Ärztl. Gutachten seitens der AfA noch nicht besprochen. Gutachten nach Aufforderung erhalten. Beziehe vorläufiges ALG I. Muss ich der Einladung der AfA zur persönlichen Besprechung der aktuellen beruflichen Situation folge leisten?

haba0399

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Hallo Liebe Mitglieder dieses Forums. (Ich schreibe in Namen meiner Ehefrau)

-Ich bin seit April 2020 ausgesteuert. Ungekündigt und weiterhin AU-krankgeschrieben. Beziehe bisher vorläufiges ALG I seit Juni 2020 bis April 2021.
-Das ärztliche Gutachten wurde bisher nicht persönlich besprochen/eröffnet. Habe beide Gutachten Teil A und Teil B erst nach Aufforderung per Post vom Ärztl. Dienst erhalten.
Laut Gutachten bin ich vollschichtig tägl. 6 Stunden und mehr leistungsfähig für mittelschwere Arbeit. Ich möchte wieder Vollzeit arbeiten

-Bekomme ständig Vermittlungsvorschläge (mit und ohne RFB).
-Mangels ausreichenden Deutschkenntnissen und fehlenden PC-Kenntnissen kann/konnte ich keine Bewerbungen schreiben.
(Dies wurde der AfA schriftlich mitgeteilt)
-Der Antrag auf Bewerbungstraining und Deutschkurs wurde bisher nicht genehmigt.
-Meinen Lebenslauf (von meinem Mann erstellt) und Wunschtätigkeiten wurden schriftlich der AfA nach Aufforderung überreicht.

Jetzt habe ich eine Einladung zur Besprechung der aktuellen beruflichen Situation erhalten (mit RFB):
Zu diesem Termin soll ich folgende Unterlagen mitbringen:
-ausgedruckte Bewerbungsunterlagen
-ausgedruckten Lebenslauf
-Kopie des letzten Zeugnisses
-Nachweis über das Aufenthalts- und Arbeitsrecht

Muss ich zu diesem Termin erscheinen, obwohl das Ärztl. Gutachten nicht eröffnet wurde und keinen endgültigen ALG I Bescheid erhalten habe?

Muss ich die die angeforderten Unterlagen zum Besprechungstermin mitbringen?

Wozu ratet Ihr mir in meiner Situation?


Vielen Dank für die Unterstützung.
Schönen Abend.
 

Kerstin_K

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Zum Termin musst du hin. Da gilt auch dee AUB, die du übrugebs keinsfalls der AfA vorlegen solltest, nicht als Entschuldigung.

Deine Bewerbungsunterlagen musst du nict zwingend vorlegen, der Schtriftverkehr zwischen dir und einem Arbeitgeber ist vertraulich. Zeignissse muss man auch nicht vorlegen. es gibt nichtmal ein Pflicht, ein Zeugnis zu besitzen/vom Arbeitgeber zu verlangen.
 

haba0399

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Zum Termin musst du hin. Da gilt auch dee AUB, die du übrugebs keinsfalls der AfA vorlegen solltest, nicht als Entschuldigung.

Deine Bewerbungsunterlagen musst du nict zwingend vorlegen, der Schtriftverkehr zwischen dir und einem Arbeitgeber ist vertraulich. Zeignissse muss man auch nicht vorlegen. es gibt nichtmal ein Pflicht, ein Zeugnis zu besitzen/vom Arbeitgeber zu verlangen.
Danke für die Info. Werde diese befolgen.

Habe noch zwei Fragen:
1.) Wird bei diesem Termin evtl. auch ärztliche Gutachten eröffnet? Soll ich darauf hinweisen falls es nicht eröffnet wird?
(Habe 2x schriftlich per Fax/Post die persönliche Eröffnung im Dienstgebäude beantragt)
2.) Beziehe immer noch vorläufiges ALG I. Macht es bei diesem Termin Sinn nachzufragen weshalb bisher kein endgültiger Bescheid
zugestellt wurde?

Vielen Lieben Dank.
 

saurbier

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1.) Wird bei diesem Termin evtl. auch ärztliche Gutachten eröffnet? Soll ich darauf hinweisen falls es nicht eröffnet wird?
Eigentlich sollte dir jetzt bei dem ersten persönlichen Termin das äD-Gutachten eröffnet werden, damit dann auch entsprechend mit den Vermittlungsbemühungen angefangen werden kann.

Da das Gutachten ja aussagt, daß du 6 Std./tägl. und mehr arbeiten kannst, wirst du bei der AfA eh als voll vermittelbar eingestuft. Hier gilt es lediglich deinerseits darauf zu achten, daß man dir keine Arbeitsangebote unterbreitet die du lt. äD-Gutachten gesundheitlich nicht machen solltest - schon im ureigenen Interesse - denn damit würdest du dir nur deine bereits angeschlagene Gesundheit weiter ruinieren. Also aufgepaßt bei den Arbeitsangeboten.

2.) Beziehe immer noch vorläufiges ALG I. Macht es bei diesem Termin Sinn nachzufragen weshalb bisher kein endgültiger Bescheid
zugestellt wurde?
Kann durchaus sein das du dann demnächst einen entgültigen Bescheid erhälst.

-Mangels ausreichenden Deutschkenntnissen und fehlenden PC-Kenntnissen kann/konnte ich keine Bewerbungen schreiben.
(Dies wurde der AfA schriftlich mitgeteilt)
Wenn das tatsächlich zutrifft, dann wäre die Vorlage von Bewerbungsschreiben etc. pp. doch eh kontraproduktiv. Laß es also und demonstriere der SB viel mehr das dir die Kenntnisse fehlen und man dich da fördern muß damit es mit der Vermittlung auch erfolgreich funktioniert. Fordere dann in dem Termin schlicht nochmals entsprechende Maßnahmen ein, daß zeigt dann auch dem SB das du ja gewillt bist hier erfolgreich mitzuwirken.

Im übrigen kann ich dir nur empfehlen unbedingt einen Beistand gem. § 13 SGB X für das Gespräch als Zeugen (gerne auch Partner) mit zu nehmen. Meist äußern sich dann die SB´s etwas zurück haltender (bei der AfA eh freundlicher als beim JC) und erzählen nicht soviel unsinn, weil der Zeuge ja alles bezeugen könnte. In dem Fall sollte ihr darauf achten das sich der Beistand auch notfalls nach Aufforderung mit seinem Personalausweis ausweisen kann.

Viel Glück beim ersten persönlichen Termin.
 

haba0399

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Eigentlich sollte dir jetzt bei dem ersten persönlichen Termin das äD-Gutachten eröffnet werden, damit dann auch entsprechend mit den Vermittlungsbemühungen angefangen werden kann.

Da das Gutachten ja aussagt, daß du 6 Std./tägl. und mehr arbeiten kannst, wirst du bei der AfA eh als voll vermittelbar eingestuft. Hier gilt es lediglich deinerseits darauf zu achten, daß man dir keine Arbeitsangebote unterbreitet die du lt. äD-Gutachten gesundheitlich nicht machen solltest - schon im ureigenen Interesse - denn damit würdest du dir nur deine bereits angeschlagene Gesundheit weiter ruinieren. Also aufgepaßt bei den Arbeitsangeboten.


Kann durchaus sein das du dann demnächst einen entgültigen Bescheid erhälst.


Wenn das tatsächlich zutrifft, dann wäre die Vorlage von Bewerbungsschreiben etc. pp. doch eh kontraproduktiv. Laß es also und demonstriere der SB viel mehr das dir die Kenntnisse fehlen und man dich da fördern muß damit es mit der Vermittlung auch erfolgreich funktioniert. Fordere dann in dem Termin schlicht nochmals entsprechende Maßnahmen ein, daß zeigt dann auch dem SB das du ja gewillt bist hier erfolgreich mitzuwirken.

Im übrigen kann ich dir nur empfehlen unbedingt einen Beistand gem. § 13 SGB X für das Gespräch als Zeugen (gerne auch Partner) mit zu nehmen. Meist äußern sich dann die SB´s etwas zurück haltender (bei der AfA eh freundlicher als beim JC) und erzählen nicht soviel unsinn, weil der Zeuge ja alles bezeugen könnte. In dem Fall sollte ihr darauf achten das sich der Beistand auch notfalls nach Aufforderung mit seinem Personalausweis ausweisen kann.

Viel Glück beim ersten persönlichen Termin.
Vielen Lieben Dank für die sehr ausführliche Erklärung und die Ratschläge.
Fühle mich jetzt viel sicherer für den Termin.
Mein Mann wird als Beistand mitkommen.
 
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