Aktuell im Krankengeldbezug und schwer behindert. Prognose und Zukunftsaussichten sind schlecht. Welche Post-Krankengeld-Möglichkeiten bleiben hier?

Wolllaus

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Wenn ihr meint... aber mit einer AU Bescheinigung bekommt man bei der AfA (die ab Aussteuerung für einen zuständig, also der Ersatz für den AG ist) kein Geld, AU kann man sich nicht mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen. Ich hatte gefragt, es hieß bloß nicht bei der AfA einreichen. Die Vermittlung ruht ja nur, bis entschieden ist, ob man einsetzbar ist und wie, oder eben nicht. Man riskiert mit der AU Bescheinigung bei der AfA, dass nach 6 Wochen die Zahlungen eingestellt werden.

Und meine persönlichen Erfahrungen dazu waren diese:
Mein Arbeitgeber (öffentlicher Dienst) wollte keine AU Bescheinigungen mehr, da wurde ich, wie jeder andere in einem bestehenden Arbeitsverhältnis auch, nach der Aussteuerung bei der Sozialversicherung vom AG abgemeldet, das zahlte dann die AfA, danach die DRV. Es hieß aus der Personalabteilung, das Arbeitsverhältnis ruht, bis ich den Dienst wieder antrete oder unbefristet berentet werden und in der Zeit muss ich dem Arbeitgeber meine AU nicht mehr nachweisen, da die AfA für mich zuständig wäre. Bei der AfA sollte man die AU Bescheinigung wie schon erwähnt, auch nicht vorlegen, sonst gibt es kein Geld. Es wird nur empfohlen, sich weiterhin AU schreiben zu lassen, damit es beim Rentenantrag keine Probleme gibt, weil man angeblich wieder gesund ist, aber das ist nicht unbedingt nötig. Wurde mir von dem Gutachter auch so gesagt. Wichtig ist die Prognose des Hausarztes und der Fachärzte und im Gutachten der AfA würde es ja dann auch stehen, dass man zu krank zum arbeiten wäre. Man kann sich also weiter AU schreiben lassen, aber einen wirklichen Sinn hat es nicht. Es wird empfohlen, aber nur, um die Scheine dann daheim aufzubewahren für den Rentenantrag.
Findet man auch genug hier im Forum.

Wo steht also, dass man die AU Bescheinigungen noch benötigt, ich würde da gerne irgendwelche hieb und stichfeste Begründungen für haben, einfach zu sagen, mein Arzt hat einen Fehler gemacht, mein Arbeitgeber demzufolge auch, ist mir zu dünn.

Ich habe das alles durch, es gab keinerlei Probleme durch die DRV, meinen Arbeitgeber oder die AfA, weil ich ab der Aussteuerung keine AU Bescheinnigungen hatte und das übrigens von Ende Februar bis fast Mitte Dezember. Den Rentenantrag habe ich genau am 21. Dezember gestellt, ausgesteuert wurde ich Ende Februar, durch Fehler von der AfA hat sich alles sehr lange hingezogen. Da müssen ganz schön viele Fehler gemacht haben :rolleyes:
 

Wolllaus

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das ist alles schon länger her, da gab es keine Probleme. Der Arbeitgeber hat mit einem ab da, wo die AfA die Sozialversicherungen für einen übernimmt, nichts mehr zu tun, außer, dass sie unter Umständen den Arbeitsplatz freihalten müssen.

Also ich würde gerne Belege daür sehen, dass man bei Nahtlosigkeit seinem Arbeitgeber weiterhin seine AU bescheinigen MUSS. Wo steht das?

Wie gesagt, der Arbeitgeber wollte keine mehr, hab ich auch schriftlich, so ist das nicht und da stand klipp und klar, das Arbeitsverältnis ruht ab da, wo ich bei der AfA bin, sie keinen leidensgerechten Arbeitsplatz für mich haben, sie (also mein AG) mich bei den Sozialversicherungen abgemeldet haben, bis ich wieder arbeiten gehe oder unbefristet berentet werde und deswegen muss ich keine AU nachweisen. Sie wissen das ja, sonst wäre ich nciht bei der AfA mit Nahtlosigkeit gelandet. Von der AfA wird ja auch immer nach einem leidenssgerechten Arbeitsplatz beim Arbeitgeber gefragt und zwar sehr flott. KK erzählte es mir am Telefon genauso. Und mein Hausarzt hatte mir auch die rechtlichen Grundlagen genannt, warum er nach Aussteuerung keine gelben AU Scheine mehr ausfüllen darf. Da gibt es irgendeine Verordnung, manche Ärzte machen es, aber normalerweise dürfte er es nur noch als privates Attest ausstellen. mit Gebühr natürlich. Ich glaube nicht, dass er da lügt oder sich das aus den Fingern saugt. Ich bin ja nicht die einzige Patientin, die ausgesteuert wurde. Ev hat sich da was geändert, das war 2015 als ich ausgesteuert wurde.

Die gelben Scheine gibt es ja erst seit 2016, ich bekam ja noch die Auszahlscheine. Vielleicht hat sich da wirklich etwas verändert. Im Grunde sollte man dann einfach seinen Arbeitgeber fragen, wie er es handhaben möchte. Für meinen war die Sache klar, gab ja die Aussteuermeldung durch die KK und sie mussten für mich keine Sozialversicherung mehr zahlen. Sie fragen nur immer wie lange die EM Rente noch geht, da jemand für mich befristet eingestellt wurde.
 
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bLum

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Hallo Wollaus!

Ich habe jetzt nicht den kompletten Faden gelesen, aber ich will dir ´n bisschen Mut machen.
Hab´ selbst im Januar EM-Rente beantragt, und dachte, dass die das sowieso ablehnen, weil ich die letzten 5 Jahre kein regulärer Beitragszahler war, sondern im ALGII-Bezug.
Und eine durchgehende AU hatte ich auch nicht.

Vor ein paar Tagen kam der Bescheid. Rente gewährt. Ohne weiteres Gutachten der DRV. Auf 2 Jahre befristet. Und ohne dass die mir eine Reha aufs Auge drücken wollten.
Hab´ gelesen dass Reha vor Rente geht, aber in meinem Fall mache ich seit einem Jahr ´ne ambulante Therapie, und die wird auch noch ´ne Weile dauern.
Stationär war ich vor 4 Jahren das letzte Mal, insgesamt 5x in meinem Leben. In der Hinsicht bin ich wohl austherapiert.

Ich denke dass du mit einem guten Arzt/-en, der/die hinter dir steht/stehen, ganz gute Chancen mit einem EMR-Antrag haben kannst.
Susanne42 Beitrag #4 sagt schon alles, worauf du unbedingt achten solltest.
Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!

edit: Ich weiß nicht, wie ausschlaggebend das war, dass ich vom JC aus bereits 2 Gutachten hatte. Das erste hat mich 6 Monate erwerbsunfähig bescheinigt, das zweite 12.
Gleichzeitig habe ich der untersuchenden Stelle untersagt deren Befunde an Dritte weiter zu geben. In dem Fall hätte es wahrscheinlich nicht geschadet der Gutachterin zu erlauben ihre Schlussfolgerungen weiter zu reichen, weil sie sowieso sehr wohlwollend war. Aber so war halt mein Weg, und der führte problemfrei zum Ziel.
 
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ExitUser

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Die gelben Scheine gibt es ja erst seit 2016,
Ich denke hier liegt einfach das Problem, bzw. das Missverständnis.

Die richtig "gelben" Scheine gibt es eben nicht mehr. Seit 2016 gibt es die dreiteiligen AU-Bescheinigungen (für KK, AG und einem selber) und die Unterscheidung nach Auszahlschein und AU-Bescheinigung, wie das davor war, gibt es nicht mehr. Dadurch gibt es ja heute das Problem dann eben nicht mehr wie man dem AG die AU weiter belegen kann - dazu gleich noch etwas - da man ja früher eigentlich nur noch die Auszahlscheine hatte.

Man riskiert mit der AU Bescheinigung bei der AfA, dass nach 6 Wochen die Zahlungen eingestellt werden
Genau! Und deswegen soll man ja auch die AU-Bescheinigungen ja auch nicht bei der AfA abgeben, da man sich ja trotz AU mit seinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellt. Bei einem noch vorhandenen AG hätte man ja auch kein Exemplar mehr für die AfA übrig ;)

Jetzt noch etwas zur AU und dem AG vorlegen. Du schreibst:
Also ich würde gerne Belege daür sehen, dass man bei Nahtlosigkeit seinem Arbeitgeber weiterhin seine AU bescheinigen MUSS. Wo steht das?
und selber kommt dann......
Es wird nur empfohlen, sich weiterhin AU schreiben zu lassen, damit es beim Rentenantrag keine Probleme gibt, weil man angeblich wieder gesund ist, aber das ist nicht unbedingt nötig. Wurde mir von dem Gutachter auch so gesagt.
Dir wurde etwas von einem Gutachter "erzählt", aber schriftlich hast du nichts. Möchtest aber jetzt etwas belegt haben, dass dem AG eine AU bescheinigt werden muss. Ich denke in den meisten Fällen dürfte das einfach im Arbeitsvertrag geregelt sein, dass man zur Arbeit erscheinen muss und bei Krankheit einen Nachweis vorzulegen hat. Wo das geregelt ist? Ich denke im BGB, bin aber kein Arbeitsrechtler.

Von daher kann man nur dazu raten sich weiter und durchgängig AU schreiben zu lassen, auch über die Aussteuerung hinaus, bei vorhandenem AG ist das ja sowieso erforderlich.
 

bLum

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Aber wenigstens die letzten beiden Beiträge von @Wolllaus hättest du lesen können ;)

Dann hättest du gemerkt das er 1.) schon in EM-Rente ist und wahrscheinlich dann 2.) das es hier nicht sein Thread ist um den es geht (Name des TE steht auch immer oben drüber).
Ja ...ehm, stimmt. Ohje, ist aber auch noch früh und ich bin grad ausm Bett gefallen. Verzeihung. :ROFLMAO:
Mein Beitrag ging natürlich an den TE!
 

Kerstin_K

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Schon aus dem Arbeitsvertrag ergibt sich meistens, dass man eine AUB braucht. Allerdings kann der Arbeitnehmer auch darauf verzichten.

Wann du ausgesteuert wirst und wo du bei der AfA gemeldet bist, das geht den Arbeitgeber gar nichts an. Könnte doch sein, dass man gar kein ALG I beantragt, ist ja keine Pflicht.

Und die AfA darf gar nicht wegen einem leidensgerechten Arbeitsplatz beim Arbeitgeber anfragen. Genau deshalb versuchen sie das manchmal als Mitwirkungspflicht auf den Arbeitnehmer abzuwälzen. Auch das ist nicht rechtmäßig.

Auch dass man mit einem Gutachter telefoniert, dürfte eher selten vorkommen.
 
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Newton

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@ExitUser

Die aktuelle Situation sind so aus, dass ich KG beziehe, arbeitssuchend bei der AfA gemeldet bin und ich meine Arbeitsstelle nicht mehr habe (war befristet; AU noch innerhalb der Beschäftigungszeit). Hinsichtlich der Aussteuerung muss man sich also auch danach hartnäckig weiter AUBs holen. Ok, habe verstanden. Anspruch auf ALG I besteht. Also in meinem Fall sähe die Verteilung der AUB-Durchschläge folgendermaßen aus:

- Durchschlag für die KK bekommt die KK
- Durchschlag für den Versicherten behalte ich
- Durchschlag für AG behalte ich, da es diesen nicht mehr gibt

Ist das so richtig?

Das mit dem "mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen" habe ich jetzt auch verstanden. Den Musterantrag habe ich mir herunter geladen. Hatte halt nur das Verständnisproblem, wie man das der AfA mitteilt. Habe jetzt aber gesehen, dass dafür Felder im Antrag vorhanden sind.

Ob ich EMR beantrage weiß ich noch nicht. Ich möchte meine Möglichkeiten ausloten und habe mir auch schon überlegt, ob es in meinem Fall nicht auch möglich wäre, die Sache mit der EMR sein zu lassen und dann Sozialhilfe zu beantragen. Geht das? Denn mit einer anhaltenden AUB würde ich doch nach dem ALG I auch kein ALG II bekommen oder? Von finanziellen Aspekt her wäre EMR, ALG II oder Sozialhilfe alles gleich, weil ich in meiner Erwerbsbiographie viele Lücken durch Arbeitslosigkeit und Krankheit habe, meine Rentenerwartung daher gering ist.

Worum es mir einfach nur geht ist, Ruhe vor den Ämtern und den Vermittlungsterror zu haben.

@Susanne42

Was ist eigentlich, wenn ich mich weigere, eine Reha zu machen? Also den Antrag stellen, wenn man dazu aufgefordert wird ist klar. Aber wenn man die Reha nicht antritt? Kann man das verweigern oder kommt man da nur mit der Rehaunfähigkeitsbescheinigung raus? Ich bin hier noch eetwas ratlos, weil ich im Falle, dass ich mein Tier alleine lassen müsste, ich alles hinschmeißen würde. Mein Tier ist mir sehr wichtig und geht mir über alles. Ich möchte nicht von ihm getrennt werden.
 

Kerstin_K

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was Du Dir da denkst mit Sozialhilfe statt Rente geht nicht. So lange Die DRV nicht festgestellt hat, dass Du erwerbsufähig bist, bleibst Du beim JC. Und diese festtellung passiert im Rahmen des Rentenantragsverfahrens.

Reha verweigern ist auch nicht. Es gibt aber Rehakliniken, wo man ein Tier mitnehmen kann.
 
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ExitUser

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- Durchschlag für die KK bekommt die KK
- Durchschlag für den Versicherten behalte ich
- Durchschlag für AG behalte ich, da es diesen nicht mehr gibt

Ist das so richtig?
Genau, dass ist der richtige Weg bei korrekt ausgefüllten ALG1-Antrag (Fokus auf Restleistungsvermögen)

Ob ich EMR beantrage weiß ich noch nicht. Ich möchte meine Möglichkeiten ausloten und habe mir auch schon überlegt, ob es in meinem Fall nicht auch möglich wäre, die Sache mit der EMR sein zu lassen und dann Sozialhilfe zu beantragen.
Dadurch das du dich mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellst, ist die AfA verpflichtet dieses durch den äD der AfA feststellen zu lassen. Dort gibt es dann prinzipiell 2 Möglichkeiten.

1.) Das Gutachten ergibt eine Leistungsfähigkeit von unter 3h/täglich für mehr als 6 Monate (§145 SGB III)
2.) Das Gutachten ergibt etwas anderes wie unter 1.

Im Falle von 1. würdest du sofort eine Aufforderung zur Antragsstellung Reha/Rente von der AfA bekommen, hättest aber Ruhe vor irgendwelchen Vermittlungsbemühungen. Im Falle von 2. würdest du der Vermittlung der AfA (innerhalb deines Restleistungsvermögens) zur Verfügung stehen müssen.

Was ist eigentlich, wenn ich mich weigere, eine Reha zu machen? Also den Antrag stellen, wenn man dazu aufgefordert wird ist klar. Aber wenn man die Reha nicht antritt? Kann man das verweigern oder kommt man da nur mit der Rehaunfähigkeitsbescheinigung raus? I
Reha verweigern ist nicht. Wenn du eine Aufforderung von KK, oder dann von der AfA erhälst, hast du dem Folge zu leisten. Absagen, oder verschieben würde nur mit Zustimmung des jeweils Auffordernden gehen (Dispositionsrecht) und wahrscheinlich würde man dir die Leistungen streichen.
Rehaunfähigkeit würde erst mal nur die Reha aufschieben, aber verhindern wohl nicht.
 

saurbier

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Hallo Newton,

Worum es mir einfach nur geht ist, Ruhe vor den Ämtern und den Vermittlungsterror zu haben.
Na ja, ein Traum den manche Menschen mitunter ja hegen, nur in unserem Sozialsystem ist und bleibt dies eher ein Traum, außer man ist von Hause aus reich genug (nun ja dann) oder man ist gewillt auf der Straße zu leben.

Wer glaubt das das deutsche Sozialsystem einem ohne wenn und aber das Leben finanziert ist hier leider im falschen Land.

Wer hier vom Staat auf Unterstützung hofft, der muß sich mit einbringen und sei es eben das er den Nachweis erbringt, das er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist eine Erwerbsfähigkeit auszuüben von welcher er leben kann.

Übrigens viele Lücken im Erwerbslebenslauf wegen Arbeitslosigkeit (ALG-I) oder Krankheiten (ggf. KG) müssen nicht zwangsweise zu einem geringen Rentenanspruch (EMR) führen, denn diese Zeiten werden wenn man sie nachweisen kann als Ersatzzeiten in der Rentenbiographie sehr wohl entsprechend mit berechnet. Da kann einem eine Rentenauskunft seitens der DRV weiter helfen, um zu erfahren welche Leistungsansprüche man hat bzw. haben wird.


Grüße saurbier
 

Newton

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Guten Abend,

danke für die Antworten. Wie gesagt. Ich weiß noch nicht, was ich machen oder wie ich verfahren soll, was die Zukunft anbelangt. Eine Reha käme nur als ambulante Maßnahme in Wohnortnähe in Frage. alles andere würde ich ablehen und dann notfalls wieder den Terror vom JC bzw. der BA ertragen.

Was anderes. Vor wenigen Tagen hatte ich wieder einen Termin beim Therapeuten. Er berichtete mir davon, dass der mD der AfA Ihn angerufen hätte, um telefonisch abzuklären, ob ich nicht wenigstens für 20 Stunden / Woche arbeitsfähig sei bzw. ob dadurch eine Rehabilitation in Frage käme. Der Arzt wimmelte die Person dadurch ab, dass er adhoc nicht meine Krankenakte zur Hand hätte, er aber eher zu max. 3 Stunden / Tag oder weniger tendiere.

Was ich nicht verstehe ist, warum der mD der AfA sich meldet, obwohl ich im Krankengeldbezug bin?! Versteht ihr das? Was läuft da?

Danke im Voraus für die Rückmeldungen und frohe Ostern

Newton
 

Kerstin_K

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Also so ganz verstehe ich das jetzt auch nicht. Du bis im Krankengeldbezug aber noch nicht ausgesteuert, richtig? Davor warst Du schon bei der AfA arbeitssuchend gemeldet?

HAst Du Deinen Arzt gegenüber der AfA von der Schweigepflicht entbunden? Wenn nicht, dann darf der gar keine Auskunft geben. Und telefonisch ist sowas sowieso ein Unding. da kann ja jeder Anrufen und sagen, er sei vom medizinischen Dienst der AfA.
 

HermineL

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danke für die Antworten. Wie gesagt. Ich weiß noch nicht, was ich machen oder wie ich verfahren soll, was die Zukunft anbelangt. Eine Reha käme nur als ambulante Maßnahme in Wohnortnähe in Frage. alles andere würde ich ablehen und dann notfalls wieder den Terror vom JC bzw. der BA ertragen.
Ohne jetzt das ganze Thema gelesen zu haben will ich dir sagen das du damit durchaus gegen die Wand laufen kannst.

1.) ALG 1
Wenn du ausgesteuert bist und Alg 1 beantragst ist die Agentur für Arbeit nach § 145 SGB III verpflichtet dich aufzufordern innerhalb eines Monats einen Antrag auf medizinische Rehabilitation oder Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Verweigerst du einen Antrag zu stellen kann und wird die Agentur für Arbeit die die Leistungen auf Grund fehlender Mitwirkung vollständig entziehen bis du die Mitwirkung nachholst.

2.) ALG II
Wenn du bei der Agentur nicht mitwirkst und sie dir die Leistungen einstellen wirst du ALG II beantragen. Dort ist deine Erwerbsfähigkeit ebenfalls nicht geklärt und auch das Jobcenter wird dich auffordern einen Antrag auf medizinische Reha oder EMR Rente zu stellen. Auch hier wird man dir die Leistungen auf Grund fehlender Mitwirkung einstellen wenn du dich weigerst einen Antrag zu stellen.

Soweit so klar. Nun entscheidest du dich statt einen Antrag auf Reha einen EMR Antrag zu stellen. Dann wird die DRV dich, wenn sie nicht der Meinung ist das gravierende Gründe dagegen sprechen, nach dem Grundsatz handeln Reha vor Rente. Verweigerst du die Reha greift wieder die Mitwirkung und es gibt keine Geld mehr.
Eine Möglichkeit dem zu entgehen wäre das dein Arzt dich Rehaunfähig schreibt. Allerdings muss die DRV dem nicht folgen wenn deren Sozial medizinischer Dienst zu der Auffassung kommt das du sehr wohl rehafähig bist.

Wie gesagt das sind die möglichen Szenarien die eintreten könnten aber nicht zwingend müssen. Evtl. bewilligt dir die DRV sofort eine EMR was man aber vorher nicht wissen kann. Somit ist es besser wenn man weiß was auf einem zukommen kann.


Jetzt noch zur ambulanten Reha. Hier kommst es ganz darauf an was für eine Reha die DRV als notwendig erachtet. Bewilligt dir die DRV eine psychosomatische Reha so wird diese in der Regel über 5 Wochen gehen und stationär sein. Ambulant wird das in der Regel nur berufsbegleitend bewilligt.


Bei Orthopädischen AHB werden natürlich noch ambulante Rehas akzeptiert, aber wenn es um Erwerbsminderungsrente geht und womöglich noch um psychosomatische, dann eher selten.
Das möchte ich mal bezweifeln, denn immerhin hat man da ja ein Wahlrecht.

Bei psychischen Erkankungen kann das natürlich gänzlich anders aussehen, da geb ich dir recht. Nur wieviele Reha-Fälle sind psychisch im Verhältnis zu all den anderen medizinischen Gründen.
Es ist in der Tat so das man ein Wahlrecht hat jedoch beschränkt sich das bei einer psychosomatischen Reha in der Regel nur auf die Klinik nicht darauf ob ambulant oder stationär.
Wenn du die Frage stellst wieviel Reha-Fälle psychisch sind im Verhältnis zu allen anderen so kann ich das zwar nicht direkt beantworten aber man kann es herleiten wenn man zur Kenntnis nimmt das derzeit von 100 Neu EMR-Rentnern 40 auf Grund psychischer Probleme erwerbsunfähig werden. Damit ist die Psyche mittlerweile der häufigste Grund für eine EMR- Insofern betrachtet wird die Zahl der psychosomatischen Reha auch entsprechend hoch sein.
 

saurbier

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Hallo HermineL,

nun ja, meine erste Reha war auch eine psychosomatische Klinik.

Bei der zweiten wollte die DRV mich sogar in eine ganz besondere derartige schicken. Komisch nur das man dann auf meinen Einspruch hin eine ambulante bewilligte. (nun ja ich bin nicht psychisch krank, sondern meine Knochen sind hinüber).

Ich sag immer, was die wollen ist das eine, was der Patient und sein Arzt wollen das andere. Noch haben wir ja ein Wahlrecht, zumindest solange wir darauf wirklich bestehen.

Ich geb dir aber recht, daß je nach Fall eine stationäre Reha für psychische Fälle ggf. der weit bessere Platz sein dürfte, was die Betroffenen ggf. ganz anderes sehen mögen.


Grüße saurbier
 

HermineL

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@saurbier

Deshalb schrieb ich ja "in der Regel". Du kennst ja den Spruch Aus.....
Ganz davon abgesehen das die DRV ja Ihre Regeln gerne allen aufdrückt sich selber aber nur daran hält wenn es ihr passt.
 

Newton

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Also so ganz verstehe ich das jetzt auch nicht. Du bis im Krankengeldbezug aber noch nicht ausgesteuert, richtig?
Richtig!
Davor warst Du schon bei der AfA arbeitssuchend gemeldet?
Richtig!

HAst Du Deinen Arzt gegenüber der AfA von der Schweigepflicht entbunden?
Nein!
Wenn nicht, dann darf der gar keine Auskunft geben. Und telefonisch ist sowas sowieso ein Unding. da kann ja jeder Anrufen und sagen, er sei vom medizinischen Dienst der AfA.
Verstehe auch nicht, was diese Aktion sollte.

@HermineL

Verstehe. Um die Antragstellung bzgl. Reha bzw. EMR kommt man nicht drum herum. Ich habe kein Problem, einen Antrag zu stellen, weil es zu meinen Mitwirkungspflichten gehört. Ich habe eher ein Problem damit, irgendwo in Deutschland stationär untergebracht zu werden. Ich möchte nicht aus meinem Umfeld gerissen werden, eil es mir Halt und Stabilität gibt. Zudem habe ich, wie gesagt, ein Haustier, dass ich nicht alleine lassen möchte.

Bestünde die Möglichkeit, dass mein Therapeut neben einer Rehaunfähigkeitsbescheinigung im Falle des Falles irgendwie zu meinen Gunsten intervenieren könnte? Z.B., dass er aufgrund der individuellen Lage nur eine Standortnahe Reha (Ambulant) befürwortet? Oder ist das der DRV alles egal?
 

HermineL

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Ich habe eher ein Problem damit, irgendwo in Deutschland stationär untergebracht zu werden. Ich möchte nicht aus meinem Umfeld gerissen werden, eil es mir Halt und Stabilität gibt. Zudem habe ich, wie gesagt, ein Haustier, dass ich nicht alleine lassen möchte.
Das kann ich durchaus verstehen aber wenn die DRV die Reha so bewilligt und dir nur die Wahl der Klinik lässt aber stationär als gegeben ansieht kommst du aus der Nummer nicht raus.

Bestünde die Möglichkeit, dass mein Therapeut neben einer Rehaunfähigkeitsbescheinigung im Falle des Falles irgendwie zu meinen Gunsten intervenieren könnte? Z.B., dass er aufgrund der individuellen Lage nur eine Standortnahe Reha (Ambulant) befürwortet? Oder ist das der DRV alles egal?
So ist es. Die DRV interessieren deine Ärzte letztlich überhaupt nicht. Die lassen Ihren sozialmedizinischen Dienst darüber schauen und handeln (manchmal, manchmal auch nicht) danach. Wenn die der Auffassung sind das du Rehafähig bist dann kann deine Therapeut schreiben was er will. Klar Ausnahmen bestätigen die Regel aber meist kannst du dich dann nur fügen oder du gehst den harten Weg über das Sozialgericht aber auch da kannst du dir nicht sicher sein wie es ausgeht.
 

Kerstin_K

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Due solltest wohl mal ein Gespräch mit deinem Arzt fühtem bezüglich ärztliche Schweigepflicht.

Was Du versuchen kannst in Sachen Reha: Such Dir eine Ambulante KLinik in Deiner nähe und eine vollstationäre und gib beide an (Wunsch und Wahlrecht). Dann würde ich eine ambulante Reha beantragen (kann man im Antrag ankreuzen). Vielleicht klapt es ja. Und wenn die DRV doch auf vollstationär besteht, dann kommst Du wenigstens nicht irgndwo hin, sondern in die Klinik Deiner Wahl.
 
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