Aktuell im Krankengeldbezug und schwer behindert. Prognose und Zukunftsaussichten sind schlecht. Welche Post-Krankengeld-Möglichkeiten bleiben hier?

Newton

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Guten Tag allerseits,

ich bin durch meine Internetrecherche auf dieses Forum gestoßen und hoffe, dass ich mich mit Leidensgenoss/innen austauschen kann. Zur mir:

Ich bin 40 Jahre, schwerbehindert, leide seit nun fast 20 Jahren an einer chronischen Erkrankung, die mir sehr viel kaputt gemacht hat, mich persönlich und auch beruflich erheblich einschränkt, sodass ich mir am Arbeitsmarkt nur noch Chancen im Promillbereich ausrechne. Dies hat meine Karriere als Langzeitarbeitsloser trotz zweier erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung bereits deutlich gezeigt. Meine Erfahrungen mit dem Jobcenter sowie dem Umgang mit den Menschen dort war ganz schlimm. Ich möchte sowas nicht mehr wiederholen. Zudem ist seit ca. 3 Jahren eine psychische Erkrankung dazu gekommen, die ich vermutlich als Familienvererbung habe.

Ich bin einfach Müde von allem und jetzt an einem Punkt, wo ich mir sage, dass es genug ist. Ich möchte aus diesem Hamsterrad aussteigen und einfach nur noch meine Ruhe haben. Ich bin ein bescheidener Mensch und bin schon immer mit wenig ausgekommen. Arbeit brauche ich nicht für meinen Seelenfrieden. Wichtiger ist mir da mein eigener Haushalt und mein Haustier, was mir alles bedeutet. Ich habe meine kleine Oase, die für mich mein letzter Rückzugspunkt ist, der mir auch psychisch Stabilität und Struktur.

Ich grübele jetzt schon seit einer Weile, was nach dem Krankengeld kommt. Wie bereits erwähnt kommt eine Rückkehr in die Arbeitswelt für mich nicht mehr in Frage, zumal ich dort ohnehin nie hab wirklich Fuß fassen können. Ich wollte daher fragen, welche Alternativen ich habe. Wie sieht es in meinem Fall mit einer Verrentung aus? Wie ist der organisatorische Ablauf? Ich möchte aus den bereits genannten Gründen unter allen Umständen vermeiden, dass ich wegen in einer Zwangsreha aus meinem gewohnten Umfeld gerissen werde. In der Vergangenheit habe ich bereits zwei Rehas absolviert und beide Male war es reine Zeitverschwendung. Wie könnte ich sowas vermeiden?

Würde mich über Feedback von Euch freuen

Euer

Newton
 

Wolllaus

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Die Krankenkasse wird dich wohl wahrscheinlich auch irgendwann auffordern, einen Reha Antrag zu stellen. Bei mir lief das Krankengeld Ende Februar aus, im Dezember davor war ich zu einer Reha. Sieben Monate vor Ende des Krankengeldes kamen sie bei mir mit: Sie müssen einen Reha Antrag stellen...

Nach dem Krankengeld käme die Agentur für Arbeit, da muss man sich mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen, selbst wenn man wie ich, einen unkündbaren Job hat, die machen dann bei ihrem Ärztlichen Dienst ein Gutachten, wo man einschätzt, was und wie lange was geht, oder nicht und dann wirst du aufgefordert, einen Reha Antrag zu stellen. ich glaube Rentenantrag geht auch. Sagen sie, du bist noch einsetzbar, dann halt widersprechen.

Du kannst natürlich noch im Krankengeldbezug einen Rentenantrag stellen, dann bleibt dir das oben alles erspart, aber ob das ohne Reha dann klappt, kommt darauf an, wie deine gesundheitliche Prognose ist, Manchmal macht eine Reha ja wenig Sinn. Aber das hängt eben davon ab, wie sie deine Möglichkeiten einschätzen.

Ganz wichtig, regelmäßig zu Ärzten gehen, egal ob es was bringt, gehst du nicht, dann wird es meistens so ausgelegt, dass man nicht krank genug ist, sonst würde man ja zum Arzt gehen und wirklich alles dokumentieren lassen in den Berichten.

Übrigens, bei chronsich Kranken leidet irgendwann in den allermeisten Fällen auch die Psyche, ist völlig normal. Und woher deine Probleme kommen, ist für die DRV unrelevant. Für die ist wichtig, ob du versucht hast, eine Verbesserung zu erreichen oder eben nicht. Hast du nicht, heißt es eben Leidensdruck nicht groß genug, sonst hätte man ja was unternommen.

Wichtig sind Befunde deiner Ärzte, aus denen die Gutachter genau erkennen können was dich wie einschränkt und wie sie zu der Erwerbsminderung stehen. Also wie sie deine gesundheitliche Prognose einschätzen.
Besprich das alles mit deinen Ärzten. Die müssen hinter dir stehen, nicht dass einer im Fragebogen dann ankreuzt, du hast eine gute Prognose und das wird wieder.
 

Susanne42

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Als allererstes würde ich dir raten, einmal auszurechnen, ob du lange genug eingezahlt hast.
Phasen von Alg1 und Krankengeld kannst du hinzuzählen, die Zeiten von Alg2 jedoch nicht.
Du musst auf mindestens 36 Monate kommen in den letzten 5 Jahren.
Ist das nicht der Fall, besteht nur eine geringe Chance ( ist aber nicht ausgeschlossen, da auch zurück datiert werden kann, aber selten)
Hast du diese sozialrechtlichen Ansprüche erfüllt, kommen zwei weitere Dinge auf dich zu: eine Reha ( wobei du dir aber auch die Rehastätte aussuchen kannst) und das Anlegen eines Ordners mit allen relevanten Arztberichten. Du musst alle Diagnose belegen können und zwar so, das es mit einen „G“ für gesichert dokumentiert ist, ein „V“ für Verdacht auf genügt nicht.
Dh für dich, wenn du chronischer Schmerzpatient bist, brauchst du einen Facharzt für Schmerztherapie und für deine psychosomatische Befunde benötigst du Therapeuten Dokumentationen.
Umso besser du alles schriftlich und gesichert vorweisen kannst, um so einfacher wird es.
Was bei Orthopädische Befunde noch einfach ist und mit MRT Berichten sicher darzulegen ist, ist bei den anderen Sachen schon schwieriger, weil man ja eine ganze Weile zb zum Therapeuten gehen muss, bis der eine Diagnostik machen kann.
Du siehst, der Weg zu Erwerbsminderungsrente ist aufwendig, aber umso sorgfältiger du das Ganze angehst umso höher ist die Wahrscheinlichkeit das es gelingt.
Auf YouTube gibt es ganz gute Videos für das Anlegen der Krankenakte usw. das hat mir damals gut geholfen.
Mein „Beiblatt“ zum Antrag auf Erwerbsminderungsrente umfasste 150 Seiten ärztliche Dokumentation;-) aber das ist natürlich nicht das Maß aller Dinge
 

Newton

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Guten Tag,

zunächst möchte ich mich für Eure Rückmeldung bedanken.

@ ExitUser

aus dem Link...

Für die Wartezeit zählen mit:

  • Beitragszeiten: Pflichtbeitragszeiten und unter bestimmten Voraussetzungen auch Zeiten des Bezuges von Krankengeld, Arbeitslosengeld, im Zeitraum vom Januar 2005 bis Dezember 2010 Arbeitslosengeld II, Übergangsgeld, Zeiten der Kindererziehung und der nicht erwerbsmäßigen häuslichen Pflege sowie freiwillige Beitragszeiten,
In der Zeit habe ich Leistungen nach dem SGB II ( ALG II) bezogen und zwar über mehrere Jahre hinweg. Wenn diese Zeiten wirklich hierzu
In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen (besondere versicherungsrechtliche Voraussetzung).
hinzugerechnet werden, dann habe ich die Voraussetzungen erfüllt.

@ Wolllaus

Ja, auch ich rechne irgendwann damit, dass meine KK zur Reha auffordert. Ich möchte das aber nicht. Ich habe mich zu diesem Thema im Web belesen und herausgefunden, dass man zwar den Rehaantrag stellen muss, weil es zu den Mitwirkungspflichten gehört, man dafür aber 10 Wochen Zeit hat (gibt es eine gesetzliche Grundlage für diese 10-Wochen-Frist?). Diese Reha könnte man jedoch kurz vor Antritt mit einer sog. "Rehaunfähigkeitsbescheinigung" des Arztes abwenden. Mein Therapeut ist auf meiner Seite und würde mir sowas sicherlich ausstellen, wenn ich ihn darum bitte.

Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum nach dem KG die BA mit ALG I kommt? Man ist ja auch nach der Aussteuerung weiterhin AU. Voraussetzung für den Erhalt von ALG I ist jedoch, nicht AU zu sein. Das wird ja schon im Antrag abgefragt.

Als Chroniker bin ich sowieso regelmäßig bei Ärzten. Von daher denke ich, dass meine Krankenakte sicherlich gut gefüllt sein dürfte. Noch ist die Sache ja nicht akut, weil mein KG rechnerisch erst Mitte nächsten Jahres ausläuft. Ich möchte mir jedoch jetzt schon Gedanken darüber machen, wie ich vorgehen muss, welche Anträge gestellt werden müssen, um dann später nicht wie Ochs vom Berge zu stehen.

Mein wichtigster Verbündeter ist mein Psychiater. Von Ihm kann ich sagen, dass er hinter mir steht und sicherlich meine Ziele unterstützen wird. Es ist aber nicht nur meine gesundheitliche Lage, sondern die Gesamtsituation für mich und meine idividuelle Lage am Arbeitsmarkt, die realistisch betrachtet einfach aussichtslos ist. Aber sowas wird sicherlich nicht von der DRV berücksichtigt werden, sondern rein medizinische Aspekte.

@ Susanne42

Ich bin verwirrt, denn der Link von @ ExitUser hat mir gezeigt, dass auch Zeiten von ALG II zählen. Ist eine Reha wirklich zwingend? Kann ich die Reha nicht mit einer Rehaunfähigkeitsbescheinigung abwenden und trotzdem Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen und diese Leistung erhalten? Ich bin nicht motorisiert und durch eine meiner Erkrankungen in meiner Monilität eingeschränkt. Ein längeres Pendeln zu einer Rehastätte käme nicht in Frage. Hier in meinem Ort habe ich schon nach Rehaeinrichtungen gesucht. Ich könnte mich mit einer ambulanten Reha anfreunden, wenn es sein müsste, weil ich so in meinem Umfeld bleibe und mich um mein Tier kümmern kann. Allerdings steigt die DRV nur darauf ein, wenn in dieser Rehastätte auch das Ziel der DRV erreicht wird bzw. diese Rehastätten für meine Erkrankungen ausgelegt sind. Und hier fängt das Problem an. Gibt es irgendwo eine Auflistung von Rehastätten, die ich nach Ort selektieren und dann abklappern könnte? Gibt es dazu ein Verzeichnis?

Ich bin nicht ausdrücklich Schmerzpateniet. Schmerzen sind allerdings eine Begleiterscheinung meiner Haupterkrankungen Morbus Crohn. Das ist die, die ich seit nun fast 20 Jahren mit mir herum schleppe und mich so stark einschränkt. Übrigens mit "G" bei der Diagnose. Hinzu käme bei der psychischen Komponente zwei "f" Diagnosen, die ebenfalls "G" sind.

Auf 150 Seiten, so wie du, werde ich sicherlich nicht kommen. Ich habe meine Krankenhausberichte von all den Jahren aufgehoben. Mehr aber nicht. Mein Psychiater und mein Gastroenterologe würde aber sicherlich Befunde ausstellen.
 
E

ExitUser

Gast
gibt es eine gesetzliche Grundlage für diese 10-Wochen-Frist?
§51 SGB V

Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum nach dem KG die BA mit ALG I kommt? Man ist ja auch nach der Aussteuerung weiterhin AU
Zum einen lies dir mal den §145 SGB III durch, dass wäre so ziemlich das "erstrebenswerteste" im ALG1 Bezug, damit man Ruhe vor Vermittlungsbemühungen der AfA hat.

Wichtig ist nach der Aussteuerung das du dich der AfA mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellst (gibt auch hier im Forum Verlinkungen zu einem ALG1-Musterantrag). Dieses würde dann der äD der AfA versuchen festzustellen. Würdest du jetzt AU Bescheinigungen bei der AfA vorlegen, würdest du nach 6 Wochen kein Geld mehr bekommen, da du ja dann der Vermittlung (mit deinem Restleistungsvermögen) nicht mehr zur Verfügung stehst.
Für einen eventuellen Antrag auf Erwerbsminderungsrente ist es aber so gut wie erforderlich das du lückenlos AU bist. Das so ziemlich erste der RV wird sein, dass bei der KK nach deinen AU Zeiten gefragt wird. Wer nicht AU ist, also arbeitsfähig, der braucht auch keine Rente. Demnach ist es wichtig das du weiter AU bist, dass bei KK (und falls noch vorhanden, beim AG) ganz normal dokumentiert wird. Die AfA bekommt aber keinerlei AU-Bescheinigung.

Auf 150 Seiten, so wie du, werde ich sicherlich nicht kommen. Ich habe meine Krankenhausberichte von all den Jahren aufgehoben. Mehr aber nicht. Mein Psychiater und mein Gastroenterologe würde aber sicherlich Befunde ausstellen.
Natürlich ist eine umfangreiche Dokumentation hilfreich und ich denke bei @Susanne42 mehr als aussagekräftig. Aber wenn du das nicht hast, dann folge einfach dem Motto: Qualität vor Quantität

Wichtig ist einfach das du zumindestens lückenlos deine Erkrankungen dokumentieren kannst. Es ist nie so gut wenn man z.B. seit 3 Jahren keinen Arzt mehr gesehen hat, ausser zum abholen der AU-Bescheinigungen.
 

Susanne42

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Natürlich kannst du auch versuchen, ohne Reha einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, das ist klar.
Mit der Rehaunfähigkeitsbescheinigung kommt man nicht so weit, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Ambulante Rehas werden selten akzeptiert...
Jedoch
Akzeptiert die DRV die Wahl der Rehastätte und wenn man ein Tier hat ( Hund/ Katze) gestatten Sie einen, eine Rehastätte auszuwählen, wo die Mitnahme des Tieres möglich ist.
Meine zwei Hunde waren auch mit bei mir zur Reha und so war es komplett ok.
 

Wolllaus

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Ich würde einen Termin bei der DRV machen, wegen einer Kontenklärung. Dort kann man dir auch beim Rentenantrag helfen. ich würde an deiner Stelle unbedingt vorher die Kontenklärung machen.

Und wenn man ausgesteuert ist, dann stellt man sich mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung, ob es das gibt und wie viel, das ermittelt der ÄD der AfA. Wie schon geschrieben, ich habe noch eine unkündbare Stelle, da ich bisher nur befristet berentet bin. Und ich musste mich auch mit dem Restleistungsvermögen zur Vermittlung zur Verfügung stellen. Hab es auch nicht versstanden, warum ich mich der Vermittlung zur Verfügung stellen musste, aber jeder sagte, mach es, sonst gibt es kein Geld. Aber der ÄD Dienst hat dann klipp und klar gesagt, nichts geht. Und dann halt Rehaantrag, den die DRV in einen Rentenantrag umdeutete.

Und es reicht, wenn du regelmäßig in Behandlung bist, die Ärzte werden gefragt. Bei meinen Berichten ist es so, es steht alles drin an Diagnosen und so, dann kommt das aktuelle. Die erste Seite der Briefe ist dann die Vorgeschichte. Mittlerweile wird es bei mir auch mehr, da ständig neue Fachärzte dazu kommen.

Es kommt auch nicht auf die Krankheiten an, sondern wie sie dich einschränken beim arbeiten. Und da ist es eben wichtig, dass die Gutachter das aus Befunden rauslesen können. Die kennen deine Krankheitsgeschichte ja nicht, das sind ja nur Momentaufnahmen wenn man beim Gutachter ist, sie verlassen sich rein theoretisch auf das, was von deinen Ärzten kommt. Ist das alles ausreichend und deutlich, kann es auch nach Aktenlage gehen. Bei mir so beim ÄD der AfA und auch bei der DRV, die sich dem Gutachten der AfA anschloss.
Es zählt da auch eher das aktuelle (6 Monate ca.)

Bei dem ÄD der AfA war ich Befunde abgeben, die Vorzimmerdame nahm alles und es war aus Versehen mein alter Rehakritzelzettel dabei, wo alles draufstand, was ich so an Beschwerden und Symptomen angesammelt hatte, inklusive wie es mich einschränkt, erbliche Belastungen und so und ich dem Rehaarzt an den Kopf werden wollte, der fand mich nur fett und faul... naja ich wollte ihn nehmen, aber die Vorzimmerdame meinte, sie kopiert ihn, ihr Chef würde das hilfreich finden und das war anscheinend auch so. Entscheidung nach Aktenlage. Genau wie später bei der DRV. Also würde ich eine Liste machen, was dich wie einschränkt. Da vergisst man auch nichts, wenn man zb zum Gutachter muss.
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

Ambulante Rehas werden selten akzeptiert...
Also diese Aussage kann ich so nicht stehen lassen.

Ich habe hier in der unmittelbaren Nähe meines Wohnortes zwei große ambulante Reha-Häuser, wovon eines in den letzten Jahren extrem expandiert ist und inzwischen viel Spezialisierung anbietet. Alle meine Rehas die auf meiner ersten folgten hab ich alle hier vor Ort ambulant durchgeführt und da gab es nie Probleme mit der DRV noch der KK, ganz im Gegenteil. Nichts anderes war bisher bei meinen Bekannten der Fall.

Allerdings mag ich dir Recht geben, wenn es um ganz spezielle Rehas gehen mag, die wohlmöglich nur von wenigen Häusern angeboten werden, oder wo es aus therapeutischen Gründen zwingend geboten ist (z.B. um Abstand zu Gewinnen).

Man muß es halt nur wissen, daß man ein Wahlrecht hat.


Grüße saurbier
 

Susanne42

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Bei Orthopädischen AHB werden natürlich noch ambulante Rehas akzeptiert, aber wenn es um Erwerbsminderungsrente geht und womöglich noch um psychosomatische, dann eher selten.
 

Newton

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Guten Abend,

und danke für die zahlreichem Rückmeldungen:

@ExitUser

Ich habe hier leider noch ein Verständnisproblem beim Übergang von KK zu ALG I. Die Aussteuerung sagt ja nur, dass der Anspruch auf KG erschöpft ist. Man wird quasi entlassen und nach meinem Verständnis aus AU. Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, dann ist es zwingend erforderlich, dass man nahtlos den Antrag auf ALG I stellt? Wie läuft das dann weiter mit den AUs? Fallen die Weg? Soweit ich weiß bekommt man doch erst garkein ALG I, wenn man AU ist? Die Alternative wäre, am besten noch während des KG, einen Rentenantrag zu stellen. Irgendwie verwirrt mich das.

Was ich vergessen habe mitzuteilen, und ggf. wichtig sein könnte ist, dass ich bereits arbeitssuchend gemeldet bin. Also ich bin nicht mehr beschäftigt. Ändert das was am Prozedere?

@Susanne42

Ja, du hast recht. Es ist nicht aufgehoben, aber ich habe erst mal Zeit gewonnen. Zumal man das mit der Reheunfähigkeitsbescheinigung ja wiederholen kann. Ich habe eine Katze adoptiert und sie bedeutet mir alles. Ich könnte es nicht verkraften, sie alleine zu lassen. Klingt vielleicht für einige jetzt kitschig, aber es ist wirklich so. Sie ist so der kleine Anker in meinem Leben. Deshalb möchte ich auch so ungern eine Reha machen. Zumal ich sowieso davon ausgehe, dass es mir nichts bringen wird; es also im Endeffekt nur eine Verschwendung von Kosten und Zeit ist.

@Wolllaus

Von wo weiß die AfA, dass ich mich mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stelle und woher, dass man mich zum äD schicken muss? Gibt es dafür im ALG I-Antrag Felder, die einen als ausgesteuerter Kennzeichnet? Was die Befunde angeht, habe ich lediglich alte Entlassungsberichte der diversen Krankenhäuser, in denen ich gelegen habe. Ist das überhaupt hilfreich? Und wie komme ich an Befunde. Gehe ich da zum Arzt und sage: "Hallo, Her Doktor. Ich möchte Rente beantragen und brauche Befunde von Ihnen"?
Irgendwie überfordert mich das jetzt schon. Was ich bräuchte wäre eine knappe tabellarische Auflistung, was man zu tun hat vom Beginn des Krankengeldbezugs. Könntet ihr mir dabei bitte helfen? Das würde mich besser strukturieren.

@saurbier

Gibt es ein Verzeichnis, wo man die Rehastätten in seiner Nähe herausfinden kann? Ich wüsste jetzt gerade nicht, wie ich die suchen sollte. Einfach bei Google "Rehastätte + Wohnort" eingeben oder gibt es dafür ein zentrales Register? Und wie müsste ich verfahren, wenn die DRV meine fiktive Reha-Wunschstätte ablehnt?

Danke im Voraus.
 
E

ExitUser

Gast
Was ich vergessen habe mitzuteilen, und ggf. wichtig sein könnte ist, dass ich bereits arbeitssuchend gemeldet bin. Also ich bin nicht mehr beschäftigt.
Vielleicht kannst du dazu noch etwas näheres sagen wie deine aktuelle Situation ist. Du beziehst ja derzeit KG, richtig? Und bist aktuell arbeitssuchend gemeldet, aber noch nicht arbeitslos? Wie war das bis zum KG Bezug? Was war denn direkt vor dem KG? Bist du in einem Arbeitsverhältnis AU geworden, dadurch KG-Bezug und jetzt während KG die Kündigung, oder wie muss man das verstehen?
Vielleicht kannst du dazu noch etwas sagen.

Ich habe hier leider noch ein Verständnisproblem beim Übergang von KK zu ALG I. Die Aussteuerung sagt ja nur, dass der Anspruch auf KG erschöpft ist. Man wird quasi entlassen und nach meinem Verständnis aus AU. Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, dann ist es zwingend erforderlich, dass man nahtlos den Antrag auf ALG I stellt?
Durch die Aussteuerung der Krankenkasse - also Einstellung der Krankengeldzahlung - weil der gesetzliche Anspruch (78 Wochen) am Krankengeld beendet ist, wird man ja nicht automatisch gesund. Der Bezug, oder das Ende von Krankengeld beeinflusst doch nicht ob man Arbeitsunfähig ist, oder nicht. Also ist man ja weiter AU, bekommt aber kein KG mehr.

Und da man ja nach der Aussteuerung keine Krankenversicherung mehr hätte (aus man würde selber bezahlen) ist es wichtig das man direkt im Anschluss eben etwas hat, was die Sozialversicherungen übernimmt. Du wärst zwar 1 Monat als Übergang beitragsfrei in deiner GKV versichert, aber dann eben nicht mehr. Daher stellt man kurz vor der Aussteuerung einen Antrag auf ALGI, sofern eben auch der Anspruch drauf besteht.

Wie läuft das dann weiter mit den AUs? Fallen die Weg?
Gegenfrage ;) Wärst du denn plötzlich wieder gesund, nur weil die KK kein KG mehr bezahlt?

Sofern du nicht plötzlich wundergeheilt bist, bist du natürlich weiter AU. Die AU-Bescheinigungen bekommt dann wie bisher auf jeden Fall die KK zur Dokumentation weiter, wenn AG vorhanden dieser auch. Gibt es keinen AG mehr, dann heftest du den Teil einfach ab. Die AfA bekommt auf keinen Fall eine AU-Bescheinigung.

Aber auch im Hinblick auf einen eventuellen Antrag auf Erwerbsminderungsrente sind AU-Bescheinigungen (und deren Dokumentation bei der KK) wichtig. So ziemlich das Erste der DRV wird sein, dass sie nach AU-Zeiten bei der KK anfragen. Und wenn du dann aktuell nicht AU bist, für was brauchst du dann eine Rente. Wer nicht AU ist, kann ja arbeiten gehen.

Soweit ich weiß bekommt man doch erst garkein ALG I, wenn man AU ist?
Das muss man etwas unterscheiden. Für deinen aktuellen/letzten Job bist du AU und ausgesteuert. Um jetzt das ALG1 zu bekommen, stellst du dich mit deinem Restleistungsvermögen der AfA und somit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das mit dem Restleistungsvermögen ist wichtig, da es sonst passieren kann das du eben nichts mehr bekommst. Für diesen Fall gibt es hier im Forum einen Musterantrag für die AfA, damit kann dann nichts schief gehen.

Damit die AfA eben genau dieses Restleistungsvermögen feststellt (ein SB der AfA kann das ja nicht) müssen sie dann den äD der AfA einschalten. Um dann Ruhe vor der Vermittlung und den ganzen Aktivitäten der AfA zu haben, wünschen sich die meisten die sogenannte "Nahtlosigkeitsregelung". Das würde heissen das der äD ein Restleistungsvermögen von unter 3h/täglich für mehr als 6 Monate feststellt. Dadurch würde man in den §145 SGB III fallen und wäre nicht vermittelbar. Im Gegenzug würde man allerdings gleich aufgefordert werden, binnen 1 Monats einen Antrag auf Reha/Rente zu stellen.

Würdest du jetzt weiterhin deine AU-Bescheinigungen der AfA geben, würdest du ja nicht mal mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stehen und würdest gerade mal 6 Wochen dein ALG1 bekommen, dann nichts mehr.

Die Alternative wäre, am besten noch während des KG, einen Rentenantrag zu stellen.
Das kannst du machen, könnte auch Vorteile haben. Auf Grund der langen Bearbeitungszeiten eines EMR-Antrages ist es aber sehr wahrscheinlich das du so oder so ins ALG rutschen würdest. Ausser man stellt den Antrag gleich am Anfang einer AU-Zeit.
 

Susanne42

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Es gibt auch Rehakliniken wo die Katze mit kann. Zwar noch mal ein paar weniger, als mit Hund, aber es gibt sie.
Wie du schon erkannt hast: die Rehaunfähigkeitsbescheinigung gibt Dir lediglich etwas Zeit.
Das entscheidende ist ( in meinen Augen): noch hast du Zeit, Dir eine geeignete Reahastätte zu suchen, aber irgendwann wird die Krankenkasse oder AfA ( je nachdem wer dann grad Kostenträger für dich ist) richtig Druck machen und wollen, dass du zur Reha gehst.
Und dann ist es vorbei mit auf einen der begehrten Plätze für Reha mit Haustieren zu warten , die Wartezeiten dort sind lang.
 

saurbier

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Hallo Susanne42,

Bei Orthopädischen AHB werden natürlich noch ambulante Rehas akzeptiert, aber wenn es um Erwerbsminderungsrente geht und womöglich noch um psychosomatische, dann eher selten.
Das möchte ich mal bezweifeln, denn immerhin hat man da ja ein Wahlrecht.

Bei psychischen Erkankungen kann das natürlich gänzlich anders aussehen, da geb ich dir recht. Nur wieviele Reha-Fälle sind psychisch im Verhältnis zu all den anderen medizinischen Gründen.

Ja die DRV kann auf spezielle Kliniken eben wegen dem Behandlungserfolg zurück greifen, wenn die von einem selbs ins Auge gefaßte Reha-Klinik keineswegs passend ist.

Das hat aber überhaupt nicht mit der Unterscheidung AHB oder EMR-Antrag zu tun, denn für die DRV geht es zuerst grundsätzlich immer um die volle Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und nichts anderes. Erst wenn das Reha-Ergebnis vorliegt wird ja intern alles weitere anhand des Reha-Abschlussberichtes entschieden.


Grüße saurbier
 

Wolllaus

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@Wolllaus

Von wo weiß die AfA, dass ich mich mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stelle und woher, dass man mich zum äD schicken muss? Gibt es dafür im ALG I-Antrag Felder, die einen als ausgesteuerter Kennzeichnet? Was die Befunde angeht, habe ich lediglich alte Entlassungsberichte der diversen Krankenhäuser, in denen ich gelegen habe. Ist das überhaupt hilfreich? Und wie komme ich an Befunde. Gehe ich da zum Arzt und sage: "Hallo, Her Doktor. Ich möchte Rente beantragen und brauche Befunde von Ihnen"?
Irgendwie überfordert mich das jetzt schon. Was ich bräuchte wäre eine knappe tabellarische Auflistung, was man zu tun hat vom Beginn des Krankengeldbezugs. Könntet ihr mir dabei bitte helfen? Das würde mich besser strukturieren.
ja du musst das ankreuzen im Antrag. Zum ÄD schicken sie dich, weil du dann ausgesteuert bist, das ist immer so. Sie überprüfen dann ob du für etwas einsetzbar bist und wie lange. Die Krankenkasse schickt dir auch kurz vor Aussteuerung ein Schreiben, mit dem gehst du dann zur AfA.

Und Befunde stehen dir von jedem Arzt zu. Als chronisch Kranker solltest du eh deinen Krankheitsverlauf mit Befunden und Laborwerten, wenn gemacht wurde, dokumentieren. Das ist einfacher für fremde Ärzte, wenn du mal wechseln musst, Krankenhaus musst usw. Eigentlich bekommt man von Fachärzten immer die Kopie des Briefs für den Hausarzt, zumindest ist das bei mir seit einigen Jahren so, vorher hab ich mir das beim Hausarzt kopieren lassen. Dein Hausarzt müsste also einiges in der deiner Akte haben.
Ich würde unbedingt schauen, was da ist, das wird nützlich sein, wenn du Rente beantragst oder zur AfA musst. Und ansonsten wird es auch gehen, wenn du die Ärzte von der Schweigepflicht entbindest und sie befragt werden und Kopien rausgeben dürfen. Je besser das alles dokumentiert ist, desto einfacher wird es. Ich musste weder bei der AfA zum Gutachter noch zur DRV, auch zur Verlängerung der EM Rente letztes Jahr nicht.

Ich wurde übrigens nicht mehr AU geschrieben, als ich bei der AfA war. Die haben das ja dann von ihrem ÄD prüfen lassen. Die AU Bescheinigungen bekam ja mein Arbeitgeber und ausgesteuert, dann eben nicht mehr. Da kann dir vielleicht noch jemand was zu schreiben. Für mich war es übrigens kein Problem wegen der Rente, dass ich da nicht AU war, da der ÄD der AfA klipp und klar gesagt hat, da geht momentan nix mir arbeiten. und sich die DRV dem Gutachten der AfA anschloss.
 

Kerstin_K

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Für den Arbeitgeber braucht man eigentlich weiter eine AUB und die DRV interessiert sich meistens nicht dafür, was der ärztliche Dienst der AfA so feststellt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fabiola

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Das muss man etwas unterscheiden. Für deinen aktuellen/letzten Job bist du AU und ausgesteuert. Um jetzt das ALG1 zu bekommen, stellst du dich mit deinem Restleistungsvermögen der AfA und somit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das mit dem Restleistungsvermögen ist wichtig, da es sonst passieren kann das du eben nichts mehr bekommst. Für diesen Fall gibt es hier im Forum einen Musterantrag für die AfA, damit kann dann nichts schief gehen.
Den Musterantrag findest Du hier
Als ALG-I Antrag solltest du unbedingt den Arbeitslosengeldantrag nach dem Muster von Doppeloma (siehe Link) verwenden, denn die Onlineanträge kannst du für deinen Fall nicht verwenden weil sie für eine Aussteuerung bei der KK und damit einem Leistungsfall nach § 145 SGB III (siehe Link) nicht vorgesehen sind.
Musterantrag von Doppeloma für Nathlosigkeits ALG-I
Beitrag #3 von @saurbier (unten)
Am besten Du liest den gesamten Beitrag von @saurbier - damit sind sicher schon viele Fragen von Dir beantwortet.
 

Wolllaus

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Für den Atbeitgeber nraucjt man eigentlich weiter eine AUB und die DRV interessiert sich meistend nicht dafür, eas der ärztliche Dienst der AfA so feststellt.
nein eben nicht. Da die AfA für einen zuständig ist und das Arbeitsverhältnis ruht. Mein HA hat sich geweigert, da ich ausgesteuert war und mein Arbeitgeber wollte auch keine AU mehr haben und die AfA meinte, AU und es gibt kein Geld. Da ist dann nämlich nichs mit Restleistungsvermögen. Und die DRV interessiert es eben doch. Vor allem wenn Gutachten eindeutig sind, sich die Gesundheitslage nicht verändert oder verbessert hat, da braucht man nur Befunde schauen und ins AfA Gutachten und spart viel Zeit. So hieß es vom Gutachter bei mir am Telefon. Der Gutachter rief nämlich an um zu fragen, ob er den Reha Antrag umdeuten kann und da haben wir uns ein wenig unterhalten. Die schauen sich die AfA Gutachten an, auch wenn immer behauptet wird, es juckt die DRV nicht.
Ich habe mich also nicht weiter AU schreiben lassen, wie auch, wenn sich der Arzt weigert, da ausgesteuert, auch wenn oft geraten wird, man soll das machen, nur die AU Belege nicht abgeben, damit es keine Probleme bei der DRV beim Rentenantrag gibt. und es hat mir keine Nachteile gebracht.
 

Kerstin_K

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Dein Arbeitgeber hätte aber eine AUB verlangen können.
 
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ExitUser

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@Wolllaus
Ich glaube man muss hier etwas richtig stellen, da deine Infos so nicht ganz korrekt sind.

Da die AfA für einen zuständig ist und das Arbeitsverhältnis ruht. Mein HA hat sich geweigert, da ich ausgesteuert war und mein Arbeitgeber wollte auch keine AU mehr haben und die AfA meinte, AU und es gibt kein Geld. Da ist dann nämlich nichs mit Restleistungsvermögen.
Die Frage ist schlicht und einfach, warum ruht denn das Arbeitsverhältnis? Oder um dir die Frage zu stellen, warum ist denn die AfA zuständig?

Doch einzig auf der Tatsache das man weiter Arbeitsunfähig ist und genau so sollte das eigentlich in dem Schreiben der KK stehen, welches man kurz vor der Aussteuerung erhält. Das AV ruht doch nicht dadurch das man von der KK kein Geld mehr bekommt. Die Aussteuerung ist im §48 SGB V geregelt und das Krankengeld würdest du ja auch erhalten wenn dein AV mittlerweile beendet wurde.

Wenn du für dein aktuelles Arbeitsverhältnis nicht mehr AU bist, dann ist weder die AfA für dich zuständig, noch hast du einen rechtlichen Grund dann zu Hause zu bleiben. Dann musst du schlicht und einfach an deinem Arbeitsplatz erscheinen. Und genau weil man eben noch AU ist, stellt man sich ja mit seinem "Restleistungsvermögen" der AfA zur Verfügung.

Jeder der AU ist, hat ggf. ein gewisses Restleistungsvermögen. Das muss dann eben der äD der AfA feststellen. Und ist dieses Restleistungsvermögen so gering (weniger als 3h/täglich für mehr als 6 Monate) dann ist man in seiner Leistungsfähigkeit so weit gemindert, dass eben dann der §145 SGB III für einen herangezogen wird. Fällt man eben nicht unter diesen § weil das Restleistungsvermögen größer ist, dann darf man die Vermittlungsbemühungen der AfA mitmachen. Und das alles geht doch nur, weil man für sein AV eben AU ist.

Ich habe mich also nicht weiter AU schreiben lassen, wie auch, wenn sich der Arzt weigert, da ausgesteuert, auch wenn oft geraten wird, man soll das machen, nur die AU Belege nicht abgeben, damit es keine Probleme bei der DRV beim Rentenantrag gibt. und es hat mir keine Nachteile gebracht.
Wenn dein Arzt dir keine AU mehr ausgestellt hat, dann hat er einfach einen Fehler gemacht. Davor kann man eigentlich nur jeden warnen der noch ein AV hat.

Ausserdem ist deine AU dann auch nicht mehr bei der Krankenkasse dokumentiert, wie denn auch wenn kein AUB mehr vorliegt.

Als weiteren wichtigen Punkt ggü, der DRV muss man erwähnen, dass diese innerhalb eines Antrags einer Erwerbsminderungsrente von einem die Unterschrift bekommt das die KK der DRV sämtliche AU-Zeiten der letzten 3 Jahre übermittelt (inkl. dazugehöriger Diagnosen, sowie auch Krankenhausaufenthalte).

Von daher kann man nur in mehrfacher Hinsicht davor warnen keine AU-Bescheinigungen mehr ausstellen zu lassen. Und selbst als Bezieher ein befristeten vollen EMR gibt es Konstellationen die eine AU-Bescheinigung "notwendig" machen, aber das wäre jetzt ein anderes Thema und gehört nicht hierher.
 
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