Ärztliche Gutachten bzgl. Arbeitsfähigkeit für bestimmte Bedingungen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Aras

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Hallo,

meine Überschrift ist wahrscheinlich etwas konfus, ich erkläre kurz:

Ich habe aus gesundheitlichen Gründen eine Umschulung gemacht, diese auch exzellent abgeschlossen. Ich bin nun seit 2,5 Monaten fertig. Zwischendurch war noch ein Krankenhausaufenthalt. Es besteht auch eine Schwerbehinderung von 70.

Meine Anpassungsfähigkeit an neue Situationen ist besonders im zwischenmenschlichen Bereich stark eingeschränkt. In der Regel brauche ich Monate, um mich halbwegs zu integrieren. Zudem sehe ich meine Belastbarkeit insgesamt bei maximal 75%. Also eine Vollzeitstelle ist schwierig... Wenn diese Sachen ungünstig aufeinander treffen, dann kann ich mir schon mal ein Bett in der nächsten Fachklinik buchen.

Das ganze bekomme ich problemlos von meinen Ärzten bestätigt. Nun ist das ja nicht wirklich hilfreich, wenn ich dann zum medizinischen Dienst der AA müsste.
Ich überlege nun, ein amtsärztliches Gutachten oder eine arbeitsmedizinische Beurteilung zu bekommen.

Mit dem Procedere kenne ich mich aber gar nicht aus. Sind meine Überlegungen denn grundsätzlich durchführbar? Weiß jemand, wie das ganze funktioniert? Also kann ich das selbst mit meinen Ärzten in die Wege leiten? An wen muss ich mich wenden?

Weiß denn jemand, wie das funktionieren könnte?
 
E

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Es kommt darauf an, was du mit deinem Vorhaben erreichen möchtest?

Geht es um die Beantragung einer EM-Rente oder einen Reha-Antrag? :icon_kinn:
 

Aras

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Ja, mir ist auch aufgefallen, dass ich das vergessen habe zu schreiben :icon_eek:

Die Anpassungsfähigkeit bezieht sich auf Zeitarbeit. Also dass ich da nicht gezwungen werden kann, mich dort zu bewerben, JC/AA. Und die Teilzeit im Prinzip auch auf AA/JC und dann auch auf ein laufendes Insolvenzverfahren. Da müsste ich eigentlich VZ arbeiten, weil ich keine weiteren Verpflichtungen habe. Und letztlich die Zeitarbeit auch dann wieder auf die Insolvenz im Rahmen der Erwerbsobliegenheiten.
 

Wutbuerger

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Wenn du einen ALG2 Antrag laufen hast geht es dir wie mir ... ich wurde darauf hingewiesen das man ja alles tun müßte um seine Hilfsbedürftigkeit zu beenden ..das wäre auch eine Vollzeitstelle annehmen obwohl ich nur Teilzeit wollte .Dazu habe ich aber schon einen eigenen Thread laufen .Da wird einerseits immer von Zumutbarkeit geredet und andererseits entscheiden wohl einfache Sacharbeiter was für dich zumutbar ist ..so habe ich es in wenigen Wochen schon zu spüren bekommen .
 

Aras

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Ne, bei ALG2 bin ich noch nicht. Momentan hab ich noch 4 Monate ALG1. Ich hoffe doch, dass ich in der Zeit was finde. Aber ich möchte halt schon mal, auch jetzt wegen dem ALG1 Bezug und möglichen VVs, den Druck rausnehmen.

Ich habe zwei Berufe gelernt, den ersten halt vor der Umschulung. Eigentlich bin ich dafür berufsunfähig, sonst wäre die Umschulung ja nicht bezahlt worden. Im Zweifelsfall geh ich dann vorübergehend aber dort arbeiten. In der Branche werden einem die Jobs hinterher geschmissen. Bevor ich die JC-Willkür am Hals habe. Und wenns zu viel wird: Ich hab Ärzte, die mir volle Rückendeckung geben :cool:
 
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ExitUser

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@Aras

Bitte bedenke folgendes: wenn du nicht mehr die volle Stundenzahl arbeiten kannst wie im Bemessungszeitraum, steht dir ALG nur noch anteilig zu. Falls du also beispielsweise im Bemessungszeitraum durchschnittlich 40 Wochenstunden gearbeitet hast und jetzt nur noch 30 Wochenstunden arbeiten kannst oder willst, bekommst du nur noch 3/4 des von dir erarbeiteten ALG-Anspruchs. Auf die Gründe für die Verminderung der Wochenstundenzahl kommt es dabei nicht an.

Dies gilt nicht für den Bereich ALG II.

Sachliche Einschränkungen der Vermittelbarkeit (wie etwa: kein Publikumsverkehr, keine Arbeit unter Zeitdruck, keine körperlich schwere Tätigkeit) hätten hingegen keinen Einfluß auf dein ALG. Dazu müßtest du dem SB der Arbeitsagentur schriftlich mitteilen, daß bei dir gesundheitliche Einschränkungen der Vermittelbarkeit bestünden und er bitte umgehend einen Termin beim ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur anberaumen möge. Einzelheiten zu deinem Gesundheitszustand besprichst du nur mit dem ärztlichen Dienst und nicht mit dem SB aus der Arbeitsvermittlung.

Atteste deiner behandelnden Ärzte kannst (und solltest) du zu einer Begutachtung mitnehmen. Die sind also keineswegs sinnlos.
 
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