Aktuell im Krankengeldbezug und schwer behindert. Prognose und Zukunftsaussichten sind schlecht. Welche Post-Krankengeld-Möglichkeiten bleiben hier?

HermineL

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Der Arzt kann dir eine Reha-Unfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen attestieren.
 

grün_fink

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Hallo,
tut mir leid, dass du so gebeutelt bist mit Krankheit.
In den Rehas wird oft auch geschaut, wie es mit der Erwerbsfähigkeit so ist. Denn nur auf den behandelnden Arzt hören die Gutachter selten.
LG
 

Newton

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Der Arzt kann dir eine Reha-Unfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen attestieren.
Ok, davon habe ich schon mal gehört. Ich habe in diesem Zusammenhang aber gelesen, dass man dieser kurz vor Antritt einer Reha holen soll. Also die 10 Wochen knapp verstreichen lassen, Antrag stellen und sobald die Zusage zur Reha da ist die Unfähigkeitsbescheinigung raus schicken. Kann bzw. sollte man das auch vorab?
 

HermineL

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Wie man das am besten ausgestaltet sollte dir dein Doc sagen können.
 

Newton

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Wie man das am besten ausgestaltet sollte dir dein Doc sagen können.
Danke. Ich werde nächste Woche wie gesagt sowieso da sein und das Schreiben mitnehmen. Dann werde ich ihn bitten, mir die Rehe-Unfähigkeit aus gedundheitlichen Gründen zu attestieren. Ich hoffe, dass man mich danach in Ruhe lässt und dann nicht auf die Idee kommt, mich zu Gutachtern zu schicken oder sonstigen Mist. Die Situation überfordert mich nämlich ungemein. Gefühlsmäßig fühle ich mich eingeengt, weil ich scheinbar kaum Handhabe gegen diese Fremdbestimmung habe. Das nervt mich total!
 

saurbier

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Hallo Newton,

Ich hoffe, dass man mich danach in Ruhe lässt und dann nicht auf die Idee kommt, mich zu Gutachtern zu schicken oder sonstigen Mist. Die Situation überfordert mich nämlich ungemein.
Na ja ich glaube mal eher das das wohl kaum der Fall sein dürfte.

Wenn du meinst die DRV würde dir heute noch ohne weiteres mal eine volle EMR bewilligen, nun ich sags bescheiden - da befindest du dich im Irrtum.

Selbst wenn du Reha-Unfähig bist, heißt das für die DRV noch lange nicht das du einer Rente bedarfst und erst recht nicht dann auch noch einer vollen EMR. Das mag vielleicht dein Arzt so beurteilen, nur leider hat der bei der DRV nichts zu sagen.

Solltest du einen Renten-Antrag stellen und einer Reha nicht nachkommen bzw. wegen Reha-Unfähigkeit nicht nachkommen können, nun dann kann dich die DRV durchaus zu eigenen Gutachtern schicken. Letzten Endes bedarfs es für die DRV ausreichender med. Gutachten die belegen das du warum auch immer erwerbsgemindert bist. Egal was du denkst bzw. wie du dich fühlst. Das ist die Deutsche Bürokratie.

Gefühlsmäßig fühle ich mich eingeengt, weil ich scheinbar kaum Handhabe gegen diese Fremdbestimmung habe. Das nervt mich total!
Richtig gegen die sogenannte Fremdbestimmung hast du solange keine Handhabe wie du dir erhoffst vom Staat oder auch einer Sozialversicherung etwas zu bekommen. Wenn du da raus willst, nun dann bleibt dir nur der Weg allem den Rücken zu kehren. Den Weg schlagen zwar auch manche Menschen ein, nur eben sind dies echte Ausnahmen.

Solange du etwas willst, solange bist du auch angehalten entsprechend mitzuwirken und sei es eben wie aktuell von der KK gewünscht an einer Reha teilzunehmen.


Grüße saurbier
 

Newton

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@ sauerbier

was würdest du mir in der aktuellen Situation aus deiner Sicht raten? Ich bin gerade nämlich total überfordert. Hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt EMR zu beantragen. Habe mir gerade alle dazu notwendigen Forumalre herunter geladen. Die Frage ist nur, ob das Sinn macht? Ich hab auch schon gerade parallel dazu nach Rehaeinrichtungen in meinem Ort gesucht. Für den worst-case will ich auf garkeinen Fall stationär irgendwo in der Wallachei untergebracht werden. Für mich kommt wenn, dann nur ortsnah und amulant in Frage, sodass ich meine Tiere versorgen kann.
 

Kerstin_K

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Das ist es jetzt ja jerstmal nur eine Anhörung. Da könntest Du zum Beispiel schreiben, warum eine Reha für diech nichts bringt, wenn die letzte Reha nicht lange zurückliegt, könnte man auch das erwähnen, denn in der Regel zahlt die DRV nur alle 4 Jahre eine Reha.

Als nächstes käme dann die Aufforderung, ene Reha zu beantragen. Dazu hast Du 10 Wochen Zeit. Diese Zeit würse ich nutzen, um eine passende Rehaklinik auszusuchen. Auch diese Frist kann man noch etwas sttrecken, indem amn am Ende der Frist einen formlosen Rehaantrag bei der DRV stellt. dann bekommt man nämlich erstmal die Formulare zugeschickt, die muss man dann ausfüllen, das dauert ja auch wieer und dann wartet man ab, wann ein Platz in der Rehaklinik frei ist, denn die guten Kliniken haben meistens auch Wartelisten.

Und ert dann, wenige Tge vor der Reha macht es sinn, sich eine ebentuele Rehaunfähigkeit vom Arzt bescheinigen zu lassen, eher macht das doch keine Sinn, denn dann kann sich doch bis zum Rehaantritt der Zustand noch verändern.
 

Newton

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Das ist es jetzt ja jerstmal nur eine Anhörung. Da könntest Du zum Beispiel schreiben, warum eine Reha für diech nichts bringt, wenn die letzte Reha nicht lange zurückliegt, könnte man auch das erwähnen, denn in der Regel zahlt die DRV nur alle 4 Jahre eine Reha.
Hallo Kerstin_K,

ja, ich versuche mich selbst auch zu beruhigen. Es ist erst die Anhörung. Ich kenne das ja noch zu gut aus dem ALG II. Und dort hatten diese Anhörungen lediglich sybolischen Charakter. Am Ende wurde doch immer das getan, was man angekündigt hatte. Inwiefern es bei der KK so ist, kann ich leider nicht sagen. Ich werde diese Antwort auf jeden Fall mit meinem Arzt zusammen verfassen, weil er meist noch Dinge sieht und erwähnt, die ich vergessen hätte. Durch meinen MC geht es mir beschissen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Zudem habe ich starke Gelenkschmerzen als Begleiterscheinung durch den MC. Im Grunde kann ich garnicht mehr vors Haus gehen und dann soll ich eine Reha durchführen? Spinnen die? Dann kommt noch die psychische Komponente hinzu.

Meine Erfahrungen bzgl. meiner Reha's liegen schon viele Jahre zurück. Bestimmt 10 oder mehr. Der Ablauf war aber bei beiden Gleich. Man wird in ein standardisiertes Heilprogramm gepresst und hofft, dass es am Ende hilft. Dann wird man mit Informationen zu seinen Erkrankungen zugekleistert, die man alle schon samt hat. Medizinische Bäder und Entspannungsübungen kann ich auch zuhause praktizieren.

Als nächstes käme dann die Aufforderung, ene Reha zu beantragen. Dazu hast Du 10 Wochen Zeit. Diese Zeit würse ich nutzen, um eine passende Rehaklinik auszusuchen. Auch diese Frist kann man noch etwas sttrecken, indem amn am Ende der Frist einen formlosen Rehaantrag bei der DRV stellt. dann bekommt man nämlich erstmal die Formulare zugeschickt, die muss man dann ausfüllen, das dauert ja auch wieer und dann wartet man ab, wann ein Platz in der Rehaklinik frei ist, denn die guten Kliniken haben meistens auch Wartelisten.
Vom Worst-Case gehe ich davon aus, dass die Anhörung keinen Einfluss haben wird und man mich mit einer Reha zwangsbeglücken möchte. Die 10 Wochen würde ich bis 1-2 Tage vor Fristablauf gnadenlos ausnutzen und mir dann, wenn die Zusage kommt, die entsprechende Bescheinigung holen, denn im Vorfeld damit anzufangen wäre so, als würde man sein Pulver verschießen. Ich möchte ja möglichst viel Zeit schinden.

Was die Suche nach Kliniken angeht, so habe ich Google dazu mal angeworfen und auch ein paar Einrichtungen gefunden. Allerdings ist die Frage, ob die auch mein Krankheitsbild behandeln. Die meisten sind Bäderbetriebe. Aber nehmen wir mal an ich finde eine Einrichtung, die ortsnah ist und eine ambulante Behandlung anbietet. Wie bringe ich es der DRV bei, dass die mir dann auch diese Wunsch-Reha gewährt? Könnte die DRV mich auch in ein von ihr favorisiertes KH zwangseinweisen? Ich habe ja von dem Wunsch- und Wahlrecht gelesen. Nur wie setze ich das effektiv um?
 

Kerstin_K

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Was die Suche nach Kliniken angeht, so habe ich Google dazu mal angeworfen und auch ein paar Einrichtungen gefunden. Allerdings ist die Frage, ob die auch mein Krankheitsbild behandeln. Die meisten sind Bäderbetriebe. Aber nehmen wir mal an ich finde eine Einrichtung, die ortsnah ist und eine ambulante Behandlung anbietet. Wie bringe ich es der DRV bei, dass die mir dann auch diese Wunsch-Reha gewährt? Könnte die DRV mich auch in ein von ihr favorisiertes KH zwangseinweisen? Ich habe ja von dem Wunsch- und Wahlrecht gelesen. Nur wie setze ich das effektiv um?
Der DRV ist dieses Wunsch- und Wahrecht eim Dorn im Auge. Deshalb gibt es dafür kein Feld im Antrag. Es ist aber dein Recht. Es muss aber eine Klinik sein, die zu deinem Karnkheitsbild passt und die mit der DRV zusammenarbeitet.

Für die Ausübung des Wunsch- und Wahlrechtes takest du einfach ein extrablatt fest an den Antrag, damit e nicht verschwindet. es gibt auch Musterschriben dafür, die habe ich oft auf den Sieten der Rehakliniken gesehen.

Manchmal versucht de DRV das Wunsch -und Wahlrecht zu umgehen und eine andere Rehaklinik zuzuweisen. Dann muss man schauen und wenn diese Klinik nicht passt, Widerspruch einlegen. Aber das füht jetzt zu weit, das schwuen wir uns an, wenn es soweit ist.
 

Newton

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Der DRV ist dieses Wunsch- und Wahrecht eim Dorn im Auge. Deshalb gibt es dafür kein Feld im Antrag. Es ist aber dein Recht. Es muss aber eine Klinik sein, die zu deinem Karnkheitsbild passt und die mit der DRV zusammenarbeitet.
Und wie genau gibt man dieses Wunsch- und Wahlrecht im Antrag an? Einfach ein Formloses Beiblatt? Kannst du mir die rechtliche Grundlage zu diesem Recht nennen, damit ich es bei bedarf beifügen kann? Danke.

Ich hatte bereits vor einiger Zeit mal bei einer Klinik angefragt und die meinten es wäre prinzipiell möglich, wenn ich vorher eine Kostenzusage bei DRV einholen würde. Die müsste vorliegen. Die Klinik ist keine DRV-Klinik, sondern ein KH in meinem Ort, was eine psychosomatische Reha anbietet.

Für die Ausübung des Wunsch- und Wahlrechtes takest du einfach ein extrablatt fest an den Antrag, damit e nicht verschwindet. es gibt auch Musterschriben dafür, die habe ich oft auf den Sieten der Rehakliniken gesehen.
Ah, ok. Das erklärt es. So würde ich es auch notfalls machen. Und da einfach reinschreiben, dass man gem. Wunsch- und Wahlrecht seine Reha in der Klinik XY durchführen möchte?

Manchmal versucht de DRV das Wunsch -und Wahlrecht zu umgehen und eine andere Rehaklinik zuzuweisen. Dann muss man schauen und wenn diese Klinik nicht passt, Widerspruch einlegen. Aber das füht jetzt zu weit, das schwuen wir uns an, wenn es soweit ist.
Ich hab vor vielen Jahren mal freiwillig einen Antrag auf Reha gestellt und gerade erinnere ich daran, dass ich in eine spezielle Klinik wollte, die sich auf den MC spezialisiert hat. Ich bin mir fast zu 100% sicher, dass ich damals das Wunsch- und Wahlrecht ausgeübt habe. Die DRV hat dann aber in eine andere Klinik zugewiesen und ich hab dann meinen Antrag zurück gezogen.

Ich hatte auch kein Problem damit in Widerspruch und Klage zu gehen. Nur bin ich was da angeht unbeholfen und hätte Probleme es zu formulieren. am liebsten würde ich das einen Anwalt machen lassen. Aber mit meinem Krankengeld würde ich keine BRH bekommen. Da ist mir das Kostenrisiko zu groß, wenn es bis zum Klageverfahren käme. dann würde ich es lieber selbst machen. 1000 Gedanken, die mir seit diesen doofen Schreiben durch den Kopf gehen:cry:
 

Kerstin_K

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Ich habe so einen Widerspruch gerade für eine Bekanne durchfgezogen. allerdings hat es uns die DRV auch ziemlich leicht gemacht. Sie behauptete, dass die Wunschklinik nach Aussage von derem sozialmedizinischen Dienst nicht geeignet sei. Wir haben dann über das Recht auf Akteneinsicht die Stellungnahme des sozialmedizinischen Dienstes der DRV angefordert und, oh wunder, das stand da gar nicht drin, sondern der sozialmedizinische Dienst hattte die von uns gewählte Klinik als sehr wohl geeeignet befunden.

Abgewürzt haben wir den Widerspruch noch mit einigen Argumenten, warum die von der DRV gewählte Klinik aus medizinischer Sicht total ungeeignet ist .

Also erstmal schauen, wie die DRV die Ablehnung der Wunschklinik begründet, und dann kann man schauen, wie man dagegen argumentiert. Bei unns hat das gut funktioniert, ganz ohne Anwalt. Bei der medizinischen Begründung eines Widerspruches kann der sowieso nicht helfen, manchmal kann man sowas mit seinem Arzt besprechen oder in einer Selbsthilfegruppe.

Wenn es um die reine Formulierung geht, kannst Du das dann auch hier einstellen und wir schauen uns das an. Je nachdem, wieviel du von deinem Krankheitsbild offenlegen magst.

Die KKK möchte dich so schnell wie möglich in eine Reha bringen, damit sie Krankengeld sparen kann. Die DRV ist daran interessiert, ihre Rehakliniken möglichst gut auszulasten. Keiner der beiden ist wirklich daran interessiert, die beste Klinik für diich zu finden. Gute Kliniken haben oft etwas längere Wartelisten.
 
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HermineL

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Kannst du mir die rechtliche Grundlage zu diesem Recht nennen, damit ich es bei bedarf beifügen kann?
Die Rechtsgrundlage ist § 8 SGB IX. Im Anhang füge ich dir ein Formular bei das du dem Antrag beilegen kannst.

§ 8 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten

(1) Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen; im Übrigen gilt § 33 des Ersten Buches. Den besonderen Bedürfnissen von Müttern und Vätern mit Behinderungen bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages sowie den besonderen Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen wird Rechnung getragen.

(2) Sachleistungen zur Teilhabe, die nicht in Rehabilitationseinrichtungen auszuführen sind, können auf Antrag der Leistungsberechtigten als Geldleistungen erbracht werden, wenn die Leistungen hierdurch voraussichtlich bei gleicher Wirksamkeit wirtschaftlich zumindest gleichwertig ausgeführt werden können. Für die Beurteilung der Wirksamkeit stellen die Leistungsberechtigten dem Rehabilitationsträger geeignete Unterlagen zur Verfügung. Der Rehabilitationsträger begründet durch Bescheid, wenn er den Wünschen des Leistungsberechtigten nach den Absätzen 1 und 2 nicht entspricht.

(3) Leistungen, Dienste und Einrichtungen lassen den Leistungsberechtigten möglichst viel Raum zu eigenverantwortlicher Gestaltung ihrer Lebensumstände und fördern ihre Selbstbestimmung.

(4) Die Leistungen zur Teilhabe bedürfen der Zustimmung der Leistungsberechtigten.
 

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Newton

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Guten Morgen,

ich habe mir die ganze Sache mehrere Nächte durch den Kopf gehen lassen, um einen Weg zu finden, wie ich mich dagegen unter Erzeugung einer maximalen Verzögerung am effektivsten wehren könnte. Mein KG liefe in Mai 2020 aus. Ich würde mich aussteuern lassen und dann ALG I und danach ALG II beantragen. Die Zeit bis dahin möchte ich versuchen zu überbrücken, ohne in Reha gehen zu müssen. Ich habe hierzu noch ein Verständnisproblem beim Verwaltungsablauf. Also angenommen die KK fordert zu Beantragung der Reha auf, dann sehe ich hier zwei Wege, die ich zur Debatte stellen möchte, wie ich ggf. vorgehen würde:

1. Unter Ausreizung der 10-Wochen-Frist beantrage ich die Reha unter Berufung auf das Wunsch- und Wahlrecht für die Klinik XY. Irgendwann wird die DRV dann bescheiden und ich würde dann die Sache zunächst mit einer Rehaunfähigkeitsbescheinigung außer Kraft setzen. Frage: Wie geht es danach weiter? Irgendwann wird die DRV ja dann wieder ankommen und mich in Reha schicken wollen. Wie sieht dieser formelle Akt aus? Handelt es sich dabei wieder im einen Bescheid, dem man mit Widerspruch und Klage begegnen könnte?

2. Unter Ausreizung der 10-Wochen-Frist beantrage ich die Reha unter Berufung auf das Wunsch- und Wahlrecht für die Klinik XY. Irgendwann wird die DRV dann bescheiden. Unter Ausreizung der 4-wöchigen Widerspruchsfrist würde ich dem Schreiben widersprechen. Vermutlich mit der Begründung, dass man nicht die Wunschklinik akzeptiert. Dann wird die DRV irgendwann den Widerspruch bescheiden. Gegen den Widerspruchsbescheid würde ich dann wieder unter Ausreizung der Klagefrist Klage erheben und dann den Ausgang abwarten. Bei negativen Klageausgang würde ich dann entweder a) mit einer Rehaunfähigkeitsbescheinigung reagieren oder b) durch die Instanzen gehen.

Was ich mich in diesem Zusammenhang frage ist auch, wie das im Falle eines Widerspruchs, Klage oder Rehaunfähigkeitsbescheinigung mit der KK weiter läuft? Die müssten ja weiter zahlen. Bekommen die davon automatisch Rückmeldung oder müsste ich sie darüber jeweils informieren, das ich Widerspruch erhoben, Klage eingereicht oder Rehaunfähigkeitsbescheinigung bekommen habe?

Danke und schönen Tag noch

Newton
 
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AnnikaK

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Ich würde die 10- Wochen-Frist ausreizen, den Antrag OHNE Wunschklinik stellen, dann bei Bescheid einen Umstellungsantrag auf eine Wunschklinik stellen, dann vor Antritt Rehaunfähig.
Es kann ja gut sein, das Dir die DRV auch gleich deine Wunschklinik gibt und dann hast du kein Argument mehr für einen Widerspruch.

Bei rehaunfähig kann es sein, das ein paar Monate später eine neue Aufforderung zur Reha kommt oder das du zu einem Gutachter musst, der die Rehaunfähigkeit untersucht.

Ich wurde übrigens während meines KG-Bezuges gar nicht von der KK zum Rehaantrag aufgefordert, das scheint aber wohl sehr selten zu sein.
 

Kerstin_K

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WelcheInformationspflichten man der KK gegenüber hat, weiss ich nicht. Im Fall mener Bekannten haben wir der KK eine Kopie des Widerspruches mit dem Anttrg auf Akteneinsicht geschickt, aber nicht de Widerspruchsbegründung. Ich hatte mir davon versprochen, dass die KK bei der DRV Druck macht wegen der Akteneinsicht, weil ich in eigener Sache die Erfahrung gemacht hatte, das das sehr gerne verschleppt wird. Scliesslich ist die KK ja daran interessiert, dass de Reha möglichst bald stattfindet.

Gehört haben wir dazu nie etwas von der KK, was hinter den Kulissen abgelaufen ist, weiss ich natürlich nicht.

Ich halte nichts davon, sich krampfhaft gegen eine Reha zu wehren. Reha in einer unpassenden Klinik oder zum total falschen Zeitpunkt sollte man vermeiden, aber ansonsten kann das auch ganz angenehm sein, mal aus dem Alltag rauszukommen und es git auch gute Rehakliniken, wo man wirklich einige mitnehmen kann, wenn man sich drauf einlässt. Es mag auch praktische Probleme geben wie Versorgung von Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen oder Haustieren, aber in der Regel ist sowas lösbar und wenn man plötzlich akut ins Krankenhaus müsste, müsste das ja auch gehen. eine Reha kann man sogar noch planen.

Ichhabe auch schon gehört, man dürfe der Reha gar nicht wiedersprechen wegen des Dispositionsrechtes. Das halte ich allerdings für falsch, denn es kann ja nicht sein, dass man zum Beispiel in eine unpassende Rehaklinik gezwungen wird. Im Fall meiner Bekannten hätte ich Terz gemacht, wenn die KK das was gesagt hätte wegen dem Wiederspruch. Due von der DRV gewählte Klinik war so unpassend, dass eine dortige Reha mit hoher wahrscheinlichkeit grossen Schaden angerichtet hätte. Fas galt es zu vermeiden. Die KK hätte auch schlechte Karten gehabt, weil die von der DRV gewählte Klinik sogar der Empfehlung des MDK widersprach.
 

Newton

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Ich würde die 10- Wochen-Frist ausreizen, den Antrag OHNE Wunschklinik stellen, dann bei Bescheid einen Umstellungsantrag auf eine Wunschklinik stellen, dann vor Antritt Rehaunfähig.
Es kann ja gut sein, das Dir die DRV auch gleich deine Wunschklinik gibt und dann hast du kein Argument mehr für einen Widerspruch.
Danke! So Aus dem Blickwinkel habe ich das noch garnicht betrachtet. Dieser Umstellungsantrag wäre dann im Rahmen eines Widerspruchsverfahren zu beantragen?

Bei rehaunfähig kann es sein, das ein paar Monate später eine neue Aufforderung zur Reha kommt oder das du zu einem Gutachter musst, der die Rehaunfähigkeit untersucht.
Damit würde ich auch rechnen. Mit viel Glück stände ich dann aber kurz vor der Aussteuerung. Weißt du zufälligerweise, ob diese Entscheidung der DRV bzw. des Gutachters ein Bescheid ist, den man dann wieder mit Widerspruch und Klage anfechten könnte?

Ich wurde übrigens während meines KG-Bezuges gar nicht von der KK zum Rehaantrag aufgefordert, das scheint aber wohl sehr selten zu sein.
Von solchen Glücklichen habe ich auch schon mal gelesen. Keine Ahnung warum das bei mir so ist. Krankheitsbild? Alter? KK? I don't know.

[...]

Ich halte nichts davon, sich krampfhaft gegen eine Reha zu wehren. Reha in einer unpassenden Klinik oder zum total falschen Zeitpunkt sollte man vermeiden, aber ansonsten kann das auch ganz angenehm sein, mal aus dem Alltag rauszukommen und es git auch gute Rehakliniken, wo man wirklich einige mitnehmen kann, wenn man sich drauf einlässt. Es mag auch praktische Probleme geben wie Versorgung von Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen oder Haustieren, aber in der Regel ist sowas lösbar und wenn man plötzlich akut ins Krankenhaus müsste, müsste das ja auch gehen. eine Reha kann man sogar noch planen.
Sicher wäre sowas lösbar, wenn dieser Fall einträte. Aber bei der Reha weiß ich für, dass ich es nicht will. Ich möchte nicht zwanghaft aus meiner gewohnten Umgebung heraus gerissen werden, nur weil es Behörden für richtig halten. Wenn es absolut unumgänglich ist, dann, wie gesagt, nur ambulant und ortsnah. Andernfalls werde ich auf Biegen und Brechen versuchen Zeit zu schinden

[/Quote]Ichhabe auch schon gehört, man dürfe der Reha gar nicht wiedersprechen wegen des Dispositionsrechtes. Das halte ich allerdings für falsch, denn es kann ja nicht sein, dass man zum Beispiel in eine unpassende Rehaklinik gezwungen wird.
Das würde zum einem dem Wunsch- und Wahlrecht widersprechen und zum anderem den Grundrecht auf effektiven Rechtsschutz vor einer behördlichen Entscheidung. Soweit ich weiß folgt ja auf die Antragstellung zur Rehe ein Bescheid. Bescheid ist mit Widerspruch und Klage Anfechtbar.

Ich hätte noch prinzipiell eine Frage an euch. Ich habe am Dienstag meinen Termin beim Psychiater, den ich bereits vorab geben habe, mit mir diese Stellungnahme zu beantworten. Hättet ihr vielleicht bitte noch gute Argumente GEGEN eine Reha (zum jetzigen Zeitpunkt)?
Ich surfe gerade zu dem Thema im Web und habe etwas gefunden, was ich mit euch teilen möchte! Wie ich auf der folgenden Seite erfahren habe, ist bereits die Aufforderung der KK eine Reha zu beantragen ein Verwaltungsakt gegen den man mit Widerspruch und Klage vorgehen kann! Das wusste ich nicht!

Unter anderem steht dort folgendes
Die Krankenkasse ist dann in einem förmlichen Verfahren gezwungen, sich noch einmal mit der Aufforderung zu beschäftigen und zu prüfen, ob sie rechtmäßig und zweckmäßig ist.
Über das Ergebnis gibt es einen schriftlichen Bescheid, gegen den dann vor dem Sozialgericht geklagt werden kann. Beide Verfahren sind für den Versicherten kostenfrei. Ein Rechtsanwalt muss nicht bevollmächtigt werden.

Ansatzpunkte für Widerspruch und Klage gibt es genügend:
  • Hat die Krankenkasse darüber informiert, ob und wie sie ihr Ermessen genutzt hat?
  • Wurde richtig angehört und ggf. Akteneinsicht gestattet?
  • Ist die Frist richtig berechnet worden, innerhalb der ein Reha-Antrag zu stellen ist?
Ich sehe hier ggf. einen Angriffspunkt bzgl. des Ermessens. Bei meinem letzten Termin bei meinem Psychiater sollte dieser ein "Muster 34" für die KK ausfüllen. Das ist wohl so ein Feedback-Formular. Dort hat mein Arzt ganz klar hereingeschrieben, dass er die Rente favorisiert OHNE Reha. Könnte man dies evtl. in einem Widerspruch ins Felde führen? Wenn ich das richtig sehe, dann könnte man bereits hier mit Widerspruch und Klage die Bremse reinhauen. Sollten dann alle Stricke reissen und man wird zur Beantragung angehalten, dann könnte man dann wie bereits besprochen ebenfalls mit Widerspruch und Klage reagieren. Damit dürfte man doch locker ein halber Jahr herum bekommen.
 

Kerstin_K

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ch hätte noch prinzipiell eine Frage an euch. Ich habe am Dienstag meinen Termin beim Psychiater, den ich bereits vorab geben habe, mit mir diese Stellungnahme zu beantworten. Hättet ihr vielleicht bitte noch gute Argumente GEGEN eine Reha (zum jetzigen Zeitpunkt)?
Eigentlich sehe ich die nur aus deiner Krankheitsbild oder aus deiner persönlichen Situation heraus.

Wir hatten hier neulich enen Fall, da sollte jemand zur Reha, wo die Diagnostik noch nicht abgeschlossen war und gerade ein Aufenthalt in einer Akutklinik geplant mit OP. Da ist eine Reha natürlich völliger Schwachsinn.

Bei meiner Bekannten haätte es Phasen gegeben, wo eine ambulante Reha si überfordert hätte weil sie dann noch Haushalt und Versorgung ihres Kindes hätte neben der Reha stemmen müssen und der Tägliche Weg zur Reha und nach Hase muss ja auch bewältigt werden. Und eine stationäre wegen Trennung von ihrem Kind auch nicht möglich gewesen, weil dieses Kind das war, was sie von weiteren Suizidversuchen abgehalten hat. Es gibt zwar auch Rehakliniken, wo man Kinder mitnehmen kann und wo es dann betreuung und sogar Schulunterricht gibt, aber so eine Lsung ist auch nicht für jedes Kind geeignet. Ich findes es unzumutbar, sein Kind, dass durch die Erkrankung eines Elternteils oft sowieso schon belastet ist, dann zu instrumentalisieren und aus einem gewohnten Umfeld zu reissen, damit Mama gesund werden kann, wen deses Zeil auch anders zu erreichen ist.
 

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Guten Abend,

ich hab jetzt mal versucht, meine Gedanken in ein simples Ablaufdiagramm zu pressen, damit ich eine grobe Richtschnur habe. Was haltet ihr davon?
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- Anhörung zur Aufforderung zur Antragstellung durch KK
- Stellungnahme
- KK besteht auf Antragstellung (Verwaltungsakt)
- Widerspruch und, falls VA sofort vollzogen werden soll, Antrag auf aufschiebende Wirkung im Rahmen einer EA beim Sozialgericht parallel zum Widerspruch
- Widerspruchsbescheid fällt negativ aus
- Klage gegen Widerspruchsbescheid unter Zuhilfenahme meines Arztes und entsprechendem Attest
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Was passiert hier mit der 10-Wochen- Frist ??? Muss Antrag trotzdem nach 10 Wochen gestellt werden ???
################################################################################################

- Klage fällt negativ aus

Dadurch ergeben sich dann zwei Alternativen nach meiner Ansicht

1. Der Marsch durch die Instanzen
2. Beantragung der Reha zunächst OHNE Wunschklinik

- Reha Antrag wird beschieden
- Widerspruch gegen Reha-Antrag, weil Wunsch- und Wahlrecht nicht berücksichtigt worden ist
- Widerspruchsbescheid fällt negativ aus
- Klage
- Klage fällt negativ aus
- Rehaunfähigkeitsbescheinigung
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Meint ihr das kann man so machen?
 

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Guten Tag,

ich hätte noch eine Frage zu einer anderen Sache. Wie müsste man vorgehen, wenn man in das ALG I wechseln will? Wann wäre der Zeitpunkt, wo das noch geht. Lt. Dispositionsrecht darf man den Reha-Antrag ohne Einwilligung der KK ja nicht mehr zurück ziehen. Angenommen man würde sich vor Reha-Antritt durch Endbescheinigung des Arztes wieder arbeitsfähig schreine lassen. Könnte man dann problemlos den Reha-Antrag zurück nehmen?
 
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