AGH (Entgeltvariante)

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kridlon

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Hi Sissi54,
das wäre wieder ein anderes Thema. Hierbei kann es sich tatsächlich um einen Formfehler handeln.

Sissi, Du hängst Dich zu sehr an den Begriffen 1€ Job, Zusatz Job und Massnahme auf. Diese AGH ist nichts davon, sondern ein ganz reguläres Stellenangebot.
Warum kann man mir kein Stellenangbot zusenden:
Gesucht wird Hilfsarbeiter für Anlerntätigkeit in einer Bäckerei?
Gibt ein AG dieses Angebot in die Jobbörse ein, kann mir die Arge dieses als Stellenangebot zusenden und verlangen mich darauf zu bewerben oder nicht?


mfg
Kridlon
 

kridlon

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Um es weiter zu verdeutlichen:
Ein MT ist nicht nur Massnahmeträger sondern meist auch Arbeitgeber.
Sucht das BFZ z.B. einen Meister zur Betreuung von Alos und findet einen, schliesst dieser Meister einen Arbeitsvertrag mit dem BFZ. Somit ist das BFZ Arbeitgeber für Ihn und nicht Massnahmeträger. Ob nun dieser Arbeitsplatz gefördert wird durch Einarbeitungszuschuss oder nach §16a tut nichts zur Sache. Dieser Meister hat nun einen regulären Arbeitsplatz und führt im Auftrag des BFZ Teile der Massnahme durch.
Genauso verhält es sich mit den Verwaltungsangestellten des BFZ. Sie nehmen an keiner Massnahme teil sondern das BFZ ist Ihr Arbeitgeber!

In meinem Fall sucht das BFZ einen Hilfsarbeiter. Ich schliesse einen Arbeitsvertrag mit ihm und bin Defacto ein Arbeitskollege des Meisters. (Wir sind ja bei der gleichen Firma angestellt). Dass das Ganze gefördert wird nach §16a muss man mir nicht mal stecken!
Das ist Sache zwischen Arge und BFZ.
Da aber nun mal diese Förderung einem gewerblichen AG zugute kommt musste die EU befragt werden ob es sich hierbei um eine versteckte Subvention handelt. Diese gab grünes Licht und alles ist in Butter.

Um es klar auszudrücken: Eine AGH m. Entg. ist schlechter als 1€ Job, da weder zusätzlich, noch unter 30 Std. Woche, Bezahlung u.U. geringer als AGH mit MAE.
Beabsichtigt sind 100 000 dieser AGH's mit Entgeltvariante.

Ich schreibe das Ganze um die Leute zu warnen. Eine AGH mit Entgeltvariante lässt sich weit schwerer abwehren als 1€ Job. Da eine Weigerung einen regulären Arbeitsvertrag zu unterzeichen Folgen zeitigen kann. Hier müsste schon der Arbeitsvertrag direkt angegriffen werden und damit kenne ich mich nicht aus.

Gruß
Kridlon
 

Mario Nette

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Ist diese für mich vorgeschlagene AGH mit "Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt" beschreibbar, erfüllt sie also dieses Ziel?

Mario Nette
 

kridlon

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Hallo Mario Nette,
das merkst Du spätestens dann wenn Dir ein Arbeitsvertrag zur Unterschrift vorgelegt wird.
Unterschreibst Du diesen, bist damit in den 1. Arbeitsmarkt integriert. Du hast nun einen zeitlich befristeten Arbeitsplatz im 1. Markt.

Gruß
Kridlon
 
S

Sissi54

Gast
Hallo Mario Nette !

Welch ein Glück, 1.Arbeitsmarkt !

Wenn das klappt, das kostet eine Runde Selters ! :icon_party:
 

kridlon

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Oder Du hinterlässt einen so schlechten Eindruck, das der Träger/Arbeitgeber Dich nicht nimmt. Also viel Fragen.
So mir ergangen bei Transfer. Nachdem mir klar wurde das ich bei denen einen Arbeitsvertrag unterschreiben sollte, sagte ich dem Angestellten: Dann sind wir ja Kollegen. Was Er bejahte. Er nahm dann einen Personalbogen zur Hand und fragte mich aus.
Welche Hobbys haben Sie denn. Wie meinen Sie jetzt, meine Antwort.
Er genervt: Was machen Sie denn so den ganzen Tag?
Ich lese viel im SGBII.
Das hat gereicht, bei Hobbys hat er einen Strich gemacht, den Bogen in die Ablage und seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Gruß
Kridlon
 
E

ExitUser

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1. Arbeitsmarkt?

Allerdings miserabel bezahlt mit mit einer drastischen Einschränkung: Es werden keine Abgaben zur Arbeitslosenversicherung übernommen.
Bei Vertragsablauf fällst Du automatisch wieder ins Alg II-Gefängnis, auf zur nächsten AGH-Runde.

Viele Grüße,
angel
 

kridlon

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Noch schlimmer, Nürnberger
Also da sitzen die AGH'ler beim BFZ in der Werkstatt und machen Beschäftigungstherapie (Blödsinn).
Es kam ein Anruf von einer Firma (Gebäudereinigung, Gartenarbeiten, Hausmeisterservice, Schneeräumen etc.). Draußen schneite es wie der Teufel, Firma kam mit dem Schneeschippen nicht nach. "Schicke uns mal 3 Leute zum Schnee räumen".
Achtung: Einsatz. Die machten sich zu Fuss auf den Weg zum Bahnhofsvorplatz und räumten bis Mittag. Was die Firma nun dem BFZ an Obulus zahlte, ist Geheim!
Und so geht das weiter. Mein Fuhrpark wäre zu waschen (10 LKW'S), eine Zwangsräumung steht an, wie brauchen Leute zum Möbel tragen. Für den Unternehmer herrliche Zeiten. 2€ die Stunde, immer da, kein Vertrag, kein Kündigungsschutz, kein Urlaub, keine Kranken. Das Risiko trägt das BFZ wenn niemand abgerufen wird und dieses Risiko wird durch die Förderung des 16a minimiert. Ist der HE dann noch etwas:icon_hug:und willig, keine Probleme. Selbst erlebt!
Sobald aber die Förderung ausläuft platzt die Blase wie bei den Banken.

Also, schick mir mol a por Brotwerscht.
 

kridlon

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Hallo Mario Nette !

Welch ein Glück, 1.Arbeitsmarkt !

Wenn das klappt, das kostet eine Runde Selters ! :icon_party:
Meines Erachtens gibt es keinen 1. und 2. Arbeitsmarkt. Das ist reine Rhetorik und Polemik. 99% sind für den 1. Arbeitsmarkt fahig. Hier wird nur die Schuld der Arbeitslosigkeit auf den HE abgewältzt. Es gibt keine Rationalisierung, in dem Falle auch keine Globalisierung. Du sebst bist Schuld, wen Du nach 2 Jahren keine Arbeit findest. Irgendwie liegt das in Deiner Persönlichkeit begründet. Dich müssen wir fit machen für den ersten Arbeitsmarkt!

Spinnen wir mal die Logik weiter. Mein ehemaliger Chef ruft mich an (13 Jahre dort gearbeitet): Horch , der iiiii ist in Rente gegangen, kannst Du morgen früh bei uns zu den alten Konditionen(12,57) wieder anfangen?
Ohh, Yeah! Ich hätte zwar einen kräftigen Muskelkater, das stecke ich aber weg.
Aber leider muss ich absagen, da mein SB mich für den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr für fähig hält und ich erst durch 3. Massnahmen soweit bin einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ich möchte mal den Richter sehen wie Er sich dazu verhält. Bin ich nun fähig einen Platz im 1. Arbeitsmarkt anzunehmen oder muss ich erst durch zig Massnahmen darauf vorbreitet werden?

Gruß
Kridlon
 

Kerstin_K

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Noch schlimmer, Nürnberger
Also da sitzen die AGH'ler beim BFZ in der Werkstatt und machen Beschäftigungstherapie (Blödsinn).
Es kam ein Anruf von einer Firma (Gebäudereinigung, Gartenarbeiten, Hausmeisterservice, Schneeräumen etc.). Draußen schneite es wie der Teufel, Firma kam mit dem Schneeschippen nicht nach. "Schicke uns mal 3 Leute zum Schnee räumen".
Achtung: Einsatz. Die machten sich zu Fuss auf den Weg zum Bahnhofsvorplatz und räumten bis Mittag. Was die Firma nun dem BFZ an Obulus zahlte, ist Geheim!
Und so geht das weiter. Mein Fuhrpark wäre zu waschen (10 LKW'S), eine Zwangsräumung steht an, wie brauchen Leute zum Möbel tragen. Für den Unternehmer herrliche Zeiten. 2€ die Stunde, immer da, kein Vertrag, kein Kündigungsschutz, kein Urlaub, keine Kranken. Das Risiko trägt das BFZ wenn niemand abgerufen wird und dieses Risiko wird durch die Förderung des 16a minimiert. Ist der HE dann noch etwas:icon_hug:und willig, keine Probleme. Selbst erlebt!
Sobald aber die Förderung ausläuft platzt die Blase wie bei den Banken.

Also, schick mir mol a por Brotwerscht.
Das hort sich ja fast an wie Zeitarbeit in Billigstvariante. Das wird mit Behinderten Menschen aber schwierig, die kann man oft nicht so variabel einsetzen, weil man ja jees Mal die individuellen Einschränkungen berücksichtigen muss.
 

kridlon

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Allerdings miserabel bezahlt mit mit einer drastischen Einschränkung: Es werden keine Abgaben zur Arbeitslosenversicherung übernommen.
Bei Vertragsablauf fällst Du automatisch wieder ins Alg II-Gefängnis, auf zur nächsten AGH-Runde.
Selbst Beiträge zur Alo Versicherung sind möglich. Die Förderdauer soll jedoch so angelegt werden das kein neuer Anspruch auf ALG I entsteht.
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...p16a-Leistungen-Beschaeftigungsfoerderung.pdf
Stopp geändert stimmt nicht. Sorry 1.6



Gruß
kridlon
 

kridlon

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Ist diese für mich vorgeschlagene AGH mit "Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt" beschreibbar, erfüllt sie also dieses Ziel?

Hallo Mario Nette,
frage doch bitte nochmal nach ob es sich bei dieser AGH (Entgeltvar.) um eine nach §16a geförderte Arbeit handelt und ob Du dabei einen Arbeitsvertrag unterschreiben sollst.

Ist das der Fall, könnte man beim SB einen Fehler sehen.

Gruß
Kridlon
 

ethos07

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nach nem :icon_pause::
Mario, ich glaub ihr liegt hier alle gaaaaanz falsch ... und du standst etwas auf dem Schlauch... denn was dir da angeboten wird, das dürfte doch wohl sein... ein ??? Na, rate dreimal - wir sind hier nämlich in Berlin - und was wird denn da an wundersamen Neuem gerade heftig im Sozialmarkt beworben ?? Richtig... es dürfte ein ÖBS sein! Für Mario - juhuuu!

Bezahlung ließe sich dann ja halbwegs sehen, jedenfalls für auf dem Papier zu "Hilfsarbeiter" umdefinierte Akademiker...

Denn beim Berliner ÖBS werden eben die Mittel aus § 16a und anderem so zusammengebaut, dass hinterher ein leicht anständiger Lohn entstünde. Zwar auch keine volle Sozialversicherung wie angel schon sage, also ohne Arbeitslosenversicherung. Doch zweifelsohne nach ALGII und Schikanen schon ne finazielle und häufig auch inhaltiche Zwischen-Erleichertung, klar . (Nicht umsonst fiebern hier in Berlin zur Zeit ganz viele Aktive auch aus den harztIV-gegnerischen Initativen nach einem Halm aus dieser neuesten Hartz IV-Erfindung.)


Doch zurück zu deinem potentiellen Arbeitgeber IBS. Der Name kam mir irgendwie bekannt vor:
Ggf. wirst du dort zwar auf dem Papier als Hilfsarbeiter geführt, aber da die IBS durchaus auch qualitativ Gehaltvolleres zu tun hat, werden sie dich dort mit Handkuss bestimmt für geistig Anspruchsvollers einsetzen wollen - oder sie wären ja schön blöd ;-).

Ich kam eben auf die Idee, etwas genauer diese IBS anzuschauen, weil ich mich unbestimmt erinnerte, dass mal eine Uniteilnehmerin, als ich sie später zufällig wieder antraf, erzählte, dass sie nun beim IBS in irgendeinem Forschungsprojekt zu Arbeitslosen als ABM arbeiten würde [- - und ihr doch dort empfohlen worden wäre, ausgerechnet diesen Aufsatz mal als gutes Beispiel zu lesen - - ]
Da dachte ich damals: Nu ja, diese IBS ist halt auch so ein Berliner Querbeet-Schlawinerträgergewächs, wo raffiniert der Teufel mit dem Belzebue tanzt.

Tja, Mario, da hat dir dein Jobcenter m.E. eine wirklich schwierige Entscheidungsknacknuss hingeworfen: Sie haben dich nämlich, wenn meine 7 Sinne mich nicht täuschen, eingeladen, eine halbechte Berufskarriere im 2. Arbeitsmarkt einzufädeln...
Vermutlich will dir dein Jobcenter damit gar nix Übles. Sondern ganz im Gegenteil. Zumindest so aus ihrer Sicht.

Und wie siehst du das Angebot inzwischen?

edit: ach ja, die ABMler-in damals war gar nicht glücklich über den Job, ich glaub, sie fand's ein Akademiker-Massenbilligstall und die Forschung nicht wirklich gut.Aber genaues weiß ich nicht mehr. Und es kann heute auch alles ganz anders sein.
 

ethos07

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Moin kridlon,

ja so halb anwesend - da nächste Woche gleich nochmals weg und vorher viel privaten Kram zu erledigen ;-).

Okay, diese Neufassung des § 16 a von April ist gewiss auch Grundlage hier für den ÖBS. Nur anders als in Bayern, wird in Berlin eben mit Mitteln aus anderen Töpfen die Bezahlung für die Beschäftigen direkt so aufgestockt, dass diese am Ende 1300,00 brutto haben. Damit lässt sich erstmal leben, nicht? Sofern man keine Familie zu versorgen hat etc..

Eine längerfristige strukturelle Lösung für die Probleme des konkurrenzgetriebenen Arbeitsmarktes ist das natürlich genauso wenig wie die anderen Behelfskonstrukte - aber etwas menschlicher für die Betroffenen natürlich schon.
(Das haben wir irgendwo im Off-Topic zur Berliner DiLi-Politik mal ausführlicher diskutiert.)
 

kridlon

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Hallo Ethos, freu mich wieder was von Dir zu hören.

Habe heute Nacht weitergemacht und bin auf einige ungereimtheiten gestossen.
Eigentlich dürfte dies nicht als AGH bezeichnet werden. Es ist eine mit
einem Beschäftigungszuschuss nach § 16a geförderte
Arbeit. Zu ersehen im Bundesgesetzblatt unter Punkt 5.

Aber wenn der Lohn passt, ich würds machen. Da sieht bei uns hier schlechter aus.
Gruß kridlon
 

ethos07

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Aha, dann kann es natürlich schon sein, dass ich mich getäuscht habe - und das Jobcenter-Angebot für Mario doch nur ne miese AHG /Entgeldvariante ist. Auch hier ist dieser von der DiLi vor allem vorangebrachte ÖBS ja keineswegs flächendeckend und das wird ihm auch breit vorgeworfen.
Aber hören wir erstmal dann wieder was Mario nun vorhat.
 

kridlon

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Nee,nee das passt schon.
Es kommt rein auf die Förderung nach 16a an.
Sollte es so gefördert sein, ist dem SB bei der Formulierung ein Fehler unterlaufen.
Bei mir zumindest verhält es sich so.

Hier noch für Mobydick: Auszug aus Arbeitshilfe AGH
B 7.2 Arbeitsgelegenheiten – Entgeltvariante
· § 16 Abs. 3 Satz 1 SGB II
· erweiterte Einsatzgebiete möglich
· sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
(1) Maßnahmecharakter
Es handelt sich um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, bei denen der Hilfebedürftige
das übliche Arbeitsentgelt an Stelle des Alg II erhält. Die Arbeiten müssen nicht zwingend im öffentlichen
Interesse liegen und / oder zusätzlich sein (Mischformen möglich).

Gruß
kridlon
 

kridlon

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So, an alle Diskutanten:
Hätten uns viel Zeit sparen können, hätte ich gleich die richtigen Links gefunden:

5) Die praktische Ausgestaltung von Arbeitsgelegenheiten
Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt drei grundsätzliche Varianten von
Arbeitsgelegenheiten.
5.1) Arbeitsgelegenheiten - Entgeltvariante
Für diesen Typus muss nicht unbedingt ein öffentliches Interesse und/oder
Zusätzlichkeit gegeben sein.
Es handelt sich in diesem Fall um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis
für das ein übliches Arbeitsentgelt anstelle des ALG II gezahlt wird.


5.2) Arbeitsgelegenheiten - ABM
Bei dieser Variante muss an der Tätigkeit ein „öffentliches Interesse“ bestehen und
die Arbeit muss „zusätzlich“ sein.
Es handelt sich dabei um eine arbeitsvertraglich besiegelte ABM, d.h. ein
sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, bei dem die Arbeitslosenversicherung
indes entfällt.
5.3) Arbeitsgelegenheiten - Mehraufwandsvariante
Auch bei dieser Variante muss an der Tätigkeit ein „öffentliches Interesse“ bestehen
und die Arbeit muss „zusätzlich“ sein.
Es handelt sich hier um ein so genanntes Sozialrechtsverhältnis. Die
Sozialversicherung besteht über den Bezug von Alg II. Ein Arbeitsvertrag wird nicht
geschlossen. Eventuell steht eine Eingliederungsvereinbarung im Hintergrund.
Durch die Ausübung der Tätigkeit werden Mehraufwendungen ausgelöst, die durch
eine angemessene Mehraufwandsentschädigung beglichen werden (s.u.).

aus:https://www.verdi.de/erwerbslose/ak...gelegenheiten/data/handlungshilfe_arbeitsgel_


und

aus:https://www.arbeitsagentur.de/zentr...tsarbeit/Publikation/pdf/Arbeitshilfe-AHG.pdf

Gruß
kridlon
 
S

Sissi54

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Hallo !

Das alles rechtfertigt nicht solch einen unqualifizierten
Vermittlungsvorschlag, wogegen auf jeden Fall erst einmal vorgegangen werden muss.
 

kridlon

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Aber es beweist meine Behauptung das AGH mit Entg. und AGH mit MAE unterschiedlich sind.
Somit wäre eine Abwehr mit der Begründung der Job sei nicht zusätzlich ein Eigentor. Und das wollen wir doch vermeiden.
Im übrigen wenn Ethos recht hat, würde ich an Stelle von Mario Nette mir das überlegen und erst nachfragen was die zahlen.
Gruß
kridlon
 

redfly

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Seit 2 Monaten ist mein Ein-Euro-Job beendet. Ich war im Empfang einer Essener Fachstelle für Gemeinwohlarbeit (ich weiß, toller Name) eingesetzt. Mit den Festangestellten bin ich super klargekommen. Über den Job konnte ich mich nicht beklagen. Ich verurteile zwar selbst diese Art der „Beschäftigung“, aber manchmal bleibt einem ja gar keine andere Wahl. Und immer zu klagen ist bestimmt auch nicht der richtige Weg.

Die "Kollegen" wollten mich am letzten Tag gar nicht gehen lassen. Sie konnten auch nicht verstehen, warum ich vom Beschäftigungsträger nicht übernommen wurde. Versprechungen wurden vorher keine gemacht, dass muss ich hier ganz deutlich erwähnen.

Am Dienstag bekam ich einen Anruf von meiner zuständigen Fachkraft. Von ihr wurde ich während des Ein-Euro-Jobs betreut. Sie hat mir angeboten, in der Entgeltvariante dort weiter zu arbeiten. Der Verdienst liegt bei 1.250 Euro Brutto aus EU-Mittel. Muss das Jobcenter da eigentlich zustimmen, oder kann der Beschäftigungsträger darüber frei entscheiden?

Das ganze hört sich erstmal nicht schlecht an, vielleicht besteht sogar die Möglichkeit später vom Beschäftigungsträger übernommen zu werden. Was meint ihr? Für mich wäre es schon ein Traum dort zu arbeiten.
 

kridlon

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Hallo,
na das ist doch Super.
Der Träger regelt das sicher mit der Arge. Er muss ja die Förderung beantragen. Da wird schon was gelaufen sein, wenn er Dir das anbietet.
1250.-, das sind über 920.- Netto und der Job hat Dir gefallen.
Glückwunsch
 

Mario Nette

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Da das ja nur eine Maßnahme ist: Wie schaut es denn aus mit einem Wechsel, wenn ich während des Verlaufs einen Arbeitgeber finde, der mich unbedingt haben will und dessen Angebot mich interessiert? Darf ich dann einfach sagen: "Chef, ab nächste Woche bin ich nicht mehr da?" Ich frage das, weil Chef ja eine Förderung erhält und diese sicherlich an etwaigen Zielvorgaben der BA festgemacht ist.

Mario Nette
 
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