Ärztliche Atteste wertlos? (1 Betrachter)

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gerd_berlin

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Hallo Ihr Lieben,

ich komme gerade von meiner Orthopädin. Letztes Jahr hatte ich einen Bandscheibenvorfall und war 8 Monate krank, inklusive 9 Wochen Klinikaufenthalt. Innnerhalb der nächsten 6 Monate werde ich umziehen müssen und da wollte ich ein Attest, dass ich den Umzug auf Grund meiner (nicht eingebildeten) Rückenschmerzen nicht alleine durchführen kann.

Meine sehr erfahrene Ärztin meinte lapidar, dass Sie mir zwar ein solches Attest aus medizinischen Gründen ausstellen könne, dass das Amt darüber aber nur lacht!

Ich würde meiner Ärztin gerne von Beispielen berichten, wo die Ämter ausnahmsweise mal nicht ganz so zynisch waren. Gibt es welche???

Vielen Dank und alles Gute,

Gerd
 

Arania

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Die werden das vom Amtsarzt überprüfen lassen, nehme ich an, da ein Attest auch nicht für 6 Monate im voraus gelten kann
 
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Zukunft

Gerade bei kaputten Bandscheiben kann man davon ausgehen, dass die Bandscheiben sich nicht so weit regenriegen, dass man wieder ohne Einschränkungen den Körper belasten kann.
Einmal versehrt immer versehrt.
Kosten für einen Amtsarzt zu bezahlen ist Steuergeldverschwendung.
 

Mr.Chapel

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Hallo Gerd

ich habe mir durch ein medizinisches Attest vom meinen Lungenfacharzt, einen

Umzug durch die Arge genehmigen lassen. Ich wohnte im der zweiten Etage

und konnte das Treppensteigen nicht mehr bewältigen. Die ARGE hat mir den

Umzug bezahlt. Ich bin aber mit meiner Familie in eine andere Stadt gezogen.

Die waren wohl nur froh uns los zu sein.


Mr.Chapel
 
E

ExitUser

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Ja, leider sind Atteste und AU vom Hausarzt bzw. Facharzt fast immer wertlos.

Die werden dich vermutlich zum Amtsarzt schicken.
 

münchnerkindl

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Ja, aber ohne das Attest vom behandelnden Arzt werden sie nicht mal das tun.

Ausserdem könntest Du mit Attest evtl sogar vors Sozialgericht gehen wenn sie es nicht genehmigen.

Von daher würde ich das Attest nicht so abtun. Mein Tinnitus Attest haben sie jedenfalls klaglos geschluckt als ich einen EEJ wegen zu viel Lärm abgelehnt habe.
 

gerd_berlin

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Danke!

Die Infos sind schon mal sehr hilfreich! Mit den Amtsärzten beim Arbeitsamt habe ich schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht: Die haben mich mal für arbeitsfähig erklärt, ohne mich überhaupt untersucht zu haben!

Aber grundsätzlich gilt: Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren!

Gerd
 

listche

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Ich kann jetzt nur von meinem Fall ausgehen.
Auf Grund einer anstehenden Bandscheiben OP hab ich mir von meinem Hausarzt ein Attest schreiben lassen, dass ich bis nach der OP keiner geregelten Arbeit nachgehen kann. Mein FM hat es so akzeptiert, und gut isses. Seit 2 Monaten hab ich nix mehr von ihm gehört.

Gruß Listche
 
E

ExitUser

Gast
Besser ist ein Krankenhausbericht. Hier in Nürnberg würde ich die Abteilung für physikalische und Rehamedizin empfehlen. Vergleichbares müßte es bei Dir auch geben. Die arbeiten für die Diagnostik auch mit anderen Bereichen zusammen.

Mit den Amtsärzten beim Arbeitsamt habe ich schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht: Die haben mich mal für arbeitsfähig erklärt, ohne mich überhaupt untersucht zu haben!
Gerade die waren bei mir wieder sehr genau. Die Lage war aber auch etwas anders. Sie konnten die Untersuchungen aufgründ der Komplexität nicht selber durchführen und so ging es zu externen und sehr kompetenten Fachärzten. Vier Stunden Untersuchung ohne Pausen mitzuzählen beim einen Arzt und noch einmal eine Stunde beim anderen Arzt. Die fanden Sachen, davon wußten meine behandelnden eigenen Ärzte noch gar nichts.

Die Gutachter der Rentenversicherung hingegen....Schlamm drüber!
 

sindytomlea

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Hallo,

hatte auch mal was vorgelegt - Zeitverschwendung die da der Doc gemacht. Meine damalige SB meinte, eine Arztausbildung zu haben und schlauer wie ein Arzt zu sein.

Sicher irgendwann kam ich zum Amtsarzt, das brachte mir Woche Klinik ein. Hintergrund: mehrere Bandscheibenschäden und meinte, das der Schmerzpunkt doch viel anders sein muss und hat mich entsprechend seiner Ansicht verschoben ... mein Neurochirug, der wieder mal flicken durfte, hat sich beschwert und hinterher gabs eine Entschuldigung - nru die Schmerzen hatt ich und nich der Idiot.

sindytomjulialea
 

gerd_berlin

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Mal abwarten

Die Erfahrungen sind ja wirklich sehr unterschiedlich! Eine Bandscheiben-OP war bei mir nicht notwendig. Ein Attest wäre also nur ein ergänzendes Argument, dass sie meinen Zwangsumzug bezahlen müssen. Außerdem kann ich alleine keine Möbel schleppen.

Vielen Dank für die ausführlichen Beiträge und euch allen alles Gute!

Gerd
 

listche

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Hallo Tom,
logisch ist meine krankengeschichte auch durch den Amtsarzt und medizinische Befunde abgesegnet. Das Attest hab ich mir nur zur Umgehung der Krankmeldung schreiben lassen, da ja sonst nach 4 bis 5 Wochen der Sachbearbeiter der Krankenkasse meint, er müsste nach Aktenlage darauf bestehen, dass ich gesund bin. Also Wunderheilung nach Aktenlage!!! und ich hab ja echt keine Lust, mich auf Sinnlosdiskussionen mit einem SB der AOK einzulassen. Mir reicht es schon, dass ich mich wg. der Kostenübernahme für ein Implantat mit dem Idi streiten muß.

Gruß Listche
 
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