Ärztliches Gutachten ist da und besagt ich darf gar nix aber dass in Vollzeit

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Flora83

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könnte ich da noch was anderes machen außer weiter Au schicken? Die Untersuchung beim ÄD war ansich nicht wild; kontrollieren ob ich auch wirklich nicht laufen kann, Blutdruck messen paar fragen und ab nachhause. Er hat mir dann zum Schluss noch gesagt das sie mich nicht in arbeit vermitteln werden sondern nur in Maßnahmen und es wäre nicht seine Sache zu entscheiden ob es da was gibt sondern die des Arbeitsvermittlers.:icon_kinn: Ich glaub der wusste nicht mal das ich die ganze Zeit Au bin:icon_hihi::icon_hihi:
 

Kerstin_K

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Wie hat denn der kontrolliert, ob du wirklich nicht laufen kannst? Ich bin selber Rollifahrerin und finde das unverschämt. Ich meine, du hast doch sicher den passenden Schwerbehindertenausweis dazu, da muss man nicht kontrollieren.

Ich weiss ja nicht, wie sich deine Behinderung noch so auswirkt und warum du AU bist, aber man kann auch mit Rollstuhl arbeiten. Schon traurig, wenn einem Arbeitsmediziner da nur Massnahmen einfallen. Die sollen schließlich keine Beschäftigungstherapie sein, sondern dich in Arbeit bringen.

Was stellst du dir denn selber vor? Hast du eine Ausbildung? Oder siehst du eher EM Rente als Ziel?
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Flora83

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ich sollte auf ne waage steigen. Das ging erst nach dem mir mein Beistand geholfen hatte und auch nur unter schmerzen. Ich hab eine neurologische Grunderkrankung mit auswirkung auf die Gelenke mehr möchte ich dazu nicht sagen wenn, es recht ist. Eine Ausbildung habe ich leider nicht und leider so wie ich des sehe auch keinen Anspruch auf EM-Rente. Nur so mit dem Jobcenter kann es halt auch nicht weiter gehen. Ich möchte mich nicht 25 Jahre krankschreiben lassen oder in irgendwelchen Maßnahmen laden... Wenn es nach der SB ginge würde es ins sgb 12 gehen. Der Arzt wusste übrigens um meinen Ausweis da ich denen den Feststellungsbeischeid vorgelegt hab. Er war der Ansicht er müsse es kontrolieren denn, ich könnte ja nur was vormachen.:icon_hihi: Des JC hat sich bei mir schon einiges versucht zu leisten z.b hat mal meine SB versucht in Verbindung mit einem Maßnahmenträger der zur kath. Kirche gehört und mit C anfängt mich in einem Wohnheim für Behinderte der Lebenshilfe unter zu bringen. Von demher hab ich da absolut kein vertrauen in diese Mischpoke.
 
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Kerstin_K

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Dann wird wohl letztendlich die DRV entscheiden muessen, ob du ueberhaupt erwerbsfähig bist.

Hat man denn dir nie eine Ausbildung zum Beispiel in einem BFW angeboten.

Wenn der Kerl mir was von kontrollieren erzählt hatte, hatte ich ihm nen Vogel gezeigt. Ich habe GdB 100 aG G und B. Sowas spielt man nicht vor. Auf eine Waage wäre ich nicht gestiegen. Ich kann zwar in Räumen eine Weile Laufen, aber nur ganz kurz frei stehen. Ich hatte zwar auch schon seltsame Ärzte, aber das hat sich noch keiner erlaubt.
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Flora83

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Ich weiß nicht ob so etwas für mich noch Sinn machen würde. Da ja auch die Arbeitsuche für mich deutlich schwieriger wäre usw...
 

Kerstin_K

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Ausbildung macht immer Sinn.

Ich habe meine Behinderung von Geburt an und arbeite Vollzeit.

Ich kenn viele Leute, die sitzen im E-Rolli und haben 24 Stunden Assistenz und arbeiten trotzdem. Ist nicht leicht, den passenden Arbeitgeber zu finden, aber auch nicht hoffnungslos.
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G

Gelöschtes Mitglied 57503

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Manchmal glaube ich beim ÄD arbeiten nur Leute die nirgendwo anders was kriegen -.-*

Ich kann Kerstin nur beipflichten!
Auch wenn man gehandicapt ist, bedeutet das nicht, dass man nichts wert ist!
Mein eigener Arzt sitzt im Rolli.

Ich möchte jedem ins Gesicht schlagen, der behauptet, dass eine Person mit körperlichen handicap auch nix im Kopf hat - in die Reihe stellt sich grade dein Arzt vom ÄD mit ein :censored:

Man ist nie zu alt für eine Ausbildung :wink:
Also nicht den Kopf hängen lassen
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Wenn du nix darfst, wird man dir keine Stellen vermitteln können.
Dann sollten sie dich auch ohne AU in Ruhe lassen.

Warum wurdest du nicht zur DRV geschickt, wenn deine SB dich im SGB XII sieht?

Man muss so ein Gutachten auch nicht auf die Goldwaage legen. Bei mir hieß es auch Vollzeit mit zahlreichen Einschränkungen. Ich habe mir Teilzeit mit weniger Einschränkungen gesucht und inzwischen ist ein neues Gutachten erstellt worden.

Wichtiger ist, was du kannst und was du erreichen willst.
 

Flora83

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Wenn du nix darfst, wird man dir keine Stellen vermitteln können.
Dann sollten sie dich auch ohne AU in Ruhe lassen.

Warum wurdest du nicht zur DRV geschickt, wenn deine SB dich im SGB XII sieht?

Man muss so ein Gutachten auch nicht auf die Goldwaage legen. Bei mir hieß es auch Vollzeit mit zahlreichen Einschränkungen. Ich habe mir Teilzeit mit weniger Einschränkungen gesucht und inzwischen ist ein neues Gutachten erstellt worden.

Wichtiger ist, was du kannst und was du erreichen willst.
Eine Krankmeldung braucht man bei denen auf jeden Fall, da man sonst in die Statistik fällt und des heißt sie müssen einen dann, da wieder rausmogeln. Das gilt nunmal auch für die Unvermittelbaren.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Sich aus strategischen Gründen krank zu melden, ist keine Gute Idee und zudem unsolidarisch mit denen, die wirklich darauf angewiesen sind.

Wenn du dauerhaft zu krank bist, um zu arbeiten, musst du eine Klärung durch die RV anstreben und ins SGB XII wechseln.

Willst du abklären, ob du noch etwas machen kannst, ist die Dauer-AU eher hinderlich.
 

Flora83

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Sich aus strategischen Gründen krank zu melden, ist keine Gute Idee und zudem unsolidarisch mit denen, die wirklich darauf angewiesen sind.

Wenn du dauerhaft zu krank bist, um zu arbeiten, musst du eine Klärung durch die RV anstreben und ins SGB XII wechseln.

Willst du abklären, ob du noch etwas machen kannst, ist die Dauer-AU eher hinderlich.
Ich habe nicht gesagt, das ich mit aus Strategie krankschreiben lasse, sondern das es nunmal notwendig ist so lange man dort ist. Und die DRV ist meines wissens nach nicht für mich zuständig. Das Sozialamt wären dann, verpflichtet die Einzuschalten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
sondern das es nunmal notwendig ist so lange man dort ist.

Nein, das ist es keineswegs. Ich habe dem JC niemals den Gefallen getan, mich so einfach aus der Statistik zu schmeißen.

Eine AU bei Erwerbslosen halte ich für unnötig, es sei denn man kann aus gesundheitlichen Gründen einen Termin nicht wahrnehmen, nicht an einer Maßnahme teilnehmen oder die Entscheidung über die Erwerbsfähigkeit steht noch aus.

Aufgrund der widersprüchlichen Aussagen, musst du auch mit einer Überprüfung der AU durch den MdK rechnen. Auch Ärzte können Stress bekommen, wenn sie zu einfach den gelben Schein über den Tresen wandern lassen.

Das Sozialamt ist nicht zuständig, solange du erwerbsfähig bist. Erst nach der Abklärung durch die RV, in Ausnahmefällen auch durch den ÄD könntest du dort einen Antrag stellen, aber das weißt du ja offensichtlich schon alles besser ...
 

Flora83

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Ich hab so das Gefühl du willst pöbeln. Erstmal sag ich dir vor dem MDK muss ich keine Angst haben auch meine HA nicht oder sonst einer meiner Ärzte. Das JC wird §56 bei mir garantiert nicht anwenden.:bigsmile: 2. Sich nur zum Termin krankschreiben lassen ist absoluter Unsinn und würde nur dazu führen dass das JC ne WUB fordern müsste oder eben §56 anwenden muss. 2 Wenn man keinen EM- Renten Anspruch hat kann man selbst von der DRV auch keine Prüfung der Erwerbsfähigkeit veranlassen. Da findest du auch hier im Forum genug Infos zu den Themen.
 

Kerstin_K

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Stimmt alles, aber die Frage ist, ob es nicht auch ohne AU geht, ausser du bist wirklich krank.

Ich mache einen Unterschied zwischen Krankheit und Behinderung.
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Flora83

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Ich verstehe deine Sichtweise nur für mich ist die Grenze da nicht so klar zu ziehen denn, jeder der Behindert ist, ist auch krank und jeder der krank ist, (dauerhaft) ist irgendwann behindert.
 

Katzenstube

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Grundsätzlich hast Du Recht, Flora83. Du stehst jedoch viel selbstbewußer und überzeugter in Deine EMR als ich.

Ich selber bin rechts erblndet, links auch Probleme - sowie Hüfte ect. Eine Arbeitserprobung ergab das Ergebnis maximal 4 Stunden erwerbstätige Möglichkeit - das auch noch mit stündlichen Pausen und diversen Einschränkungen. Meinen Antrag auf EMR habe ich gestellt.

Aber: In Deutschland bedeutet Recht zu habe nicht gleichzeitig Recht zu bekommen. Ich arbeite weiter, obwohl es für mich der Horror ist. Eine AU würde ich kriege, ganz lange von vielen Ärzten meines Aktionsradiuses. Nur: Ich würde meinen Job dadurch verspielen und wäre dann in Deiner Situation.

Und - genau darum geht es mir: SB-Häschen sind keine Menschenfreunde. Ich habe erlebt das tyrannisiert wird, dass die Heide wackelt. Na schön, ich kriege auch eine WUB, durch die Blindheit wohl recht problemlos aber das geht Monate, vielleicht sogar ein halbes Jahr und dann?

Du scheinst nervlich stärker zu sein als ich, und zwar ein vielfaches: mich hat es wahnsinnig gemacht, wenn wieder ein VV der Afa mit den unmöglichsten Jobs im Briefkasten war. Mich haben die subtilen Gespräche, nach denen ich mit dem Fahrrad unter dem Teppich fahren konnte bei SB-Häschens aus meinem Lot und meiner eigenen Mitte gebracht. Für mach war die Afa-Zeit so übel, dass ich einen Job übernommen habe (Gott sei Dank, sehe ich jetzt weil meine 35 Jahre Rentenzahlung voll sind) mit Konditionen und Rahmenbedingungen, die nicht optimal sind.

Ich habe aber in dieser Zeit mit BFW, DRV, Versorgungsamt und Afa (wegen Gleichstellung) lernen dürfen dass ich hier auf allen Fronten gleichzeitig kämpfen muss und jeder Fehler mich alles kosten kann.

Deshalb halte ich es für gut in Diskussionen auch die Punkte lesen zu dürfen, die für mich als Problem zurück kommen könnten. Ich selber sehe nur meine Richtung und meine Augenwinkel (wenn sie noch funktionieren ;-) andere sehen über meinen Tellerrand hinaus.


Nein, was Krankenkasse, DRV, AFA ect. angeht, habe ich NULL Vertrauen und das was ich erlebe mit Herauszögerungen in jeglicher Form, das kann für jeden auf die eine oder andere Art irgendwann mal fianziell gehörig bedrohlich werden.

Was machst Du ohne Rente und ohne Geld von Afa oder Jobcenter? Und beide können sich quer stellen. Die SB's dort spielen nicht mit dem eigenen Geld - denen ist ein Prozeß egal, den sie verlieren. Deinem Geldbeutel, Deinem Vermieter und Deinen Lebensmitteln, wie auch Deiner Stromrechnung vermutlich nicht.

Toi toi toi wünscht Katzenstube
 

Kerstin_K

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, jeder der Behindert ist, ist auch krank und jeder der krank ist, (dauerhaft) ist irgendwann behindert.

Das ist Quatsch. Was ist zum Beispiel mit jemandem, der blind ist? Ist der krank und arbeitsunfähig durch die Blindheit? Nein. Und kein Arzt wird jemanden AU schreiben, nur weil er blind ist.

Ich erkläre es Dir mal an einem anderen Beispiel: Ein Freund von mir hat Spina bifida. Das ist sizusagen eine angeborene Querschnittlähmung. Ist er deshalb Dauer-AU? Nein. Er braucht einen Rollstuhl oder bewegt sich mit Unteramstützen, aber auf einem an seine Bedürfnusse angepassten Arbeitsplatz kann er arbeiten und ist dort genauso leistungsfähig wie jeder Nichtbehinderte.

Jetzt ist es aber so, dass er such durch seine Behinderung selber kathetrisieren muss. Und dabei muss man sehr auf die Hygiene achten, sonst holt man sich ganz schnell eine Harnwegsinfektion. Er ist aber beruflich viel unterwegs und muss dann öffentliche Toiletten auf Autobahnen usw. benutzen. Trotz aller Vorsicht erwischt es ih deshalb meistens so einmal im Jahr. Diese Infektionen verlaufen bei ihm dann meistens recht heftig mit hohem Fieber und so. Dann lässt er sich natürlich krankschreiben, denn dann kann er nicht arbeiten.

So, jetzt mag es Behinderugen geben, die solche Auswirkungen haben, dass man dauerhaft nicht arbeiten kann. Entweder, weil dass, was man noch kann so wenig ist, dass es wirtschaftlich nicht zu verwenden ist, das ist zum Beispiel bei schwer Mehrfachbehinderten der Fall, oder wenn die Behinderung so starke Auswirkungen hat, dass man damit nicht arbeiten kann, zum Beispiel wenn jemand nur liegen kann oder ständig starke Schmerzen hat, die man auch medikamentös nicht lindern kann.

So jemand ist dann aber nicht arbeitsunfähig, sondern erwerbsunfähig. Und dann kann es ausnahmsweise auch nötig sein, dass man über lange Zeit dauerghaft krankgeschrieben wird, weil nunmal das Rentenverfahren bzw., wenn wie in Deinem Fall keine Rente zusteht, die Überleitung ins SGB XII einige Zeit dauern, oft leider Jahre.

Die Frage, die Du also für Dich erstmal benatworten musst ist: Bist Du so stark beeinträchtigt, dass Du nicht arbeiten kannst? Dabei spielt es keine Rolle, dass Du keine Ausbildung hast, dass es wenig barrierefreie Arbeitsplätze gibt und noch weniger Arbeitgeber, die bereit sind, jemandem mit einer Behinderung einzustellen. Es geht einzig und allein um Deine Gesundheit. Bist Du gesundheitlich in der Lage, an einem an Deine Bedürfnisse angepasstenArbeitsplatz mindestens drei Stunden am Tag zu arbeiten? Wenn Du diese Frage mit nein beantwortest gehörst Du ins SGB XII.

Wenn Du diese Frage mit ja beantwortest, dann muss man schauen, wie dieser Arbeitsplatz für dich aussehen müsste. Dann braucht Du die dazu passende Ausbildung und dann muss der Arbeitgeber dazu gefunden werden.

Dass dieser Weg nicht leicht ist und lange dauern kann ist mir auch klar. Aber es gibt keine Alternative. Oder willst Du den Rest Deines Lebens in Dauer-AU verbringen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Ich hab so das Gefühl du willst pöbeln.

Da täuscht du dich. Deine Überschrift trifft halt genau auf meine Situation vor ein paar Jahren zu. Mit dem Unterschied, dass ich mich immer für nur teilweise erwerbsgemindert gehalten habe.

Du musst meine Anmerkungen nicht annehmen und bitte auch nicht falsch verstehen. Sie sind in der Regel gut gemeint. Du selbst hast den "Zweck" deiner AU-Meldung ziemlich eindeutig beschrieben.

Wo schrub ich, dass du selbst eine Beurteilung durch die RV veranlassen sollst oder kannst? Du könntest einen Antrag auf Grundsicherung nach SGB XII stellen oder vom JC stellen lassen. Dann sollte ein entsprechendes Gutachten folgen.

Die Gefahr, dass direkte Angehörige dann zur Kasse gebeten werden können, wenn das Ergebnis "befristet voll erwerbgsgemindert" ausfällt, wird dir ja auch bekannt sein.
 

Flora83

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Sich aus strategischen Gründen krank zu melden, ist keine Gute Idee und zudem unsolidarisch mit denen, die wirklich darauf angewiesen sind.

Wenn du dauerhaft zu krank bist, um zu arbeiten, musst du eine Klärung durch die RV anstreben und ins SGB XII wechseln.

Willst du abklären, ob du noch etwas machen kannst, ist die Dauer-AU eher hinderlich.

Dann musst du dich deutlicher Ausdrücken denn, dass war etwas missverständlich.
 
M

Mitglied 61702

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So, jetzt mag es Behinderugen geben, die solche Auswirkungen haben, dass man dauerhaft nicht arbeiten kann. Entweder, weil dass, was man noch kann so wenig ist, dass es wirtschaftlich nicht zu verwenden ist, das ist zum Beispiel bei schwer Mehrfachbehinderten der Fall, oder wenn die Behinderung so starke Auswirkungen hat, dass man damit nicht arbeiten kann, zum Beispiel wenn jemand nur liegen kann oder ständig starke Schmerzen hat, die man auch medikamentös nicht lindern kann.

So jemand ist dann aber nicht arbeitsunfähig, sondern erwerbsunfähig.

Es geht beides zusammen, das hängt allein von der Erkrankung ab. So kenne ich beispielsweise Fälle von Borreliose Stadium II und III, bei denen die Personen definitiv krank sind (also regelmäßig lange Zeiten AU geschrieben werden) und das Krankheitsbild selbst außerdem eine Behinderung im Sinne des Wortes darstellt. Ähnliches kann für schweren Diabetes, Arthritis, Rheuma, Zöliakie, Psoriasis, kardiologische Probleme oder Fibromyalgie gelten. Es gibt sicher noch mehr Krankheiten, bei denen du zu beidem kommst. Und alle diese Krankheiten sind auch behinderungsauslösend auf Dauer.

Letztlich wird der Schwerbehindertenausweis ja auch nicht per "Erkrankung" vergeben, sondern nach den davon ausgelösten Ausfällen gegenüber nicht Kranken oder nicht Behinderten.

Auch ein Blinder ist nicht per definitionem gleichzeitig arbeits- oder erwerbsfähig. Das kommt völlig auf den Fall an. Ein beispielsweise sehr spät Erblindeter, eventuell noch mit gleichzeitigem Hör- und Geruchsinnsschaden wird nicht automatisch nach seiner Erblindung wieder arbeiten können. Eventuell gelingt ihm das mit erheblichem Rehabilitationsaufwand, aber bis er eventuell wieder so weit ist, ist er AU.
 

Kerstin_K

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Watch, alles okay, aber ich wehre mich einfach dagegen, das jemand, der auf einem passenden Arbeitsplatz arbeiten könnte, nur Massnahmen gesteckt wird oder sich dauerhaft AU schreiben lassen muss, nur weil man keine Lust hat. Sich mal Gedanken darüber zu machen, was man mit den verbliebenen Fähigkeiten noch anfangen koennte.
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M

Mitglied 61702

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Watch, alles okay, aber ich wehre mich einfach dagegen, das jemand, der auf einem passenden Arbeitsplatz arbeiten könnte, nur Massnahmen gesteckt wird oder sich dauerhaft AU schreiben lassen muss, nur weil man keine Lust hat. Sich mal Gedanken darüber zu machen, was man mit den verbliebenen Fähigkeiten noch anfangen koennte.
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Dem stimme ich prinzipiell ja auch zu, aber wir wissen doch alle wie es auf den Jobcentern läuft.

Ich muß mich derzeit auch dauer-AU schreiben lassen, weil mein JC nicht mal im Ansatz bereit ist, leidensgerecht (ich war auch bereits beim ÄD) zu vermitteln bzw. mich nur auf leidensgerechte Stellen zur Bewerbung zu verpflichten. Stattdessen werden mir ZA-Stellen mit 6 Stunden Arbeitsweg, darunter auch Fußstrecken (die ich mittlerweile garnicht mehr bewältigen kann) vorgeschlagen, oder Putzstellen, und parallel soll ich pro Monat ein halbes Dutzend Bewerbungen vorlegen. Alternativ fallen dem SB dann auch noch ebenfalls nicht leidensgerechte Maßnahmen ein. Rücksicht auf den Gesundheitszustand und die vielen Arztbesuche wird auch nicht genommen.

Ich habe in jetzt 14 Monaten hier in der Ecke erst EINE EINZIGE leidensgerechte Stelle gefunden, aber nicht bekommen. Was soll man da noch tun? Es bleibt nur die AU, sonst wird man rammdösig oder bekommt Sanktionen. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, daß mir beinahe die Sozialhilfe lieber wäre.
 

Kerstin_K

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Die nicht leidensgerecht VVs usw. Wuerde ich dem SB so lange um die Ohren hauen, bis er es kapiert. Ist mühsam, aber der einzige Weg. Er hat sich an das Gutachten des aerztlichen Dienstes zu halten, ohne Wenn und Aber.
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Mitglied 61702

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Die nicht leidensgerecht VVs usw. Wuerde ich dem SB so lange um die Ohren hauen, bis er es kapiert. Ist mühsam, aber der einzige Weg. Er hat sich an das Gutachten des aerztlichen Dienstes zu halten, ohne Wenn und Aber.
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Das ist dem SB sowas von wurscht, das glaubt man garnicht. Das Ganze hat ja System, das wird ja nicht aus Versehen gemacht, oder weil man es nicht besser weiß. Und da es offensichtlich mit Rückendeckung der Teamleitung und Geschäftsleitung so läuft, kommt man so auch nicht weiter.
 
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