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Agenda-Jahr 2010 - mit neuen Reformen gegen die Jobkrise?

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Deutschland im Agenda-Jahr 2010: Vor fünf Jahren trat das Hartz-IV-Gesetz in Kraft. Die Bilanz der unter Rot-Grün verabschiedeten Reform bleibt umstritten. Für die einen gilt sie als Job-Wunder, das den Arbeitsmarkt auch in der Krise robust gemacht hat, für die anderen vor allem als Armutsfalle. Gestritten wird auch darüber, ob die Regelsätze erhöht werden müssen - oder vielmehr deutlich gekürzt, verknüpft mit mehr Zuverdienstmöglichkeiten.
Wie hat Hartz IV das Land und den Arbeitsmarkt verändert? Welche Maßnahmen braucht es künftig, um der drohenden Jobkrise zu trotzen? Ist die Agendapolitik besser als ihr Ruf oder bringt sie noch mehr Menschen in prekäre Arbeitsverhältnisse, aus denen ein sozialer Aufstieg kaum mehr möglich ist?
DasErste.de - [Anne Will] - Agenda-Jahr 2010 - mit neuen Reformen gegen die Jobkrise?

Das Thema diskutieren Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Johannes Vogel (FDP), der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz, Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverband und der Gewerkschaftschef Klaus Wiesehügel.
Simulationswirtschaftsweise gegen Realwirtschaft?


Abstimmung (Ergebnis)
Was soll nach fünf Jahren mit Hartz IV passieren?

Das ist eine Armutsfalle und gehört abgeschafft.
70,11 %

Hartz IV läuft gut und sollte so fortgeführt werden
22,99 %

Keine / andere Meinung.
6,9 %
 
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Arbeitministerin Ursula von der Leyen (CDU) Wer nicht arbeiten will, soll härter bestraft werden

Sanktionen sollen konsequenter angewendet werden

10.01.2010 - 15:17 UHR
Von Paul Ronzheimer und Stephanie Jungholt

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (59, CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Sanktionen gegen arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger konsequenter anzuwenden.

Von der Leyen sagte in einem BILD-Interview: „Wir werden bei der Reform der Jobcenter darauf hinwirken, dass die Sanktionen, die wir haben, auch in allen Kommunen genutzt werden. In einigen funktioniert das schon gut, in anderen nicht.“

Die Arbeitsministerin kündigte an, künftig genauer hinzusehen, wenn jemand nicht arbeiten wolle. Von der Leyen sagte weiter: „Wir werden es nicht akzeptieren, wenn jemand ohne nachvollziehbaren Grund nicht oder nur wenige Stunden arbeitet.“

Nach dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers sprach sich von der Leyen im Interview ausdrücklich für Reformen bei Hartz IV aus. Rüttgers habe „Recht mit seinen Beispielen“, sagte die Arbeitsministerin zu BILD. „Wir brauchen keine Totalveränderung. Ich möchte in meiner Amtszeit aber verbessern, was bei Hartz IV zu hastig umgesetzt wurde, wo Menschen durchs Netz gefallen sind.“
Bundesarbeitministerin Ursula von der Leyen (CDU): Härte Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger - Politik - Bild.de
 

Hungrig

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Für die einen gilt sie als Job-Wunder, das den Arbeitsmarkt auch in der Krise robust gemacht hat, für die anderen vor allem als Armutsfalle.
Na klar, für die, die daran so richtig verdienen, dass die Leute für nen Hungerlohn arbeiten, oder für die Armutsindustrie, diese Leute würden auf andere Art wohl auch nichts verdienen.
Zu dieser Frau ist wohl nichts zu sagen.
 
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Da sagt die Dame u.a. auch folgendes:

Umso wichtiger sei es jetzt, „den Arbeitsmarkt neu zu beleben und neue Jobs zu ermöglichen“ ...
Nur ist dies eine Phrase, die schon ihre Vorgänger abgesondert haben.

Um den Arbeitsmarkt zu beleben, braucht es für die Unternehmen z.B. Aufträge. Das hat Frau von der Leyen ja auch gut erkannt.

„Die Kurzarbeit wird nicht verdecken, dass es in einigen Betrieben zu Entlassungen kommen wird, wenn keine Aufträge reinkommen." ...
Wenn aber schon in den Kommunen selbst Aufträge vorwiegend an Träger von 1€-Maßnahmen, Köln ist hier ja auch sehr gut in der Praxis, vergeben werden, bleibt es nicht aus, dass Firmen in Konkurs gehen und Arbeitsplätze vernichtet werden. Unnötig zu erwähnen, dass Kommunalpolitiker "höheren Ranges" auch Gesellschafter solcher Träger sind ...

Die Menschen haben also nur sehr geringe Chancen, wieder einen Job zu finden, von dem sie leben können.
 
E

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Deutlich wird das an „Maßnahmen zur Aktivierung Erwerbsloser“, wie z. B. die eher sinnlosen Bewerbungstrainings für Langzeiterwerbslose. Man lernt, wie man Bewerbungen schreibt und Bewerbungsmappen erstellt, ungeachtet der Tatsache, daß eine „tolle Bewerbung“ allein noch nicht zu einem Arbeitsplatz verhilft. Um einen der wenigen begehrten Jobs zu bekommen, genügt die schöne Präsentation auf 100-g-Papier nicht. In den allermeisten Fällen fehlt es den Bewerbern an der Qualifikation, oder sie haben oftmals zu viel an Lebensjahren. Wer einige Jahre nicht mehr im erlernten Beruf tätig war, hat viele Veränderungen nicht mitbekommen. Einige Neuerungen können sich die Erwerbslosen zwar durch eigenständige Weiterbildung selbst beibringen, ohne Zertifikat oder staatlichen Abschluss wird das hinzuerworbene Wissen aber nicht anerkannt. Die Politik setzt trotzdem auf Bewerbungstrainings statt auf effektive Weiterbildung bzw. Ausbildung bzw. Umschulung von noch ungelernten Erwerbslosen. Lieber werden massenhaft Erwerbslose durch die „Erweiterung der Marktchancen“, also Ein-Euro-Jobs und andere Maßnahmen in berufsfremden Bereichen zum Hilfsarbeiter „gebildet“. Daß es hier in Deutschland bereits Millionen von ungelernten Hilfsarbeitern gibt, stört weder die Politiker noch Bürger. Hinzu kommen die für Erwerbslose nutzlosen Arbeitsgelegenheiten, welche vor allem für die Betriebe gewinnbringend sind. Diese besetzen frei werdende Stellen durch Ein-Euro-Jobber, statt ehemals reguläre Arbeitsplätze an sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer zu vergeben.

..

Die Regierung(en) erkannte das anscheinend und startete mehrere „Kampagnen“, die zum Einen der arbeitenden Bevölkerung einredete, das man anscheinend nur durch eine Arbeit „zur Gesellschaft“ gehörte und zum Anderen lieferte sie gleich dazu auch noch die passenden „Sündenböcke“, die „saufenden, rauchenden, faulen und auf dem Sofa liegenden Erwerblosen“, der sich „lieber Flatscreen TV’s kauften und kästenweise Bier konsumieren, aber nicht arbeiten wollen“, dazu noch ein paar „Beispiele“ und immer wieder das herunterbeten von „20% Leistungsmissbrauch“, das aber nie bewiesen wurde.
Dies schien das Volk wieder zu beruhigen und hinderte sie erneut daran, nachzudenken, denn gleichzeitig erklärten viele Politiker in Interviews und „Talkshows“, das „die Kosten für Soziales enorm gestiegen sind“.

..

Die immer wiederkehrenden Forderungen von Instituten, Professoren und Wirtschaftsweisen nach einer Absenkung der Regelsätze des Arbeitslosengeldes II, da die Sozialleistungen zu hoch und somit kein Anreiz, eine Arbeit auch im Niedriglohnsektor anzunehmen bestehe, unterstützen auch nur die Taktik von Politik und Medien das Volk zu beruhigen, damit es nicht nachdenkt.
Es waren auch meist die selben Institute und Professoren die in den letzten Jahren fast freudestrahlend einen Aufschwung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt voraussagten. Wo dieser Aufschwung ankam, weiß man nicht, zumindest nicht beim einfachen Volk, dafür wurde es aber fast regelmäßig zum Monatsende beruhigt, indem man verkündete, dass die Arbeitslosigkeit wieder gesunken sei. Ebenso regelmäßig wurde verschwiegen, Was nicht erwähnt wurde, dass gleichzeitig immer mehr Menschen durch ihre Teilnahme an ausgewählten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik, Kranke, Vollsanktionierte (zu 100%) usw. durch die neue Zählmethode nicht mehr in den Statistiken auftauchen.
Was also hat Deutschland die Politik der letzten Jahre bis Jahrzehnte gebracht?
:cool: :icon_wink:
 
E

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Gast
Job Wunder? wo Bitte?

Karstadt pleite. Quelle pleite. Unternehmen nutzen alles aus was Sie können um Löhne zu drücken.

Und Ursula glaubt noch an das Märchen Jobs halten zu können die eh verloren sind.:icon_frown:

Zudem noch jetzt dieses Unrechtssystem aufrecht zu erhalten und zu "verbessern" ist geradezu realitätfern.

Einen Menschen seine Existenz zu nehmen gehört verboten und sollte nicht dazu genutzt werden einen menschen zur Arbeit zur peitschen.

Auch jemand der sich weigert ist ein Mensch dieser Gesellschaft. Und wie können Politiker sich anmaßen über ihn zu urteilen und ihn zu hängen? Hinter jedem Menschen steht ein Schicksal. Eine Geschichte.

Aber wenn Politiker nichtmals wissen wieviel ein einfaches Brötchen heutzutage beim Bäcker kostet (waren welche mit 5 cent dabei) dann sehe ich schon wie unfähig diese Regierung ist und sein wird.
 

Fortunatus

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Wirklich absolut zukunftsweisende Politik. Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen muss man nur stärker die Arbeitslosen bekämpfen, indem man sie konsequenter sanktioniert. Ist ja was ganz neues die Schuld für die Massenarbeitslosigkeit den Arbeitslosen in die Schuhe zu schieben. Die Idee hatte ja noch kein Vorgänger von ihr. Die Menschen einfach in unwürdige Arbeitsverhältnisse zwingen, der durchschnittliche BLÖD-Zeitungsleser kann dem sofort zustimmen. Ist ja auch ne Logik sich an den Ämtern zu orientieren, die viel sanktionieren, die sind anscheinend auf dem richtigen Weg und die weniger sanktionieren machen wohl was falsch. Wie üblich wird es bei den anstehenden Reformen nur darum gehen, dass angeblich sozial ist, was Arbeit schafft. Zwangsarbeit zu schlechtem Lohn und 1-Euro-Jobs sind defacto sozial und wer diese nicht annehmen will, der wird halt in Obdachlosigkeit und Not sanktioniert bis hin zu seinem hoffentlich baldigen Ende, damit der Statistik genüge getan wird.
 

Mario Nette

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Von der Leyen södert nur rum: Wie kann ich jemanden bestrafen, wenn er sagt: "Ich will nicht arbeiten, weil's keine Arbeit (für mich) gibt?" Und die Lösung ist nicht etwa, sinnlose Arbeit zu schaffen, sondern sinnlose Strafen abzuschaffen.

Mario Nette
 

michaelulbricht

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Wie kann Frau von der Leyen sagen das Sie jemanden bestrafen will der nicht arbeiten will.

Es gibt doch keine arbeitspflicht in D.
Es können die Leistungen verwehrt werden aber woher nimmt Sie sich dfas Recht jemanden bestrafen zu wollen?

Klaus
 
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Wie kann Frau von der Leyen sagen das Sie jemanden bestrafen will der nicht arbeiten will.

Es gibt doch keine arbeitspflicht in D.
Es können die Leistungen verwehrt werden aber woher nimmt Sie sich dfas Recht jemanden bestrafen zu wollen?

Klaus
Altbewährte Politikertradition.

"Die Politik hat niemals Schuld" immer nur die Anderen.

Gehört in die gleiche Reihe wie Koch, mit seinen "kriminellen Jugendlichen (natürlich ausländische/Migranten) und Anderem.

Die Politiker haben sich das Dilemma selbst gebaut und damit es nicht auffällt, wird eben auf jemandem anderen herumgehackt.

"Das Volk ist wieder zufrieden und denkt nicht weiter darüber nach".
 

Calexico

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Herr Franz hat gerade erzählt, daß es vor 30 jahren so wunderbare Jobs gab, die inzwischen wegrationalisiert wurden: Z.B. an der Tankstelle stehen und die Autofenster abwischen. Für solch tolle Jobs werden wir uns dann bedanken, weil wir dadurch wieder am Leben teilhaben:icon_kotz:
 

Mario Nette

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Heute stehen die Fensterwischer an den großen Kreuzungen und putzen für einen Hungerlohn. Und oftmals handelt es sich dabei um Papierlose.

Mario Nette
 

Erolena

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Es muss nach Strafe aussehen, denn immerhin gibt es noch das Grundgesetz.
(Menschenwürde, körperliche Unversehrtheit, usw.)

Erst wenn alle nicken, ja er hat es nicht anders verdient, dann lässt sich das Grundgesetz noch weiter unterhöhlen.

Ineressant, keine Frau als Verbandsvertreterin dabei.
Nur Frau Ministerin. Diese hält die Kommunen für unverzichtbar in der Arbeitsvermittlung.
Grund: Sie sind so kompetent bei der Schuldnerberatung, Kita-Frage, Drogenproblemen.

Was ist "Wirtschaftsweiser" eigentlich für eine Berufsangabe? (Herr Franz)
Oder Gewerkschaftschef Klaus Wiesehügel.
Immerhin sind wir hier im "Ersten", da kann man noch ein paar klare Aussagen erwarten (oder doch schon wie bei Astervox RT 7 ?).
Könnten wirklich einige annehmen, der Fernsehzuschauer ist überfordert, wenn er erfährt, dass Wiesenhügel der Vorsitzende der IG Bau ist? Oder soll er das lieber vorher nicht wissen, damit er sich nicht bei ARD über die Zusammensetzung der Diskussionsrunde beschwert. (IG Metall, verdi oder der DGB wären wahrscheinlich schon viel zu aufsässig.) Auch ein Jurist wäre doch hier angebracht.

Wer auf keinen Fall hier hingehört, ist ein Vertreter der Arbeitslosenverbände, -initiativen. Wäre ja noch schöner, wenn Martin oder ein anderer Aktivist im Fernsehen dabei sein dürfte.

"
..Wie hat Hartz IV das Land und den Arbeitsmarkt verändert? Welche Maßnahmen braucht es künftig, um der drohenden Jobkrise zu trotzen? Ist die Agendapolitik besser als ihr Ruf oder bringt sie noch mehr Menschen in prekäre Arbeitsverhältnisse, aus denen ein sozialer Aufstieg kaum mehr möglich ist?"
Quak, quak. Journalist möchte man sein.
 
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Also nach dem, was ich hier lese, hätten fritzi und ich diesen "Wirtschaftsweisen" schon vor einigen Tagen widerlegt.

:icon_party:
 

silver

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Ich fand die Sendung klasse.
Die zwei grauen Wölfe haben die Geiferer von der Leyen und Franz auflaufen lassen.
Lässig, cool und leicht herablassend. :icon_klatsch:
Die beiden haben sich mit ihrem Auftritt keinen Gefallen getan.
 

ShankyTMW

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Ich fand die Sendung klasse.
Die zwei grauen Wölfe haben die Geiferer von der Leyen und Franz auflaufen lassen.
Lässig, cool und leicht herablassend. :icon_klatsch:
Die beiden haben sich mit ihrem Auftritt keinen Gefallen getan.
Gehört ja eigentlich in den anderen Thread über die Sendung, aber da es nun mal hier ist:

In der Tat, das war ein Highlight. Dennohc hat es einen bitteren Beigeschmack wenn man Herrn Gewerkschaftsführer über ZAFs lamentieren hört und als sittenwiedrige Löhne und umgehung des Gesetzes nur die verhassten Kirchlichen ZAF Verträge anführt. Da vergeht es einen dann wieder schnell mit den grauen Wölfen, denn auch der DBG udn Verdi haben ausschließlich mit der Gesetzeslücke herumgespielt und sollten nicht so unschuldig tun.

Und den Herrn von der Wohlfahrt - ich will gar nciht Wissen inwieweit er Nutznießer von 1 EUR Kräften ist - auch wenn ich sofort unterstützen würde: Zeitarbeit gehört abgeschafft.

Im Grunde hat man sich nur als "glänzend" darstellen wollen und seine eigenen Verfehlungen mehr oder weniger schön überspielt.
 

Clint

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Allein sein letztes Statement gegen die Kümmererin als Arbeitsministerin läßt mich dem Gewerkschafter viel verzeihen.
Soviel Heuchelei zum Thema Zeitarbeit, 1-€ Jobs auf einen Haufen ist wirklich kaum erträglich, aber ach so charmant und ermutigended vorgebracht. Nur noch zu schlagen durch den Hinweis an die Eltern mit den 400-€ Jobs, wenn sie mehr als 900 verdienen, kriegten sie Kinderzuschlag. So viel Zynismus bei so viel Lächeln, ich hab die halbe Nacht Hamlet lesen müssen, um mich in eine Lage zu bringen, um morgens "früh aufstehen und arbeiten gehen" zu können. Elisabeth
 
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Soviel Heuchelei zum Thema Zeitarbeit, 1-€ Jobs auf einen Haufen ist wirklich kaum erträglich, aber ach so charmant und ermutigended vorgebracht.
Ja, das trifft es. Ich hielt die Dame schon als Familienministerin für brandgefährlich ...
 

HartzDieter

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Ja, da haben wir gestern endlich mal wieder zugesehen und jetzt werde ich aktiv, ziehe die Politmarionetten Leyen und Franz aus ihren sesseln und bringe sie in Begleitung des deutschen Volkes demokratisch in die Arge, wo sie ihre Anträge stellen können. :icon_mued:
 

Calexico

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Frau von der Leier ist untragbar und ein personifiziertes Brechmittel:icon_kotz:
 
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OFFENER BRIEF Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Leistungen nach SGBII bzw. Hartz IV und weiteres


Sehr geehrte Frau von der Leyen,

die Diskussion in der Talk-Show bei Anne Will in der ARD am 10.01.2010 war einfach unerträglich, wie auch Ihr Interview in der Bild-Zeitung. Wie schon andere Minister vor Ihnen als auch diverse andere Politiker und "Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten" wie u.a. der "Wirtschaftsweise" Wolfgang Franz werden die Verursacher der hohen Arbeitslosigkeit nicht müde, Ihr eigenes Unvermögen in übelster Hetze auf die Betroffenen abzuwälzen. Ein beliebtes Mittel hierbei ist immer wieder die Spaltung der Gesellschaft in Zahlende und Empfänger.

Spätestens seit dem Ende des sog. "Wirtschaftswunder" Ende der 60er Jahre ist die Arbeitslosigkeit stetig und rasant gestiegen. Seit mindestens dieser Zeit versprechen alle Politiker quer durch die neoliberale Parteienlandschaft immer wieder den Abbau der Arbeitslosigkeit. Den "Erfolg" der jahrzehntelangen Wirtschafts- und Sozialpolitik eben dieser neoliberalen Parteien gepaart mit der "guten Beratung" des Sachverständigenrates, der sog. Wirtschaftsweisen können wir eindrucksvoll erleben.

Wie wäre es denn, wenn Sie, Ihre Parteigenossen und ihre hochbezahlten Berater endlich einmal damit beginnen, die Zeit, die sie für die Hetze und Stiftung des sozialen Unfriedens aufbringen, dafür zu nutzen, den Bürgern und Wählern und insbesondere den Betroffenen nachhaltig, ausführlich und ohne die üblichen nebulösen Floskeln zu erklären, warum es ihnen in den letzten vierzig Jahren nur gelungen ist, die Arbeitslosigkeit zu steigern. Warum wir Dank der Wirtschafts- und Sozialpolitik als auch der Finanzpolitik der letzten vierzig Jahre ständig von einer Wirtschaftskrise in die nächste stolpern.

Es ist unerträglich ständig zu hören, man müsse den Arbeitslosen bzw. Hartz-IV Betroffenen "Arbeitsgelegenheiten" bieten, damit sie "sich verwirklichen können", "unter Menschen kommen" oder wieder "einen geregelten Tagesablauf" lernen. Dass die Menschen von der Arbeit menschenwürdig leben können und wollen, spielt hierbei für Sie und Ihre Experten eine untergeordnete Rolle. Der Slogan:"Wer vom Staat Leistungen bezieht, soll auch etwas dafür tun" ist grundsätzlich richtig. Aber bitte schön zu fairen Entlohnungen und nicht durch staatlich verordnete Umgehung des regulären Arbeitsmarktes, der Tarifautonomie und des Mindestlohnes. Arbeit muss sich lohnen !
Aktuelles

:icon_daumen:
 

HartzDieter

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Sehr guter Brief.

Ich habe diese Sendung gesehen und nach den Bauchschmerzen, die hatte ich wirklich, kann ich nur sagen: 'Es roch förmlich nach Filz und Lobbyismus'. Der letzte Frage-Satz an Zensursula in etwa: "Wollen sie ein ganzes Volk verarschen?" War etwas Balsam für meinen Magen und hat besser geholfen als das Pantozol.
 
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