Aktion Wahlabsage (1 Betrachter)

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Martin Behrsing

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B E R L I N - Nur weil sich ein unheilvoller Vorgang in regelmäßigen Abständen wiederholt, verliert er nicht an Gefährlichkeit: Gewohnheitswähler schädigen aus vordergründig ehrenhaften Motiven die Demokratie. Dagegen leisten bewusste Nichtwähler einen völlig verkannten Beitrag zur Modernisierung. Wir müssen ihnen moralisch den Rücken stärken[FONT=verdana,geneva].[/FONT]

[FONT=verdana,geneva]Alle vier Jahre verfallen moderne Individualisten für kurze Zeit dem Herdentrieb – bei anstehenden Wahlen. Wider bessere Einsicht beteiligen sie sich an der erneuten Legitimation überholter und schädlicher politischer Strukturen. Die Vernunft scheint außer Kraft gesetzt, längst erlangte Gewissheiten dem vorübergehenden Vergessen preisgegeben. Vor allem die Massenmedien, die ansonsten sämtliche Mängel des politischen Systems aufdecken, setzen die Bürger unter großen normativen Druck, einem überholten Ritual zu folgen. Dieser moralische Zwang ist allerdings kaum mehr mit rationalen Argumenten begründbar und dient lediglich der Wahrung von Besitzständen. Aus Sicht der Betroffenen verständlich - für eine funktionierende Zivilgesellschaft jedoch nicht hinnehmbar. [/FONT]


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Rote Socke

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Wer nicht wählen geht ist mit dem momentanem System einverstanden.
 

Hans3333

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hallo
wer nicht wählen geht wrd in einer demokratie nichts aber auch gar nichts zum besseren hin verändern.
wenn dagegen alle menschen die mit dem herrschenden neoliberalen system nicht einverstanden sind wählen gehen würden könnte viel erreicht werden.
 

a f a

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Wer nicht wählen geht ist mit dem momentanem System einverstanden.
Hört, hört,

wann ist denn jemals durch eine Wahl ein "System" verändert worden ?
Kann mich gerade an kein Beispiel erinnern.:icon_kinn:


Gruss
Norbert

Freiheit, Gleichheit, Solidarität
 
H

Hutter

Gast
Hört, hört,

wann ist denn jemals durch eine Wahl ein "System" verändert worden ?
Kann mich gerade an kein Beispiel erinnern.
Vielleicht will ja die Mehrheit in diesem Land gar keinen Wechsel des gesamten Systems, sondern lediglich ein paar Korrekturen? Schon mal darüber nachgedacht?

Vielleicht sind auch die Ziele, für die Du Dich stark machst in den Augen der anderen Menschen gar nicht so wichtig, wie Du glaubst.
 
E

ExitUser

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Nur weil sich ein unheilvoller Vorgang in regelmäßigen Abständen wiederholt, verliert er nicht an Gefährlichkeit: Gewohnheitswähler schädigen aus vordergründig ehrenhaften Motiven die Demokratie. Dagegen leisten bewusste Nichtwähler einen völlig verkannten Beitrag zur Modernisierung. Wir müssen ihnen moralisch den Rücken stärken.
was für ein Schwachsinn!

Nicht etwa das die BürgerInnen wählen gehen halte ich für gefährlich, Nein - diesen Aufruf halte ich für ausgesprochen dumm und gefährlich!
Könnte auch ein Aufruf von z.B. NPD und CDU sein, denn solche Parteien profitieren enorm von Nichtwählern, siehe z.b. Bayern, Dort gingen zuletzt nur noch die Hälfte der Wahlberechtigten wählen, weil sie "Modernisieren" wollten?!
Und die CSU regiert mit absoluter Mehrheit, das ist das Ergebnis davon ...

Das mindeste wäre ja wenigstens zum ungültig wählen aufzurufen, dann wäre zumindestens klar, dass diese Menschen sich nicht durch diese Parteien vertreten fühlen

Aber soo?

Und sonst über die Zeit sieht und hört Mensch von denen nix von Aktionen, wie sie es denn gerne hätten

Wirklich, das ist Schwachsinn und gefährlich, so ändert sich das System mit Sicherheit nicht
 

sickness

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da kann ich mich cementwut nur anschliessen. wer nicht wählen geht, oder seinen stimmzettel wenigstens ungültig macht, schenkt den neoliberalen doch nur stimmen, die sie brauchen. ausgegorener blödsinn...
 

Demosthenes

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Nun... wer nicht wählt, verzichtet damit auf sein Mitbestimmungsrecht... und darf danach nicht meckern wenn ihm was nicht paßt, er hätte ja wählen können.
Das Problem sind aber nicht nur die gefrusteten Nichtwähler, sondern vor allem die gedankenlosen "Kreuzchenmacher", die das ohne Nachzudenken, sondern aus "Tradition" tun.

MMn sollten beide o.g. Fraktionen einfach kein Wahlrecht mehr haben. Dann wird mal endlich Politik mit Verstand betrieben und nicht aus Geohnheit und ähnlichem Schlendrian...
 

Jenie

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Nicht jeder weis das seine stimmenthaltung ein Plus für die anderen ist.

Ich wusste das bis vor kurzem auch noch nicht.

Das man einen WAhlzettel ungültig machen kann wusste ich ebenso nicht wie es auch viele andere nicht wissen.

also wenn ich mit allen Parteien nicht einverstanden bin was für einen Müll sie daher bringen dann kann ich verstehen das manche nicht wählen

Ich kann nur wählen was ich auch möchte oder zum grösstenteil selber vertrete... Alles andere wäre nicht ich!

Man sollte eher viel mehr public machen was viele nicht wissen...

wenn das so stimmt dann sollte möglichst jeder aufgeklärt werden was passiert wenn er garnicht wählt oder seinen stimmzettel nicht ungültig macht!
 

Richardsch

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Ob wir beim Wählen überhaupt eine Wahl haben, lasse ich mal offen.
In ungüligen Stimmzetteln oder einem Wahlboykott sehe ich allerdings auch keinen Sinn. Selbst wenn das ganze Volk hinter dem Boykott stehen würde, dann blieben immer noch die Politiker und Parteimitglieder, die die Wahl entscheiden würden.

Anders wäre es, wenn eine bestimmte Wahlbeteiligung Voraussetzung wäre, um überhaupt gültig zu sein. Da ließe sich dann mit einem Boykott vielleicht was machen.
 
E

ExitUser

Gast
@Jenie
wobei ausdrücklich dazu zusagen ist: ungültig wählen, verändert erstmal nix am Ergebnis

NUR der Unterschied zum nicht Wählen gehen ist der, dass durch das Auszählungsergebnis eben bekannt wird wieviele Menschen sich durch die Parteien nicht vertreten fühlen
 
E

ExitUser

Gast
Sehr seltsam !!!

[FONT=verdana,geneva]Das schlechte Image der Nichtwähler führt zu einer bedenklichen Zunahme des Protestwählens. Statt destruktive radikale Parteien zu unterstützen, obwohl man sich eigentlich nur eine verantwortliche und vernunftgeleitete Politik wünscht, ist es erheblich sinnvoller, ein Zeichen durch Wahlboykott zu setzen. [/FONT]
Ich verstehe den Sinn und Zweck dieser Aktion ganz und gar nicht.
Außer dass das darin proklamierte Verhalten zwar den radikalen Parteien schaden soll ... aber ganz dolle die "etablierten Parteien" unterstützt.

So ein Unfug. Genau das wollen wir ja nicht.

Viele wollen keine SPD/CDU/FDP/Grüne!

Alternativen können nur durch Wählen geschaffen werden.
 

Mario Nette

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Das haben wir sogar in der Schule gelernt, dass Nicht-Wählen einer Stärkung derer gleichkommt, die man u. U. auf gar keinen Fall haben will.

Prinzipiell kann ich mich dem von Cementwut (warum les ich immer: Cemtentwurst?) Geäußerten anschließen. Es ist allerdings eine Spitzfindigkeit. Und am Ende zählt eh nur, wer die meisten Stimmen hat. Und da hat eben das System einen Fehler: Es geht nämlich davon aus, dass sich die Wähler durch mindestens einen Vertreter einbezogen sehen. Der Negativfall kann zwar betrachtet werden - also die Statistik für die Ungültigwähler -, er hat aber keine Konsequenzen.

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
Ob wir beim Wählen überhaupt eine Wahl haben, lasse ich mal offen.
In ungüligen Stimmzetteln oder einem Wahlboykott sehe ich allerdings auch keinen Sinn. Selbst wenn das ganze Volk hinter dem Boykott stehen würde, dann blieben immer noch die Politiker und Parteimitglieder, die die Wahl entscheiden würden.

Anders wäre es, wenn eine bestimmte Wahlbeteiligung Voraussetzung wäre, um überhaupt gültig zu sein. Da ließe sich dann mit einem Boykott vielleicht was machen.

Das haben die schlauen Wahlgesetzverfasser bereits vor langem geahnt und modelliert.
 

Demosthenes

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Das ist halt das Problem einer Scheindemokratie:

Wenn man die Wahl hat zwischen Scheisse und großer Scheisse, dann soll man die kleinere wählen? Das ist nicht demokratisch...
Richtige Demokratie würde bedeuten:
- wenn die Mehrheit beide (oder alle bei mehreren) Kandidaten für eine Sache ablehnt (also nicht wählt), so sind alle abgelehnt, es müssen neue aufgestellt werden, und dann wird wieder gewählt, und das notfalls so oft bis es eine echte Mehrheit gibt...

Das wäre demokratisch...
 

Richardsch

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Das ist halt das Problem einer Scheindemokratie:

Wenn man die Wahl hat zwischen Scheisse und großer Scheisse, dann soll man die kleinere wählen? Das ist nicht demokratisch...
Richtige Demokratie würde bedeuten:
- wenn die Mehrheit beide (oder alle bei mehreren) Kandidaten für eine Sache ablehnt (also nicht wählt), so sind alle abgelehnt, es müssen neue aufgestellt werden, und dann wird wieder gewählt, und das notfalls so oft bis es eine echte Mehrheit gibt...

Das wäre demokratisch...
So sehe ich das auch. Wie sähe es denn in dieser Hinsicht mit einer Petition aus. Hätte die überhaupt noch Erfolg?
 

Jenie

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Ich verstehe dich aktion auch nicht. Auch verstehe ich nicht warum sie hier reingestellt wurde. Den das wäre genau das was wir ja nicht haben wollen.

also wählen gehen ---

Wenn am kommenden Sonntag in Hessen gewählt würde, könnten CDU und FDP mit einer Mehrheit rechnen. Das ergibt eine neue Umfrage von Infratest dimap. Die SPD kann allerdings weiter aufholen, die Grünen verlieren leicht. Die Linke scheitert an der Fünfprozenthürde.
Wird schon gelogen ? oder wäre das wirklich der fall. Ich kenne sehr viele die Links wählen möchten aber nicht so viele die sich zu CDu usw. bekennen
anscheinend gibts doch noch genug
 

Heiko1961

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[FONT=verdana,geneva]ist es erheblich sinnvoller, ein Zeichen durch Wahlboykott zu setzen.[/FONT]
Auch aus dem Artikel.
Ich dachte, das ELO steht im Allgemeinen dafür, das nicht wählen der falsche Weg ist. Warum dann dieser Artikel hier? :icon_kinn:
 

Richardsch

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Auch aus dem Artikel.
Ich dachte, das ELO steht im Allgemeinen dafür, das nicht wählen der falsche Weg ist. Warum dann dieser Artikel hier? :icon_kinn:
Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob nur der Film oder die ganze Sache eine Satire ist und genau das Gegenteil, also zur Wahl gehen, bewirken soll.
 

Martin Behrsing

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Auch aus dem Artikel.
Ich dachte, das ELO steht im Allgemeinen dafür, das nicht wählen der falsche Weg ist. Warum dann dieser Artikel hier? :icon_kinn:
Du solltest Doch eigentlich wissen, dass alle Artiekl von PR-SOZIAL hier automatisch erscheinen?
Artikel bei PR-SOZIAL müssen ja nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiederspiegeln, dafür ist PR-SOZIAL ein offenes Presseportal. Außer Artikel die Werbung, Nazikram, ausländerfeindlich oder sexistisch sind werden nicht veröffentlicht. Ebenso wird Werbung für den Neoliberalismus ebenfalls nicht veröffentlicht. Aber warum erzähl ich dir das, du bist nun lange genug dabei, um es zu wissen.
 

Heiko1961

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Du solltest Doch eigentlich wissen, dass alle Artiekl von PR-SOZIAL hier automatisch erscheinen?
Artikel bei PR-SOZIAL müssen ja nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiederspiegeln, dafür ist PR-SOZIAL ein offenes Presseportal. Außer Artikel die Werbung, Nazikram, ausländerfeindlich oder sexistisch sind werden nicht veröffentlicht. Ebenso wird Werbung für den Neoliberalismus ebenfalls nicht veröffentlicht. Aber warum erzähl ich dir das, du bist nun lange genug dabei, um es zu wissen.
Ich weiß es, aber andere könnten denken, der Artikel spiegelt unsere Meinung wieder.:wink: Das siehst du doch an den Beiträgen hier. Z.B.,
afa meinte:
Hört, hört,

wann ist denn jemals durch eine Wahl ein "System" verändert worden ?
Kann mich gerade an kein Beispiel erinnern.



Gruss
Norbert


Mehr wollte ich damit nicht sagen.
 

egjowe

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@Jenie
wobei ausdrücklich dazu zusagen ist: ungültig wählen, verändert erstmal nix am Ergebnis

NUR der Unterschied zum nicht Wählen gehen ist der, dass durch das Auszählungsergebnis eben bekannt wird wieviele Menschen sich durch die Parteien nicht vertreten fühlen
es verhält sich doch genau umgekehrt.

ein vorsätzlich ungültig gemachter stimmzettel wird von dem,
der ausversehen (aus unkenntnis) ungültig gemacht wurde,
nicht unterschieden werden.
also ab in den gleichen topf ohne differenzierung.

wer nicht wählt, bringt damit zwar seine unzufriedenheit mit dem bestehenden zum ausdruck,
aber hilft denjenigen parteien, die ihre gewohnheitsmäßigen stammwähler am besten mobilisieren können.
stärkt damit ebenfalls die radikalen strömungen, denn die werden bestimmt wählen.
für diese gilt dann:
je niedriger die wahlbeteiligung, desto größer der prozentuale anteil.

einen aufruf zum wahlboykott halte ich daher für undemokratischen unsinn.
 
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