Ärztlicher Dienst hat mich als voll leistungsfähig eingestuft anhand von Befunden die älter als 2 Jahre sind. Wie kann ich gegen dieses Gutachten vorgehen?

Actys

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Hallo zusammen,

Ich habe ein kleines Problem und hoffe hier etwas Hilfe zu finden.

Anfang des Jahres 2020 wurde von meinem Sachbearbeiter der Ärztliche Dienst eingeschaltet.
Heute habe ich mein Gutachten erhalten und in diesem steht das ich "vollschichtig (täglich 6 Stunden und mehr leistungsfähig)" bin. Es stehen zwar einige dinge drin die ich nicht machen kann aber gerade die täglich 6 oder mehr Stunden, sind mir aus gesundheitlichen gründen nicht möglich.

Meine Frage ist nun, was ich jetzt machen kann?


Von meinem Sachbearbeiter wurde mir empfohlen (mit diesem Gutachten) zu meinen Ärzten zu gehen. Bei diesen Ärzten bin ich noch nicht lange in Behandlung und zur Zeit des Gutachtens gab es von diesen Ärzten noch keinen Befund (ich habe aber beide Ärzte in der Erklärung der Krankheit erwähnt und auch eine Schweigepflichtsentbindung für diese Ärzte mit geschickt). Diese würde mir dann ein Schriftstück aufsetzen in der sie dem gutachten widersprechen und schreiben, dass es mir zurzeit nicht möglich ist Vollzeit in eine 5/6 tage Woche zu Arbeiten (die im Gutachten eingereichten Befunde sind alle älter als 2 Jahre).
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Befunde von diesen Ärzten eingeholt haben sonst würde kein Kreuz bei "vollschichtig" sein.

Sie meinte das könnte reichen, um ein neues Gutachten machen zu lassen auf Grund von veralteten Befunden. Ich muss aber dazu sagen, dass ich beim nächsten mal einen neuen Sachbearbeiter bekomme von daher weiss ich nicht wie sie das handhabt.


Falls es wichtig ist ich habe deswegen keine AU (bis jetzt hat das JC kein Stress gemacht und deswegen dachte ich mir, dass kann ich mir sparen).


Ist das die beste Möglichkeit oder gibt es noch etwas anderes was ich jetzt machen sollte/kann?



MfG
 

Curt The Cat

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Gutachten Ärztlicher Dienst, veraltete Befunde
 

Ruhrpottmensch

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Von meinem Sachbearbeiter wurde mir empfohlen (mit diesem Gutachten) zu meinen Ärzten zu gehen.
Nett gemeinter Rat... Den kannste nur leider -an sich- in der Pfeife rauchen...

Diese würde mir dann ein Schriftstück aufsetzen in der sie dem gutachten widersprechen
Bitte beachten: Gegen das "Sozialmedizinische Gutachten" an sich kann kein Widerspruch eingelegt werden. Nur gegen den darauf folgenden Bescheid! Da helfen auch keine "netten" Briefe der behandelnden Ärzte...

Bei diesen Ärzten bin ich noch nicht lange in Behandlung und zur Zeit des Gutachtens gab es von diesen Ärzten noch keinen Befund (ich habe aber beide Ärzte in der Erklärung der Krankheit erwähnt und auch eine Schweigepflichtsentbindung für diese Ärzte mit geschickt).
Das könnte natürlich u.U. zu dem Ergebnis des Sozialmedizinischen Gutachten geführt haben. Was sollten die bei Anfrage des ÄD auch großartig schreiben?

"Herr/Frau Actys ist erst seit wenigen Wochen bei uns in Behandlung, wir gehen aber davon aus, dass er niemals nie in seinem Leben wieder Erwerbsfähig ist!"

Sieh also zu, dass die (aktuellen) Ärzte eine fundierte Diagnostik und anschließend aussagekräftige Befunde hinbekommen, damit Du bei einem Widerspruch gegen den Bescheid etwas in der Hand hast...
 

Uhus

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Falls es dir noch nicht vorliegt, auch Teil A des Gutachtens anfordern. Dann kennst du zumindest die Entscheidungsgrundlagen. Gegen das Gutachten des ÄD selbst kannst du nicht rechtlich vorgehen.

Am besten: Lass dich von einem deiner Ärzte fortlaufend arbeitsunfähig schreiben; dann hast du Ruhe vor dem JC und das Gutachten des ÄD läuft zunächst ins Leere. Nach längerer Zeit der Krankschreibung dürfte wahrscheinlich ein neues Gutachten beim Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur seitens des Jobcenters angefordert werden.

Für wie viele Stunden hältst du dich denn selbst für erwerbsfähig? Je nach Antwort könntest du auch Atteste deiner Ärzte beim JC einreichen, die bspw. max. 4 h/Tag prognostizieren, was dann zu einem erneuten Gutachten führen könnte (Aussage deines SB). Allerdings würde das eine parallele & längerfristige AU-Bescheinigung ausschließen.

Sieh also zu, dass die (aktuellen) Ärzte eine fundierte Diagnostik und anschließend aussagekräftige Befunde hinbekommen, damit Du bei einem Widerspruch gegen den Bescheid etwas in der Hand hast...
Gegen was für einen Bescheid denn?
 
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Actys

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Ok, schonmal danke für die Hilfe.


Teil A vom Gutachten habe ich noch nicht aber werde es mir schnellstmöglich zuschicken lassen.

Auch wenn die schreiben meiner Ärzte nicht viel bringen werden, kann ich es ja versuchen (ich habe meine Arzttermine schon vorverlegen lassen).
Und im Notfall kann ich mich fortlaufend arbeitsunfähig schreiben lassen und schauen ob es durch die neuen Ärzte etwas besser wird. Sollte sich die Behandlung in die Länge ziehen müsste dann ja ein neues Gutachten gemacht werden was dann die Befunde meiner neuen Ärzte mit berücksichtigt.

Mir geht es hauptsächlich um etwas Zeit, da die Suche nach einem Arzt der mir evtl. helfen kann relativ viel Zeit in Anspruch genommen hat. Durch dieses Gutachten verspüre ich jetzt leider zusätzlichen Druck, der leider nicht wirklich hilfreich ist.
 
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