AfA sagt ich habe psychische Probleme / Beschwerde / wie vorgehen?

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armwieinekirchenmaus

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Liebes Forum,

In der Vergangenheit hatte ich Widerspruch gegen meinen Ablehnungsbescheid für die Förderung einer Weiterbildung mit Bildungsgutschein gestellt.

In der Ablehnung heißt es nun (siehe Anhang):
Mithin hinterlässt der Widerspruchsführer bei Vorstellungsgesprächen den Eindruck, dass er psychische Probleme hat.

Darauf hin habe ich per Akteneinsicht mir sämtliche Aktenvermerke aushändigen lassen. Ein Arbeitgeber hat sich aufgrund des Vorstellungsgespräches negativ über mich geäußert (siehe Anhang):
AG hat den Eindruck dass Armwieinekirchenmaus emotional verletzt wurde und mehrere psychische Probleme momentan hat.
Ich beziehe ALG 1, psychische Probleme sind hier nicht förderlich.

Nun möchte ich gegen diese Lippenbekenntnisse vorgehen.
Der Vermerk und der Ablehnungsbescheid sollen gelöscht/geändert werden.

Wie?
Beschwerde?
Was soll ich schreiben?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Kirchenmaus
 

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Wutbuerger

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Antrag auf Löschung stellen , evtl gerichtlich- persönliche Einschätzung medizinischer Laien. prüfen wie weit die üble Nachrede erfüllt ist.
Wenn sie eine Beurteilung über die psychische Belastbarkeit haben wollen ehe sie der Weiterbildung zustimmen dann fordere sie auf den Test in Auftrag zu geben und verbitte dir Bewertungen von Hobby Psychologen in deiner Akte. Das gilt sowohl für AG als auch für SBchen.
 

armwieinekirchenmaus

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Antrag auf Löschung des Aktenvermerks an den SB?
Und
Antrag auf Löschung des Widerspruchbescheids an die Geschäftsstelle Operativer Service von der der Widerspruch stammt?

Antrag auf Beurteilung über die psychische Belastbarkeit durch den medizinischen Dienst an Widerspruchsstelle oder SB?

@Wutbürger
Unserer Meinung (Beistand und ich) sind es nur vorgeschobene Gründe um den Bildungsgutschein abzulehnen. Zwar ist der Bildungsgutschein eine Kann-Leistung, allerdings hatte ich meinen Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid sachlich und fachlich fundiert gut begründet.

Nachtrag
Ich überlege ob ich eine Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten des AG bzw. Eine Auskunft gemäß BDSG beim AG einfordere.

Üble Nachrede......
Hab mich geschwind ein wenig eingelesen. Der Tatbestand sollte erfüllt sein.
Hab ne Arbeits und Privat Rechtsschutz. Möglicherweise könnte ich das kostenfrei über die RS mit Hilfe vom RA abwickeln. Öffentliches Interesse besteht hier wohl nicht, daher im Wege einer Privatklage.

Ich warte mal das Feedback ab und informiere mich diesbezüglich. Danke.

Bevor ich diesen Weg gehe sollte ich dann wohl als erstes mein Auskunftsantrag gemäß BSDG beim AG einreichen.
 

Wutbuerger

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Soweit ich weiß sollen in Aktennotizen Fakten gespeichert werden und nicht Mutmaßungen , hier sogar von Dritten - wenn der AG behauptet du hättest gewirkt als wenn du psych. Probleme hättest.
Wenn sie die Umschulung daran scheitern lassen wollen dann kannst du ja vom SB verlangen das er den ÄD einschaltet um das beurteilen zu lassen.
 

Max555

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Ich weiss ja nicht, was von den in dem Schreiben behaupteten wahr ist, aber biete doch eine psychologische Untersuchung durch den AD an.
Hast Du tatsächlich verlangt, sofort nach Einstellung 4 Wochen Urlaub machen zu dürfen?
 

armwieinekirchenmaus

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Wutbuerger meinte:
Soweit ich weiß sollen in Aktennotizen Fakten gespeichert werden und nicht Mutmaßungen
Das ist korrekt. Habe ich so auch schon gelesen, weiß aber nicht wo es steht. Sucht und Krankheiten dürfen nicht protokolliert werden.

Max555 meinte:
Hast Du tatsächlich verlangt, sofort nach Einstellung 4 Wochen Urlaub machen zu dürfen?
Selbstverständlich nicht. Ich habe gefragt wie lange man in dieser Kanzlei Urlaub am Stück nehmen darf. Bei meinem alten AG waren es gemäß der Urlaubsregelung 4 Wochen.



Was soll schon bei einem Aktenvermerk voller Lippenbekenntnissen herauskommen
1 Der 6 Tage nach dem Vorstellungsgespräch erstellt wurde
2 Der AG 3 Tage vorher schon Kontakt mit der AfA Arbeitgeber-Service hatte.
3 Folglich ist der erste Satz des Aktenvermerke schon mal falsch.

4 Wie man auf dem 17 Mai kommt keine Ahnung.
5 Ich habe nur interessante Fragen gestellt hahaha, auf die der AG meistens keine Antwort hatte: Standardantwort des AG: Wie war das bei ihrem letzten AG?
6 Mein Vater prüft und aussortiert nicht die Stellenangebote (Er kennt lediglich einige der AG und kennt die schwarzen Schafe)
7 Probearbeit habe ich niemals abgelehnt, lediglich betont dass ich das mit der AfA klären muss
8 ich habe nach keinem Früchtekorb gefragt lol



Edit///////
Der Vollständigkeit halber hier noch mal der gesamte Ablehnungsbescheid im Anhang
 

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Texter50

Super-Moderation
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Und warum sollte sich der TE auf seinen gesitigen Zusstand untersuchen lassen?
Gehts noch? :icon_evil:

Weil ein Hobbypsychologe sich diverse Sätze aus der Akte zusammengeklaubt hat?
Die Angentur für Arbeit ist davon überzeugt - oder deren Schreiberling?
Wie oft haben wir hier schon die seltsamsten Dinge erlebt, in denen unbequeme Leute gerne auf die Psychoschiene abgeschoben werden? :biggrin:

Welche potentiellen Arbeitgeber haben denn nun genau was geschrieben?
Diese Art des Ausdrucks in dem Schreiben ist zwar geeignet, die Leuts zu diskreditieren, aber einen Sachverhalt beschreiben die nun wirklich nicht.
Auch kenne ich solche Formulierungen, wenn es darum geht, Leuten dummes Zeuch nachzusagen - nicht weil es stimm, sondern weil man denen was anhängen möchte. :icon_stop:
Und wer sich nicht mit einem Bescheid abfindet, der ist eben unbequem?

Für mich ist das nur verletzendes Dummzeuch, dass in einer Akte nicht zu stehen hat.
Da gehören Fakten rein.
Diese Fakten habe ich aber nicht gesehen, da alles zwischen den AGs und der AfA irgends nur per Telefon ablief?
Ansonsten müssten die Schreiben der AG doch zu finden sein?

Nicht umsonst raten wir den Leuten, keine gesundheitlichen Dinge im JC / bei der AfA anzusprechen, eben genau weil wir wissen, dass diese Sachen von den Hobbydoktoren (bei denen es dazu eben mangels Note im ABI / mangels ABI nicht dazu gereicht hat) schlicht ausgeschlachtet werden.
Sollte das hier nicht auch gelten?

Da geht ein Hobbypsychologe durch die Akten und wir raten dem TE, er soll sich untersuchen lassen?
NEVER EVER! :icon_stop:

Ich kenne den Teilnehmer.
Von psychischen Störungen habe ich nichts gemerkt.

Der TE sollte sich sachlich beim Chefffe des Schreiberlings beschweren.
Dabei sollten die schriftlichen Unterlagen nachgefagt werden, auf denen dieses Psychogutachten basiert.
Weiter sollte verlangt werden, dass der Wisch abgeändert - vielleicht sogar noch einmal überprüft wird.
Soweit ich weiß habe ich in einer HEGA gelesen, der persönliche Eindruck hat inne Akten nix zu schaffen.
Und davon hat auch noch keener - außer dem Schreiberling - nen Job bekommen. :biggrin:
 

Anna B.

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Hallo,

es ist tatsächlich so, dass die SB ein Arbeitsanweisung zu den Einträgen in Verbis haben...finde leider nur im Moment diese nicht.
In Verbis dürfen nur Fakten eingetragen und keine Mutmaßungen von den SB.

also muß das m.E. gestrichen werden.

schau mal hier: vielleicht findest du etwas dazu..
ich hab im Moment keine Zeit, dass durchzuforsten..

https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/dmsf/arbintfrau?folder_id=770
 

Anna B.

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so, ich habs doch noch gefunden... es geht nicht um den Text im Widerspruchsbescheid sondern um ggf. vorliegende Eintragungen in Verbis...



Zitat aus dem folgenden Link:


Die Eintragungen

  • müssen unabdingbar für die Aufgabenerledigung in der Vermittlung/Beratung notwendig sein
  • dürfen keine Vermutungen und nicht belegbare Wertungen sowie negative Kennzeichnungen enthalten, die den Betroffenen in seinem sozialen Ansehen benachteiligen, beispielsweise „vermutlich wegen mangelnder Leistungsfähigkeit/Einsatzbereitschaft gekündigt worden“ bzw. „schwieriger Vermittlungsfall, Eindruck Alkoholiker.“


https://www.arbeitsagentur.de/web/c...il/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI431207
 

armwieinekirchenmaus

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Ich habe da mal - wie beim Fernsehkochen - was vorbereitet:

Fachaufsichtsbeschwerde gegen Herrn xxx
Fachaufsichtsbeschwerde gegen Frau xxx
Antrag auf Löschung des Verbis Aktenvermerks vom 28.04.2016 von Frau xxx
Antrag auf Löschung des Widerspruchbescheids vom 28.06.2019 von Herrn xxx

Antrag auf erneute Prüfung meines Widerspruchs vom 21.06.2016


Sehr geehrte Damen und Herren,

dem Ablehnungsbescheid vom 28.06.2016 (Anlage 1) von Herrn xxxxxxxx entnehme ich folgendes:

„Die Agentur für Arbeit ist davon überzeugt, dass nicht seine Kenntnisse für das Nichtzustandekommen eines neuen Arbeitsverhältnisses maßgebend sind. Vielmehr liegt es in der Person des Widerspruchsführers, dass die potentiellen Arbeitgeber Abstand von einer Einstellung des Widerspruchsführers nehmen.“

„Rückmeldungen verschiedener potenzieller Arbeitgeber äußerten, dass das Verhalten des Widerspruchsführers sehr auffällig gewesen sei.“

„So fragte er zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch, ob der Arbeitgeber kostenfrei Getränke und Obstkörbe bereitstelle.“

„Weiterhin gab er seine Telefonnummer nicht bekannt.“

„Mithin hinterlässt der Widerspruchsführer bei Vorstellungsgesprächen den Eindruck, dass er psychische Probleme hat.“


Dem Verbis Aktenvermerk von Frau xxxxxxx vom 28.04.2016 entnehme ich folgendes:

„Frage AG nach Probearbeit lehnt er erst einmal ab“

„Vermittlelt Frau S. eindeutig dass er nicht arbeiten will – schiebt Gründe vor.“

„Frau S. hat den Eindruck dass er emotional verletzt wurde und mehrere psychische Probleme momentan hat.“


Gemäß HEGA 10/07- 07 - Beachtung des Sozialdatenschutzes in den IT-Verfahren der BA – GA SGB II Nr. 26 vom 20.10.2007; Gültig bis: 31.12.2016 ist zu entnehmen:

„1.2 Eintragungen in der Vermittlung und Beratung

Für die Aufnahme von Feststellungen in das IT-Verfahren VerBIS gelten – wie bereits in früheren Weisungen geregelt – insbesondere folgende Grundsätze:

Die Eintragungen
•müssen unabdingbar für die Aufgabenerledigung in der Vermittlung/Beratung notwendig sein
•dürfen keine Vermutungen und nicht belegbare Wertungen sowie negative Kennzeichnungen enthalten, die den Betroffenen in seinem sozialen Ansehen benachteiligen, beispielsweise „vermutlich wegen mangelnder Leistungsfähigkeit/Einsatzbereitschaft gekündigt worden“ bzw. „schwieriger Vermittlungsfall, Eindruck Alkoholiker.“

2.2 Eintragungen zu Diagnosen/Krankheiten/funktionsbezogenen Behinderungen

Medizinische Diagnosen, physische und psychische Erkrankungen oder festgestellte funktionsbedingte Behinderungen dürfen nur dann in IT-Verfahren (mit Ausnahme im IT-Verfahren coMed und DELTA NT) festgehalten werden, wenn sie eine Eingliederung in den Zielberuf oder eine bestimmte Ausbildung erheblich erschweren bzw. einschränken.“



Über die Stellungnahme des Widerspruchsbescheids, insbesondere des gesamten Verbis Aktenvermerkes bin ich sehr empört. Es handelt sich bei dem Verbis Aktenvermerk um Halbwahrheiten bzw. Lippenbekenntnisse, auch im Sinne der üblen Nachrede.

Schon der erste Satz des Aktenvermerks entspricht nachweislich nicht der Wahrheit.

Bitte übersenden Sie mir das ärztlich erstellte Gutachten auf das sich Ihre Aussage über meinen psychologischen Gesundheitszustand stützt.

Ich stelle ausdrücklich Antrag auf erneute Prüfung meines Widerspruchs vom 21.06.2016.

Für die Stellungnahme meines Schreibens und Bearbeitung meiner Anträge setze ich Ihnen eine angemessene Frist von zwei Wochen bis zum 04.08.2016.

Mit freundlichen Grüßen

Armwieinekirchenmaus



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AfA Armwiekirchenmaushausen
 

gila

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Dazu würde ich noch die "Rückmeldungen verschiedener potenzieller Arbeitgeber" (müssen ja dann MEHRERE sein!) verlangen - und ankündigen, dass dagegen privatrechlich vorgegangen wird und der Tatbestand von übler Nachrede geprüft wird.

Den AG, der dir dieses Pamphlet ausgestellt hat, ebenso anschreiben, die Fakten klar stellen - zunächst davon freundlicherweise ausgehen, dass es sich hier nur um eine "Verwechslung" der Personen handeln kann - Klärung verlangen, Berichtigung und auffordern, derartige kompromittierende Rückmeldungen seitens der Personalabteilung an eine Behörde künftig zu unterlassen - Bundesdatenschutz einschalten zur Prüfung, ob derartige Meldungen an die AfA überhaupt abgegeben werden DÜRFEN!!!

Termin setzen - anschließend mit Einstweiliger Verfügung drohen!
 
E

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In Ergänzung zum bisher Gesagten noch folgende Info, damit besser nachvollziehbar ist, wie es kommt, dass solche Vermerke entstehen, auch wenn sie laut BA-eigener Vorgaben nicht entstehen dürften:

Es stimmt, dass in den VerBIS-Vermerken keine Mutmaßungen stehen dürfen, sondern nur neutrale, objektivierbare Fakten. So zumindest die Theorie, die in der Praxis permanent ignoriert wird.

Denn zum einen ist es natürlich in Teilen immer interpretationsoffen, was Mutmaßung und was Fakt ist. Immerhin muss zunächst mal alles, was vermerkt wird, durch den "Wahrnehmungsfilter" desjenigen, der es vermerkt. Da ist IMMER Subjektivität im Spiel. Des Weiteren haben wir es in der BA bzgl. des Sozialdatenschutzes mit einer recht ausgeprägten Widersprüchlichkeit zu tun.

Einerseits wird einem in BA-Schulungen erklärt, dass und wie objektivierbare Fakten zu vermerken sind. Andererseits wird aber - in den gleichen Schulungen und in der Praxis - gelehrt und erwartet, dass man sehr wohl solch subjektive Eindrücke festhält (z.B. im Profiling oder in der Dokuimentenverwaltung), sofern die Behauptungen potentiell sanktionsrelevant sein könnten bzw. sich - wie im obigen Fall - geeignet erweisen könnten, ein FbW-Ersuchen o.ä. abzulehnen.

Der obige Vermerk ist, das weiß ich aus meiner Erfahrung als Arbeitsvermittler, leider nichts Besonderes. Das heißt NICHT, dass er zulässig wäre. Das ist er - folgt man den BA-eigenen Vorgaben - nicht. Aber streng genommen entspricht kaum je ein Vermerk in VerBIS den BA-eigenen Vorgaben (und das weiß und duldet die BA auch).

Denn zwischen Papier (darf man nicht vermerken) und Vorgesetzten-Erwartung (Vermerk alles, was du in die Finger bekommst), besteht ein Widerspruch, der sich nicht auflösen lässt (sofern man weilter dem Job nachgehen will). U.a. dieser Widerspruch (und viele weitere) waren es ja auch, die z.B. Frau Hannemann bewegten, dagegen öffentlich aufzubegehren.

Man muss dazu wissen, dass die von Anna B. zitierte HEGA zum Sozialdatenschutz in Folge von Beschwerden und Problematisierungsbekundungen durch Datenschutzbeauftragte ergangen sind. Will heißen: Die BA hat solch eine HEGA erlassen, weil sie sie erlassen musste.

In der Praxis wird vielen Mitarbeitern durch mündliche Anweisungen aber auch klargemacht, dass man durchaus subjektive Eindrücke vermerken soll (also die eigene HEGA ignorieren muss!), nur dass man sich eben nicht bei erwischen lassen soll bzw. das besser in dem Reiter "Profiling" vermerkt, wo man es immer wieder löschen kann (anders als in Vermerken, die fest im System sind).

Nur zur praktischen Hilfestellung @armwieeinekirchenmaus

Dass dich dieser Vermerk, der eine rein subjektive Einschätzung ist, verärgert, kann ich verstehen. Ich wäre auch darüber empört, wenn ein SB, die mich gar nicht kennt, solch abwertende Bemerkungen schreibt, die auch noch fast jeder seiner Kollegen lesen kann. Wäre ich "Kunde" (das Wort ist gerade bei so einem Vermerk doppelt verhöhnend), würde ich ich mich auch beschweren und darauf drängen, dass das gelöscht bzw. korrigiert wird.

Es gibt abgesehen von dem Dokument, auf das Anna B. verweist, noch ein internes BA-Dokument, das ich hier nicht hochladen werde (ich war mal bei der BA beschäftigt und habe damals eine Erklärung unterschrieben, interne Dokumente nicht weiterzugeben, daher meine Zurückhaltung). Aber ich kann dir versichern, dass im BA-Internat eine Arbeitshilfe zu finden ist, die sich "Sozialdatenschutz im Zusammenhang mit der Erfassung sensibler Daten und Veröffentlichung von Bewerberdaten in der JOBBÖRSE" nennt (Version 13.02 vom 19.08.2013).

Darin heißt es in Punkt 3, S. 6-7 (Rotdruck von mir):

"Eintragungen in den Eingabefeldern im Fachverfahren VerBIS sind nur zulässig, wenn sie für die Aufgabenerledigung in der Vermittlung/ Beratung bzw. Integrationsarbeit unabdingbar erforderlich sind. Unabdingbar erforderlich für die Aufgabenerledigung sind Angaben immer dann, wenn im jeweils konkreten Einzelfall die Aufgaben ohne sie nicht, nicht vollständig oder nicht in rechtmäßiger Weise erfüllt werden können. Es genügt insoweit nicht, dass die Daten zur Aufgabenerledigung zweckdienlich oder geeignet sind. Nicht ausreichend ist auch, dass die Einzelangaben das Bild nur abrunden oder als Hintergrundinformation „nützlich“ sind. Es muss vielmehr unmöglich sein, die Aufgabe ohne die entsprechende Angabe ordnungsgemäß zu erfüllen.

Bereits die Tatsache, dass jemand erkrankt ist und/ oder sich in ärztlicher Behandlung befindet, unterliegt dem strafbewehrten Schutz des § 203 StGB. Es handelt sich um Tatsachen, die als Privatgeheimnis einzustufen sind. Die Weitergabe an Dritte ist nur statthaft, wenn eine Offenbarungsbefugnis besteht (in der Regel nur schriftliche Schweigepflichtentbindungserklärung). Dritte sind dabei nicht nur Stellen außerhalb der BA, son-dern im Falle des § 203 StGB auch Mitarbeiter/innen der BA, die für die Bearbeitung des Falles nicht zuständig sind. Bei der Dokumentation solcher Sachverhalte ist daher darauf zu achten, dass diese nur in Datenfeldern erfolgt, die nicht generell und überregional zugänglich sind.

Ferner ist zu beachten, dass der Umstand, ob jemand vermittlungsrelevante gesundheitliche Einschränkungen (z.B. eine Alkoholabhängigkeit oder eine psychische Erkrankung) hat, in der Regel nur aufgrund medizinischer oder psychologischer Gutachten zweifelsfrei beurteilt werden kann. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen daher Diagnosen oder die Art/ Ursache einer Krankheit nicht erfasst werden, vielmehr sind nur Aussagen über funktionsbezogene gesundheitliche Einschränkungen oder das konkrete Beschwerdebild (z.B. Rückenschmerzen o.ä.) zulässig. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen auf Gutachten oder ähnliche aussagefähige medizinische Unterlagen zu verweisen. [...]

Es sollen nur objektivierbare Tatsachen, nicht Vermutungen oder persönliche Schlussfolgerungen bzw. Werturteile erfasst werden. Dies schließt eine Erfassung von Meinungsverschiedenheiten in sachlich objektiver Form grundsätzlich jedoch nicht aus. Angaben bzw. Hinweise zur Beweissicherung bei Meinungsverschiedenheiten sind nicht im IT-Verfahren VerBIS zu erfassen. Außerdem dient das IT-Verfahren nicht dazu, Anweisungen für den Fall eines Zuständigkeitswechsels oder subjektive, persönliche Ein-schätzungen über die betroffene Person an Kolleginnen/Kollegen weiterzugeben. Bei der Nutzung des Verfahrens ist zu beachten, dass Betroffenen gemäß §§ 83, 84 SGBX jederzeit das Recht zusteht, Auskunft - auch in Form von Ausdrucken - über die über ihn gespeicherten Daten zu verlangen."

 

noillusions

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Antrag auf Löschung des Aktenvermerks an den SB?
Und
Antrag auf Löschung des Widerspruchbescheids an die Geschäftsstelle Operativer Service von der der Widerspruch stammt?

Antrag auf Beurteilung über die psychische Belastbarkeit durch den medizinischen Dienst an Widerspruchsstelle oder SB?

@Wutbürger
Unserer Meinung (Beistand und ich) sind es nur vorgeschobene Gründe um den Bildungsgutschein abzulehnen. Zwar ist der Bildungsgutschein eine Kann-Leistung, allerdings hatte ich meinen Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid sachlich und fachlich fundiert gut begründet.

Nachtrag
Ich überlege ob ich eine Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten des AG bzw. Eine Auskunft gemäß BDSG beim AG einfordere.

Wieso überlegt du so eine Untersuchung? Wenn man sich gesund fühlt geht man, ausser Vorsorge, nicht zu ne Untersuchung. Das verlangen höchstens die, die am deiner Gesundheit zweifeln. Es kann aber gut sein das dich das jc pack dahin treibt um diese Einträge auch"objektiv" zu machen. Und das meine ich wirklich so, denn per gutachten fixierte Dinge sind deutlich schwieriger zu ändern als solche Einträge da. Und die jc afa Ärzte und Psychologen sind nicht unabhängig. Die haben einen ausprägt negativ Blick auf die betroffenen. Fa kam man nur mit Beistand hin. Am besten noch Beistand ist auch Arzt oder Psychologe. Und wen du Fan auf die frage nach psychische Probleme mit nein antwortest schreiben die nur ins Gutachten dass du angibst keine zu haben und lassen sich ein Hintertürchen offen. Meiner Meinung nach solltest du softer fragen bei den zaffen nicht so detailliert sondern allgemeiner.zum Bsp. ob es ergänzende Regelungen neben denen des bundesurlaubsgesetzes gibt statt kann man Urlaub am Stück nehmen.leider kommt vieles bei ag's s nicht nur schlecht an sondern sie verstärken dass dann auch auch noch ggü den jc und das Ergebnis sind so ne Einträge. Und bei einem Gutachten droht die so ein Eintrag in "groß", Fa fällt man so gut wie immer vom Stuhl wen man so ein Gutachten dann liest und denkt sich um was für ein Monster geht es denn da? Das bin ich nicht! Je teurer feiner angestrebt Weiterbildung ist umso wahrscheinlicher ist das du zu so einer Untersuchung hingetrieben wirst wenn die wirklich überlegen dir das zu genehmigen.
 
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Gast
Wieso überlegt du so eine Untersuchung? Wenn man sich gesund fühlt geht man, ausser Vorsorge, nicht zu ne Untersuchung.

Vermutlich will er dahin gehen, um die Aussage zu entkräften und gutachterlich feststellen zu lassen, dass er eben keine psychischen Probleme hat, wodurch die vom Vermittler getätigte Aussage, ihm aufgrund der behaupteten Probleme den BGS zu verweigern, nicht mehr greifen würde. Das ist meiner Meinung nach durchaus sinnvoll!

Das verlangen höchstens die, die am deiner Gesundheit zweifeln.

Wenn man einen Bildungsgutschein will, ist es in fast allen AA und JC normal, dass man - sofern die angestrebte FbW mehr als 5000 € kostet - zum psychologischen Dienst geschickt wird. Zumindest dann, wenn die FbW nicht gleich im Vorfeld schon abgelehnt wird, wie im vorliegenden Fall. Da sehe ich keine Alternative zum PG.

Und die jc afa Ärzte und Psychologen sind nicht unabhängig. Die haben einen ausprägt negativ Blick auf die betroffenen.

Das wird hier im Forum gerne mal behauptet, aber das kann ich in keiner Weise bestätigen. In ihrer Begutachtung sind die Psychologen sehr wohl unabhängig (im Sinne von: Nicht dahin getrimmt, ein bestimmtes Wunschergebnis zu produzieren). Wenn der Vermittler den Berufspsychologischen Service (BPS) einschaltet, läuft es derart, dass er über VerBIS eine Einschaltung vornimmt, indem er auf "Begutachtung" klickt und kurz im Freitextfeld eine Zielfrage formuliert.

Zumeist lautet die Zielfrage in etwa so: "Der Kunde möchte eine FbW im Bereich XYZ machen. Es soll gutachterlich festgestellt werden, ob der Kunde die Fähigkeiten mitbringt, um die FbW erfolgreich zu bestehen. Auch soll festgestellt werden, ob in der Person des Kunden liegende Gründe eventuell dagegen sprechen, eine FbW zu gewähren."

Nur diese Zielfrage - und nichts weiter - erhält dann der Psychologe als Information. Da gibt es kein Gemauschel und keine internen Absprachen von Vermittler und Psychologe. Es gibt auch keine Vorgaben, dass "Kunden" schlechter beurteilt werden sollen als sie sind. Das wäre auch gar nicht möglich, denn die psychologischen Test sind normiert und hochvalidiert. Die BA verwendet u.a. diesen hier. Da erreicht man die festgelegte Punktzahl beim Lösen der Aufgaben, oder man erreicht sie nicht.

Du kannst dir ja mal ein solches psychologisches Gutachten anschauen (du hast ein Anrecht darauf, dass es dir ausgehändigt wird - allerdings nicht vom Vermittler, sondern nur vom BPS direkt). Auf dem Gutachten steht ganz oben die Zielfrage des Vermittlers, darunter dann schreibt der Psychologe, welche Ergebnisse in den Tests der Kunde erreicht hat (z.B. steht da dann durchschnittlich, überdurchschnittlich oder weit über-/unterdurchschnittlich).

Und der Psychologe führt ein Gespräch, bei dem er sich einen Eindruck vom Kunden und von dessen psychologischer Verfasstheit macht. Mehr nicht! Etwaige psychische Erkrankungen kann - und darf - der Psychologe der BA dabei gar nicht beurteilen (außer er hat eine therapeutische Zusatzqualifikation/Approbation).

Der Psychologe hat auch keinerlei Order, irgendwie Gelder einzusparen. Er begutachtet einfach und teilt die Ergebnisse mit. Letztlich entscheidet dann der Vermittler, denn das psychologische Gutachten ist für den NICHT bindend. Es soll lediglich eine Entscheidungshilfe sein.

Je teurer feiner angestrebt Weiterbildung ist umso wahrscheinlicher ist das du zu so einer Untersuchung hingetrieben wirst

Warum auch nicht! Was soll daran verkehrt sein. Eine Umschulung zum Metallbauer zum Beispiel kostet über 25.000 €. Die wird aus Steuergeldern finanziert. Da ist es doch völlig legitim, dass zuvor durch einen psychologischen Test abgeklärt wird, ob derjenige, der die absolvieren will, geeignet ist. Das ist in vielen Berufen ja auch nicht anders. Wer z.B. eine Ausbildung oder ein Studium im ÖD machen will, hat auch solch einen Test zu absolvieren. Wer das BA-Trainee-Programm durchläuft, muss ebenfalls eine mehrstündige psychologische Begutachtung über sich ergehen lassen.
 

armwieinekirchenmaus

Elo-User*in
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191
Ich habe mal mein Schreiben überarbeitet. Mit der Bitte um Prüfung.
Danke.

Fachaufsichtsbeschwerde gegen Herrn xxx
Fachaufsichtsbeschwerde gegen Frau xxx

Antrag auf Löschung des Verbis Aktenvermerks vom 28.04.2016 von Frau xxx
Antrag auf Löschung des Widerspruchbescheids vom 28.06.2019 von Herrn xxx
Behelfsweise beantrage ich bis zur Löschung o.g. Anträge die Sperrung

Antrag auf Übersendung des ärztlich erstellten Gutachtens auf das sich die AfA beruft

Antrag auf erneute Prüfung meines Widerspruchs vom 21.06.2016


Sehr geehrte Damen und Herren,

dem Ablehnungsbescheid vom 28.06.2016 (Anlage 1) von Herrn xxxxxxxx entnehme ich folgendes:

  • „Die Agentur für Arbeit ist davon überzeugt, dass nicht seine Kenntnisse für das Nichtzustandekommen eines neuen Arbeitsverhältnisses maßgebend sind. Vielmehr liegt es in der Person des Widerspruchsführers, dass die potentiellen Arbeitgeber Abstand von einer Einstellung des Widerspruchsführers nehmen.“
  •  „Rückmeldungen verschiedener potenzieller Arbeitgeber äußerten, dass das Verhalten des Widerspruchsführers sehr auffällig gewesen sei.“
  •  „So fragte er zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch, ob der Arbeitgeber kostenfrei Getränke und Obstkörbe bereitstelle.“
  •  „Mithin hinterlässt der Widerspruchsführer bei Vorstellungsgesprächen den Eindruck, dass er psychische Probleme hat.“

Dem Verbis Aktenvermerk von Frau xxxxxxx vom 28.04.2016 entnehme ich folgendes:

  • „Frage AG nach Probearbeit lehnt er erst einmal ab“
  •  „Vermittlelt Frau S. eindeutig dass er nicht arbeiten will – schiebt Gründe vor.“
  •  „Frau S. hat den Eindruck dass er emotional verletzt wurde und mehrere psychische Probleme momentan hat.“
Alleine schon der erste Satz des Verbis Aktenvermerks entspricht nachweislich nicht der Wahrheit.



Gemäß HEGA 10/07- 07 - Beachtung des Sozialdatenschutzes in den IT-Verfahren der BA – GA SGB II Nr. 26 vom 20.10.2007; Gültig bis: 31.12.2016 ist zu entnehmen:

„1.2 Eintragungen in der Vermittlung und Beratung

Für die Aufnahme von Feststellungen in das IT-Verfahren VerBIS gelten – wie bereits in früheren Weisungen geregelt – insbesondere folgende Grundsätze:

Die Eintragungen
•müssen unabdingbar für die Aufgabenerledigung in der Vermittlung/Beratung notwendig sein
•dürfen keine Vermutungen und nicht belegbare Wertungen sowie negative Kennzeichnungen enthalten, die den Betroffenen in seinem sozialen Ansehen benachteiligen, beispielsweise „vermutlich wegen mangelnder Leistungsfähigkeit/Einsatzbereitschaft gekündigt worden“ bzw. „schwieriger Vermittlungsfall, Eindruck Alkoholiker.“

Weiter verweise ich auf die interne Arbeitshilfe "Sozialdatenschutz im Zusammenhang mit der Erfassung sensibler Daten und Veröffentlichung von Bewerberdaten in der JOBBÖRSE" (Version 13.02 vom 19.08.2013).

Darin heißt es in Punkt 3, S. 6-7:
"Eintragungen in den Eingabefeldern im Fachverfahren VerBIS sind nur zulässig, wenn sie für die Aufgabenerledigung in der Vermittlung/ Beratung bzw. Integrationsarbeit unabdingbar erforderlich sind. Unabdingbar erforderlich für die Aufgabenerledigung sind Angaben immer dann, wenn im jeweils konkreten Einzelfall die Aufgaben ohne sie nicht, nicht vollständig oder nicht in rechtmäßiger Weise erfüllt werden können. Es genügt insoweit nicht, dass die Daten zur Aufgabenerledigung zweckdienlich oder geeignet sind. Nicht ausreichend ist auch, dass die Einzelangaben das Bild nur abrunden oder als Hintergrundinformation „nützlich“ sind. Es muss vielmehr unmöglich sein, die Aufgabe ohne die entsprechende Angabe ordnungsgemäß zu erfüllen.

Bereits die Tatsache, dass jemand erkrankt ist und/ oder sich in ärztlicher Behandlung befindet, unterliegt dem strafbewehrten Schutz des § 203 StGB. Es handelt sich um Tatsachen, die als Privatgeheimnis einzustufen sind. Die Weitergabe an Dritte ist nur statthaft, wenn eine Offenbarungsbefugnis besteht (in der Regel nur schriftliche Schweigepflichtentbindungserklärung). Dritte sind dabei nicht nur Stellen außerhalb der BA, sondern im Falle des § 203 StGB auch Mitarbeiter/innen der BA, die für die Bearbeitung des Falles nicht zuständig sind. Bei der Dokumentation solcher Sachverhalte ist daher darauf zu achten, dass diese nur in Datenfeldern erfolgt, die nicht generell und überregional zugänglich sind.

Ferner ist zu beachten, dass der Umstand, ob jemand vermittlungsrelevante gesundheitliche Einschränkungen (z.B. eine Alkoholabhängigkeit oder eine psychische Erkrankung) hat, in der Regel nur aufgrund medizinischer oder psychologischer Gutachten zweifelsfrei beurteilt werden kann. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen daher Diagnosen oder die Art/ Ursache einer Krankheit nicht erfasst werden, vielmehr sind nur Aussagen über funktionsbezogene gesundheitliche Einschränkungen oder das konkrete Beschwerdebild (z.B. Rückenschmerzen o.ä.) zulässig. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen auf Gutachten oder ähnliche aussagefähige medizinische Unterlagen zu verweisen. [...]

Es sollen nur objektivierbare Tatsachen, nicht Vermutungen oder persönliche Schlussfolgerungen bzw. Werturteile erfasst werden. Dies schließt eine Erfassung von Meinungsverschiedenheiten in sachlich objektiver Form grundsätzlich jedoch nicht aus. Angaben bzw. Hinweise zur Beweissicherung bei Meinungsverschiedenheiten sind nicht im IT-Verfahren VerBIS zu erfassen. Außerdem dient das IT-Verfahren nicht dazu, Anweisungen für den Fall eines Zuständigkeitswechsels oder subjektive, persönliche Einschätzungen über die betroffene Person an Kolleginnen/Kollegen weiterzugeben. Bei der Nutzung des Verfahrens ist zu beachten, dass Betroffenen gemäß §§ 83, 84 SGBX jederzeit das Recht zusteht, Auskunft - auch in Form von Ausdrucken - über die über ihn gespeicherten Daten zu verlangen."


Über die Stellungnahme des Widerspruchsbescheids, insbesondere des gesamten Verbis Aktenvermerkes bin ich sehr empört. Es handelt sich bei dem Verbis Aktenvermerk um Halbwahrheiten bzw. dieser entspricht nicht den Tatsachen.

Der Ablehnungsbescheid wird auf Grundlage des Verbis Aktenvermerks und den darin enthaltenen Halbwahrheiten bzw. den nicht den Tatsachen entsprechenden Schilderungen getroffen und begründet.

Die Agentur für Arbeit bezieht sich auf: "Rückmeldungen verschiedener potenzieller Arbeitgeber" Ich beantrage die detaillierte Benennung der Rückmeldungen verschiedener potenzieller Arbeitgeber und deren Aussagen. Ich behalte mir vor ggf. privatrechtlich gegen diese vorzugehen und auch den Tatbestand der üblen Nachrede rechtlich prüfen zu lassen.

Die Agentur für Arbeit schreibt: „Mithin hinterlässt der Widerspruchsführer bei Vorstellungsgesprächen den Eindruck, dass er psychische Probleme hat.“

Ich beantrage die detaillierte Benennung der Vorstellungsgespräche und deren detaillierte Inhalte. Ich behalte mir vor privatrechtlich hiergegen vorzugehen und auch den Tatbestand der üblen Nachrede rechtlich prüfen zu lassen.

Ich beantrage die Übersendung des ärztlich erstellten Gutachtens auf das sich die Aussage über meinen psychologischen Gesundheitszustand der Agentur für Arbeit stützt.

Die Agentur für Arbeit schreibt: „Die Agentur für Arbeit ist davon überzeugt, dass nicht seine Kenntnisse für das Nichtzustandekommen eines neuen Arbeitsverhältnisses maßgebend sind. Vielmehr liegt es in der Person des Widerspruchsführers, dass die potentiellen Arbeitgeber Abstand von einer Einstellung des Widerspruchsführers nehmen.“
Ich beantrage die detaillierte Benennung der Arbeitgeber und deren detailliert geäußerten Schilderungen. Ich behalte mir vor privatrechtlich gegen die Arbeitgeber vorzugehen und auch den Tatbestand der üblen Nachrede rechtlich prüfen zu lassen.

Ich stelle ausdrücklich Antrag auf erneute Prüfung meines Widerspruchs vom 21.06.2016.

Für die Stellungnahme meines Schreibens und Bearbeitung meiner Anträge setze ich Ihnen eine angemessene Frist von zwei Wochen bis zum 04.08.2016.

Eine Beschwerde beim zuständigen Bundesdatenschutzbeauftragten behalte ich mir vor.

Mit freundlichen Grüßen

Armwieinekirchenmaus



Verteiler
BMAS
AfA Regionaldirektion
AfA Operativer Service Armwiekirchenmaushausen
AfA Kundenreaktionsmanagement
AfA Datenschutzbeauftragter
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe mal mein Schreiben überarbeitet. Mit der Bitte um Prüfung.

Du kannst das Schreiben durchaus so abschicken. Es liest sich plausibel und ist sachlich verfasst. Persönlich würde ich, wenn ich so ein Schreiben verfasste, es aber weder Fachaufsichtbeschwerde nennen, noch es an mehrere Stellen (Verteiler) senden. Aber das ist lediglich eine persönliche Vorliebe, die ich auch begründen will:

Bei Worten wie "Fachaufsichtbeschwerde" ist die Reaktion oft, dass abgeblockt wird und dass sich die Vorgesetzten demonstrativ hinter die Mitarbeiter stellen (die ja nur umsetzen, was ihre Vorgesetzten verlangen). Ich würde das Schreiben daher neutraler "Antrag auf erneute Prüfung der Förderanfrage (FbW) aufgrund haltloser Mutmaßungen" o.ä. titulieren.

Dein primäres Ziel ist ja, den BGS zu erhalten und den Vermerk getilgt zu bekommen. Beim Wort "Fachaufsichtbeschwerde" ist die Reaktion aber oft eine Jetzt-müssen-wir-unsere-Mitarbeiter-verteidigen-Haltung, die mitunter gerade kein Entgegenkommen/Stattgeben des Ersuchens seitens der zuständigen Führungskräft bewirkt, sondern nur plakatives Mein-Mitarbeiter-hat-alles-richtig-gemacht-Geschwurbel.

Es lässt sich in der AA auch niemand davon beeindrucken, dass das Schreiben an mehrere Instanzern geht. Denn die SB/TL/Gf wissen, dass alle genannten Instanzen dieses Schreiben in der Regel nicht inhaltlich zur Kenntnis nehmen, sondern zwecks Bearbeitung an die lokale AA weiterleiten (wie der Prozess in etwa funktioniert, siehst du in diesem Thread).

Du erhöhst durch dieses Anschreiben unterschiedlicher Stellen nicht den Druck, sondern verursachst mitunter sogar, dass du später eine Antwort erhälst. Das deswegen, weil diejenigen, die deinen Beschwerde bearbeiten (KRM, TL und Datenschutzbeauftragter), nun auch noch mit den anderen genannten Stellen korrespondieren müssen. Es reicht völlig aus, dieses Schreiben an die zuständige AA, z.B. z.Hd. des Geschäftsführers, zu senden. Der (bzw. dessen Vorzimmerdame) leitet es dann an den zuständigen TL, den Datenschutzbeauftragten und den KRM weiter.

Eine Fristsetzung bis zum 04.08. wird dir übrigens vermutlich nix bringen, zumal die interne Bearbeitung (Zurkenntnsnahme, Abstimmung einer Reaktion, Formulierung dieser) bis zum 04.08.16 vermutlich nicht erfolgen wird. Aber es schadet auch nix, dennoch eine Frist zu setzen (würde ich auf drei Wochen erhöhen).

Das Dokument, welches ich zitiert habe, findet man übrigens auch im Internet (falls du alles noch mal alles dort nachlesen willst). Siehe hier (15tes Dokument von oben in der Liste). Halt und mal auf dem Laufenden, was bei rauskommt. Das interessiert mich.
 

noillusions

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Vermutlich will er dahin gehen, um die Aussage zu entkräften und gutachterlich feststellen zu lassen, dass er eben keine psychischen Probleme hat, wodurch die vom Vermittler getätigte Aussage, ihm aufgrund der behaupteten Probleme den BGS zu verweigern, nicht mehr greifen würde. Das ist meiner Meinung nach durchaus sinnvoll!

Ey BurnsTorn! Wenn dir wer sagt du bist ein Kiffer, reißt du dir dann ein Büschel Haare aus und läßt das auf Drogen testen, und erzählst dem Verleumder dann stolz "Guck her ich bin drogenfrei, hier der Befund!"? Das ist eine selbst herbeigeführte Beweislastumkehr. Und im Fall von @armwieeinekirchenmaus ist das noch kritischer weil eine Beurteilung nicht so klar ist wie ein Laborbefund. Da kann die Maus hier aber Schwierigkeiten kriegen.


Wenn man einen Bildungsgutschein will, ist es in fast allen AA und JC normal, dass man - sofern die angestrebte FbW mehr als 5000 € kostet - zum psychologischen Dienst geschickt wird. Zumindest dann, wenn die FbW nicht gleich im Vorfeld schon abgelehnt wird, wie im vorliegenden Fall. Da sehe ich keine Alternative zum PG.
Das kann sein, aber vllt. kommt die Maus drumrum.

Das wird hier im Forum gerne mal behauptet, aber das kann ich in keiner Weise bestätigen. In ihrer Begutachtung sind die Psychologen sehr wohl unabhängig (im Sinne von: Nicht dahin getrimmt, ein bestimmtes Wunschergebnis zu produzieren).
Da bin ich skeptisch.

Wenn der Vermittler den Berufspsychologischen Service (BPS) einschaltet, läuft es derart, dass er über VerBIS eine Einschaltung vornimmt, indem er auf "Begutachtung" klickt und kurz im Freitextfeld eine Zielfrage formuliert.

Zumeist lautet die Zielfrage in etwa so: "Der Kunde möchte eine FbW im Bereich XYZ machen. Es soll gutachterlich festgestellt werden, ob der Kunde die Fähigkeiten mitbringt, um die FbW erfolgreich zu bestehen. Auch soll festgestellt werden, ob in der Person des Kunden liegende Gründe eventuell dagegen sprechen, eine FbW zu gewähren."

Nur diese Zielfrage - und nichts weiter - erhält dann der Psychologe als Information. Da gibt es kein Gemauschel und keine internen Absprachen von Vermittler und Psychologe. Es gibt auch keine Vorgaben, dass "Kunden" schlechter beurteilt werden sollen als sie sind. Das wäre auch gar nicht möglich, denn die psychologischen Test sind normiert und hochvalidiert. Die BA verwendet u.a. diesen hier. Da erreicht man die festgelegte Punktzahl beim Lösen der Aufgaben, oder man erreicht sie nicht.

Du kannst dir ja mal ein solches psychologisches Gutachten anschauen (du hast ein Anrecht darauf, dass es dir ausgehändigt wird - allerdings nicht vom Vermittler, sondern nur vom BPS direkt). Auf dem Gutachten steht ganz oben die Zielfrage des Vermittlers, darunter dann schreibt der Psychologe, welche Ergebnisse in den Tests der Kunde erreicht hat (z.B. steht da dann durchschnittlich, überdurchschnittlich oder weit über-/unterdurchschnittlich).

Und der Psychologe führt ein Gespräch, bei dem er sich einen Eindruck vom Kunden und von dessen psychologischer Verfasstheit macht. Mehr nicht! Etwaige psychische Erkrankungen kann - und darf - der Psychologe der BA dabei gar nicht beurteilen (außer er hat eine therapeutische Zusatzqualifikation/Approbation).
Ich hab den Zauber durch und wurde von der Psycho-Tucke auf meine Skepsis und das Misstrauen gegenüber den Behörden angesprochen und diese Worte waren in den Gesprächsvermerken der SB drin dier ich bei einer Akteneinsicht gesehen hatte. Ich nicht von mir aus Misstrauen oder Skepsis erwähnt. Auf Erwähnung einer längerdauernden Krankheit vor Jahren machte sie dann gekünsteltes Mitleid und fragte mich nach psychischen Problemen. "Nein" wollte sie von mir hier anscheinend nicht hören und fragte mich noch zwei mal ob nicht doch psychische Probleme hätte. Im Gutachten das ich mir dann mal habe geben lassen stand dann aber nur drin dass ich angab keine psychische Probleme zu haben. Die Verbindung der Wörter vom SB von Misstrauen und Skepsis mit der Psycho-Tucke war bestimmt kein Zufall, da gab es sicher einen Info-Austausch in dieser Richtung.
Das war aber noch nicht alles. Selbst die Fragen in dem Test sind nicht neutral. Da wird gefragt ob man bereit wäre seine Eltern zu pflegen wenn es mal anstünde (=> können wir den in die Hungerlohnbranche Altenpflege abschieben? Die Altenpflegehelfer-Ausbildung ist so schön billig und geht schnell) oder ob man Probleme mit Staubigen Lagerhallen hätte (=>können wir den in die Hungerlohnbranche Lagerlogistik abschieben? Ausbildung dauert nicht lang, Ausbildung nicht schwierig, die Kandidaten fallen nicht so oft durch). Es könnte ja auch gefragt werden ob man gerne bastelt (Handwerker - geeignet? Naja besser nicht, die Ausbildung dauert und ist anspruchsvoller, da könnten verstärkt welche durchfallen) oder ob man Angst am Steuer hat (Wenn nicht, könnte der Berufskraftfahrer werden... Ach besser nicht, Führerscheine sind teuer)


Der Psychologe hat auch keinerlei Order, irgendwie Gelder einzusparen. Er begutachtet einfach und teilt die Ergebnisse mit. Letztlich entscheidet dann der Vermittler, denn das psychologische Gutachten ist für den NICHT bindend. Es soll lediglich eine Entscheidungshilfe sein.
Direkt natürlich nicht. Aber dadurch dass sie sich voll auf die Schwächen ihrer Opfer konzentrieren und wahrscheinlich auch sollen, schreiben sie sie dann runter und der Effekt ist dann, das die SB sagen der ist ja so schlecht dem können wir maximal diesen oder jenen Job lernen lassen (natürlich die Hungerlohnberufe die im Bildungszielplan stehen, so passend gemacht was eigentlich nicht passt.). Es ist im Grunde nichts anderes als das was die SB sonst machen: nämlich die Leute schlecht schreiben. Geht ja auch nicht anders, denn wenn sie die Leute nicht schlecht schreiben, würden sie ja gefragt, warum sie es nicht schaffen diese Helden zu vermitteln, da das doch Top-Leute sind.

Warum auch nicht! Was soll daran verkehrt sein.
Ich schrieb nur dass das so gemacht wird

Eine Umschulung zum Metallbauer zum Beispiel kostet über 25.000 €. Die wird aus Steuergeldern finanziert. Da ist es doch völlig legitim, dass zuvor durch einen psychologischen Test abgeklärt wird, ob derjenige, der die absolvieren will, geeignet ist. Das ist in vielen Berufen ja auch nicht anders. Wer z.B. eine Ausbildung oder ein Studium im ÖD machen will, hat auch solch einen Test zu absolvieren. Wer das BA-Trainee-Programm durchläuft, muss ebenfalls eine mehrstündige psychologische Begutachtung über sich ergehen lassen.
Diverse Maßnahmen die mir mal angeboten wurden kamen alle ohne PG oder ÄD aus. Aber für eine Umschulung sollte das komplette Programm fällig sein. Dabei sind einige dieser Sinnlos-Massnahmen auch nicht grade billig.

Das runterschreiben im PG hat seine Entsprechung in den Verbis - Einträgen wo sich die SB austoben.

Das Abchecken in den Testfragen für die Hungerlohnbranchen hat seine Entsprechung in der Vermittlung zu VV für ZAF.

Mich wundern die vielen schlechten Erfahrungen auch hier im Forum mit den gemachten Sondereinheiten von AfA/JC nicht. Kann ich leider alles bestätigen.

@armwieeinekirchenmaus sollte sich die Akteneinträge vom SB genau ansehen, um sich drauf einstellen zu können womit ihn der Psych-Trupp evtl. grillen wird bei einem möglich Verhör.

Bitte demnächst nicht in Zitate schreiben.
Das könnte dazu führen, dass sich diese Beiträge dann in Luft auflösen!
Hab Dank für Dein Verständnis: Texter50
 

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Ergänzend zu BurnsTorn, der sich programmtechnisch sehr gut auszukennen scheint, möchte ich noch erwähnen, dass der BPS so gut wie keine Verbis-Zugriffsrechte hat. Gesprächsvermerke können definitiv nicht eingesehen werden.
Die bekommen echt nur die Fragestellung und das war's. Eure Panikmache von wegen Austausch über einzelne Leute ist einigermaßen übertrieben. Ich will nicht ausschließen, dass sowas vorkommen kann, aber es ist sicherlich nicht die Regel...
 

AnonNemo

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armwieinekirchenmaus meinte:
in dieser Kanzlei
:icon_eek: etwa eine Anwaltskanzlei?

Was ist das für ein Idiot, dass er sich zu solchen Aussagen hinreißen lässt, oder hat sich SB da etwas aus den Fingern gesogen?

Im ersten, noch netten, Schritt würde ich versuchen direkt bei diesem Arbeitgeber anzufragen, was er zu diesem Beratungsvermerk meint.

Das BDSG würde ich erst später ins Spiel bringen, wenn sich der Arbeitgeber sträubt.

armwieinekirchenmaus meinte:
Der 6 Tage nach dem Vorstellungsgespräch erstellt wurde
Im Gesprächsvermerk steht eindeutig; [SB] hatte heute ein 2-stündiges Gespräch!

armwieinekirchenmaus meinte:
Mein Vater prüft und aussortiert nicht die Stellenangebote
Woher hatte der Arbeitgeber, bzw. - wenn es eine alleinige Unterstellung von SB war - SB, diese Information?
So eine Information gibt man eigentlich niemandem.

Was soll die Aussage im Widerspruchsbescheid?
(...) Abstriche gegenüber den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten hinnimmt. Die Förderung der angestrebten Maßnahme ist daher nicht erforderlich, zumal der angestrebte Qualifizierungsnachweis keinen wesentlichen Vorteil für eine Einstellung (...) mit sich bringt.
So wie ich es lese, bist du noch im ALG1 ... da musst du keine (zu großen) Abstriche gegenüber den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten hinnehmen!!!
[Btw] Warum eigentlich Mehrzahl bei den Tätigkeiten? Im Widerspruchsbescheid wird dir vorgeworfen, dass du nur eine Stelle nach der Ausbildung hattest ... Diese Information musst du mir nicht unbedingt geben! [/Btw]
UND, auch ein unwesentlicher Einstellungsvorteil ist zu nutzen.
Nicht umsonst wird immer von; Fördern und Fordern, gesprochen :icon_motz:!
 

armwieinekirchenmaus

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BurnsTorn meinte:
(wie der Prozess in etwa funktioniert, siehst du in diesem Thread).
Kenn ich doch schon ;)
BurnsTorn meinte:
Halt und mal auf dem Laufenden, was bei rauskommt.
Habe ich vor. ;)
noillusions meinte:
@armwieeinekirchenmaus sollte sich die Akteneinträge vom SB genau ansehen, um sich drauf einstellen zu können womit ihn der Psych-Trupp evtl. grillen wird bei einem möglich Verhör.
Beim letzten Termin haben wir (Beistand und ich) kurzfristig Einsicht genommen. Ausdruck liegt uns vor.
Wer denen die fehlende Angabe der Telefonnummer mitgeteilt, weiß ich ebenfalls.
_______
Die AfA weiß nur von einem konkreten detaillierten Vorstellungsgespräch, nämlich dem vom Aktenvermerk. Im Ablehnungsschreiben ist dann halt mal einfach so die Anzahl derer gestiegen. Um die Aussagekraft zu steigern.
______

noillusions meinte:
Mich wundern die vielen schlechten Erfahrungen auch hier im Forum mit den gemachten Sondereinheiten von AfA/JC nicht. Kann ich leider alles bestätigen.
Mit meiner INGA Intensivbetreuung selbst habe ich noch keine negative Erfahrung gemacht. Allerdings möchte ich anmerken, dass ich einen wirklich kompetenten erfahrenen Beistand habe. Das kommt mir definitiv zu Gute.

AnonNemo meinte:
etwa eine Anwaltskanzlei?
Steuerberater ;)
AnonNemo meinte:
oder hat sich SB da etwas aus den Fingern gesogen
Möglich, denke aber eher weniger. Wahrscheinlicher ist für mich, dass Infos vom AG verdreht oder überspitzt wurden.

Mein persönlicher Verbis Aktenvermerke über das Vorstellungsgespräch wäre: treudoof, weiß auf die meisten Fragen keine Antworten.
Ich kam mir vor wie der erste Bewerber überhaupt.

AnonNemo meinte:
Zitat von armwieinekirchenmaus
Der 6 Tage nach dem Vorstellungsgespräch erstellt wurde
Im Gesprächsvermerk steht eindeutig; [SB] hatte heute ein 2-stündiges Gespräch!

Vorstellungsgespräch am 22-06-2016
Absage am 25-06-2016
Erstelldatum Aktenvermerke 28-04-2016

Absage AG am 25-06-2016 meinte:
Sehr geehrte Kirchenmaus,
ich habe mich gerade beim Arbeitsamt informiert [....]
Hiermit möchte ich Ihnen eine Absage erteilen.

AnonNemo meinte:
Woher hatte der Arbeitgeber, bzw. - wenn es eine alleinige Unterstellung von SB war - SB, diese Information?
So eine Information gibt man eigentlich niemandem.
Ich habe möglicherweise im Vorstellungsgespräch erwähnt, dass mein Vater aufgrund seines Berufes die "schwarzen Schafe" kennt. Sie (den AG) kenne er nicht. Daraus wurde die Aussage mir unterstellt.

AnonNemo meinte:
Was soll die Aussage im Widerspruchsbescheid?
Zitat:
(...) Abstriche gegenüber den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten hinnimmt. Die Förderung der angestrebten Maßnahme ist daher nicht erforderlich, zumal der angestrebte Qualifizierungsnachweis keinen wesentlichen Vorteil für eine Einstellung (...) mit sich bringt.
Da hat der SB gepennt. Ergänze ich noch in meinem Schreiben. Ich arbeitete immer die gleiche Tätigkeit gemäß meiner Ausbildungsqualifizierung.
dass du nur eine Stelle nach der Ausbildung hattest
Ausbildung, nach der Ausbildung noch 2 Monate im Ausbildungsbetrieb, danach zwei AG, dann arbeitslos. Also zwei Stellen.

Ich vermute, dass die Abstriche auf das Gehalt abzielen.
In der Vergangenheit war mal ne Anhörung wegen zu hohem Gehalt. Wurde aber fallen gelassen.

zumal der angestrebte Qualifizierungsnachweis keinen wesentlichen Vorteil für eine Einstellung (...) mit sich bringt
Gemäß Jobbörse und meiner erstellten Statistik habe ich mit der Weiterbildung eine 320% höhere Vermittlungschance, aufgrund der höheren Anzahl an Stellen.

gila meinte:
Den AG, der dir dieses Pamphlet ausgestellt hat, ebenso anschreiben, die Fakten klar stellen - zunächst davon freundlicherweise ausgehen, dass es sich hier nur um eine "Verwechslung" der Personen handeln kann - Klärung verlangen, Berichtigung und auffordern, derartige kompromittierende Rückmeldungen seitens der Personalabteilung an eine Behörde künftig zu unterlassen - Bundesdatenschutz einschalten zur Prüfung, ob derartige Meldungen an die AfA überhaupt abgegeben werden DÜRFEN!!!

Termin setzen - anschließend mit Einstweiliger Verfügung drohen!

Im ersten, noch netten, Schritt würde ich versuchen direkt bei diesem Arbeitgeber anzufragen, was er zu diesem Beratungsvermerk meint.
Das BDSG würde ich erst später ins Spiel bringen, wenn sich der Arbeitgeber sträubt.

Danke für eure Hilfe.
Ich habe das Schreiben vorbereitet. Würde es so wegschicken.
Sehr geehrte Frau xxx

Ich habe am 22.04.2016 ein Vorstellungsgespräch bei Ihnen wahrgenommen.

Am 25.04.2016 habe ich eine Absage von Ihnen erhalten. Sie schrieben mir außerdem, dass Sie am 25.04.2016 mit der Agentur für Arbeit telefoniert haben.

Ich habe Einsicht in meine Akten bei der Agentur für Arbeit genommen und einen sehr negativen, meine Person kompromittierenden, Aktenvermerkt über das unsere Vorstellungsgespräch vorgefunden.

Unser Gespräch dauerte ganze 2 Stunden, Sie zeigten mir noch am Ende die Büroräume und meinen ggf. zukünftigen Arbeitsplatz und wir haben abschließend vereinbart, dass Sie die Unfallversicherung klären wollten und ich die Förderung des unentgeltlichen Probearbeitsverhältnis mit der Agentur für Arbeit.

Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um eine Verwechslung mit einem anderen Bewerber handelt.

Ich bitte Sie um Aufklärung bzw. Stellungnahme bis Freitag den 29.07.2016.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Kirchenmaus
 

Muzel

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