Ärztepräsident befürchtet Drei-Klassen-Medizin (1 Betrachter)

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Kaleika

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Ärztepräsident befürchtet Drei-Klassen-Medizin

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat den Gesundheitsfonds scharf kritisiert. Den Krankenkassen wirft er gar Korruption vor.
Die Einführung des Gesundheitsfonds verschärfe die soziale Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen, sagte Ärztepräsident Hoppe am Freitag „bild.de“. Aus der Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland drohe eine Drei-Klassen-Medizin zu werden. (…)

https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/gesundheitsfonds-aerztepraesident-befuerchtet-drei-klassen-medizin_aid_359270.html
 

sickness

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womit er vollkommen recht hat. ich denke, es wird auf lange sicht sogar noch viel schlimmer, als der nette herr das heute sieht. menschen, die von staatlichen hilfen leben, werden in zukunft nur noch die allernotwendigsten behandlungen bekommen, wenn überhaupt. ich frage mich, wann die ersten gesetzentwürfe kommen, die den leistungsempfängern jegliche hilfe verweigern. es wird so kommen, dass die krankenversicherung aus dem regelsatz bestritten werden muss. und ich schätze, das wird nicht mehr allzulange dauern, bis die ersten auf diese idee kommen. schliesslich will man uns ja schon ungeziefer jagen lassen. schlimmer geht´s immer...
 

Bienchen

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Und wieder kommt man dem Ziel ein Stückchen näher. Wer sich Medizin, welche nicht mehr verordnet werden darf wegen "Sparmaßnahmen", nicht mehr leisten kann, der stirbt früher. Eine ganz einfache Art und Weise für die Auslese zu sorgen.

Warum wird nicht die Mehrwertsteuer auf Medikamente gesenkt?
In anderen Ländern ist es auch so. Aber nein, diese bringt viel Geld in das Säckel des Staates, was man dann unter den Reichen wieder aufteilen oder einfach mal wieder Banken unterstützen kann.

Egal, was in diesem Staat gemacht wird, es dient nur dazu, die Reichen immer reicher werden zu lassen und die Armen immer ärmer.
Schließlich ist es auch genug, wenn ein Sklave arbeiten kann und dann "weg kommt", bevor erwas kostet. Es gibt ja genug davon!!!!
 

zebulon

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Auch wenn das jetzt natürlich nichts an der Realität dieser Entwicklung ändert. Vielleicht sollte man die Gelegenheit nutzen, und seine Gesundheitspflege-/ vorsorge wieder teilweise in die eigenen Hände nehmen. Ich bin sowieso skeptisch, was zum Beispiel die meisten Medikamente betrifft. Ich glaube das 90% der Medikamente nicht nur nutzlos sind, sondern oft sogar schaden. Außerdem wissen wir ja auch, welchen Einfluß die Pharmaindustrie hat. Man hört da auch viel kritisches von Krankenschwestern und Altenpflegern Ich würde in dem Fall versuchen, auch die Chance zu sehen. Legt euch einen Garten zu. Der heilt viele Krankheiten.
 
E

ExitUser

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Interessant ist das beispielsweise bei Fluoxetin. Wird normalerweise in Dosen ab 20mg verabreicht. Allerdings zeigten unabhängige Tests, daß 5mg genau die selbe Wirkung hatten, wie 20mg. Allerdings steigt die Toxizität schneller als die Wirksamkeit an.
 

zebulon

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Ja.
Ein Freund von mir, war damals beispielsweise betroffen von diesen LIPOBAY® Skandal, weil er diese Medikamente selber verschrieben bekommen hatte. Kurz zusammengefasst: LIPOBAY® ist ein Cholesterinsenker, griff aber anscheinend den Herzmuskel an. Der Freund hatte übrigens auch Probleme mit dem Herzen. Es gab damals einige Todesfälle.

Bei mir selber wurde 2007 ebenfalls ein erheblich erhöhter Cholesterinspiegel festgestellt und meine Ärztin empfahl mir dringend die Einnahme von solchen Lipidsenkern. Ich hab' das sofort abgelehnt, weil ich an den LIPOBAY® Vorfall denken musste.

Ich hab' mich dann etwas im Netz kundig gemacht und bin auf einen interessanten Zusammenhang gestoßen. Über die Gefahr, die angeblich von Cholesterin ausgeht, gibt es auch in Fachkreisen geteilte Ansichten. Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die vom Körper selber produziert wird und chemisch gewisse Ähnlichkeiten mit Lecitin hat, dem man günstige Wirkung auf die Nervenzellen nachsagt. Teilweise hat auch Cholesterin die Aufgabe, die Nervenfasern mit einer schützenden Schicht zu umgeben. Ich hatte zu dieser Zeit auch stark angegriffene Nerven. Diese Probleme habe ich teilweise immer noch, auch wenn ich jetzt bessere Strategien habe, wie ich damit umgehe.

Ich hab' mir dann gedacht, dass der überhöhte Cholestesterinspiegel also vielleicht eine normale Reaktion des Körpers ist, um die angegriffenen Nerven zu schützen, wobei der vielleicht auf Dauer tatsächlich auch ungünstige Nebenwirkungen auf andere Bereiche des Organismus hat. Wenn man aber einfach medikamentös den Cholesterinspiegel senkt, zerstört man diesen Schutz. Zudem wäre die Maßnahme in dem Fall lediglich ein Übertüchen der Symptome. Die eigentliche Ursache wäre dann nämlich Stress und den gälte es zu erkennen und zu vermindern.

Man sollte die Ausrichtung unserer Schulmedizin und auch des Gesundheitssystems ruhig mal öfter kritisch hinterfragen. Einiges an Ausgaben kann man sparen, wenn man sich vielleicht wieder mehr auf den eigenen Körper konzentriert und die einige Dinge in die eigene Hand nimmt. Ich will damit aber die Entwicklung nicht beschönigen. Es wird ja vor allem auch die Ausrichtung des Systems auf Symptomunterdrückung nicht geändert. Da verdient sich halt am Besten mit. Die Pharma-Industrie freut's auf jeden Fall.
 
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