Ärztin braucht Ratschlag/ Hilfe

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S

Snickers

Gast
Hallo,
ich frage hier für meine Cousine. Vielleicht hat hier Jemand einen Ratschlag für sie.
Hier zu den derzeitigen Fakten.
Sie ist 60 Jahre und Chirurgin.
Vor 5 Wochen die Treppe runter gestürzt, 2. Halswirbel gebrochen, Genickbruch.
Große OP, 5 Schrauben, Bandscheibe mußte entfernt werden und da Platzmangel, gab es auch keine neue.

Sie ist Privatversichert, ich dachte da bekommt man auch 18 Monate Lohnfortzahlung, falsch nur 6 Monate.

Die Ärzteversorgung bezahlt eine Reha, allerdings nur 60 %
Die tolle Berufsunfallversicherung , greift erst nach einem Jahr ein.

Gibt es eine Stelle an die sie sich wenden kann? Sie wohnt in Bochum. Oder auch einen Rechtsanwalt.
Sie kann ihren Kopf weder zur Seite noch nach unten bewegen, schlecht am OP Tisch.
Am besten wäre dann wohl die Rente oder? Sie ist doch berufsunfähig!

Ihre Mutter verstarb nach dem sie den Notruf für sie gewählt hatte an einem Herzinfarkt. Würde ihr so gerne weiter helfen.

♥lichen Dank!
 

Margarethe

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Hallo,

das tut mir sehr leid. Da hat sie aber Glück gehabt, dass es nicht noch schlimmer ausgegangen ist (bezogen auf die Fraktur)

Hat sie denn eine eigene Praxis - wenn ja, kann sie sich doch vertreten lassen.

LG
Margarethe
 

Speedport

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Wenn man sich über Lohnfortzahlung Gedanken macht, gehe ich mal davon aus, daß sie angestellte Ärztin ist.

War es ein Berufsunfall während der Arbeitszeit und im Arbeitsumfeld oder ein normaler Unfall in der Freizeit (sonst wäre ja Mutter normalerweise nicht dabei gewesen)?
 

Anna B.

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war der Treppensturz privat oder in der Praxis oder beim patienten?

denn dann würde ggf. die Berufsgenossenschaft greifen..

ansonsten...sie selber hat bei der privaten KK ihre Leistungen ausgesucht...

da gibt es Verträge, die man aussuchen kann, und u.a. auch die Dauer und Höhe evtl. Krankengeldansprüche..

hat sie wenigstens Beiträge für die Altersversorung der Ärzte bezahlt?

Deutsche Ärzteversicherung - Betriebliche Altersvorsorge

da gibt es auch eine Versicherung analog der DRV...Ärzte konnten sich früher im Angestellenverhältnis von der Pflicht zur Rentenversicherung bei der DRV befreien lassen und die haben sich dann bei der Ärzte- und Apothekerversorgung angemeldet..

hat sie all sowas gemacht?

ist sie hier angemeldet?
Ärzte - ABV
dann müßte sie sich dort nach Leistungen, ggf. analog Erwerbsunfähigkeitsrente erkundigen..

ansonsten sehe ich keine Möglichkeit...wer nicht in die Solidarkassen einzahlt, kann auch keine Leistung verlangen...
 

echt machtlos

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Hallo Snickers,

erst einmal mein Beileid soviel Pech hat niemand verdient.

Es viel das Stichwort Erwerbsunfähigkeitsrente soviel ich weiß muß man sich

ganz schön reinknien um die zu bekommen, wenns keine Aussicht auf

vollständige Genesung gibt und ich denke bei Chirurgen sind da die

Anforderungen besonders hoch sollte man das wohl unbedingt probieren.

Was ist mit Frührente ? 6 Monate Lohnfortzahlung geben wenigstens erst

einmal einen gewissen Spielraum die Sache vernünftig anzupacken.

Unbedingt Beratungshilfe einholen am besten bei mehreren Stellen , auch

Sozialrecht!


Beste Wünsche
 

Muzel

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Es ist schon erstaunlich, dass die Ärzteversorgung überhaupt eine Reha bezahlt. Im Rheinland ist das nicht der Fall.
Sie sollte einen Antrag auf Berufsunfähigkeit stellen. Ob sie die Zeiten für die DRV belegen kann, halte ich für fraglich. In der Regel lassen sich Ärzte auch im Angestelltenverhätnis beitragsbefreien von der DRV. Auch im Angestelltenverhältnis müssen Beiträge an die Ärzteversorgung entrichtet werden, zumindest im Rheinland.
 

Anna B.

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hab ich doch oben geschrieben..

die Ärzte werden von der Pflichtversicherung zur DRV befreit und müssen sich dann bei der Ärzteversorgung versichern..

Muzel, liest du wohl manchmal, was geschrieben wurde?
 
S

Snickers

Gast
Danke für die freundlichen Beiträge. Meine Cousind ist in einem KH tätig und der Unfall war privat bei ihr Zuhause.

Ich habe gesterne die Anwaltskammer angerufen und die meinen es sollte ein RA für Versicherungsrecht sein. Da hatte sie mir dann 3 genannt. Und der erste hat sogar in seiner Praxis eine Kolligin für Medizinrecht!

Ich bedanke mich bei Euch! Ihr seid KLASSE!
 

Margarethe

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Von meiner Zeit als ich im KH gearbeitet habe, gab es etliche Angestellte um die 60, die ihre Frührente trotz Behinderungen wie Rheuma nicht durchbekommen haben (ist aber schon länger her:icon_smile:).
Bei mir wird auch keine Rücksicht drauf genommen, eine Frührente würde ich nicht durchbekommen und stehe deshalb dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung.
Da ich aber definitiv nicht im Nachtdienst etc. arbeiten kann, absolviere ich ja diese Weiterbildung.
Von anderen weiß ich, dass sie nach schweren Erkrankungen bzw. Behinderungen in die Krankenhausverwaltung oder in den Unterricht eingesetzt wurden.
Soweit ich beobachten konnte, kommt eine Fruehverrentung am ehesten durch, wenn es sich um psychische Erkrankungen handelt, also z.B. eine reaktive Depression aufgrund des Traumas und deren Folgen.

Uebrigens bin ich auch eine ehemalige Bochumerin :icon_party:

LG
Margarethe
 

Muzel

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Anna, kein angestellter Arzt muss Mitglied bei der Ärzteversorgung sein. Das ist freiwillig. Ab 45 Jahren geht es auch nicht mehr. Sorry, wenn du den Eindruck hattest, ich hätte deinen Betrag nicht gelesen.
 

Anna B.

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ich hatte nicht gelesen..im 1. Post, dass sie angestellte Chirurgin ist...

aus meiner Zeit kenne ich es, dass sich alle Ärzte von der DRV befreit haben lassen und sich rentenversicherunsmäßig bei der Ärzteversorgung angemeldet haben..

von daher meinte ich, dass es heute auch noch so wäre...
 
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