Akteneinsicht mit oder ohne Widerspruch

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KKKKKKKKKKKKKKKKKKKK

Elo-User*in
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Hallo,
ich möchte Akteneinsicht beantragen und habe dazu folgende Information bei datentranfer24.de gefunden (google Stichwort Akteneinsicht):
...........
In § 25 ist die Akteneinsicht geregelt. Auf Wunsch des Leistungsberechtigten muss .............ihm Einsicht in seine Akte gewähren. Man sollte einen Termin vereinbaren, da Akteneinsicht nicht während der normalen Öffnungszeiten gewährt wird.

...Damit hat man uneingeschränktes Recht auf Akteneinsicht.
.......................


INSBESONDERE kann man seine Akte einsehen, soweit das zur Verteidigung der rechtlichen Interessen erforderlich ist (§ 25 Abs. 1 SGB X). Wenn man z.B. Widerspruch einlegen will. .......................

Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten enthalten, kann die Behörde stattdessen den Inhalt der Akten dem Beteiligten durch einen Arzt vermitteln lassen.
.............................

Meine Fragen: wo sind die Unterschiede zwischen einer AKteneinsicht wie im oberen Absatz oder eine AKtenensicht in Verbindung mit einem Widerspruch? -Weil man doch "uneingeschränktes Recht auf Einsicht" hat.

Frage ich meinen SB nach Akteneinsicht (die Akte und der Bildschirm ist ja vorhanden) darf ich dann mal kurz reinschauen, aber erst nach einem Antrag alles sehen und kopieren?
und, falls ich schon mal in die AKte geguckt habe, darf mir eine erneute Einsicht bei Widerspruch nicht verwehrt werden? Habe das Gefühl, das ich erst bei WIderspruch uneingeschränktes Recht habe, zb einen seperaten Termin erhalte um mehr Zeit zu haben ALLES einsehen zu können. und ggf Kopien anfertigen zu lassen.
Mein SB hat mich jedenfalls einfach mal so oberflächlich reinschauen lassen, einen förmlichen Antrag bzw seperaten Termin brauchte es dafür nicht.

Angaben über gesundheitliche Verhältnisse: können diese Angaben von einem Sachbearbeiter sein der annimmt man ist krank? objektiv sind Angaben über gesundheitliche Verhältnisse doch nicht möglich bevor man nicht bei einem Arzt gewesen ist?
Ich weiss aber das es nicht unbedingt ein Arzt sein muss, es kann auch ein besonders geschulte Person der Behörde sein die "bestimmte Akteninhalte" vermittelt.
 
G

Gast1

Gast
Hi K...,

ich bin der Meinung, dass es nicht notwendig ist einen Widerspruch einzulegen um Akteneinsicht gewährt zu bekommen, denn in § 25 Abs. 1 SGB X steht:

(1) Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist.
Zum Wort "Geltendmachung": Dieses Wort drückt meiner Meinung aus, dass man auch vor dem Einlegen eines Widerspruchs oder eines Rechtsmittels Anspruch auf Akteneinsicht hat.

Konkretes Beispiel: Ich habe vor mehreren Monaten Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid der Rentenversicherung eingelegt. Bevor ich Widerspruch eingelegt hatte, habe ich bei der Rentenversicherung schriftlich Akteneinsicht angefordert, und zwar mit der Begründung, dass ich Akteneinsicht benötige um meinen Widerspruch so zielgerichtet wie möglich verfassen zu können.

Die Rentenversicherung hat mir daraufhin Akteneinsicht gewährt. Danach habe ich Widerspruch eingelegt.
 

webeleinstek

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Ich habe vor ca. 2 Jahren beim JC Akteneinsicht beantragt. Da ging es nicht um einen Widerspruch, sondern darum, dass ich dort denunziert wurde. Die Details erläutere ich hier nicht, habe ich schon in diversen Threads.

Hätte ich dem JC den Grund mitgeteilt, hätte ich nie Akteneinsicht bekommen. Daher habe ich einfach nur mitgeteilt, dass ich Einsicht in sämtliche Akten (Fallakte, Leistungsakte usw.) haben wollte. Ebenfalls hatte ich geschrieben: "Die Einsicht ist erforderlich zur Wahrung meiner rechtlichen Interessen." Das ging ziemlich schnell, da wurde mir ein Termin zur Einsicht gegeben.
 
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