Ärzte sollen Patienten verpetzen

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athene

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Die Gesetzeänderung ist im Referentenentwurf der Pflegereform versteckt

Zitat:
"Ermöglichen soll das eine Gesetzesänderung, die zusammen mit der Pflegereform verabschiedet werden soll. Im Referentenentwurf des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes (PfWG) ist eine Änderung des § 294 a SGBV versteckt, die sich auf die Gesundheitsreform 2007 bezieht und die in keinem Zusammenhang mit der Pflegereform steht.
Die geplante Neuregelung des § 294 a SGB V sieht vor, dass Vertragsärzte den Krankenkassen Mitteilung machen müssen, wenn Patienten Krankheiten „selbst verschuldet" haben....."

https://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/2007/04_10_arztgeheimnis.php

und:
https://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutschland/485158

die Zeit schreibt dazu:

"Vom Sozialstaat zum Kontrollsystem

In Wahrheit geht es um viel, viel mehr. Die Regierung hat nicht weniger vor, als das Privateste, Intimste, das uns zu eigen ist, zur Staatssache zu erheben: den menschlichen Körper.
"Krankheit" wird potenziell mit "Schuld" identifiziert, und um innerhalb dieses Zusammenhangs die Spreu vom Weizen zu trennen, bedarf es einer perfiden Form von Selektion.
Und um die neue staatliche Zugriffsgewalt endgültig in ein weites Feld zu verwandeln, soll die Meldepflicht generell für Krankheiten gelten, die sich der Patient "vorsätzlich" zugezogen hat. Als Beispiele werden die Folgen von Tätowierungen, Piercings oder Schönheitsoperationen genannt.

https://www.zeit.de/online/2007/41/meldepflicht-patienten

Schuld an seiner Krankheit kann nach der Formulierung jeder sein: Raucher, Dicke, Alkohol, Autofahrer, Menschen mit einseitiger Ernährung, ff....:icon_kotz:
 

Arania

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Es geht wie immer nur ums Geld, der Versicherte soll für immer mehr Beitragszahlung immer weniger Leistung bekommen, und der Staat bekommt noch ein Auskunftsregister wer was wann hat warum machen lassen, natürlich nur wenn es schief gegangen ist.

Das Gesetz gibt es jetzt ja schon, steckt ja bereits in der neuen Gesundheitsreform, nur wird es von den Ärzten nicht konsequent angewendet, also muss eine Verschärfung her.

Man kann darüber diskutieren ob medizinisch nicht notwendige OP's von der Kasse und damit von den Beitragszahlern insgesamt bezahlt werden sollten - daraus folgt dann auch die Diskussion über die Kosten für die Reparatur des evntuellen Pfusches- aber richtig ist wie die Mediziner sagen: Wo ist irgendwann die Grenze?

Was soll noch alles gemeldet werden, und damit wird die Schweigepflicht natürlich abgeschafft
 

athene

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Der SoVD schreibt dazu:

Zitat:

......."Die Meldepflicht für so genannte selbstverschuldete Krankheiten wäre ein Dammbruch. Denn die Gesundheitsreform 2007 eröffnet auch bei anderen "selbstverschuldeten Krankheiten" die Möglichkeit, die Patienten an den Kosten zu beteiligen. Dies ließe sich zum Beispiel auch auf Raucher oder Übergewichtige anwenden. Damit würde die Privatisierung gesundheitlicher Risiken weiter vorangetrieben. Das wäre ein Wendepunkt und der Abschied von der gesetzlichen Krankenversicherung in ihrer heutigen Form."

https://www.sovd.de/1174.0.html
 
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