316 vom 27.08.2009 - Anstieg des privaten Konsums infolge der Umweltprämie für Pkw
Veränderungsraten zum Vorjahr (in jeweiligen Preisen)
Privater Konsum 2006 + 2,3 2007 + 1,4 2008 + 2,5 1.Halbjahr 2009 + 0,1
Kauf von Kraftfahrzeugen 2006 + 7,8 2007 – 8,8 2008 –3,9 1.Halbjahr 2009 +23,0
Privater Konsum ohne Kraftfahrzeuge 2006 +2,0 2007 +2,0 2008 +2,8 1.Halbjahr 2009 – 1,0
Somit ist kristallklar ersichtlich, dass nur das "Strohfeuer Abwrackprämie" den privaten Konsum und die gemessene Kauflust im 1. Halbjahr 2009 befördert hat. Ohne "Strohfeuer Abwrackprämie" ist ein deutlicher Einbruch des privaten Konsum zu verzeichnen.
 

Sybilla

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#34
Wenn das Strohfeuer der Abwrackprämie verglimmt ist wird vermutlich nichts als "verbrannte Erde" zurückbleiben.

Studie schlägt Alarm - Aus der Abwrackprämie gefährdet 90.000 Jobs

Zehn Schattenseiten der Abwrackprämie

Was sagt die allmonatliche Meldung des imaginären Konsumklima eigentlich aus?

Fakt ist das der Einzelhandelsumsatz im 1. Halbjahr 2009 real um beachtliche 2,1 % gesunken ist.

Im ersten Halbjahr 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 und real 2,1% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Ich denke des weder Optimismus noch Pessimismus aus der Krise führen, deshalb setze ich immer auf Realismus.
 

Sybilla

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#35
Wie lange dauert die Krise?

In manchen Medien wird m Gleichklang vom nahenden Ende der Krise berichtet.
Ist das Konzept von Frau Merkel "abwarten und alles so lassen, wie es ist“ der richtige Weg durch die Krise?
Oder kommt die Krise nach der BTW knüppeldick zurück?

In den letzten Tagen mehren sich die warnenden Experten - Stimmen, das „weiter so“ nicht aus der Krise führen wird.

EZB will dem Aufschwung nicht so recht trauen


Und das Statistische Landesamt in Stuttgart meldet auch im Juli für Baden-Württemberg weiterhin ein dickes Minus in den Auftragsbüchern der Industrie.

Auch der Einbruch der Aufträge im Bauhauptgewerbe ist ein Indiz, das die Krise weiterhin andauert.

Pressemitteilung Nr.312 vom 25.08.2009 -Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2009: real – 7,0% zum Juni 2008

Objektiv betrachtet sagen alle Analysen der wirtschaftlichen Kennzahlen so kann es nicht weiter gehen. Die Sondereffekte (Wachstum im Q2 um 0,3 %) Konjunkturprogramme und Umwelt (Abwrackprämie) laufen aus. Jetzt ist politisches Handeln nötig. Zum einem muss das exorbitant hohe Staatsdefizit abgedeckt werden zum anderen ist ein wirtschaftlicher Strukturwandel (weniger Exportabhängigkeit mehr Binnennachfrage) überfällig. Ein Lösungsansatz ist eine Börsenumsatzsteuer (Vorschlag 1 % = ca. 70 Mrd. €/Jahr) und eine Stärkung der Binnennachfrage durch eine Absenkung der MwSt. von 19 auf 15 Prozentpunkte.(Die Kosten sind nicht höher als die Kosten für die EK - Steuersenkungspläne für die Klientel von FDP und Union.) Somit hätten aber alle Verbraucher (nicht nur eine bestimmte Klientel) mehr Kaufkraft vom Netto.

Eine Absenkung der MwSt. und ein ausgeglichener Staatshaushalt ist nur finanzierbar wenn das von FDP und Union favorisierte steuerfinanzierte Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) durch einen gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau ersetzt wird. Der Unterschied, zwischen den von FDP und Union favorisierten Mindesteinkommen und einen gesetzlichen Mindestlohn ist, das Mindesteinkommen ist steuerfinanziert, der gesetzliche Mindestlohn kostet den Steuerzahler keinen Cent. Das Mindesteinkommen ist der falsche Anreiz weil dadurch immer mehr atypische Beschäftigung mit hoher Gewinnerwartung geschöpft wird, diese durch die Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventioniert werden muss. Der gesetzliche Mindestlohn entlastet die Solidargemeinschaft der Steuerzahler, senkt aber die Gewinnerwartung einzelner Unternehmen ab, allerdings setzt ein gesetzlicher Mindestlohn keine Anreize zum Ausbau von atypischer Beschäftigung. Zudem hebt der gesetzliche Mindestlohn die Kaufkraft der Verbraucher an. Mehr Kaufkraft vom Netto.
 

Sybilla

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#36
Mindestlohn - sinkende Bruttolöhne - Rentengarantie

Wenn der Aufschwung kommen würde hätten die Arbeitnehmer und Rentner weniger Probleme.
Nun ist die Katze aus dem Sack!

Bruttolöhne sinken die Rentengarantie der Bundesregierung kommt voraussichtlich 2010 zum Tragen.

Die Agenda 2010 und die Niedriglohnpolitik haben neben Sondereffekten (Kurzarbeit) und atypischer Beschäftigung die Bruttolöhne ins rutschen gebracht. Weniger Brutto heißt natürlich ebenso weniger Netto von weniger Brutto.

Ebenso sinken die Einnahmen der Sozialkassen und die Steuereinnahmen des Staates.

Abhilfe könnte ein gesetzlicher Mindestlohn/Mindesteinkommen schaffen.

Es gibt zwei Modelle, das von Union und FDP favorisierte Mindesteinkommen das durch steuerfinanziertes ergänzendes ALG II einen Niedriglohn aufstockt.
Vorteil: Die Gewinnerwartung der Unternehmen steigt durch subventionierte Löhne an.
Nachteil: Die Mindesteinkommen werden von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventioniert werden.
Mindesteinkommen setzen die falschen Anreize, denn dadurch entstehen immer mehr Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor und die Kosten für das Mindesteinkommen (steuerfinanziertes ergänzendes ALG II steigen immer weiter an)
Was spricht dafür?
Mehr Menschen erhalten ein Beschäftigungsverhältnis.
Was spricht dagegen?
Das Bruttolohnniveau sinkt auf breiter Front.

Oder das Modell von SPD/GRÜNE/LINKE des gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau.
Vorteil:Ein gesetzlicher Mindestlohn wird von den Unternehmen finanziert.
Nachteil: Die Gewinnerwartung von Unternehmen sinkt ab.
Was spricht dafür?
Das Bruttolohnniveau und die Kaufkraft (Anschub Binnenkonjunktur) steigt auf breiter Front.
Was spricht dagegen?
Die Angst das ein gesetzlicher Mindestlohn Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor vernichtet.
Allerdings wurde das in keinem Wirtschaftsraum (USA,GB, FRA) nach Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen in einen nennenswerten Umfang beobachtet.

Ist die Lohnfindung nicht Aufgabe der Tarifpartner?

Ja aber, in Bereichen in denen die gewerkschaftliche Vertretung keine Mitwirkungsmöglichkeit besitzt, ist es die Aufgabe des Staat soziale Mindeststandards gesetzlich zu, garantieren.
 

Sybilla

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#37
Von einem Aufschwung fehlt weiterhin jede Spur

Viele behaupten und manche „Experten“ verkünden das ALG II Kombilohnmodel hat die Arbeitslosigkeit in D enorm reduziert. Als in den 1930 ern Indien von einer Kobrainvasion heimgesucht wurde, setzten die Behörden eine Fangprämie auf Kobraschwänze aus, was dazu führte das Kobraschlange gezüchtet wurden, aber deren Reduzierung nicht förderte.Den gleichen Effekt sehe ich im ALG II Kombilohnmodel, damit züchtet der Staat Kombilohnarbeitsplätze, aber die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten steigt weiter an. Kommunen fürchten Sozialausgaben-Explosion.
Das Fazit heißt, ein Mindesteinkommen durch ergänzendes ALG II setzt die falschen Anreize.

Von einem Aufschwung fehlt weiterhin jede Spur

August 2009 27,9% weniger Roheisen und 26,0% weniger Rohstahl als im August 2008


Auch Werftengruppe Hegemann beantragt Staatsbürgschaften

Diese Krise kann nicht durch wunderbare Geldschöpfung überwunden werden, es bedarf eines politischen Paradigmenwechsel und eines wirtschaftlichen Strukturwandel. Weg von der neoliberalen Profitwirtschaft (Wachstum,Wachstum,Wachstum) mit Schwerpunkt Export hin zu einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft des EU Binnenmarktes die hauptsächlich von den Konsum der EU Verbraucher getragen wird. Das setzt eine stärke Kaufkraft der Verbraucher durch eine spürbare Absenkung der MwSt. sowie eine ökologische Energiepolitik voraus. Wer glaubt (Union/FDP/Bundeskanzlerin) er/sie könne durch eine EK -Steuersenkung für eine "elitäre" Klientel Wachstum, Wachstum,Wachstum generieren und somit die Krise überwinden, hat die Ursache der Krise offensichtlich nicht richtig analysiert, ein politisches scheitern ist meines Erachtens nicht nur aufgrund des exorbitant hohen Staatsdefizit vorprogrammiert.
 

Sybilla

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#38
Wahl-Prognose: Aufschwung durchbricht den Deckel des Weltall

Kommt jetzt der Aufschwung oder nicht?

Deutsche Ausfuhren im Juli 2009: – 18,7% gegenüber Juli 2008

Die Auftragseingänge in der Industrie sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22,6 Prozent.

Der imaginäre Aufschwung beschränkt sich auf Sondereffekte (Konjunkturprogramme) und den Vormonatsvergleich - Bundeswirtschaftsministerium: Industrie steuert mit kräftigem Auftragsplus aus Krise

Ah ja, ob das kräftige Auftragsplus der Industrie ein punktgenau entfachtes Wahlkampf - Strohfeuer oder ein nachhaltiger und fortdauernder Aufschwung ist, zeigt das kommende Winterhalbjahr.

Allerdings werden die Jahresvergleichszahlen in kürze geringer ausfallen denn im August/September 2008 begann der beispiellose Abschwung der bundesdeutschen Wirtschaft.

Ob nach den Wahlen, der Weg der aus der Krise führt, wirklich nur Wachstum, Wachstum, Wachstum heißt, darf mit Recht bezweifelt werden.
Ich denke, der überfällige Strukturwandel der Wirtschaft der meines Erachtens bis heute verschlafen wurde, kann nicht durch Wachstum, Wachstum, Wachstum umgangen werden. Dass wird eine der ersten Erkenntnisse sein, die der neuen Bundesregierung ins Aufgabenheft zu schreiben ist.
 

Sybilla

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#39
Merkwürdige Erkenntnisse um bizarre Mindestlohndebatte

Angesichts der folgenden Informationen erhebt sich die Frage gefährdet ein allgemeiner flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn auf westeuropäischen. Niveau wirklich Millionen von Arbeitsplätzen oder würden nur wenige Arbeitnehmer Falsche Zahlen bei der Mindestlohn-Debatte von einen Mindestlohn profitieren? Pressemitteilung Nr.304 vom 19.08.2009 - Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen Fakt ist das die Zahl der armen Kinder unter 15 Jahren, die von Hartz IV leben müssen steigt weiter an Deutschlands arme Kinder Die Kosten für den Arbeitsmarkt/ALG II/ ergänzendes ALG II - Mindesteinkommen stieg alleine im Haushaltsplan 2008 des Bundes (ohne Hartz IV Ausgaben der Kommunen) auf über 35 Mrd. Euro an. Die Hartz-IV-Gesamtausgaben des Bundes,die auch Mietzuschüsse und Verwaltungskosten umfassen, könnten daher in etwa im Rahmen der veranschlagten knapp 35 Milliarden Euro bleiben.
1 Euro Jobs sind zwar wirkungslos senken aber die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen Ausgenutzt und chancenlos - der Unsinn der Ein-Euro-Jobs und laut einer Studie

Also, wenn nur wenige Arbeitnehmer von einem gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau betroffen sind, dann kann ein gesetzlicher Mindestlohn nur wenige Arbeitsplätze bedrohen.

Wenn aber durch einem gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau viele Arbeitsplätze bedroht werden, dann würden auch viele Arbeitnehmer von einem gesetzlichen Mindestlohn profitieren.


Trendwende in den USA

In jüngster Zeit mehren sich die Stimmen, die den konventionellen Pro – und Kontra- Argumenten widersprechen. So ist Nobelpreisträger Robert Solow (MIT) der Auffassung, daß sich seit einer Expertenumfrage des American Economic Review im Jahr 1978, bei der 90% der befragten Volkswirte der Meinung waren, Mindestlohnanhebungen führten zu höherer Arbeitslosigkeit unter gering qualifizierten Arbeitnehmern, dieser Prozentsatz inzwischen wahrscheinlich halbiert habe. Zu einem Wendepunkt in der Mindestlohndebatte kam es 1995 aufgrund der berühmten Studie der Ökonomen David Card und Alan Krueger (Princeton), die feststellten, daß es im U.S.-Bundesstaat New Jersey trotz des höheren Mindestlohns im Vergleich zum Nachbarstaat Pennsylvania zu einem höheren Wachstum an Arbeitsplätzen gekommen war. Die Studie wird heute oft als Beweis dafür zitiert, daß der Effekt des Mindestlohns auf den Arbeitmarkt geringer sei als bisher konventionell angenommen. "Heute geht es in der Debatte darum, wie klein der Effekt ist, nicht darum, wie groß er ist", kommentiert ein Arbeitsmarktexperte. Vor diesem Hintergrund, so Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, ehemaliger Chefökonom der Weltbank, werden die gesellschaftlichen Konsequenzen der Mindestlohnanhebung immer wichtiger. Seit dem letzten Mindestlohnanstieg vor 10 Jahren ist die Arbeitslosigkeit in den USA weiter zurückgegangen. Stiglitz zieht das Resümee:
"Die Anhebung des Mindestlohnes wurde von anderen Arbeitsmarktfaktoren vollkommen überlagert."
 

Sybilla

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#40
Herbst der Wahrheiten Worüber vor der Wahl keiner spricht

Vor dem Wahlsonntag sprechen viele von Steuersenkungen und vom Ende der Krise Hurra, der (Pseudo-) Aufschwung ist da! nach den Wahlsonntag kommt der Herbst der Wahrheiten Worüber vor der Wahl keiner spricht auch die OECD sieht mehr Arbeitslose als die BA in ihren kreativen Berichten vermeldet. Sinkende Frachtraten Hapag Lloyd muss mehr einsparenzeigen deutlich wohin die Reise geht.

Im Wahlkampf wird also weiterhin getrickst, getarnt, vertuscht, verschwiegen und verheimlicht, wie ernst die Lage ist.

Aber welche Konzepte Strategien und Lösungen werden von den Wahrscheinlichen Regierungsparteien Union, FDP, SPD, (Gelb - Schwarz oder Schwarz - Rot) den Wählerinnen und Wählern angeboten?

Ich sehe keine Konzepte Strategien oder Lösungen ich höre nur von Steuersenkungen für die Klientel von Union und FDP von wachsender Beschäftigung in atypischen Beschäftigungsverhältnissen durch steuerfinanziertes Mindesteinkommen und vom Ausbau der Beschäftigung in privaten Haushalten. Ein nein zu gesetzlichen Mindestlöhnen, denn diese würden den Niedriglohnsektor der Agenda 2010 aushebeln und nach Meinung der Kanzlerin sowie der Union und FDP Arbeitsplätze im Niedrigtslohnbereich gefährden.

In welcher Welt werden die Wählerinnen und Wähler in den Morgenstunden des 28. September erwachen?
 
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AW: Herbst der Wahrheiten Worüber vor der Wahl keiner spricht

Vor dem Wahlsonntag sprechen viele von Steuersenkungen und vom Ende der Krise Hurra, der (Pseudo-) Aufschwung ist da! nach den Wahlsonntag kommt der Herbst der Wahrheiten Worüber vor der Wahl keiner spricht auch die OECD sieht mehr Arbeitslose als die BA in ihren kreativen Berichten vermeldet. Sinkende Frachtraten Hapag Lloyd muss mehr einsparenzeigen deutlich wohin die Reise geht.

Im Wahlkampf wird also weiterhin getrickst, getarnt, vertuscht, verschwiegen und verheimlicht, wie ernst die Lage ist.

Aber welche Konzepte Strategien und Lösungen werden von den Wahrscheinlichen Regierungsparteien Union, FDP, SPD, (Gelb - Schwarz oder Schwarz - Rot) den Wählerinnen und Wählern angeboten?

Ich sehe keine Konzepte Strategien oder Lösungen ich höre nur von Steuersenkungen für die Klientel von Union und FDP von wachsender Beschäftigung in atypischen Beschäftigungsverhältnissen durch steuerfinanziertes Mindesteinkommen und vom Ausbau der Beschäftigung in privaten Haushalten. Ein nein zu gesetzlichen Mindestlöhnen, denn diese würden den Niedriglohnsektor der Agenda 2010 aushebeln und nach Meinung der Kanzlerin sowie der Union und FDP Arbeitsplätze im Niedrigtslohnbereich gefährden.

In welcher Welt werden die Wählerinnen und Wähler in den Morgenstunden des 28. September erwachen?
Arbeitsmarkt: OECD sagt dramatischen Jobabbau voraus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

[FONT=Calibri, sans-serif]Mega-Crash - Deutschland allen voran[/FONT] - Berliner Umschau-Kommentar

Arbeitsmarkt: OECD erwartet fünf Millionen Arbeitslose in Deutschland | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

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#42
Hier noch etwas zum Casino-Kapitalismus

Ein interessantes Video im GELBEN gefunden, eine Fernsehdiskussion, etwa 30 min. lang. Binswanger und von Braun diskutierten 2008 im Schweizer Fernsehen über den Finanzkapitalismus auf sehr hohem Niveau.​
Wirft ein Licht auf diese Theorie der Urschuld. Interessant ist aber, dass auch hier die eigentlich kritischen Punkte des Kapitalismus letztlich doch entweder verharmlost/ verniedlicht oder tabuisiert werden.

Zwar führt Binswanger zu Recht an, dass in einem System unbegrenzter Geldschöpfung die eigentliche (Ur-)Schuld des Kapitalismus gegenüber der Natur besteht, bzw. die eigentlich so "in Rechnung" gestellt werden müsste (war ja auch ursprünglich das wichtigste Anliegen der GRÜNEN, bevor die ihre Ansprüche auf eine grüne Makulatur der Kapitalismusmaschine reduziert haben), aber der Zusammenhang mit Peak-Oil und wie drängend diese Problematik wirklich wäre, das wird doch letztlich totgeschwiegen. Außerdem vermeidet Binswanger alle Hinweise auf eine immer weiter steigende Ungleichverteilung von Schulden und Vermögen (Zinsproblematik). Er sagt, dass steigende Aktiengewinne für alle eine so bequeme Reichtumsquelle geworden sind und deswegen Gold und Silber ersetzt hätten. Das gilt natürlich, und das wird von Binswanger noch nicht mal erwähnt, nur für einen Teil der Gesellschaft. Ein großer Teil ist, zumindest bei uns in Deutschland, von allen dieser Formen der Vermögensbildung letztlich faktisch ausgeschlossen, was ja zu diesem sozialen Sprengstoff führt. Man fragt sich, ob diese Intellektuellen die Situation der Leute hier unten wirklich wahrnehmen. Mich würde mal interessieren, was ein Fließbandarbeiter, der seit Jahren einem immer höheren Leistungsdruck ausgesetzt wird, sagen würde wenn er hört wie Binswager fordert, die Arbeiter müssten den eigentlichen Prozess der Herstellung ihrer Produkte wieder "genießen" lernen. Hahaha...

Diese Frau von Braun hat glaube ich eher noch einen wirklich kritischen Ansatz. Als Kulturschaffende hat die vermutlich noch Kontakt zur prekären Basis. Binswanger hat jeden Bodenkontakt verloren. Ob der in seinem Leben wenigstens einmal einen Monat an einem Fließband gestanden hat?

 

Sybilla

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#43
Wer zahlt die Zeche?

Fakten und Zukunftsprognosen:

Die Fakten:

Währungsfonds verkauft 400 Tonnen pures Gold

Währungsfonds verkauft 400 Tonnen pures Gold

Die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland am Kreditmarkt betrugen zum 30. Juni 2009 insgesamt 1 602,0 Milliarden Euro.

Außenhandel 1. Halbjahr 2009: Exporte sinken um 23,5%

Pressemitteilung Nr.357 vom 22.09.2009 Außenhandel 1. Halbjahr 2009: Exporte sinken um 23,5%

Reallöhne sanken im zweiten Quartal 2009 rapide um 1,2% im Vergleich zum Vorjahresquartal ab.

Die Prognosen:

Gelb - Schwarz

Bei einem mittlerweile sehr unwahrscheinlichen Wahlsieg von Gelb - Schwarz ist mit einem weiterem Ausbau der Niedriglohnsektoren quer durch alle Branchen zu rechnen. Atypische Beschäftigung mit steuerfinanzierten ergänzenden ALG II (Mindesteinkommen) wird unter einer Gelb - Schwarzen Bundesregierung vermutlich die Regel für viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Die EK Steuer für die Klientel der FDP/Union wird abgesenkt die MwSt. wird abermals erheblich erhöht. Im Bereich der sozialen Sicherungssysteme Rente und Gesundheit wird nur noch eine Grundsicherung mit privater Zusatzversorge angestrebt. Wer sich dass nicht leisten kann (atypische Beschäftigung) muss mit Altersarmut und Rationierungen ( Versorgung nach Kassenlage) im Gesundheitswesen rechnen. Eine besondere staatliche Bildungsförderung wird nur für die sogenannte Bildungselite angestrebt. Der Krieg in Afghanistan wird fortgesetzt die Truppenstärke der Bundeswehr wird aufgestockt.

Schwarz - Rot

Die wahrscheinlichste aller denkbaren Koalition nach der Wahl ist eine Fortführung der sogenannten Großen Koalition. (Notfalls mit Überhangmandaten) Das wäre allerdings für D auch die schlechteste aller Varianten denn dann würde D in der Schockstarre verharren. Die Große Koalition hat die Krise nur verwaltet im Herbst kommen die Rechnungen und die soziale Krise durch ansteigende Arbeitslosigkeit.Auch bei einer Fortsetzung der großen Koalition wird es einen weiteren Ausbau der Niedriglohnsektoren (Atypische Beschäftigung mit steuerfinanzierten ergänzenden ALG II; Mindesteinkommen - Altersarmut) quer durch alle Branchen geben. Zur Finanzierung der Konjunkturprogramme, Rettungsschirme und Bankensicherungsfonds muss die MwSt. abermals erheblich erhöht werden. Im Bereich der sozialen Sicherungssysteme Rente und Gesundheit wird weiterhin auf Versorgung nach Kassenlage gesetzt.Über Bildung wird weiterhin viel gesprochen. Der Krieg in Afghanistan wird fortgesetzt die Truppenstärke der Bundeswehr wird aufgestockt.

Wer zahlt die Zeche der Krise? Natürlich die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen aber nicht die Banker die Spekulanten oder von "Wirtschaftsprofessoren" fehlgeleitete Politiker oder Journalisten.

Was wäre wenn die große Koalition abgewählt werden würde?
Union 29 % SPD 18 % FDP 17 % Grüne 16 % Linke 16 %

Emnid 17.09.2009 Union 35 % SPD 25 % FDP 13 % Grüne 11 % Linke 12 % Sons 4 %

???

Die Opposition

Nachdem die Wahlumfragen in den Jahren 2002 und 2005 auch erheblich von den Wahlergebnissen abgewichen sind halte ich eine Abwahl der Große Koalition 2009 für nicht unmöglich.

Es macht also durchaus Sinn eine der drei Oppositionsparteien zu wählen, wobei ich der Meinung bin, dass nur eine starke Linke im Bundestag das durchbrennen der sozialen Sicherungen bei der Bewältigung der zum Teil von der Politik selbst ausgelösten Krise (Agenda 2010 - Niedriglohn - sinkende Reallöhne - sinkende Kaufkraft - sinkende Binnenkonjunktur - Opel - Arcandor - Hertie - Karstadt - Quelle - 2009: Das Jahr der Mega-Pleiten - ....) verhindern kann.
 

Sybilla

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#44
Hart aber Fair - Faktencheck

In der Diskussion um gesetzliche Mindestlöhne – die dringend erforderlich sind - wird immer wieder das wenig tragfähige Argument angeführt – zuletzt von Herr Niebel (FDP) in Hart aber Fair vom 23.09.09 - dass das Lohnabstandsgebot zwischen Arbeit und einer 4 – Personen ALG II Bedarfsgemeinschaft/Familie beachtet werden muss. Zum ersten möchte ich den ehemaligen Mitarbeiter der BA darauf hinweisen das in einer 4 – Personen ALG II Bedarfsgemeinschaft/Familie in der Regel zwei Erwerbsfähige und zwei Kinder leben.
Wenn nun beide Erwerbsfähigen Personen einer 4 – Personen ALG II Bedarfsgemeinschaft/Familie in der Regel Vater und Mutter einen Mindestlohn von 8,82 €/Std. (Frankreich) erhalten, ergibt das bei 38 Std/Woche ein Familieneinkommen von monatlich 2900 € Brutto + Kindergeld in der Summe gewiss mehr als eine 4 – Personen ALG II Bedarfsgemeinschaft/Familie an ALG II Grundsicherung erhält. Zweitens sollte auch ein ehemaliger Mitarbeiter der BA beachten das laut BA Bericht August Seite 76 (Zahlen von April 2009) nur in 7,2 % aller Bedarfsgemeinschaften (258.451) 4 Person leben. Aber in 54,3 % aller Bedarfsgemeinschaften 1 Person 1.936.334 und in 21,4 % Bedarfsgemeinschaften 2 Person 762.305 mehr als 75 % aller ALG II Bedarfsgemeinschaften besethen aus 1 oder 2 Personen. In 75 % aller Bedarfsgemeinschaften ist das Lohnabstandsgebot mit einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,82 €/Std. kein Thema und in einer der wenigen 4 – Personen ALG II Bedarfsgemeinschaften/Familien (7,2 % April 2009) nur wenn nur eine Erwerbsperson (Vater oder Mutter) eine Beschäftigung mit gesetzlichen Mindestlohn ausübt die zweite Person (Mutter oder Vater) und die beiden Kinder weiterhin ALG II ergänzendes ALG II beziehen müssen.

Ich fürchte, der FDP schwimmen aufgrund fehlender fundierter Argumente die Felle schon wieder vor der Nase weg.
 

Sybilla

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#45
Wahl - Suggestion? Gfk Index signalisiert Ende der Krise

Wahl - Suggestion?

Ich behaupte, im Oktober wird das statistische Bundesamt melden, das der Einzelhandelsumsatz auch im August (real) zum 11. Mal in Folge ( seit September 2008) gesunken ist.

Die Fakten:

Auch vor einem Monat wurde im medialen Gleichklang von der überraschend guten Kauflaune berichtet. Wenige Tage später meldete das statistische Bundesamt das der Einzelhandelsumsatz (real) zum 10. Mal in Folge ( seit September 2008) gesunken ist.


Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.
März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008
April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009 Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken
Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008 Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..
Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.
Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009 -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.
August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten
September 2009 der der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima
Konsumklima zieht weiter an

Quelle: Einzelhandelsumsätze
Statistisches Bundesamt Deutschland - Startseite

Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juli 2009: real – 8,4% zum Juli 2008

Pressemitteilung Nr.365 vom 25.09.2009 - Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juli 2009: real – 8,4% zum Juli 2008

Neues Kapitel in der unendlichen Geschichte der Finanzkrise um Landesbanken

 

Sybilla

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#46
Die Wählerinnen und Wähler haben die Wahl. - Die Teilnehmer im Forum das Wort.

Arbeitslosigkeit – Rente - Schulden – Steuern -mehr Netto vom Brutto – Bildung – Afghanistan…. Es dürfen eigene Antworten hinzugefügt werden

Städtetag sieht beispiellose Finanzkrise

1. Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit wurde abgesenkt, durch welche Maßnahmen ist das gelungen?

a, kreative BA Statistik.
b, Ein Euro Job Arbeitsgelegenheiten.
c, Ausweitung der atypischen Beschäftigung und Ausweitung der Niedriglohnsektoren.
d, durch Schaffung von existenzsichernden Arbeitsplätzen.

2. In der Rentenkasse ist zurzeit eine Schwankungsresrve von 15 Mrd. € vorhanden, weshalb ist diese Schwankungsresrve vorhanden?

a, Die Schwankungsreserve wurde seit 1998 Schritt für Schritt abgesenkt.
b, Eine Schwankungsreserve von 15 Mrd. € ist weniger als 33 % einer Monatsauszahlung.
c, Diese 15 Mrd. € sind der Überschuss der Rentenversicherung.
d, Diese 15 Mrd. € wurden aus den zusätzlichen Beschäftigungsverhältnissen im Niedriglohnbereich generiert.

3. Wie kann die Schuldenlast von Bund, Länder und Kommunen von den Bürgern geschultert werden?

a, MwSt. auf 25 % erhöhen.
b, Börsenumsatzsteuer von 1 % erheben.
c, soziale Leistungen, Kindergeld um 25 % kürzen.
d, Private Vermögenssteuer erheben.

4. FDP und Union möchten ihre Klientel steuerlich entlasten wie kann das von den Bürgern geschultert werden?

a, MwSt. auf 25 % erhöhen.
b, Subventionen (auch für Milchbauern) und steuerliche Vorteile der Arbeitnehmer streichen.
c, soziale Leistungen, Kindergeld um 25 % kürzen.
d, Mineralölsteuer erhöhen.

5. FDP und Union vertreten ein Mindesteinkommen (ergänzenden ALG II) aufgestockt wird, wie kann das von den Bürgern geschultert werden?

a, MwSt. auf 25 % erhöhen.
b, gesetzlicher Mindestlohn.
c, Mineralölsteuer erhöhen.
d, Absenken des Mindesteinkommen.

6. Bildung ist das wertvollste was junge Menschen erhalten können, welche Bildungschancen wünschen Sie für Ihre Kinder?

a, Hauptschule.
b, 8 – stufiges Gymnasium mit Eliteförderung.
c, geförderte Eliteuniversitäten mit Stipendien für hoch begabte.
d, Förderung auch an Grund- und Hauptschulen, damit die Bildungschancen der Kinder mit bildungsarmen Eltern auch eine Lebenschance erhalten.

7. Krieg in Afghanistan, welche Strategie soll die Bundesregierung zukünftig umsetzen?

a, Pläne für den Abzug erarbeiten und die Bundeswehr -Truppen Zug um Zug aus Afghanistan abziehen.
b, Die Bundeswehr - Truppen in Afghanistan verstärken.
c, Deutschland soll die Aufgabe des „Weltpolizisten“ übernehmen.
d, Deutschland darf keine Angriffskriege führen.

Die Wählerinnen und Wähler können über die zukünftige Richtung der Politik entscheiden

Zur Abstimmung
Deutschland Debatte » Die Wählerinnen und Wähler haben die Wahl
 

Sybilla

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#48
Fragen und Antworten sind mehr als Blödsinn. :icon_neutral:
Danke!!!

Schwarz – Gelber Wahlsieg im Detail - Wahlberechtigte

Bei den Bundestagswahlen am 27.09.09 waren 62.132.442 Bürger wahlberechtigt.

11.824.794 Bürger wählten mit ihrer Zweitstimme die CDU 19,03 % aller Wahlberechtigten
2.830.210 Bürger wählten mit ihrer Zweitstimme die CSU 4,55 % aller Wahlberechtigten
6.313.023 Bürger wählten mit ihrer Zweitstimme die FDP 10,16 % aller Wahlberechtigten

Schwarz – Gelb konnte somit die Zweitstimme von 20.968.027 Bürger oder 33,74 % aller Wahlberechtigten für sich gewinnen.


41.164.415 Wahlberechtigte (66,26 % der Wahlberechtigten) haben Schwarz – Gelb nicht gewählt.

Im Vergleich zu 2005 61.870.711 Wahlberechtigte

Die CDU verliert im Vergleich zu 2005 13.136.740 Zweistimmen 21,23 % aller Wahlberechtigten - 1.311.946 Wählerzweitstimmen auf 11.824.794; 19,03 % aller Wahlberechtigten Zweitstimmen 2009.

Die CSU verliert im Vergleich zu 2005 3.494.309 Zweistimmen 5,65 % aller Wahlberechtigten – 664.099 Wählerzweitstimmen auf 2.830.210; 4,55 % aller Wahlberechtigten Zweitstimmen 2009.

Die FDP gewinnt im Vergleich zu 2005 4.648.144 Zweistimmen 7,51 % aller Wahlberechtigten + 1.664. 879 Wählerzweitstimmen auf 6.313.023; 10,16 % aller Wahlberechtigten Zweitstimmen 2009

Schwarz Gelb konnte 2005 die die Zweitstimme von 21.279.193 Bürger oder 34,39 % aller Wahlberechtigten für sich gewinnen.

Schwarz gelb hat im Vergleich zu 2005 ; 311.166 Zweistimmen verloren.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Schwarz – Gelber Wahlsieg im Detail – Wähler 2009; 43.997.633 Wähler

Schwarz Gelb konnte mit 20.968.027 Zweitstimmen einen Anteil von 47,66 % der Wähler erreichen 23.029.606 Wähler; 52,34 % der Wähler haben Schwarz – Gelb mit ihrer Zweitstimme nicht gewählt.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------

Schwarz – Gelber Wahlsieg im Detail – Die Mehrheit

Von den im Bundestag vertretenen Parteien konnte Schwarz – Gelb 20.968.027 Zweitstimmen erreichen.

Die drei Oppositionsparteien SPD 9.988.843 Zweitstimmen /Linke 5.153.884 Zeitstimmen /Grüne 4.641.197 Zweistimmen konnten in der Summe nur 19.783.924 Zweitstimmen erreichen.

Somit verfügt Schwarz – Gelb mit 20.968.027 Zweitstimmen über eine Mehrheit von 1.184.103 Zweitstimmen ( Opposition 19.783.924 Zweitstimmen) der im Bundestag vertretenen Parteien. Somit hat Schwarz – Gelb aufgrund des Wahlrecht eine demokratische Regierungsmehrheit der abgegebenen Zweitstimmen gewonnen. Dazu möchte ich die CDU/CSU und die FDP beglückwünschen und wünsche der neuen Bundesregierung viel Erfolg für die kommenden 4 Jahre.

Quelle der Zahlen: Übersicht
 

Sybilla

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#49
Merkwürdige Details um sinkende Arbeitslosenzahlen

Merkwürdige Details um sinkende Arbeitslosenzahlen

Arbeitsmarkt September 2009:

Wenige Tage nach der Bundestagswahl verkündet die BA eine absinken der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich abgesunken, oder wird das Absinken der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik suggeriert?
Bei sorgfältiger Betrachtung der BA Monatsberichte fällt auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen

Im September 2009 hat die BA 3.346.459 Arbeitslose in der Statistik erfasst

Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit (Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III) sinkt laut BA Bericht im September 2009 Seite 51 um 115.987 Personen auf 3.346.459 Personen (3.462.446 Personen, August) ab.

Allerdings befanden sich Im Monat September (vorläufig und hochgerechnet) 1,52 Mio Personen (BA Bericht September 2009 Seite 6) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Darunter sind 336.779 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, *3). Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.

Fußnote BA Bericht September 2009 Seite 84
1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
*3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2009 [Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen im September 2009 um 265.560 auf 3.346.459 Personen an (BA Bericht September 09 Seite 51)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Mai noch 413.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 88 Prozent Leistungen
(BA Bericht September 2009 Seite 21)

Somit wurden (vorläufig und hochgerechnet) im September 2009

3.346.459 Personen als arbeitslos erfasst und
1.524.004 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente
413.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat (letzte Erhebung Mai 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das 5.283.463 Personen
+ ca. 1,5 Millionen Personen in Kurzarbeit ( Juni 2009 1.433.269)


Kurzarbeit:


(letzte Zahl in der Zahlenreihe Juni 2009 1.433.269 BA Bericht September 2009 Seite 56)Die aktuelle Zahl (September 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht September 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden"

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht September 2009 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.134.220
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.913.859
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.819.882

Im September 2009 gibt es laut BA Bericht 7.867.961 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht September 2009 Seite 51. Darunter 6.048.079 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 12.000 auf 3.461.000 ab (Seite 58 BA Bericht September 2009)

22 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet.
Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht September 2009 Seite 18)

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200909.pdf
Erstellt von Sybilla am 30.09.09 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
 

HajoDF

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#50
Hallo Sybilla,
einfach mal zwischendurch ein herzliches Dankeschön für Deine informative Arbeit.
 

Sybilla

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#52
Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert kontinuierlich Konsumklima hellt sich auf " - das Statistisches Bundesamt berichtet kontinuierlich von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen

Im Vergleich die GfK Prognosen mit den Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real - 1,5% niedriger als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009

Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um - 0,8% gesunken

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009 Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009 Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage.

Juli 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009 -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.


August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten.
Pressemitteilung Nr.374 vom 01.10.2009 -Einzelhandelsumsatz im August 2009 real um - 2,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.


September 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten

Oktober 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,8 Punkten im September für Oktober einen Wert von 4,3 Punkten.

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima Konsumklima zieht weiter an

Quelle: Einzelhandelsumsätze
Statistisches Bundesamt Deutschland - Startseite

Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robuste Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität

 

Erolena

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#53
"Warum das Konsumklima besser ist als die Realität - Deutschland kämpft mit der Rezession: Aufträge bleiben aus, Exporte brechen ein, bei vielen Menschen schrumpft wegen Kurzarbeit das Einkommen. Nur der private Verbrauch bleibt laut GfK stabil. Kann das sein?"

Ich bekomme die Mitteilung
Dieser Artikel ist auf Spiegel-Online im Moment nicht zu erreichen.
Vielleicht noch ein Datum dazu geben?

(Viellicht habe ich das mißverstanden und du meinst den GfK-Artikel mit der positiven Konsumeinschätzung)
 
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#54
"Warum das Konsumklima besser ist als die Realität - Deutschland kämpft mit der Rezession: Aufträge bleiben aus, Exporte brechen ein, bei vielen Menschen schrumpft wegen Kurzarbeit das Einkommen. Nur der private Verbrauch bleibt laut GfK stabil. Kann das sein?"

Ich bekomme die Mitteilung
Dieser Artikel ist auf Spiegel-Online im Moment nicht zu erreichen.
Vielleicht noch ein Datum dazu geben?

(Viellicht habe ich das mißverstanden und du meinst den GfK-Artikel mit der positiven Konsumeinschätzung)
versuchs mal damit. :icon_smile:

GfK-Index: Warum das Konsumklima besser ist als die Realität - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
 

Mario Nette

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#58

Sybilla

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#59
Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

Viele Medien berichten im Gleichklang der Pressemitteilungen der wirtschaftliche Aufschwung sei da, das Problem der Arbeitslosigkeit nahezu gelöst und die Steuereinnahmen des Fiskus sprudeln unerwartet stark.

Ist dieser Aufschwung ein echter Aufschwung oder wie 2006 ein medialer Aufschwung der nur in den Medien und in wenigen Export orientierten Wachstumssegmenten stattfindet?

Der genaue Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt auf das neben der Zahl der registrierten Arbeitslosen im Mai 2010 3.241.529 noch 1.602.244 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente verschoben wurden. ARBEITSLOSE + Personen in Massnahmen Mai 2010 == 4.843.773 betroffene Personen.

Noch deutlicher wird die Lage am Arbeitsmarkt wenn die Zahl der Leistungsberechtigten betrachtet wird.

Leistungsempfänger:
ALG I 987.744;
ALG II 5.038.185;
Sozialgeld 1.856.218 ohne Sozialhilfe SGB XII

Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei rund 8 Millionen Personen (7.882.147)

Auch der im medialen Gleichklang verkündete Aufschwung in der Wirtschaft ist nur auf Hoffnung und Prognosen der Zukunft gestützt.

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform berichtet im ersten Halbjahr 2010 mussten bundesweit 17.360 Betriebe Insolvenz anmelden. Das sind gut sieben Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Betroffen sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen.

Von den von der Politik erhofften und von vielen Medien verkündeten Aufschwung fehlt demnach jede Spur. Was bleibt ist die Hoffnung und die positiven Prognosen.

Prävalenz der Armut in Deutschland.

Polarisierung der Einkommen: Die Mittelschicht verliert

Nach einer Studie vom Februar 2010 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wies Deutschland im Jahr 2008 "eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren" auf. Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der Armutsgrenze.


Die Frage der Zukunft ist nicht ob und in welcher Höhe das Wachstum in wenigen Export orientierten Wachstumssegmenten ausfällt sondern wie der soziale Abstieg der Mittelschicht gebremst werden kann. Denn das erzielte Wirtschaftswachstum wird nicht durch Lohnerhöhungen an die Mittelschicht weitergegeben, die Arbeitnehmer werden vermutlich m weitere Belastungen zugemutet, die chronisch unterfinanzierten Kommunen werden Abgaben und Gebühren erhöhen und die klaffende Lücke in der GKV wird den vernehmen nach mit Zusatzbeiträge (Kopfprämie) der Versicherten geschlossen. Ebenso wird die Leih- und Zeitarbeit aufgrund geringerer Lohnkosten weiter exorbitant ausgeweitet.

Jeder dritte Jugendliche in Ostdeutschland ist arm

Metro Cash & Carry streicht noch 900 Jobs

Mahnwache oder: Der Kapitalismus geht über Leichen
 

olivera

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#60
Lohnentwicklung: Arbeitnehmer profitieren von guter Konjunktur - Arbeitsmarkt und Hartz IV - Wirtschaft - FAZ.NET
"Die Bruttolöhne sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2011 real um 2 Prozent gestiegen. Das sei der zweithöchste Anstieg seit 2008, sagen die Statistiker."

kreativ wie gewohnt - die Zahlentri
ckser
"Ich finde es extrem logisch, dass Waren, die wegen starker Nachfrage teurer werden, im Warenkorb weniger berücksichtigt werden, weil die Menschen ja offensichtlich weniger davon kaufen!
Und das man mehr Smartphones kauft, wenn das Fressen zu teuer wird, versteht sicher jeder Hartzer.
Genau wie der Pendler, der bei gestiegenen Kosten für die Fahrt zur Arbeit dann eben lieber mit Easy Jet nach Barcelona zum Partymachen fliegt.
wer sollte dem nicht zustimmen?
"
 

olivera

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#61
Ein Gleichnis auf die Mitläufer/

bzw. die dt. Arbeitnehmerschaft im schuldzinsgetriebenen, nationalen MonetärFetischismus?:

Was ist Co-Abhängigkeit

"...Co-Abhängige haben ein Modell von erlernten Verhaltensweisen, Gefühlen und Lebensphilosophien, die sie in dieses Verhalten lenken. Was aber erlernt wurde, kann auch wieder verlernt werden. Ferner verfügen Co-Abhängige über eine Vielzahl von besonderen Fähigkeiten, die sie jedoch nicht für sich selbst einsetzen, sondern für andere. Sie konzentrieren sich nicht auf ihr eigenes Leben und tun nur wenig bis nichts für sich selbst. Das kann wieder erlernt werden."

..naja, wers glauben will...
 
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