Aktuell im Krankengeldbezug und schwer behindert. Prognose und Zukunftsaussichten sind schlecht. Welche Post-Krankengeld-Möglichkeiten bleiben hier?

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

Und wenn die DRV doch auf vollstationär besteht, dann kommst Du wenigstens nicht irgndwo hin, sondern in die Klinik Deiner Wahl.
hast du seine Aussage den nicht zur Kenntnis genommen:

Ich habe eher ein Problem damit, irgendwo in Deutschland stationär untergebracht zu werden. Ich möchte nicht aus meinem Umfeld gerissen werden, eil es mir Halt und Stabilität gibt. Zudem habe ich, wie gesagt, ein Haustier, dass ich nicht alleine lassen möchte.
Wenn er nicht stationäre gehen will, dann bringt es ihm wohl wenig wenn er sich dazu eine Klinik seiner Wahl sucht, zumal dies bereits dadurch ja eingeschränkt wird weil ihm die DRV offenbar die Behandlungsrichtung vorgegeben hat.

Es ist doch leider so, daß die DRV immer noch sehr viele Reha-Häuser in eigener Regie leitet und die muß/will man eben auch immer auslasten, bevor man sich die Leistung anderer einkauft, zumal - was wir ja wohl zumeist selbst erfahren durften - die eigenen Reha-Ärzte im Sinne des Arbeitgebers arbeiten und beurteilen.

Da so einfach raus zu kommen ist eben keineswegs leicht, denn jeder Hausarzt muß schon einen medizinisch trifftigen Grund für eine Reha-Unfähigkeit anführen. Selbst bei mir versuchte damals die DRV Theater zu machen, als ich vor dem Reha-Antritt plötzlich Magenbluten bekam. Die riefen sogar beim Hausarzt an und wollten den zwingen mich in die Reha zu schicken - weil man sowas ja auch da behandeln könne -, nur da sind sie an den falschen Arzt geraten.

Und ein Haustier, nun ja das interessiert die DRV leider absolut nicht. Da gibt es Tierpensionen oder gar Tierheime für einen kurzfristigen Aufenthalt - wer das bezahlt interessiert die mitnichten, leider.

Aus meiner bisherigen Erfahrung heraus bringt es nur was, wenn man im Vorfeld (vor Reha-Beantragung) die Sache mit dem behandelnden Arzt erörtert, also welche Reha dem Arzt am sinnvollsten erscheint und auch ggf. in welchem Reha-Haus - so wie es damals bei mir z.B. mit meinem Schmerztherapeuten geschehen ist. Der befürwortete eine orthopädische Reha unbedingt vor Ort - eben weil ich einen Pflegfall hatte für den ich auch als gesetzlicher Betreuer ständig erreichbar sein mußte -.


Grüße saurbier
 

Newton

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Due solltest wohl mal ein Gespräch mit deinem Arzt fühtem bezüglich ärztliche Schweigepflicht.
Darauf kannst du dich verlassen. Mein nächster Gesprächstermin ist in ein paar Tagen. Ich werde ihn darauf hinweisen, dass ich ihn nicht von der Schweigepflicht entbunden habe und er auch nicht mit irgendwelchen Leuten vom mD telefonieren soll. Zudem werde ich ihn mal darauf ansprechen, dass mich die Situation mit einer möglichen Reha belastet und ich gerne von ihm wissen möchte, was er im Falle des Falles da machen kann.

Was Du versuchen kannst in Sachen Reha: Such Dir eine Ambulante KLinik in Deiner nähe und eine vollstationäre und gib beide an (Wunsch und Wahlrecht). Dann würde ich eine ambulante Reha beantragen (kann man im Antrag ankreuzen). Vielleicht klapt es ja. Und wenn die DRV doch auf vollstationär besteht, dann kommst Du wenigstens nicht irgndwo hin, sondern in die Klinik Deiner Wahl.
Das tue ich schon seit einigen Tagen. Meine Stadt ist ein Kurort. Es gibt auch einige Reha-Kliniken. Ich muss aber schon darauf achten, dass es sich im Kliniken handelt mit psychischen bzw. psychosomatischen Hintergrund. Und davon gibt es nicht so viele. Ich habe aber eine gefunden. Stationär und Ambulant.

Wie ist das eigentlich bei einer stationären Sachen? Hat man da auch mal Ausgang oder ist man den ganzen Tag da gefangen? Dann könnte ich nämlich wenigstens so mein Tier versorgen. Und wie sieht es aus, wenn man ein psychisch krankes Familienmitglied betreut? Keine Gnade auch hier von der DRV?
 

Kerstin_K

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So wie ich das kenne, gibt es meistens Regeln, wann man abends in der Rehaeinrichtung sein muss, aber ansonsten ist es deine Sache, was Du ausserhalb der Anwendungen und sonstiger Pflichtveranstaltungen wie Vorträgen oder so machst.

Teilweise muss man sich ab- und wieder anmelden und ich habe auch schonmal gelesen, dass man sich aus versicherungstechnischen Gründen nur in einem ewisen Kilometerradus rund um die Rehaeinrocjting bewegen dar, ich meine es waren 20 km.
 

HermineL

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Teilweise muss man sich ab- und wieder anmelden und ich habe auch schonmal gelesen, dass man sich aus versicherungstechnischen Gründen nur in einem ewisen Kilometerradus rund um die Rehaeinrocjting bewegen dar, ich meine es waren 20 km.
Ist richtig aber was ich nicht weiß macht mich nicht heiß.
Bin in der Reha vor Ende 2017 jedes WE nach Hause gefahren (75km) und in der AHB vor 4 Wochen auch.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

Teilweise muss man sich ab- und wieder anmelden und ich habe auch schonmal gelesen, dass man sich aus versicherungstechnischen Gründen nur in einem ewisen Kilometerradus rund um die Rehaeinrocjting bewegen dar, ich meine es waren 20 km.
Ja ja, im Geschichten erzählen sind die Herrschaften ganz dolle.

Ich hab das bereits 1997/98 erleben dürfen und mich mit der Klinik-Leitung und dem Stationsarzt mächtig in die Wolle gekriegt.

Die Herrschaften wollten damals auch (meine erste stationäre Reha) das ich mich nur im nahen Umkreis aufhalte und am Wochenende Heim fahren war auch nicht erlaubt.

Erlaubt - aber hallo wer will mir etwas erlauben oder verbieten - bin ich von einem Richter zwangs eingewiesen worden ? Wohl kaum, also ist es Freiheitsberaubung, wenn man mich gegen meinen Willen dort fest hält.

Genauso wie der dumme Spruch, aus versicherungsrechtlichen Gründen, denn sowas gibt es gar nicht. Tatsache ist, unser gesetzlicher Krankenversicherungsschutz gilt 24 Std./tägl. 365 Tage überall wo wir uns aufhalten. Nichts anderes gilt für den daraus resultierenden Unfallschutz. Einzig der Unfallschutz im Hause der Klinik welcher durch die DRV abgesichert wäre, nur da gibt es eben wieder nichts ungewöhnliches denn auch hier gilt - die KK zahlt und holt sich das Geld ggf. wieder (intern).

Ich hab damals dem Klinikleiter (der sagte schon zu seinem Stationsarzt als er in meinem Zimmer das BGB und die ZPO (Vollwerk) auf dem Schreitisch sah, was für eine Spinner - was glaubt der was er ist) klipp und klar gesagt, das wenn ich nicht am Wochenende (immer vorausgesetzt es laufen keine geplanten Anwendung) in meiner Freizeit nach Hause kann, ich wohl eine Anzeige erstatten erstatten muß und die DRV gleichfalls darüber informieren müßte. Man muß sich mal vorstellen, Wochenendausflüge mit einem Reisebus waren uns gestattet, natürlich gegen Zahlung - Heimfahrten jedoch verboten , dann auch noch mit dem vorgeschobenen Argument der gesundheitlichen Belastung, ha ha.

Promt wurde mir die Heimfahrt am Wochenende erlaubt und weil ich ja durch mein Verhalten den Hausfrieden "angeblich" störte, beendete man meine Maßnahme bereits nach 2 Wochen. Verwundert war ich dann doch, daß man den vorzeitigen Abbruch dann damit begründetet ich wäre für meinen Beruf nicht mehr einsetzbar und bestensfalls noch zwischen 3-6 Std./tägl. Leistungsfähig, weshalb man in meinem Fall auch eine ABE befürwortete.

Drei mal dürft ihr raten, was uns die Klinikleitung in der ABE-Maßnahme (12 Wochen) als erstes erzählte, nachdem der Einweisungsrundgang beendet war - na klar wir müssen uns am Wochenende vor Ort aufhalten.

Mein Fazit, schluckt nicht jeden Blödsinn den man euch erzählt. Als mündiger Bürger hat man seine Rechte und Pflichten und die braucht man sich nicht auch noch freiwillig einschränken lassen.


Grüße saurbier
 
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Kerstin_K

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Genauso wie der dumme Spruch, aus versicherungsrechtlichen Gründen, denn sowas gibt es gar nicht. Tatsache ist, unser gesetzlicher Krankenversicherungsschutz gilt 24 Std./tägl. 365 Tage überall wo wir uns aufhalten. Nichts anderes gilt für den daraus resultierenden Unfallschutz. Einzig der Unfallschutz im Hause der Klinik welcher durch die DRV abgesichert wäre, nur da gibt es eben wieder nichts ungewöhnliches der auch hier gilt die KK zahlt und holt sich das Geld ggf. wieder (intern).
Ich habe nicht geschrieben, dass Du nicht krankenversichert bist. Aber das hat haftungsrechtliche Gründe.

Bei meiner Bekannten zum beispeil stand Ende letzten Jahres in den Unterlagen für die Reha, dass es passieren kann, dass sie gebeten wird, sich in den Räumlichkeiten aufzuhalten und diese nicht zu verlassen.

Das war eien psychosomatische Klinik und da kann es eben zu psychischen Ausnahmesituationen kommen, die es erforderlich machen, dass der Patient überwacht wird. Wenn dieser Patient sich jetzt der Anweisung widersetz, draussen rumläuft und vielleicht vor ein Auto läuft, weil er sien Umgebung nicht mehr richtig wahrnimmt odder wenn er sich gar etwas antut, dann haftet eben die Klinik nicht dafür.

Genauso, wenn Du jetzt auf der Fahrt nach Hause eine Unfall hast und es stellt sich heraus, dass dieser auf deinen Gesundjeutszustamd zurückzuführen ist, dann würde die Rehaklinik nicht dafür haften, weil Du eben dich der Anweisung wiedersetzt hast, in einem gewissen Umkreis der Klinik zu bleiben.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

laß dir doch nicht solch einen Unsinn einreden.

Ich hab damals mit meinem SB bei der KK telefoniert und der sagte mir klipp und klar, der KV Schutz besteht immer, solange man seine Beiträge zahlt.

Meine erste Reha war zufällig auch eine psychosomatische.

Wenn du unter Medikamenteneinfluss stehst, ist es immer ein Risiko. Das hast du auch zuhause wenn dich dein Hausarzt mit Medikamenten versorgt, wer zahlt denn da.

Als ich damals in meiner stationären Schmerztherapie war, bekam ich BTM per Pumpe verabreicht. Da durfte ich allerdings kein Auto fahren, jedoch nicht wegen dem Medikament sondern ausdrücklich wegen der PDA, weil die ja direkt in den Wirbelkanal führte und eine Druckstelle hatte mit welcher die Pumpe verbunden war. Ich sollte ansonsten sogar viele Spaziergänge unternehmen.

Das mit dem Unfallschutz ist eine unsinnige dumme Behauptung, denn auf die Nase fallen kannst du selbst beim Spaziergang, deshalb zahlt niemand einen Cent mehr, als gesetzlich vorgesehen.

Ich bin damals z.B. während meiner ABE z.B. wegen der dummen Schlappen auf der Treppe ausgerutscht und hab mir den Knöchel beim Sturz verletzt. Na toll ich wurde ins nahegelegene Krankenhaus gefahren und bekam dort eine Behandlung mit Verband und zur Abklärung wurde ein Röthgenbild gemacht, das wars. Zahlte jemand deswegen mehr oder weniger, kaum.

Genauso, wenn Du jetzt auf der Fahrt nach Hause eine Unfall hast und es stellt sich heraus, dass dieser auf deinen Gesundjeutszustamd zurückzuführen ist, dann würde die Rehaklinik nicht dafür haften, weil Du eben dich der Anweisung wiedersetzt hast, in einem gewissen Umkreis der Klinik zu bleiben.
Na ja auf den Gesundheitszustand zurückzuführen ist mal die eine Sache (Nachweisbarkeit), auf Medikamente eine ganz andere (das sollte man jedoch als mündiger Mensch selbst abschätzen können). Die Rehaklinik als solche wird dir kaum was zahlen, wenn dann überhaupt deren Versicherungsschutz und da wärst du leider wieder in der Beweispflicht das die einen Fehler gemacht haben, wie immer im leben.

Bei einem Verkehrsunfall z.B. auf dem Heimweg am Wochenende stellt sich eben die selbe Frage nach dem Unfallverursacher und der Leistung dessen Versicherung, die sich dann auch wieder wie ein Aal wenden dürfte. Vorerst zahlt da immer deine Krankenversicherung (Behandlung etc.) alles, die sich dann je nach Gegebenheit vom Unfallgegner etwas zurück holen würde, sofern es möglich wäre.

Nochmals Kerstin_K, es gibt immer spezielle Fälle und die brauchen wir hier nicht zu diskutieren - sie sind eben Ausnahmen von der Regel - aber nichts desto trotz gibt es keinen Grund sich am Wochenende in einer Rehaklinik einschließen zu lassen, wenn man es nicht will. Dazu mag man durchaus Psychofälle mit entsprechender medikamentöser Behandlung zählen, so wie bei mir damals zeitweilige mit den Tabletten mit welchem mir mein Hausarzt das Autofahren strickt verboten hatte, aber auch grundsätzlich unter ärztlicher Aufsicht stehende.

Da bleibe ich dann bei meiner eigenen Sache, wo ich mit einer kaputten LWS während der Reha mit Bädern, Massagen und Bewegungstherapie, Spaziergängen und Psychositzungen behandelt wurde. Die Schmerzmedikamente bekam ich eh von meinem Hausarzt schon lange zuvor. Stell dir doch mal die Frage, wie es z.B. bei einer ambulanten Reha denn aussieht. Bist du da besser abgesichert als in einer Stationären, ich behaupte mal nein.

Was glaubst du z.B. wenn du dir in einer Rehaklinik z.B. beim Treppensturz einen Halswirbel brichst, wer zahlt dann, doch zuerst immer die KK für deine Versorgung, die dann versuchen würde das Geld ggf. von der Klinik zurück zu bekommen. Da geht es dann aber los zwischen den Versicherungen, hast du was davon, wohl kaum. Zahlt dir die Klinik einen Cent - eher nicht solange du denen nicht eine Ursächlichkeit an deinen Sturz nachweisen kannst.

Frag dich mal, wie weit die Rehaklinik persönlich haftet, wenn du vor Ort an einem Sonntagsausflug (Busreise wie bei uns damals angeboten als Tagesausflug) über die Klinik teil nimmst.

Wer natürlich wie ein deutscher Beamter mit 150% Sicherheit denkt, der darf natürlich nie eine eigene Entscheidung treffen, denn die könnte ja einen Fehler beinhalten.


Grüße saurbier
 

HermineL

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Auch ich hatte vor etwas mehr als einem Jahr ein sechswöchige psychosomatische Reha. Klar wurde einem gesagt das man es anmelden muss wenn man am Wochenende weg möchte weil die DRV das so will. Aber es wurde uns auch gesagt das man uns weder anbinden noch einsperren kann denn das ist keine geschlossene Anstalt.

Ansonsten kann ich mich nur dem anschließen was @saurbier schon geschrieben hat.
 

Kerstin_K

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Ach saurbier, es heht doch nicht um den KV Schutz und es wird natürlich auch keiner eingesperrt. Es geht nur darum, ob sich die KV das Geld von der Rehaklinik bzw. deren Versicherung wiederholen kann.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

was glaubst du wie egal es mir ist, von wem die KV sich ihr Geld ggf. wieder zurück holt, solange es nicht von mir ist.

Ich glaube eh, daß die KV sich nicht so einfach etwas zurück holen kann, solange kein eineutiges Fremdverschulden nachgewiesen werden kann.

Dieses ganze - sie müssen am Wochenende hier bleiben etc. - basiert doch auf die uralten Weisungen, an welchen die Herrschaften heute noch so gerne festhalten um ihre Machtstellung zu präsentieren - wir zahlen ihr müßt gehorchen -.

Bei meiner ABE wie gesagt erzählte man uns das ja auch und daraufhin hab ich dann die DRV informiert, daß ich keinesfalls gewillt bin mich einsperren zu lassen, was meinst du was die daraufhin wohl geantwortet haben. Kleinlaut wurde alles relativiert, ganz dem Motto ist doch nur zu ihrem Schutz, aber sie müssen selbstverständlich nicht, bla bla.

Bevor man solche Sprüche glaubt, sollte man sich doch einmal überlegen was in einer Reha den so besonderes gemacht wird, was mit den meisten doch nicht schon in den vielen Wochen zuvor daheim schon geschehen ist - Physio etc. - und da ging man hin und war wie versichert.

Wer natürlich darauf aus ist, einem dritten tatsächlich vorsätzlich zu schaden, der kann ja mal den Versuch starten eine Reha dafür zu nutzen, ich glaube der wird dann merken das er da keinen Blumentopf gewinnen kann.

Für mich ist es in dem Zusammenhang auch sehr fraglich, ob es überhaupt eine rechtliche Handhabe gibt, daß wie seinerzeit geschehen ab 22:00 Uhr der Zugang zum Haus durch Abschließen der Eingangtür verwehrt wird, Hausrecht hin oder her. Damit wird unsereins ja gleichfalls die Bewegungsfreiheit genommen und das ist ohne richterlichen Beschluss mal nicht erlaubt.

Aber wie gesagt, jeder Mensch kann ja bekanntlich machen was er selbst für richtig hält und wer der Meinung ist er müsse dem Diktat unterwerfen - bitte.


Grüße saurbier
 

Newton

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Guten Abend,

ich melde mich nochmal zurück, weil ich vor wenigen Tagen meinen Termin beim Psychiater hatte. Dort habe ich mit Ihm meine Ängste hinsichtlich einer aufgezwungenen Reha besprochen. Er ist der Meinung dass es keinen Sinn macht, eine Reha zu machen wenn man es nicht möchte. Zudem sieht er mich auch gesundheitlich garnicht in der Lage. Er ist genau wie ich der Meinung, dass er viel hilfreicher ist, wenn man mich in Ruhe lässt. Er meinte auch, dass er in einem solchen Falle entsprechende Schreiben aufsetzen würde, die das nochmal aus psychiatrischer Sicht fundiert untermauern. Das für für mich anfänglich beruhigend, weil es meine Angst etwas gelindert hat. Trotzdem kommt die Angst und die Gedanken, zum Spielball der DRV zu werden, zurück.

Ich frage mich ständig, wie ich damit umgehen soll, weil ich immer vom worst case ausgehe. Also das man mich wirklich in eine Reha zwingt, ich aber nicht will bzw. nur ortsnah und ambulant und das man mir das auch verweigert. Zumal ich zuerst überhaupt eine Einrichtung in meiner Nähe finden müsste, was auch nicht so einfach ist. Ich weiß dann einfach nicht wie ich reagieren soll und komme dann ständig wieder auf die Exit-Strategie alles hinzuwerfen, so zu tun als sei ich wieder gesund und mich dann dem Wahnsinn des ALG I und dann des ALG II hingebe. Wohl wissend, dass für mich in meiner individuellen Situation am Arbeitsmarkt kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Das bringt mich dann unweigerlich zu der Analyse, dass ich vermutlich bis zum Eintritt der Regelaltersrente in dieser Tretmühle gefangen wäre, was für mich der Horror wäre.

Ich habe mir überlegt, ggf. Mitglied im VdK zu werden. Wie ich erfahren habe unterstützen die auch bei Widerspruchs-, Klage- und Antragsverfahren. Auch was das Thema EMR angeht. Hat jemand mit diesem Verein Erfahrung?

Würde mich über Rückmeldung freuen.

Danke.
 

HermineL

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Er meinte auch, dass er in einem solchen Falle entsprechende Schreiben aufsetzen würde, die das nochmal aus psychiatrischer Sicht fundiert untermauern.
Das ist schon einmal gut wobei die DRV das akzeptieren kann aber nicht muss.

Ich habe mir überlegt, ggf. Mitglied im VdK zu werden. Wie ich erfahren habe unterstützen die auch bei Widerspruchs-, Klage- und Antragsverfahren. Auch was das Thema EMR angeht. Hat jemand mit diesem Verein Erfahrung?
Dazu sage ich besser nichts außer das ich von denen gar nichts halte. Mehr zu dem Thema zu sagen führt nur wieder zu einer Diskussion über den VDK/SoVD und sonstige.
 

Newton

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Hallo HermineL,

ich bin so froh, dass ich einen Arzt habe, der nicht die übliche konservative, neoliberale Denkweise hat und den Patient wirklich hilft. Ich hoffe so sehr, dass das die DRV im Falle des Falles akzeptiert. Mein Arzt hat auch von sich aus das Thema EMR angesprochen und meinte, dass wir den Antrag gerne zusammen ausfüllen könnten, was ich vermutlich wahrnehmen werde.

Wann meinst du wäre der passende Augenblick, den Antrag zu stellen. Mein Krankengeld würde Mitte nächsten Jahres auslaufen.

LG
 

HermineL

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Wann meinst du wäre der passende Augenblick, den Antrag zu stellen. Mein Krankengeld würde Mitte nächsten Jahres auslaufen.
Ich denke mir damit solltest du dir bis zu ganz zum Schluss Zeit lassen. Erst Krankengeld voll ausschöpfen dann ALG i Nahtlosigkeit und wenn sich das dem Ende zuneigt kann man über eine EMR nachdenken.
Einen richtigen Zeitpunkt dafür gibt es sowieso nicht.

Du kannst es natürlich auch früher machen aber ich würde definitiv erst alles ausschöpfen zumal du in der Zeit auch deinen Rentenanspruch weiter ausbaust.
 

saurbier

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Hallo Newton,

also bezüglich dem VdK oder dem SoV schließe ich mich meiner Vorrednerin voll und ganz an, wir haben hier dazu schon die tollsten Dinge gehört. Zumal es ja einen Jahresbeitrag kostet und wenn es dann tatsächlich zur Klage kommt sollen die dafür nochmals Geld verlangen, nun dann kann man auch gleich einen guten Fachanwalt für Sozialrecht damit beauftragen.

Das mit deinem Arzt kenne ich leider aus eigener Erfahrung. Bei mir sollte er damals auch die Rehafähigkeit bestätigen. Nur leider bekam ich plötzlich vor Rehaantritt Magenbluten wegen der starken Schmerzmedikamente und er schrieb mich sofort Rehauntauglich. Da war die DRV sogar so dreist und rief den Hausarzt an und wollte von ihm verlangen das er mich zur Reha fahren läßt, immerhin könnte man mich ja auch in der Reha deswegen behandelt. Oh man, da wurde der Doc aber richtig sauer und flüsterte dem DRV SB mal wer hier was zu entscheiden hat und die Verantwortung trägt.

Gut ist es auf jedenfall, wenn dein Arzt voll und ganz hinter dir steht, nur leider interessiert das die DRV recht wenig. Ich z.B. hatte damals sogar nach meiner Reha ganze fünf Ärzte der DRV die mich alle Berufsunfähig sahen, ja was glaubst du was das die Herrschaften in der Verwaltung der DRV interessiert hat. Da mußte ich erst jahrelang vor Gericht kämpfen bis das mich auch noch der Gerichtsgutachter als Teil-EMR sah. Soviel mal was die DRV von Ärzten und deren Meinung hält und dabei nehmen nicht mal Rücksicht aufs Alter.

Zur Zeit scheinen dir z.B. bei meinem neuerlichen Weiterbewilligungsantrag zur Arbeitsmarktrente (den sie dazu noch mehr als zwei Monate haben liegen lassen) doch tatsächlich einen eigenen Gutachter einschalten zu wollen, weil die glauben ich wäre wieder so gesund das ich voll arbeiten könnte, hallo ich bin inzwischen ü60 und nun seit sechs Jahren raus aus dem Beruf, zudem hab ich seit 20 Jahren ein Gerichtsurteil für eine unbefristete Teil-EMR. Das sollte mal alles sagen, oder.

Für einen EMR-Antrag sollte es eigentlich reichen, wenn man den stellt sobald das KG ausgelaufen ist. Meist geschieht dies jedoch weit früher, weil die KK schon von sich darauf drängt einen Reha-Antrag bei der DRV zu stellen und sich dann im Anschluss ggf. eine Umdeutung oder aber ein EMR-Antrag ergeben könnte. Falls nicht, käme dann ggf. die AfA als nächste Anlaufstelle sowieso auf die Idee wenn der äD-Gutachter im Rahmen der Aussterung aus dem KG eine Nathlosigkeit feststellen sollte. Dann müßte man binnen 1 Monat eh einen Reha-/ bzw. Renten-Antrag bei der DRV stellen. Also warum unbedingt da vorgreifen, vergiß nicht das KG ist höher als das ALG-I und meist die Rente.


Grüße saurbier
 

Newton

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@ HermineL

Danke für deinen Beitrag. Ich war die letzte Zeit nicht online und konnte nicht antworten, weil mich die ganze Sache so sehr beschäftigt und ich einfach nicht abschalten kann. Ich möchte dir aber voll und ganz zustimmen. Ich denke genau so wie du. Ich möchte erst mal alles ausschöpfen. KK und dann ALG I. Ich mach mir halt tausend Gedanken, was passieren könnte und wie ich dann darauf reagieren soll. Ich bin noch immer dabei, mir einen Fahrplan zurecht zu legen. Das würde mich auch innerlich beruhigen.

@sauerbier

Also mit dem VdK hatte ich über E-Mail Kontakt. Dort habe ich dann nicht nur vom Beitrag selbst erfahren, sondern auch von der Pauschale i.H.v. 50 Euro bei Rechtsstreitigkeiten. Wenn ich sowieso meine Ansprüche ausschöpfe und den Rentenantrag im ALG I bzw. ALG II stelle, werde ich sowieso wieder Anspruch auf BRH habe. Insofern hast du vollkommen recht, dass ich mir das mit dem VdK wirklich sparen kann. Zumal ich auch keine Erfahrungswerte habe wie die hier in meinem Wohnort arbeiten.

Die Einstellung der DRV macht mir nachwievor Sorge, weil damit alles steht und fällt. Ich müsste hier in meinem Wohnort einfach eine Rehaklink finden, die ich im Rahmen meines Wunsch- und Wahlrechtes vorschlagen könnte. Aber das ist nicht ganz so einfach, eine zu finden. Viele arbeiten nicht mit der DRV zusammen und wollen eine Kostenzusage der DRV haben. Das macht mich auch so fertig.

Manchmal stehe ich gedanklich kurz davor, die Brocken hinzuschmeißen und mich gedanklich wieder auf ALG II einzustellen, nur um meine Ruhe zu haben, obwohl ich das eigentlich nicht möchte. Wie sieht das eigentlich aus, wenn nächstes Jahr das KK ausläuft? Ich lasse mich weiter krank schreiben und Fülle den Antrag auf ALG I wie hier bereits weiter vorne verlinkt und erklärt aus. Angenommen die AfA beglückt mich dann mit Sinnlosmaßnahmen? Wie kann ich mich dagegen wehren? Ich würde mich z.B. krank schreiben lassen. Aber wie soll das gehen, wenn ich mich bereits weiter krank schreiben lasse? Das sind auch so Dinge, die mich beschäftigen.

Übrigens hast du ein schönes Profilbild. Katze oder Kater? Ich habe auch eine Katze :)
 

saurbier

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Hallo Newton,

es ist eine Sie mit einem Grünen und einem Blauen Äuglein - eine süsse Maine Coon mit knapp 4 Kg. Wenn sie nur nicht so viel Quatschen würde.

Also wenn dein KG ausgelaufen ist, wirst du dich wohl oder übel wieder bei der AfA melden müssen, denn du willst doch Geld zu Leben haben wollen, oder.

Nur dann fangen da eben die Probleme an, denn je nach Gesundheitszustand wird dich die AfA auffordern einen Rentenantrag zu stellen, oder dich in die Vermittlung aufnehmen, das bliebe aber abzuwarten.

Allerdings wird dir nach Alauf des KG und daran folgend des ALG-I kaum großartig die Möglichkeit auf eine neues KG gegeben sein, es sei denn du würdest eine kompettt andere Erkrankung bekommen (eher mal selten). Danach ging es dann zwangsweise ins ALG-II, leider. Da bleibt also eher der Kampf um die EMR der weit sinnvoller Weg, sofern etwas entsprechendes überhaupt möglich ist.

Und ja, ich kenne das mit Klagen gegen die DRV inzwischen zur genüge, leider. Das erfordert eine menge Kraft, auch weil die DRV mit allen Mittel kämpft, unter anderem mit Verzögerungen etc. um Verfahren hinaus zu zögern und das geht durchaus an die Nerven. Soll es ja auch, denn nur auf diese Weise geht die Rechnung dahinter seitens der DRV voll auf. Über 90% schmeißen hin, 50% bereits nach einer Ablehnung des Widerspruches, der nächsten im Verlauf der Klage. Die wenigen die dann übrig bleiben, bekommen zumeist über das Sozialgericht ihre EMR, aber selbst dafür gibt es noch keine 100%ige Garantie.


Grüße saurbier
 

Newton

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Hallo liebe Leute,

es war kurzfristig Ruhe und habe daher nicht mehr herein geschaut. Heute geht der Horror weiter. Mich erreicht ein Schreiben meiner KK. Darin wird mir mitgeteilt, dass der mdK wohl meine Erwerbsfähigkeit als erheblich gefährdet sieht und schlägt eine Reha vor. Bevor die KK darüber aber abschließend entscheidet gibt man mir im Rahmen des § 24 SGB X die Möglichkeit, mich dazu zu äußern, was man wohl im Entscheidungsprozess berücksichtigen würde.

Erst vor 3 Wochen war ich bei meinem Arzt zum Termin. Dort teilte er mir mit, dass er für die KK das "Muster 34" ausfüllen sollte. Dabei geht es wohl um ein allg. Feedback des Arztes. Das haben wir gemeinsam ausgefüllt. Dort hat der Arzt ganz klar rein geschrieben, dass ich ein Fall für die Rente wäre und er keine Reha empfiehlt. Wie kommt die KK bitte jetzt darauf das Gegenteil daraus zu stricken?!

Jedenfalls habe ich panische Angst, weil es ganau das ist, was ich nie wollte. Ich habe nächste Woche sowieso einen Termin beim meinem Doc wegen der Folge-AU. Ich habe ihn bereits über dieses Schreiben informiert und um Mithilfe gebeten. Was kann ich tun? Wie kann ich am besten Antworten, dass man mich in Ruhe lässt?

Danke.
 

HermineL

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Dort hat der Arzt ganz klar rein geschrieben, dass ich ein Fall für die Rente wäre und er keine Reha empfiehlt. Wie kommt die KK bitte jetzt darauf das Gegenteil daraus zu stricken?!
Weil die KK nicht anders handeln kann denn es gilt der Grundsatz Reha vor Rente. Der Gesetzgeber fordert gleich an zwei Stellen im § 8 SGB IX und § 9 SGB VI dass mit medizinischer Rehabilitation alles getan werden muss, um eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit und den kompletten Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu verhindern. Deswegen drängt die Krankenversicherung darauf bei der DRV einen Antrag auf eine med. Reha zu stellen.
 

Newton

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Weil die KK nicht anders handeln kann denn es gilt der Grundsatz Reha vor Rente. Der Gesetzgeber fordert gleich an zwei Stellen im § 8 SGB IX und § 9 SGB VI dass mit medizinischer Rehabilitation alles getan werden muss, um eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit und den kompletten Ausstieg aus dem Arbeitsleben zu verhindern. Deswegen drängt die Krankenversicherung darauf bei der DRV einen Antrag auf eine med. Reha zu stellen.
Ok, dass verstehe ich. Aber was kann ich dagegen tun? Der Arzt ist ja meiner Meinung und sieht eine Reha als nicht zielführend an. Ich habe bereits 2 Reha's in meinem Leben gemacht. Und beide Male war es vergeudete Zeit. Hat mir null geholfen. Was kann ich tun?
 
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