Ärztestreiks bei der Deutschen Rentenversicherung beginnen am 26. Februar 2009

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PRESSEMELDUNG


Ärztestreiks bei der Deutschen Rentenversicherung beginnen am 26. Februar 2009


Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband

(Verbandspresse, 11.02.2009 08:47)
(Berlin) - Die Deutsche Rentenversicherung steht zum ersten Mal in ihrer Geschichte vor unbefristeten Streiks ihrer rund 2000 Ärztinnen und Ärzte. Wie die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) gestern (10. Februar 2009) mitteilte, werde der bundesweite Ärztestreik in den rund 100 Reha-Kliniken und den Verwaltungen der Deutschen Rentenversicherung am 26. Februar 2009 beginnen. "Seit über einem Jahr reichen wir der DRV vergeblich unsere Hand für faire Tarifverhandlungen, um die miserablen ärztlichen Arbeitsbedingungen endlich zu verbessern. Die Betonkopfpolitik der Rentenversicherung lässt uns jedoch keine andere Wahl, als Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen", erklärte der 2. Vorsitzende des MB, Dr. Andreas Botzlar. Ärzte der DRV überprüfen in den Verwaltungen Anträge auf Rehabilitation und Erwerbsminderungsrente. In den Reha-Kliniken versorgen sie Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen.

Nach Angaben des Marburger Bundes habe sich die Arbeits- und Einkommenssituation der DRV-Ärzte in den vergangenen Jahren "dramatisch" verschlechtert. Während die Ärztegewerkschaft im öffentlichen Dienst und mit privaten Klinikketten deutliche Einkommenserhöhungen vereinbarte, müssten die Ärzte der Rentenversicherung unter veralteten und "ärztefeindlichen" Tarifbedingungen arbeiten. Botzlar: "Was die ärztlichen Arbeits- und Einkommensbedingungen angeht, ist die Deutsche Rentenversicherung in der tarifpolitischen Steinzeit zurückgeblieben." So würde beispielsweise ein Facharzt in einer DRV-Klinik bis zu 13,5 Prozent weniger verdienen als in einem kommunalen Krankenhaus. Arbeitet der Facharzt in der DRV-Verwaltung, steige der Einkommensunterschied sogar auf bis zu 19 Prozent.

Wettbewerbsuntaugliche Ärzteeinkommen förderten jedoch die Flucht der Mediziner eben in die Krankenhäuser, die einen arztspezifischen Tarifvertrag des Marburger Bundes anbieten. Ärztemangel, Arbeitsüberlastung und eine schlechtere Versorgung der Patienten und Versicherten seien schließlich die Folgen bei der DRV. "Die Rentenversicherung schneidet sich ins eigene Fleisch, wenn sie ihre Mediziner zu Ärzten zweiter Klasse degradiert. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird den Wettbewerb im hart umkämpften Klinikmarkt nicht bestehen", so Botzlar. Er verwies auf ein aktuelles Gutachten der Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung (GEBERA), die den Reha-Einrichtungen eine "unerlässliche und zeitnahe Anpassung des Gehaltsgefüges an die Tarifabschlüsse des Marburger Bundes empfiehlt, um im Wettbewerb um qualifiziertes Personal zu bestehen."

Bei einer Urabstimmung hatten sich Ende Januar 93,5 Prozent der Ärzte für Streiks ausgesprochen. Botzlar warnte die Deutsche Rentenversicherung vor einem erheblichen Ärztefrust und notfalls auch langwierigen Streikmaßnahmen. "Die Zeit des Schuftens und Schweigens ist vorbei. Auch die Ärztinnen und Ärzte der Deutschen Rentenversicherung haben Anspruch auf angemessene Arbeitsbedingungen und leistungsgerechte Bezahlung." Vom Streik werden die Akutkliniken der DRV Knappschafft-Bahn-See nicht betroffen sein, da für diesen Bereich bereits ein arztspezifischer Tarifvertrag mit dem Marburger Bund abgeschlossen wurde.


Quelle/Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Athanasios Drougias, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

eMail: presse@marburger-bund.de
Internet: https://www.marburger-bund.de



Verbände Forum - Deutsches Verbände Forum - Mitteilung


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Ärzte bei der Deutschen Rentenversicherung zum Streik aufgerufen

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ruft die rund 2000 Ärzte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) von heute an zu einem unbefristeten Streik auf. Seit mehr als einem Jahr habe man die Deutsche Rentenversicherung zu Tarifverhandlungen auf gefordert, um die «katastrophalen ärztlichen Arbeitsbedingungen», sagte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Andreas Botzlar.

Mittel- und unmittelbar würden von den Streiks mehrere Hunderttausend Patienten und Versicherte betroffen sein, erklärte der Marburger Bund. In den Verwaltungen der Rentenversicherer würden Ärzte beispielsweise Versichertenanträge auf Rehabilitation zunächst nicht bearbeiten. Zudem solle in den bundesweit rund 100 Rehabilitationskliniken die Patientenaufnahme gestört werden. Eine Notfallversorgung sei aber stets sichergestellt.
ddp/roy
ÄRZTE DER DEUTSCHEN RENTENVERSICHERUNG: Unbefristeter ab 26. Februar 2009
 
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Kundgebung von Ärzten der Deutschen Rentenversicherung in Münster

Münster (ddp-nrw) Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ruft für Montag (9 März, 11.55 Uhr) Mediziner der Deutschen Rentenversicherung zu einer Protestkundgebung in Münster auf Erwartet werden laut Marburger Bund mehrere Hundert Teilnehmer.

Seit dem 26. Februar befinden sich den Angaben zufolge die bundesweit rund 2000 Mediziner der Deutschen Rentenversicherung in einem unbefristeten Arbeitskampf, um für bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen zu protestieren.

Die dort beschäftigten Mediziner hätten ein bis zu 27 Prozent niedrigeres Einkommen als Kollegen in Kliniken, die einen arztspezifischen Tarifvertrag des Marburger Bundes anwendeten.
kundgebung-von-aerzten-der-deutschen-rentenversicherung
 
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Pressemitteilung

rund 1000 ärzte der deutschen rentenversicherung im streik

marburger bund - verband der angestellten und beamteten ärztinnen und ärzte deutschlands e.v. - bundesverband

(verbandspresse, 09.03.2009 14:45)


(berlin) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (mb) wertet den heutigen (9. März 2009) Streiktag der Ärztinnen und Ärzte als vollen Erfolg. Über 1.000 der insgesamt 2000 Ärzte der Deutschen Rentenversicherung haben ihre Arbeit in den Reha-Kliniken und den Verwaltungsstellen niedergelegt. Allein 300 streikende ärzte aus dem gesamten bundesgebiet beteiligten sich an der zentralkundgebung des marburger bundes in münster, um für einen eigenen arztspezifischen tarifvertrag zu protestieren.

Die mediziner der rentenversicherer befinden sich seit dem 26. Februar in einem unbefristeten streik. Ziel ist, die arbeitgeber zur aufnahme von tarifverhandlungen mit der ärztegewerkschaft zu drängen. Der marburger bund beklagt in den reha-zentren und der verwaltung schlechte arbeitsbedingungen, erheblichen personalmangel, zunehmende arbeitsbelastung und unattraktive verdienstmöglichkeiten. Zudem ist die uneinheitliche tarifsituation der ärzte nicht mehr hinnehmbar. ärzte der rentenversicherer verdienen bis zu einem drittel weniger als in kliniken, die einen tarifvertrag des marburger bundes anwenden. Für die ärztegewerkschaft ist die deutsche rentenversicherung aus diesen gründen ein schlechter arbeitgeber und für ärzte nicht zu empfehlen.

Abhilfe soll laut marburger bund ein arztspezifischer tarifvertrag leisten. Die ärztegewerkschaft hat solche auf mediziner zugeschnittenen tarifverträge bereits erfolgreich mit den arbeitgebern des öffentlichen dienstes und mit privaten klinikketten abgeschlossen. Diese sehen bessere arbeitsbedingungen unter anderem durch einheitliche tarifstandards, höhere einkommen und geregelte arbeitszeiten vor. Seit über einem jahr schlägt die deutsche rentenversicherung jedoch die ausgestreckte hand des marburger bundes für faire und konstruktive verhandlungen aus.

quelle/kontaktadresse:
marburger bund - verband der angestellten und beamteten ärztinnen und ärzte deutschlands e.v. - bundesverband
athanasios drougias, leiter, presse- und öffentlichkeitsarbeit
reinhardtstr. 36, 10117 berlin
telefon: (030) 746846-0, telefax: (030) 746846-16

email: presse@marburger-bund.de
internet: https://www.marburger-bund.de



https://www.verbaende.com/news.php4?m=59968
 
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Ärztegewerkschaft verschärft Arbeitskampf

12. März 2009

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund verschärft den Arbeitskampf bei der Deutschen Rentenversicherung und ruft rund 2000 Ärzte zu einem Erzwingungsstreik auf.

«Von der bisherigen Taktik der ersten Nadelstiche wird jetzt auf einen Vollstreik ohne Ausnahmen umgestellt.


Die erschreckende Hartleibigkeit der Arbeitgeber muss mit bedingungslosen Ärztestreiks bekämpft werden», teilte der Vize-Chef des Marburger Bundes, Andreas Botzlar, am Donnerstag mit. In der kommenden Woche sollen alle Ärzte in den Verwaltungen und den rund 100 Reha-Kliniken ihre Arbeit niederlegen. Zudem findet am 19. März in Bochum eine bundesweite Streikdemo vor dem Gebäude der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See statt.

Die Ärzte der Deutschen Rentenversicherung befinden sich seit dem 26. Februar in einem unbefristeten Arbeitskampf. Bisherige Streiktaktik der Ärztegewerkschaft waren laut Marburger Bund gezielte Arbeitsniederlegungen an ausgewählten Standorten der Rentenversicherer. Da eine Reaktion der Arbeitgeber bisher jedoch ausgeblieben sei, werde nunmehr «der nächste Schritt im Eskalationsplan gegangen».


Ärztegewerkschaft verschärft Arbeitskampf | News Adhoc
 
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