Ärztlicher Dienst Gesundheitsfragebogen und mod. Schweigepflichtsentbindung direkt abgeben? (1 Betrachter)

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Freidom

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Hallo,

bald habe ich wieder einen Termin mit meinem SB und ich solle zum Termin die Unterlagen für den ÄD mitbringen.
Im Termin wurde plötzlich eine Frist genannt, zu dieser hätte ich die Unterlagen bereits abgeben sollen.
Die Unterlagen:
- Gesundheitlicher Fragebogen für den ÄD
- Schweigepflichtsentbindung (habe ich ersetzt durch die modifizierte hier aus dem Forum)
Beides möchte ich nicht dem SB in die Hand geben. Auch wenn der Umschlag verschlossen ist und ich ihn absichern könnte, sodass ein öffnen bemerkt werden würde.
Am liebsten würde ich das persönlich beim ÄD abgeben, oder alternativ direkt zum ÄD einschicken.
Soll ich darauf bestehen?
Laut diesem Posting Ärztlicher Dienst Gesundheitsfragebogen - Schweigepflichtentbindungserklärung?! hätte ich sogar nur die Pflicht, bei einem Untersuchungstermin zu erscheinen nach § 59 SGB II i.V. mit § 309 Abs.1 SGB III.
Auch bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob ich wirklich überhaupt eine Schweigepflichtsentbindung abgeben will.

Was tun?
Beim Termin darauf bestehen auf persönliche Abgabe oder Adresse des ÄD?

Danke
LG
 

ZynHH

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Beim Termin darauf bestehen auf persönliche Abgabe oder Adresse des ÄD?
Ja und dem SB das auch sagen, das du bereit bist die Unterlagen zum äD zu schicken. Er möge dir bitte die Adresse mitteilen.

Macht einen Termin bis wann das dort sein kann, damit der SB dem ä.D. den Auftrag zur Begutachtung zeitlich passend erteilen kann.

Wenn du es grundsätzlich verweigerst, gibts Probleme, da du beim äD mitarbeiten mußt.
 

humble

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Bei mir war es so, dass ich die Unterlagen beim äD direkt eingereicht habe, den SB dann darüber benachrichtigte und er dann den Auftrag erteilt hat.

Auch dem SB die Unterlagen gar nicht zeigen. Könnte versuchen, "Hilfe anzubieten".
 

gila

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Ziemlich übertrieben,
Das ist nicht übertrieben, sondern wenn du mal googelst Praxisleitfaden zur Einschaltung des ärztlichen Dienstes wirst du lesen können, dass der Sachbearbeiter zu so einem Informationsgespräch im Grunde verpflichtet ist. Viel zu häufig wird es gerade nicht gemacht.

Lade dir dieses PDF, dass es überall gibt, mal runter und werfe einen Blick da hinein, dann wirst du auch wissen, was auf dich zukommt und was er dir sagen müsste und was er dir vielleicht verschweigt *hihihi*

Schweigepflichtsentbindungen dienen dazu, wie der Name schon sagt, einen Arzt, in dem Fall einen dich behandelnden Arzt oder eine Klinik von der Schweigepflicht zu entbinden, wenn der begutachtende Arzt beim ärztlichen Dienst hier keine ausreichenden Informationen aus den vorgelegten Befunden ableiten kann und noch Nachfragen hätte.

Es ist in keiner Weise erforderlich, im Voraus eine Schweigepflichtsentbindung für irgendwelche deiner Ärzte oder Kliniken auszufüllen, wenn kein Bedarf vorliegt.
Denn sollte der Gutachter hier meinen, er müsste mit einem deiner Ärzte in Kontakt treten, kann er dir das sagen und du kannst dann gezielt für deinen Arzt diese Schweigepflichtsentbindung ausfüllen und dem Gutachter zukommen lassen. Dann würde ich das Ganze auch auf vielleicht maximal 2 bis 3 Monate begrenzen, damit nicht ohne Ende in den nächsten Jahren immer wieder nachgefragt werden kann
 
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