AfA lässt sich ohne Ende Zeit

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DonPancho

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Hallo mal wieder zusammen. Ihr habt mir damals bei dem Ärger, den meine Frau mit der AfA hatte, hervorragend helfen können. Deswegen wende ich mich erneut an Euch, da ich nun fast das gleiche Problem habe.
Damals wurde mir geraten, dass wir uns direkt an Nürnberg wenden, was zum Erfolg geführt hatte.
Bevor ich nun aber direkt die Kavallerie aufschrecke, möchte ich gern erst Eure Meinung dazu haben. Dafür muss ich leider etwas ausholen.

Ich bin im Juli 2016 ein Arbeitsverhältnis eingegangen. Leider stellte sich schnell heraus, dass dieses neue Gewerbe kurz vor der Insolvenz stand. Leider ging alles schneller als befürchtet und so hatte der gute Mann schon kein Geld mehr, um meinen Dezemberlohn zu zahlen. Ich erhielt aus heiterem Himmel eine fristlose Kündigung zum 10.01.2017.

Ich ging zum Anwalt und ging gegen die Kündigung mit Erfolg an. Die fristlose Kündigung wurde in eine fristgerechte Kündigung zum 15.02.17 umgewandelt. Auch meinen Lohn von Dezember '16 bis 15. Februar '17 habe ich eingeklagt. Das befindet derzeit in der (wahrscheinlich fruchtlosen) Pfändung.

Ich meldete mich direkt nach Zugang der Kündigung AS. AL durfte ich mich nicht melden, da ich ja gegen die fristlose Kündigung vorgegangen bin. Man gab mir aber trotzdem Arbeitsbescheinigungen mit, die die letzten zwei Arbeitgeber ausfüllen sollten.
Als das Verfahren beendet war, meldete ich mich Anfang April Arbeitslos. Bis dahin hatte ich die Arbeitsbescheinigung meines vorletzten Arbeitgebers erhalten, nicht aber des letzten (der im übrigen auch zu keiner einzigen Gerichtsverhandlung erschienen ist).

Nun saß ich also da und habe meinen Antrag fürs ALG I abgegeben und der nette Herr sagte, dass er nichts bewilligen kann, solange die Arbeitsbescheinigung nicht vorliegt.
Ich sagte ganz stolz, dass ich deswegen schon mit dem Servicecenter telefoniert habe und die mir eine selbst auszufüllende Auskunft zugesandt haben, die ich abgeben kann,
"Das interessiert mich nicht. Ich schreibe ihren alten Arbeitgeber jetzt an. Das geht immer so weiter mit Fristen und Strafen."
Dann erklärte er mir, dass er die Bescheinigung braucht um eventuelle Sperrzeiten für mich zu berechnen.
Darauf erklärte ich ihm, dass die fristlose Kündigung vor Gericht ja aufgehoben wurde und daraus eine fristgerechte Kündigung wurde.
"Ja, aber auch wenn sie aufgrund Fehlverhaltens fristgerecht gekündigt werden, bekommen sie eine Sperrzeit."

So Leute, das war Anfang April. Wir haben Ende Juni.

Aktuell bekomme ich ALG I seit dem 11.05.17.

Für den Zeitraum 16.02.17 bis 10.05.17 wird noch geprüft...und geprüft...und auf die Bescheinigung des Arbeitgebers gewartet...

Um den Zeitraum zu überbrücken, habe ich mir Geld von Freunden geliehen - die wollen das so langsam wieder haben :D
 

Zerberus X

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Ich ging zum Anwalt und ging gegen die Kündigung mit Erfolg an. Die fristlose Kündigung wurde in eine fristgerechte Kündigung zum 15.02.17 umgewandelt. Auch meinen Lohn von Dezember '16 bis 15. Februar '17 habe ich eingeklagt. Das befindet derzeit in der (wahrscheinlich fruchtlosen) Pfändung.

Wäre wohl besser gewesen Insolvenzgeld zu beantragen.
 
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