AGH (Entgeltvariante)

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

kridlon

Elo-User*in
Mitglied seit
28 Juli 2008
Beiträge
94
Bewertungen
0
Da das ja nur eine Maßnahme ist: Wie schaut es denn aus mit einem Wechsel, wenn ich während des Verlaufs einen Arbeitgeber finde, der mich unbedingt haben will und dessen Angebot mich interessiert? Darf ich dann einfach sagen: "Chef, ab nächste Woche bin ich nicht mehr da?" Ich frage das, weil Chef ja eine Förderung erhält und diese sicherlich an etwaigen Zielvorgaben der BA festgemacht ist.

Mario Nette
Hallo, natürlich kannst Du umgehend kündigen.
5. Besondere Kündigungsrechte
(1) Das Arbeitsverhältnis kann vom Arbeitgeber ohne Einhaltung einer
Frist zu dem Zeitpunkt gekündigt werden, zu dem die Förderung
nach § 16 Abs. 7 SGB II aufgehoben wird (vgl. Kapitel 4).
(2) Das Arbeitsverhältnis kann ohne Einhaltung einer Frist vom Arbeitnehmer
gekündigt werden, wenn er eine Erwerbstätigkeit auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufnehmen kann (vgl. Kapitel 4).

Gruß
kridlon
 

kridlon

Elo-User*in
Mitglied seit
28 Juli 2008
Beiträge
94
Bewertungen
0
Hallo !

Das alles rechtfertigt nicht solch einen unqualifizierten
Vermittlungsvorschlag, wogegen auf jeden Fall erst einmal vorgegangen werden muss.
Was ist das für ein Schwachsinn?
Was der Hilfesuchende machen muss, liegt bei ihm. Schon garnicht sollte Er Argumente benutzen die bewusst oder unbewusst Ihm fälschlich oder aufgrund mangelnder Information angeraten werden.
Er kassiert ja die Sanktion oder verliert einen Prozess.
Man muss auch mal zugeben wenn man unrecht hat.
Soviel zum Thema!
Ich habe fertig!!!
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Das heißt, obwohl diese AGH mich in den allg. Arbeitsmarkt eingliedern würde, wäre sie dennoch nicht so "hoch" bewertet, wie ein regulärer Job auf dem allg. Arbeitsmarkt? Interessant ...

Mario Nette
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.678
Bewertungen
920
Das heißt, obwohl diese AGH mich in den allg. Arbeitsmarkt eingliedern würde, wäre sie dennoch nicht so "hoch" bewertet, wie ein regulärer Job auf dem allg. Arbeitsmarkt? Interessant ...

Mario Nette
...passe er bloß auf, dass er nicht noch in einen Alphabetisierungskurs vergliedert wird (es soll ja in Berlin sehr, sehr viele Analphabeten geben):

"eingegliedert werden" ist doch etwas völlig anderes als "eingegliedert sein"! Und dieses Werden gilt dann auf Lebenszeit: eine Eingliederung besteht nämlich genau besehen aus den folgenden 3 Gliedern: dem Liegenlassen, dann Eingliederen und wieder Ausgliedern und dann Liegenlassens und dann wieder Eingliedern, Ausgliedern, Liegenlassen, Eingliedern, Ausgliedern, Liegenlassen, Eingliedern, Ausgliedern, Ausgliedern, Ausgliedern......
- weil bekanntlich auch die systemischen Scherpas genannt "Träger" was zu tun brauchen.

- und damit hätten wir auch grad wieder mal ein nettes neues Element für die Foren- Neusprech-Liste erfunden: "die Berufstätigen" nennen wir im Neusprech nun "die Eingegliederten".

... und erst wenn du vollbeschäftigt im Staatsdienst wärest (was du dir aber bittesehr gar nicht mehr erträumen brauchst), könntest du dich eingliedert wissen als
"Vollzeitäquivalent" - so offenbar Sarrazins gestriger Neusprech ( im Zusammenhang mit der Umsetzung des Urteils, das die Verschiebung von überflüssig gemachten Beamten in den Berliner Stellenpool untersagt).
 

kridlon

Elo-User*in
Mitglied seit
28 Juli 2008
Beiträge
94
Bewertungen
0
Das heißt, obwohl diese AGH mich in den allg. Arbeitsmarkt eingliedern würde, wäre sie dennoch nicht so "hoch" bewertet, wie ein regulärer Job auf dem allg. Arbeitsmarkt? Interessant ...

Mario Nette
Für die Arge sicherlich.
Schon vor 20 Jahren gab es Einarbeitungszuschüsse, da kam noch keiner auf die Idee das als zweiten Arbeitsmarkt zu definieren.
Damals wurde nach Bedarf eingestellt und der Zuschuss mitgenommen. Wie die Argen das definieren wäre mir gleich, wenn ich einen Job habe der mir a.) Spass macht und b.) gut bezahlt wird. Dann fühle ich mich eingegliedert.

Zuschüsse (Subventionen) gab es immer. Waren die ganzen Kohlekumpel im 2.Arbeitsmarkt? Weil Sie Ihre Jobs nur aufgrund von Zuschüssen behielten?
 

silvan

Neu hier...
Mitglied seit
12 Januar 2009
Beiträge
1
Bewertungen
0
Hallo Kridlon,
heute sagte mir meine Fallmanagerin, dass es bei einem Entgeltvariante - Job keine Arbeitslosenversicherung gibt. Weißt du, ob das richtig ist? Freue mich auf ein Info!
Silvan
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Kridlon,
heute sagte mir meine Fallmanagerin, dass es bei einem Entgeltvariante - Job keine Arbeitslosenversicherung gibt. Weißt du, ob das richtig ist? Freue mich auf ein Info!
Silvan
Gibts nicht, Du kommst nach der AGH (m. Entgeltvariante) sofort wieder in Hartz IV.
Wenn ALV bezahlt würde, dann hättest Du erst mal ALG1.

Auch ein falscher Ansatz der BA/Regierung, denn angeblich sollen die ALG1er besser "betreut" und auch schneller wieder in Arbeit gebracht werden.
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin auch in der 16a Förderung, allerdings noch ohne Job. Hier in Lübeck sind ungefähr 600 Leute aufgenommen worden, 2 Mill. € stehen zur Verfügung. Im Angebot stehen etwa immer nur 20(!) Jobs. Die meisten Jobs liegen bei max. 7-8€ Brutto Stundenlohn. Also, wo man zusätlich noch Hartz IV bezuschussen muss. Wahnsinn. Die Leute werden in die Jobs gezwungen mit Androhung von Sanktionen. Wie ich erfahren habe sind zig so vermittelte Arbeitsverhältnisse aus den unterschiedlichsten Gründen bereits wieder geplatzt. Diese 16a Förderung ist für mich nur Augenwischerei. Um die Menschen geht es dabei nicht.
 

Spaghettirotweiss

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Januar 2009
Beiträge
152
Bewertungen
15
Gibts nicht, Du kommst nach der AGH (m. Entgeltvariante) sofort wieder in Hartz IV.
Wenn ALV bezahlt würde, dann hättest Du erst mal ALG1.

Auch ein falscher Ansatz der BA/Regierung, denn angeblich sollen die ALG1er besser "betreut" und auch schneller wieder in Arbeit gebracht werden.

Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente: Das ändert sich ab 31. Dezember 2008 in der Grundsicherung

Die wichtigsten Informationen:
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) für Arbeitslosengeld II-Bezieher gibt es nicht mehr. Gleichzeitig werden die Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante von der Versicherungspflicht zur Arbeitslosenversicherung befreit. (haben die sich wieder politisch prima zurechtgebastelt)

§ 434s
Gesetz zur Neuausrichtung
der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
(1) Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2008 in
einer Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante
versicherungspflichtig beschäftigt waren, !!!!!! bleiben
abweichend von § 27 Abs. 3 Nr. 5 Buchstabe b in dieser Beschäftigung versicherungspflichtig."




Früher war es so:

AGH (m. Entgeltvariante) = versicherungspflichtig in allen Pflichtversicherungen, also auch Arbeitslosen-Versicherung.

ABM: normal entlohnt, aber nicht versicherungspflichtig bei der Arbeitslosen-Versicherung.

Jetzt ab 1. Januar 2009 ist es so:

AGH (m. Entgeltvariante): normal entlohnt, aber nicht versicherungspflichtig bei der Arbeitslosen-Versicherung.

ABM. gibt es nicht mehr.




!!!!! gut aufpassen und widersprechen, falls man bei der ARGE natlos in ALG II stecken will, weil .... das ja ab Dez. 2008 entsprechend geändert wurde.
Es besteht noch der alte Anspruch
wenn die *Voraussetzungen erfüllt sind.

( * mehr als 9 Monate Beschäftigung in AGH m. Entgeltvariante )



SGB 3 - Einzelnorm

Gesetz ausdrucken und der ARGE auf den Tisch legen.
Zuerst mal das höher ? oder auch nicht höhere und mit AlgII aufgestockte Alg I kassieren, aus Prinzip :icon_party:, und solange nix mit 1Euro-Job.




Aufstocker ALG I müssen keine 1EURO-Jobs absolvieren :icon_evil::

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die neben Alg II gleichzeitig auch Alg I beziehen, sollen grundsätzlich nicht in Zusatzjobs zugewiesen werden.
Zusatzjobs für Aufstocker sind grundsätzlich kein adäquates Instrument zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Es ist davon auszugehen, dass dieser Personenkreis während des Alg I - Bezugs noch arbeitsmarktnah ist und daher andere Eingliederungsinstrumente geeigneter sind.
 

Drueckebergerin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 März 2008
Beiträge
2.218
Bewertungen
68
Aus aktuellem Anlaß ( Anfrage einer Freundin :icon_smile: ) hol ich diesen Fred mal wieder hoch.
 
E

ExitUser

Gast
Früher war es so:

AGH (m. Entgeltvariante) = versicherungspflichtig in allen Pflichtversicherungen, also auch Arbeitslosen-Versicherung.

ABM: normal entlohnt, aber nicht versicherungspflichtig bei der Arbeitslosen-Versicherung.

Jetzt ab 1. Januar 2009 ist es so:

AGH (m. Entgeltvariante): normal entlohnt, aber nicht versicherungspflichtig bei der Arbeitslosen-Versicherung.
Eben und da das ALG1 eine Versicherungsleistung ist, kommt man danach wieder ins ALG2.
 

redfly

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Juni 2007
Beiträge
3.577
Bewertungen
211
Da die Entgelt AGHs nur mit einer Dauer von maximal 11 1/2 Monaten am Stück zugewiesen werden, hätte man sowieso keinen Anspruch auf ALG I. Auch wenn ein Anspruch besteht, würde in der Regel das ALG I mit ALG II aufgestockt.
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Kurz als Info: Ich wurde sanktioniert, das Gericht sah keine EA als notwendig an und stimmte dem Jobcenter zu. Ich muss entweder klagen oder habe den Salat. Glaube, die Klagefrist läuft gerade aus. Aber wenn ich will, kann ich das mit einem Überprüfungsantrag ja wieder aufrollen. Wenn ich an einem besseren Rechner sitze, kann ich auch mal die Begründung des Gerichts abtippen. Haaresträuend.

Mario Nette
 

ethos07

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.678
Bewertungen
920
Hi Mario, wenn ich hier so lese, scheinen die Berliner JC im Moment reihum einfach wild mit Sanktionen gegen Gegenwehr gegen ihre Sinnlosmaßnahmen um sich zu werfen. Insofern wäre schon gut, dann deren Begründung in deinem Fall mal noch zu sehen.

Liegen den eigentlich die drei Monate Sanktion nun noch voll in deinem letzten Bewilligungsabschnitt oder wird, nach deiner Arbeitsaufnahme, nun diese Sanktion für dich lebenslänglich aufgehoben, für den Fall dass du wieder mal auf ALGII angewiesen sein könntest?
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Kann ich nicht sagen. Meine Briefe diesbezüglich ans Jobcenter liegen wohl allesamt noch auf Halde. Dem Gericht gegenüber hat das Jobcenter versichert, man würde der EA im vollem Umfang nachkommen.

Mario Nette
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten