Aktuell im Krankengeldbezug und schwer behindert. Prognose und Zukunftsaussichten sind schlecht. Welche Post-Krankengeld-Möglichkeiten bleiben hier?

HermineL

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- KK besteht auf Antragstellung (Verwaltungsakt)
- Widerspruch und, falls VA sofort vollzogen werden soll, Antrag auf aufschiebende Wirkung im Rahmen einer EA beim Sozialgericht parallel zum Widerspruch
- Widerspruchsbescheid fällt negativ aus
Hier ist schon der erste Denkfehler. Die Aufforderung eine Reha zu beantragen durch die KK ist kein Verwaltungsakt sondern eine ganz normale Aufforderung gem. § 51 SGB V. Die Aufforderung ist außerdem eine Ermessensentscheidung der KK. Wenn du der Aufforderung nicht Folge leistest dann wird die KK die Leistungen einstellen. Erst diese Leistungseinstellung ist dann ein Verwaltungsakt gegen den du Rechtsmittel einlegen kannst.
Die EA beim SG mit Antrag auf aufschiebende Wirkung wird sehr wahrscheinlich abgelehnt werden weil man dich bis zur Hauptsache Entscheidung auf Leistungen nach dem SGB II verweisen kannst und es damit keinen Anordnungsgrund mehr gibt.

ich hätte noch eine Frage zu einer anderen Sache. Wie müsste man vorgehen, wenn man in das ALG I wechseln will? Wann wäre der Zeitpunkt, wo das noch geht. Lt. Dispositionsrecht darf man den Reha-Antrag ohne Einwilligung der KK ja nicht mehr zurück ziehen. Angenommen man würde sich vor Reha-Antritt durch Endbescheinigung des Arztes wieder arbeitsfähig schreine lassen
Auch das sehe ich sehr kritisch. In dem Moment wo du ALG 1 nach langer AU beantragst wird die BA nicht an eine Wunderheilung glauben und den ÄD zu Überprüfung deiner Leistungsfähigkeit einsetzen. Kommt dieser dann zu dem Schluss das deine Leistungsfähigkeit nicht gegeben ist, was im Rahmen des Möglichen liegt, dann wird die BA dich zur Reha auffordern. Die BA hat allerdings im Gegensatz zur KK kein Ermessen sondern muss dich zwingend auffordern. Die Ebenfalls unter Androhung der Leistungsentziehung bei fehlender Mitwirkung.

Was hast du dann gewonnen ?
Du stehst dann wieder am gleichen Punkt wie jetzt nur dann bei der BA.
 

Newton

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Hier ist schon der erste Denkfehler. Die Aufforderung eine Reha zu beantragen durch die KK ist kein Verwaltungsakt sondern eine ganz normale Aufforderung gem. § 51 SGB V. Die Aufforderung ist außerdem eine Ermessensentscheidung der KK. Wenn du der Aufforderung nicht Folge leistest dann wird die KK die Leistungen einstellen. Erst diese Leistungseinstellung ist dann ein Verwaltungsakt gegen den du Rechtsmittel einlegen kannst.
Jetzt bin ich aber verwirrt. Ich hatte im Internet dazu gelesen und die Meinung ist immer, dass die Aufforderung ein VA ist. Schau selbst:



Wenn es kein VA ist, dann frage ich mich, warum man mich überhaupt anhört? Das ist ja im Verwaltungsverfahren geregelt, dass das zu erfolgen hat, bevor ein VA ergeht, der in die Rechte des Betroffenen eingreift. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
Die EA beim SG mit Antrag auf aufschiebende Wirkung wird sehr wahrscheinlich abgelehnt werden weil man dich bis zur Hauptsache Entscheidung auf Leistungen nach dem SGB II verweisen kannst und es damit keinen Anordnungsgrund mehr gibt.
Selbst wenn der Anordnungsgrund die drohende Antragstellung sei, die sich im Nachhinein nicht mehr heilen ließe?


Auch das sehe ich sehr kritisch. In dem Moment wo du ALG 1 nach langer AU beantragst wird die BA nicht an eine Wunderheilung glauben und den ÄD zu Überprüfung deiner Leistungsfähigkeit einsetzen.
Bekommt denn die BA mit, dass ich KG bezogen habe? Wird das irgendwo im Antrag abgefragt?
Kommt dieser dann zu dem Schluss das deine Leistungsfähigkeit nicht gegeben ist, was im Rahmen des Möglichen liegt, dann wird die BA dich zur Reha auffordern. Die BA hat allerdings im Gegensatz zur KK kein Ermessen sondern muss dich zwingend auffordern. Die Ebenfalls unter Androhung der Leistungsentziehung bei fehlender Mitwirkung.
Verstehe. Ja, was soll ich sagen. Ich bin halt in dieser Sache auch nur ein Suchender nach dem besten Weg. Die Sache beschäftigt mich, wie du unschwer erkennen kannst. Im Prinzip hätte ich ja kein Problem mit der Reha, wenn sie nur ortsnah und ambulant wäre. Leider gibt es in meinem Ort nicht so viele Rehakliniken generell. Und noch weniger, die Psychosomatik machen. Im Grunde nur zwei. Ich hab einfach noch bammel, dass die DRV mir da ein Strich durch die Rechnung macht und eine Klinik aufzwingt.

Zudem bin ich mir noch nicht 100ig sicher, wie ich einen drohenden Antrag ausfüllen soll. Ein User meinte ich solle nicht die Wunschklinik angeben, um dann im Widerspruchsverfahren auf das Wunsch- und Wahlrecht abzuheben. Andererseits, wenn ich die Wunschklinik von vorn herein angebe, dann kann es mir ja egal sein, wenn sie das durchwinken, weil es ja dann meinen Interessen entspräche. Wenn nicht, dann könnte ich noch immer widersprechen. Verstehst du was ich meine?
 

Kerstin_K

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Psychosomatische Rehas werden selten amblant gemacht, weil es da meistens wichtig ist, dass man aus dem häuslichen Umfeld raus kommt.
 

Newton

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Psychosomatische Rehas werden selten amblant gemacht, weil es da meistens wichtig ist, dass man aus dem häuslichen Umfeld raus kommt.
Interessanterweise habe ich durch das Suchen im Web eine wohnortnahe Klinik gefunden, die genau das anbietet. Damit könnte ich mich sogar anfreunden. Die haben sogar Fahrdienst! Man würde jeden Tag abgeholt und gebracht. Wie ich mein Glück aber kenne, wird mir die DRV das bestimmt nicht bewilligen.
 

Kerstin_K

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Das gibt es, aber selten.

Du solltest mit deinem Arzt besprechen, ob diese Klinik für dich passt. Ablehnen kann die DRV eibentlich nur, wenn diese Klinik fachlich nicht passt oderwenn sie nicht mit der DRV zusammenarbeitet.
 

Newton

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Das gibt es, aber selten.

Du solltest mit deinem Arzt besprechen, ob diese Klinik für dich passt.
Das kann ich machen.
Ablehnen kann die DRV eibentlich nur, wenn diese Klinik fachlich nicht passt oderwenn sie nicht mit der DRV zusammenarbeitet.
Also das Spektrum der Klinik umfasst folgendes:
Unser Behandlungsspektrum:

  • Angst- und Panikstörungen, depressive Krankheitsbilder
  • Körperliche sowie seelische Beschwerden durch Belastungs- oder Konfliktsituationen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Schmerzen und andere körperliche Beschwerden, die organmedizinisch nicht erklärbar sind (somatoforme Störungen)
  • Psychische Probleme als Folge schwerer körperlicher Erkrankungen z.B. nach Unfällen, Krebsbehandlungen und Operationen
Wenn ich an einer wahnhaften Störung, Erschöpfung, Schlafstörung und MC leide, dann dürfte das Spektrum das doch abdecken, oder?
 

Kerstin_K

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Was ist MC?

Was die da aufführen ist mal wieder ein Gemishctwahrenladen nach dem Motto: Mit ein paar Entspannungsübungen kriiegen wir das schon hin.

Wenn ich lese Wahnhafte störung, dann muss man schon wossen, ie ausgeprägt das ist, was da los ist usw. Für mich hört sich das an, als wenn es da bedder wäre, vollstationär zu gehen.
 

Newton

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Morbus Crohn...Chronische Darmerkrankung

Was die da aufführen ist mal wieder ein Gemishctwahrenladen nach dem Motto: Mit ein paar Entspannungsübungen kriiegen wir das schon hin.
Das wäre mir in diesem Fall total egal, solange ich nur die Reha ortsnah und ambulant durchführen kann...darf. Mein Ziel ist sowieso die Verrentung.

Wenn ich lese Wahnhafte störung, dann muss man schon wossen, ie ausgeprägt das ist, was da los ist usw. Für mich hört sich das an, als wenn es da bedder wäre, vollstationär zu gehen.
Wäre für mich genau das falsche.
 

HermineL

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Jetzt bin ich aber verwirrt. Ich hatte im Internet dazu gelesen und die Meinung ist immer, dass die Aufforderung ein VA ist.
Nachdem ich selber auch noch einmal tiefergehend nachgesehen habe muss ich sagen das ich damit falsch lag. Ich hatte da etwas anderes im Gedächtnis aber du liegst hier richtig.

Selbst wenn der Anordnungsgrund die drohende Antragstellung sei, die sich im Nachhinein nicht mehr heilen ließe?
Dadurch das man dich auf ALG II verweisen kann liegt kein Eilbedarf mehr vor.
Der Anordnungsgrund betrifft nach allgemeiner Auffassung die Frage der Eilbedürftigkeit bzw. Dringlichkeit. Die Eilbedürftigkeit ist gegeben, wenn dem Antragsteller die Änderung des bisherigen Zustandes (§ 86 b Abs. 2 Satz 1 SGG) oder dessen Aufrechterhaltung (§ 86 b Abs. 2 Satz 2 SGG) in der Zeit bis zur Entscheidung in der Hauptsache nicht zugemutet werden kann.

Im Wesentlichen geht es um die Frage, ob das Abwarten der Entscheidung in der Hauptsache unter Berücksichtigung der drohenden Rechtsverletzungen zumutbar ist. Ein eiliges Regelungsbedürfnis sollte glaubhaft gemacht werden. Folgende Erwägungen werden zum Anordnungsgrund getroffen:
-Es muss eine Notlage vorliegen, die eine sofortige Entscheidung erfordert (Landessozialgericht Hessen vom 18. März 2011, L 7 AS 687/10 B ER, Rdnr. 19).
Das Abwarten einer Entscheidung in der Hauptsache darf nicht mit wesentlichen Nachteilen verbunden sein; d.h. es muss eine dringliche Notlage vorliegen, die eine sofortige Entscheidung erfordert.
- Selbsthilfemöglichkeiten müssen fehlen. So kann zum Beispiel der Einsatz eigenen Vermögens gefordert werden. (Landessozialgerichts Schleswig-Holstein vom 28. März 2011, L 5 KR 20/11 B ER, Rdnr. 11).
Der Einsatz des Vermögens ist entgegen der Auffassung der Antragstellerin auch zumutbar. Denn für den Fall, dass sie im Hauptsacheverfahren unterliegt, wäre sie verpflichtet, die im Rahmen der Anordnung von der Antragsgegnerin vorgestreckten Zahlungen dieser zu erstatten … .
Quelle: Die einstweilige Anordnung gemäß § 86 b Abs. 2 SGG


Bekommt denn die BA mit, dass ich KG bezogen habe? Wird das irgendwo im Antrag abgefragt?
Du hast wie du selber sagst Einschränkungen und stehst auf keinem Fall mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Wenn dem so ist wie willst du das denn verheimlichen ohne das die dich in die sofortige Vermittlung stecken ?
Sobald du auch nur ansatzweise angibst das du Einschränkungen hast werden die den ÄD einschalten. Hierzu werden sie Schweigepflichtentbindungen und/oder Befundberichte anfordern. Auch vom MDK. Spätestens dann wissen die beim ÄD Bescheid.



Die Sache beschäftigt mich, wie du unschwer erkennen kannst. Im Prinzip hätte ich ja kein Problem mit der Reha, wenn sie nur ortsnah und ambulant wäre. Leider gibt es in meinem Ort nicht so viele Rehakliniken generell. Und noch weniger, die Psychosomatik machen. Im Grunde nur zwei.
Dabei mache ich dir ganz wenig Hoffnung. Den Versuch eine psychosomatische Reha ambulant zu machen habe ich selber hinter mir. Da spielt die DRV nicht mit. Psychosomatische Reha´s sind nach deren Auffassung nur stationär durchführbar und da weichen die keinen Jota von ab.



Ablehnen kann die DRV eibentlich nur, wenn diese Klinik fachlich nicht passt oderwenn sie nicht mit der DRV zusammenarbeitet.
Das ist im Prinzip richtig aber sie werden eine psychosomatische Reha nur dann in der Wunschklinik gewähren wenn diese stationär ist. Nach meiner Erfahrung und Kenntnis stimmen die ambulanten Rehas nur in anderen Bereichen zu. Aber man kann es gerne probieren. Man weiß ja nie.

Letztlich wäre stationär auch nicht so schlimm wenn die Reha nahe an zu Hause ist. Bei meiner letzten psychosomatischen Reha hatten wir mehrere Patienten die aus dem gleichen Ort kamen wo die Reha stattfand. Die haben Ihre Freizeit natürlich zu Hause verbracht auch wenn die Ärzte das nicht wirklich prickelnd fanden.
 

Newton

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Nachdem ich selber auch noch einmal tiefergehend nachgesehen habe muss ich sagen das ich damit falsch lag. Ich hatte da etwas anderes im Gedächtnis aber du liegst hier richtig.
Ok, dann habe ich das doch richtig verstanden.
Dadurch das man dich auf ALG II verweisen kann liegt kein Eilbedarf mehr vor.
Aber wie soll das gehen, wenn man arbeitsunfähig geschrieben ist. Um ALG II zu erhalten muss man ja erwerbsfähig sein?



Du hast wie du selber sagst Einschränkungen und stehst auf keinem Fall mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.
Nun, das ist meine persönliche Einschätzung angesichts meiner geringen Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt.
Wenn dem so ist wie willst du das denn verheimlichen ohne das die dich in die sofortige Vermittlung stecken ?
Ich bin bereits bei der AfA als Rehabilitant geführt. Vielleicht könnte das helfen?
Sobald du auch nur ansatzweise angibst das du Einschränkungen hast werden die den ÄD einschalten. Hierzu werden sie Schweigepflichtentbindungen und/oder Befundberichte anfordern.
War die Schweigepflichtsentbindung nicht freiwillig in so einer Sache?
Auch von denen? Und was ist, wenn ich mich vor einem potentiellen Reha-Antritt gesund schreiben lasse? Dann sehen die lediglich was war, als ich "krank" war.
Spätestens dann wissen die beim ÄD Bescheid.
Ja, aber auf dem Papier wäre ich ja wieder gesund. Das hebt sich dann doch auf?

Dabei mache ich dir ganz wenig Hoffnung. Den Versuch eine psychosomatische Reha ambulant zu machen habe ich selber hinter mir. Da spielt die DRV nicht mit. Psychosomatische Reha´s sind nach deren Auffassung nur stationär durchführbar und da weichen die keinen Jota von ab.
:cry::cry::cry: Wieso denn nicht? Ich mein diese Reha-Einrichtung scheint ja zu funktionieren, weil dort Patienten hinkommen. Bei denen scheint das ja auch zu funktionieren. Ich versteh es nicht. Sowas macht mich wütend. Könnte hier deiner Meinung nach ein Anwalt im Widerspruchsverfahren was bewirken?


Letztlich wäre stationär auch nicht so schlimm wenn die Reha nahe an zu Hause ist. Bei meiner letzten psychosomatischen Reha hatten wir mehrere Patienten die aus dem gleichen Ort kamen wo die Reha stattfand. Die haben Ihre Freizeit natürlich zu Hause verbracht auch wenn die Ärzte das nicht wirklich prickelnd fanden.
Ich bin leider nicht motorisiert und auf den ÖPNV angewiesen. Das würde bei mir wirklich nur dann funktionieren, wenn es wohnortnah wäre. Diese besagte Klinik hat ja einen Fahrdienst, der die Patienten holt und bringt. Auch deshalb wäre es perfekt.

Was die EA angeht. Stellt ein Gericht rein auf die materielle Notlage ab? Ich mein so ein Bescheid führt ja auch eine Notlage herbei, indem es mich zu Sachen zwingt, die ich so nicht will und der Streitgegendstand erst in einem Hauptsacheverfahren geklärt werden kann. Würde man die EA unterlassen, dann müsste ich mich dem ja fügen und könnte den Streitgegenstand garnicht mehr in einem Verfahren anfechten, weil er ja faktisch vollzogen wurde.
 

HermineL

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Aber wie soll das gehen, wenn man arbeitsunfähig geschrieben ist. Um ALG II zu erhalten muss man ja erwerbsfähig sein?
Bis zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit muss das Jobcenter leisten ob es will oder nicht. Das JC ist dann rechtlich gezwungen bei deinen Einschränkungen zunächst den ÄD einschalten.


Ich bin bereits bei der AfA als Rehabilitant geführt. Vielleicht könnte das helfen?
Eher im Gegenteil denn dann weiß die BA ja schon das du Einschränkungen hast.


War die Schweigepflichtsentbindung nicht freiwillig in so einer Sache?
Na klar ist die freiwillig aber du musst zwingend mitwirken. Erteilst du keine Schweigepflichtentbindung musst du selber Befundberichte vorlegen. Wenn nicht wird auf Grund fehlender Mitwirkung die Leistung eingestellt oder erst gar nicht bewilligt.


Auch von denen? Und was ist, wenn ich mich vor einem potentiellen Reha-Antritt gesund schreiben lasse? Dann sehen die lediglich was war, als ich "krank" war.
Ja, aber auf dem Papier wäre ich ja wieder gesund. Das hebt sich dann doch auf?
Es spielt keine Rolle denn sobald die BA oder auch das JC Kenntnis von gesundheitlichen Einschränkungen haben werden und müssen sie die Maschinerie mit ÄD und in der Folge nach der Einschätzung des ÄD auch der DRV in Gang setzen. Die AU spielt dabei keine Rolle. Verheimlichen kannst du es auch nicht denn sie haben ja bereits Kenntnis davon.


Wieso denn nicht? Ich mein diese Reha-Einrichtung scheint ja zu funktionieren, weil dort Patienten hinkommen. Bei denen scheint das ja auch zu funktionieren. Ich versteh es nicht. Sowas macht mich wütend. Könnte hier deiner Meinung nach ein Anwalt im Widerspruchsverfahren was bewirken?
Das kann ich ja durchaus verstehen aber die Entscheidung liegt bei der DRV. Wenn diese medizinisch begründet das eine ambulante Reha nicht erfolgversprechend ist sehe ich da keine großen Chancen. Du kannst zwar dagegen klagen aber mir ist kein Urteil bekannt wo das in Bezug auf eine psychosomatische Reha jemand durchgeboxt hätte.


Es steht jedem natürlich frei eine EA zu beantragen und das ist auch einzig und alleine deine Entscheidung. Ich persönlich räume dieser EA nicht viel Chancen ein weil ich keinen Anordnungsgrund sehe. Es gibt bestimmt User die das anders sehen aber auch dann musst du immer noch entscheiden ob du es probierst oder nicht.
 

Newton

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Hallo,

komme gerade von meinem Facharzt. Er hat sich fast 2 Stunden Zeit genommen und ein entsprechendes Schreiben verfasst. Sowohl für die KK als auch den MdK. Dort führt er lang und breit aus, weshalb er eine Reha als nicht zielführend erachtet. Da ich für die Anhörung 21 Tage Zeit habe, werde ich das alles nächste Woche mal zur Post bringen. Mal sehen, was dann passiert. Insgeheim rechne ich damit, dass die KK hart bleibt. Überlege mir, ob es nicht sinnvoll wäre, dann einen Anwalt damit zu beauftragen. Dummerweise müsste ich den Widerspruch selbst zahlen, weil ich keinen Anspruch auf BRH hätte. Aber das wäre in diesem Fall sicherlich nicht verkehrt.
 

Kerstin_K

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Aber wie soll das gehen, wenn man arbeitsunfähig geschrieben ist. Um ALG II zu erhalten muss man ja erwerbsfähig sein?
Kennst du den Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeut und Erwerbsunfähigkeit?
Das kann ich ja durchaus verstehen aber die Entscheidung liegt bei der DRV. Wenn diese medizinisch begründet das eine ambulante Reha nicht erfolgversprechend ist sehe ich da keine großen Chancen. Du kannst zwar dagegen klagen aber mir ist kein Urteil bekannt wo das in Bezug auf eine psychosomatische Reha jemand durchgeboxt hätte.
Also beimeiner Bekannten lef es genau andersrum: beantragt hat sie vollstationäre Reha, bewilligt hat die DRV eine bi einer PTBS und mehreren Suizidversuchen völlig unpassende Ambulante Reha. Schon da moregsn und abends jeweils 30Minuten hinzufahren, hätte sie komplett überfordert. Dann ich abends noch um Mann, Kind und Haushalt kümmern, und am Wochenende hätte sie niemand aufgefangen, wenn durch die "Therapie" da etwas sufgewühlt worden wäre.

Wenn die KK nicht von der Reha abzubringen ist, würde ich den Antrag auf die ambulante reha in der Wunschklinik stellen und wenn die DRV das ablehnt, dann mit den entsprechenden Rechtsmitteln dagegen angehen.

Aus meiner Sicht beigen diese ganzen juristischen Klimmzübe schon im Vorfeld absolut nichts. Das ist energieverschwendung.
 

Newton

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Kennst du den Unterschied zwischen Arbeitsunfähigkeut und Erwerbsunfähigkeit?
Ok, jetzt ist der Groschen gefallen.
Aus meiner Sicht beigen diese ganzen juristischen Klimmzübe schon im Vorfeld absolut nichts. Das ist energieverschwendung.
Vermutlich hast du Recht. Ich hab einfach noch Probleme damit, zu glauben, dass die DRV im Jahre 2019 jedes Verfahren immer zu ihren Gunsten ausgegangen ist bzw. die DRV sich immer durchsetzen konnte. Es muss doch, wie auch im ALG II, Urteile geben, die einen Fall wie meinen behandeln? Ich komme mir als 40-jähriger maßlos bevormundet vor, wenn mir eine Behörde, die mich nur vom Papier kennt, sagen will, was für mich das Beste ist. Das weiß ich doch viel besser. Und wenn ich jetzt schon weiß, dass mich eine ortsferne, stationäre Reha mich fertig machen würde, dann muss das doch entsprechend berücksichtigt werden?!
 

Kerstin_K

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Bist Du so sicher, dass eine Reha dich fertig machen würde? Wir hatten das hier schon öfter, dass Leute vor ener Reha meinten, das geht gar nicht usw. und dann sind sie hin und dann war alles ganz anders.

Probier es jetzt mit der Stellungnahme deines Arztes. Wenn das nicht durchgeht, dann stellst Du den Rehaantrag und gibst Deine Wunschklinik an. Und dann mal abwarten. Wir hatten hier sogar schon Fälle, da wollte die KK eine Reha und de DRV hat gesagt, nein, das bringt nichts, wir scicken den Menschen gleich in Rente. Auch das kommt vor.
 

Newton

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Bist Du so sicher, dass eine Reha dich fertig machen würde? Wir hatten das hier schon öfter, dass Leute vor ener Reha meinten, das geht gar nicht usw. und dann sind sie hin und dann war alles ganz anders.
Es geht nicht (nur) um die Reha an sich. Es geht mir fast ausschließlich darum, dass es mich fertig machen würde, wenn ich es ortsfern und stationär machen müsste.

Probier es jetzt mit der Stellungnahme deines Arztes. Wenn das nicht durchgeht, dann stellst Du den Rehaantrag und gibst Deine Wunschklinik an. Und dann mal abwarten. Wir hatten hier sogar schon Fälle, da wollte die KK eine Reha und de DRV hat gesagt, nein, das bringt nichts, wir scicken den Menschen gleich in Rente. Auch das kommt vor.
Das scheint echt 'ne Wundertüte zu sein mit der Reha.
 

Kerstin_K

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Das scheint echt 'ne Wundertüte zu sein mit der Reha.
Was erwartest Du? der KK geht es nur darum, Krankengeld zu sparen.

Die DRV nutzt die Rehas gerne als Langzeitgutachten für die EM Rente.

Der Vorteil, wenn du gleich deine Wunschklinik angibst ist der, dass Dann die DRV begründen muss, warum sie diies ablehnt. Und wenn sie sich bei derbegründung so diletantisch anstellen, wie bei meiner Bekannsten, dann ist der Widerspruch ein Klacks.

Gibst Du hingegen keine Wunschklinik an und versuchst dann, die Klinik im NAchgang ändern zu lassen, dann musst Du begründen, warum die von der DRV gewählte Klinil nicht gewignet ist. Ichhalte das eventuell für wesentlich schwieriger.
 

HermineL

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Das weiß ich doch viel besser. Und wenn ich jetzt schon weiß, dass mich eine ortsferne, stationäre Reha mich fertig machen würde, dann muss das doch entsprechend berücksichtigt werden?!
Ich kann diese Haltung sehr gut verstehen hatte ich im Sommer 2017 doch genau die gleiche Haltung. Es ist ja auch nicht unberechtigt weil man wirklich Glück haben muss um eine vernünftige Reha-Klinik zu bekommen und keinen 0815- Abfertigungsbetrieb.
Ich bin dann gezwungener Weise mit dieser Einstellung in meine psychosomatische Reha gefahren und war überzeugt davon das ich nach ein paar Tagen dort wieder die Kurve kratze. Aber was soll ich sagen, die Reha war das beset was mir in ärztlicher Hinsicht in den letzten 10 Jahren passiert ist. Eine wirklich Top Ärztin die meine Therapie selber gemacht hat und nicht an einen Therapeuten gegeben hat, ein Super Team in der Klinik und die Klinik selber auch sehr gut.
Das I-Tüpfelchen waren die Mitprobanden an der Zahl derer 8 in unserer Gruppe und bei 6 Wochen hat man Zeit sich kennenzulernen. Wir hatte so viel Spaß und sind in einer WahtApp Gruppe noch immer in Kontakt und das sogar auch nach fast 2 Jahren täglich.

Was ich dir damit sagen will ist das das man vorher gar nicht beurteilen kann ob einem das hilft oder nicht und ob es gut ist oder nicht. Keiner kann dir das garantieren. Es kann großer Mist sein aber es kann auch Super gut sein wenn du mit der Klinik Glück hast. Die Kliniken sind sehr unterschiedlich und das Personal dort fluktuiert stark so das sich eine gute Klinik in Wochen in eine schlechte wandeln kann und umgekehrt nur auf Grund des Personals.

Gehe da nicht mit so negativen Einstellungen ran denn mit etwas Glück kann es dir sehr viel bringen.
 
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